Donnerstag, 17. Mai 2018: Der Tag bei n-tv

Heute mit Uladzimir Zhyhachou und Friederike Zörner

22:43 Uhr

Das war Donnerstag, der 17. Mai 2018

Das Wie der Energie wird bekanntlich von verschiedenen Staaten unterschiedlich gesehen. Die USA setzen zum Beispiel auf Fracking. Die EU bezieht Erdgas auf anderen Wegen...
Das Wie der Energie wird bekanntlich von verschiedenen Staaten unterschiedlich gesehen. Die USA setzen zum Beispiel auf Fracking. Die EU bezieht Erdgas auf anderen Wegen...(Foto: picture alliance / Martin Gerten)

Dieser Tage - oder besser gesagt, seit seinem Amtsantritt - inszeniert sich US-Präsident Donald Trump gern als alleiniger Politiker von Welt, der mit seinen Entscheidungen die Geschicke des Planeten lenkt. Derzeit mischt er sich auch in die Energiefragen der Europäischen Union ein und drängt Deutschland dazu, das Nord Stream 2-Pipelineprojekt auf Eis zu legen.

Derweil formieren sich die europäischen Regierungschefs und schieben den möglichen negativen Folgen für die Unternehmen des Kontinents durch den amerikanischen Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran einen Riegel vor. Ihr Abwehrmechanismus hört auf den Titel Blocking Statute.

Das war heute außerdem wichtig:

Übrigens, falls Sie sich heute gefragt haben, was der Hashtag #IDAHOT bedeuten soll. Am 17. Mai wird jährlich der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie begangen.

Ich wünsche Ihnen eine geruhsame Nacht. Bis morgen.

22:18 Uhr

Heidi Klum und Tom Kaulitz turteln in Cannes

In den Irrungen und Wirrungen des Weltgeschehens sind solche Bilder doch auch mal schön: Zwei Verliebte stehen turtelnd vor der Kamera. Ob nun PR-Gag oder ernste Beziehung ist da Nebensache. Am Rande des Filmfestivals in Cannes zeigte sich Model Heidi Klum innig mit dem Musiker Tom Kaulitz. Sie im langen weißen Kleid, er im schwarzen Anzug.

Die Moderatorin veröffentlichte bei Instagram ein Bild der beiden, auf dem sie den Tokio-Hotel-Gitarristen umarmt, während er sie auf die Haare küsst. Außerdem postete sie ein Herzchen dazu. So langsam könnte das wohl als eine offizielle Bestätigung, dass beide ein Paar sind, gewertet werden.

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21:41 Uhr

Trump widerspricht bei Nordkorea seinem Berater

Die USA stehen mit Nordkorea weiterhin in Kontakt, als ob nichts passiert sei, sagt Donald Trump.
Die USA stehen mit Nordkorea weiterhin in Kontakt, als ob nichts passiert sei, sagt Donald Trump.(Foto: AP)

Dass Donald Trump ein Talent dafür hat, die Ratschläge seiner Berater zu ignorieren, dürfte landläufig bekannt sein. Neuestes Beispiel: In der Diskussion über den Umgang mit dem nordkoreanischen Atomprogramm distanziert sich Trump von seinem Sicherheitsberater John Bolton.

  • Er verfolge nicht das sogenannte Libyen-Modell, so Trump. Stattdessen gehe es um ein Abkommen, das den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un schütze. "Er wäre dort. Er wäre in seinem Land an der Macht. Sein Land würde sehr reich werden."
  • Das Libyen-Modell würde nur ins Spiel kommen, wenn kein Abkommen zustande komme. Bolton hatte diese Lösung vorgeschlagen. Nordkorea könnte dann nach dem Vorbild Libyens Atomwaffen schnell an die USA oder andere Länder übergeben.
  • Die Regierung in Pjöngjang drohte daraufhin, ein geplantes Gipfeltreffen von Trump und Kim am 12. Juni platzen zu lassen.
  • Trump geht nach eigenen Worten weiter davon aus, dass die Begegnung stattfinden wird. Man sei mit Nordkorea in Kontakt, als sei nichts passiert.
21:16 Uhr

Zwei Frauen nach Pariser Terroranschlag festgenommen

Der 20-jährige Khamzat Azimov sticht wahllos mit einem Messer auf Passanten in Paris ein. Er tötet einen Fußgänger und verletzt fünf weitere Menschen. Ein Polizist erschießt schließlich den aus Tschetschenien stammenden Angeifer.

Fünf Tage nach diesem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag nahm die Polizei jetzt zwei verdächtige Frauen in der Hauptstadtregion fest. Sie stünden dem Tatverdächtigen und einem - bereits festgenommenen - Freund des Angreifers nahe. Das sagte Chefermittler François Molins in Paris. Details nannte er nicht.

20:47 Uhr

"Time"-Magazin kürt Kühnert zu Führungsfigur der Zukunft

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Was haben die Popmusikerin Ariana Grande, der R&B-Sänger The Weeknd und der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert gemeinsam? Sie sind alle von dem US-Magazin "Time" zu "Next Generation Leaders" ernannt worden. Zehn junge Menschen aus aller Welt, mit Hintergründen in der Unterhaltungsbranche, Politik, Wissenschaft, Sport und anderen Gesellschaftsteilen, werden von dem Blatt als Führungsfiguren der Zukunft porträtiert.

