Donnerstag, 22. Oktober 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:36 Uhr

Das war Donnerstag, der 22. Oktober 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

der Tag neigt sich dem Ende entgegen. Bevor ich mich in den Feierabend verabschiede, stelle ich Ihnen - wie immer - die bestgelesenen Artikel des Tages vor:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:11 Uhr

Hacker errät Trumps Twitter-Passwort

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Trump trägt sein Passwort auf dem Kopf.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Ganze sechs Versuche brauchte der niederländische Hacker Victor Gevers, um das Twitter-Passwort des US-Präsidenten zu erraten. Und das, obwohl Donald Trump bei der Auswahl seines Kennwortes kreativer vorging, als viele Deutsche. Doch nicht umsonst ist Gevers ein talentierter Hacker: Er schaffte es tatsächlich und erzählte seine Geschichte dem niederländischen Magazin "Vrij". Laut dem Bericht lautete Trumps Passwort "maga2020!". Doch was Gevers am meisten überraschte: Trump benutzte nicht einmal eine Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Gevers machte daraufhin Mitarbeiter des US-Präsidenten auf das Sicherheitsleck aufmerksam, der Secret Service bedankte sich für den Hinweis.

21:22 Uhr

Aus Geld wird Salz: "Heilerin" nimmt Frau 55.000 Euro ab

Die beiden haben ganz sicher kein gutes Karma: Eine selbst ernannte "Heilerin" soll mit einer Komplizin eine 53-Jährige aus Bergisch Gladbach um 55.000 Euro gebracht haben.

  • Die unbekannten Täterinnen hatten ihr Opfer dazu gebracht, das Geld in einem Handtuch zwei Wochen unter die Matratze zu legen. Als die Frau nach 14 Tagen nachschaute, waren nur noch Papier und Salzpäckchen in dem Handtuch.
  • Das war allerdings kein Hexenwerk, sondern simpler Betrug. Zunächst hatte die "Heilerin" ihr Opfer auf dem Marktplatz angesprochen und ihr versprochen, ihre "karmische Pechsträhne" zu beenden. Die Komplizin stieß dazu, man verabredete sich zum Geld-Einwickeln an einem Spielplatz. Die "Heilerin" lenkte die Frau ab, nahm das Geld unbemerkt an sich und drückte dem Opfer das Handtuch wieder in die Hand.
  • Vergangenen Mittwoch - eben 14 Tage nach der Begegnung - erstattete die 53-Jährigre Anzeige bei der Polizei. Die Ermittler suchen nun nach Hinweisen zu den Frauen, die sich Olga und Natasha nannten und russisch sprachen.
20:40 Uhr

Angeblich rechtsextremer Polizeichat entpuppt sich als Hitler-Parodie

Eine angeblich an einer rechtsextremen Chat-Gruppe beteiligte Polizistin hat sich vor Gericht erfolgreich gegen die Vorwürfe gewehrt. Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht hob die Suspendierung der Beamtin im Eilverfahren mit einer bemerkenswerten Begründung auf: Das zuständige Landesamt habe offenbar nicht erkannt, dass es sich bei der beanstandeten Hitler-Datei um eine Parodie handele, mit der Hitler verspottet werde.

Die abgebildete Person sei offensichtlich nicht Adolf Hitler, sondern jemand, der mittels einer Parodie Hitler verspotte, überzeichne und der Lächerlichkeit preisgebe.

20:00 Uhr

Tanker verursacht 60 Kilometer Ölfilm im Nord-Ostsee-Kanal

Im Nord-Ostsee-Kanal hat ein Tankschiff einen 60 Kilometer langen Ölfilm verursacht. Als mutmaßlicher Verursacher wurde ein Tanker, der unter der Flagge von Singapur fährt, identifiziert. Das Schiff darf nicht mehr weiterfahren. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Kiel wurde eine Sicherheitsleistung gegen den Kapitän angeordnet.

Über das Ausmaß der Umweltschäden konnte die Polizei bisher keine Angaben machen. Unklar ist außerdem, ob die Schiffsbesatzung möglicherweise absichtlich ölhaltige Produkte in Wasser geleitet hat oder ein technischer Defekt vorlag.

19:17 Uhr

Putin spricht erstmals öffentlich über Vergiftung Nawalnys

Wladimir Putin hat zum ersten Mal öffentlich Stellung zur Vergiftung des Kremlgegners Alexej Nawalny genommen - und Beweise für das mutmaßliche Verbrechen gefordert. "Geben Sie uns Beweise!", sagte der russische Präsident in einer Videoschalte bei einem Expertenforum.

