Freitag, 16. Oktober 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:40 Uhr

Das war Freitag, der 16. Oktober 2020

Urlaub in Brandenburg - ein Traum für viele gestressten Berliner wird wieder wahr. Denn wenige Tage nach der Einführung wurde auch dort das Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Hotspots  gestoppt. Touristen aus den Risikogebieten sind somit nur noch in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Sachsen-Anhalt nicht willkommen. Mehr Infos dazu finden Sie in unserem Corona-Ticker. Und wenn Sie ein Statistik-Fan, dann sind Sie hier genau richtig - Unser Datenteam hat in einem Artikel ganz viele Corona-Grafiken zusammengefasst.

Was war heute sonst alles wichtig?

  • Eine schrecklicher Angriff erschüttert ganz Frankreich: In Paris wird einem Geschichtslehrer auf offener Straße die Kehle durchgeschnitten. Medien berichten, der Geschichtslehrer habe mit seinen Schülern die umstrittenen Mohammed-Karikaturen studiert. Der Angreifer soll "Gott ist groß" gerufen haben. Mehr dazu hier.
  • Angela Merkel warnt vor "dem Unheil" und sorgt damit für Schlagzeilen. Warum macht die Kanzlerin uns Angst? Diese Frage beantwortet Nikolaus Blome hier.
  • Das zweite TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden fiel ja bekanntlich aus. Dafür gab es aber eine Art Fernduell. Auf verschiedenen Sendern beantworteten die US-Präsidentschaftskandidaten zeitgleich Wählerfragen. Dabei sorgte Trump - wen wundert's? - für den nächsten Skandal. Mehr dazu hier.
  • Forscher haben einen Simulator entwickelt, mit dem man in die deutsche Pandemie-Zukunft blicken kann. Die Prognosen zeigen, wie die Fallzahlen steigen und wie viele Menschen sterben könnten, sollten die beschlossenen Maßnahmen nicht greifen. Spoiler: Die Prognosen sehen düster aus.
  • Um die Krankenhäuser in der Corona-Epidemie zu entlasten, wird eine Grippeschutzimpfung empfohlen. In sozialen Netzwerken und auf Handzetteln kursiert jedoch die Behauptung, diese Impfung mache eine Corona-Infektion wahrscheinlicher. Was ist dran?

Das war's für heute. Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

22:04 Uhr

Eurojackpot geknackt: Gewinner bekommt 59 Millionen Euro

Der Eurojackpot ist geknackt! Ein Gewinner aus der Slowakei darf sich über satte 59 Millionen Euro freuen.

Die Gewinnzahlen waren 5, 11, 35, 44 und 50 sowie die beiden Eurozahlen 4 und 10, das teilte Westlotto mit. Der Jackpot hatte sich über fünf Wochen aufgebaut.

"Das nennt man einen goldenen Oktober", sagte Andreas Kötter, Chairman der Eurojackpot-Kooperation. Denn auch in der zweiten Gewinnklasse gab es einen Millionengewinner: Ein Tipper aus Polen erhält knapp 2,5 Millionen Euro.

21:59 Uhr

Postzusteller überfährt Seniorin - tot

Tragischer Unfall im sächsischen Zwickau: Eine 79 Jahre alte Frau ist von einem Postfahrzeug überrollt und tödlich verletzt worden. Der 21-jährige Fahrer fuhr rückwärts in einen Zufahrtsweg, dabei übersah er die 79-Jährige, die hinter dem Fahrzeug herging. Die Frau wurde zwar noch in ein Krankenhaus gebracht, starb dort aber kurze Zeit später.

21:33 Uhr

Türkei testet umstrittenes Raketenabwehrsysten

Die Türkei hat laut Medienberichten erstmals das von Russland gekaufte S400-Raketenabwehrsystem getestet. Die türkische Armee habe einen Testabschuss in der nördlichen Provinz Sinop am Schwarzen Meer vorgenommen, berichtete der regierungsnahe türkische Fernsehsender A Haber. Der Kauf des Raketensystems im vergangenen Jahr hat zu einem heftigen Streit zwischen den Nato-Partnern Türkei und USA geführt.

Die USA reagierten erbost. Sollten sich die Berichte bestätigen, würde der Test auf das Schärfste "verurteilt", erklärte eine Sprecherin des US-Außenministeriums. Washington droht Ankara zudem mit Sanktionen, sollte der Nato-Partner das S400-System aktivieren.

