Donnerstag, 08. Oktober 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:40 Uhr

Das war Donnerstag, der 8. Oktober 2020

Deutschland hat einen prominenten Verschwörungstheoretiker mehr: Michael Wendler outet sich in einem Video als ein Corona-Leugner. In seinem neuen Telegram-Kanal ("Die einzige Möglichkeit, Meinungen zensurfrei auszutauschen") postet der Schlagerstar nun Fotos mit Attila Hildmann, "der mir die Augen geöffnet hat", und bedankt sich bei Xavier Naidoo für Unterstützung.

So, jetzt mal zu wichtigen Nachrichten:           

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

21:59 Uhr

Mann tötet Bruder mit Machete

Im oberbayerischen Emmering hat ein Mann seinen Bruder mit einer Machete getötet. Es fing mit einem Streit an, dann griff der 30-Jährige zur Waffe ging auf seinen drei Jahre älteren Bruder los.

  • Eine Bewohnerin des Mehrfamilienhauses alarmierte die Polizei. Im Badezimmer der Nachbarwohnung fanden die Beamten kurz darauf den getöteten Mann.
  • Worum es bei dem Streit ging, ist unklar.
  • Der 30-jährige wurde bereits dem Haftrichter vorgeführt, dieser erließ Haftbefehl.
21:24 Uhr

Moskau bestellt deutschen Botschafter ein

Nach Protesten Deutschlands und Frankreichs gegen die umstrittene Verurteilung des russischen Stalinismus-Forschers Juri Dmitrijew zu 13 Jahren Haft hat das russische Außenministerium die Botschafter beider Länder einbestellt.

  • Moskau betrachte die deutsch-französische Kritik als einen "Akt der Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Russischen Föderation und als einen Versuch, die Entscheidung unabhängiger russischer Gerichte in Frage zu stellen", sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa.
  • Sacharowa bezog sich auf eine gemeinsame Erklärung der Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Bärbel Kofler, und ihres französischen Kollegen François Croquette von Ende September, in der sie die Freilassung Dmitrijews forderten. Dessen Verurteilung bezeichneten Kofler und Croquette als "alles andere als fair" und als Versuch, "diejenigen mundtot zu machen, die historische Verbrechen in Russland aufarbeiten und das Gedenken an den stalinistischen Terror aufrechterhalten möchten".
  • Die deutsch-französische Erklärung sei "unangemessen" und der Appell für eine Freilassung Dmitrijews "unmoralisch", sagte Sacharowa. Der russische Historiker sei wegen "Pädophilie" verurteilt worden, betonte sie.
20:42 Uhr

Miliz plante angeblich Umsturz in Michigan

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Die Miliz wollte das Kapitol von Michigan stürmen und Geiseln nehmen.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Eine Miliz soll die Entführung der Gouverneurin des US-Bundesstaates Michigan, Gretchen Whitmer, und einen Sturz ihrer Regierung geplant haben. Die US-Justiz gab die Festnahme von sechs Männern wegen der mutmaßlichen Umsturzpläne bekannt. Sie sollen nach FBI-Angaben erwogen haben, das Kapitol in Michigans Hauptstadt Lansing zu stürmen und "Geiseln zu nehmen, einschließlich der Gouverneurin". Der Plan sollte demnach vor der Präsidentschaftswahl am 3. November ausgeführt werden.

Whitmer war im Frühjahr von rechten Gruppen wegen ihrer harten Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie angefeindet worden. US-Präsident Donald Trump rief Mitte April auf Twitter dazu auf, Michigan und die ebenfalls demokratisch regierten Bundesstaaten Minnesota und Virginia zu "befreien".

20:16 Uhr

Wendler steigt bei DSDS aus: Wegen Corona-Politik

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Hunderttausende Menschen starben an Corona. Das ist dem Wendler offenbar egal.

(Foto: picture alliance/dpa)

Michael Wendler schmeißt hin: Der Schlagerstar verlässt die Jury von "Deutschland sucht den Superstar". In einer Instagram-Story erklärt der Sänger seine Entscheidung: "Die Begründung ist folgende: Ich werfe der Bundesregierung bezüglich der angeblichen Corona-Pandemie und deren resultierenden Maßnahmen grobe und schwere Verstöße gegen die Verfassung und des Grundgesetzes vor."

