Donnerstag, 08. Dezember 2016Der Tag

Heute mit Heidi Ulrich und Christian Herrmann
22:30 Uhr

Das war Donnerstag, der 8. Dezember 2016

Liebe Leser,

wieder ist ein Tag vorbei, bevor ich mich aber in den Feierabend verabschiede, hier noch der Überblick über die wichtigsten Themen des Tages.

  • Nachdem die türkische Vize-Parlamentspräsidentin wegen fehlender Papiere zeitweise am Flughafen Köln-Bonn festgehalten worden ist, übt die Türkei Vergeltung. Sowohl deutsche Diplomaten als auch Schweizer Journalisten sind an türkischen Flughäfen schikaniert worden.
  • Der niederländische Politiker Geert Wilders wettert öffentlich gegen Marokkaner, einer der größten Einwanderergruppen im Land. Jetzt steht er vor Gericht und zeigt keine Reue.
  • Seit Tagen und Wochen fordern Menschenrechtlsorganisationen eine Feuerpause für Aleppo, jetzt scheinen sie erhört worden zu sein. Nach Angaben des russischen Außenministers Sergej Lawrow hat die syrische Armee ihren Vormarsch gestoppt, damit Zivilisten aus den umkämpften Gebieten fliehen können.
  • Die Hoffnung auf ein allmähliches Ende der umstrittenen Geldflut der Europäischen Zentralbank (EZB) wächst. Zwar verlängern die Währungshüter ihr milliardenschweres Kaufprogramm für Staatsanleihen und andere Wertpapiere, zugleich beschließen sie aber, die Menge zu reduzieren.
  • Am Fundort der ermordeten Peggy finden Ermittlier eine DNA-Spur des NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt. Nun meldet sich vor Gericht Beate Zschäpe zu Wort.
  • Android, iOS oder doch Windows Phone? Wer sich eine neues Smartphone kauft, muss sich auch für ein Betriebssystem entscheiden. Hier lesen Sie, was Sie zu den drei wichtigsten Wettbewerben wissen müssen.

Meine Arbeit ist damit getan. Kommen Sie gut durch die Nacht! Bis morgen!

22:10 Uhr

Daimler hängt BMW und Audi ab

Für 2020 hatte Daimler das Ziel ausgegeben, der größte und profitabelste Premiumhersteller der Welt zu sein. Zu ambitioniert? Mitnichten, wenn man den Worten von Vorstandschef Dieter Zetsche glauben darf. Auf einer Wirtschaftskonferenz der "Zeit" verkündete er nämlich, dass der Autobauer das Ziel schon dieses Jahr erreichen wird.

Daimler
Daimler 48,02

Als er das Ziel vor fünf Jahren angekündigt habe, sei der Stuttgarter Konzern belächelt worden, sagte Zetsche in Frankfurt. "In diesem Jahr wird es gelingen, vier Jahre vor der Zeit."

Die Pkw-Sparte Mercedes-Benz steuert auf einen Jahresabsatz von mehr als zwei Millionen Fahrzeugen zu und liegt damit absehbar vor den Erzrivalen Audi und BMW.

21:53 Uhr

Erster weltumkreisender Astronaut ist tot

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John Glenn galt als guter Freund des damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy.

(Foto: AP)

John Glenn, der als erster US-Astronaut die Erde umkreiste, ist tot. Er sei am Donnerstag im Alter von 95 Jahren in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Ohio gestorben, berichtete die Zeitung "Columbus Dispatch".

Der 1921 in Cambridge in Ohio geborene Glenn umrundete 1962 als erster US-Amerikaner in einem Raumschiff die Erde. Später wurde er auch noch US-Senator und zum ältesten Menschen im All.

Hier finden Sie ein ausführliches Porträt zu John Glenn.

21:36 Uhr

Linienbus in Worms brennt aus

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Der brennende Bus in Worms.

(Foto: dpa)

Das war knapp: In Worms hat der Fahrer eines brennenden Linienbusses gerade noch Schlimmeres verhindert. Er stoppte den Bus und dirigierte die 20 Fahrgäste nach draußen, als er im Frontbereich Brandgeruch bemerkte. Kurz danach stand der Bus lichterloh in Flammen und brannte aus, obwohl die Feuerwehr schnell vor Ort war.

Verletzt wurde durch niemand. Auslöser des Feuers war vermutlich ein technischer Defekt. Dessen genaue Ursache ist aber noch unklar.

21:07 Uhr

Türkische Regierung kündigt Sparkurs an

Angesichts der lahmenden Wirtschaft will sich die türkische Regierung ein Sparprogramm auferlegen. Ministerpräsident Binali Yildirim kündigte an, dass die öffentlichen Ausgaben im nächsten beschränkt würden. "2017 wird es keine unnötigen Ausgaben geben", sagte Yildirim bei der Vorstellung seiner Pläne. "Keine neuen Gebäude, keine Auto-Käufe, keine unwichtigen Reisen der Regierung."

Türkische Lira / US-Dollar
Türkische Lira / US-Dollar ,18

Gleichzeitig stellte Yildirim der Privatwirtschaft neue Kredite in Aussicht, um die Konjunktur anzukurbeln. Die Rede war von umgerechnet rund 66 Milliarden Euro. Außerdem sind Anreize für Investitionen sowie Steuererstattungen geplant.