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21:05 Uhr

Heidi Klum bekommt Unterwäsche geschenkt - aber nicht vom Ehemann

Heidi Klum ist voller Freude. Warum? Das Model hat Unterwäsche geschenkt bekommen. Nicht aber von Ehemann Tom Kaulitz. Nein, die schwarzen Dessous stammen von Sängerin und Designerin Rihanna höchstpersönlich. Offenbar kreierte diese für Klum ein eigenes Set aus Höschen und Bustier, das mit dem personalisierten Schriftzug "Savage X Heidi" versehen ist.

Wie sich Klum für die Aufmerksamkeit bedankt? Bei Instagram legt sie ein sinnliches Tänzchen hin - natürlich lediglich in ihrer neuen Unterwäsche bekleidet. Ein Hüftschwung hier, ein lasziver Blick dort. Dazu schrieb sie: "Ich liebe dich, Rihanna, danke für mein Geschenk."

*Datenschutz

 

20:32 Uhr

Putin schlägt Verlängerung von Atom-Vertrag vor - USA lehnen ab

Russland schlägt eine bedingungslose Verlängerung des im Februar auslaufenden Neuen Start-Vertrags mit den USA zur Atomwaffenkontrolle um mindestens ein Jahr vor.

  • Das Abkommen habe bislang gut funktioniert, sagte Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit dem nationalen Sicherheitsrat in Moskau. Er schlage vor, den Vertrag ohne jede Vorbedingung für mindestens ein Jahr zu verlängern, so dass ernsthafte Verhandlungen über alle Probleme geführt werden könnten, sagte Putin.
  • Der Nationale Sicherheitsberater der USA, Robert O'Brien, wies den Vorschlag Putins wenige Stunden später zurück. Dies sei eine "Null-Nummer".
  • Läuft der Vertrag aus, fallen alle Beschränkungen für den Einsatz strategischer Atomwaffen. Einem Wettrüsten zwischen USA und Russland stünde nichts mehr im Wege.
20:09 Uhr
19:59 Uhr

Tom Cruise wird zum Ehren-Marineflieger

Der Hollywood-Star Tom Cruise hat einen Ehrentitel der U.S. Navy verliehen bekommen. Gemeinsam mit Produzent Jerry Bruckheimer wurde er zum Ehren-Marineflieger ernannt und kann sich fortan offiziell die "Wings of Gold" der Marienpiloten ans Revers heften.

Als Begründung für die Auszeichnung heißt es von Seiten des Militärs: "In der Geschichte des Films gibt es keinen ikonischeren Pilotenfilm als den 1986 erschienenen 'Top Gun' von Paramount Pictures." Durch den von Bruckheimer produzierten Streifen habe eine realistische Darstellung des "Kampfgeistes" der Marinepiloten in die Popkultur Einzug gehalten - und auch der Erfolg bei der Rekrutierung neuer Anwärter sei dadurch prompt in die Höhe geschossen.

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19:07 Uhr

"Betrunkener Seeman": Republikanischer Senator nimmt Trump auseinander

Ein republikanischer US-Senator sorgt mit scharfer Kritik an Präsident Donald Trump für Aufsehen. In einem öffentlich gewordenen Telefonat mit Wählern warf Ben Sasse dem Präsidenten vor, mit "Rassisten geflirtet" zu haben, "Diktatoren den Hintern zu küssen", Verbündete zu "verraten", "vom Fernsehen besessen" und "selbstverliebt" zu sein.

Trump werfe Staatsgelder aus dem Fenster "wie ein betrunkener Seemann".

US-Senator Sasse teilt gegen Trump aus.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Trump werfe Staatsgelder aus dem Fenster "wie ein betrunkener Seemann", mache sich hinter ihrem Rücken über die wichtige Wählergruppe der evangelikalen Christen lustig und habe bei der Corona-Pandemie versagt, sagte Sasse laut einer Aufzeichnung des Telefonats weiter. "Seine Familie hat die Präsidentschaft wie eine Geschäftschance angesehen."

Wegen Trump drohten die Republikaner bei den Präsidentschafts- und Kongresswahlen am 3. November ihre Mehrheit im Senat zu verlieren, warnte der Politiker aus dem Bundesstaat Nebraska. "Ich halte jetzt ein Blutbad für die Republikaner im Senat für möglich. Deswegen bin ich nie auf den Trump-Zug aufgesprungen."

