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Der Tag Erben von Kinderbuchautor entschuldigen sich für Antisemitismus

Seine Bücher wie "Charlie und die Schokoladenfabrik", "Sophiechen und der Riese" und "Matilda" gehören zu den großen Klassikern der Kinderliteratur. Doch über diesen Werken liegt ein Schatten: der offene Antisemitismus ihres Autors, Roald Dahl.

Dessen Familie hat sich nun, drei Jahrzehnte nach Dahls Tod, für dessen antisemitischen Äußerungen entschuldigt. Sie bat um Entschuldigung "für den fortwährenden und verständlichen Schmerz", die einige von Dahls Äußerungen 1983 verursacht hätten, schrieb die Familie in einer Erklärung. Die Äußerungen stünden "im deutlichen Kontrast" zu dem Mann, den sie kannten. Zudem hätten seine Kommentare gegen die Werte verstoßen, die den Kern von Dahls Geschichten bildeten. "Wir hoffen, dass Roald Dahl, so wie er es in seinen besten Zeiten und seinen schlimmsten Zeiten getan hat, dazu beitragen kann, uns an die bleibende Wirkung von Worten zu erinnern", erklärte die Familie.

Dahl starb 1990 im Alter von 74 Jahren. Seine beleidigenden, antisemitischen Kommentare, die er 1983 in einem Interview mit dem Magazin "New Statesman" machte, werfen bis heute einen Schatten auf sein Vermächtnis. Dahls Antisemitismus ist unbestritten, er hatte sich selbst einmal als antisemitisch bezeichnet. Seine Erben werden seit Jahren dafür kritisiert, dies nie verurteilt zu haben.

Quelle: ntv.de