Der Tag

Der Tag Feministin bezeichnet Joachim Gauck als "Grapscher"

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Gaucks Anwalt dementierte die Vorwürfe.

(Foto: dpa)

In ihrem Buch "Sexismus. Über Männer, Macht und #Frauen" berichtet Zana Ramadani von einem Vorfall bei einem Empfang im Schloss Bellevue, wo Ex-Bundespräsident Joachim Gauck ihr gegenüber einen anzüglichen Satz fallen gelassen haben und sie bei einem Foto an die Hüfte gefasst und nicht losgelassen haben soll.

  • Die ehemalige Femen-Aktivistin Ramadani hatte in der Vergangenheit mit freiem Oberkörper gegen die Unterdrückung von Frauen protestiert. In Anspielung darauf soll Gauck bei der Veranstaltung im April 2016 gefragt haben: "Aber Sie ziehen sich doch heute hier nicht aus?" Sie habe daraufhin scherzhaft geantwortet, dass es ohnehin nicht so einfach wäre, ihr Kleid auszuziehen. Ramadani zufolge entgegnete Gauck: "Wenn nur das das Problem ist, dann kann ich Ihnen helfen."
  • Ramadani betonte allerdings, gegen Gauck keinen Sexismus-Vorwurf im Rahmen der #MeToo-Debatte erheben zu wollen. Sie sei nach dem Vorfall zu dem Ergebnis gekommen, "er sei zwar ein kleiner Grapscher, aber sicher auch ein Gentleman, der mich wahrscheinlich freigelassen hätte, wenn ich ihn darum gebeten hätte", heißt es in dem Buch.

Quelle: ntv.de

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