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18:53 Uhr
Breaking News

Mann bei Paris auf offener Straße enthauptet - Terrorermittlung läuft

Ein Mann ist in der Nähe von Paris auf offener Straße enthauptet worden. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP. Demnach ermittelt die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft. Der Vorfall soll sich in Conflans-Sainte-Honorine nordwestlich von Paris ereignet haben. Der mutmaßliche Angreifer soll in der nahe gelegenen Stadt Éragny-sur-Oise von der Polizei verletzt worden sein. Die Hintergründe des Vorfalls sind bisher unklar.

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18:19 Uhr

Harry und Meghan angeln sich Moderations-Job

Harry und Meghan dürfen ihre Qualitäten als Gastgeber und Gesprächsführer unter Beweis stellen. Wie das "Time"-Magazin bekannt gab, wird das Paar am 20. Oktober eine Sonderausgabe von "TIME100 Talks", der virtuellen Gesprächsreihe des Magazins, moderieren. Das Thema: "Engineering a Better World" - was bedarf es für eine sichere und vertrauenswürdigere digitale Welt?

Als einen ihrer Gäste werden der Herzog und die Herzogin von Sussex unter anderem Reddit-Mitbegründer Alexis Ohanian begrüßen, der als Ehemann von Tennisprofi Serena Williams ein Bekannter des Paares ist. Wie das "Time"-Magazin berichtet, sollen Harry und Meghan an der Auswahl der Gäste sowie an der Ausarbeitung des Themas aktiv mitgewirkt haben.

"Der Herzog und die Herzogin von Sussex, beide 'TIME100'-Alumni, gehören zu den einflussreichsten Stimmen der Welt", sagte Dan Macsai, Redaktionsleiter von "TIME100". Man freue sich sehr auf die Zusammenarbeit, "um wichtige Stimmen zu erheben und echte Lösungen für einige der dringendsten Probleme unserer Zeit aufzuzeigen".

18:12 Uhr

Corona-Sorgen? Impfstoff-Hoffnung! Dax glänzt mit Gegenreaktion

Mit einem versöhnlichen Abschluss verabschiedet sich der deutsche Aktienmarkt ins Wochenende. Nach den deutlichen Verlusten im Dax über 2,5 Prozent am Donnerstag, zeigt der Leitindex am Freitag eine deutliche Gegenreaktion. Der Dax geht mit einem Aufschlag von 1,6 Prozent bei einem Stand von 12.909 Punkten aus dem Handel. Das Tageshoch markierte er bei 12.960 Zählern.

"Corona-Sorgen gestern, heute Impfstoff-Hoffnungen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer die Situation auf dem Parkett. ""Das ist eine Gegenreaktion - mit deutlich Rückenwind aus den USA." Dort sorgten positive Konjunkturdaten ebenso für gute Stimmung, wie neue Hoffnungen auf eine schnellere Impfstoff-Lösung in der Coronavirus-Pandemie. Meyer warnt aber: "Allerdings wackelt der Dax weiterhin und wie schon in den letzten Wochen um die 13.000-Punkte-Marke."

Am Freitag bereitet vor allem der Autosektor im Dax Freude: Daimler überrascht mit positiven vorläufigen Zahlen, dazu steigen die Neuzulassungen in Europa. Daimler führt am Handelsende dann auch die Dax-Gewinnerliste an. Im MDax verteuern sich Thyssenkrupp zeitweise um ein Viertel: Die marode Stahlsparte könnte nun doch bald einen Käufer finden.

Mehr börsenrelevante Nachrichten finden Sie übrigens hier im Börsen-Tag.

Dax
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17:31 Uhr

Junge Männer schlagen 58-Jährigen zu Tode

Zwei 20 und 22 Jahre alte Männer sollen im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt so massiv auf einen Mann eingeschlagen und -getreten haben, dass er starb. Das Amtsgericht Magdeburg erließ Haftbefehl wegen Totschlags gegen die Männer.

Laut der Polizei soll der 58 Jahre alte Mann in Osterweddingen kurz nach Mitternacht Geräusche auf einem Parkplatz gehört haben. Er beobachtete mehrere Personen, die ein Auto beschädigten. Der 58-Jährige ging zu dem Wagen und wurde dann Zeugenangaben zufolge massiv verletzt. Er starb am Tatort.

Als die Polizei kam, flüchteten die Täter mit einem Auto. Die tatverdächtigen Männer wurden gefasst. Beide äußern sich nicht zum Tatgeschehen. Sie sitzen jetzt in Untersuchungshaft.

17:10 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:46 Uhr

Kurz übt scharfe Kritik an der Türkei und droht mit Sanktionen

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat der Türkei im Erdgasstreit im östlichen Mittelmeer Provokationen vorgeworfen und mit europäischen Sanktionen gedroht.

"Ich bin froh, dass auch diejenigen, die traditionell sehr viel Verständnis gegenüber der Türkei entgegenbringen, auch bereit waren, klar anzuerkennen, dass bei der Türkei eine Provokation der nächsten folgt", sagte Kurz nach Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel. Es sei noch einmal klar festgehalten worden, dass mit Sanktionen reagiert werden müsse, wenn die Türkei diese Provokationen nicht einstelle.

Die Spannungen zwischen der Türkei und den beiden EU-Staaten Griechenland und Zypern hatten zuletzt wieder deutlich zugenommen. Kurz warf der Türkei "Völkerrechtsverletzungen" gegenüber Griechenland und Zypern vor.

16:30 Uhr

Fast 100 Tote nach Überschwemmungen in Indien

In Indien sind bei Überschwemmungen infolge heftiger Regenfälle binnen weniger Tage mindestens 94 Menschen gestorben.

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Für die Saison ungewöhnlich starke Regenfälle verursachten Überschwemmungen im südindischen Bundesstaat Telangana.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Straßen, Häuser sowie Ernten sind von den Unwettern zerstört worden. Der südliche Bundesstaat Telangana mit der Millionenstadt Hyderabad ist besonders stark betroffen.
  • Nach Angaben der Behörden kamen allein dort seit Dienstag mindestens 50 Menschen ums Leben.
  • Die Monsunzeit in Indien dauert normalerweise etwa von Juni bis Anfang Oktober. In diesem Jahr starben nach Angaben von Indiens Innenministerium bis Mitte September im Zusammenhang mit der Regenzeit bereits mehr als 1030 Menschen.
16:05 Uhr

Deutsche Forscher erfassen kleinste Zeitspanne - 247 Zeptosekunden

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Wenn Zeit Geld ist, dann kann man für 247 Zeptosekunden nicht mal ein Päckchen Hefe kaufen.

(Foto: imago/Panthermedia)

Das ging sehr schnell: Deutsche Atomphysiker haben eine Art Stoppuhr-Weltrekord aufgestellt. Den Forschern aus Frankfurt gelang zusammen mit Kollegen aus Berlin und Hamburg die kleinste jemals gemessene Zeitspanne zu bestimmen. Die Zeitspanne ist unvorstellbar kurz und liegt im Bereich von sogenannten Zeptosekunden. Eine Zeptosekunde ist ein Billionstel einer Milliardstel Sekunde lang.

Die Forscher maßen, wie lange ein Lichtteilchen braucht, um ein Wasserstoffmolekül zu durchqueren - etwa 247 Zeptosekunden. Dabei machten sich die Wissenschaftler unter anderem Röntgenlicht zunutze.

15:29 Uhr

Trump fällt auf Satire-Webseite herein

US-Präsident Donald Trump ist auf einen Satire-Artikel hereingefallen, wonach Twitter komplett abgeschaltet wurde, um die Verbreitung eines negativen Berichts über seinen Herausforderer Joe Biden zu stoppen.

"Wow, das gab es noch nie in der Geschichte", kommentierte Trump in einem Tweet. "Lenkt mehr Aufmerksamkeit auf den schläfrigen Joe und Big T." Mit "Big T" meinte er vermutlich "Big Tech", die großen Technologie-Konzerne, denen Trump und andere Republikaner vorwerfen, konservative Ansichten zu unterdrücken. Trump verlinkte in seinem Tweet zu einem Bericht der Satire-Webseite "Babylon Bee", der den kurzzeitigen Twitter-Ausfall in der Nacht zum Freitag behandelte.

Der "Babylon Bee" lieferte Trump unterdessen Stoff für den nächsten Artikel. "Präsident Trump erklärt die 'Babylon Bee' zu seiner vertrauenswürdigsten Nachrichtenquelle", verkündete die Webseite.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:47 Uhr

Fliegender Mensch in 1800 Metern Höhe überrascht Piloten

Wird in Los Angeles etwa schon der nächste James-Bond-Film gedreht? Piloten einer China-Airlines-Maschine wollen über der US-Metropole einen fliegenden Menschen mit Raketenrucksack gesichtet haben. Angeblich sei die Person mit dem sogenannten Jetpack in rund 1800 Metern Höhe etwa elf Kilometer nördlich des internationalen Flughafens unterwegs gewesen, teilte die Luftfahrtbehörde FAA mit.

Die Bundespolizei FBI geht Berichten nach und untersucht den Vorfall. In Luftfahrtkreisen wird indes darüber spekuliert, ob es sich dabei wirklich um eine Person mit einem Jetpack oder vielleicht um eine Drohne handelt.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Hallo, Uladzimir Zhyahchou hier, ich begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Meinem Kollegen Janis Peitsch wünsche ich einen schönen Feierabend und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, einen guten Start in das Wochenende!

14:17 Uhr

Mutmaßlicher Mord im Wald - Anklage nach fast 30 Jahren

29 Jahre nach dem Verschwinden eines Mannes im Saarland hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken Anklage gegen zwei Männer erhoben. Den beiden Tatverdächtigen im Alter von 53 und 55 Jahren wird vorgeworfen, ihr Opfer damals in ein Waldstück bei Wadgassen gelockt und ermordet zu haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

  • Den Angaben zufolge sah sich einer der beiden Tatverdächtigen von dem Opfer mit dem Tode bedroht, nachdem er von ihm zusammengeschlagen worden sein soll. Die beiden Männer sitzen seit Anfang August in Untersuchungshaft. Bisher schweigen sie.
  • Ins Rollen gekommen waren die Ermittlungen zu dem Fall, nachdem die Polizei im Frühjahr Hinweise aus dem persönlichen Umfeld der Verdächtigen erhalten hatte.
  • Die Polizei hatte in den vergangenen Wochen in dem Waldgebiet nach der vergrabenen Leiche des damals 27 Jahre alten Opfers gesucht. Die Suche blieb allerdings erfolglos.
13:47 Uhr

Islamist soll Minderjährige mit Nacktbildern erpresst haben

Nach der Festnahme eines islamistischen Gefährders in Köln sind weitere Details bekannt geworden. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete, soll der 18-jährige Deutsche in Chats junge Mädchen dazu aufgefordert haben, im Namen der Terrormiliz Islamischer Staat Selbstmord-Attentate zu begehen.

Bei einer Durchsuchung stießen die Ermittler dem Bericht zufolge auf dem Handy des Mannes auf Dateien, die auf Kinderpornografie hindeuten. So habe der Tatverdächtige zwölfjährige Schülerinnen derart beeinflusst, dass sie sexuelle Handlungen an sich vornahmen. Die Bilder sandten sie demnach auf Verlangen des 18-Jährigen an dessen Account.

Später soll der als islamistischer Gefährder eingestufte Verdächtige die Opfer mit den Dateien erpresst haben, wie die Zeitung weiter berichtete. So drohte er demnach etwa damit, die Nacktfotos ins Netz zu stellen, falls die Mädchen die Polizei einschalten.

13:01 Uhr

Arbeitsunfall in Bayern: Tote bei Deckeneinsturz

In Bayern hat sich Medienberichten zufolge ein tödlicher Arbeitsunfall ereignet. Demnach ist am Vormittag auf einer Baustelle in Denklingen (Landkreis Landsberg am Lech) eine Betondecke eingestürzt. Dabei wurden mehrere Arbeiter verschüttet. Zuvor war vom Einsturz eines Gerüstes die Rede.

Nach ersten Informationen sollen mindestens drei Arbeiter getötet und zwei schwer verletzt worden sein. Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Polizei ist derzeit vor Ort.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:29 Uhr

Sharon Stone: "Ich bin fertig mit Dating"

Ein Jahr, nachdem ihr Profil auf der Dating-App Bumble für Diskussionen gesorgt hatte, hat US-Schauspielerin Sharon Stone die Nase voll von romantischen Treffen.

"Ich will keine Unaufrichtigkeit, keinen Quatsch und keine Spielchen", sagte die 62-Jährige ihrer Kollegin Drew Barrymore in deren gleichnamiger Show. Sie genieße ihre Zeit alleine, mit ihren Kindern und Freunden mehr. "Ich bin fertig mit Dating."

"Ich habe einfach das Gefühl, wenn es um die emotionale Reife in Beziehungen geht, sind Männer und Frauen scheinbar nicht auf der gleichen Höhe", sagte die zweifach geschiedene Schauspielerin. "Es gibt gewisse Missverständnisse über Macht und darüber, was es bedeutet, männlich, mächtig und wichtig zu sein." Sie versuche, ihren Söhnen beizubringen, dass entsprechende Vorstellungen vielleicht nicht ganz richtig seien.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:45 Uhr

Youtube löscht Zehntausende Verschwörungsvideos

Youtube macht Ernst: Weniger als drei Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl verschärft die Videoplattform ihr angekündigtes Vorgehen gegen die QAnon-Bewegung.

Zehntausende Videos der Verschwörungstheoretiker seien bereits entfernt worden, erklärte das Unternehmen heute. Zudem seien von der Bewegung genutzte Kanäle eingestellt worden, darunter solche, die ausdrücklich mit Gewalt drohen. Zudem kündigte Youtube an, seine Richtlinien auszuweiten, um Inhalte zu verbieten, bei denen einzelne Menschen oder Gruppen Ziel von Verschwörungstheorien werden.

Die QAnon-Bewegung verbreitet die Behauptung, dass die USA von einer kriminellen und satanistischen Organisation beherrscht würden, die Präsident Trump stürzen will. Viele QAnon-Botschaften haben antisemitischen und rechtsradikalen Charakter.

10:50 Uhr

Eifrige Zuhörerin bei Trump-Fragerunde fasziniert Twitter-Community

Neben Trumps Weigerung, sich von den Verschwörungsideologen von "QAnon" zu distanzieren, sorgt bei der TV-Fragerunde vor allem der Hintergrund für Aufsehen. Die Ex-Kongress-Kandidatin Mayra Joli kommt aus dem Nicken nicht mehr heraus - zur Belustigung der Zuschauer.

10:16 Uhr

So alt sind deutsche Väter bei der Geburt ihres Kindes im Durchschnitt

Kinderkriegen aufgeschoben: Das Durchschnittsalter von Vätern in Deutschland ist seit Beginn der 90er Jahre deutlich gestiegen. Männer, die 2019 Vater eines Kindes wurden, waren im Schnitt 34,6 Jahre alt, teilte das Statistische Bundesamt heute mit.

Damit stieg das Durchschnittsalter der Väter bei der Geburt eines Kindes seit 1991 um 3,6 Jahre. Auch die Mütter der 2019 geborenen Kinder waren mit 31,5 Jahren im Durchschnitt 3,6 Jahre älter als die Mütter der Babys des Jahres 1991.

Deutschland gehört beim durchschnittlichen Alter der Väter in der Europäischen Union übrigens zum "älteren" Drittel. Nach Schätzungen für das Jahr 2017 waren in der EU die Väter in Italien, Griechenland und Spanien mit rund 36 Jahren bei der Geburt ihrer Kinder am ältesten - in Deutschland hatte das Durchschnittsalter in jenem Jahr 34,4 Jahre betragen.

09:29 Uhr

Corona-Leugner: Peter Maffay kritisiert Musikerkollegen

Rockstar Peter Maffay kritisiert die Äußerungen mancher Musikerkollegen zur Corona-Pandemie scharf. "Leute, die Corona leugnen, schaden der Gesellschaft. Das ist meine Überzeugung. Und sie schaden nicht nur sich selbst, sondern vor allem anderen", sagte der 71-Jährige dem Podcast des "Kölner Stadt-Anzeigers". Er halte die Ablehnung eines existenten Problems für "völlig falsch".

"Corona ist ein Umstand, den man akzeptieren muss, weil er da ist. Ihn zu leugnen, halte ich für extrem gefährlich und extrem falsch."

Zuletzt hatte Schlagersänger Michael Wendler seinen Rückzug aus "Deutschland sucht den Superstar" mit Verschwörungstheorien zur Corona-Krise erklärt. Am Mittwoch löste Nena mit einem rätselhaften Post auf Instagram kontroverse Diskussionen um mögliche Verschwörungstheorien aus. Kollege Xavier Naidoo tauchte zuletzt immer wieder im Zusammenhang mit Verschwörungsmythen auf.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:42 Uhr

Drogenhandel? Mexikanischer Ex-Minister in den USA festgenommen

Dass die mexikanischen Drogenkartelle Beziehungen in höchste politische Kreise pflegen, ist bekannt. So wurde erst im vergangenen Jahr Mexikos früherer Sicherheitsminister Genaro García Luna in der texanischen Stadt Dallas festgenommen. Er soll Schmiergelder in Millionenhöhe vom Sinaloa-Kartell erhalten haben.

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Cienfuegos soll in den Drogenhandel verwickelt sein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nun gibt es einen neuen Fall. Diesmal im Mittelpunkt: Mexikos früherer Verteidigungsminister Salvador Cienfuegos. Der ehemalige Politiker wurde nun bei seiner Einreise in die USA am Flughafen von Los Angeles gefasst, wie der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard mitteilte.

Cienfuegos wurde nach Zeitungsinformationen auf Drängen der US-Antidrogenbehörde DEA festgesetzt. Ihm werde Rauschgifthandel zur Last gelegt. Cienfuegos war von 2012 bis 2018 unter dem damaligen Präsidenten Enrique Peña Nieto Verteidigungsminister.

08:26 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

heute schlägt im Brexit-Streit die Stunde der Wahrheit. Großbritanniens Premier Boris Johnson will erklären, ob und wie sein Land weiter mit der Europäischen Union über einen Handelspakt verhandelt. Nach Beschlüssen des EU-Gipfels vom Donnerstag hatte sich Großbritanniens Chef-Unterhändler Frost enttäuscht gezeigt. Die EU will die Verhandlungen hingegen in den kommenden Wochen deutlich intensivieren. Ausgang offen.

Ansonsten stehen noch folgende Punkte im Terminplan:

  • Zum Abschluss des EU-Gipfels wollen die Staats- und Regierungschefs über die Beziehungen zum Nachbarkontinent Afrika beraten. Zudem werden erneut die Spannungen zwischen der Türkei und den EU-Staaten Griechenland und Zypern auf der Tagesordnung stehen.
  • Wissenschaftler sind in einem Buch-Projekt der Frage nachgegangen, ob Sachsen eine Hochburg der Rechtsextremen ist. Ergebnisse der Arbeit werden im Beisein von Ministerpräsident Michael Kretschmer in Dresden vorgestellt.
  • Die Deutsche Bahn will den Ausbau der ICE-Strecke Augsburg-Ulm auch in der Corona-Krise vorantreiben. Deswegen will der Konzern nun die ersten Planungsergebnisse vorstellen.
  • Alexander Zverev kämpft am Freitag beim ersten von zwei ATP-Tennisturnieren in Köln um den Einzug ins Halbfinale. Im Viertelfinale bekommt es der Weltranglisten-Siebte aus Hamburg mit dem Südafrikaner Lloyd Harris zu tun.

Bis zum Nachmittag versorge ich Sie im "Tag" mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de. Los geht's!

07:55 Uhr

Manager: Wendler hat verstanden, dass sein Ausstieg ein Fehler war

Zeigt sich Michael Wendler doch noch einsichtig? Möglicherweise hat der Schlager-Sänger eingesehen, dass sein plötzlicher Ausstieg aus der Jury von "Deutschland sucht den Superstar", gepaart mit der Verbreitung von Verschwörungstheorien, falsch war.

Das zumindest glaubt sein Manager Markus Krampe. In der Late-Night-Show "Pocher - gefährlich ehrlich!" versuchte er gestern Abend das Verhalten seines Schützlings einzuordnen.

"Es ist schon so, dass er verstanden hat, dass der Angriff auf RTL ein grober Fehler war und nicht zu entschuldigen ist", sagte Krampe in der Show. "Vieles kommt bei ihm erst im Nachklang an." Krampe glaubt, dass sich der Musiker noch von seinem Verhalten distanzieren wird.

Wendler selbst schweigt weiterhin zu der Sache. Auf Instagram bedankte er sich bislang nur bei seinen mittlerweile mehr als 100.000 Telegram-Followern, die dort seinen Verschwörungstheorien folgen.

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07:19 Uhr

Trump äußert sich zu QAnon

QAnon ist eine Bewegung von Verschwörungsgläubigen, die besonders in den USA regen Zulauf findet. Ihre Anhänger glauben, dass es eine Verschwörung gegen US-Präsident Trump in den tieferen Schichten des Regierungsapparats gebe. Außerdem behaupten sie oft, prominente Politiker der Demokratischen Partei ließen sich mit Hormonen behandeln, die aus dem Blut von Kindern gewonnen würden.

Trump selbst scheint den Ideen der Bewegung nicht abgeneigt. Bei Twitter verbreitete er wiederholt Inhalte von QAnon-Anhängern weiter.

Auf Nachfrage äußerte Trump sich nun jedoch zurückhaltend. "Ich weiß nichts über QAnon", sagte er bei einer NBC-Fragestunde mit Wählern in Miami. "Lassen Sie mich Ihnen nur sagen, was ich darüber höre, ist, dass sie sehr entschieden gegen Pädophilie sind, und dem stimme ich zu." - Eine Distanzierung hört sich meiner Meinung nach anders an.

07:12 Uhr

Trüb und nass bei 10 bis 12 Grad

Zwischen Tief "Foelke" (spricht sich Fuhlke aus) über dem Balkan und Hoch "Otmar" bei Island strömt feuchte und kühle Luft nach Deutschland. Doch nur der äußerste Nordwesten profitiert von der Nähe zum Nordatlantikhoch.

Heute geht es in weiten Teilen des Landes trüb und zeitweise nass weiter, Schnee fällt oberhalb von etwa 1200 Metern Höhe. Weitgehend trocken bleibt es entlang der Küste sowie vom Rheinland bis zum Emsland, hier scheint auch mal die Sonne, am häufigsten tut sie das an der Nordsee.

Die Temperaturen liegen weiterhin nur zwischen 10 und 12, im Bergland zwischen 6 und 9 Grad.

06:43 Uhr

Japan will radioaktives Wasser ins Meer leiten

Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima hatte sich 2011 das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986 ereignet. Weil nach einem Erdbeben das Kühlsystem ausfiel, kam es zur Kernschmelze.

Nun plant die Regierung des Landes, mehr als eine Million Tonnen radioaktiv verseuchten Wassers aus dem zerstörten AKW ins Meer leiten zu lassen. Laut Medienberichten soll das Ablassen des kontaminierten Wassers frühestens im übernächsten Jahr beginnen.

  • Das in rund 1000 Tanks gelagerte Wasser wird derzeit umfangreich gefiltert. Am Ende soll es nach Behördenangaben nur noch Tritium enthalten.
  • Laut Experten ist Tritium für den Menschen nur in sehr hohen Dosen schädlich. Die Internationale Atomenergie-Organisation argumentiert, dass ordnungsgemäß gefiltertes Wasser sicher in den Ozean geleitet werden könne, ohne Umweltprobleme zu verursachen.
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06:41 Uhr
Breaking News

Neues Allzeithoch: RKI meldet mehr als 7000 Neuinfektionen

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus schnellt in Deutschland auf ein neues Allzeithoch. Das Robert-Koch-Institut (RKI) erfasst in den vergangenen 24 Stunden 7334 neue Fälle - knapp 700 mehr als am Tag davor.

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06:10 Uhr

Geld in Unterhose versteckt: Brasiliens Präsident entlässt Senatoren

Diese Geschichte klingt wirklich skurril: Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat einen Verbündeten Senatoren seines Amtes enthoben. Der Grund: Bei dem Politiker fand man mutmaßlich veruntreutes Geld - in dessen Unterwäsche.

Aber der Reihe nach: Die Bundespolizei PF hatte bei Senator Francisco Rodrigues am Mittwoch eine Razzia ausgeführt. Dabei ging es um öffentliche Gelder, die für den Gesundheitssektor gegen das Coronavirus bestimmt waren und abgezweigt worden sein sollen.

Laut Medienberichten versuchte Rodrigues rund 30.000 Reais, umgerechnet etwa 4500 Euro, Bargeld zu verstecken - einen Teil davon "zwischen den Pobacken".

In einer Erklärung in sozialen Netzwerken schrieb Rodrigues, die Ermittler seien in sein Haus eingedrungen, wo er doch nur seine Arbeit gemacht habe. "Ich habe eine saubere Vergangenheit und ein anständiges Leben. Ich war nie in irgendwelche Skandale verwickelt." Seinen Job ist er dennoch los.

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06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht