Donnerstag, 30. Juli 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:37 Uhr

Das war Donnerstag, der 30. Juli 2020

Die zweite Corona-Welle rollt wohl langsam aber sicher auf uns zu. Die Bundesländer meldeten heute fast 900 neue Infektionen - das ist die höchste Zahl seit Mitte Mai. Auch andere Staaten verzeichnen neue traurige Rekorde. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:10 Uhr

Zehntausende Lukaschenko-Gegner gehen in Minsk auf die Straße

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Mehr als 30.000 Menschen haben sich in Minsk versammelt, um die Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja zu unterstützen.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Zehntausende Unterstützer der belarussischen Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja haben sich in Minsk zu einer Kundgebung versammelt. Einer Journalistin der Nachrichtenagentur AFP zufolge handelte es sich um die größte Oppositionsveranstaltung der vergangenen Jahre. Das Nachrichtenportal "Tut.by" berichtet unter Berufung auf Menschenrechtler von ungefähr 63.000 Teilnehmern.

Tichanowskaja will bei der Präsidentschaftswahl am 9. August gegen den autoritär regierenden Amtsinhaber Alexander Lukaschenko antreten. Die Wahlkommission hatte ihren Ehemann, den Blogger Sergej Tichanowski, zuvor mit einem Kandidaturverbot belegt.

Tichanowski und der Oppositionspolitiker Mikola Statkewitsch wurden heute beschuldigt, mit russischen Söldnern "Massenunruhen" im Land geplant zu haben. Tags zuvor hatten die belarussischen Behörden 32 mutmaßliche Mitglieder der russischen Söldnertruppe Wagner festgenommen. Ihnen wird eine Verschwörung zur Destabilisierung des Landes vor der Präsidentschaftswahl vorgeworfen.

21:22 Uhr

Rapsfeld brennt lichterloh - Rauchwolken kilometerweit zu sehen

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Die Feuerwehrleute löschten den Brand innerhalb weniger Stunden.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Beyersdorf in Sachsen-Anhalt nahe Bitterfeld ist ein Rapsfeld abgebrannt. Die Flammen loderten meterhoch. Die Rauchwolken waren kilometerweit bis nach Leipzig zu sehen. Betroffen war ein Feld mit einer Fläche von rund 10 Hektar. Verletzt wurde niemand. Zur mutmaßlichen Ursache des Brandes, der nach wenigen Stunden gelöscht war, machte die Polizei keine Angaben.

20:58 Uhr

Kurz vor Waffenruhe: Mindestens 17 Tote bei Anschlag in Afghanistan

Bei einem Anschlag in Afghanistan sind mindestens 17 Menschen getötet worden. 21 weitere Menschen wurden bei der Explosion einer Autobombe in der Provinz Logar südlich von Kabul verletzt, wie die Behörden mitteilten. Unter den Opfern seien sowohl Zivilisten als auch Soldaten, sagte ein Notarzt des Krankenhauses der Provinzhauptstadt Pul-i-Alam.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff. Ein Sprecher der radikalislamischen Taliban erklärte, die Gruppe habe mit dem Vorfall "nichts zu tun".

Der Angriff ereignete sich wenige Stunden vor Beginn einer dreitägigen Waffenruhe zwischen den Taliban und den afghanischen Regierungstruppen. Die Taliban hatten die Feuerpause anlässlich des Opferfestes verkündet.

20:20 Uhr

Trägerrakete mit Mars-Rover "Perseverance" hat technische Probleme

Nur wenige Stunden nach dem Start des Mars-Rovers "Perseverance" meldet die US-Raumfahrtbehörde Nasa technische Probleme mit der Trägerrakete. Daten deuteten darauf hin, dass die Rakete in einen Sicherheitsmodus umgeschaltet habe, teilte die Nasa mit. Möglicherweise sei ein Teil des Raumschiffs im Schatten der Erde zu kalt geworden.

19:37 Uhr

Pompeo: Habe an der Grenze von Ostdeutschland gekämpft

Angesichts des Vorwurfs, mit den Plänen zur Reduzierung der US-Truppen in Deutschland für Verstimmungen gesorgt zu haben, hat US-Außenminister Mike Pompeo auf persönliche Erfahrungen in der Bundesrepublik verwiesen. "Ich habe an der Grenze von Ostdeutschland gekämpft", sagte Pompeo bei einer Anhörung im Senat. "Als ich ein junger Soldat war, war ich dort stationiert."

Die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen hatte Pompeo mit der Frage konfrontiert, ob bei der Ausarbeitung der Abzugspläne für Deutschland in Betracht gezogen worden sei, dass damit der historische und strategische Verbündete verstimmt würde. Pompeo antwortete, es handele sich um eine persönliche Angelegenheit für ihn, und verwies auf seine Stationierung in Deutschland. Als er in Deutschland war, sei dort noch eine sechsstellige Zahl von Soldaten stationiert gewesen. Die Bedingungen hätten sich überall auf der Welt geändert. "Deutschland ist kein Land an der Frontlinie mehr."

Pompeo war in den 1980er Jahren als US-Soldat in Bindlach bei Bayreuth nahe der deutsch-deutschen Grenze stationiert.

19:14 Uhr

Maus-Alarm: Kantine des NRW-Gesundheitsministeriums geschlossen

Ausgerechnet die Kantine im Düsseldorfer Gesundheitsministerium ist wegen Hygiene-Defiziten vorübergehend geschlossen worden. Unter anderem sei "Schädlingsbefall in Form einer Maus festgestellt worden", teilte ein Sprecher auf Anfrage der dpa mit.

Im Küchenbereich habe das Amt für Verbraucherschutz einige weitere Mängel gefunden, berichtet die "Bild". So habe etwa das Wasser nicht auf die notwendige Temperatur von 60 Grad erhitzt werden können.  

Öl ins Feuer für die Opposition: "Das ist mehr als peinlich", kritisierte die Vizevorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Lisa-Kristin Kapteinat. Die Hygiene-Panne sei "wahrlich kein Ruhmesblatt für Gesundheitsminister Laumann". Der solle nun im Fachausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags erklären, warum er den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter des Landes nicht habe gewährleisten können und was er seit der Schließung unternommen habe, um das zu ändern.

18:31 Uhr

"Was cooles": Junge zündet T-Shirt an - Freund schwer verletzt

Im thüringischen Sonneberg ist ein 18-Jähriger schwer verletzt worden, weil ein Freund sein T-Shirt mit Enteiserspray besprühte und anzündete - offenbar aus Spaß. Zuvor fragte der 17-Jährige seinen Kumpel noch, ob er "was cooles sehen möchte", teilte die Polizei mit.

Der junge Mann sprang in einen nahe gelegenen Fluss, um die Flammen zu löschen. Er erlitt Brandverletzungen und kam in ein Krankenhaus. Gegen den 17-Jährigen wird nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

17:53 Uhr

Ehefrau zerstückelt Rapper - Leichenteile in Waschmaschine

Schrecklicher Fund in Russland: In einer Wohnung in St. Petersburg ist die zerstückelte Leiche des populären russisch-ukrainischen Rappers Andy Cartwright entdeckt worden.

  • Laut einem Bericht des Nachrichtenportals "Meduza" gestand seine Ehefrau, die Leiche zerstückelt zu haben. Allerdings behauptet sie, sie habe ihren Mann nicht getötet - laut ihr starb er an einer Überdosis Drogen.
  • Seine Freunde behaupten dagegen, der Musiker habe keine Drogen genommen, habe allerdings Alkoholprobleme gehabt.
  • Die Überreste waren in fünf schwarzen Säcken verpackt. Nach Medienberichten befanden sich die inneren Organe des Verstorbenen in der Waschmaschine.
*Datenschutz

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17:19 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:13 Uhr

Mann grundlos vor Zug gestoßen - zwei Brüder festgenommen

Vor zwei Tagen wurde am Bahnhof in Waghäusel bei Karlsruhe ein Mann ins Gleisbett gestoßen, er überlebte schwer verletzt. Nun sind zwei mutmaßliche Täter gefasst.

  • Gegen die 22 und 25 Jahre alten Männer sei Haftbefehl erlassen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Ermittler gehen davon aus, dass der ältere Verdächtige den 54-Jährigen ohne erkennbaren Grund angegriffen und ins Gleisbett gestoßen hat. Zudem habe er den Mann daran gehindert, zurück auf den Bahnsteig zu kommen. Der 22 Jahre alte Beschuldigte soll das Geschehen abgesichert und die Tat so gefördert haben.
  • Der 54-Jährige war nach der Tat am Dienstag von einem Güterzug erfasst und schwer verletzt worden.
  • Die Brüder stammten aus Syrien und seien in einer Asylbewerberunterkunft festgenommen worden, hieß es in der Mitteilung. Auf ihre Spur kamen die Ermittler aufgrund von Zeugenhinweisen.
  • Dem 54-Jährigen gehe es mittlerweile besser und er habe befragt werden können. Dabei sagte er aus, unvermittelt und ohne Grund angegriffen worden zu sein.
16:35 Uhr

Journalist und Stoiber-Berater Michael Spreng ist tot

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Michael Spreng war von 1989 bis 2000 Chefredakteur der "Bild am Sonntag".

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Journalist, Publizist und Politikberater Michael Spreng ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 72 Jahren auf Mallorca.

  • Spreng war lange für den Springer-Konzern tätig, unter anderem als Büroleiter der "Bild"-Zeitung in Bonn und ab 1989 elf Jahre lang als Chefredakteur der "Bild am Sonntag".
  • Im Jahr 2002 wurde Spreng Wahlkampfmanager des damaligen CSU-Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber.
  • 2004 beriet Spreng den nordrhein-westfälischen CDU-Chef und späteren Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers.
16:03 Uhr

Verunreinigungen: Hersteller ruft Salami zurück

Allergiker, aufgepasst! Ein Hersteller von Wurstwaren ruft eine Salami wegen Verunreinigungen mit Allergenen zurück.

Die Firma Mega Fleisch mit Sitz in Stuttgart teilte mit, es seien sämtliche Chargen mit den Bezeichnungen "Haussalami geschnitten", "Haussalami", "Kirschwassersalami" und "Schwäbische Chorizo" betroffen. Diese wurden demnach in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zum Verkauf angeboten.

Die Salami sollte nicht mehr verzehrt werden. Kunden erhalten auch ohne Beleg im Geschäft den Kaufbetrag erstattet.

15:40 Uhr

Verdächtiger im Fall Maddie will doch vorzeitig aus Haft

Der Verdächtige im Fall der verschwundenen Britin Madeleine McCann hat erneut einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung gestellt. Dafür sei nun das Landgericht Kiel zuständig und nicht mehr wie bei dem vorherigen, vor zwei Tagen zurückgezogenen Antrag das Landgericht Braunschweig, teilte der Rechtsanwalt des 43-Jährigen, Friedrich Fülscher, der dpa mit.

Der Verdächtige sitzt derzeit in Kiel eine Gefängnisstrafe wegen Drogenhandels ab. Das Haftende ist für den 7. Januar 2021 terminiert - zwei Drittel dieser Strafe waren am 7. Juni dieses Jahres verbüßt.

15:10 Uhr

FDP will Merkel in Wirecard-U-Ausschuss hören

Die FDP will die Einsetzung eines möglichen Wirecard-Untersuchungsausschusses vorantreiben.

Fraktionsvize Christian Dürr sagte der dpa: "An einem Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Skandal führt eigentlich kein Weg mehr vorbei. Ich erwarte, dass nicht nur die Minister Scholz und Altmaier als Zeugen geladen werden, sondern auch die Bundeskanzlerin." Angela Merkel dürfe sich nicht aus der Affäre ziehen. "Sie muss erklären, wieso sie auf ihrer China-Reise im vergangenen Herbst noch Werbung für Wirecard gemacht hat, während ihr Finanzminister schon seit Anfang 2019 von den Ermittlungen wusste."

Es scheine, als seien immer mehr Mitglieder der Bundesregierung über die Vorwürfe gegen Wirecard im Bilde gewesen, so Dürr. "Das muss nun lückenlos aufgeklärt werden. Ich hoffe, dass neben Grünen und Linken auch die Union diesen Ausschuss mittragen wird."

15:05 Uhr
Breaking News

Trump stellt Wahltermin infrage

Wegen der zahlreichen zu erwartenden Briefwähler bei den US-Präsidentschaftswahlen im November stellt Präsident Trump den Wahltermin infrage. In einem Tweet regt er an, diesen zu verschieben, bis eine "sichere Wahl" möglich sei.

 

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14:45 Uhr
Breaking News

US-Wirtschaft erleidet historischen Einbruch

In den USA ist die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal infolge der Coronavirus-Pandemie in noch nie da gewesenem Ausmaß eingebrochen. Von April bis einschließlich Juni schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufs Jahr hochgerechnet um 32,9 Prozent ein, wie die US-Regierung in einer ersten Schätzung mitteilte.

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14:37 Uhr

Streit zwischen Mädchen eskaliert - Massenschlägerei in Bochum

Es fing mit einem Streit zwischen zwei Mädchen an - am Ende gingen etwa 20 Menschen mit Fäusten und einem Baseballschläger aufeinander los. Die Polizei in Bochum musste die Beteiligten "mit starken Kräften" trennen.

Laut Polizei waren die beiden Bochumerinnen im Alter von 14 und 15 Jahren am Mittwochabend auf der Straße in Streit geraten. Die 15-Jährige habe schließlich zugeschlagen. Mehrere Familienangehörige der 14-Jährigen wollten die Familie der Älteren zur Rede stellen, woraufhin es zur Schlägerei gekommen sei. Zwei Menschen seien von einem Baseballschläger getroffen und leicht verletzt worden, hieß es. Weitere Beteiligte hätten leichte Verletzungen durch Faustschläge erlitten. Ein Verletzter kam mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus.

Die Polizei schrieb Anzeigen wegen Körperverletzung. Die Beamten fanden bei einem 41-Jährigen Quarzhandschuhe, einen Teleskopschlagstock und eine Reizgaspistole und stellten diese sicher.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Heidi Ulrich verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Los geht's!

14:03 Uhr

Schatzsucher in Brunnen gestorben

Bei der Suche nach einem angeblichen Schatz in einem Brunnen sind drei Männer in Griechenland ums Leben gekommen. Das Unglück habe sich in einem Wald nördlich von Athen ereignet, hieß es von Polizei und Feuerwehr. Gerichtsmediziner müssen die Todesursachen noch klären. Der Staatsrundfunk berichtet aber, die Männer seien offenbar an den Abgasen eines Generators gestorben, den sie einsetzten, um den Brunnen zu beleuchten. Andere Mitglieder der Schatzsuchergruppe, die draußen geblieben waren, alarmierten die Feuerwehr. Diese konnte aber nur die Leichen der drei Männer bergen. Schon im Mai waren vier Männer auf der Suche nach einem angeblichen Schatz in einer kleinen Grotte nahe der Stadt Korinth ums Leben gekommen.

13:25 Uhr

BGH: Schadenersatz nur bei VW-Diesel-Kauf vor Herbst 2015

Diesel-Klägern, die ihr Auto nach Bekanntwerden des Abgasskandals im Herbst 2015 gekauft haben, steht kein Schadenersatz von Volkswagen zu. Ab diesem Zeitpunkt habe der Konzern sein Verhalten geändert, eine Täuschung und vorsätzliche sittenwidrige Schädigung von Käufern sei nicht mehr feststellbar, urteilte der Bundesgerichtshof (BGH).

Das oberste deutsche Gericht verkündete noch weitere Urteile zum Dieselskandal: Besitzer eines Autos, das bei Bekanntwerden des Skandals bereits vollständig abgenutzt war, haben keinen Anspruch auf Entschädigung. Im konkreten Fall hatte das Auto des Klägers 255.000 Kilometer auf dem Buckel. Auch den Anspruch auf sogenannte Deliktzinsen, die Käufern bei Betrug oder sittenwidriger Handlung zugesprochen werden können, besteht laut BGH in dem Fall nicht.

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12:55 Uhr

Bergsteiger dürfen wieder auf den Mount Everest

Bergsteiger können im Herbst wieder den Mount Everest und andere Berge im Himalaya besteigen. Ab sofort können sie Genehmigungen dafür beantragen. Das Tourismusministerium in Nepal hatte die Berge im Frühling wegen der Corona-Krise für Touristen dichtgemacht.

Das Geld der Bergsteiger aus dem Ausland ist wichtig für Nepal, eines der ärmsten Länder der Welt. Um den Everest und andere hohe Berge zu besteigen, müssen sie eine Gebühr bezahlen. In der Hauptsaison im Frühling mit den besten Wetterbedingungen kostet es sie für den Everest umgerechnet 9400 Euro und in der Herbstsaison 4700 Euro. Für die gesamte Expedition geben Kletterer meist Zehntausende Euro aus.

12:29 Uhr

Ryan Reynolds: Vermisster Teddy ist wieder da

Ob es an Schauspieler Ryan Reynolds lag wissen wir nicht, aber ein vermisster Teddybär ist wieder aufgetaucht. Reynolds teilte bei Twitter ein Foto der glücklichen Besitzerin. "Danke an alle, die mitgesucht haben. An die Person, die den Teddy mitgenommen hat: Danke fürs Aufpassen. Vancouver ist toll", twitterte der Schauspieler. Er hatte vorher auch einen Aufruf der Frau aus Vancouver geteilt und einen Finderlohn für das Kuscheltier von 5000 Dollar geboten. In dem Aufruf erzählte die Frau, warum dieser Bär, der offenbar "zusammen mit einem iPad" aus einem Rucksack gestohlen worden war, so wertvoll ist. Sie erklärte, dass die Stimme ihrer im letzten Jahr verstorbenen Mutter darin zu hören sei: "Ich liebe dich, ich bin stolz auf dich, ich werde immer bei dir sein."

12:16 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:49 Uhr

Tönnies verteidigt Firmengründungen

Deutschlands größter Fleischverarbeiter Tönnies hat Vorwürfe zurückgewiesen, er wolle das geplante Verbot von Werksverträgen und Leiharbeitern in der Fleischbranche mit Firmenneugründungen umgehen. Denn die strengeren Regeln sollen für größere Betriebe gelten. Tönnies hatte zuletzt 15 sogenannte Vorratsgesellschaften am Amtsgericht Gütersloh für den Standort Rheda-Wiedenbrück ins Handelsregister eintragen lassen. Daraufhin kamen Vorwürfe auf, Tönnies wolle die Regeln umgehen, indem maximal 49 Mitarbeiter beschäftigt werden.

"Wir haben angekündigt, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kernbereichen der Produktion direkt anzustellen. Dabei bleibt es uneingeschränkt. Wir sind bereits mitten in diesem Prozess, da wir Mitte September die ersten 1000 ehemals Werkvertragsarbeiter fest eingestellt haben wollen", sagte ein Konzernsprecher. Die Gesellschaften habe man vorsorglich gegründet. Damit könne Tönnies Direkteinstellungen an verschiedenen Standorten und für die verschiedenen Gesellschaften im Konzern schnell umsetzen.

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11:25 Uhr

Bahn macht im ersten Halbjahr Rekordverlust

Die Corona-Krise hat auch die Deutsche Bahn tief in die roten Zahlen fahren lassen und bereits zum Halbjahr für den größten Verlust ihrer Geschichte gesorgt. Das Minus nach Steuern betrage 3,7 Milliarden Euro, erklärte der Staatskonzern. Bereits aus dem regulären Betrieb ergab sich ein Verlust von 1,8 Milliarden Euro noch vor Steuern und Zinszahlungen. Dieser werde im Gesamtjahr 2020 wohl auf 3,5 Milliarden Euro weiter steigen, schätzte die Bahn. "Das Virus hat unseren erfolgreichen Wachstumskurs jäh ausgebremst und die Deutsche Bahn in die schlimmste finanzielle Krise seit ihrem Bestehen gestürzt", sagte Bahnchef Lutz.

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10:57 Uhr

Gruppe Flüchtlinge fliegt von Athen nach Deutschland

Auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis sind die Flüchtlingslager nach wie vor überfüllt. Mehrere andere europäische Länder sollen deshalb insgesamt 1600 Minderjährige aufnehmen. Wegen der Corona-Pandemie war die Ausreise der Minderjährigen jedoch vorübergehend ausgesetzt worden. Nun wird erneut eine Gruppe kranker Minderjähriger sowie Familienangehöriger nach Deutschland geflogen. Von der griechischen Regierung hieß es, es seien 85 Minderjährige und 90 Familienangehörige. Sie sollen im Laufe des Tages in Athen starten. Deutschland, die Schweiz, Finnland und Portugal hatten schon über 200 Minderjährige aufgenommen.

10:11 Uhr

Steinbrocken auf Güterzug geworfen, Lokführer verletzt

In Köln hat jemand einen Steinbrocken auf einen Güterzug geworfen und den Lokführer verletzt. Der 56-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Von der Bundespolizei hieß es, der oder die Täter hätten den Brocken gegen 1.30 Uhr von einer Brücke in Köln-Longerich auf den Güterzug geworfen. Im Führerhaus hätten Glassplitter gelegen. "Das war kein Steinchen, sondern ein Gesteinsbrocken", sagte sie. Der oder die Täter sind bisher nicht gefasst.

Von der Deutschen Bahn hieß es, der Zug habe bis etwa 6.45 Uhr auf der Strecke gestanden. Deshalb kam es im Zugverkehr zu Behinderungen und Verspätungen, auch Pendler bekamen das zu spüren.

10:12 Uhr

Kurzarbeit steigt auf Rekordniveau

Im Mai waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 6,7 Millionen Menschen in Deutschland in Kurzarbeit - so viele wie noch nie. Im April hatte die Zahl noch bei 6,1 Millionen gelegen. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Juli auf 2,91 Millionen. Das waren 57.000 mehr als im Juni und 635.000 mehr als vor einem Jahr.

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09:47 Uhr

Huawei steigt zum größten Handy-Hersteller auf

Der chinesische Konzern Huawei ist überraschend zum größten Anbieter von Smartphones weltweit aufgestiegen. Huawei verkaufte im zweiten Quartal mehr Smartphones als die bisherige Nummer eins Samsung. Das Marktforschungsunternehmen Canalys schreibt, Huawei habe 55,8 Millionen Geräte ausgeliefert, der Konkurrent aus Südkorea 53,7 Millionen. Erstmals seit neun Jahren stehen damit weder Samsung noch Apple an der Spitze.

"Ohne Covid-19 wäre das nicht passiert", hieß es von Canalys. Huaweis Erfolg ist demnach vor allem darauf zurückzuführen, dass sich der chinesische Heimatmarkt früher als andere Länder erholt hat. Und in China seien mehr als 70 Prozent der verkauften Smartphones von Huawei gewesen, hieß es. Die Marktforscher gehen aber davon aus, dass Huawei die Spitzenposition nicht wird halten können.

09:16 Uhr

In mehreren Bundesländern laufen Razzien

Razzien gegen eine mutmaßliche Schleuserbande: Bundespolizisten durchsuchen seit dem frühen Morgen Objekte in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern und Schleswig-Holstein. Die Beamten sind unter anderem in Wuppertal, Villingen-Schwenningen, Brannenburg und Buxtehude im Einsatz. Es bestehe der Verdacht "des gemeinschaftlichen gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern in Tateinheit mit Missbrauch von Ausweispapieren", hieß es von der Bundespolizei.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:33 Uhr

Clan-Mitglieder scheitern mit Beschwerden

Alle Beschwerden gegen die Beschlagnahme von 77 Immobilien und Mieteinnahmen aus 45 Immobilien, die einem Clan in Berlin zugerechnet werden, sind bisher gescheitert. "Die Beschlagnahme der Immobilien und Mieteinnahmen besteht in vollem Umfang fort", sagte Berlins Justizsenator Behrendt. Eine Beschwerde ruhe noch, eine weitere sei an eine andere Kammer am Landgericht verwiesen worden.

Die Immobilien waren vor zwei Jahren vorläufig beschlagnahmt worden, die Mieteinnahmen im letzten Jahr. Das Vorgehen galt als deutliche Ansage an kriminelle Mitglieder von Clanfamilien. Der Verdacht: Das Geld für Immobilien soll aus illegalen Einnahmequellen stammen. Gegen mehrere Verdächtige wird wegen Geldwäsche ermittelt.

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08:10 Uhr

VW und Renault rutschen tief in die roten Zahlen

Die Nachfrage nach Autos ist durch die Corona-Pandemie in den letzten Monaten stark eingebrochen. Entsprechend bitter sehen die Halbjahres-Bilanzen mehrerer Autobauer aus. Der Volkswagen-Konzern verbuchte im ersten Halbjahr nach Steuern einen Verlust von gut einer Milliarde Euro nach einem Gewinn von 7,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um rund 23 Prozent. Die Aktionäre sollen nun eine Dividende von 4,86 Euro für 2019 erhalten - ursprünglich hatte VW hier 6,56 Euro angekündigt.

Noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht ist Renault. Der französische Autobauer machte im ersten Halbjahr einen Rekordverlust von 7,3 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 970 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Umsätze brachen um gut ein Drittel auf 18,4 Milliarden Euro ein. Renault litt vor allem unter Verlusten beim Partnerkonzern Nissan.

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07:52 Uhr

Hamilton sang heimlich auf Aguilera-Song

Lewis Hamilton macht Musik, das wusste bisher nur kaum jemand. Unter dem Künstlernamen XNDA ist er sogar auf dem Lied "Pipe" von Christina Aguilera zu hören, das 2018 auf ihrem Album "Liberation" erschien. Der Formel-1-Weltmeister bestätigte nun die Gerüchte, die es schon länger um den Song gab, in einer Instagram-Story: "Ich möchte sagen, dass ich XNDA bin und dass ich so geehrt und dankbar bin, dass mir Christina Aguilera einen Platz gab, um meine Stimme zu nutzen", schrieb er. Er habe sich zuerst nicht getraut, das öffentlich zu machen. "Ich bin jetzt an dem Punkt, wo ich das liebend gerne mit euch teilen möchte. Ich habe kein Projekt oder kein Album, sondern nur ein paar verschiedene Songs." Also ich finde, er klingt echt gut!

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07:26 Uhr

Sonne satt, nur an Küsten teils ungemütlich

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So sah es gestern zeitweise in Warnemünde aus: So richtig zum Baden einladend war das Wetter nicht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Heute ist es im Großteil Deutschlands von früh bis spät sonnig mit höchstens ein paar Schönwetterwolken. Etwas wolkiger ist es noch im Küstenbereich und an der Ostseeküste sind vereinzelt schwache Schauer möglich, vorzugsweise auf Hiddensee und Rügen. Meist bleibt es aber auch dort trocken, allerdings ist es windig mit starken bis stürmischen Böen, während der Wind im Großteil des Landes keine Rolle spielt. Meist weht er nur schwach aus unterschiedlichen Richtungen, an der Nordsee mäßig und an der Ostsee teils frisch aus West. In Nähe zu Dänemark liegen die Höchstwerte bei 19 bis 20 Grad. Nach Süden hin wird es immer wärmer mit 23 Grad in Braunschweig, 27 Grad in Jena, 30 Grad in Nürnberg bis 34 Grad vom Breisgau bis zum Hochrhein.

07:17 Uhr

Corona-Krise brockt Airbus Milliardenverlust ein

Die Corona-Krise hat den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gerissen. Weil die Zahl der Flugzeugauslieferungen einbrach, stand unter dem Strich ein Verlust von mehr als 1,4 Milliarden Euro, wie der Konkurrent des US-Konzerns Boeing mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Gewinn von knapp 1,2 Milliarden Euro gestanden. Jetzt will der Konzern die Produktion seines jüngsten Langstreckenjets A350 noch stärker zurückfahren als geplant. Statt sechs sollen nur noch fünf Maschinen des Typs pro Monat die Werkshallen verlassen.

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07:03 Uhr

Deutschland fordert von NGO Geld zurück

Wenn in Syrien Bomben fallen, riskieren Helfer der Weißhelme ihr Leben, um Menschen aus Häusertrümmern zu retten. Auch Deutschland unterstützt die syrischen Helfer mit Millionen - über eine Stiftung in den Niederlanden. Gegen die gibt es aber schwere Vorwürfe.

  • Das Auswärtige Amt forderte nach eigenen Angaben Zinsen über knapp 50.000 Euro von der niederländischen NGO Stichting Mayday Rescue zurück.
  • Diese seien aufgrund von "nicht alsbaldiger Mittelverwendung" angefallen, hieß es.
  • Das Auswärtige Amt sieht nach einer externen Finanzprüfung bisher keinen Hinweis auf Zweckentfremdung von Mitteln und geht davon aus, dass die Gelder bei den Weißhelmen angekommen sind. Es laufen aber noch weitere Prüfungen.
  • Zudem ist von finanziellen Unregelmäßigkeiten die Rede. Zum Beispiel seien Bargeschäfte nicht vollständig in den Büchern und Konten aufgeführt.
  • Das Auswärtige Amt betonte, dass sich die Vorwürfe nicht auf die Weißhelme beziehen. In den vergangenen acht Jahren retteten sie nach US-Angaben mehr als 115.000 Menschen.
06:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Schön, dass Sie beim "Tag" reinschauen. Wir haben heute unter anderem diese Termine im Angebot:

  • Die deutsche Wirtschaft leidet stark unter der Corona-Krise - wie stark das Bruttoinlandprodukt im zweiten Quartal geschrumpft ist, gibt das Statistische Bundesamt am Vormittag in einer ersten Schätzung bekannt.

  • Außerdem kommen die Arbeitslosenzahlen für Juli raus. Experten erwarten einen saisonüblichen Anstieg. Im Juni waren in Deutschland 2,85 Millionen Menschen ohne Job, fast 640.000 davon als Folge der Pandemie.

  • Der Bundesgerichtshof verkündet gleich vier Urteile zum VW-Dieselskandal. Die wichtigste Entscheidung betrifft die Frage, ob Volkswagen Klägern auch dann Schadenersatz schuldet, wenn diese ihr Auto erst nach Auffliegen des Abgasbetrugs im Herbst 2015 gekauft haben.

  • Nochmal Volkswagen: Der Konzern legt seine Quartalszahlen vor.

  • Unter anderem auch die Deutsche Bahn, Renault und Airbus lassen sich in ihre Bücher schauen.

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    Das hier ist eine Replika des guten Stücks.

    (Foto: REUTERS)

    Für den Marsrover "Perseverance" geht es ab 13:50 Uhr unserer Zeit auf die Reise zum Roten Planeten. Der 1000 Kilogramm schwere und drei Meter lange Roboter soll vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in einer Atlas-V-Rakete starten und im Februar in einem ausgetrockneten See namens "Jezero Crater" auf dem Mars landen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht