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Der Tag Elon Musks "Starship" platzt beim Drucktest

Spektakuläre Bilder aus Texas: Auf dem Raketenstartplatz Boca Chica nahe der mexikanischen Grenze bringen Techniker einen Prototypen des "Starship"-Shuttles von SpaceX an seine Belastungsgrenze. Was ist passiert?

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    Video-Standbild aus Texas: Die Treibstofftanks des "Starship" versagen.

    (Foto: / via REUTERS)

    Beim Befüllen der Tanks mit einer Flüssiggasmischung platzt plötzlich die Druckhülle auf: Das Gasgemisch verdampft schlagartig und hüllt das Testgelände in eine riesige weiße Wolke ein.
  • Die Wucht der ungeplanten Dekompression ist so groß, dass die Bugsektion des Mk1 getauften Raumschiffes mehr als 150 Meter in die Luft katapultiert wird. In der Spitze des "Starship" sollen später zahlende Passagiere für Flüge ins All Platz nehmen.
  • Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Aus Sicherheitsgründen hielten sich alle Techniker beim Befüllen der Tanks in ausreichend großem Abstand auf.
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Glück im Unglück für die SpaceX-Ingenieure und alle Beteiligten: Der gescheiterte Drucktest ging glimpflich aus. Die freigesetzte Menge an Flüssiggas verdampfte, ohne zu zünden. Die Wolke wurde anschließend vom Wind verweht.

Unklar ist noch, welche Gasmischung bei dem Drucktest der Tanks zum Einsatz kam. Als Raketentreibstoff vorgesehen ist ein explosives Gemisch aus Cryo-Methan und tiefgekühltem Flüssigsauerstoff. In diesem Fall hätte ein einzelner Funke genügt, um das Testgelände in einen riesigen Feuerball zu verwandeln.

Die Pläne bei SpaceX zur Zukunft der bemannten Raumfahrt erleiden allerdings auch so einen empfindlichen Rückschlag. Die neue Raumfähre von SpaceX-Gründer und Tesla-Chef Elon Musk sollte eigentlich in den kommenden Wochen zu ersten Testflügen in großer Höhe starten.

Quelle: ntv.de