Die türkische Wirtschaft steckt in der Krise. Im dritten Quartal wurde einer Erhebung zufolge vermutlich ein Rückgang von 0,5 Prozent verzeichnet. Die türkische Lira hat seit Jahresbeginn bis zu einem Fünftel an Wert verloren.

20:36 Uhr

Italienische Schüler lieben "Mein Kampf"

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Seit Anfang des Jahres ist "Mein Kampf" auch in deutschen Buchhandlungen wieder erhältlich - als kommentierte Fassung.

(Foto: imago/Future Image)

Die Frage nach dem Lieblingsbuch ist nicht sonderlich verfänglich und doch haben Schüler zehn italienischer Schulen das Bildungsministerium mit einer Antwort ganz schön verwirrt. Sie zählten zu ihren zehn Lieblingsbüchern nämlich auch "Mein Kampf", das Manifest von Adolf Hitler.

Überraschend war die Antwort nach Angaben der Tageszeitung "La Repubblica" auch deshalb, weil die abgefragte Kategorie der Bücher eine ganze andere war. Die Schüler sollten nur Bücher italienischer Autoren seit dem Jahr 2000 nennen.

Das Ministerium hatte für die Schulen 1,3 Millionen Euro bereitgestellt, um die genannten Bücher kaufen zu können. Das beliebteste Buch war Roberto Savianos "Gomorrha", das sich mit der neapolitanischen Mafia beschäftigt.

20:20 Uhr

Bombardier streicht mehr Stellen in Deutschland

Es folgt eine weitere Meldung aus der Wirtschaft. Der Schienenfahrzeughersteller Bombardier will einem Zeitungsbericht zufolge deutlich mehr Stellen abbauen als bisher erwartet. Der Konzern streiche allein in seinen deutschen Werken rund 2500 Stellen, berichtete das "Handelsblatt".

Bombardier hatte im Frühjahr einen Abbau von 1430 Stellen angekündigt. Betroffen sind dem Bericht zufolge die sächsischen Werke in Görlitz und Bautzen sowie das brandenburgische Werk in Hennigsdorf bei Berlin.

19:55 Uhr

Zu hohes Porto: Deutsche Post verliert Großkunden

Die drastische Portoerhöhung kostet die Deutsche Post anscheinend mehrere Großkunden. Rüdiger Gottschalk, Geschäftsführer des Konkurrenten Postcon, der deutschen Tochter der niederländischen PostNL, sagte der "Frankfurter Allgemeine Zeitung", er spüre eine wachsende Wechselbereitschaft und werde von großen Versendern, die teils mehr als 100 Millionen Briefe im Jahr verschicken, aktiv angesprochen.

Deutsche Post
Deutsche Post 31,11

Die Post hatte das Briefporto zum Jahreswechsel von 62 auf 70 Cent erhöht. Großkunden erhielten im Anschluss Rabatte, um einen Teil der Kosten aufzufangen. Inzwischen baut die Post diese Rabatte wieder ab.

19:24 Uhr

Tsunami-Warnung nach starken Erdbeben vor Salomonen

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Die Tsunami-Warnung gilt für die Küstengebiete der Salomonen, Vanuatu, Papua Neu Guinea, Nauru, Neukaledonien, Tuvalu und Kosrae.

(Foto: USGS)

Vor der Inselgruppe der Salomonen hat sich ein gewaltiges Erdbeben ereignet. Die US-Geologiebehörde USGS gibt die Stärke des Erdstoßes im Südpazifik mit 7,7 an. Das Zentrum lag demnach rund 70 Kilometer südwestlich der Stadt Kirakira im Meer.

Das US-Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik hielt weitreichende gefährliche Tsunami-Wellen im Pazifikraum für möglich.

Mehr lesen Sie hier.

Update von 21:56 Uhr: Das US-Tsunami-Warnzentrum hat inzwischen für alle betroffenen Gebiete Entwarnung gegeben.

19:07 Uhr

Lebenserwartung in den USA sinkt überraschend

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Einziger Wermutstropfen: 2015 starben in den USA weniger Menschen an Krebs, vermutlich weil weniger geraucht wurde und wegen besserer Früherkennung.

(Foto: picture alliance / dpa)

In den USA warten Statistiker mit einer überraschenden Erkenntnis auf. Erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die Lebenserwartung in den Vereinigten Staaten gesunken. Hatte ein Neugeborenes 2014 im Durchschnitt noch 78,9 Lebensjahre vor sich, waren es 2015 nur noch 78,8 Lebensjahre, teilte das Zentrum für Gesundheitsstatistik in Washington mit.

Ursache ist den Experten zufolge, dass acht der zehn häufigsten Todesursachen zugenommen haben, darunter:

  • Herzerkrankungen
  • Schlaganfälle
  • Diabetes
  • Überdosen von Drogen und Medikamenten

Die Experten sagen, vor allem weiße Männer und Frauen sowie schwarze Männer seien von der sinkenden Lebenserwartung betroffen. Sie machen für die Entwicklung Unterschiede in Einkommen und Ernährung sowie Arbeitslosigkeit verantwortlich.

18:34 Uhr

18-Jähriger stirbt bei Sturz in die Weser

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Niedrige Temperaturen und eine starke Strömung erschwerten die Bergungsarbeiten.

(Foto: dpa)

Tragisches Unglück in Niedersachsen. Zwei 18-Jährige sind in Brake im Landkreis Wesermarsch mit ihrem Auto in die Weser gestürzt, nur einer von ihnen hat überlebt.

Eine Lastwagenfahrerin hatte den 18-Jährigen kurz nach Mitternacht um Hilfe rufend am Ufer des Flusses gefunden. Da er unterkühlt und vermutlich angetrunken war, konnte er aber kaum brauchbare Informationen zu dem Unfall geben. Erst Stunden später fand die Polizei das Auto im Wasser und darin die Leiche des anderen jungen Mannes.

Wer von beiden am Steuer saß, ist noch unklar.

18:07 Uhr

Missbrauchsskandal bei der britischen Polizei?

*Datenschutz

Der Missbrauchsskandal im britischen Fußball ist noch nicht einmal ansatzweise abgeklungen, da bahnt sich schon der nächste seinen Weg. Diesmal sollen Hunderte Polizisten in England und Wales ihre Position für sexuelle Übergriffe missbraucht haben.

Einem neuen Untersuchungsbericht der HMIC (Her Majesty's Inspectorate of Constabulary) zufolge gab es von April 2014 bis März 2016 436 Beschwerden wegen sexueller Übergriffe von Polizeibeamten und anderen Mitarbeitern der Polizei. 306 Beamte wurden demnach angezeigt. Knapp 40 Prozent der Anzeigen stammten von Menschen, die zuvor Opfer häuslicher Gewalt waren.

Mike Cunningham von der HMIC sagte dem Radiosender BBC 4 mit Blick auf die Ergebnisse, es handle sich um die "schlimmste Form des Amtsmissbrauchs" und den "äußersten Vertrauensbruch".

17:44 Uhr

IT-Fehler legt ADAC-Pannenhilfe lahm

*Datenschutz

Ein Fehler im IT-System des ADAC hat die Steuerung der Pannenhilfe weitgehend lahmgelegt. Es komme deswegen bundesweit zu Verzögerungen bei Pannenhilfe-Einsätzen, heißt es vom Automobilclub. Hilfe könne vorübergehend nur in Notfällen geleistet werden.

Die Ursache für die Störung ist unklar. Die Pannenhilfe des ADAC ist unter den Nummern 0180   2 22 22 22 oder mobil 22 22 22 erreichbar.

Update: Nach Angaben des ADAC laufen die Systeme wieder!

17:11 Uhr

Mick Jagger ist wieder Vater - mit 73

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Mutmaßlich stolze Eltern: Mick Jagger und Melanie Hamrick.

(Foto: picture alliance / dpa)

So lange er mit den Rolling Stones noch auf der Bühne stehen und Alben aufnehmen kann, kann er auch noch Kinder großziehen. Das hat sich möglicherweise Mick Jagger gedacht, der Frontmann der Stones. Er ist einem Bericht der BBC zufolge nämlich noch einmal Vater geworden - im Alter von stolzen 73 Jahren. Die Mutter ist die 29-jährige Ballerina Melanie Hamrick. Sie und der Junge sollen wohlauf sein.

Insgesamt hat Jagger damit acht Kinder von fünf Frauen. Seine älteste Tochter, Jade, ist inzwischen auch schon 45 Jahre alt. Der Musiker hat außerdem fünf Enkel und einen Urenkel. Große Familie.

Mehr erfahren Sie hier.

16:47 Uhr

Türkische Polizei schikaniert Schweizer Journalisten

Das Verhältnis zwischen Berlin und Ankara ist derzeit nicht das beste. Zu spüren bekamen das jetzt zwei Korrespondenten des Schweizer Fernsehens. Sie wurden nach eigenen Aussagen am Flughafen in Diyarbakir für Deutsche gehalten und deswegen schikaniert.

Ruth Bossart, die Türkei-Korrespondentin des SRF, sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie sei am Flughafen von einem Polizisten gefragt worden, ob sie Deutsch spreche. Als sie das bejaht habe, hätten die Beamten sie und ihr Team zur Seite genommen und rund eine dreiviertel Stunde lang "bis auf die Schmutzwäsche" im Gepäck durchsucht.

Anlass war anscheinend die verzögerte Ausreise einer hochrangigen türkischen Abgeordneten aus Deutschland. Sie wurde wegen fehlender Papiere zeitweise am Flughafen Köln-Bonn festgehalten. Der türkische Präsident Erdogan hatte daraufhin angekündigt, die Türkei werde das "genauso erwidern".

Eine ausführliche Meldungen finden Sie hier.

16:25 Uhr

Bluttat in Essen: Polizei fasst verdächtigen Enkel

Nach dem Tod einer 83-Jährigen in einer Essener Kleingartenanlage hat die Polizei den tatverdächtigen Enkel der Frau festgenommen. Der 33-Jährige sei in Dortmund gefasst worden, teilte die Behörde mit.

Der Mann steht unter Verdacht, seine Großmutter getötet und seinen 63 Jahre alten Vater am Mittwochabend lebensgefährlich verletzt zu haben. Die Polizei hatte mit Hubschrauber und Spürhunden nach ihm gefahndet. Sein Motiv ist unklar.

Mehr lesen Sie hier.

15:52 Uhr

Am Piccadilly Circus gehen die Lichter aus

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Auf dem neuen Riesenbildschirm sollen neben Werbung auch Nachrichten, Wetter und Verkehr sowie Trends von Twitter oder Instagram angezeigt werden.

(Foto: imago/Michael Weber)

Der Piccadilly Circus in London ist bekannt für seine bunten und riesigen Leuchtreklamen. Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg sollen die Lichter nun für längere Zeit abgeschaltet werden.

Hintergrund sind Umbaumaßnahmen, die von Januar bis Herbst 2017 dauern. Die Immobilienfirma Land Securities, der die Werbeflächen gehören, will die bisherigen Bildschirme durch einen einzigen hochauflösenden Riesenbildschirm ersetzen.

In der Vergangenheit wurden die Leuchtreklamen lediglich während des Zeiten Weltkrieges, bei den Begräbnissen von Winston Churchill und Prinzessin Diana sowie bei der Earth Hour vorübergehend abgeschaltet.

15:26 Uhr

Polizeieinsatz für OSZE-Treffen ärgert Hamburg

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Nicht nur zu Land, auch zu Wasser sind in Hamburg schwer bewaffnete Polizisten zum Schutz der OSZE-Minister im Einsatz.

(Foto: dpa)

Offiziell läuft bei dem Treffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa in Hamburg alles so, wie man es hätte erwarten können. Während Außenminister Frank-Walter Steinmeier für mehr Dialog wirbt, verdeutlicht der Ukraine-Konflikt einmal mehr, dass einige Mitglieder darauf anscheinend keine Lust haben.

Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin machte erneut Russland dafür verantwortlich, dass die Abkommen von Minsk nicht eingehalten werden. Russlands Chefdiplomat Sergej Lawrow konterte, der Eindruck einer russischen Bedrohung sei ein "Mythos".

Abseits davon ärgern sich viele Hamburger vor allem über den riesigen Polizeieinsatz. 13.000 Polizisten sind in der Stadt auf den Beinen, um etwa 50 Außenminister zu schützen; rund um die Uhr kreisen Hubschrauber über Hamburg - zum Leidwesen der Anwohner, die sich etwas Ruhe wünschen.

14:58 Uhr

Immer mehr Menschen randalieren im Flugzeug

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Seit 2014 ist die Zahl der randalierenden Passagiere nach Angaben der IATA stark gestiegen.

(Foto: International Air Transport Association, www.iata.org)

Sie beschimpfen ihre Mitreisenden, schreien das Kabinenpersonal an, befolgen dessen Anweisungen nicht oder prügeln sich einfach. Immer mehr Passagiere verhalten sich im Flugzeug daneben, ärgert sich der Internationale Luftfahrtverband IATA. "Es ist zu einem großen Problem geworden", sagte Verbandsvertreter Paul Steele.

Zwischen 2007 und 2015 hat der Verband mehr als 49.000 Krawallmacher an Bord von Flugzeugen gezählt. Elf Prozent der Querulanten seien gewalttätig geworden, heißt es. Flugbegleiter könnten zwar viele Situationen entschärfen, trotzdem müssten Piloten vermehrt Flüge umleiten und früher landen, um die renitenten Passagiere von Bord zu schaffen.

Die Lösung: Der Verband fordert Regierungen auf, Randalierer künftig zu bestrafen.

14:33 Uhr

KBA untersucht Manipulationen bei Porsche

Der Abgas-Skandal bei VW hat eine ganze Reihe von Autoherstellern in den Verdacht gerückt, bei den Verbrauchsangaben zu tricksen oder getrickst zu haben. Jetzt leitet das zuständige Kraftfahrt-Bundesamt Untersuchungen bei Porsche ein. Konkret will die Behörde die "Lenkradkennung" prüfen.

  • Anhand der Lenkradkennung kann ein Fahrzeug feststellen, ob es auf der Straße oder auf dem Rollenprüfstand fährt.
  • Manipulierte Autos können dann dank einer speziellen Software in einen Modus schalten, in dem weniger Sprit verbraucht und somit auch weniger Kohlendioxid ausgestoßen wird.
  • Im Normalbetrieb auf der Straße sind Verbrauch und Emissionen deutlich höher.
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In den USA hatte Porsche im Zuge des Abgas-Skandals bereits vor gut einem Jahr den Verkauf des Diesel-Cayenne gestoppt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Porsche kann bei sich, wenig überraschend, keinen Fehler erkennen. Das Unternehmen erklärte auf Nachfrage, dass die Fahrzeuge die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Verbrauchsangaben und Abgasemissionen erfüllen. Nach Angaben der "Wirtschaftswoche" soll es eine ähnliche Untersuchung im November auch bei Audi gegeben haben.

14:22 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leser,

während meine Kollegin Heidi Ulrich in den Feierabend entschwindet, brühe ich mir den ersten Kaffee auf. Ab sofort versorge ich Sie mit interessanten, wichtigen und witzigen Nachrichten aus aller Welt. Fragen, Anregungen und Kritik können Sie gerne an christian.herrmann@nachrichtenmanufaktur.de schicken.

Kommen Sie gut durch den Nachmittag!

14:01 Uhr

Blitzer-Foto von Pferd begeistert Netz

Ein schnelles Pferd aus Brandenburg begeistert gerade Tausende Menschen im Internet. Genauer gesagt ist es ein Blitzer-Foto von dem Pferd. Es war nämlich samt Reiter mit 43 km/h durch eine Radarfalle gerannt. Auf normalen Blitzer-Bildern wird der Kopf des Fahrers vergrößert in einem Kasten gezeigt. Hier sieht man aber den Kopf des Pferdes. Ein Knöllchen gab's übrigens nicht.

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Das Foto ist schon elf Jahre alt. Die Polizei in Brandenburg hat es aber zum Nikolaus nochmal in ihrem Adventskalender auf Facebook veröffentlicht.

(Foto: Polizei Brandenburg)

 

13:55 Uhr

EZB kauft weiter Staatsanleihen

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EZB-Chef Mario Draghi.

(Foto: dpa)

Die Europäische Zentralbank verlängert den milliardenschweren Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren bis Ende Dezember 2017. Die Notenbank will allerdings ab April monatlich nur noch 60 Milliarden Euro statt 80 Milliarden Euro in den Markt pumpen. Die Anleihenkäufe helfen nach Ansicht vieler Volkswirte vor allem hoch verschuldeten Staaten wie Italien, ihre Zinslast erträglich zu halten. Der Leitzins, zu dem sich Geschäftsbanken frisches Zentralbankgeld besorgen können, bleibt dagegen unverändert auf dem Rekordtief von null Prozent.

Mehr dazu lesen Sie hier.

13:40 Uhr

Gitarrist von Emerson, Lake und Palmer tot

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Greg Lake, Keith Emerson und Carl Palmer (v.l.) 1972 nach einer Awardshow in London.

(Foto: AP)

Der Gitarrist der britischen Band Emerson, Lake und Palmer ist tot. Greg Lake erlag einem Krebsleiden, wie die BBC berichtet. Der 69-Jährige verstarb bereits am Dienstag.

Emerson, Lake und Palmer gehörten in den 70er Jahren zu den erfolgreichsten Bands und gelten als Mitbegründer des Progressive Rocks. Nach dem Abschied aus der Band tourte Lake unter anderem in Ringo Starrs All Starr Band.

13:34 Uhr

Sodastream ruft Flaschen zurück

Die Firma Sodastream ruft einen Teil seiner Sprudlerflaschen zurück. Sie werden benutzt, um Getränke mit Kohlensäure selbst herzustellen. Es handelt sich um bläuliche Kunststoffflaschen, die die Aufschrift "spülmaschinenfest" und das Ablaufdatum "04/2020" haben. Kunden sollten diese Flaschen nicht mehr verwenden, hieß es vom Unternehmen. Es bestehe die Gefahr, dass sie dem Karbonisierungsprozess nicht standhalten und daher nicht gebrauchssicher sind. Kunden könnten die Flaschen bei ihrem Händler abgeben und das Geld zurückbekommen.

13:15 Uhr

Verfassungsschutz warnt vor Cyberangriffen vor Wahl

Die CDU und der Bundestag waren bereits Ziele von Cyberangriffen. Der Verfassungsschutz rechnet mit weiteren entsprechenden Attacken.

  • "Die Hinweise auf Versuche einer Beeinflussung der Bundestagswahl im kommenden Jahr verdichten sich", sagte BfV-Präsident Maaßen. Mögliche Ziele seien Regierungsmitglieder, Bundestagsabgeordnete und Mitarbeiter von demokratischen Parteien.
  • Aus Cyberattacken erlangte Informationen könnten im Wahlkampf auftauchen, um Politiker zu diskreditieren, warnte Maaßen.
  • Demnach ist die Zahl sogenannter Spear-Phishing-Attacken unter anderem gegen Parteien stark angestiegen. Sie werden der Angriffskampagne zugeschrieben, die auch für die Attacke auf die US-Demokraten verantwortlich sein soll. Dieser Kampagne werden Verbindungen zu russischen Regierungsstellen nachgesagt.
12:45 Uhr

Autofahrt endet in Möbelausstellung

Auf einem Sofa gelandet ist ein Auto im pfälzischen Landau. Wie geht denn das?  Eine Autofahrerin hatte gestern das Brems- mit dem Gaspedal verwechselt. Das Auto schoss deshalb durch die Schaufensterscheibe eines Möbelhauses. Von der Polizei hieß es, das Auto sei dann auf einer Couch zum Stehen gekommen. Der 55-jährigen Autofahrerin und ihrem Beifahrer ist nichts passiert, auch im Möbelgeschäft wurde niemand verletzt. Allerdings liegt der Sachschaden bei etwa 7000 Euro.

12:27 Uhr

EU will Flüchtlinge nach Griechenland zurückbringen

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Ein Flüchtlingscamp im Norden Griechenlands.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Die EU-Kommission hat empfohlen, das Dublin-Verfahren wiederaufzunehmen. Flüchtlinge sollten bald wieder nach Griechenland zurückgebracht werden, wenn sie dort erstmals den Boden der EU betreten haben. Die Regel soll für Migranten gelten, die ab dem 15. März in Griechenland ankommen und sich von dort auf den Weg in andere EU-Staaten machen. Unbegleitete Minderjährige sollten vorerst nicht nach Griechenland zurückgebracht werden, und die dortigen Behörden müssten gewährleisten, dass jeder Abgeschobene in angemessenen Aufnahmezentren untergebracht werde, hieß es. Angesichts von Millionen Flüchtlingen war das Dublin-System im Sommer 2015 zusammengebrochen.

Mehr dazu können Sie hier lesen.

12:16 Uhr

EU-Kommission eröffnet Verfahren gegen Deutschland

Im Abgas-Skandal geht die EU-Kommission gegen Deutschland vor. Sie wirft der Bundesregierung unter anderem vor, Volkswagen nicht für die Manipulation von Schadstoffwerten bei Dieselautos bestraft zu haben. Die Kommission hat deshalb ein Verfahren wegen mutmaßlicher Verletzung europäischen Rechts eingeleitet.

Mehr dazu hier.

11:49 Uhr

Frau angezündet – Haftbefehl gegen Ehemann beantragt

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Die Attacke war vor einer Klinik in Kronshagen nahe Kiel passiert.

(Foto: dpa)

Er soll seine Frau angezündet haben: Gegen den Ehemann der Frau ist nun Haftbefehl wegen Mordes beantragt worden. Der 41-Jährige soll gleich dem Haftrichter vorgeführt werden. "Wir sehen in diesem Fall die Mordmerkmale Heimtücke und Grausamkeit als gegeben an", sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler in Kiel. Der 41-Jährige soll seine von ihm getrennt lebende Frau gestern mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet haben. Die 38-Jährige starb noch am Abend.

11:28 Uhr

Rotes Kreuz rettet Zivilisten aus Ost-Aleppo

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Das Foto zeigt einen Feuerball nach einem Luftangriff auf Ost-Aleppo am Montag.

(Foto: AP)

Es ist die erste große Evakuierung von Hilfsbedürftigen und Verletzten aus Ost-Aleppo: Das Rote Kreuz und die syrisch-arabische Hilfsorganisation Roter Halbmond haben knapp 150 Zivilisten aus einem Krankenhaus geholt. Darunter waren viele Menschen mit Behinderungen. Die Menschen hätten das Krankenhaus wegen der schweren Kämpfe tagelang nicht verlassen können, hieß es vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz. Erst nachdem Regierungstruppen das Krankenhaus erobert hatten, konnten die Menschen verlegt werden. Sie seien nun in Krankenhäuser in West-Aleppo und Flüchtlingslager gebracht worden.

11:05 Uhr

Steinmeier zeichnet düsteres Bild der Weltpolitik

Zum Auftakt der Außenministerkonferenz der OSZE in Hamburg hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ein düsteres Bild der politischen Weltlage gezeichnet. Der Krisenmodus sei der Aggregatzustand der internationalen Politik, so der SPD-Politiker. "Die tragenden Säulen sind brüchig geworden, der Ton ist rauer geworden", sagte er mit Blick auf den Konflikt in der Ukraine und die Annektierung der Krim durch Russland. Steinmeier prangerte auch Missstände in den Reihen der OSZE an. Relativismus und Gleichgültigkeit bei der Achtung der Prinzipien machten sich breit, sagte er. Die Situation in der Ukraine-Krise nannte der Außenminister ernüchternd und inakzeptabel. Der Friedensprozess zwischen Kiew, Moskau und den Separatisten komme nicht voran.

10:40 Uhr

Zschäpe beantwortet Frage zum Fall Peggy

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Im Mai 2001 war die damals neun Jahre alte Peggy verschwunden.

(Foto: dpa)

Hatte der NSU etwas mit dem Fall Peggy zu tun? Ob sie irgendwas über das getötete Mädchen wisse, wollte der Vorsitzende Richter im NSU-Prozess von Beate Zschäpe wissen. "Nein", lautete ihre knappe Antwort, wie ihr Anwalt Hermann Borchert erklärte. Eine DNA-Spur von Uwe Böhnhardt war in der Nähe des Ortes gefunden worden, an dem im Sommer Peggys Knochen gefunden worden waren. Unklar ist aber, wie die DNA dahin gekommen ist. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass bei der Spurensicherung identisches Gerät verwendet wurde wie nach dem Tod Böhnhardts. So könnte die Spur verunreinigt worden sein.

Mehr zum Thema finden Sie hier.

10:20 Uhr

Berliner Koalitionsvertrag ist abgesegnet

Drei Monate hat es gedauert, jetzt steht der Koalitionsvertrag in Berlin. SPD, Linke und Grüne haben ihn unterschrieben. Und inzwischen ist auch Michael Müller als Regierender Bürgermeister wiedergewählt. Es ist die bundesweit erste rot-rot-grüne Koalition unter Führung der SPD.

Mehr dazu lesen Sie hier.

10:07 Uhr

Michael Jordan gewinnt Streit um chinesischen Namen

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Jordan: "Nichts ist wichtiger, als einen eigenen Namen zu schützen."

(Foto: dpa)

US-Basketballstar Michael Jordan hat einen jahrelangen Rechtsstreit um seinen Nachnamen auf Chinesisch gewonnen. Es geht um das Schriftzeichen für "Qiaodan". Chinas oberstes Gericht entschied nun gegen eine große chinesische Sportartikelfirma mit demselben Namen, die auf diese Weise von seiner Berühmtheit profitiert hatte. Die Registrierung des Markennamens soll nun aufgehoben werden. Michael Jordan war erleichtert: "Die chinesischen Verbraucher haben es verdient zu wissen, dass Qiaodan Sports und seine Produkte nichts mit mir zu tun haben", sagte er dem Finanzdienst Bloomberg. Allerdings gilt das Urteil nur für das Schriftzeichen, nicht aber für die Umschreibung des Mandarin in lateinische Buchstaben.

09:46 Uhr

Familie hat 110 Weihnachtsbäume zuhause

Da ist aber jemand gut in Weihnachtsstimmung! Die Familie Jeromin im niedersächsischen Rinteln hat ihr Haus mit 110 Weihnachtsbäumen geschmückt. Sie stehen im Wohnzimmer, in der Diele, in der Küche, sogar in der Gästetoilette. "Weihnachten ist für mich die schönste Zeit im Jahr", erzählt Thomas Jeromin. Vor fünf Jahren hatte er damit angefangen, mehrere Weihnachtsbäume aufzustellen. Es wurden immer mehr. Entsprechend viel Schmuck braucht es: Kugeln, Lichterketten und Figürchen nehmen inzwischen ein ganzes Zimmer in Anspruch. Auch das Dekorieren dauert länger. Die Familie hatte schon Anfang Oktober mit dem Aufbau begonnen. Alles wieder abzubauen, dauere zwei Wochen, sagte Jeromin.

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Hier nadelt nichts - die Bäume sind aus Plastik.

(Foto: dpa)

09:27 Uhr

Dax klettert über 11.000 Punkte

Zum ersten Mal seit einem Jahr hat der Dax die Marke von 11.000 Punkten übersprungen. Kurz nach Handelsbeginn stand der Dax 0,45 Prozent höher bei 11.036,61 Punkten. Auftrieb gab die Hoffnung, dass die Europäische Zentralbank am Nachmittag ihr gigantisches Wertpapier-Kaufprogramm über den kommenden März hinaus verlängern und so die Finanzmärkte mit weiteren Milliarden fluten wird.

Mehr dazu hier.

09:19 Uhr

Hamburg ist im Ausnahmezustand

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Die Polizei hält Wasserwerfer bereit.

(Foto: dpa)

Viele Hamburger brauchen heute und morgen starke Nerven. Der Grund ist die Außenminister-Konferenz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Rund 50 Minister treffen sich in den Hamburger Messehallen, um unter anderem über die Ukraine-Krise zu beraten. Das heißt, etliche Straßen sind gesperrt. Und für die Polizei bedeutet es einen Großeinsatz: Mehr als 10.000 Hamburger Polizisten sollen für die Sicherheit sorgen. Dazu kommen noch Polizisten aus anderen Bundesländern. Aus Sorge vor Anschlägen sind auch Beamte aus Spezialeinheiten im Einsatz. Außerdem hat sich die Polizei auf Krawalle bei Protesten vorbereitet: Wasserwerfer und Räumfahrzeuge stehen für alle Fälle bereit.

08:35 Uhr

DiCaprio belehrt Trump über Umweltschutz und Jobs

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Setzt sich für den Kampf gegen den Klimawandel ein: Leonardo DiCaprio, hier bei der Weltklima-Konferenz in Paris.

(Foto: picture alliance / dpa)

Leonardo DiCaprio ist für sein Engagement für den Umweltschutz bekannt. Donald Trump hat bei dem Thema auf andere Art auf sich aufmerksam gemacht: Er hatte den Klimawandel eine chinesische Verschwörung gegen die US-Wirtschaft genannt, was er später dann wieder zurücknahm. Umso spannender ist, dass sich die beiden gestern im Trump Tower in New York getroffen haben.

DiCaprio hielt gemeinsam mit dem CEO seiner Stiftung eine Präsentation für Trump und sein Team. Es sei darum gegangen, wie Millionen Jobs im Sektor der erneuerbaren Energien geschaffen werden könnten, sagte CEO Tamminen der Nachrichtenagentur AP. Trump habe vorgeschlagen, dass sie sich nächsten Monat wieder treffen.

Nicht so glücklich dürfte DiCaprio mit einer Personalentscheidung Trumps sein: Scott Pruitt soll neuer Chef der US-Umweltbehörde werden – er gilt als Freund der Öl- und Kohle-Industrie. Auch er hatte den Klimawandel angezweifelt.

08:07 Uhr

Mann schießt mit Schreckschusswaffe wahllos um sich

SEK-Einsatz in Pinneberg: In der Nacht hat ein Mann in einer Obdachlosenunterkunft mit einer Schreckschusswaffe wahllos um sich geschossen. Mehrere Menschen riefen den Notruf. Einsatzkräfte des Spezialeinsatzkommandos umstellten daraufhin das Gebäude. Sie überwältigen den Angreifer und nahmen ihn fest. Anscheinend handelt es sich um einen 31-jährigen Bewohner der Unterkunft. Warum er um sich schoss, kann die Polizei noch nicht sagen. Verletzt wurde niemand.

07:43 Uhr

Seehofer: "Sind noch längst nicht über den Berg"

In der Flüchtlingsdebatte bewegen sich CDU und CSU aufeinander zu. So sieht es CSU-Chef Seehofer nach dem Parteitag der Schwesterpartei. Aber: "Wir sind noch längst nicht über den Berg", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Süddeutschen Zeitung". Entscheidend sei es, das auch umgesetzt wird, was beschlossen wurde. Zum Beispiel brauche man mehr Rückführungen von Flüchtlingen. Außerdem forderte er erneut eine Begrenzung für Zuwanderung.

Mehr dazu lesen Sie hier.

07:23 Uhr

Operation gegen führende Gülen-Anhänger gestartet

In der Türkei geht die Polizei gerade gegen Anhänger der Gülen-Bewegung vor. 58 "Anführer" sollen festgenommen werden, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die Polizei sei in 16 Provinzen im Einsatz, Schwerpunkt der Operation sei aber Istanbul. Die türkische Regierung macht den in den USA lebenden Prediger Gülen für den Putschversuch von Mitte Juli verantwortlich. Zehntausende Türken, die angeblich Gülen-Anhänger sind, wurden schon festgenommen oder entlassen.

07:05 Uhr

Giraffen sind vom Aussterben bedroht

Um die Giraffe steht es schlecht. Sie gehört nun auch zu den bedrohten Arten. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN hat sie auf ihre Rote Liste der vom Aussterben gefährdeten Arten gesetzt. Die Population der Giraffe sei in den letzten 30 Jahren um bis zu 40 Prozent zurückgegangen, sagten die Umweltschützer. 97.000 Giraffen gibt es ungefähr noch. 30 Jahre früher waren es noch 163.000 Giraffen. Was ist passiert? Laut der IUCN haben Giraffen immer weniger Lebensräume. Außerdem werden sie illegal gejagt.

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Giraffen leben vor allem im Süden und Osten Afrikas. Diese hier leben im Lake Manyara Nationalpark in Tansania.

(Foto: dpa)

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06:47 Uhr

CSU-Vize knüpft Koalition an Flüchtlings-Obergrenze

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CSU-Vize Manfred Weber.

(Foto: dpa)

"Eine Situation wie die des Spätsommers 2015 kann, soll und darf sich nicht wiederholen." Das hat Kanzlerin Merkel beim CDU-Parteitag über die Flüchtlingspolitik gesagt. Der CSU geht das aber nicht weit genug, sie beharrt auf eine Obergrenze für Flüchtlinge. CSU-Vize Weber macht davon nun eine mögliche Zusammenarbeit nach der Bundestagswahl abhängig:  "Es wird keine Koalition mit der CSU geben, ohne dass eine Obergrenze verankert ist." Seine Partei will nicht, dass mehr als 200.000 Flüchtlinge pro Jahr nach Deutschland kommen. Im vergangenen Jahr waren es knapp 900.000 Flüchtlinge.

06:33 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leser,

nicht mehr lange bis zum heiß ersehnten Wochenende! Heute steht aber noch mal ein voller Tag an. Unter anderem werden uns diese Themen beschäftigen:

  • In Hamburg beginnt das Treffen der Außenminister der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Sie beraten etwa über den Ukraine-Konflikt.
  • In Berlin soll Michael Müller zum Regierenden Bürgermeister wiedergewählt werden.
  • Im NSU-Prozess will Beate Zschäpe Fragen zu der verschwundenen Peggy aus Oberfranken beantworten.
  • Gestern Abend ist die Frau gestorben, die bei Kiel mutmaßlich von ihrem Mann angezündet wurde. Was sind die Hintergründe dieser grausamen Tat?
  • In der Europa League könnte Schalke heute Abend die Gruppenphase mit sechs Siegen beenden – das hat bisher noch kein deutsches Team geschafft. Dafür müsste Schalke RB Salzburg schlagen.

Ich bin Heidi Ulrich, bis zum Nachmittag begleite ich Sie durch unseren "Tag", wenn Sie mögen. Zu erreichen bin ich über heidi.ulrich@nama.de. Schönen guten Morgen!

06:16 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Heute geht es im Süden frostig, teils neblig und stellenweise glatt los. Weiter nordwärts ist Frost hingegen kein Thema mehr. Dafür ziehen dort kompaktere Wolken durch, die bei den Nordlichtern etwas Regen mitbringen. Von der Mitte südwärts ist es hingegen abseits vom Nebel oder Hochnebel sonniger. Dazu im zähen Nebel Tageshöchstwerte von 0 bis 4, ansonsten spürbar mildere 7 bis 12 Grad. Auch Freitag und Samstag mild mit meist 4 bis 13 Grad. Besonders im Norden überwiegen dabei die Wolken und ein teilweise kräftiger Wind. Richtung Süden ist es außerhalb vom Nebel freundlicher. Am 3. Advent wird es dann insgesamt wechselhafter und wieder kälter bei 2 bis 10 Grad.