Weiter heißt es: "Nahezu alle Fernsehsender, inklusive RTL, machen sich mit schuldig, sind gleichgeschaltet, politisch gesteuert."

19:49 Uhr

Trump will TV-Duell nun doch nicht absagen

Nur Stunden nach seiner Absage des für kommende Woche geplanten TV-Duells mit Joe Biden hat Donald Trump nun eine Verschiebung angeregt.

Die ursprünglich für den 15. Oktober geplante Debatte solle um eine Woche verschoben werden, um eine direkte Gegenüberstellung der Kandidaten in einem Raum zu ermöglichen, erklärte Trumps Wahlkampfteam. Auch die dritte und letzte Debatte vom 22. Oktober soll demnach um eine Woche verschoben werden.

19:19 Uhr

Hochhaus in Südkorea brennt lichterloh

Feuerinferno in Südkorea: In der Industrie- und Hafenstadt Ulsan steht ein 33-stöckiges Hochhaus in Flammen.

  • Noch ist unklar, ob es Verletzte oder Todesopfer gab, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap.
  • Das Feuer brach am späten Abend (Ortszeit) im zwölften Stock des Gebäudes aus. Die Flammen breiteten sich bis in die oberen Stockwerke aus.
  • Die Feuerwehr der 1,2 Millionen-Stadt im Südosten des Landes versucht, die Bewohner des Gebäudes so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen.
*Datenschutz

 

18:46 Uhr

Berliner stehen für Corona-Test stundenlang Schlange

Mehrere Berliner Bezirke verzeichnen seit Längerem kritische Infektionszahlen, inzwischen reißt die Stadt als Ganzes den Grenzwert. Am dramatischsten ist die Entwicklung im Bezirk Neukölln. Vor einer kostenlosen Teststation stehen Menschen hier quer durch den Kiez Schlange.

 

18:14 Uhr

Erbstreit: Brüder wollen Tengelmanns Ex-Chef für tot erklären lassen

Zweieinhalb Jahre nach dem Verschwinden des Tengelmann-Chefs Karl-Erivan Haub haben die Brüder des Milliardärs beantragt, ihn für tot zu erklären.

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Karl-Erivan Haub gilt seit April 2018 als vermisst.

(Foto: picture alliance / Roland Weihra)

  • Karl-Erivan Haub, einer der reichsten Deutschen, war am 7. April 2018 allein zu einer Skitour aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Die Familie geht davon aus, dass er am Kleinen Matterhorn bei Zermatt in der Schweiz tödlich verunglückte.
  • In der Unternehmensgruppe Tengelmann hatte daraufhin Haubs jüngerer Bruder Christian die alleinige Geschäftsführung übernommen.
  • Der Schritt von Christian Haub und seinem Bruder Georg ist die neueste Wende in dem nun schon seit einiger Zeit schwelenden Familienstreit um die Neuverteilung der Macht bei dem milliardenschweren Handelskonzern. Denn mit dem Schritt steigt der Druck auf die Ehefrau des Verschwundenen, Katrin Haub, die Anteile ihres Familienstamms zu verkaufen. Schließlich muss sie sich auf Erbschaftsteuerzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe einstellen.
17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:56 Uhr

Coca-Cola nimmt bekannte Marke aus dem Regal

Der Getränkehersteller Coca-Cola schließt mehrere Standorte in Deutschland - und nimmt eine bekannte Marke vom Markt. 

  • 485 Jobs sollen gestrichen werden, während an anderer Stelle rund 120 neue Arbeitsplätze entstehen, teilte das Unternehmen mit. 
  • Die Marke Apollinaris wird auf Gastronomie-Produkte beschränkt. In dem mit Niedrigpreisen umkämpften Einzelhandel soll die bekannte Marke ab März 2021 nicht mehr erhältlich sein, wie das Unternehmen mitteilte. Dafür sollen rund 80 Mitarbeiter gehen.
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    Apollinaris gibt's künftig nur in Restaurants.

