Freitag, 10. August 2018Der Tag bei n-tv

Heute mit Franziska Türk und Uladzimir Zhyhachou
22:31 Uhr

Das war Freitag, der 10. August 2018

Es ist ein schwarzer Tag für die Türkei: Die Lira befindet sich im freien Fall. Machthaber Erdogan versucht, seine Landsleute zu beruhigen. Und dann erhöht US-Präsident Trump auch noch die Strafzölle.

Auch Jan Ullrich hat heute keinen guten Tag. In einem Frankfurter Hotel greift er eine Escort-Dame an und verletzt sie. Gegen den Tour-de-France-Sieger wird nun wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Was war heute sonst wichtig? Hier wie immer eine kurze Übersicht:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht und ein schönes Wochenende!

21:45 Uhr

McDonald's-Gast filmt Paar beim Sex an der Kasse

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Beim Besuch einer Filiale der Fast-Food-Kette McDonald's in Italien hat ein Mann einen echten "Fast-Food-Porno" gedreht.

Der Quickie dauert nicht mal 20 Sekunden: Dass das Essen so schnell serviert wird, damit hat das Pärchen bestimmt nicht gerechnet.  

Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Paar an der Kasse steht und Essen bestellt. Dann zieht die Frau ihr Kleid bis zur Taille hoch und entblößt ihren Hintern. Als die beiden mit der Bestellung fertig sind, beginnt das Paar aneinander zu reiben. Ob es zum Geschlechtsakt kommt, ist allerdings unklar. Was klar ist: Nächstes Mal soll das Paar in einem Slow-Food-Restaurant zu Abend essen, um mehr Zeit füreinander zu haben.

21:16 Uhr

20 Tonnen Fisch in Münsters Aasee verendet

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Tonnenweise tote Fische wurden in Containern gesammelt.

(Foto: Stadt Münster)

Aufgrund der hohen Temperaturen hat sich der Aasee in Münster in den vergangenen Tagen so sehr aufgeheizt, dass die Tiere nun massenweise an Sauerstoffmangel gestorben sind. "Bis Freitagnachmittag sind schon mehr als 20 Tonnen verendete Fische mit dem Saugwagen und Keschern eingesammelt worden", sagte Münsters Umweltdezernent Matthias Peck.

  • Laut einer Mitteilung hat ein Grünalgensterben in der Nacht zum Donnerstag die Sauerstoffwerte im alten Aasee unter die kritische Schwelle von zwei Milligramm pro Liter Wasser sinken lassen.
  • Fachleute des Landesfischereiverbandes und der städtischen Ämter gehen davon aus, dass damit "der weit überwiegende Teil des Fischbestandes tot ist", hieß es in der Pressemitteilung.
  • Die Stadt Münster will nun mit Hochleistungspumpen Wasserfontänen in das 40 Hektar große Areal spritzen, um Sauerstoff einzubringen und die Restbestände zu retten.
20:41 Uhr

Koala reist mit Billigflieger nach Edinburgh

Koala an Bord: Tanami, ein 19 Monate altes Koala-Männchen aus dem Duisburger Zoo, ist auf seinem eigenen Sitz in einer Eurowings-Maschine von Düsseldorf nach Edinburgh geflogen.

Die empfindlichen Beuteltiere könnten nicht im Frachtraum transportiert werden, erklärte der Zoo in der schottischen Hauptstadt zur Begründung. Also durfte Tanami den eine Stunde und 45 Minuten langen Flug in einer Transportkiste auf einem normalen Sitz im Passagierraum verbringen.

20:23 Uhr

Tote bei Protesten an Gaza-Grenzzaun

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An an diesem Freitag demonstrieren Palästinenser an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Bei gewaltsamen Protesten an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel sind nach palästinensischen Angaben zwei Menschen getötet worden.

  • Ein Sanitäter sei am Freitag östlich der Stadt Rafah im Süden des Küstenstreifens von der israelischen Armee erschossen worden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza.
  • In derselben Gegend sei auch ein 55-jähriger Mann getötet worden. 25 weitere Palästinenser wurden demnach durch israelische Schüsse verletzt, einer davon lebensgefährlich.
  • Der Sanitäter war dem Sprecher zufolge ein Freiwilliger der Rettungskräfte der Regierung in Gaza. Er ist mindestens der zweite medizinische Helfer, der bei den seit März anhaltenden blutigen Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und Demonstranten im Gazastreifen getötet wurde.
19:49 Uhr

"Aquarius" rettet 141 Migranten und sucht weiter

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Das Rettungsschiff "Aquarius" hat 141 Migranten von zwei Holzbooten im Mittelmeer gerettet. Die Einsätze waren die ersten für die Organisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée nach der Abfahrt des Schiffs in Marseille vergangene Woche.

  • Die Helfer kündigten auf Twitter an, zunächst weiter in der Rettungszone bleiben zu wollen, um Ausschau nach Booten zu halten.
  • Bei der ersten Rettung nördlich vom libyschen Suwara waren 25 Migranten gerettet worden, wenig später 116 weitere. Die relevanten Behörden seien benachrichtigt worden.
  • Bei ihrer letzten Rettungsmission hatte die italienische Regierung die "Aquarius" daran gehindert, mit Hunderten Geretteten in einen Hafen des Landes einzulaufen. Tagelang war das Schiff im Meer blockiert und fuhr schließlich ins spanische Valencia. Ob eine ähnliche Hängepartie dieses Mal wieder droht, ist völlig ungewiss.
19:23 Uhr

Journalistin Fides Krause-Brewer gestorben

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Die Grande Dame des Wirtschaftsjournalismus ist tot: Fides Krause-Brewer ist im Alter von 99 Jahren gestorben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Wirtschaftsjournalistin Fides Krause-Brewer ist tot. Sie starb heute Nacht im Alter von 99 Jahren, wie das ZDF mitteilte.

Von 1962 bis 1986 war sie ZDF-Korrespondentin für Wirtschafts- und Sozialpolitik. Krause-Brewer interviewte zahlreiche Politiker dieser Ära - von Konrad Adenauer über Helmut Schmidt bis Helmut Kohl und galt als Grande Dame des Wirtschaftsjournalismus in der Bonner Republik.

18:48 Uhr

Zwei Meter lange Schlange erschreckt Parkbesucher in NRW

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Ob das eine Tigerpython ist, soll jetzt ein Experte klären.

(Foto: Polizei Unna)

Eine Würgeschlange aus Südostasien in einem Park im Ruhrgebiet: Spaziergänger haben das rund zwei Meter lange Tier in Kamen in einem Gebüsch entdeckt.

  • Ob die Schlange ausgebüxt oder ausgesetzt worden ist, sei noch unklar, sagte eine Sprecherin der Polizei. Auf den ersten Blick handelte es sich den Angaben zufolge um eine Tigerpython.
  • Deren Verbreitungsgebiet sind laut Polizei die Tropen und Subtropen Südostasiens.
  • Relativ schnell sei es den Feuerwehr-Einsatzkräften gelungen, die Schlange einzufangen. Die Einsatzkräfte brachten sie anschließend zu einem Experten.
18:20 Uhr

Berlin und München streiten über bayerisches Familiengeld

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Ab dem 1. September sollen Eltern ein-und zweijähriger Kinder in Bayern 250 Euro pro Kind und Monat bekommen. Oder doch nicht.

(Foto: picture alliance / dpa)

Zwischen der Bundesregierung und dem Land Bayern gibt es Streit um das von Ministerpräsident Markus Söder angekündigte bayerische Familiengeld.

  • Die CSU-Regierung des Freistaats will die Rechtsauffassung des Bundes ausdrücklich ignorieren und das Familiengeld auch an Hartz-IV-Bezieher auszahlen. Die Bundesregierung beharrt dagegen darauf, dass Sozialhilfeempfänger das Familiengeld auf ihre Hartz-IV-Leistungen anrechnen lassen müssen.
  • Die bayerische Landesregierung hatte das Familiengeld im Mai beschlossen, Eltern ein- und zweijähriger Kinder sollen unabhängig vom Einkommen 250 Euro pro Kind und Monat bekommen. Starttermin ist der 1. September, sechs Wochen vor der Landtagswahl am 14. Oktober.
  • Das Bundessozialministerium will den angekündigten bayerischen Alleingang verhindern. Es wäre "nicht erträglich", wenn Familien auf zusätzliches Geld vertrauten "und das Geld dann nach Recht und Gesetz später wieder zurückgeben müssten", sagte eine Sprecherin in Berlin auf Anfrage. Das Berliner Ministerium will nun Kontakt zur Staatsregierung aufnehmen, "um solche Entwicklungen zu vermeiden".
17:52 Uhr

Maaßen räumt Treffen mit Petry ein

Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat sich nach Angaben des Bundesinnenministeriums vor drei Jahren zwei Mal zu Gesprächen mit der damaligen AfD-Chefin Frauke Petry getroffen. Dies habe Maaßen gegenüber dem zuständigen Staatssekretär des Bundesinnenministeriums erläutert, teilte eine Ministeriumssprecherin mit.

Bei den Treffen vor "etwa drei Jahren" habe Maaßen "keine Empfehlungen oder Ratschläge hinsichtlich des Umgangs mit Personen oder Strömungen der AfD gegeben".

Mehr dazu lesen Sie in Kürze.

17:19 Uhr

Indischer Abgeordneter verkleidet sich als Hitler

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Naramalli Sivaprasad ist ein ehemaliger Schauspieler.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein indischer Abgeordneter ist als Adolf Hitler verkleidet am Nationalparlament in Neu Delhi erschienen. Der 67-jährige Naramalli Sivaprasad trug einen braunen Mantel mit einer Hakenkreuz-Armbinde und im Gesicht den typischen Hitler-Schnurrbart.

  • Er wollte damit nach eigenen Angaben für einen Sonderstatus seines Heimatbundesstaates Andhra Pradesh demonstrieren, durch den dieser mehr wirtschaftliche Unterstützung bekäme.
  • Sivaprasad, ein ehemaliger Schauspieler, ist dafür bekannt, sich immer wieder zu verkleiden - etwa als Hindu-Gott Rama, als Hirte oder als Frau - um seinen politischen Anliegen Nachdruck zu verleihen.
  • Vor dem Parlamentsgebäude imitierte er Hitler, wie auf dem Video zu sehen ist. Er verglich Premierminister Narendra Modi mit dem Nazi-Diktator und warnte ihn Medienberichten zufolge davor, ebenso machthungrig zu werden. Hitler habe niemandes Rat angenommen und sich nicht um das Wohl der Menschen gekümmert, sagte der Politiker demnach.
16:51 Uhr

Jan Ullrich kommt auf freien Fuß

Der in Frankfurt am Main vorläufig festgenommene Ex-Radprofi Jan Ullrich kommt wieder auf freien Fuß. Er werde nach Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft im Laufe des Nachmittags wieder entlassen werden, teilte die Polizei mit. Die Voraussetzungen für eine Inhaftierung lägen nicht vor.

Der 44-Jährige war am frühen Freitagmorgen festgenommen worden, weil er in einem Nobelhotel in Frankfurt am Main eine Escortdame attackiert und verletzt haben soll. Der Tour-de-France-Sieger soll unter Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden haben. Er schwieg zunächst zu den Vorwürfen.

16:39 Uhr

Eichhörnchen löst Polizeieinsatz aus

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Anders als gestern in Karlsruhe, wurde in Stuttgart heute niemand verfolgt. Eine Frau hat dort ein Eichhörnchenbaby mit einem Hundewelpen verwechselt und daraufhin die Polizei gerufen. Sie gab an, in einem Gleisbett einen Welpen gesehen zu haben. "Dabei handelte es sich jedoch nicht um einen Hund, sondern um ein Eichhörnchenbaby, das vermutlich aus dem Nest gefallen war", teilte die Polizei mit.

"Nach Rücksprache mit dem Tiernotdienst hob unser Kollege den kleinen Racker auf und brachte ihn aufs Polizeirevier." Der Polizei zufolge wurde der kleine Nager von Tierschützern abgeholt und wird nun wieder aufgepäppelt.

16:16 Uhr

Zwei Kinder nach Sturz in Regenbecken gestorben

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Retter haben die Kinder aus dem Wasser geholt und reanimiert. Wenig später starben sie in einem Krankenhaus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zwei Kinder sind in Glinde in Schleswig-Holstein in ein Regenrückhaltebecken gefallen und gestorben. Retter hatten die beiden Jungen im Alter von sechs und sieben Jahren noch aus dem Wasser geholt und versucht, sie zu reanimieren. Sie wurden in ein Hamburger Krankenhaus gebracht. Wenig später meldete die Polizei ihren Tod.

Mehr dazu lesen Sie in Kürze.

15:56 Uhr

Armutsrisiko unter Einwanderern steigt

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(Foto: picture alliance / dpa)

Das Armutsrisiko in Deutschland ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. 15,8 Prozent der Gesamtbevölkerung waren 2017 von Einkommensarmut bedroht - ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Dies sei der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1996, berichtete das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

  • Die Zunahme sei allein auf den Anstieg der Armut in der Gruppe der Einwanderer zurückzuführen. Hier sei das Armutsrisiko 2017 erneut deutlich auf nun 30,3 Prozent gestiegen (plus 0,9 Prozentpunkte).
  • Gleichzeitig ging die Armutsquote bei Menschen ohne Migrationshintergrund um 0,3 Prozentpunkte zurück. Auch bei in Deutschland geborenen Menschen mit Migrationshintergrund sank sie leicht um 0,1 Punkte.
  • Haushalte gelten als von Armut bedroht, wenn sie weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben.
15:40 Uhr

Norwegen testet Heroin auf Rezept

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Besonders schwer Süchtige sollen in Norwegen künftig Heroin auf Rezept bekommen.

(Foto: picture alliance / Felix Zahn/dp)

Norwegen plant einen Test mit Heroin auf Rezept für besonders schwer Süchtige. Ziel sei es, "denjenigen Drogenabhängigen zu einer besseren Lebensqualität zu verhelfen, die wir bislang nicht mit Hilfsprogrammen erreichen", schrieb Gesundheitsminister Bent Höie auf Facebook.

  • Norwegen hat eine der europaweit höchsten Raten von Todesfällen durch Überdosis.
  • Das Programm zur Ausgabe von Heroin auf Rezept soll laut Ministerium frühestens 2020 beginnen.
  • Laut der Zeitung "Aftenposten" könnten bis zu 400 Süchtige davon profitieren.
15:11 Uhr

Domina erdrosselt: Angeklagter schweigt

In Essen muss sich ab heute ein 28-Jähriger vor Gericht verantworten: Ihm wird vorgeworfen, im Februar eine 62-jährige Prostituierte in ihrem privaten SM-Studio getroffen und heimtückisch mit einer Kordel erdrosselt haben. Er war demnach langjähriger Kunde der Domina. Zum Prozessauftakt schwieg der 28-Jährige. Allerdings fanden Ermittler nach seiner Festnahme in der Wohnung seiner Eltern das Handy der Ermordeten.

14:33 Uhr

Erdogan ruft Türken zum Geldwechseln auf

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ruft angesichts des Kursverfalls der Lira die Bevölkerung auf, Euro, Dollar und Gold in die Landeswährung zu tauschen.

  • Es handele sich um eine "nationale Anstrengung", sagte Erdogan. Der Dollar werde der Türkei nicht im Weg stehen.
  • "Wir werden unser Land entschieden gegen wirtschaftliche Angriffe verteidigen." Die beste Antwort sei es, Produktion, Exporte und Beschäftigung zu steigern.
  • Die Lira wertete während Erdogans Rede weiter ab und notierte zeitweise bis zu zwölf Prozent im Minus. Der Währungsverfall setzt das Land immer stärker unter Druck.

Liebe Leser, alles zum Thema Türkei-Krise finden Sie in unserem Börsen-Tag.

14:17 Uhr

Auch Netto ruft Bioeier zurück

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(Foto: dpa)

Real, Aldi Süd, Penny, Lidl und Kaufland haben bereits vor dem Verzehr von Eiern der Marke BioBio gewarnt. Jetzt hat auch der Discounter Netto Eier aus den Regalen genommen. Eier der Gewichtsklasse XL in der Zehnerpackung mit Mindesthaltbarkeitsdatum vom 23. bis 26.08.2018 könnten mit Salmonellen verseucht sein - die wiederum Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen können. Wer die Eier bereits gekauft hat, kann sie im Supermarkt gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben.

13:56 Uhr

Tote bei Schießerei in Kanada

Im kanadischen Fredericton ist zur Stunde offenbar eine Schießerei im Gange, mindestens vier Menschen wurden getötet. Die Polizei bittet die Menschen auf Twitter, das Gebiet um den Brookside Drive zu meiden, in ihren Häusern zu bleiben und die Türen zu verriegeln. Mehr dazu lesen Sie hier.

*Datenschutz

13:28 Uhr

Metzger geht mit Fleisch auf Veganer los

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Metzger und Veganer sind naturgemäß nicht die besten Freunde, das hat auch die Vergangenheit bereits gezeigt - Beleidigungen und Angriffe beider Seiten inklusive. Das neuste Kapitel im Streit der Lieblingsfeinde schreibt nun ein Metzger in der englischen Stadt Leeds. Er ging mit rohen Fleischstücken auf Veganer los, die vor seinem Geschäft im Kirkgate Market demonstrierten.

Eine Frau aus der Gruppe der Demonstranten filmte die Szene und stellte sie auf Facebook. Der "Daily Mail" erzählte sie hinterher, sie und ihre Mitstreiter hätten gewaltfrei protestieren wollen, als der Metzger ihr Fleisch ins Gesicht geschlagen habe.

12:59 Uhr

Stockholmer Lkw-Terrorist im Gefängnis verprügelt

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Der Terrorist war erst in eine Menschenmenge und dann in ein Kaufhaus gerast.

(Foto: dpa)

Ein IS-Terrorist ist in einem Gefängnis in Stockholm von einem Mitgefangenen verprügelt worden. Der 40-Jährige war erst im Juni zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er im April 2017 mit einem gestohlenen Lastwagen in eine Menschenmenge auf der Stockholmer Haupteinkaufsstraße gefahren war und dabei fünf Menschen getötet hatte.

Im Hochsicherheitsgefängnis Kulma ließ nun ein Mithäftling, der wegen Bandenkriminalität einsitzt seine Fäuste sprechen und rächte sich nach eigenen Angaben für die Terrorattacke. Wie schwer der Terrorist verletzt ist, ist noch nicht klar.

12:30 Uhr

Überflutetes Camp: Deutsche Betreuer festgenommen

Nach der Überschwemmung eines deutschen Ferienlagers in Südfrankreich hat die Polizei zwei deutsche Verantwortliche festgenommen. Gegen den Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden der Jugendförderung St. Antonius in Leverkusen bei Köln werde unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung und Betreibens eines Campingplatzes ohne behördliche Genehmigung ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft Nîmes der Nachrichtenagentur AFP mit.

11:53 Uhr

Urlauber töten versehentlich Hunderte bedrohte Vögel

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Die Amerikanische Zwergseeschwalbe steht auf der Roten Liste der bedrohten Arten.

(Foto: imago)

Eine Partie Beach-Volleyball hatte im US-Staat Alabama verheerende Folgen. Der "Washington Post" zufolge reiste eine Gruppe Urlauber mit Booten auf eine kleine unbewohnte Insel vor der Küste, campte dort und spielte ausgiebig Volleyball. Das Problem: Dort brütet die bedrohte Amerikanische Zwergseeschwalbe, die ihre Eier in den Sand buddelt und mit ihrem Körper vor der heißen Sonne schützt.

Weil die Volleyballspieler die Eier ausbuddelten und um einen Sandhaufen drapierten, wurden die ungeborenen Vögel förmlich gebacken, erwachsene Vögel mussten fliehen. Tierschützer gehen davon aus, dass der - zumindest für die Menschen - entspannte Trip an den Strand Hunderte Vögel das Leben gekostet hat.

11:35 Uhr

Jan Ullrich offenbar in Luxus-Hotel festgenommen

Eigentlich sollte er auf dem Weg in den Entzug sein - doch nun ist Ex-Radprofi Jan Ullrich offenbar in einem Luxus-Hotel festgenommen worden. Laut der "Bild"-Zeitung soll er Prostituierte in einem Frankfurter Fünf-Sterne-Hotel misshandelt haben. Die Polizei überwältigte den 44-Jährigen demnach und ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung. Es wäre bereits die zweite Festnahme in einer Woche.

Mehr dazu lesen Sie hier.

11:06 Uhr

Taliban greifen afghanische Provinzhauptstadt an

Rund 1000 radikalislamische Taliban haben in der Nacht die ostafghanische Provinzhauptstadt Gasni angegriffen. Die Gefechte dauern noch immer an. Die Talibankämpfer verschanzten sich laut eines Sprechers der Provinzregierung rund 500 Meter vom Regierungsgebäude und Polizeihauptquartier entfernt. Es wird erwartet, das die Zahl der Toten auf beiden Seiten hoch ist.

Die 150.000-Einwohner-Stadt liegt an einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen des Landes. Sollten die Taliban die Stadt tatsächlich erobern, hätten sie den Norden des Landes vom Süden abgeschnitten.

10:41 Uhr

Nutella sucht professionelle Geschmacks-Tester

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Na, hungrig?

(Foto: dpa)

Manch einer kann sich morgens ja nur motivieren, aus dem Bett zu krabbeln, wenn als Belohnung ein süßes und klebriges Frühstücksbrot winkt - ich spreche da aus Erfahrung. Wenn es Ihnen ähnlich geht, sollten Sie einen Blick auf folgendes Jobangebot werfen: Der Nutella-Hersteller Ferrero sucht "60 sensorische Tester für die Verkostung von Süßwaren". Die sollen Kakao, Haselnusskörner und andere Produkte bewerten.

Ambitionierte Nutella-Fans brauchen nicht einmal besondere Vorkenntnisse - nach einem dreimonatigen Trainingskurs winkt eine Teilzeitstelle. Zweimal die Woche soll dann gegen Bezahlung genascht werden. Es gibt aber auch einen Haken: Der Arbeitsplatz ist im italienischen Alba. Das Nutella-Glas im Küchenschrank ist da irgendwie näher...

10:02 Uhr

TV-Koch bei Unfall mit Porsche schwer verletzt

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Nelson Müller hat seit 2011 einen Michelin-Stern.

(Foto: dpa)

Normalerweise steht Nelson Müller in der Küche: Der 39-Jährige hat seit 2011 einen Michelin-Stern und ist in Kochshows wie "Die Küchenschlacht" und "Lanz kocht!" zuhause. Doch nun liegt der Sternekoch offenbar im Krankenhaus. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung krachte Müller am frühen Freitagmorgen mit seinem weißen Porsche Panamera gegen eine Ampel in Essen.

Der Unfall ereignete sich demnach gegen 4.30 Uhr im Stadtteil Rüttenscheid. Der Sternekoch wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Warum Müller die Kontrolle über sein Auto verlor, ist noch unklar - Alkohol soll aber keine Rolle gespielt haben.

09:37 Uhr

Waldbrände in Kalifornien: Brandstifter angeklagt

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Das "Holy Fire" ist erst zu fünf Prozent unter Kontrolle, 20.000 Menschen musste ihre Häuser verlassen.

(Foto: dpa)

18 Waldbrände lodern zur Zeit in Kalifornien, zwei von ihnen haben sich sogar zum größten Feuer in der Geschichte des Staates zusammengeschlossen. Jetzt wird ein 51-Jähriger angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, das sogenannte "Holy Fire" in der Holy-Jim-Schlucht im Süden des Bundesstaats absichtlich gelegt zu haben. Das Feuer zerstörte bereits mehr als 4000 Hektar Land. Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht dem Mann lebenslange Haft.

Mehr dazu erfahren Sie in unserer Bildergalerie:

09:06 Uhr

USA richten Mädchenmörder hin

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Mehr als 30 Jahre nach der Tat wurde Irick nun hingerichtet.

(Foto: AP)

Erstmals seit neun Jahren hat der US-Bundesstaat Tennessee wieder die Todesstrafe vollstreckt. Der 59-jährige Billy Ray Irick wurde wegen der Vergewaltigung und Ermordung eines siebenjährigen Mädchens im Jahr 1986 verurteilt. Der Supreme Court hatte kurz vor der Vollstreckung der Todesstrafe einen Aufschub abgelehnt. Dieser war gefordert worden, weil die Hinrichtung per Giftspritze große Schmerzen verursachen könnte.

Mehr dazu lesen Sie hier.

08:37 Uhr

Deutscher nach Unwetter in Frankreich vermisst

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Auch in der Region um Aubagne kam es zu starken Überflutungen.

(Foto: dpa)

Auch in Frankreich wüten starke Unwetter - mit dramatischen Folgen. Im südfranzösischen Saint-Julien-de-Pelyrolas wird nach einem deutschen Urlauber gesucht, dessen Wohnwagen am Fluss Ardèche von einer Überschwemmung mitgerissen wurde. Der 70-Jährige soll Betreuer eines Ferienlagers sein. Die 119 Kinder, die aus dem Raum Leverkusen kommen, konnten in Sicherheit gebracht werden.

08:13 Uhr

Sternschnuppenstrom erreicht Höhepunkt

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2015 war der Perseidenstrom auf Fehmarn besonders gut zu sehen.

(Foto: dpa)

Sternegucken macht am Wochenende besonders viel Spaß: Dann nämlich erreicht der Sternschnuppenstrom der Perseiden, der als ergiebigster des ganzen Jahres gilt, seinen Höhepunkt. Auch in der Nacht zum Montag kann man sich das Spektakel noch ansehen. "Es stört kein Mondlicht und es werden viele Sternschnuppen zu sehen sein", sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde. Nur im Norden von Deutschland könnten Wolken die Sicht versperren.

07:43 Uhr

Trotz Magenverkleinerung erkannt: Drogenboss festgenommen

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"El Betito" soll für Drogenhandel und Erpressungen von Nachtclubs verantwortlich sein.

(Foto: dpa)

Mangelnde Kreativität kann man dem mexikanischen Drogenboss mit dem klangvollen Namen "El Betito" wirklich nicht vorwerfen: Der Anführer von La Unión Tepito ließ sich Haare transplantieren und den Magen verkleinern, um die Polizei hinters Licht zu führen.

Genutzt hat das alles nichts. Die Polizisten erkannten auch die behaarte, 30 Kilo leichtere Version des Bandenchefs und nahmen ihn in Mexiko-Stadt fest. Bei der Festnahme hatte "El Betito" 10.000 Dollar und 140 Päckchen Crystal bei sich.

07:17 Uhr

Sechs von zehn Eingebürgerten behalten alten Pass

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Noch sind die Briten in der EU - und dürfen damit auch bei einer Einbürgerung in Deutschland ihre alte Staatsangehörigkeit weiter führen.

(Foto: dpa)

In Deutschland behalten so viele eingebürgerte Menschen den Pass ihres Herkunftslands wie nie zuvor: Von 112.211 eingebürgerten Menschen hielten im vergangenen Jahr 68.916 an ihrer alten Staatsbürgerschaft fest - das sind 61,4 Prozent.

Unter anderem liegt das daran, dass für EU-Bürger Ausnahmeregeln bestehen. 99 Prozent der 39.000 eingebürgerten Menschen aus EU-Staaten behielten deshalb ihren Pass. Auch bei anerkannten Flüchtlingen wird darauf verzichtet, bei der Einbürgerung die Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit zu verlangen - aus vielen Ländern gab deshalb kein einziger seinen Pass ab.

06:55 Uhr

Fernverkehr im Norden nach Gewitter eingeschränkt

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(Foto: dpa)

Das Gewittertief "Nadine" hat auch im Zugverkehr seine Spuren hinterlassen - vor allem in Norddeutschland. Dort müssen viele Passagiere auf Fernverkehrsverbindungen mit Verspätungen und Störungen rechnen. So sind die ICE-Strecken Hannover-Hamburg-Kiel, Bremen-Hamburg und Osnabrück-Löhne gesperrt. Auf den anderen Fernverkehrstrecken werden Züge teilweise umgeleitet.

Mehr dazu lesen Sie hier.

06:41 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

guten Morgen an diesem Freitag. Ich hoffe, Sie haben die stürmische Nacht gut überstanden und müssen Ihre vom Winde verwehten Gartenmöbel nicht auf den Nachbargrundstücken zusammensuchen. Falls doch, können Sie das zumindest bei angenehm kühlen Temperaturen tun - und sich Zeit lassen. Denn was uns heute an Terminen erwartet, ist erstmal überschaubar. Wer allerdings schon immer wissen wollte, wer beim Flugzeugdarts und Panzerbiathlon die Nase vorn hat, kommt heute voll auf seine Kosten. In Russland finden nämlich zur Zeit die Internationalen Armeespiele statt, bei denen sich Soldaten aus 32 Ländern messen. Die Debatte um Kindergeldempfänger im Ausland geht ebenso weiter wie die European Championships, wo heute unter anderem das Finale im Speerwurf und Hochsprung der Frauen und die Hürdenläufe anstehen. Natürlich blicken wir auch auf die angespannte Lage in Gaza und auf den Pilotenstreik beim Billigflieger Ryanair: Die Airline hat für den heutigen Tag europaweit rund 400 Flüge abgesagt, von denen 250 auf Deutschland entfallen.

Damit stürzen wir uns ins Nachrichtengeschehen. Bei Fragen, Anregungen und Kritik erreichen Sie mich unter franziska.tuerk@nama.de. Kommen Sie gut durch den Tag! 

06:27 Uhr

Extreme Hitze ist vorüber

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Björn Alexander

Ich hoffe, Sie haben den gestrigen Tag gut überstanden und freuen sich - ebenso wie ich - darüber, dass die extreme Hitze jetzt erst einmal vorbei ist. Das merken Sie in der Früh besonders in den westlichen Landesteilen, wo der Tag mit frischen 10 bis 17 Grad beginnt. Richtung Osten ist die Luft noch wärmer. Die Frühtemperaturen liegen hier oft bei 17 bis 21 Grad. Der Wind lässt hierbei weiter nach, weht allerdings anfangs besonders an den Küsten noch stürmisch. Das ist aber natürlich kein Vergleich zu gestern. Etliche Wetterstationen vermeldeten Spitzenböen von um die 100 km/h und mehr. Hier eine Auswahl der stärksten Böen: Büsum 141 km/h, Fehmarn-Wulfen 133 km/h, Elpersbüttel (alles Schleswig-Holstein) 126 km/h, Brocken (Sachsen-Anhalt) 119 km/h, Germersheim (Rheinland-Pfalz) 119 km/h, Dornstetten (Baden-Württemberg) 119 km/h, Borkum (Niedersachsen) 117 km/h, Rengsdorf (Rheinland-Pfalz) 115 km/h, Arnsberg (NRW) 111 km/h oder Hannover/Flughafen (Niedersachsen) 111 km/h. Auch der Flughafen in Frankfurt meldete mit 102 km/h eine Böen jenseits der 100 km/h.

Wettertechnisch haben wir ebenfalls das Schlimmste hinter uns. Im Südosten geht es zwar noch mit teils kräftigem Regen in den Tag. Auch die Küsten bekommen im Tagesverlauf immer mal wieder Schauer ab. Im großen Rest ist es aber freundlich bis sonnig und trocken. Dazu erreichen die Temperaturen an den Alpen maximal 19 Grad. Sonst werden es meistens 20 bis 25 Grad. Wärmer ist es nur am Oberrhein sowie vom Raum Halle und Leipzig bis ins südliche Brandenburg bei 25 bis 27 Grad. Am Wochenende steigen die Temperaturen wieder weiter an. Es bleibt aber deutlich angenehmer als zuletzt. Hier finden Sie die Details. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag und ein schönes Wochenende. Ihr Björn Alexander