Nawalny hatte den Putin persönlich für den Anschlag verantwortlich gemacht. Wenn der Machtapparat hätte jemanden vergiften wollen, dann hätte er das Opfer wohl kaum zur Heilung nach Deutschland geschickt, meinte Putin bei einer im Staatsfernsehen übertragenen Fragerunde.

Zugleich sagte Putin, dass er selbst bei der Staatsanwaltschaft darum ersucht habe, den Weg für Nawalnys Ausreise freizumachen - obwohl es gegen den 44-Jährigen Beschränkungen gegeben habe.

18:38 Uhr

Riesen-"Borat" schippert halbnackt auf der Themse

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So trägt man Mundschutz (nicht) richtig.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine riesige, liegende, nur mit einer Maske bekleidete "Borat"-Puppe sorgt in London für Aufsehen. Die etwa 15 mal fünf Meter große aufblasbare Figur des vom Komiker Sacha Baron Cohen kreierten kasachischen Kultreporters schipperte heute zwischen der Tower Bridge und dem Riesenrad London Eye auf der Themse hin und her.

Anlass für die Aktion: der Start der Filmfortsetzung "Borat Subsequent Moviefilm". 14 Jahre nach der Kultsatire "Borat" kehrt Cohen zurück in seine berühmteste Rolle. Die Komödie im "Mockumentary"-Stil ist ab Freitag beim Streaminganbieter Amazon Prime zu sehen.

18:11 Uhr

Trotz Kampf: Dax verzeichnet vierten Verlusttag in Folge

Der deutsche Aktienmarkt kann sich auch am Donnerstag nicht aus seiner Abwärtsspirale befreien. Der Dax verzeichnet bereits den vierten Tag in Folge Verluste. Der deutsche Börsenleitindex fällt im Tagestief bis auf 12.345 Punkte. Am Ende verabschiedet er sich mit einem Abschlag von 0,1 Prozent und 12.543 Zählern aus dem Handel. Am Montag hatte er noch über der 13.000er Marke notiert.

"Es war ein knappes Rennen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Die Anleger werden vorsichtiger, vor allem wegen der nach wie vor steigenden Corona-Infektionszahlen und den damit verbundenen möglichen negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft."

Unter den Einzelwerten stechen Adidas positiv heraus. Spekulationen über einen möglichen Verkauf der Tochter Reebok beflügeln den Kurs, am Ende steht ein Kursgewinn von rund drei Prozent. Mit MTU und Merck können nur zwei weitere Dax-Werte nennenswerte Aufschläge verbuchen. Infineon, RWE und Delivery Hero stehen dagegen auf der Verliererseite.

Mehr börsenrelevante Meldungen finden Sie im "Börsen-Tag".

Dax
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18:09 Uhr

EU verhängt neue Russland-Sanktionen - wegen Hackerangriffs auf Bundestag

Die EU hat wegen des massiven Hackerangriffs auf den Bundestag im Jahr 2015 neue Russland-Sanktionen verhängt. Betroffen sind der Leiter der Hauptdirektion des Generalstabs der russischen Streitkräfte, einer der mutmaßlichen Hacker sowie eine für Cyberangriffe verantwortlich gemachte Militäreinheit, wie aus dem Amtsblatt der Europäischen Union hervorgeht.

Im Bundestag hatte der Angriff im Mai 2015 die IT-Infrastruktur komplett lahmgelegt. Um ihn zu stoppen, musste das gesamte Parlament über Tage vom Netz genommen werden.

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17:45 Uhr

Sekte in Goch: "Prophet" soll Kind missbraucht haben

Gestern war die Polizei auf dem Gelände eines ehemaligen Klosters in Goch am Niederrhein auf eine mutmaßliche Sekte gestoßen. Eine 25-Jährige soll dort gegen ihren Willen festgehalten worden sein. Auf dem Areal hatten die Beamten insgesamt 54 Personen angetroffen, darunter zehn Kinder. Ein 58 Jahre alter Niederländer, der sich selbst als "Prophet" bezeichnet, wurde festgenommen.

Heute wurde gegen ihn Haftbefehl wegen schweren sexuellen Missbrauchs beantragt. Dem Mann werde der Missbrauch eines Kindes in den Niederlanden in zehn Fällen von 2006 bis 2008 vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kleve. Außerdem stehe der Niederländer unter Verdacht, in Goch 2019 zwei Vergewaltigungen begangen zu haben. Der Haftbefehl sei zudem wegen Freiheitsberaubung einer Person beantragt worden.

17:12 Uhr

Lamborghini-Aktion der Berliner CDU führt zu Ermittlungen

Am Vormittag sorgte eine fragwürdige Aktion der Berliner CDU für große Aufmerksamkeit - und das nicht nur im Internet. Die Amtsanwaltschaft hat nach der Aktion ein Verfahren wegen des Verdachts des Kennzeichenmissbrauchs eingeleitet.

Mit dem symbolischen Abschleppen eines gelben Lamborghini voller aufgeklebter Einschusslöcher hatte die Landes-CDU auf Clankriminalität aufmerksam machen wollen. Das Auto soll aber kein gültiges Kennzeichen gehabt haben. Dies ist nun Gegenstand der strafrechtlichen Ermittlungen.

17:03 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:28 Uhr

Polen verbietet Abtreibungen wegen Fehlbildung

Ein Land mitten in Europa steht vor einem Rückfall ins Mittelalter: Polen steuert auf eine weitere Verschärfung seines ohnehin strengen Abtreibungsrechts zu. Das Verfassungsgericht in Warschau erklärte eine bisher geltende Ausnahmeregelung vom Abtreibungsverbot für verfassungswidrig. Demnach waren Schwangerschaftsabbrüche bislang zulässig, wenn das ungeborene Kind schwere Fehlbildungen aufwies. Nach Ansicht der Richter verstößt dies gegen das in der polnischen Verfassung garantierte Recht auf Leben.

  • Mehr als 100 Abgeordnete, überwiegend aus den Reihen der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), hatten sich mit ihrer Kritik an der aktuellen Gesetzeslage an das höchste polnische Gericht gewandt.
  • Im Jahr 2019 wurden in den Krankenhäusern des stark katholisch geprägten Landes nur rund 1100 Schwangerschaftsabbrüche ausgeführt - in fast allen Fällen aufgrund des nun für rechtswidrig erklärten Paragrafen.
  • Somit ist Abtreibung in Polen nur bei Gefahr für die Frau und nach Inzest oder Vergewaltigung erlaubt.
16:03 Uhr

US-Senatsausschuss bestätigt Trumps Richter-Kandidatin Barrett

Der Justizausschuss des US-Senats hat der umstrittenen Ernennung von Amy Coney Barrett zur Verfassungsrichterin zugestimmt. Während die oppositionellen Demokraten die Abstimmung boykottierten, votierten die Republikaner von Präsident Donald Trump für die konservative Juristin. Barrett muss nun noch vom gesamten Senat im Amt bestätigt werden.

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15:48 Uhr

Vor Messer-Mord in Dresden: Islamist griff JVA-Beamte an

Einen Tag nach der Festnahme des polizeibekannten Islamisten, der in Dresden zwei Touristen mit einem Messer angegriffen und einen davon getötet haben soll, äußern sich Sachsens Behörden zu dem Fall.

Der Tatverdächtige, ein 20-jähriger Syrer, ist in seinen ersten Tagen nach der Haftentlassung von einem Entlassungshelfer begleitet worden, sagte LKA-Chef Petric Kleine. Er sei am Tag der Tat und auch am Tag danach seiner Meldepflicht nachgekommen.

In der Haft hat der Tatverdächtige zweimal Mitarbeiter der JVA angegriffen. Sachsens Verfassungsschutz-Chef Dirk-Martin Christian nannte den Täter einen extremistischen Islamisten. Das sei durch das tatsächliche Handeln des Beschuldigten in der Haft bestätigt worden. Über Details und Zeiträume der Observation könne er nichts sagen: "Das ist jetzt hier nicht der richtige Ort." Klar wurde, der Tatverdächtige war am Tag der Tat observiert worden.

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15:20 Uhr

WhatsApp bietet künftig Einkauf per Chat an

Einkaufen per WhatsApp? Was heute unvorstellbar klingt, ist schon morgen Realität. Der Messengerdienst wird es seinen Nutzern künftig ermöglichen, direkt aus einem Chat Produkte zu kaufen. Die Endkunden verwenden dabei ihre gewöhnliche WhatsApp-Anwendung und müssen keine zweite App installieren.