    (Foto: imago/STPP)

  • Die Gewerkschaft NGG reagierte empört. "Coca-Cola in Deutschland schreibt nach wie vor schwarze Zahlen!", erklärte der Südwest-Landesvorsitzende Uwe Hildebrandt. "Trotz Gewinnen Standorte zu schließen, zeugt nicht von einem verantwortungsbewussten Handeln gegenüber den Beschäftigten, die diese Gewinne erwirtschaftet haben. Das ist reine Profitgier." Man werde gemeinsam mit den Betriebsräten um jeden Arbeitsplatz kämpfen.
16:19 Uhr

Maas ruft zu Waffenruhe in Bergkarabach auf - Baku kritisiert ihn dafür

Waffenruhe? Kommt für Aserbaidschan nicht in Frage. Baku hat einen Aufruf von Bundesaußenminister Heiko Maas zum Einlenken im Konflikt um Berg-Karabach kritisiert. Der Appell sei sehr bedauerlich, erklärte das Außenministerium des zentralasiatischen Landes. Aufrufe zu einem einseitigen Waffenstillstand seien nicht hilfreich. Stattdessen müsse Armenien unter Druck gesetzt werden.

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Hunderte Menschen starben bereits im Krieg in Berg-Karabach. Aserbaidschan ist bereit, weiter zu töten, bis Armenien aufgibt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Maas hatte Aserbaidschan am Mittwoch aufgerufen, einer Waffenruhe zuzustimmen. Andernfalls müsse die EU den Druck auf das Land erhöhen. Armenien hatte sich zu Verhandlungen bereit erklärt. Aserbaidschan hält Gespräche jedoch nur nach einem Ende der Kämpfe und Aufgabe Armeniens für möglich.

In der umkämpften Region Berg-Karabach im Süden des Kaukasus leben rund 145.000 Menschen, rund 99 Prozent davon sind Armenier. In einem Krieg nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verlor Aserbaidschan die Kontrolle über das Gebiet.

15:38 Uhr

Junge Mutter bei Tiktok-Dreh erschossen

Der Dreh eines Tiktok-Videos endete für eine junge Mutter tödlich. Die 20-jährige Mexikanerin Areline Martínez drehte mit mehreren weiteren Menschen einen Clip, in dem es sich um eine inszenierte Entführung handelt.

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Areline Martínez wurde bei einem Video-Dreh offenbar versehentlich erschossen.

(Foto: Instagram / are.ma13)

  • Wie "Mexiko News Daily" berichtet, wurde die 20-Jährige dafür an einem Stuhl gefesselt. Dann sollte einer ihrer "Entführer" mit einer Pistolenattrappe auf sie schießen. Doch dabei lief etwas schief: Aus unbekannten Gründen benutzten die Statisten eine echte, geladene Pistole. Einer schoss Martínez in den Kopf, sie war sofort tot.
  • Gleich nach dem Vorfall flüchteten zwei Männer mit einem Auto. Die Polizei konnte sie zwar identifizieren, sie sind aber noch auf freiem Fuß.
  • Areline Martínez hinterlässt ein einjähriges Kind.
15:07 Uhr

Kreuzfahrtlinien bieten Reisen nach Nirgendwo an

Der Weg ist das Ziel: Der Tourismusverband von Singapur startet Kreuzfahrten ohne Zwischenstopps und Landgänge - um die wegen der Corona-Pandemie am Boden liegende Reisebranche zu unterstützen. Die Passagiere müssten einen Wohnsitz in dem südostasiatischen Stadtstaat haben, vor Antritt der Reise einen Corona-Test machen und auf See strenge Sicherheitsmaßnahmen einhalten.

Die Schiffe der beiden Kreuzfahrtlinien, die die Reisen anbieten sollen, dürften zudem nur zur Hälfte belegt sein, während sie ohne Halt über die Meere schipperten. Die Crew muss vor Reiseantritt zwei Wochen in Quarantäne.

14:20 Uhr
Breaking News

Trump lehnt virtuelles TV-Duell ab

Das zweite TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden könnte nun doch platzen: Der US-Präsident erklärte im Sender Fox, er werde an einer virtuell organisierten Debatte nicht teilnehmen. Dies sei "für uns nicht akzeptabel".

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:10 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser!