Der 28-Jährige Kühnert wird als Kapuzenpulli-Träger vorgestellt, der beinahe Europas mächtigste Politikerin - Angela Merkel - zu Fall gebracht hätte. Der junge Sozialdemokrat erlangte vor allem durch die #noGroKo-Kampagne hierzulande Bekanntheit. Wie die Abstimmung über den Eintritt in eine Koalition mit der Union ausgegangen ist, wissen Sie. Dem Image von Kühnert hat das SPD-Votums allerdings wohl nicht geschadet.

20:19 Uhr

Trailer zu Queen-Film "Bohemian Rhapsody" erzürnt Fans

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Mit Spannung wird derzeit die Premiere des Films "Bohemian Rhapsody" erwartet. Der autobiografische Streifen über die Band "Queen" und deren Sänger Freddie Mercury soll im Herbst in die Kinos kommen. Der nun veröffentlichte Trailer wurde bereits millionenfach angeklickt. Doch einige Fans zeigen sich enttäuscht.

Ihr Vorwurf: In dem kurzen Ausschnitt wird zu wenig auf die tödliche Aids-Erkrankung Mercurys, der von Rami Malek gespielt wird, und dessen Homosexualität eingegangen. In der Beschreibung der Produktionsfirma 20th Century Fox auf Youtube ist lediglich von einer lebensbedrohlichen Krankheit Mercurys die Rede. Im Trailer selbst werde der Fokus eher auf Frauen an der Seite des legendären Sängers gelegt. Ob die Produzenten angesichts der sich anbahnenden Kontroverse nun umdenken oder der Trailer den Film einfach nicht adäquat widerspiegelt (soll ja vorkommen), wird sich wohl erst im November zeigen.

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20:00 Uhr
19:50 Uhr

"Explosiver" Vulkan-Ausbruch auf Hawaii dokumentiert

Anwohner Hawaiis wurden angewiesen, sich vor dem Ascheniederschlag zu schützen.
Anwohner Hawaiis wurden angewiesen, sich vor dem Ascheniederschlag zu schützen.(Foto: U.S. Geological Survey/HVO/AP/dpa)

Seit mehreren Tagen liefert der Vulkan Kilauea auf Hawaii spektakuläre und zugleich bedrohliche Bilder. Nun bietet er den Anwohnern noch mehr Grund zur Sorge. Wissenschaftler der US-Behörde USGS haben einen "explosiven" Ausbruch dokumentiert und Fotos von einer Aschewolke über dem Vulkan auf Big Island ins Netz gestellt. Die Höhe der Wolke wurde von den Geologen auf bis zu 10.000 Meter geschätzt. Sie warnten davor, dass der Vulkan zusammen mit Asche und Gasen größere Felsbrocken ausspucken könnte. Anwohner wurden angewiesen, sich vor dem Ascheniederschlag zu schützen.

Ende April hatte es bereits mehrere Eruptionen gegeben. Seitdem zerstörten Lavaströme Dutzende Gebäude, davon viele Häuser in einem Wohngebiet östlich des Vulkans. Auf der zu den USA gehörenden Inselgruppe Hawaii liegen mehrere Vulkane, der Kilauea ist einer der aktivsten der Welt.

Mehr zum Ausbruch lesen Sie hier.

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19:27 Uhr

Lafontaine greift Linken-Spitze mit scharfen Worten an

Ist alles andere als glücklich über die aktuelle Parteiführung der Linken: Oskar Lafontaine.
Ist alles andere als glücklich über die aktuelle Parteiführung der Linken: Oskar Lafontaine.(Foto: picture alliance / Uwe Anspach/d)

"Es ist Aufgabe von Parteivorsitzenden, den Laden zusammenzuhalten, zu vermitteln und Konflikte nicht noch weiter zu verschärfen." Der frühere Parteichef Oskar Lafontaine hat seinen Unmut über die Linken-Doppelspitze, Katja Kipping und Bernd Riexinger, in einem Interview mit "Spiegel Online" herausgelassen. "Man kann nicht Parteifreunde, die anderer Auffassung sind, als AfD-nah, als Rassisten oder Nationalisten beschimpfen. Das vergiftet das Klima." Lafontaine fügte hinzu, ohne einen Namen zu nennen: "Parteivorsitzende müssen integrieren, nicht intrigieren."

Die heftige Kritik kommt wenige Wochen vor dem anstehenden Bundesparteitag. Vom 8. bis 10. Juni kommt die Linke in Leipzig zusammen, um eine neue Parteispitze zu wählen. Kipping und Riexinger wollen sich erneut zur Wahl stellen. Gegenkandidaten gibt es bisher nicht.

18:59 Uhr

Zweijährige stirbt nach Verfolgungsjagd mit Polizei

Die belgische Polizei verfolgt einen Kleinbus, indem 30 illegal zugewanderte Kurden sitzen. Durch mehrere Schüsse wird das Fahrzeug zum Halten gebracht. Ein zweijähriges Mädchen, das an Bord des Busses ist, stirbt wenig später auf dem Weg ins Krankenhaus.

Woran das Kleinkind starb, soll nun eine Autopsie klären. Es sei nicht von den Kugeln getroffen worden, sagt Staatsanwalt Frédéric Bariseau. In Frage kämen etwa eine Vorerkrankung oder eine Kopfverletzung, die sich das Mädchen infolge des riskanten Fahrstils zugezogen haben könnte.

18:30 Uhr

"SZ" trennt sich von Karikaturist Hanitzsch nach Streit

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Israels Premierminister Benjamin Netanjahu steht in Gestalt der israelischen Eurovision-Song-Contest-Siegerin Netta auf der Bühne. Er hat eine Rakete in der Hand. Darauf ist ein Davidstern abgebildet, im Schriftzug "Eurovision Song Contest" ersetzt ein Davidstern das "v".

Diese Karikatur des Zeichners Dieter Hanitzsch aus der Dienstagsausgabe der "Süddeutschen Zeichnung" hat dem Blatt massive Kritik eingebracht. Viele werten sie als antisemtisch. Nun zieht die SZ die Konsequenzen und trennt sich von ihrem langjährigen Zeichner.

"Grund hierfür sind unüberbrückbare Differenzen zwischen Herrn Hanitzsch und der Chefredaktion darüber, was antisemitische Klischees in einer Karikatur sind", teilte die "SZ"-Chefredaktion mit. "Dies hat sich nicht nur in der veröffentlichten Karikatur selbst, sondern auch in Gesprächen mit Herrn Hanitzsch gezeigt."

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18:06 Uhr

Trump sieht Russland-Ermittlungen als größte Hexenjagd

Irgendwie habe ich den Eindruck, Donald Trump hat sehr viele Bücher über die Hexenverbrennungen im Mittelalter gelesen. Anders kann ich mir seine altbackenen Ausbrüche auf Twitter nicht erklären. Jüngstes Beispiel: Die Ermittlungen im Zuge der Russland-Affäre sind laut Trump die "größte Hexenjagd der amerikanischen Geschichte".

Der FBI-Sonderermittler Robert Mueller ist heute genau ein Jahr im Amt. Doch bereits vor diesem Jubiläum nutzte Trump sein Lieblingsmedium Twitter, um auf die aus seiner Sicht ungeheure Art und Weise der Untersuchungen hinzuweisen.

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17:41 Uhr

Mann soll Pausenbrot seines Kollegen vergiftet haben

Diese Stulle wäre einem Mann in Nordrhein-Westfalen beinahe zum Verhängnis geworden. Sein Kollege hatte eine giftige Chemikalie auf sein Pausenbrot gestreut. Zum Glück entdeckte der Betroffene rechtzeitig die Substanz und informierte die Firmenleitung.

Nach Angaben der Polizei soll der 56-jährige Tatverdächtige die Brotdose seines Kollegen geöffnet und dann die Substanz auf das Pausenbrot aufgebracht haben. Sein Motiv ist unklar. Der Mann wurde festgenommen und sitzt wegen Mordversuchs in Untersuchungshaft. Bei seiner Festnahme trug er eine kleine Flasche mit einer pulvrigen Substanz bei sich. In seiner Wohnung in Bielefeld fanden die Beamten weitere Hinweise auf Chemikalien.

17:10 Uhr

Whitney Houston soll sexuell missbraucht worden sein

Zahlreiche Fans weltweit nahmen 2012 Abschied von Whitney Houston.
Zahlreiche Fans weltweit nahmen 2012 Abschied von Whitney Houston.(Foto: picture alliance / dpa)

Als Whitney Houston 2012 tot in einer Badewanne gefunden wurde, brach für viele Musikfans eine Welt zusammen. Die US-Poplegende wurde nur 48 Jahre alt. Sie starb an einer Überdosis von Drogen, Medikamenten und Alkohol in Verbindung mit einer Herzerkrankung.

Viele fragten sich daraufhin: Wie konnte das passieren? Warum war Houston so tief gestürzt? Eine neue Dokumentation, die jetzt beim Filmfestival von Cannes gezeigt wurde, liefert einen möglichen Hinweis: Denn Houston soll als Kind sexuell missbraucht worden sein. In dem Film "Whitney" berichtet unter anderem die Assistentin des Popstars von dem mutmaßlichen Missbrauch durch Dee Dee Warwick, die Cousine der Sängerin. Warwick war die Schwester der Soulsängerin Dionne Warwick und die Nichte von Houstons Mutter. Wie Whitney Houston hatte auch Dee Dee Warwick Drogenprobleme. Sie starb 2008 mit 63 Jahren.

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17:00 Uhr
16:43 Uhr

Milliardendefizit treibt Pflegebeiträge wohl in die Höhe

Gesundheitsminister Jens Spahn
Gesundheitsminister Jens Spahn(Foto: picture alliance / Christophe Ga)

Die Pflege ist und bleibt das Sorgenkind von Gesundheitsminister Jens Spahn. Angesichts des erwarteten Milliardendefizits in der Pflegeversicherung wird es nach den Worten von Spahn nun wohl zu Beitragssteigerungen kommen.

  • Bis zu drei Milliarden Euro Defizit seien für dieses Jahr prognostiziert, sagte Spahn unter Berufung auf Kassenberechnungen.
  • "Das wäre eine Beitragsanhebung mindestens schon von 0,2 Beitragsatzpunkten, die notwendig ist", so der CDU-Politiker.
  • Es werde nun im Gesundheitsministerium einen "Kassensturz" geben, bei dem die Finanzsituation der Pflegeversicherung insgesamt in den Blick genommen werde.
  • In zwei bis drei Wochen werde eine genauere Übersicht zur Entwicklung der Pflegefinanzen vorliegen.

Mehr zum Thema erfahren Sie hier.

16:12 Uhr

Schmuggler mit Goldbarren im Enddarm erwischt

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Manche Dinge möchte man sich eigentlich lieber nicht vorstellen. Und eigentlich spricht diese Überschrift ja auch schon für sich. Damit Sie aber trotzdem eine Vorstellung von dieser Ungeheuerlichkeit bekommen, hier die harten Fakten: Um eine neue Einfuhrsteuer auf Gold zu umgehen, haben Schmuggler auf Sri Lanka zu einer ungewöhnlichen Methode gegriffen.

Am Flughafen der Hauptstadt Colombo wurden die beiden Männer mit insgesamt 20 Goldbarren à 100 Gramm im Gesamtwert von rund 69.000 Euro im Enddarm erwischt. Einer der beiden Sri-Lanker war damit aus Singapur, der andere aus Indien eingereist, wie der Vizechef des sri-lankischen Zolls mitteilte. Medienberichten zufolge waren die Schmuggler wegen ihres seltsamen Gangs aufgefallen.

15:44 Uhr

Eltern sollen zehn Kinder brutal gefoltert haben

Das Haus in Kalifornien, in dem zehn Kinder gefoltert wurden, ist vollkommen verdreckt.
Das Haus in Kalifornien, in dem zehn Kinder gefoltert wurden, ist vollkommen verdreckt.(Foto: AP)

Sie schossen ihre Kinder mit einer Armbrust an, verbrühten sie mit heißem Wasser und simulierten sogar, sie würden sie ertränken. Eltern aus dem US-Bundesstaat Kalifornien sollen Medienberichten zufolge zehn in ihrem Haus lebende Kinder mit Methoden wie dem "Waterboarding" brutal gefoltert haben.

Die Kinder sind zwischen vier Monaten und zwölf Jahren alt. Der etwa 30 Jahre alte Mann soll der Vater von acht der Kinder sein. Das Haus der Familie war voller Fäkalien, verfaultem Essen und Dreck. Die beiden Tatverdächtigen sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Die Kinder wurden in die Obhut anderer Familienmitglieder gegeben.

15:19 Uhr

Zehntausende fliehen wegen heftiger Kämpfe im Jemen

Hodeida ist eine wichtige Hafenstadt im Jemen.
Hodeida ist eine wichtige Hafenstadt im Jemen.(Foto: REUTERS)

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International schlägt Alarm: Wegen heftiger neuer Kämpfe im Westen des Jemens haben Zehntausende Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Den Menschen stehe voraussichtlich das Schlimmste aber noch bevor.

  • Geflohene Zivilisten berichteten der Organisation demnach von "schrecklichen Granatenangriffen, Luftschlägen, Landminen und weiteren Gefahren", die im Zuge einer neuen Offensive in der Region Hodeida für die Menschen herrschten.
  • Bereits im Dezember hatte die international anerkannte Regierung des Jemens eine Offensive auf die von Huthi-Rebellen kontrollierte Region um die wichtige Hafenstadt Hodeida begonnen.
  • Rund 100.000 Menschen seien in den vergangenen Monaten dadurch vertrieben worden. Überlebende berichteten von Luftangriffen der mit der Regierung verbündeten Koalition unter Führung von Saudi-Arabien, bei denen Zivilisten getötet worden seien.
  • Auf der anderen Seite hätten die Huthi-Rebellen Männer und Jungen dazu gezwungen, für sie zu kämpfen.
14:52 Uhr

Französischer Rohmilchkäse in Deutschland zurückgerufen

Sollten Sie ein Liebhaber französischen Rohmilchkäses sein, sollten Sie einen Blick in Ihren Kühlschrank werfen und überprüfen, ob Sie nicht ein Produkt sicherheitshalber wegschmeißen müssten. Wegen Darm-Infektionen bei sieben Kleinkindern in Frankreich hat nämlich eine französische Käserei jetzt auch in Deutschland bestimmte Käse zurückgerufen. Es handelt sich um Reblochon des Herstellers Chabert.

Grund für den Rückruf sei eine mögliche Kontamination mit Escherichia-coli-Bakterien, hieß es beim Internetportal lebensmittelwarnung.de. Betroffen sind Produkte mit dem Kennzeichen FR 74-096-050 CE und Mindesthaltbarkeitsdatum zwischen dem 2. April und dem 24. Juli dieses Jahres, deren Losnummer mit 8CR beginnt. Sollten Sie so einen Käse besitzen, bitte nicht essen!

14:31 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, nach den extremen Wetterphänomenen gestern (Tornado!) stellt sich die Situation heute etwas entspannter dar. Mein Kollege Uladzimir Zhyhachou kann daher getrost seinen Feierabend genießen. Fortan begleite ich Sie durch den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie mir eine Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

14:25 Uhr

Angeblich von Hund gebissenes Baby: Vater unter Verdacht

Erst gestern meldeten wir, dass in Osnabrück ein freilaufender Hund ein Baby durch Bisse lebensgefährlich verletzt hatte. Jetzt gibt es in diesem Fall eine überraschende Wende. Nicht ein Hund, sondern der eigene Vater soll den Säugling lebensgefährlich verletzt haben.

  • Gegen den 24-Jährigen wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen. "Die ganze Hundegeschichte ist erlogen", sagte Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer.
  • Gestern hieß es zunächst, dass das Baby am Dienstagabend mit seinen Eltern auf einer Decke auf einer Wiese lag. Ein fremder Hund sei hinzugekommen und habe den kleinen Jungen gebissen, wie erste Befragungen der Polizei ergeben hatten.
  • "Wir können ausschließen, dass das Kind durch Hundebisse verletzt wurde", sagte Retemeyer nun. Der Säugling sei geschlagen worden, offene Wunden gab es nicht. "Das Kind habe geschrien, da habe er es ruhig stellen wollen, sagte der Vater in der polizeilichen Vernehmung aus."
14:00 Uhr

Weidel-Einspruch gegen Ordnungsruf erfolglos

Mit ihrer Rede im Bundestag sorgte Alice Weidel gestern für einen Eklat.
Mit ihrer Rede im Bundestag sorgte Alice Weidel gestern für einen Eklat.(Foto: REUTERS)

Der Ordnungsruf gegen die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel wird nicht zurückgenommen. Der Bundestag wies mit großer Mehrheit den Einspruch von Weidel zurück.

  • Sie hatte am Vortag für Empörung im Plenum gesorgt, als sie zum Auftakt der Generalaussprache sagte: "Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern." Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble rief Weidel daraufhin zur Ordnung.
  • Die AfD-Fraktionschefin argumentierte bei ihrem Einspruch, dass sich der Begriff "Taugenichtse" sprachlich eindeutig auf "alimentierte Messermänner" bezogen habe und damit "denklogisch nicht auf die Burka und auch nicht auf die Kopftuchmädchen".
  • Bei der namentlichen Abstimmung stimmten nur 85 Parlamentarier für Weidels Einspruch und 549 dagegen, zwei enthielten sich.
13:35 Uhr

Vergoldetes Schamhaar gewinnt Kunstpreis

(Foto: picture alliance / Möcking/Nehri)

Kann das weg? Nein, das ist Kunst, behaupten zwei Künstler aus Düsseldorf. Ein vergoldetes Schamhaar von Rainer Langhans hat den mit der geschichtsträchtigen Summe von 1968 Euro dotierten Preis des Kunstvereins Ahlen gewonnen.

  • Das Kunstwerk stammt von den Künstlern Evelyn Möcking und Daniel Nehring. Es wird zurzeit in der Ausstellung "68 wird 50 - ein Mythos in der Midlife Crisis" im nordrhein-westfälischen Ahlen gezeigt. Das Werk trägt den Titel "Searching for the Revolution".
  • Die Arbeit reflektiere auf unkonventionelle Weise den Mythos der sexuellen Befreiung, so der Kunstverein. Das in Düsseldorf lebende Künstlerpaar habe die 68er-Ikone Rainer Langhans in München besucht und ihn um eine Schamhaarprobe gebeten. Das gekräuselte Schamhaar bildet nun, goldbedampft auf einer Stele ruhend, das Zentrum der Installation. Die Ausstellung mit dem Schamhaar ist noch bis zum 10. Juni zu sehen.
  • Rainer Langhans wurde für seine Mitgliedschaft in der "Kommune I" berühmt. Er war mit dem Fotomodell Uschi Obermeier liiert.
13:23 Uhr

Ermittlungen gegen Gauland eingestellt

Alexander Gauland
Alexander Gauland(Foto: picture alliance / Hauke-Christi)

Eine Verbalattacke gegen die türkisch-stämmige SPD-Politikerin Aydan Özoguz im Bundestagswahlkampf bleibt für den AfD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland ohne strafrechtliche Folgen. Die Ermittlungen wegen Volksverhetzung wurden eingestellt.

  • Gegen Gauland waren mehrere Anzeigen eingegangen, nachdem er im vergangenen Jahr bei einem Wahlkampfauftritt davon gesprochen hatte, Özoguz, die damals Integrationsbeauftragte der Bundesregierung war, in der Türkei zu "entsorgen".
  • Die Aussagen seien durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Dabei spiele auch der Kontext eine Rolle, in dem Gauland sprach. "Im Wahlkampf ist der Ton rauer."
  • Özoguz hatte in einem Gastbeitrag geschrieben, eine spezifisch deutsche Kultur sei, jenseits der Sprache, "schlicht nicht identifizierbar". Gauland nahm darauf Bezug. "Das sagt eine Deutsch-Türkin. Ladet sie mal ins Eichsfeld ein, und sagt ihr dann, was spezifisch deutsche Kultur ist", rief Gauland bei seinem Wahlkampfauftritt in Thüringen: "Danach kommt sie hier nie wieder her, und wir werden sie dann auch, Gott sei Dank, in Anatolien entsorgen können."
12:56 Uhr

Meghan Markle: Mein Vater kommt nicht zur Hochzeit

Meghan Markles Vater verpasst den wichtigsten Tag im Leben seiner Tochter.
Meghan Markles Vater verpasst den wichtigsten Tag im Leben seiner Tochter.(Foto: imago/PRiME Media Images)

Der Vater von Meghan Markle, Thomas Markle, wird bei der Hochzeit seiner Tochter mit Prinz Harry am Samstag nicht dabei sein. Das teilte die 36 Jahre alte Braut mit. Grund dafür sei seine Gesundheit. Eigentlich hätte Thomas Markle seine Tochter zum Altar führen sollen.

Er hatte Berichten zufolge vor etwas mehr als einer Woche einen Herzinfarkt erlitten und musste operiert werden. Zuvor hatte es Wirbel um gestellte Paparazzi-Fotos des 73-Jährigen gegeben, die er trotz der Bitten des Kensington-Palastes um Diskretion von sich hatte machen lassen.

12:25 Uhr

SPD rutscht in Umfrage auf Allzeit-Tief

(Foto: picture alliance / Julian Strate)

Die SPD kommt nicht aus dem Umfragetief heraus: Das Hamburger Meinungsforschungsinstitut GMS sieht die Partei in einer Umfrage nur noch bei 16 Prozent. Die Union kommt darin auf 34 Prozent und ist damit mehr als doppelt so stark wie die Sozialdemokraten.

Auf Platz drei liegt in der aktuellen GMS-Umfrage die AfD mit 14 Prozent, gefolgt von den Grünen (12 Prozent), der Linken (10 Prozent) und der FDP (9 Prozent). Die sonstigen Parteien kommen auf zusammen etwa 5 Prozent.

12:18 Uhr

EU verklagt Deutschland wegen zu schlechter Luft

Wegen zu schmutziger Luft in Dutzenden deutschen Städten verklagt die EU-Kommission die Bundesrepublik vor dem Europäischen Gerichtshof. Das teilt die Behörde in Brüssel mit.

Mehr dazu lesen Sie hier.

12:03 Uhr
11:53 Uhr

Mutter vergiftet eigene Kinder - Haftstrafe

In der Limonade hat die Mutter verschiedene Schmerzmittel aufgelöst.
In der Limonade hat die Mutter verschiedene Schmerzmittel aufgelöst.(Foto: picture alliance / Lukas Schulze)

Sie vergiftete ihre eigenen Kinder und sich selbst, nun muss sie dafür in Haft. Das Landgericht Karlsruhe hat eine 27-jährige Mutter wegen versuchten Mordes sowie gefährlicher Körperverletzung zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Im Juni vergangenen Jahres hatte die Frau aus der Nähe von Karlsruhe sich und ihre Kinder im Alter von zwei und vier Jahren mit einer Limonade vergiftet, in der sie verschiedene Schmerzmittel aufgelöst hatte - offenbar aus Verzweiflung über ihre Lebenssituation ohne Job, Mann und sicheren Wohnsitz. Alle drei wurden rechtzeitig gerettet, da der getrennt lebende Ehemann aus Sorge die Polizei verständigt hatte.

11:36 Uhr

SPD will Familiennachzug für Ex-Gefährder verbieten

(Foto: picture alliance / dpa)

Die SPD will den Familiennachzug für Angehörige von ehemaligen Gefährdern jetzt doch generell verbieten. Wie aus Kreisen der Bundestagsfraktion verlautete, soll dafür eine im Gesetzentwurf der Bundesregierung aktuell noch bestehende Ausnahmeregelung gestrichen werden.

  • Das Bundeskabinett hatte den Gesetzentwurf, über den der Bundestag noch entscheiden muss, in der vergangenen Woche verabschiedet.
  • Zur Erläuterung der Ausnahmeregelung hatte es auch Regierungskreisen geheißen, dass dieser Passus in der Praxis eher Deutsche als Migranten betreffen dürfte. Denkbar seien Einzelfälle von Menschen, die im Ausland für die Terrormiliz Islamischer Staat gekämpft und dort eine Familie gegründet hätten.
  • Diese sollten nicht schlechter gestellt werden als ausländische Gefährder, bei denen das Aufenthaltsgesetz schon heute einen Verzicht auf die Ausweisung vorsieht, "wenn sich der Ausländer gegenüber den zuständigen Behörden offenbart und glaubhaft von seinem sicherheitsgefährdenden Handeln Abstand nimmt".
11:15 Uhr

Backstreet Boys sind zurück mit neuem Song

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Das ist wohl die beste Nachricht des Tages: Fünf Jahre nach ihrem letzten Album haben die Backstreet Boys eine neue Single herausgebracht.

  • Der Song "Don't Go Breaking My Heart" kommt bei den Fans offenbar gut an, wenn man die Reaktionen in den sozialen Netzwerken als Maßstab nimmt.
  • "Auch nach zwei Jahrzehnten habt ihr noch großartige Tanzschritte und Musik drauf. Es hat sich nichts verändert", schreibt ein weiblicher Fan auf Twitter.
  • Bei Twitter rangiert der Name des Songs unter den drei am häufigsten verwendeten Hashtags.
  • Die US-amerikanische Boygroup wurde Anfang der 90er-Jahre gegründet und hat sich nie aufgelöst. 2014 waren die Backstreet Boys zuletzt in Deutschland auf Tournee gegangen.
11:00 Uhr

Seehofer fordert Umsetzung der neuen Asylzentren

Horst Seehofer
Horst Seehofer(Foto: picture alliance / Kay Nietfeld/)

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat den Bundestag und die Bundesländer aufgefordert, an der Umsetzung der geplanten neuen Asylzentren mitzuwirken.

  • "Wenn wir das, was wir im Koalitionsvertrag geregelt haben, nicht umsetzen, dann werden (...) wir auf absehbare Zeit das Land in Europa bleiben, das mehr Flüchtlinge aufnimmt als alle europäischen Mitgliedsländer zusammen."
  • Deutschland werde dann ein Land sein, das nur noch sehr bescheiden Menschen ohne Bleibestatus zurückführen könne, sagte Seehofer: "Das möchte ich nicht und deshalb lege ich größten Wert darauf, dass wir den Koalitionsvertrag umsetzen."
  • Die Asylverfahren könnten in den Zentren schneller und rechtssicher gemacht werden. Die Ankömmlinge sollten nicht erst auf das ganze Land verteilt werden. Es handele sich aber nicht um Lager, sondern um "überschaubare Einrichtungen".

Mehr dazu lesen Sie hier.

10:37 Uhr

Flusspferde-Kot tötet Fische

Im Naturschutzgebiet Masai Mara lleben etwa 4.000 Nilpferde.
Im Naturschutzgebiet Masai Mara lleben etwa 4.000 Nilpferde.(Foto: imago/Xinhua)

Umweltschützer wissen seit Langem, dass Abwasser und Abfälle aus der Landwirtschaft zu niedrigen Sauerstoffwerten und zum Fischsterben in Flüssen führen können. Eine Studie, die in der Fachzeitschrift "Nature Communications" veröffentlicht wurde, beweist, dass Flusspferde-Kot im afrikanischen Fluss Mara ähnliche Auswirkungen haben kann.

  • Flusspferde bringen täglich etwa 9 Tonnen Kot in den Mara River, erklärt Emma Rosi, eine Süßwasserökologin am Cary Institute of Ecosystem Studies. "Wir haben untersucht, wie dieser massive Zustrom von organischen Stoffen das Leben im Wasser beeinflusst."
  • Die Ergebnisse der Studie zeigen eindeutig: Nilpferde-Kot ist am Massentod der Fische schuld. Während sich die Tiere im Fluss suhlen, produzieren sie Exkremente, die Sauerstoff aus dem Wasser abbauen, wenn sie sich zersetzen.
  • Der Kot produziert auch Chemikalien wie Ammonium und Sulfid, von denen bekannt ist, dass sie giftig für Fische sind.
10:15 Uhr

Youtube startet Musikstreaming-Dienst

Youtube will Spotify, Apple & Co. Konkurrenz machen.
Youtube will Spotify, Apple & Co. Konkurrenz machen.(Foto: imago/ITAR-TASS)

Youtube setzt verstärkt auf Musik. Ab kommendem Dienstag soll das Streaming-Angebot YouTube Music in den USA, Australien, Neuseeland, Mexiko und Südkorea an den Start gehen, teilte die Google-Tochter mit. Nach und nach sollen andere Länder wie etwa Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Österreich und die Schweiz dazukommen. Die Version des Streamingdienstes mit Werbung werde kostenlos sein, die werbefreie Variante im Abonnement solle pro Monat 9,99 Dollar kosten, teilte YouTube mit.

09:47 Uhr

Papst stellt Social-Media-Regeln für Nonnen auf

Papst Franziskus ist selbst ein eifriger Twitter-User.
Papst Franziskus ist selbst ein eifriger Twitter-User.(Foto: imago/Rüdiger Wölk)

Zwar richten sich diese Anweisungen an Nonnen, doch eigentlich sollten wir alle diese Regeln beachten. Der Papst hat Ordensfrauen davor gewarnt, ihre Zeit mit sozialen Medien zu vergeuden. Nonnen sollten soziale Medien wie Facebook und Twitter mit "Ernsthaftigkeit und Diskretion" nutzen - und zwar nicht nur in Bezug auf die Inhalte, sondern auch auf die Menge der Informationen, heißt es in neuen Richtlinien für kontemplative Frauenorden, die der Vatikan veröffentlichte. Moderne Kommunikationsmittel können demnach in Klöstern für Information, Bildung oder Arbeit genutzt werden. Sie sollten aber dem Ordensleben dienen, und kein "Anlass zur Zeitverschwendung" sein.

Die Anweisungen stammen aus einem vor wenigen Tagen veröffentlichten Dokument des Vatikans mit dem Titel "Cor Orans" (dt. Betendes Herz).

09:14 Uhr

Autofahrer stirbt bei Unwetter in Sachsen

In Sachsen ist infolge des Unwetters ein Autofahrer ums Leben gekommen. Der 63-Jährige starb im Landkreis Meißen, als er einem umgestürzten Baum ausweichen wollte. Auf der Gegenfahrbahn stieß er mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen, dessen 55-jähriger Fahrer verletzt wurde. Dieser kam in ein Krankenhaus, wurde aber nicht lebensgefährlich verletzt.

09:14 Uhr
08:42 Uhr

Arbeitnehmer sollen 2018 mehr Geld bekommen

(Foto: imago/CHROMORANGE)

Das ist ja eine gute Nachricht: Angesichts der starken Konjunktur und der jüngsten Tarifabschlüsse rechnen Experten damit, dass Löhne und Gehälter auch in diesem Jahr weiter steigen. "Wir erwarten, dass sich der momentane Wachstumstrend hinsichtlich der Gehälter 2018 eher verstärken als abschwächen wird", sagte Philip Bierbach, Geschäftsführer des Hamburger Vergleichsportals Gehalt.de, der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten".

Für 2018 sieht Bierbach für qualifizierte Fachkräfte - darunter Mediziner, Ingenieure und IT-Fachleute, aber auch qualifizierte Mitarbeiter in Vertrieb, Controlling oder Einkauf - ein Gehaltswachstum zwischen 3,2 und 4,4 Prozent, für Beschäftigte in den unteren Einkommensklassen von bis zu zwei Prozent.

08:15 Uhr

Beziehungsdrama mit fünf Toten in Texas

Im US-Bundesstaat Texas hat ein Mann den Lebensgefährten seiner Ex-Frau sowie drei Kinder erschossen und anschließend sich selbst getötet.

  • Die frühere Ehefrau des Täters wurde als einzige Überlebende mit Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht.
  • Die Bluttat ereignete sich in einem Wohnhaus der Ortschaft Ponder. Der genaue Hergang ist auch Stunden danach noch unklar.
  • Eine Augenzeugin sagte dem "Denton Record-Chronicle", die Kinder seien etwa drei bis sechs Jahre alt gewesen.
07:49 Uhr

Syrer seltener kriminell als andere Zuwanderer

Asylsuchende aus Kriegsgebieten werden seltener straffällig als andere Zuwanderer.
Asylsuchende aus Kriegsgebieten werden seltener straffällig als andere Zuwanderer.(Foto: picture alliance / dpa)

Flüchtlinge aus Kriegsgebieten und Konfliktregionen werden in Deutschland seltener straffällig als Asylbewerber aus friedlicheren Teilen der Welt.

  • Aus dem aktuellen Lagebild "Kriminalität im Kontext von Zuwanderung" geht hervor, dass im vergangenen Jahr zwar 35,5 Prozent aller Flüchtlinge und Asylsuchenden aus Syrien kamen. Unter den tatverdächtigen Zuwanderern lag ihr Anteil aber lediglich bei 20 Prozent. Ähnlich verhielt es sich mit Flüchtlingen aus dem Irak.
  • Genau umgekehrt ist es mit Zuwanderern aus den Maghreb-Staaten, aus Serbien und aus Georgien. Obwohl 2017 nur 2,4 Prozent der Asylsuchenden aus Marokko, Algerien und Tunesien stammten, lag ihr Anteil an den Zuwanderern, die als Verdächtige ermittelt wurden, bei 9 Prozent.
  • Bei den aufgeklärten Sexualstraftaten registrierte die Polizei 2017 eine leichte Zunahme der Fälle, in denen Zuwanderer als Täter ermittelt wurden. Im Vergleich zu Zuwanderern anderer Nationalitäten stellte die Polizei bei der Gruppe der Tatverdächtigen aus Afghanistan und Pakistan - zwei Ländern mit rigider Sexualmoral - einen erhöhten Anteil von Straftaten in diesem Deliktbereich fest.
07:22 Uhr

Verfassungsschutz hatte wohl V-Mann im Amri-Umfeld

Polizisten stehen vor der Fussilet-Moschee in Berlin.
Polizisten stehen vor der Fussilet-Moschee in Berlin.(Foto: picture alliance / Gregor Fische)

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat einem Zeitungsbericht zufolge mindestens einen Informanten im Umfeld des späteren Berlin-Attentäters Anis Amri geführt.

  • Der Verfassungsschutz habe mindestens eine Quelle in der Berliner Moschee Fussilet 33 gehabt, auch zu einer Zeit, in der sich Amri dort aufgehalten habe, berichtete die "Welt".
  • Der V-Mann sei aber erst nach dem Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz zu Amri befragt worden.
  • Bislang war bekannt, dass die Bundesanwaltschaft den Tunesier Amri spätestens seit November 2015 vom Bundeskriminalamt und vom Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen durch einen V-Mann der Polizei gezielt überwachen ließ.

Mehr dazu hier.

07:02 Uhr

Das wird heute wichtig

Video

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser, mit der Beratung über den Etat des Bundesinnenministeriums von Seehofer setzt der Bundestag heute seine Haushaltsdebatte fort.

Was wird heute sonst wichtig?

  • Mit seinem Kreuz-Erlass für bayerische Behörden hat Ministerpräsident Söder bundesweit Lob, aber auch viel Kritik auf sich gezogen. Nun lädt er zu einem Runden Tisch, um über Kultur und Identität zu sprechen.
  • Bundeskanzlerin Merkel berät mit ihren EU-Kollegen über die EU-Perspektiven für die Länder Serbien, Montenegro, Albanien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und Kosovo sowie Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.
  • Die Berliner Polizei fahndet nach der Mutter von drei neugeborenen Babys, die im Abstand von einem Jahr ausgesetzt wurden. Der Fall ist in Deutschland einmalig. Aber die Kripo kommt nicht weiter und kann die Sorge nicht ganz zurückweisen, dass die Serie weitergeht und demnächst ein neuer Fall einzutreten droht.
  • Im Hinspiel der Bundesliga-Relegation treffen der Fußball-Erstligist VfL Wolfsburg und der Zweitligist Holstein Kiel aufeinander. Beide Teams kämpfen um den letzten freien Platz für die kommende Bundesliga-Saison.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag! Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, bei Fragen oder Kritik bin ich über uladzimir.zhyhachou@nama.de erreichbar.

06:22 Uhr

Im Süden grau, im Norden sonnig

Björn Alexander
Björn Alexander

Während sich heute im Norden und Westen Hoch "Sven" vom Atlantik her weiter ausbreitet, bleiben der Süden und der Südosten nach wie vor im meteorologischen Hintertreffen. Denn dort geht es wechselhaft oder grau durch den Tag. Besonders von der Donau bis an die Alpen sind weiterhin Blitz und Donner möglich.

Ein ganz anderes Bild bringt der Tag von der Eifel bis herauf an die Küsten von Nord- und Ostsee. Zwar sind hier zu Beginn auch noch teils dichtere Wolkenfelder unterwegs. Später wird es aber immer schöner.

Die Temperaturen: der Start in den Tag bringt uns frische 7 bis 12 Grad. Später werden es dann zwischen 14 Grad an den Alpen sowie in Ostfriesland und bis zu 25 Grad in Berlin und Brandenburg. Vor allem im Nordwesten ist es hierbei windig, an der Nordsee auch stürmisch.

Die weiteren Aussichten: Die Wetterteilung zwischen einem eher durchwachsenen Süden und einem sonnigeren Norden bleibt auch in Richtung Pfingsten bestehen. Dabei könnte es an der Nordsee sogar wärmer werden als an den Stränden am Mittelmeer. Hier die Details zum langen Wochenende und den Pfingstferien. Kommen Sie gut in und durch diesen Tag. Ihr Björn Alexander

06:07 Uhr