WhatsApp-Geschäftsführer Matt Idema sagte, die Corona-Pandemie habe deutlich gemacht, dass Unternehmen schnelle und effiziente Wege brauchen, um ihre Kunden zu bedienen und Verkäufe zu tätigen. "WhatsApp ist in dieser Zeit zu einer einfachen und bequemen Ressource geworden." Nun gelte es, den Service auszubauen. WhatsApp werde die Möglichkeiten für die Verbraucher erweitern, sich über verfügbare Produkte zu informieren und direkt aus einem Chat heraus Einkäufe zu tätigen.

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14:48 Uhr

Hariri wird wieder Libanons Premier - ein Jahr nach Rücktritt

Er macht das nochmal: Der frühere libanesische Ministerpräsident Saad Hariri ist ein Jahr nach seinem Rücktritt erneut zum Regierungschef des krisengeschüttelten Landes ernannt worden. Präsident Michel Aoun berief den 50 Jahre alten Hariri auf den Spitzenposten, wie das Präsidialamt mitteilte.

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Hariri ist zurück.

(Foto: picture alliance/dpa)

Damit steht Hariri vor der schwierigen Aufgabe, eine neue Regierung zu bilden. Hariri hatte seit Ende 2016 gut drei Jahre als Ministerpräsident des Libanons gedient. Im Oktober 2019 hatte er auf öffentlichen Druck nach anhaltenden Massenprotesten im Land seinen Rücktritt eingereicht. Sein Nachfolger Hassan Diab trat im August 2020 nach der verheerenden Explosion am Hafen von Beirut zurück. Auch Diabs designierter Nachfolger Mustafa Adib warf Ende September hin - nach eigener Aussage wegen interner Machtkämpfe bei der Regierungsbildung.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Johanna Ohlau verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:00 Uhr

Fixierten Mann getreten - Polizist auf Probe darf entlassen werden

Bei einer Verfolgungsfahrt hat ein Polizist auf Probe in Rheinland-Pfalz einen am Boden liegenden und fixierten Verdächtigen mehrfach getreten - und wurde dafür vorzeitig entlassen. Seit Mai 2019 gibt es einen Rechtsstreit, unter den das Verwaltungsgericht Mainz heute einen Punkt gesetzt hat: Die Entlassung des 25-Jährigen aus dem Beamtenverhältnis ist aus Sicht des Gerichts rechtens. Angesichts des körperlichen Angriffs bestünden ernsthafte Zweifel an der charakterlichen Eignung für den Polizeidienst, teilte das Gericht mit. Sein Fehlverhalten sei in einem Video festgehalten worden. Es sei so gravierend, dass das Vertrauen in eine künftige an rechtsstaatlichen Regeln ausgerichtete Amtsführung nachhaltig zerstört sei. Darum komme es nicht mehr darauf an, ob auch aus anderen Gründen Bedenken an der Eignung bestehen.

13:26 Uhr

Berliner CDU setzt Lamborghini gegen kriminelle Clans "in Szene"

Berlins CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner und der Neuköllner Stadtrat Falko Liecke sind am Morgen quasi unter die Auto-Poser gegangen - zumindest für ein paar Fotos. Die Christdemokraten posierten am Morgen vor einem Lamborghini - mitsamt Einschusslöchern. Den hatten sie angemietet, die Einschusslöcher sind natürlich nur aufgeklebt und jetzt wird es noch komplizierter: Den gelben "Lambo" haben sie erst nach Neukölln gekarrt und dort dann auf Medienvertreter gewartet - um die Luxuskarosse dann wiederum medienwirksam abschleppen zu lassen. Diese etwas kuriose Aktion organisierte die Hauptstadt-CDU, um auf Clankriminalität aufmerksam zu machen. "Kriminelle Clans gehören auf Netflix, nicht auf Berlins Straßen", war als Slogan auf der Tür des PS-starken Fahrzeugs zu lesen. Ernstes Thema, aber auf Twitter ernten die Christdemokraten für ihre Aktion Kritik und auch Spott. Unter anderem kritisieren Nutzer die Kosten für die Anmietung und das konstruierte Abschleppen, das Bedienen von Klischees und hinterfragen den Sinn dieser Aktion. Aufmerksamkeit hat die CDU Berlin damit auf jeden Fall erregt - nur vielleicht nicht ganz die gewünschte.

12:50 Uhr

"Der Pate" und "Love Story" - Nachlass von Filmmogul Robert Evans wird versteigert

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Weltbekannt ist Evans Mafia-Drama mit Marlon Brando.

(Foto: picture alliance / dpa)

Fans von "Der Pate" oder Western-Streifen mit John Wayne und entsprechendem Geldbeutel könnten am 24. Oktober wertvolle Sammlerstücke ergattern: Dann sollen 600 Gegenstände aus dem Nachlass von Filmmogul Robert Evans versteigert werden. Der 2019 verstorbene Evans produzierte Klassiker wie "Rosemaries Baby", "Love Story" und eben "Der Pate" mit den Schauspielern Marlon Brando und Al Pacino. "Er war der Hollywood-Mann schlechthin, mit Kontakten zu all den großen Stars", sagt der Vorsitzende von Julien's Auctions, Martin Nolan. Bei der Versteigerung in Beverly Hills sollen Kunstwerke, Möbel, Kleidung und Hollywood-Memorabilien aus Evans Zeit unter den Hammer kommen. Zu den Highlights der Auktion zählt eine großformatige Aufnahme von Star-Fotograf Helmut Newton. Das Foto "In Robert's Garden" mit Newtons Widmung hat einen Schätzpreis von 80.000 bis 100.000 Dollar. Ein Skript aus dem Jahr 1970 für das Mafia-Drama "Der Pate" wird mit bis zu 8000 Dollar veranschlagt. Preiswerter ist ein Telegramm-Wechsel von "Pate"-Regisseur Francis Ford Coppola und Evans, in dem sich die beiden heftig streiten. Mindestens 3000 Dollar soll die Golden-Globe-Trophäe von 1974 für das von Evans produzierte Drama "Chinatown" einbringen. Eine spanische Antik-Kanone, die Western-Star John Wayne nach den Dreharbeiten zu "True Grit" Evans geschenkt hatte, wird auf 8000 bis 10.000 Dollar geschätzt.

12:15 Uhr

Sacharow-Preis des EU-Parlaments geht an Opposition in Belarus

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Trotz Gewaltandrohungen gehen Menschen in Belarus immer wieder gegen die autoritäre Führung auf die Straße und protestieren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der renommierte Sacharow-Menschenrechtspreis des Europaparlaments geht in diesem Jahr an die Opposition in Belarus (Weißrussland). Das bestätigten Parlamentskreise der Deutschen Presse-Agentur. In Belarus demonstrieren die Menschen seit mehr als zwei Monaten trotz des gewalttätigen Vorgehens der Behörden gegen Machthaber Alexander Lukaschenko.

12:06 Uhr

Flugzeug landet mit 104 Flüchtlingen aus Griechenland in Hannover

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Archivbild

(Foto: picture alliance/dpa)

In Hannover ist heute ein weiteres Flugzeug mit geflüchteten Menschen aus Griechenland angekommen. Es handelt sich nach Angaben des Bundesinnenministeriums um 104 Menschen: 27 unbegleitete Minderjährige sowie kranke Kinder mit ihren Eltern und Geschwistern. Die 17 Familien sollen in Berlin, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Bayern, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen aufgenommen werden. Auch die Minderjährigen werden auf verschiedene Bundesländer verteilt. Vor einer Woche war bereits ein Flugzeug mit 26 Flüchtlingsfamilien aus Griechenland angekommen. Die 40 Erwachsenen und 61 Kinder an Bord dieser Maschine bildeten das erste Kontingent von insgesamt 1553 Migranten, deren Aufnahme die Bundesregierung bereits vor einem Monat beschlossen hatte. Es sind ausschließlich Asylbewerber, die in Griechenland bereits als schutzbedürftig anerkannt wurden.

11:38 Uhr

Mann im Gleisbett - Güterzug kann gerade noch bremsen

Ein 77-jähriger Niedersachse hatte wohl einen großen Schutzengel: Der Mann aus einem Altenheim im niedersächsischen Heidekreis ist nur mit Glück nicht unter einen Güterzug geraten. Dank einer Notbremsung sei die Lokomotive etwa zehn Meter vor dem im Gleisbett sitzenden Mann zum Stehen gekommen. Das sagte ein Polizeisprecher. Der demenzkranke 77-Jährige war am Vorabend in einem Altenheim vermisst gemeldet worden. Eine großangelegte Suchaktion mit Spürhunden und Hubschrauber und Unterstützung von 100 Feuerwehrleuten blieb erfolglos. Entdeckt wurde der Vermisste schließlich heute Morgen von dem Lokomotivführer, dessen Zug im Werksverkehr unterwegs war. "Glücklicherweise herrscht an der Stelle Schrittgeschwindigkeit", sagte ein Polizeisprecher. Der alte Mann habe sich am Kopf verletzt, vermutlich durch einen Sturz, und sei unterkühlt gewesen. Ansonsten sei er unverletzt gewesen, so der Sprecher weiter.

11:15 Uhr

"Mama, ich komme nach Hause!" - Raumfahrer kehren von ISS zurück

Wenn man aus dem Weltraum zurückkehrt, wem sagt man als erstes Bescheid? Der eigenen Mutter natürlich! Ganz vorbildlich hat sich Kosmonaut Ivan Wagner "zurück aus dem All" gemeldet und zwar in einem Tweet: "Mama, ich komme nach Hause!" Nach 196 Tagen an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) sind er sowie sein russischer Kollege Anatoli Iwanischin und US-Astronaut Chris Cassidy wohlbehalten zur Erde zurückgekehrt. Sie landeten am Donnerstagmorgen um 04.54 Uhr mitteleuropäischer Zeit in der kasachischen Steppe.

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10:33 Uhr

Hochzeits-Autokorso - Fahrzeuge blockieren Autobahn im Saarland

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Themenbild

(Foto: imago images/Arnulf Hettrich)

Hochzeiten entwickeln sich wohl immer mehr zum Problem für Behörden in Deutschland. Doch dieses Mal geht es nicht um reihenweise Corona-Infektionen bei einer Familienfeier, sondern um ein altbekanntes Thema: Ein Autokorso hat die Autobahn 620 im Saarland blockiert, wie die Zeitung "Bild" berichtet. Demnach sollen 30 Fahrzeuge auf zwei Fahrstreifen das Tempo auf 50 Kilometer pro Stunde abgebremst und die Spuren blockiert haben. Bei den Insassen soll es sich um Gäste einer Hochzeitsgesellschaft handeln. Der Vorfall hat sich dem Bericht zufolge bereits am vergangenen Samstag ereignet. Ein Zeuge soll gegen 14:45 Uhr die Polizei gerufen haben. Diese hat bereits 17 Fahrzeuge festgestellt, nach weiteren werde noch gefahndet.

10:07 Uhr
Breaking News

Fall Peggy: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Mehr als 19 Jahre nach dem Verschwinden der damals neunjährigen Peggy aus Oberfranken sind die Ermittlungen eingestellt worden. Der Tatverdacht gegen einen Bestatter ließ sich nicht erhärten, wie die Staatsanwaltschaft Bayreuth am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

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09:50 Uhr

Reporterlegende Woodward: Bei US-Wahl kann "das Undenkbare geschehen"

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(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Der US-Investigativjournalist und Autor Bob Woodward will schwerwiegende Konsequenzen im Fall einer Wahlniederlage von Präsident Donald Trump nicht ausschließen. "Er verhält sich verdächtig. Hier kann das Undenkbare geschehen", sagte Woodward dem Magazin "Spiegel". "Es gehört eigentlich zu den Pflichten des Präsidenten, die friedliche Machtübergabe sicherzustellen und die Integrität des Wahlprozesses zu gewährleisten. Trump dagegen hat das grundlegendste Recht, das die Amerikaner haben, das Wahlrecht, schon jetzt mit Füßen getreten und gesagt: 'Wir werden nicht wissen, wer gewählt worden ist. Es droht bei der Wahl ein beispielloses Ausmaß von Chaos und Desorganisation.'" Trumps demokratischer Herausforderer Joe Biden liegt weniger als zwei Wochen vor der Wahl am 3. November in Umfragen zwar in Führung, aber Woodward schließt auch einen Sieg Trumps nicht aus. "Nun, es ist durchaus möglich, dass er gewinnt. Eine Reihe von Leuten glaubt, es sei unmöglich. Ich traue den Umfragen nicht."

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09:26 Uhr

Großbritannien will vorbestraften EU-Bürgern Einreise verwehren

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(Foto: picture alliance / Matthias Balk)

EU-Bürger mit Vorstrafen könnten nach dem Ende der Brexit-Übergangsphase an der Grenze Großbritanniens abgewiesen werden. Das geht aus Plänen des britischen Innenministeriums hervor, die jetzt in London bekannt wurden. Konkret soll jenen Bürgern aus der Europäischen Union die Einreise verwehrt werden, die mehr als ein Jahr im Gefängnis verbracht haben oder die in den vergangenen zwölf Monaten eine Straftat begangen haben. Allerdings könnte Großbritannien ohne ein Abkommen mit der EU Probleme bekommen, die kriminelle Geschichte von EU-Bürgern zu überprüfen, weil dafür Zugriffe auf EU-Datenbanken notwendig sind. So könnten auch Einreisende abgewiesen werden, die zu weniger als einem Jahr Haftstrafe verurteilt worden sind. Derzeit muss nachgewiesen werden, dass ein EU-Bürger eine echte Gefahr für die Allgemeinheit darstellt, um ihm die Einreise zu verweigern. Die britische Innenministerin hatte erst kürzlich neue Migrationsgesetze angekündigt, die auch die illegale Einreise von Migranten stärker begrenzen sollen. EU-Bürger mit Bleiberecht nach dem Brexit sollen von den Regeln ausgenommen sein.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:31 Uhr

Geiselnahme in Bank: Alle 43 Menschen in Georgien befreit

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Der bewaffnete Mann gestern mit drei gefesselten Polizisten, die sich gegen Geiseln eingetauscht hatten.

(Foto: dpa)

Nach der Geiselnahme in einer Bank in der Schwarzmeerrepublik Georgien ist der bewaffnete Täter auf der Flucht. Alle 43 Geiseln seien in Freiheit, teilt das Innenministerium in der Hauptstadt Tiflis (Tbilissi) mit. Der Mann in Militäruniform hatte in stundenlangen Verhandlungen die Menschen nach und nach freigelassen. Der Täter hatte in der Stadt Sugdidi im Westen des Landes Medienberichten zufolge eine halbe Million US-Dollar (423.630 Euro) Lösegeld gefordert. Den Berichten zufolge erhielt er auch Geld. Auf Bildern war zu sehen, wie der Mann in Sturmhaube und mit einer Granate in der Hand gemeinsam mit drei Männern das Bankgebäude verließ. Dem Ministerium zufolge floh er mit insgesamt vier Menschen, darunter der örtliche Polizeichef Awtandil Galdawa, der sich gegen Geiseln eingetauscht hatte. Nach Darstellung des Innenministeriums kamen die letzten Geiseln dann unter Galdawas Vermittlung frei. Ein Einsatz zur Festnahme des Täters laufe noch.

07:47 Uhr

US-Komiker Mel Brooks macht mit 94 erstes Polit-Video - für Biden

Oscar-Preisträger Mel Brooks ("The Producers") ruft mit 94 Jahren in seinem ersten politischen Video zur Wahl des demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden auf. Donald Trump würde "verdammt noch mal" nichts gegen das Coronavirus unternehmen. "So viele Menschen sind gestorben. Und wenn du tot bist, kannst du nicht viel machen", wettert Brooks in dem kurzen Videospot gegen den US-Präsidenten. Er würde Joe mögen, denn der würde Fakten und Wissenschaft mögen. In dem Video erscheinen auch Brooks' Sohn Max und ein Enkelsohn, mit Gesichtsmaske und durch eine Glasscheibe von dem Regisseur und Komiker getrennt. Wegen der Pandemie könne er nicht mit ihnen zusammenkommen, lamentiert der Hollywood-Veteran. Das Video auf dem Twitter-Account seines Sohnes Max wurde den dortigen Angaben zufolge in wenigen Stunden über 2,8 Millionen Mal angezeigt.

07:26 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen aus Berlin!

Mit Bus und Bahn gibt es heute keine Probleme für Sie, denn heute wird nicht gestreikt, sondern verhandelt: Arbeitgeber und Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen kommen zur dritten Tarifverhandlungsrunde in Potsdam zusammen. Das wird außerdem heute wichtig:

  • Mit Blick auf stetig steigende Fallzahlen informiert das Robert Koch-Institut (RKI) heute ab 10 Uhr in einem Presse-Briefing im Online-Format zur Entwicklung der Pandemie in Deutschland.
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    RKI-Präsident Lothar Wieler

    (Foto: dpa)

  • Wie denken junge Leute über Corona-Beschränkungen und halten sie sich daran oder nicht? Eine Jugendstudie der Tui-Stiftung soll Aufschluss darüber geben und wird am Morgen in Hannover vorgestellt.
  • Über Amy Coney Barrett, die Kandidatin von Präsident Donald Trump für das Oberste Gericht der USA, soll heute im Justizausschuss des Senats abgestimmt werden. Das ist ein Zwischenschritt, bevor der gesamte Senat voraussichtlich am kommenden Montag über die konservative Juristin entscheidet.
  • Zurück am Verhandlungstisch: Die EU und Großbritannien setzen ihre Gespräche über einen Brexit-Handelspakt fort.
  • Die Europäische Union will heute den Gewinner des renommierten Sacharow-Menschenrechtspreises am Mittag im EU-Parlament bekannt gegeben.
  • Spaniens Parlament stimmt heute über einen Misstrauensantrag der rechtspopulistischen Vox-Partei gegen den linken Regierungschef Pedro Sánchez ab. Es gilt aber als ausgeschlossen, dass Vox-Chef Santiago Abascal mit seinem Vorstoß Erfolg haben könnte.
  • Der frühere Tennisprofi Boris Becker will sich heute vor einem Londoner Gericht gegen Vorwürfe einer Insolvenzbehörde wehren. Sie wirft ihm im Zusammenhang mit seinem Insolvenzverfahren vor, nicht genug kooperiert zu haben.
  • Am Abend starten Bayer Leverkusen gegen OGC Nizza und die TSG 1899 Hoffenheim gegen das serbische Team Roter Stern Belgrad in die Europa League: Beide Fußballclubs hoffen natürlich, dass nicht schon in der Gruppenphase Schluss ist.

Und damit Sie es schon mal gehört haben: Am Sonntag werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt - also eine Stunde mehr Schlaf am Wochenende! Dann schauen wir mal, was sonst noch an diesem Donnerstag passiert - ich versorge Sie heute mit allen wichtigen Nachrichten und Wissenswertem in "Der Tag". Mein Name ist Johanna Ohlau, und ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an johanna.ohlau[at]nama.de.

06:47 Uhr

Es bleibt mild, aber gibt Regen

Heute bleibt es zwar so angenehm mild wie gestern, aber die Sonne lässt in vielen Regionen zu wünschen übrig: Zwar bleibt es am Vormittag überwiegend trocken, nur im Norden Schleswig-Holsteins und von der Eifel bis in Teile Hessens ziehen ein paar Schauer durch. Doch am Nachmittag kommen im Westen und Südwesten gebietsweise Schauer und einzelne Gewitter auf, die sich bis in die Lüneburger Heide und in die Mitte Deutschlands ausbreiten können. In der Osthälfte geht es auch dann meist freundlich weiter. Es bleibt mild. Die Höchstwerte liegen bei 16 Grad bis 22 Grad. Dazu weht in der Nordhälfte mäßiger bis frischer, über der Nordsee teils starker Südwestwind. Dort kommt es auch verbreitet zu stürmischen Böen und im Binnenland zu starken Böen. Im Süden bleibt der Wind abgesehen von den Bergen schwach.

06:29 Uhr

"Banksy-Monet" für 8,4 Millionen Euro versteigert

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(Foto: AP)

Nanu? Was liegt denn da in Monets schönem Bild im Wasser? Es ist ein Einkaufswagen und eine ironische Neuinterpretation eines Gemäldes des französischen Malers von Banksy. Das Werk des geheimnisvollen unbekannten Streetartkünstlers aus Großbritannien ist für 7,6 Millionen Pfund (8,4 Millionen Euro) unter den Hammer gekommen - viel mehr als erwartet: Das Ölgemälde mit dem Titel "Show Me the Monet" war zuvor auf einen Wert von drei bis fünf Millionen Pfund geschätzt worden, wie das Auktionshaus Sotheby's mitteilte.

Es ist der zweithöchste Auktionspreis, der je für ein Werk des Künstlers erzielt wurde. Vor einem Jahr war für ein Ölgemälde Banksys, welches das britische Parlament von Affen bevölkert zeigt, die Rekordsumme von 9,9 Millionen Pfund gezahlt worden. Gut für den Käufer: Anders als bei einer vorigen Auktion blieb das Bild unbeschadet, was bei Banksy-Werken keine Selbstverständlichkeit ist. Als 2018 im gleichen Auktionshaus das Bild "Girl with Balloon" versteigert wurde, setzte sich direkt nach dem Hammerschlag ein Mechanismus im Rahmen in Gang und schredderte das Bild.

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