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Der Tag FPÖ nach Goldschatz-Fund in Erklärungsnot

Die FPÖ wird immer wieder von Vorwürfen der illegalen Parteienfinanzierung umwittert. In einem 2015 erschienenen Buch über den langjährigen FPÖ-Chef Jörg Haider hatte ein früherer Vertrauter des Rechtspopulisten die Existenz einer geheimen Kasse in Liechtenstein enthüllt. Das Geld sollte demnach zur Finanzierung von politischen Aktivitäten Haiders verwendet werden.

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Die Pension "Enzian".

(Foto: imago images / Eibner Europa)

Im Mai setzte die "Ibiza-Affäre" um illegale Parteispenden der Beteiligung der FPÖ an der Regierung in Wien ein Ende. Jetzt bringt der Fund mehrerer Goldbarren in einem von der rechtspopulistischen FPÖ genutzten Bauernhaus in Tirol die skandalumwitterte Partei in Erklärungsnot.

  • Die liberalen Neos forderten "Transparenz" und beantragten eine Sondersitzung des Wiener Landtags, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtet. "Dass sich Politiker vor dem Weltuntergang fürchten und für Krisenzeiten in Osttirol Gold lagern, ist genauso skurril wie hinterfragenswert", teilten die Neos demnach mit.
  • Das Wochenmagazin "Profil" hatte den heimlichen Goldbesitz der FPÖ aufgedeckt. Demnach fand die Polizei im Sommer in der Pension "Enzian" in dem bei Skifahrern und Wanderern beliebten Ort St. Jakob drei Kassetten mit Goldbarren.
  • In dem ehemaligen Bauernhaus mit Blick auf die Tiroler Berge befindet sich ein "Bildungsinstitut" der FPÖ. Ihr geheimer "Goldschatz" sorgte für riesige Schlagzeilen in österreichischen Zeitungen und sozialen Netzwerken.

Welchen Wert das gefundene Gold hat, ist bislang nicht bekannt. Berichten zufolge hatten die Barren in den Kassetten ein Gewicht von je 500 Gramm. Jeder von ihnen hätte zum aktuellen Goldkurs einen Wert von mehr als 21.000 Euro.

Quelle: ntv.de