Heidi Ulrich hat sich vor wenigen Minuten in den Feierabend verabschiedet, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:05 Uhr

Maaßen bestreitet Fehler vor Weihnachtsmarkt-Attentat

Hätten die Sicherheitsbehörden noch vor dem islamistischen Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz wissen können, welche Gefahr von dem späteren Attentäter Anis Amri ausgeht? Der frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, hat eigene Versäumnisse bestritten. Die Sicherheitsbehörden könnten in einer solchen Lage wie damals "unmöglich sicherstellen, dass es zu keinen Anschlägen kommt; sie können nur ihr Bestes geben", sagte Maaßen als Zeuge im Untersuchungsausschuss des Bundestages zu dem Terroranschlag. Außerdem seien die Polizeibehörden für den Fall des islamistischen Gefährders Amri zuständig gewesen.

Der Tunesier hatte bei deutschen Behörden zahlreiche falsche Identitäten angegeben. Er sympathisierte mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und verkaufte Drogen. Laut Maaßen wurden damals auch über 20 Menschen festgenommen, die als angebliche Flüchtlinge "mit einem konkreten Terrorauftrag" nach Deutschland gekommen waren.

13:49 Uhr
Breaking News

Zweites TV-Duell zwischen Trump und Biden findet virtuell statt

Das zweite Fernsehduell zwischen US-Präsident Donald Trump und dessen Herausforderer Joe Biden wird virtuell stattfinden. Dies berichten mehrere US-Medien.

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:40 Uhr

Krabbe krabbelt in Wohnung und löst Polizeieinsatz aus

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In der Polizeimeldung hieß es, die Krabbe sei recht aktiv gewesen.

(Foto: Polizei)

Dass Spinnen, Käfer oder Falter in die Wohnung kommen, das kennt man. Vielleicht rechnet man sogar noch mit einer Katze oder einem Vogel. Aber mit einer Krabbe? Eine Frau im baden-württembergischen Unterlauchringen hatte gestern in ihrer Wohnung tatsächlich Besuch von einer Chinesischen Wollhandkrabbe. Sie war offenbar über die Terrassentür hineingekommen. Die Frau stülpte erst mal einen Eimer über das etwa 25 Zentimeter lange Tier und rief die Polizei. Die übergab die Krabbe dem Veterinäramt.

Der Behörde zufolge kommt die Krabbenart im und am Rhein vor. Dass sie auch im Landkreis Waldshut lebt, wusste bisher aber noch keiner. Ursprünglich stammt die Krabbenart aus China.

13:25 Uhr
Breaking News

Literaturnobelpreis geht an US-Lyrikerin Louise Glück

Der diesjährige Literaturnobelpreis geht an die US-Lyrikerin Louise Glück. Die Schwedische Akademie zeichnete die 77-Jährige für ihre "unverwechselbare poetische Stimme" aus; diese mache die individuelle Existenz zu einer universellen Erfahrung.

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:01 Uhr

Macaulay Culkin trägt sich selbst als Maske

Der schreiende kleine Kevin aus "Kevin - Allein zu Haus" ist Kult. Die Schrei-Szene hat es jetzt auch auf eine Corona-Maske geschafft und die trägt Macaulay Culkin höchstpersönlich. Er hat also ein Bild von seinem achtjährigen Ich in einer Filmrolle auf einer Maske - und davon postete er jetzt ein Foto und schrieb: "Mein Schutz vor Covid ist die abgezogene Haut meines jüngeren Ichs. Vergesst nicht eure Masken zu tragen, Kinder."

*Datenschutz

12:46 Uhr

CO2-Abgabe beschlossen: Benzin und Heizöl werden teurer

Der Bundestag hat eine höhere CO2-Abgabe ab 2021 beschlossen. Sie soll fossile Brennstoffe unattraktiver machen. Das bedeutet, dass unter anderem Sprit, Heizöl und Gas mehr kosten werden. Der CO2-Preis liegt ab dem neuen Jahr bei 25 Euro pro Tonne. Die Abgabe wirkt wie eine Steuer und soll schrittweise bis 2025 auf 55 Euro klettern. Im kommenden Jahr wird der Sprit so um die sieben Cent pro Liter teurer. Parallel sollen bestimmte Industriezweige mit besonders hohem Energiebedarf, die zudem im weltweiten Wettbewerb stehen, von den Kosten entlastet werden. Der Bund rechnet mit etwa 7,4 Milliarden Euro aus der Abgabe im nächsten Jahr. Damit soll der Strompreis durch eine Kürzung der Abgabe für erneuerbare Energien gedämpft werden. Berufspendler können zudem einen höheren Betrag von der Steuer absetzen.

12:22 Uhr

Fast ein Drittel der Säugetierarten in Deutschland bedroht

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Der kleine süße Feldhamster ist leider auch in seinem Bestand bedroht.

(Foto: dpa)

Knapp ein Drittel der Säugetierarten in Deutschland ist in ihrem Bestand gefährdet. Das geht aus der aktuellen Roten Liste der Säugetiere hervor, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und Rote-Liste-Zentrum (RLZ) vorstellten. Als bestandsgefährdet gelten unter anderem Feldhase, Iltis, Bechsteinfledermaus, Feldhamster, Gartenschläfer und Schweinswal. "Ihre Vorkommen gehen zurück, weil die menschliche Nutzung ihrer Lebensräume weiter zunimmt", erklärte BfN-Präsidentin Beate Jessel.

"Die Auswirkungen unserer Nutzungen sind es auch, die dazu geführt haben, dass das Graue Langohr als Fledermaus, der Luchs und der Zwergwal jetzt als vom Aussterben bedroht eingestuft sind." Die Rote Liste wurde nach gut zehn Jahren aktualisiert. Positiv entwickelt haben sich die Bestände von 17 Säugetierarten, darunter Atlantische Kegelrobbe, Wildkatze und Fischotter. Dies sei vor allem auf Maßnahmen im Bereich des Natur- und Umweltschutzes zurückzuführen.

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:45 Uhr

Karliczek rechnet mit Impfung ab Mitte 2021

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek bleibt bei ihrer Einschätzung, dass breite Teile der Bevölkerung Mitte nächsten Jahres gegen das Coronavirus geimpft werden könnten. "Die Forschung ist im Moment gigantisch schnell", sagte sie. Einige wichtige Fragen seien aber noch offen, etwa wie lange der Impfschutz anhalten werde oder wie häufig man geimpft werden müsse, um einen wirklichen Schutz zu bekommen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung in Deutschland rief Karliczek dazu auf, die Hygiene-, Abstands- und Maskenregeln einzuhalten. "Es ist gerade nicht die Zeit, auf Masken oder Abstand zu verzichten. (...) Tun Sie sich und uns den Gefallen, halten sie sich an die Regeln, auch wenn es vielleicht manchmal anstrengend ist und schwerfällt."

*Datenschutz

11:30 Uhr

"Ich bin jetzt tot" - Herbert Feuerstein verfasste eigenen Nachruf

Damit mag Herbert Feuerstein auch nach seinem Tod den ein oder anderen noch zum Lachen bringen: Der Satiriker hat zu Lebzeiten einen Nachruf auf sich selbst verfasst. Der WDR hat den fast zweistündigen Radio-Beitrag nun veröffentlicht. Am Anfang sagt Feuerstein: "Ich will nicht lange drum herumreden: Ich bin jetzt tot und Sie liebe Hörerinnen und Hörer werden das eines Tages auch sein. Spätestens dann sind wir quitt." Den Nachruf hatte er schon vor etwa fünfeinhalb Jahren aufgenommen. "Heute ist der 15. Januar 2015. Zu gern hätte ich das Sendedatum gewusst... na ja, ach vielleicht auch lieber nicht. Aber danke, dass Sie mir noch mal zugehört haben. Tschüss!" Feuerstein war im Alter von 83 Jahren gestorben.

11:00 Uhr

Nach Selfie-Ärger wird Sperrung von Natur-Pool geprüft

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Königsbachfall am Königssee bei Berchtesgaden.

Der Königsbachfall im Nationalpark Berchtesgaden ist ein beliebtes Motiv für Selfies. Zu beliebt, denn der Ansturm schadet der Natur. Nun erwägt das Landratsamt sogar ein Betretungsverbot, um dem Problem Herr zu werden. "Die vielen Fotojäger treten uns seither die Vegetation kaputt, hinterlassen an vielen Stellen ihren Müll und fliegen mit ihren Drohnen über geschützte Gebiete. Manche zünden sogar Lagerfeuer an oder campen dort", sagte der Social Media Manager beim Tourismusverband Berchtesgadener Land, Sepp Wurm, der "Augsburger Allgemeinen". Dabei sei das im Nationalpark strengstens verboten. "Früher waren die Gumpen nur über einen kleinen Pfad erreichbar, heute sind es ganz viele Trampelpfade", sagte Wurm. "Nachdem es in diesem Sommer so viel Ärger gab, wird für das Gelände rund um den 'Natural Infinity Pool' wohl aus naturschutzrechtlichen Gründen ein Betretungsverbot ausgesprochen."

10:20 Uhr

Polizei fährt nach versuchten Kindesentführungen mehr Streife

Als Reaktion auf die versuchten Kindesentführungen in Leipzig sind in dem betroffenen Stadtteil Paunsdorf verstärkt Streifen unterwegs. Ein 42 Jahre alter Verdächtiger soll am Dienstagmorgen gleich mehrfach versucht haben, kleine Mädchen zu entführen.

  • Polizeichef Schultze sagte, es gehe auch darum, dass Sicherheitsgefühl der Einwohner nach den Vorfällen zu stärken. Man wisse, "dass die Sorgen der Menschen tief liegen". Außerdem hoffen die Ermittler auf weitere Zeugenhinweise.
  • Der mutmaßliche Täter war noch am Dienstag in einem Wäldchen gefasst worden. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
  • Er soll eine Vierjährige angegriffen haben, die mit ihrer Mutter auf dem Weg zum Kindergarten war. Er habe das Mädchen kurz an sich ziehen und mit ihm wegrennen können, hieß es von der Polizei. Als er verfolgt wurde, habe er von dem Kind abgelassen. Die Vierjährige blieb unverletzt.
  • Danach habe der Verdächtige eine Siebenjährige attackiert, die allein auf dem Weg zur Grundschule gewesen sei. Er habe versucht, an dem Mädchen sexuelle Handlungen vorzunehmen. Das Kind habe sich "erheblich gewehrt", sagte Mädler. Daraufhin habe der Mann von ihr abgelassen.
Mehr dazu lesen Sie hier.
09:53 Uhr

In Berg-Karabach schlagen erneut Raketen ein

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Diese Aufnahme von gestern zeigt einen Krater nach dem Beschuss durch die aserbaidschanische Artillerie in Stepanakert.

(Foto: dpa)

Seit anderthalb Wochen liefern sich Armenien und Aserbaidschan neue Kämpfe um die Region Berg-Karabach. In der Hauptstadt der Region, Stepanakert, sind in der Nacht erneut Raketen eingeschlagen. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichten, die ganze Nacht über ertönten in regelmäßigen Abständen Alarmsirenen, gefolgt von jeweils drei bis vier Explosionen. Wie in der Nacht zuvor hätten die Salven fast stündlich eingeschlagen. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden sind unklar. Auch das aserbaidschanische Verteidigungsministerium meldete Angriffe. Das Ministerium warf den armenischen Kämpfern vor, in der Nacht und am Morgen von Zivilisten "bewohnte Gebiete angegriffen" zu haben. Es gebe Tote und Verletzte, erklärte das Ministerium.

09:32 Uhr

RKI warnt: Corona-Verbreitung könnte außer Kontrolle geraten

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat vor einer unkontrollierten Verbreitung des Coronavirus in Deutschland gewarnt. Es sei "möglich, dass wir mehr als zehntausend neue Fälle pro Tag sehen und dass sich das Virus unkontrolliert verbreitet", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Sorge mache ihm auch, dass sich die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen innerhalb der letzten vier Wochen verdoppelt habe. Er rief dazu auf, weiter die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. So könne man einen großen Teil der Infektionen verhindern. Das RKI hatte über 4000 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet - nach knapp 3000 Neuinfektionen am Vortag. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn nannte die Zahlen besorgniserregend. Vor allem jüngere Menschen steckten sich an - aber nicht nur. Gerade die Jüngeren hielten sich oft für unverletzlich, sagte er. "Das sind sie aber nicht."

09:15 Uhr

18-Jähriger bei Verpuffung schwer verletzt

Ein 18-Jähriger ist in Düsseldorf schwer verletzt worden, nachdem er in einem Wohnhaus mit Chemikalien hantiert hatte. Es sei zu einer Verpuffung gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Spezialisten des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts holten weitere Stoffe aus der Wohnung, die sie gestern Abend auf einer freien Fläche in der Nähe kontrolliert sprengten. Wie der Polizeisprecher sagte, wurde der junge Mann mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht. Mit welchen Stoffen der Jugendliche hantierte und warum, hat die Polizei nicht gesagt.

08:42 Uhr

Umfrage: Sind die neuen Corona-Beschränkungen in Deutschland ausreichend?

In vielen Regionen Deutschlands stehen neue Corona-Maßnahmen an. Zum Beispiel führt Berlin am Samstag eine Sperrstunde ein. Zwischen 23 und 6 Uhr müssen Bars, Restaurants und Spätis schließen, es darf kein Alkohol verkauft werden. Mehrere Bundesländer wie etwa Bayern und Schleswig-Holstein erlassen ein Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten, die keinen negativen Corona-Test vorweisen können. Im Ausland sind die Beschränkungen teilweise viel drastischer. So müssen in Brüssel seit heute Cafés und Bars für mindestens einen Monat geschlossen bleiben. Außerdem ist es dort verboten, in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken. Was meinen Sie - reichen die neuen Corona-Beschränkungen in Deutschland aus?

08:11 Uhr

Die Queen und Prinz Philip nach Monaten erstmals getrennt

Die Corona-Krise haben Queen Elizabeth II. und Prinz Philip bisher gemeinsam verbracht. Nun sind sie offenbar zum ersten Mal seit Monaten räumlich voneinander getrennt. Das hat das Königshaus britischen Medienberichten zufolge bestätigt. Während die Queen gerade erst auf Schloss Windsor zurückgekehrt sein soll, soll Prinz Philip demnach vorerst weiterhin in Sandringham verbleiben. Die beiden hatten nach ihrer gemeinsamen Sommerpause im schottischen Balmoral noch mehrere freie Tage in Sandringham, in der Grafschaft Norfolk, verbracht.

07:46 Uhr

Ozonloch-Mitentdecker und Nobelpreisträger Molina ist tot

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Mario Molina.

(Foto: REUTERS)

Erst gestern wurde der diesjährige Chemie-Nobelpreis vergeben. Heute wird bekannt, dass der Nobelpreisträger Mario Molina mit 77 Jahren gestorben ist. Medienberichten zufolge starb er gestern an einem Infarkt. Der Mexikaner war als Mitentdecker des Ozonlochs bekannt geworden und war 1995 zusammen mit dem Niederländer Paul Crutzen mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet worden. Molina zählte zu den Pionieren im Bereich der Atmosphärenchemie und hatte bereits 1974 mit seinem Kollegen Frank Sherwood in einem wissenschaftlichen Artikel vor einem "Loch" in der Ozonschicht wegen bestimmter Industriegase gewarnt. Mit seinen Forschungen trug Molina zum Montreal-Protokoll zum Schutz der Ozonschicht bei, in dem sich die internationale Gemeinschaft Ende der 80er Jahre zum Verzicht auf Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) verpflichtete.

07:19 Uhr

Röttgen macht Altkanzler im Fall Nawalny schwere Vorwürfe

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen, erhebt im Fall des vergifteten russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny schwere Vorwürfe gegen Altkanzler Gerhard Schröder. Röttgen, der auch Kandidat für den CDU-Vorsitz ist, sagte der "Bild"-Zeitung, Schröder, der "in bezahlten Diensten im russischen Öl- und Gasgeschäft steht", beteilige sich im Fall Nawalny "an der Vertuschung und Verwischung der Verantwortung, die in Russland liegt". Schröders Verhalten erfülle "viele Deutsche mit Scham." Röttgen forderte auch gezieltere Sanktionen gegen das Umfeld des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die Maßnahmen müssten diejenigen treffen, "die unmittelbare Verantwortung für Verbrechen tragen", so Röttgen.

07:05 Uhr

Norden wird nass, Süden kriegt etwas Sonne ab

Heute im Norden teils kräftiger Regen und windig mit Sturmböen an der Nordsee. Vom Süden bis in die Lausitz meist trocken, 12 bis 18 Grad. Vom Westen und Nordwesten her breitet sich heute Regen über den gesamten Norden aus. Dabei kommen in Schleswig-Holstein stellenweise mehr als 20 Liter pro Quadratmeter Regen zusammen. Mit dem Regen ist teils frischer Südwestwind verbunden, an der Nordsee sind sogar einzelne Sturmböen möglich und dort dreht der Wind später auf West bis Nordwest. Von Sachsen bis in die Unterlausitz sowie in Südbayern scheint zeitweise die Sonne und dort bleibt es meist trocken. Die Temperaturen erreichen 12 Grad im Vogtland bis 18 Grad am Kaiserstuhl.

06:41 Uhr

Fliege stiehlt Pence bei TV-Duell die Show

In Deutschland wurde schon mal ausgiebig über die Halskette der Kanzlerin bei einem TV-Auftritt geredet, in den USA ist es eine Fliege auf dem Kopf von Vizepräsident Mike Pence. Sie hatte sich auf seinen grauen Haaren niedergelassen. "Die Fliege, die ganze zwei Minuten lang auf dem Kopf von Pence saß, ist vielleicht der Teil des Abends, an den man sich am besten erinnern wird", schrieb der Journalist Nate Silver von der Politik-Webseite FiveThirtyEight. Der Republikaner Pence und die Demokratin Kamala Harris hatten sich in Salt Lake City zum TV-Duell vor der Präsidentschaftswahl getroffen. Der Kandidat der Demokraten, Joe Biden, nutzte die Fliege gleich für seinen Wahlkampf: Er postete bei Twitter ein Bild von sich mit einer Fliegenklatsche und warb um Spenden. Inzwischen hat auch "Pence's Fly" einen eigenen Twitter-Account. Auch das kennen wir noch von Merkels "Schlandkette". Die Kette hat sogar einen Wikipedia-Eintrag, das hat die Fliege noch nicht geschafft.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:21 Uhr

Das wird heute wichtig

Einen schönen guten Morgen!

Ich hoffe, Sie kommen gut und sicher zur Arbeit, in mehreren Bundesländern wird ja heute im öffentlichen Dienst gestreikt. Das macht sich zum Beispiel bei den Kölner Verkehrsbetrieben bemerkbar. Außerdem stehen heute diese Themen an:

  • Bundesgesundheitsminister Spahn und RKI-Präsident Wieler geben um 9 Uhr eine Pressekonferenz zur Corona-Lage. Um 11 Uhr spricht Bundesforschungsministerin Karliczek über den Stand der Dinge bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes.
  • Seit Jahren streiten die EU-Staaten über die gemeinsame Asyl- und Migrationspolitik. Deshalb hat die EU-Kommission ein neues Konzept vorgelegt. Die Innenminister beraten ab 10 Uhr erstmals darüber.
  • Um 10 Uhr stellt das Bundesamt für Naturschutz die neue Rote Liste der bedrohten Säugetierarten vor.
  • Um 13 Uhr wird der Literaturnobelpreisträger verkündet.
  • Im Bundestag startet um 15 Uhr der Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Skandal.
  • Der frühere Verfassungsschutz-Präsident Maaßen soll im Untersuchungsausschuss des Bundestages zum Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz aussagen. Die Abgeordneten wollen von ihm wissen, ob und wenn ja, weshalb das Bundesamt für Verfassungsschutz die Gefährlichkeit des radikalen Islamisten und späteren Attentäters Anis Amri damals falsch einschätzte.
  • Ein deutsches Tennis-Doppel kämpft bei den French Open um den Finaleinzug: Kevin Krawietz und Andreas Mies treffen gegen 14 Uhr im Halbfinale auf Wesley Koolhof und Nikola Mektic.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht