Freitag, 23. April 2021Der Tag

Heute mit Johanna Ohlau und Sebastian Schneider
22:34 Uhr

Das war Freitag, der 23. April 2021

Was für eine Woche. Die Union hat nach langem Hin und Her (endlich) einen Kanzlerkandidaten, bei den Grünen ging das deutlich unaufgeregter. Nach scheinbar endlosen Debatten (die wohl noch nicht beendet sind) passiert die Bundes-Notbremse Bundestag und Bundesrat - und greift ab morgen. Begleitet von einer Gewalt-Nacht ist der erste Abstieg des FC Schalke 04 in die zweite Fußball-Bundesliga seit dem Mauerfall besiegelt.

Auch heute ist einiges passiert. Die Videos 50 deutscher Schauspieler:innen unter dem Motto #allesdichtmachen sorgen für viel Kritik. Wenn Sie einen Eindruck bekommen möchten, was hinter den Kulissen passiert ist, kann ich Ihnen das Interview mit "Tatort"-Kommissar Richy Müller empfehlen.

Das sind die wichtigsten Schlagzeilen des Tages:

Ich verabschiede mich in den Feierabend, kommen Sie gut ins Wochenende!

22:11 Uhr

Unkraut mit Bunsenbrenner gejätet – Lagerhalle brennt ab

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Die Polizei sprach von einer starken Rauchentwicklung.

(Foto: imago images/BeckerBredel)

Die Rauchsäule soll noch weit über das saarlänische Saarwellingen zu sehen sein: Dort ist am Nachmittag eine Lagerhalle abgebrannt. Das Gebäude ist beim Unkrautbeseitigen in Brand gesetzt worden.

Ein Polizeisprecher sprach von Fahrlässigkeit: "Da wollte jemand Unkraut mit einem Bunsenbrenner entfernen. Das Unkraut ist jetzt weg und die Halle leider auch." Verletzte habe es nicht gegeben. Der Sachschaden sei vermutlich sechsstellig. Die benachbarte Bundesstraße 269 habe vorübergehend gesperrt werden müssen. In der Halle eines Unternehmens waren laut dem Polizeisprecher Stoffballen gelagert worden. Zuvor hatten weitere Medien darüber berichtet.

21:54 Uhr

Biden telefoniert mit Erdogan

US-Präsident Joe Biden hat angesichts der Spannungen mit dem NATO-Partner Türkei mit seinem dortigen Kollegen Recep Tayyip Erdogan telefoniert. Biden habe dabei sein Interesse "an einer konstruktiven bilateralen Beziehung" und an der Bewältigung von Meinungsverschiedenheiten zum Ausdruck gebracht, teilte das Weiße Haus mit.

Der Gedenktag der Massaker an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs im Osmanischen Reich an diesem Samstag fand in der Mitteilung keine Erwähnung. Die beiden Präsidenten telefonierten vor einer für Samstag erwarteten Erklärung, in der Biden die Massaker an den Armeniern im Ersten Weltkrieg als Völkermord anerkennen dürfte. US-Medien hatten zuletzt berichtet, Biden wolle dies als erster US-Präsident offiziell tun. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums bestätigte für Samstag eine "Ankündigung" zum "armenischen Genozid". Biden und Erdogan vereinbarten nach Angaben des Weißen Hauses ein Treffen am Rande des NATO-Gipfels in Brüssel im Juni.

21:31 Uhr

Drei Festnahmen nach tödlicher Messerattacke bei Paris

Nach der mutmaßlichen Terrorattacke auf eine Polizeimitarbeiterin in der Nähe von Paris haben Ermittler drei Menschen festgenommen und in Gewahrsam genommen. Sie stammten aus dem Umfeld des 36 Jahre alten Tatverdächtigen, der unmittelbar nach dem Angriff von der Polizei getötet wurde. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Freitagabend unter Berufung auf Justizkreise.

Es ist bei Terrorermittlungen in Frankreich üblich, dass Menschen aus dem Umfeld von Verdächtigen für Befragungen in Polizeigewahrsam genommen werden. Ermittler durchsuchten zwei Wohnungen, auch die des aus Tunesien stammenden Tatverdächtigen. Er hatte die 49-jährige Frau in Rambouillet bei Paris brutal mit einem Messer ermordet. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt.

21:01 Uhr

Dritter schwerer Unfall vor ihrem Haus: Frau beklagt "Alptraum"

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"Alle fahren hier zu schnell", sagt die Eigentümerin.

(Foto: picture alliance/dpa)

Irgendwann ist genug: Eine Friseurin aus Voerde am Niederrhein plant den Verkauf ihres Hauses. Die 58-Jährige beklagt den nun dritten schweren Autounfall unmittelbar vor ihrem Salon, der direkt hinter einer Bahnunterführung und einer scharfen Kurve liegt. "Wir haben einen Alptraum hinter uns", sagte die Frau. Den Verkauf des Hauses plane sie allerdings auch aus anderen Gründen.

Am Donnerstagabend hatte laut Polizei ein 38-Jähriger in der Kurve die Kontrolle über seinen Wagen verloren, war gegen einen Baum und anschließend gegen die Wand des Hauses direkt neben dem Eingang geprallt. Der Fahrer, der nach den Angaben möglicherweise Alkohol getrunken hatte, musste schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden, Haus und Baum wurden beschädigt.

An der Straße gilt Tempo 40, "aber alle fahren viel zu schnell hier", sagte die Eigentümerin. Die Polizei müsse an der Stelle einen stationären Blitzer aufstellen, forderte sie. Schon vor längerer Zeit habe ein Markthändler in der Kurve seinen Anhänger verloren, der das Haus gerammt habe. Vor etwa vier Jahren habe es einen ganz ähnlichen Unfall wie am Donnerstagabend gegeben, sagte die Eigentümerin, die ihren Friseursalon in dem Haus betreibt. Damals seien die Schäden am Haus noch aufwendig beseitigt worden. Das Haus sei alt, die Schäden "kann jetzt keiner mehr aufarbeiten", sagte sie.

20:32 Uhr

Rassismus-Vorfall in Filiale: Aldi bittet um Entschuldigung

Es ist ein verstörendes Video, das Prince Ofori bei Instagram teilt. Es zeigt 3,5 Minuten lang, wie der Deutsch-Ghanaer in einer Berliner Aldi-Filiale von Kunden und Angestellten umringt und teils körperlich angegriffen, beleidigt und mit Kartons beworfen wird. Ofori schrieb auf Instagram, er habe mit der Aufnahme begonnen, nachdem ein älterer Herr mit Schokoküssen in der Hand seinen Sohn gefragt habe, "ob sie sich heute nicht "N....küsse" gönnen sollten". Der Mann habe zwei Mal nachgelegt mit ähnlichen Formulierungen, in denen das "N-Wort" vorgekommen sei.

Aldi Nord habe nach eigenen Angaben nach dem Vorfall um Entschuldigung gebeten und personelle Konsequenzen gezogen. "Die Ereignisse in unserem Markt in Berlin werden aufgearbeitet, um weitere Schlüsse daraus ziehen zu können", teilte ein Unternehmenssprecher mit. "Wir haben den Kunden kontaktiert, uns bei ihm entschuldigt und möchten gerne mit ihm persönlich über den Vorfall sprechen", teilte Aldi Nord auch über Instagram mit. "Als ersten Schritt haben wir uns von dem im Video handelnden Mitarbeiter aufgrund seines Fehlverhaltens getrennt", hieß es nun von Aldi Nord. Das Unternehmen werde "Rassismus nicht tolerieren - weder aus den eigenen Reihen noch in der Gesellschaft".

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19:52 Uhr

Forscher melden Erfolg bei Malaria-Impfstoff

Nicht nur im Kampf gegen das Coronavirus wird fleißig geforscht, auch gegen Malaria vermeldet die Forschung bei der Entwicklung eines Vakzins Fortschritte: In einer klinischen Studie habe ein vom Jenner-Institut der Universität Oxford entwickelter Impfstoff-Kandidat gegen die tödliche Infektionskrankheit bei Kleinkindern eine Wirksamkeit von 77 Prozent gezeigt, teilten die Wissenschaftler der Universität mit.

Im Rahmen der Studie seien 2.019.450 Kleinkinder in Burkina Faso mit dem Vakzin geimpft und anschließend ein Jahr lang beobachtet worden. Den Angaben zufolge wurden bei den Geimpften keine ernsthaften Nebenwirkungen festgestellt. Das Vakzin namens R21/Matrix-M ist der erste Impfstoff-Kandidat gegen Malaria, der das von der Weltgesundheitsorganisation gesetzte Ziel, bis 2030 einen Impfstoff mit 75 Prozent Wirksamkeit zu entwickeln, bereits übertroffen hat. Der Leiter des Jenner-Instituts, Adrian Hill, sprach von einem "großen Tag" im Kampf gegen Malaria.

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19:44 Uhr

Flick stützt Salihamidžić nach Hetze und Beleidigungen

Trainer Hansi Flick vom deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München hat mit einem emotionalen Auftritt entschieden Partei für seinen Widersacher Hasan Salihamidžić ergriffen. Die Hetze und Beleidigungen gegen den Sportvorstand und dessen Familie vor allem im Internet seien "ein No-go", betonte Flick, "da wurden Grenzen überschritten. Das ist eine Sache, die ich absolut missbillige, das geht überhaupt nicht!" Viele Bayern-Fans haben Salihamidzic im Dauerzwist mit Flick über die sportliche Ausrichtung als Buhmann ausgemacht. Sie werfen ihm vor, Flicks Wunsch nach Vertragsauflösung im Sommer provoziert zu haben.

Dieser Eintrag ist aus dem Sport-Tag, sollten Sie sich für die Welt des Sports interessieren, werden Sie bei den Kollegen fündig.

19:17 Uhr

Söder geht auf Distanz zu Laschet

Keine ganze Woche ist es her, nachdem Armin Laschet zum Kanzlerkandidat der Unionsparteien gekrönt wurde, da zeigt sein Herausforderer, der "Kandidat der Herzen", dass er nach wie vor von sich überzeugt ist: CSU-Chef Markus Söder hat sich im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" deutlich von Laschet abgesetzt.

Ihn habe "die Begründung der Kandidatur" Laschets "nicht überzeugt", sagte Söder. Zwar gebe es nach der Entscheidung der CDU-Spitze für Laschet als Kanzlerkandidaten "keinen persönlichen Bruch zwischen uns". Er und Laschet hätten jedoch "ein unterschiedliches Verständnis von Demokratie und Programm".

Mit dem Votum des CDU-Bundesvorstandes für Laschet habe die CDU "auch die Verantwortung für das Verfahren und das Ergebnis" übernommen. Der CSU-Vorsitzende, der Anfang der Woche bei der Kür des Unionskanzlerkandidaten Laschet unterlegen war, sagte, sein eigener Politikansatz sei "vielleicht etwas progressiver" als der des CDU-Vorsitzenden. Heute sei es nicht klug, "eine Politik 'Helmut Kohl 2.0' aus der Vergangenheit zu machen. Das wäre viel zu altmodisch".

Er, Söder, "stehe für eine Modernisierung im Programm" und habe in den vergangenen Jahren "ja auch meiner CSU einiges zugemutet mit Klima- und Artenschutz, Frauenquote und Hightech-Agenda". Auf die direkte Frage, ob er der "modernere Kandidat" gewesen wäre, antwortete Söder: "Das wäre jetzt eine anmaßende Zuspitzung."

18:58 Uhr

IS-Rückkehrerin zu knapp drei Jahren Haft verurteilt

Das Berliner Kammergericht hat eine 34-Jährige wegen Mitgliedschaft beim Islamischen Staat (IS) zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Die Richter sahen es nach Gerichtsangaben als erwiesen an, dass die Angeklagte 2014 nach Syrien ging, um einen IS-Kämpfer zu heiraten. Nach dessen Tod heiratete sie in dem Bürgerkriegsland demnach noch einen weiteren Kämpfer.

Nach Feststellungen des Gerichts identifizierte sich die Frau mit dem IS und gliederte sich in dessen Organisation ein. Als Beweis dafür dienten unter anderem Chatnachrichten, die sie aus Syrien an ihre frühere Chefin in Berlin verschickte. Die Beschuldigte selbst hatte bestritten, islamistisch motiviert gewesen zu sein. Sie sei aus Liebe zu ihrem ersten Ehemann nach Syrien gegangen. Strafmildernd wertete das Kammergericht, dass sich die Angeklagte inzwischen "glaubhaft" vom IS distanziert habe. Das Urteil ist nicht rechtskräftig und kann noch angefochten werden. Die Frau wurde gegen Meldeauflagen aus der Untersuchungshaft entlassen.

18:29 Uhr

Ziel von Bidens erster Auslandsreise steht fest

Wegen der Corona-Pandemie muss sich US-Präsident Joe Biden mit Auslandsreisen noch zurückhalten. Nun erklärt das Weiße Haus, wohin sein erster Trip hingehen soll: Die erste Auslandsreise führt Biden im Juni nach Europa.

Erst soll es zum G7-Gipfel nach Großbritannien gehen und im Anschluss zum NATO-Spitzentreffen nach Belgien. In Brüssel sei außerdem ein Spitzentreffen der USA und der EU geplant, teilte das Weiße Haus mit. Mit der Reise wolle Biden sein Ziel unterstreichen, die transatlantischen Beziehungen und die Zusammenarbeit mit Verbündeten wiederzubeleben. Beim G7-Gipfel dürfte Biden erstmals seit seinem Amtsantritt am 20. Januar persönlich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammentreffen.

18:12 Uhr

Zwei Männer rauben Ehepaar seltene Pokémon-Sammelkarten

Vor Kurzem ist der Hype um Pokémon-Sammelkarten wieder entbrannt. Dass es deshalb nicht nur auf Schulhöfen zu Streit kommt, erlebte ein Ehepaar im nordrhein-westfälischen Neuss: Zwei Männer raubten dem Paar gleich 16 wertvolle Pokémon-Sammelkarten.

Wie die Polizei mitteilte, hatte sich das Ehepaar am Donnerstag über das Internet mit einem Interessenten auf einem Parkplatz verabredet. Bei dem Treffen blieben die beiden im Auto sitzen. Der Mann wollte, dass das Ehepaar die Karten rausgibt, um sie außerhalb des Wagens anschauen zu können. Als der Verkäufer dies nicht wollte, kam es demnach zu einem Streit. Plötzlich tauchte ein zweiter Mann auf und attackierte den im Wagen sitzenden Mann. Der andere schnappte sich die Tüte mit den Karten. Sie flohen mit einem Auto. Die Schadenshöhe liegt nach Angaben der Polizei im vierstelligen Bereich.

17:50 Uhr

Jetzt offiziell: Caitlyn Jenner steigt in die Politik ein

"Ich bin dabei!": Die Transgender-Aktivistin Caitlyn Jenner will Gouverneurin von Kalifornien werden. Das erklärte die 71-jährige Republikanerin, die zum Kardashian-Familienclan gehört. Sie wolle der "katastrophalen" Amtszeit des demokratischen Gouverneurs Gavin Newsom ein Ende setzen. Sacramento - die Hauptstadt Kaliforniens - brauche "eine ehrliche Anführerin mit einer klaren Vision." Die nächsten Gouverneurswahlen in Kalifornien sollen regulär im Herbst 2022 stattfinden.

Jenner ist die wohl bekannteste Transgender-Aktivistin der USA. Bei den Olympischen Sommerspielen 1976 in Montreal gewann sie Gold im Zehnkampf der Männer. Auch wurde sie als Stiefvater von Starlet Kim Kardashian in deren Reality-Serie populär. Nach ihrem Outing im Jahr 2015 bekam sie dann ihre eigene Fernsehserie. "I Am Cait" drehte sich um ihre Transgender-Erfahrungen. Transgender sind Menschen, deren sexuelle Identität nicht den Geschlechtsmerkmalen entspricht, mit denen sie geboren wurden.

17:29 Uhr

Fans betteln um "Iron Man"-Rückkehr

Einen Versuch ist es mindestens wert: Mit einem gewaltigen Werbeplakat fordern Fans die Rückkehrer ihres geliebten "Iron Man". Direkt vor den Toren Hollywoods positionierten sie die Botschaft an die Marvel-Bosse: "Für unseren geliebten Helden, bitte: Bringt Tony Stark zurück." Auch das Datum 24. April 2021 ist darunter zu lesen.

Was es damit auf sich hat? (ACHTUNG: Ab hier besteht akute Spoiler-Gefahr)

Am morgigen Samstag (24. April) ist es auf den Tag genau zwei Jahre her, dass "Avengers: Endgame" in die US-Kinos kam. In dem Film lässt Superheld "Iron Man" (gespielt von Robert Downey Jr.) sein Leben, um die Menschheit vor dem Schurken Thanos zu retten. Eine Tatsache, die Fans offenbar bis heute nicht loslässt.

17:08 Uhr

CSU-Politiker entschuldigt sich bei Merkel für Guttenberg-Lobbyismus

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Kanzlerin Merkel sagte heute im Wirecard-Untersuchungssausschuss aus.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Pool)

"Es gibt einfach Dinge, die tut man nicht, nämlich dass man eine Bundeskanzlerin für eigene Geschäfte einsetzt." Für den fleißigen Lobbyismus seines Parteifreundes Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich der CSU-Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach bei Kanzlerin Angela Merkel entschuldigt.

Michelbach ist Mitglied des Untersuchungsausschusses. Merkel hatte auf einer China-Reise im September 2019 für einen Markteintritt von Wirecard in der Volksrepublik geworben. Kurz zuvor hatte Guttenberg, der als Lobbyist für Wirecard tätig war, sie im Kanzleramt besucht und sich für das Unternehmen eingesetzt. Merkel sagte im Ausschuss aus, es habe vorher keine Ankündigung zu Themen bei dem Gespräch mit Guttenberg gegeben.

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17:01 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:27 Uhr

Lauterbach unterzog sich Augen-OP

Zuletzt wurde es etwas ruhiger um Karl Lauterbach, nun klärt der SPD-Gesundheitsexperte auf: Auf Twitter schreibt Lauterbach, dass er sich einer kurzfristigen Augen-OP unterzogen habe. Deshalb habe er weniger getwittert und auch einige Medientermine absagen müssen. Trotz der gesundheitlichen Einschränkung verfolge er weiter alles und werde auch bei Twitter weiter gelegentlich Corona-Fragen kommentieren. Viele wünschten ihm eine schnelle Genesung – darunter auch Virologe Hendrik Streeck.

16:04 Uhr

Messerangreifer tötet Polizistin bei Paris - Täter festgenommen

In der Nähe von Paris hat ein Messerangreifer eine Polizistin tödlich verletzt. Der Mann habe die Beamtin auf einem Polizeirevier der Stadt Rambouillet südwestlich von Paris angegriffen, teilte die Staatsanwaltschaft von Versailles mit. Die Polizistin erlag kurze Zeit später ihren schweren Verletzungen.

Kollegen der Polizistin schossen daraufhin auf den Angreifer und nahmen ihn fest. Er sei ebenfalls lebensgefährlich verletzt, hieß es. Zum möglichen Motiv gab es vorerst keine Angaben. Der französische Innenminister Gérald Darmanin kündigte auf Twitter einen Besuch vor Ort an.

Update 17:17 Uhr: Der mutmaßliche Täter ist inzwischen verstorben. Die französische Antiterror-Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen.

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15:37 Uhr

Fitz kommentiert #allesdichtmachen aus Krankenhausbett

Auch Florian David Fitz verfolgt mit Verwunderung, was seine Kollegen da gestern Abend gepostet haben: Der Schauspieler hat die Aktion #allesdichtmachen aus dem Krankenhaus heraus kommentiert. "Liege grade im Krankenhaus nach Bandscheiben OP. Genügend Gelegenheit, die Geschichten des Pflegepersonals anzuhören. Relativiert vieles. #allesdichtmachen #??? #ichsagmallieber #danke", schrieb der Münchner bei Instagram.

Dazu veröffentlichte der Darsteller aus "100 Dinge", "Der geilste Tag" und der Serie "Doctor's Diary" ein Foto von sich in einem Krankenhausbett. Dutzende Schauspieler hatten zuvor mit ironisch-satirischen Clips die Corona-Politik der Bundesregierung kommentiert. Es beteiligten sich unter anderem Jan-Josef Liefers, Ulrich Tukur, Volker Bruch und Meret Becker. Einige Kollegen reagierten darauf entsetzt.

15:13 Uhr

Britische "Völkermord"-Erklärung empört China

Nach den USA zieht nun auch Großbritannien nach: Die Regierung in Peking hat aufgebracht auf einen Beschluss des britischen Parlaments reagiert, in dem der chinesische Umgang mit der muslimischen Minderheit der Uiguren als "Völkermord" eingestuft wird. "Der sogenannte Völkermord in Xinjiang ist eine große Lüge", die von "anti-chinesischen Kräften" erdacht worden sei, erklärte Außenamtssprecher Zhao Lijian gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die Briten sollten sich "um ihre eigenen Probleme kümmern".

Für die britische Regierung ist der Beschluss nicht rechtlich bindend. Die Parlamentarier werfen China darin auch ein "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" vor. In einer ausführlichen Recherche, die auf Zeugenaussagen aufbaute, kam die britische Rundfunkgesellschaft BBC zu dem Schluss, dass es in der chinesischen Provinz Xinjiang systematische Vergewaltigungen, sexuellen Missbrauch und Folter von weiblichen Gefangenen gebe. Die britische Regierung vertritt jedoch die Ansicht, es sei Sache der Gerichte, über die Verwendung des Begriffs "Genozid" zu befinden.

14:51 Uhr

"1 Knelchen, file Grüße": Erstklässler verteilen Knöllchen an Polizei

Auch die Polizei muss sich an die Regeln des Straßenverkehrs halten: Weil Beamten im nordrhein-westfälischen Wesel das aber nicht gemacht haben, bekamen sie von einer Gruppe Erstklässlern kurzerhand zwei Knöllchen verpasst.

Die Polizei wollte eigentlich Viertklässlern zeigen, wie man sich sicher mit dem Fahrrad im Straßenverkehr verhält, parkten ihren Minibus aber genau dort, wo die Erstklässler spielen wollten. Kurzerhand revanchierten sich die Kinder handgeschriebenen Strafzetteln mit den Aufschriften: "1 Knelchen, file Grüße" und "Wegen Valtch Parken Knölche 30 Euro Wilegüse". Lange hielt Zorn der Kinder aber nicht, wie die Polizei mitteilte, kamen die Beamten um die fälligen 30 Euro herum und bezahlten mit einer Tüte Gummibärchen.

14:27 Uhr

Kremlgegner Nawalny beendet seinen Hungerstreik

Wochenlang gibt es Meldungen darüber, dass sich der Gesundheitszustand des russischen Kremlgegners Alexej Nawalny massiv verschlechtert. Nun kündigt der 44-Jährige bei Instagram an, seinen Hungerstreik zu beenden. Schon gestern haben ihn seine Ärzte dringend dazu geraten, wieder Nahrung zu sich zu nehmen. Nawalny selbst bezeichnete sich nur noch als "wandelndes Skelett".

Nawalnys Team fordert schon seit drei Wochen eine unabhängige medizinische Versorgung des im Straflager inhaftierten Kremlkritikers. Um das durchzusetzen, verweigert Nawalny seit drei Wochen die Nahrungsaufnahme. Am Montag wurde er in ein Gefängniskrankenhaus gebracht.

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14:10 Uhr

Schichtwechsel

Johanna Ohlau verabschiedet sich in den Feierabend und genießt noch etwas die Sonne. Ab sofort übernehme ich den "Tag". Mein Name ist Sebastian Schneider, ich wünsche Ihnen einen entspannten Freitagnachmittag! Bei Fragen und Anregungen schreiben Sie mir gerne: sebastian.schneider@nachrichtenmanufaktur.de

13:17 Uhr

#allesdichtmachen - weitere Schauspieler distanzieren sich von Videoaktion

Nach Heike Makatsch gehen auch Richy Müller, Meret Becker und Ken Duken auf Distanz zur Aktion #allesdichtmachen, an der sich einige bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler beteiligt hatten, die von Rechten gefeiert, aber auf breite Kritik gestoßen war. Becker postete in einem Instagram-Beitrag, sie werde ihr Video runternehmen lassen. Im Übrigen lasse sie sich impfen, trage Maske, halte Abstand und lasse sich testen, wenn sie mit Menschen in Kontakt trete. Duken schrieb, er habe sich nicht über die Opfer der Pandemie lustig machen wollen: "Ich befürworte sinnvolle Maßnahmen und eine Impfstrategie. Diese Aktion ist gründlich in die Hose gegangen. Ich entschuldige mich für jegliche Missverständnisse."

Makatsch, die zunächst auch dabei war, hatte bereits am Morgen erklärt, sie habe an einem "kritischen Diskurs" teilnehmen wollen: "Wenn ich damit rechten Demagogen in die Hände gespielt habe, so bereue ich das zutiefst." Auch ihr Video ist nicht mehr verfügbar.

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13:03 Uhr

Zoll entdeckt sehr wertvolles "Kindergeschenk"

Über so ein Geschenk hätte sich jedes Kind wahrscheinlich wahnsinnig gefreut: 178.000 Euro statt einer Puppe. Denn diese Summe fanden Zollbeamte bei einer Fahrzeugkontrolle auf der Autobahn 2 bei Hamm-Rhynern in einem mit Kindergeschenkpapier verpackten Karton. Wie der Zoll mitteilte, gaben die beiden Insassen des Wagens mit polnischem Kennzeichen an, sie seien von einem Geschäftstermin in Hagen auf dem Weg nach Berlin. In dem Geschenk sei eine Puppe für seine Tochter, erklärte der Fahrer. Nach Angaben des Zolls war das "Geschenk" in einer Reisetasche zwischen Bekleidung versteckt und da es schwerer war, als man es bei einer Puppe erwarten würde, wurden die Beamten misstrauisch. Deshalb öffneten sie die Box und förderten mehrere Geldbündel zutage.

Der Fahrer gab an, er wisse nicht, um wie viel Geld es sich handle und dass es ihm nicht gehöre - die Beamten zählten also nach: 178.000 Euro. Wegen der fehlenden Anmeldung einer Summe von mehr als 10.000 Euro wurde gegen den Mann ein Bußgeldverfahren eingeleitet und das Bargeld sichergestellt.

12:25 Uhr
Breaking News

EM-Spiele in München finden statt

München bleibt EM-Gastgeber: Joachim Löw kann sich laut Berichten auf mindestens drei Heimspiele bei der Fußball-Europameisterschaft freuen. Trotz der Corona-Pandemie sichert die bayerische Landeshauptstadt auf den letzten Drücker zu, dass Fans ins Stadion dürfen. Bilbao und Dublin verlieren ihre Gastgeberrolle.

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12:23 Uhr

SpaceX-Rakete mit vier Astronauten auf dem Weg zur ISS

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Die Crew vor dem Start zur ISS.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Drei Astronauten und eine Astronautin befinden sich jetzt auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS: Die dritte bemannte Mission des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX ist gestartet. Eine Falcon 9-Trägerrakete mit der Raumkapsel hob am Morgen vom Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida in Richtung Internationale Raumstation (ISS) ab. An Bord ist mit dem Franzosen Thomas Pesquet erstmals auch ein Europäer neben drei weiteren Astronauten. Beim Flug werden dieselbe Trägerrakete und Kapsel verwendet, die bereits bei der Crew-1-Mission im vergangenen Mai zum Einsatz gekommen waren - der erste derartige "Recycling"-Einsatz.

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:44 Uhr

Schlepper manövrieren riesige Yacht durch winzige Kanäle

Den Platz haben die Bauer dieser Luxus-Yacht mal maximal ausgenutzt: Bevor das Boot die unendlichen Weiten der Weltmeere erreicht, muss die Superyacht erst mal durch enge Kanäle manövriert werden und die hätten wohl keinen Zentimeter enger sein dürfen. Mit viel Millimeterarbeit wird das 94 Meter lange Schiff von der Werft vom holländischen Kaag nach Rotterdam gesteuert.

10:57 Uhr

Paketbomben verschickt: Polizei fahndet mit Foto nach DHL-Erpresser

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Bei diesem Mann soll es sich um den DHL-Erpresser handeln.

(Foto: Polizei Brandenburg)

Erinnern Sie sich noch an den DHL-Erpresser? Vor etwa drei Jahren wurden in Berlin und Brandenburg Paketbomben mit dem Paketdienstleister verschickt - mit Erpresserschreiben gegen das Unternehmen. Dann brach die Serie ab - doch die Ermittler scheinen dem Kriminellen, der sich selbst "OMAR" nennt, auf den Fersen zu sein: Die Polizei Brandenburg hat ein Fahndungsfoto veröffentlicht und 5000 Euro Belohnung in Aussicht gestellt für Hinweise auf den Täter. Den Mann zu erkennen, könnte jedoch schwierig werden, denn auf dem Bild trägt er einen Mund-Nasen-Schutz und ein Basecap, das seine Haare verdeckt. Die Aufnahme wurde im Oktober 2019 an einem Bitcoin-Geldautomaten in einem Spätkauf in Berlin-Friedrichshain gemacht. Dennoch seien die Ermittler zuversichtlich, dass der Unbekannte anhand seiner Augenpartie wiedererkannt werden könnte, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums Brandenburg, Torsten Herbst, dem RBB. Der Fahndungsaufruf richte sich deshalb vor allem an das Umfeld des mutmaßlichen Erpressers.

Die erste Paketbombe mit einer Millionenforderung an DHL tauchte im November 2017 bei einem Online-Händler in Frankfurt (Oder) auf. Etwa einen Monat später wurde in einer Apotheke am Rande des Potsdamer Weihnachtsmarkts eine weitere Paketbombe entdeckt, in der sich eine Sprengvorrichtung und Nägel befanden. Zudem gingen weitere explosive Sendungen im Januar 2018 bei einer Berliner Bankfiliale und im April 2018 bei der Handwerkskammer in Berlin ein - danach folgten keine Paketbomben mehr.

10:16 Uhr

Tag des deutschen Bieres: Deshalb feiern Brauer ein Nischenprodukt

Geschlossene Kneipen und viele ausgefallene Events: Zum Feiern ist deutschen Bierbrauern angesichts eingebrochener Absatzzahlen wahrscheinlich nicht zumute - und vielleicht haben sie deshalb am heutigen Tag des deutschen Bieres einen eher ungewöhnlichen Hoffnungsträger ausgerufen: das alkoholfreie Bier. In der Corona-Krise haben sich die alkoholfreien Sorten deutlich besser gehalten als die herkömmlichen Biere, wie der Deutsche Brauerbund in Berlin berichtete. Demnach wurde im Jahr 2020 mit 663 Millionen Litern alkoholfreiem Bier und Malztrunk die nahezu unveränderte Menge nach 674 Millionen Litern im Jahr zuvor produziert. Der Rückgang fiel mit 1,6 Prozent deutlich geringer aus als bei den alkoholhaltigen Sorten mit 5,5 Prozent. Doch insgesamt bleibt das "Autofahrerbier" mit einem Marktanteil von rund 7 Prozent weiterhin ein Nischenprodukt. Dennoch vielleicht keine schlechte Nische, da der Bierkonsum auch ohne "Corona-Effekt" bereits seit Jahren rückläufig ist.

09:40 Uhr

Russland beginnt mit Truppenabzug an der ukrainischen Grenze

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Russland zieht die Truppen vorerst wieder ab.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die russische Regierung hält offenbar Wort, was den Abzug ihrer Armee von der ukrainischen Grenze angeht: Nach offiziellen Angaben aus Moskau wurde am Morgen mit dem Abzug von Truppen begonnen. Militärische Einheiten marschierten derzeit zu Bahnverladestationen und Flugplätzen, berichtete die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Russland hatte in den vergangenen Wochen Zehntausende Soldaten an der ukrainischen Grenze und auf der Krim stationiert und damit Furcht vor einer Eskalation der Spannungen in der Region ausgelöst.

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09:11 Uhr

US-Pläne belasten Krypto-Währung: Bitcoin fällt unter 50.000 Dollar

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(Foto: REUTERS)

Die Digitalwährung Bitcoin ist weiter im Sinkflug: Erstmals seit dem 8. März ist die Krypto-Währung unter die Marke von 50.000 Dollar gerutscht. Der Kurs fiel auf der Handelsplattform Bitstamp im frühen Handel auf etwas mehr als 48.000 Dollar, konnte sich zuletzt aber wieder etwas erholen. Die Kryptowährung steht seit einigen Tagen unter Druck - unter anderem wegen Berichten über ein schärferes Vorgehen der Vereinigten Staaten gegen die Verwendung von Digitalwährungen bei Geldwäsche. Seit dem Mitte April erreichten Rekordhoch von knapp 65.000 Dollar summiert sich das Minus auf fast ein Viertel.

Ein weiterer Grund für die Kursverluste sind wohl die Pläne von US-Präsident Joe Biden, die Kapitalertragssteuern - also auf etwa an den Börsen erzielte Gewinne- zu erhöhen. Börsianer befürchten, dass dies die Attraktivität von Kryptowährungen als Geldanlage schmälert. Auch die Nummer 2 der Cyber-Devisen, Ethereum, büßt gut zwölf Prozent auf 2115 Dollar ein. Gestern hatte sie noch ein Rekordhoch von 2645,75 Dollar erreicht.

Mehr dazu lesen Sie im Börsen-Tag.

08:44 Uhr

Bootsunglück mit vielen Toten vor Küste Libyens - NGO erhebt schwere Vorwürfe

Im Mittelmeer hat sich offenbar ein schweres Unglück mit vielen Toten ereignet: Wie die Hilfsorganisation SOS Mediterranee mitteilt, sind vor der Küste Libyens Dutzende Menschen im Mittelmeer ertrunken. Das Rettungsschiff "Ocean Viking" sei nach stundenlanger Suche gestern an der Unglücksstelle nordöstlich von Tripolis eingetroffen, teilte die Organisation mit. An Bord des Schlauchbootes sollen rund 130 Personen gewesen sein. Die private Organisation "Alarm Phone" hatte binnen zwei Tagen drei Boote in Seenot gemeldet. SOS Mediterranee erhebt schwere Vorwürfe gegen europäische Behörden, die die Suche nach den Menschen in Seenot nicht unterstützt hätten. "Es gab keinerlei Koordination durch eine staatliche Rettungsleitstelle, keinerlei Unterstützung von den zuständigen Seebehörden", sagte Luisa Albera, Such- und Rettungskoordinatorin an Bord des Rettungsschiffes.

Zuletzt waren in der vergangenen Woche bei einem Schiffsunglück mit einem Migrantenboot vor der tunesischen Küste mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen. Im Zentralen Mittelmeer sind in diesem Jahr nach UN-Angaben bislang knapp 360 Menschen gestorben. Viele Geflüchtete versuchen mit der Fahrt in kleinen Booten über das Mittelmeer Italien zu erreichen.

08:14 Uhr

Viel Sonnenschein, aber noch nicht unbedingt warm

Die Sonne verspricht einen schönen Freitag - aber gehen Sie lieber mit Jacke aus dem Haus, denn der Schein trügt etwas: Der Blick in den Himmel bietet vielerorts zwar Grund zur Freude, aber es gibt doch deutliche Temperaturunterschiede zwischen 8 und 18 Grad. Heißt: Es ist nicht unbedingt so frühlingshaft-warm, wie es aussieht. Mit Blick aufs Wochenende kommt sicherlich Vorfreude auf: Denn dann passen zum Sonnenschein auch die Temperaturen, im Süden springt das Thermometer auf 20 Grad.

07:51 Uhr

Vergewaltigungen in Pflegeheim: Demenzkranker bleibt in Psychiatrie

Ein demenzkranker Mann, der in einem Spezialpflegeheim bei München mehrere Frauen missbraucht haben soll, muss in einer psychiatrischen Einrichtung bleiben. Das entschied das Landgericht München II, wie eine Gerichtssprecherin bestätigte. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann seine ebenfalls erkrankten Mitbewohnerinnen in dem auf Demenzerkrankungen spezialisierten Pflegeheim mehrfach missbraucht hat. Über Monate verging er sich demnach immer wieder an ihnen, eine der Frauen soll er viermal vergewaltigt haben.

Der Mann ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht schuldfähig und war in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht, in der er nun nach dem Urteil des Gerichts bleiben soll. Der Prozess hatte Patientenschützer auf den Plan gerufen. Für sie ist die entscheidende Frage, wie es dazu kommen konnte, dass der heute 78-Jährige sich über den Zeitraum von rund einem halben Jahr in 27 Fällen an wehrlosen Mitbewohnerinnen vergehen konnte. Ermittlungen gegen Mitarbeiter des Pflegeheimes wurden eingestellt.

07:33 Uhr

USA und Australien helfen bei Suche nach U-Boot vor Bali

Bei der Suche nach den 53 Seeleuten an Bord eines vermissten Militär-U-Boots vor Bali läuft der indonesischen Regierung die Zeit davon, weil der Sauerstoff nach Expertenangaben allmählich knapp wird. Die USA unterstützen die Suche nach der Crew. "Auf Einladung der indonesischen Regierung entsenden wir Fluggeräte, um bei der Suche nach dem vermissten U-Boot zu helfen", twitterte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby. Verteidigungsminister Lloyd Austin werde heute mit seinem indonesischen Kollegen Prabowo Subianto über weitere Hilfen sprechen. Auch Australien sagte Hilfen zu.

Das knapp 60 Meter lange U-Boot, das vor 40 Jahren in Deutschland gebaut worden war, hatte am frühen Mittwochmorgen den Kontakt während einer Übung verloren. Laut Marine befindet sich die "KRI Nanggala-402" vermutlich 600 bis 700 Meter unter Wasser.

07:12 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

Armin Laschet als Sieger im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur mit CSU-Chef Markus Söder, mit Annalena Baerbock stellen die Grünen erstmals eine Kanzlerkandidatin auf, die Bundes-Notbremse ist beschlossene Sache - eine ereignisreiche Woche neigt sich so langsam dem Ende zu. Doch bevor es für alle ins Wochenende geht, stehen auch heute noch wichtige Termine an - ein Überblick:

  • Nachdem Bundesfinanzminister Olaf Scholz von der SPD gestern im Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Skandal befragt wurde, muss sich heute Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU den Fragen stellen.
  • Für Scholz steht dafür heute eine wichtige Entscheidung im Bundestag an: Das Parlament soll den Nachtragshaushalt beschließen, der es dem Finanzminister ermöglicht, 60,4 Milliarden Euro weitere Schulden aufzunehmen. Die Nettokreditaufnahme kann damit in diesem Jahr auf den Rekordwert von 240,2 Milliarden Euro steigen.
  • US-Präsident Joe Biden setzt heute mit Spitzenpolitikerinnen und -politikern aus aller Welt seinen Online-Klimagipfel fort. Das Treffen gilt als wichtige Vorbereitung der Klimakonferenz der Vereinten Nationen im November in Glasgow.
  • Drei Astronauten und eine Astronautin sollen heute mit dem "Crew Dragon" des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen. Der Start ist um 11.49 Uhr MESZ am Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida geplant.
  • Keine große Feier, kein Besuch vom Bundespräsidenten: Die Bundesgartenschau in Erfurt wird heute eröffnet und das wegen der Pandemie in deutlich abgespecktem Rahmen.

Den besten Überblick in der Corona-Pandemie gibt es wie gewohnt in unserem Corona-Ticker. In der Welt der Wirtschaft bleiben Sie im Börsen-Tag auf dem Laufenden. Mein Name ist Johanna Ohlau und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag mit Nachrichten aus Deutschland und der Welt. Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie mir: johanna.ohlau[at]nama.de.

06:46 Uhr

NS-Verfolgte und Nachkommen sollen leichter deutschen Pass bekommen

Blick auf einen deutschen Reisepass. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Deutsche Behörden hatten den Anspruch auf Einbürgerung in der Vergangenheit sehr eng ausgelegt.

(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild)

Der Bundestag hat sich in seiner Mammut-Sitzung auch mit einem Gesetzesentwurf befasst, nach dem bisher benachteiligte frühere NS-Verfolgte und ihre Nachkommen künftig einen gesetzlichen Anspruch auf Einbürgerung erhalten. So könnten Betroffene einfacher einen deutschen Pass bekommen. Seit 2019 regeln zwei Erlasse des Innenministeriums, dass NS-Verfolgte und ihre Nachfahren leichter einen deutschen Pass bekommen. Vertreter von Betroffeneninitiativen fordern aber, dass eine echte Lösung des Problems nur eine Gesetzesänderung sein könne. Laut Entwurf sollen diejenigen künftig einen gesetzlichen Anspruch auf Einbürgerung erhalten, die zuvor nach Artikel 116 des Grundgesetzes benachteiligt worden waren. Der Grundgesetz-Artikel sieht zwar eine Einbürgerung in Deutschland vor, wenn die Staatsangehörigkeit zwischen 1933 und 1945 aus "politischen, rassischen oder religiösen Gründen" entzogen wurde - doch in vielen Fällen wurden Betroffene nicht formal ausgebürgert, sondern sie verloren die deutsche Staatsangehörigkeit durch die Annahme eines anderen Passes.

Dem Gesetzesentwurf war die Verfassungsbeschwerde einer Frau aus den USA vorausgegangen, der die Behörden die deutsche Staatsbürgerschaft verwehrt hatten, weil sie lediglich die uneheliche Tochter eines jüdischen Emigranten ist. Das Bundesverfassungsgericht erklärte diese langjährige Praxis deutscher Behörden für rechtswidrig.

06:14 Uhr

CSU verzeichnet mehr als 1000 Online-Eintritte an einem Tag

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Seit September gibt es bei der CSU auch Online-Mitgliedschaften - allerdings mit eingeschränkten "Mitmach-Optionen".

(Foto: picture alliance / Daniel Karmann/dpa)

Nach der Niederlage von CSU-Chef Markus Söder gegen den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur hat die CSU eine sprunghafte Nachfrage nach einer Online-Mitgliedschaft erhalten. CSU-Generalsekretär Markus Blume bestätigte der "Bild"-Zeitung, dass in der Münchner CSU-Landesleitung allein gestern mehr als 1000 Anträge auf Online-Mitgliedschaft eingegangen seien. Man komme bei der Bearbeitung derzeit kaum hinterher, teilte die CSU auf Nachfrage mit. Die Online-Mitgliedschaft bei der CSU gibt es bereits seit September 2020 und das bundesweit. CSU-Online-Mitglieder können sich digital in die Parteiarbeit einbringen, sie bekommen nach Parteiangaben einen exklusiven Zugang zu Informationen, können sich an Online-Umfragen und -Schulungen beteiligen und an digitalen Parteievents teilnehmen. Es gibt aber einen ganz zentralen Unterschied zur "normalen" Mitgliedschaft: Anders als ein Vollmitglied gehört ein Online-Mitglied keinem Ortsverband der CSU an und hat kein innerparteiliches Stimmrecht.

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