Donnerstag, 03. Dezember 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
23:27 Uhr

Das war Donnerstag, der 3. Dezember 2020

Liebe Leserinnen und Leser, das war's für heute. Ich verabschiede mich in den Feierabend - aber erst nachdem ich Ihnen die meistgelesenen Artikel des Tages vorgestellt habe:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:12 Uhr

Schülerin auf Heimweg vergewaltigt: Zehn Jahre Haft

Nach der Vergewaltigung einer 15-jährigen Schülerin in Bergkamen in Nordrhein-Westfalen hat das Dortmunder Landgericht den Täter verurteilt. Die Richter verhängten zehn Jahre Haft und ordneten außerdem an, dass der Angeklagte eine Alkoholtherapie machen muss. Die mögliche Unterbringung des Mannes in der Sicherungsverwahrung behielt sich die Kammer ausdrücklich vor.

Der Angeklagte hatte gestanden, die Jugendliche im Juli 2019 nachts auf dem Heimweg beobachtet und dann überfallen zu haben. Mit heftigen Faustschlägen hatte er der Schülerin einen Schädelbasisbruch und zahlreiche weitere Frakturen im Gesicht zugefügt, ehe er sie in einem Waldstück vergewaltigte. Als die 15-Jährige nach der Tat von Passanten aufgegriffen wurde, schwebte sie in akuter Lebensgefahr.

In das Urteil ist eine weitere versuchte Vergewaltigung einer Frau im Jahr 2012 in Kamen eingeflossen. Auch dieses Opfer hatte durch Schläge auf den Kopf Knochenbrüche erlitten.

21:40 Uhr

Islamistische Anschläge auf ICE-Züge: Lebenslange Haft

2018 wollte ein in Wien als anerkannter Flüchtling lebender Iraker mit Keilen und einem Stahlseil mehrere Anschläge auf Züge auf der ICE-Strecke zwischen München und Nürnberg verüben. Auch in Berlin versuchte er, einen Zug entgleisen zu lassen. Zum Glück scheiterte mit seinem Vorhaben. Es blieb nur aufgrund technischer Fehlkonstruktionen des Mannes bei Sachschaden an den Triebfahrzeugen.

Der 44-jährige ist nun in Wien zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Geschworenen zeigten sich davon überzeugt, dass der Mann im Namen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) handelte, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Seine Frau wurde vor dem Landgericht Wien freigesprochen. Sie bestritt jedes Mitwissen. 

21:04 Uhr

Kader Loth gibt Corona-Update: So schlecht geht es ihr

Kader Loth geht es immer noch sehr schlecht. Die Ex-Dschungelcamperin hatte ihren Followern vor einigen Tagen auf Instagram verkündet, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Schon zu dem Zeitpunkt hatte die 47-Jährige Angst um ihr Leben. Seitdem scheint der Krankheitsverlauf an Dramatik nicht abgenommen zu haben.

  • In einer aktuellen Instagram-Story berichtet sie, dass es ihr so schlecht gehe, dass sie es nicht beschreiben könne. "Kann nicht mal weinen, weil mir die Kraft fehlt", so die 47-Jährige. In der Nacht zu Montag war sie sogar mit heftigem Fieber, Erbrechen und Lungenschmerzen im Krankenhaus, wie sie gegenüber "Bild" erzählte.
  • Mittlerweile liege sie mit Schüttelfrost und Husten zu Hause und nehme alle sechs Stunden 1000 Milligramm Paracetamol. "Wenn ich wieder starke Atemnot habe, muss ich direkt wieder in die Klinik."
  • Ihr Arzt habe sie zudem vorgewarnt, dass es Folgeschäden geben könnte. "Meine Lunge wird jetzt erstmal in zwei Wochen geröntgt", so Loth.
20:33 Uhr

Mann spaziert mit Handgranate auf Polizeidienststelle

Er wollte ja nur was Gutes tun... Ein 62-Jähriger hat bei einem Spaziergang am Rhein in Andernach eine Handgranate gefunden. Weil sie am Flussufer nichts zu suchen hat, nahm er sie mit und ging zur Polizei. 

  • Die Beamten konnten nicht ausschließen, dass die Granate noch scharf war und wiesen den Mann an, sie vor der Tür abzulegen. Der Kampfmittelräumdienst gab schließlich Entwarnung.
  • Gegen den ehrlichen Finder leitete die Polizei ein Strafverfahren ein. Das "Führen einer Handgranate in der Öffentlichkeit" sei strafbar, erklärte ein Sprecher. Es handele sich bei dem Verhalten des Mannes wohl um einen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.
  • Der 62-Jährige hätte die Granate demnach nicht aufheben dürfen, sondern direkt die Polizei rufen müssen.
19:46 Uhr

Polizist erschießt Rentner in Bochum - Anklage nach zwei Jahren

Gegen einen Bochumer Polizeibeamten, der vor zwei Jahren bei einem Einsatz einen Rentner erschossen hat, ist jetzt doch Anklage erhoben worden.

  • Der Polizeihauptkommissar muss sich wegen Totschlags verantworten.
  • Die Staatsanwaltschaft hatte das Verfahren gegen den Polizisten eingestellt. Die Ankläger gingen von Notwehr aus, weil das spätere Opfer bei dem Einsatz ein Feuerzeug in Form einer Pistolenattrappe aus dem Hosenbund gezogen und damit auf den Beamten gezielt hatte. Der Polizist hatte daraufhin drei Schüsse auf den Oberkörper des Mannes abgefeuert. Der Rentner starb noch auf dem Gehweg. 
  • Das Oberlandesgericht Hamm habe auf Antrag des Anwalts der Angehörigen des Opfers die Staatsanwaltschaft angewiesen, den Polizisten doch anzuklagen, berichtete der  "Kölner Stadt-Anzeiger". Und zwar mit der Begründung, dass der dritte Schuss, der laut Obduktion zum Tode des Rentners führte, nicht mehr durch die Notwehrsituation gedeckt gewesen sei.
19:02 Uhr

Trump ist enttäuscht von Justizminister Barr

Nach dem direkten Widerspruch mit Blick auf angeblichen Wahlbetrug hat der amtierende US-Präsident Donald Trump offengelassen, ob er an Justizminister William Barr festhalten will. "Er hat noch nichts getan", sagte Trump am Rande einer Zeremonie im Weißen Haus. Wenn Barr nachsehen würde, würde er Beweise für Wahlbetrug finden, behauptete Trump. "Sie haben es sich nicht genau angeschaut, was - um ehrlich zu sein - eine Enttäuschung ist, denn es handelt sich um massiven Betrug." Auf die Frage einer Reporterin, ob er Barr noch vertraue, sagte Trump: "Fragen Sie mich das in einigen Wochen."

Barr gilt eigentlich als enger Verbündeter Trumps. Jedoch hatte der Justizminister am Dienstag in einem Interview gesagt, er habe bislang keine Beweise für Betrug in einem Ausmaß gesehen, der zu einem anderen Wahlergebnis hätte führen können.

18:23 Uhr

Hai greift deutsche Touristin in Ägypten an

In Ägypten ist eine 43-jährige deutsche Touristin beim Tauchen im Roten Meer von einem Hai angegriffen worden. Die Frau wurde verletzt.

  • Die 43-Jährige befinde sich in "stabilem Zustand", gaben die örtlichen Behörden bekannt. Die Touristin sei nach ihrer Rettung durch fünf weitere Taucher ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht worden, wo eine Wunde an ihrer linken Schulter genäht wurde.
  • Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Urlaubsortes Marsa Alam.
  • Nach Behördenangaben wurde die Frau von einem Langflossen-Mako angegriffen.
17:40 Uhr

Moskau lädt AfD-Delegation ein - obwohl Grenzen dicht sind

216936087.jpg

Lawrow will AfD-Politiker in Moskau empfangen.

(Foto: picture alliance/dpa/Lehtikuva)

Rechtspopulistische Politiker aus Deutschland sind in Russland herzlich willkommen, auch in Zeiten der Corona-Pandemie. Außenminister Sergej Lawrow will am Dienstag nächster Woche eine Delegation aus AfD-Politikern in Moskau treffen.

  • Der Besuch erfolge auf Einladung des russischen Parlaments, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax. Die Delegation werde vom Vorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion, Alexander Gauland, geleitet, hieß es weiter.
  • Ein Fraktionssprecher in Berlin teilte dazu jedoch mit, Gauland könne einen ursprünglich geplanten Besuch in Moskau "aus organisatorischen Gründen" nicht antreten.
  • Wegen der Corona-Pandemie gibt es seit Monaten zwischen Deutschland und Russland keinen freien Reiseverkehr. Eine Einreise ist nur mit Sondergenehmigung möglich.
17:30 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:56 Uhr

Waschbär nach Einbruch in Modegeschäft "widerstandslos festgenommen"

225395367.jpg

Die Polizei veröffentlichte auch ein Foto vom Einsatzort.

(Foto: picture alliance/dpa/Polizeipräsidium Mannheim)

Ein Waschbär hat es sich in einem Schaufenster eines Modegeschäfts in Heidelberg zwischen den Kleidern gemütlich gemacht. Eine Spaziergängerin habe das Tier dort vor Ladenöffnung entdeckt, teilte die Polizei mit. Als die Streife eintraf, habe sich der Waschbär hinter der Weihnachtsdekoration verstecken wollen. "Nachdem der Waschbär seine aussichtslose Lage erkannt hatte, legte er sich freiwillig auf den Boden und ließ sich anschließend durch die Tierrettung Rhein-Neckar widerstandslos festnehmen", hieß es. Wie das Tier in das Gebäude gelangte, bleibt ein Geheimnis.

16:16 Uhr

Corona-Patient mit Nazi-Tattoos wird von jüdischem Arzt behandelt

Ein jüdischer Krankenhausarzt in Kalifornien hat mit seiner emotionalen Schilderung für Aufsehen gesorgt, wie er einen mit NS-Symbolen tätowierten Corona-Patienten behandelte. "Das Hakenkreuz prangte auf seiner Brust", schrieb Taylor Nichols auf Twitter. "SS-Tattoos und andere Insignien, die zuvor vom Hemd verdeckt waren, waren jetzt für alle im Raum zu sehen."

  • "Die Symbole des Hasses auf seinem Körper verkündeten offen und stolz seine Ansichten", schrieb der Arzt weiter.
  • Nichols schilderte auch seine zwiespältigen Gefühle bei der Behandlung des Mannes. "Ich sehe das SS-Tattoo und überlege, was er darüber denken könnte, dass er von einem jüdischen Arzt behandelt wird, oder wie er sich um mich kümmern würde, wenn die Rollen vertauscht wären."
  • "Lassen Sie mich nicht sterben, Doktor", habe der ältliche und von Drogenkonsum gezeichnete Mann ihn angefleht, schreibt Nichols. "Ich habe ihm versichert, dass wir alle hart arbeiten würden, um uns um ihn zu kümmern und ihn so gut wie möglich am Leben zu erhalten."
  • Ob der Mann, der nach offenbar langem Drogenkonsum kaum mehr Zähne hatte, seine Corona-Infektion überlebte, weiß der Arzt nicht.
15:31 Uhr

Große Explosion in Bristol - Berichte über mehrere Verletzte

2020-12-03T140411Z_1445460085_RC2QFK9JSBTS_RTRMADP_3_BRITAIN-BLAST.JPG

Was genau passiert ist und wie viele Menschen verletzt sind, ist noch unklar.

(Foto: @JAWADBURHAN98 via REUTERS)

In einem Außenbezirk der englischen Stadt Bristol hat es eine Explosion gegeben. "Wir sind derzeit im Einsatz, nachdem wir wegen einer großen Explosion in Avonmouth alarmiert wurden", teilte ein örtlicher Rettungsdienst mit.

Britische Medien berichteten unter Berufung auf die Rettungskräfte, es habe bei dem Vorfall mehrere Verletzte gegeben. Der Zeitung "Bristol Post" zufolge ereignete sich die Explosion in einer Lagerhalle im Bereich des Hafens.

Update: Bei der Explosion eines Chemietanks in einer Kläranlage bei Bristol sind vier Menschen zu Tode gekommen. Es gebe vier Todesopfer und einen Verletzten, sagte Polizeichef Mark Runacres. Er schloss einen Anschlag aus: "Ich kann bestätigen, dass der Vorfall nicht als Terroranschlag bewertet wird", sagte Runacres.

14:59 Uhr

Mit 120 km/h in 30er Zone: 13-Jährige liefern sich Verfolgungsjagd mit Polizei

Einer Polizeistreife ist in Garbsen bei Hannover am frühen Morgen ein Auto aufgefallen - sowohl der Beifahrer als auch der Fahrer wirkten "sehr jung". Die Beamten setzten sich vor den Wagen der beiden und forderten sie auf, zu folgen. Kurz vor der Kontrolle aber trat der Fahrer aufs Gas, mit bis zu 120 Stundenkilometern flüchteten sie teils durch Tempo-30-Zonen.

  • Die Polizei verfolgte den Wagen mit eingeschaltetem Martinshorn und Blaulicht, der Fahrer passierte auf der Flucht mehrere Kreuzungen und Einmündungen, ohne abzubremsen.
  • Erst mit Hilfe weiterer Streifenwagen konnten die Raser gestoppt werden. Die Beamten zogen die Jungen aus dem Auto und legten ihnen Handfesseln an.
  • Eine Überprüfung ergab, dass sie tatsächlich gerade einmal 13 Jahre alt waren. Das Auto gehörte dem Vater des Fahrers.
14:30 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Janis Peitsch verabschiedet sich in den Feierabend, ich übernehme seinen Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyahchou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:23 Uhr

Nächster Metall-Monolith taucht in Kalifornien auf

Erst erscheint in den USA ein Metall-Monolith in der Wüste, dann in Rumänien. Beide verschwinden kurz darauf wieder. Das Rätsel um das Verschwinden der mysteriösen Säule in Utah ist gerade gelöst, da taucht in Kalifornien die nächste auf.

13:46 Uhr

Politiker mit Namen Adolf Hitler gewinnt Wahl in Namibia

In Namibia hat ein Politiker mit dem Namen Adolf Hitler ein Landratsamt gewonnen. Adolf Hitler Uunona, so sein vollständiger Name, wurde am Mittwoch auf die Verfassung des Landes eingeschworen. Zuvor hatte der Politiker bei den Regional-Wahlen im Distrikt Ompundja in der Region Oshana knapp 85 Prozent der Stimmen erhalten.

EnwKpHbXYAYAJhK.jpg

Adolf Hitler Uunona.

(Foto: Wahlkommission Namibia)

"Dass ich diesen Namen habe, heißt nicht, dass ich Oshana jetzt unterwerfen will", sagte der 54-Jährige der "Bild"-Zeitung. "Es heißt nicht, dass ich nach der Weltherrschaft strebe." Laut eigener Aussage wählte sein Vater den Namen aus.

Namibia war von 1884 bis 1915 unter dem Namen Deutsch-Südwestafrika eine deutsche Kolonie. Noch heute gibt es viele Straßennamen, die an die deutsche Vergangenheit erinnern.

"Für mich war das als Kind ein ganz normaler Name", erklärte Adolf Hitler Uunona weiter. "Erst als Heranwachsender begriff ich: Dieser Mann wollte die ganze Welt unterwerfen. Ich habe mit all diesen Dingen nichts zu tun."

Doch die wichtigste Frage die bleibt: Wie kommt der Vater darauf, sein Kind nach dem wohl berüchtigtsten Massenmörder der Weltgeschichte zu benennen?

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:35 Uhr

Neuer Holzpenis im Allgäu steht

Umgefallen, aufgerichtet, verschwunden - und ersetzt: Mit einem neuen, meterhohen Holzpenis hat der Grünten in den Allgäuer Alpen sein inzwischen international bekanntes Phallus-Symbol wieder.

58a99b73c311d21bbe57f91bcd4f1ad0.jpg

Auf dem Grünten steht ein neuer Penis - aus Holz.

(Foto: dpa)

Wer den neuen Holzpenis dorthin gebracht hat, ist bislang unklar. Webcam-Aufnahmen der nahe gelegenen Grüntenlifte zeigten verschwommen, wie dort möglicherweise eine neue Skulptur errichtet wurde. "Webcam zeigt, dass sich wieder was regt", schrieb die "Allgäuer Zeitung" dazu.

Der erste Holzpenis stand seit Jahren auf dem Berg und hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, als er innerhalb weniger Wochen erst umfiel, dann wieder aufgerichtet wurde und schließlich unter mysteriösen Umständen verschwand. In dem Fall ermittelt auch die Polizei - bisher aber ohne Erfolg.

Wer den Holzpenis vor Jahren einmal auf den Berg gebracht hat und warum, ist bis heute nicht genau bekannt. Mittlerweile ist die Skulptur beim Online-Kartendienst Google Maps aber sogar als "Kulturdenkmal" ausgewiesen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:35 Uhr

UN streicht Cannabis von Liste der gefährlichsten Drogen

Die Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen hat beschlossen, Cannabis von einer Liste zu streichen, die es als eine der gefährlichsten Drogen einstuft. Damit billigte die Kommission eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO, wie CNN berichtete.

Zuvor führte die Suchtstoffkommission Cannabis und Cannabisharz in einer Gruppe mit Heroin und anderen Opioiden, die nicht nur als "süchtig machend", sondern auch als "besonders schädlich" und von "äußerst begrenztem medizinischen oder therapeutischen Wert" eingestuft wurden.

Eine Legalisierung von Cannabis in den UN-Mitgliedsstaaten ebnet diese Entscheidung aber nicht. Cannabis wird nach wie vor als streng zu kontrollierende Substanz geführt, und zwar nun in einer niedrigeren Untergruppe - gemeinsam mit Kokain und Methadon.

10:58 Uhr

Iglo verliert Prozess um Käpt'n Iglo

Gefälschte Turnschuhe, gefälschte Uhren - Prozesse um Raubkopien sind Alltag. Können auch Werbekonzepte kopiert werden? Das wirft Fischstäbchenhersteller Iglo seinem Konkurrenten Appel Feinkost vor.

Appel Feinkost bewirbt seine tiefgekühlten Fischprodukte mit einem wettergegerbten Herrn, der ebenso wie Käpt'n Iglo Bart und Seemannsmütze trägt. Iglo wirft Appel Feinkost vor, den Käpt'n nachgeahmt zu haben. Der Tiefkühlkosthersteller argumentiert, die Verbraucher könnten beide Werbefiguren verwechseln.

Doch vor Gericht ist Iglo mit dieser Begründung nun gescheitert. Bart und Mütze sind keine Exklusivmerkmale von Käpt'n Iglo, urteilt das Landgericht München.

Die Richter wiesen auf feine Unterschiede bei der Bekleidung der beiden Werbefiguren hin. Die Appel-Figur ist demnach kein Seemann, sondern ein „gut situierter Herr in einem eleganten Dreiteiler“. Eine Irreführung der Kunden sei damit ausgeschlossen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:24 Uhr

Elf Verletzte bei Schulbusunfall in Bayern

Unfall im oberbayerischen Landkreis Traunstein: Bei einem Zusammenstoß eines Schulbusses mit einem Auto in der Nähe von Grassau sind am Morgen elf Menschen verletzt worden.

Die Autofahrerin habe schwere Verletzungen erlitten, der Busfahrer und die neun Grundschulkinder in dem Schulbus leichte Verletzungen, sagte ein Sprecher der Polizei.

Derzeit wird geprüft, wie es zu dem Frontalzusammenstoß kommen konnte. Womöglich ist Eis oder Schneeglätte Unfallursache gewesen.

09:48 Uhr

Ryan Reynolds lehnt Straßennamen-Petition ab

Der kanadische Schauspieler Ryan Reynolds ist durch Blockbuster wie "Green Lantern" oder "Deadpool" einem Millionenpublikum bekannt. Ein Radiosender in Vancouver hat sich nun einen Spaß erlaubt und eine Petition gestartet, damit eine Straße in der Stadt nach dem 44-Jährigen benannt wird.

Normalerweise benennen die Vancouver Straßen nur nach bereits gestorbenen Berühmtheiten, aber Reynolds habe es trotzdem verdient, teilte der Radiosender mit einem Augenzwinkern mit.

Daraufhin meldete sich Reynolds umgehend zu Wort: "Das ist sehr lieb, aber auf keinen Fall", twitterte Reynolds. "Wenn der Verkehr schlimm ist, würden alle sagen: 'Auf Ryan Reynolds ist Chaos', oder 'Auf Ryan Reynolds staut sich alles'. Damit hätten meine Brüder viel zu viel Spaß."

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:07 Uhr

Indien baut Brücke nur für Tiere

Wie schafft man es, dass Tiere über eine Straße kommen - ohne dabei überfahren zu werden? Eine Waldbehörde im indischen Bundesstaat Uttarakhand im Himalaya hat darauf eine Antwort gefunden und kürzlich eine Brücke aus Juteseilen und Bambusplanken über eine stark befahrene Autobahn gebaut, die durch einen Dschungel führt.

225381825.jpg

Die Waldbehörde hofft, dass die Tiere die Brücke bald nutzen.

(Foto: picture alliance/dpa/Forest Department, Uttarakhand, India)

Um den Tieren die Brücke möglichst schmackhaft zu machen, versuchen die Mitarbeiter sie möglichst ans Ökosystem anzupassen - indem sie sie mit Gras, Moos und Kletterpflanzen ausstatten. Die Waldbehörde hofft, dass die 27 Meter lange, 1,5 Meter breite und 12 Meter hohe Brücke besonders kleine Tiere wie Eidechsen und Stachelschweine anzieht, die Autofahrer deutlich schlechter sehen und die oft überfahren werden.

Während die Behörde noch mit der Bepflanzung experimentiert, ist die Brücke bereits eine Sehenswürdigkeit für vorbeifahrende Autofahrer geworden.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:18 Uhr

Freiburger veröffentlichen Vulva-Kalender

Brauchen Sie noch einen Kalender für 2021? Wenn ja, dann habe ich da vielleicht etwas für Sie. Ein Freiburger Kollektiv hat gerade einen Abreißkalender mit 365 Vulva-Nahaufnahmen herausgebracht.

Mit dem Projekt wollen die Künstler zeigen, wie vielfältig die äußeren weiblichen Geschlechtsteile aussehen können und so mit falschen Normvorstellungen aufräumen. "Wir halten uns für eine aufgeklärte Gesellschaft und wissen fast nichts über die Vulva", sagte eine der Macherinnen, Indra Küster, der dpa.

  • Auf knapp Din-A-5-großen Seiten sind die unbearbeiteten Fotos zu sehen. Zu Beginn eines jeden Monats gibt es eine Seite mit Informationen über die weiblichen Genitalien.
  • Die Fotos sind bei rund einem Dutzend Shootings an verschiedenen Orten entstanden, die Teilnehmerinnen fanden sich unter anderem über einen Aufruf in den sozialen Medien.

Die erste Auflage des Kalenders ist bereits vergriffen. Aber vielleicht haben Sie im Netz etwas Glück und finden noch ein Exemplar.

08:10 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

eine kleine Randnotiz: in exakt drei Wochen ist bereits Weihnachten. Da heute auch meine letzte "Tag"-Schicht 2020 ist, wünsche ich Ihnen im voraus schon einmal ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich hoffe, Sie können die Feiertage trotz Corona-Pandemie genießen.

Kommen wir nun zu den wichtigen Themen. Folgende Punkte stehen heute auf der Agenda:

  • Bundesminister und Wirtschaftsvertreter beraten über den Stand beim Aufbau des Ladenetzes für Elektroautos.
  • Im Prozess um den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke wird der mutmaßliche Täter Fragen der Familie Lübcke beantworten.
  • Zwei Tage nach der tödlichen Amokfahrt in Trier wird es in der Stadt eine Schweigeminute für die Opfer und alle Betroffenen geben.
  • Verleihung des Alternativen Nobelpreises mit digitaler Zeremonie in Stockholm.

Mein Name ist Janis Peitsch und bis zum Nachmittag begleite ich Sie durch den "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

07:37 Uhr

Hamburgs Ex-AfD-Chef will unter Merz der CDU beitreten

Wegen des Rechtsrucks in der AfD hat der frühere Hamburger Landesvorsitzende Jörn Kruse die Partei 2018 verlassen. Eine Rückkehr in der Politik kann er sich nun bei der CDU vorstellen. Allerdings nur unter der Führung von Friedrich Merz.

225383358.jpg

Unter Friedrich Merz würde sich Jörn Kruse der CDU anschließen.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Der CDU fehlt es seit Langem an marktwirtschaftlicher Ausrichtung und Kompetenz." Diese bringe Merz mit, sagte Kruse der "Bild"-Zeitung. Daher sei ein Comeback für ihn unter Merz "ganz konkret" vorstellbar.

Vor einem möglichen Eintritt müsse die Hamburger CDU aber klären, ob sie ihn überhaupt wolle. "Ich denke aber schon, dass ich gewisse Kompetenzen habe, mit denen ich der Partei helfen könnte", so der 72-jährige Wirtschaftswissenschaftler.

06:57 Uhr

Der Winter nähert sich in großen Schritten

Heute regnet es vom Niederrhein bis zur Nordsee gelegentlich und in den westlichen Mittelgebirgen ist etwas Schneegriesel oder teils gefrierender Sprühregen möglich. Von den Alpen bis in den Bayerischen Wald zieht leichter Schneefall durch und am Nachmittag entlang der polnischen Grenze ab. Dahinter heitert es im Süden auf.

Die Temperaturen erreichen minus 3 Grad im oberfränkischen Hof bis plus 6 Grad in Krefeld und auf Borkum. Dazu weht schwacher, im Westen und Nordwesten, an der See sowie an den Nordrändern der Mittelgebirge teils mäßiger bis frischer südlicher Wind.

06:16 Uhr

Mariah Carey bringt eigene Kekse auf den Markt

Wenn der Name Mariah Carey fällt, bedeutet das in der Regel: Weihnachten ist nicht mehr weit. Die US-Sängerin (Hit: "All I Want for Christmas Is You") ist bekannt für ihren Geschäftssinn. Die Konsequenz: Carey verkauft zum Fest jetzt auch ihre eigenen Kekse.

Die Sängerin habe sich mit einem Online-Lieferservice zusammengetan und werde ab Freitag "Mariah's Cookies" anbieten, teilten die Beteiligten mit. "Wir lieben Kekse - zu den Festtagen und das ganze Jahr über", wurde die Musik-Diva zitiert. Das Gebäck kommt in verschiedenen Geschmackssorten, darunter Schokolade und Lebkuchen, und soll auch über Weihnachten hinaus erhältlich sein. Na dann, guten Appetit.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht