Freitag, 13. Mai 2016Der Tag

Heute mit Roland Peters und Benjamin Konietzny
22:30 Uhr

Das war Freitag, der 13. Mai 2016

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(Foto: imago stock&people)

So, Freitag der 13. ist überstanden. Ich hoffe, bei Ihnen ist alles gut gegangen. "Der Tag" geht nun in den Feierabend und ich wünsche Ihnen einen schönes Pfingstwochenende. Wegen des Feiertages gibt es uns erst wieder am Dienstag zu lesen. Die Kollegen von n-tv.de halten natürlich bis dahin die Stellung.

Folgende Meldungen haben unsere Leser heute besonders interessiert:

22:10 Uhr

Pfizer liefert keine Mittel für Hinrichtungen mehr

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Hinrichtungskammer in Kalifornien

(Foto: AP)

Der US-Pharmakonzern Pfizer hat angekündigt, in Zukunft keine Medikamente mehr für Hinrichtungen zu liefern. Ein entsprechendes Programm zur Kontrolle von Abnehmern der betroffenen Medikamente sei aufgestellt worden. Das berichtet die "New York Times".

Mehr als 20 amerikanische und europäische Unternehmen haben bereits derartige Kontrollen eingeführt.

22:00 Uhr

Fahnder stellen dutzende Kilo Potenzmittel sicher

Zollfahnder haben 150 Kilogramm illegaler Potenzmittel mit einem Schwarzmarktwert von mindestens 130.000 Euro in Köln sichergestellt.

  • Irische Beamte hatten in Dublin acht Pakete mit fast 33.000 Potenzpillen aus Indien entdeckt, die an eine Adresse in der Domstadt geliefert werden sollten.
  • Auf einen Hinweis ihrer Kollegen verfolgten Fahnder in NRW die Zustellung der Pakete am Mittwoch in einer Sportsbar und schlugen zu. Nach den weiteren Ermittlungen sollen die Pillen für einen Nachbarn bestimmt gewesen sein.
  • Die Zollfahnder warnen eindringlich vor der Einnahme illegaler Potenzmittel. Diese stammten häufig aus ungeklärter Herkunft und könnten unter unhygienischen Bedingungen hergestellt worden sein. Zudem könnte die Dosierung im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein.
21:31 Uhr

Schmuggler wollten Raketenwerfer nach Schweden bringen

Die bosnische Polizei hat fünf mutmaßliche Waffenschmuggler festgenommen, die offenbar Raketenwerfer und zahlreiche andere Waffen nach Schweden bringen wollten.

  • Die Festnahme der fünf Verdächtigen sei in Abstimmung mit der schwedischen Polizei erfolgt, sagte die bosnische Polizeisprecherin Mirna Miljanovic. Bei mehreren Razzien sei "eine große Menge Waffen, Munition und Militärausrüstung" beschlagnahmt worden.
  • Zuvor sei bereits ein Verdächtiger in Schweden gefasst worden, führte die Sprecherin aus. Zwei weitere Verdächtige seien auf der Flucht. Örtlichen Medien zufolge fanden die Ermittler unter anderem vier Raketenwerfer, 16 Handgranaten, Sturmgewehre und Pistolen.
20:53 Uhr

Tausende Kurden wollen in Köln demonstrieren

Mit einer Kundgebung in Köln wollen kurdische Gruppen am Samstag für die Unabhängigkeit der Kurden im Nahen Osten demonstrieren. Erwartet werden nach Angaben der Kurdischen Gemeinde Deutschland mehrere tausend Teilnehmer.

  • Mit der Kundgebung auf dem Kölner Heumarkt protestieren die Kurden gegen die Folgen des geheimen Sykes-Picot-Abkommens, das Briten und Franzosen vor genau 100 Jahren unterzeichneten.
  • Durch das Abkommen wurden willkürliche Grenzen im Nahen Osten gezogen und die Kurdengebiete ein weiteres Mal geteilt. Nach Auffassung von Historikern trug das von den Diplomaten Mark Sykes und François Georges-Picot unterschriebene Abkommen maßgeblich zur Entstehung des Nahostkonflikts bei.
20:35 Uhr

Klimawandel-Skeptiker wird Trumps Energie-Berater

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Kevin Cramer

(Foto: REUTERS)

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump zieht einen bekannten Klimawandel-Skeptiker und Fracking-Befürworter als Energieberater hinzu.

  • Der Kongressabgeordnete Kevin Cramer aus North Dakota sagte der Nachrichtenagentur Reuters, er werde für seinen Parteifreund ein Weißbuch, eine Sammlung von Handlungsvorschlägen, zu dem Thema erstellen.
  • North Dakota mit seinen fast 740.000 Einwohnern - etwa halb so viele wie München - ist dank der Schieferöl-Förderung der Bundesstaat mit der zweitgrößten Öl-Produktion.
  • Cramer hat erklärt, die Erde erwärme sich nicht, sondern kühle sich vielmehr ab.
20:04 Uhr

Finanzbeamte entdecken Cannabiszucht

Finanzbeamte haben im Haus eines Steuerschuldners in Sachsen eine Cannabisplantage entdeckt.

  • Nach Angaben der Polizei suchten die vier Mitarbeiter des Finanzamtes Eilenburg den 45-Jährigen wegen einer Zwangsvollstreckung auf. Der Mann war jedoch nicht im Haus.
  • Auf der Suche nach vollstreckbaren Gegenständen stießen die Finanzbeamten am Donnerstag im Keller des Gebäudes in Wiedemar auf die Plantage. Mehr als 20 Pflanzen wuchsen in einem Gewächshaus mit Infrarotbeleuchtung und Belüftungsanlage.
  • Herbeigerufene Polizisten stellten außerdem 17 Gramm Marihuana und zwei Waffen sicher.
19:41 Uhr

Antisemitische Übergriffe gehen zurück

Die Zahl der antisemitischen Straftaten in Deutschland ist 2015 zurückgegangen, liegt aber weiterhin auf hohem Niveau.

  • Der Berliner "Tagesspiegel" berichtete unter Berufung auf Zahlen der Bundesregierung, dass die Ermittlungsbehörden im vergangenen Jahr 1366 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund erfasst hätten. Bei 36 davon habe es sich um Gewaltdelikte gehandelt.
  • Ein Jahr zuvor hatte der kriminalpolizeiliche Meldedienst noch 1596 Straftaten gezählt, einschließlich 45 Gewalttaten.
19:17 Uhr

Randalierer zwingt Flugzeug zur Landung in Berlin

Wegen eines randalierenden Passagiers an Bord hat eine Ryanair-Maschine auf dem Berliner Flughafen Schönefeld einen außerplanmäßigen Zwischenstopp einlegen müssen.

  • Offenbar geriet ein 24-jähriger Pole während eines Fluges von Nottingham nach Warschau dermaßen außer Kontrolle, dass sich der Kapitän zu einer Ausweichlandung entschied.
  • Nach der Landung habe er noch die Polizisten mit Schlägen angegriffen. Bei dem Mann stellten die Beamten über zwei Promille Alkohol im Blut fest.
18:57 Uhr

Belgien will IS auch in Syrien bombardieren

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Nach den Anschlägen in Brüssel will Belgien auch in Syrien Angriffe gegen Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat fliegen.

  • Die Regierung beschloss, das Mandat für die Unterstützung der internationalen Anti-IS-Koalition auszuweiten. Es erlaubte bislang nur Einsätze im Irak. 
  • Belgische F-16-Kampfjets unterstützten die US-geführte Anti-IS-Koalition zuletzt von Oktober 2014 bis Juli 2015. Der nächste Einsatz soll im Sommer beginnen.
  • Bei den Terroranschlägen in Brüssel hatten Selbstmordattentäter am 22. März 32 Menschen getötet. Der IS bekannte sich zu den Bluttaten.
18:41 Uhr

Schwere Unwetter wüten in Hessen

Starke Regenfälle und Gewitter haben in Hessen zu Flugausfällen, Überschwemmungen und Evakuierungen geführt.

  • Am Flughafen Frankfurt wurden rund 50 Flüge gestrichen, es kommt zu Verspätungen und Flugumleitungen.
  • Auch Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt musste vor dem Abstiegsendspiel in Bremen seine Reisepläne ändern, weil der gebuchte Flug ausfiel.
  • Die Einkaufsgalerie "MyZeil" in Frankfurt wurde evakuiert. "Ursache ist der immense Niederschlag", teilte die Polizei mit.
  • Am Frankfurter Hauptbahnhof wurde ein Querbahnsteig überflutet. Nach Angaben der Deutschen Bahn konnte das Gleis jedoch schnell abgesperrt und das Wasser abgepumpt werden.

Die Temperatur fiel in Frankfurt innerhalb einer Stunde um sieben Grad, in Wiesbaden innerhalb von zwei Stunden um acht Grad.

Mehr zum Unwetter erfahren Sie hier.

18:25 Uhr

Theaterstück in Wiesbaden bekommt strengen Schutz

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Das Staatstheater in Wiesbaden

(Foto: imago/Michael Schick)

Unter erheblichen Sicherheitsvorkehrungen wird das Staatstheater Wiesbaden den Salman-Rushdie-Roman "Die satanischen Verse" auf die Bühne bringen.

  • "Wir haben frühzeitig Kontakt zur Polizei gesucht. Diese hat Einschätzungen vorgenommen, denen wir nun zu folgen haben", sagte Intendant Uwe Eric Laufenberg.
  • Das Publikum muss etwa beim Kartenkauf persönliche Daten angeben. Bei den Vorstellungen müssen sich Besucher ausweisen und werden mit Detektoren kontrolliert. Die Polizei wird präsent sein. Schon während der Proben bewacht Sicherheitspersonal die abgesperrte Spielstätte.
  • 1989 hatte der damalige oberste Führer im Iran, Ajatollah Khomeini, auf Basis einer "Fatwa" ein Todesurteil gegen Rushdie verhängt.
17:42 Uhr

Gabriel: Willkommenskultur ist vorüber

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Angela Merkel und Sigmar Gabriel

(Foto: AP)

SPD-Chef Sigmar Gabriel attestiert Bundeskanzlerin Angela Merkel eine komplette Abkehr von ihrem Willkommenskurs in der Flüchtlingspolitik.

  • "Es gab zur Entscheidung der Kanzlerin, im vergangenen September die deutsche Grenze für die Flüchtlinge aus Ungarn zu öffnen, keine Alternative", sagte Gabriel dem "Spiegel".
  • Nur habe Merkel ihre Politik inzwischen komplett geändert. "Nachdem Österreich, Ungarn und Slowenien die Balkanroute geschlossen haben, sagt sie: Wir nehmen keine Flüchtlinge aus Idomeni auf, weil die Menschen sich dort eine Wohnung suchen könnten. Mit Verlaub: Das ist eine Wende um 180 Grad."
17:17 Uhr

Studentin muss wegen Erdogan-Beleidigung in Haft

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Unflätige Kommentare im Netz: Mag Erdogan garnicht.

(Foto: AP)

Eine Studentin ist in der westtürkischen Stadt Bursa wegen Beleidigung von Staatspräsident Erdogan zu knapp einem Jahr Haft verurteilt worden.

  • Zusätzlich zu diesen 11 Monaten und 20 Tagen Gefängnis habe die 23-Jährige eine Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten wegen Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK erhalten, meldete die Nachrichtenagentur DHA.
  • Verurteilt wurde die Studentin wegen Inhalten, die sie über soziale Medien verbreitet hatte, wie DHA berichtete. Die 23-Jährige habe zur Verteidigung angegeben, diese Inhalte nicht verstanden zu haben, da sie auf Kurdisch gewesen seien.

Nach Angaben des türkischen Justizministeriums wurden seit Erdogans Wahl zum Staatsoberhaupt im August 2014 mehr als 1800 Verfahren wegen Präsidentenbeleidigung eröffnet.

Hier erfahren Sie mehr.

17:04 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

 

16:55 Uhr

Middelhoff tritt Haft an

Der frühere Top-Manager Thomas Middelhoff hat seine Haft angetreten. Das teilte eine Sprecherin der Bochumer Staatsanwaltschaft mit. Der 63-Jährige war zuvor wegen Untreue und Steuerhinterziehung rechtskräftig zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Haftantritt hatte sich zunächst verzögert, weil der ehemalige Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor gegen die Ladung Widerspruch eingelegt hatte. Hintergrund der Einwände war eine Autoimmunerkrankung des Managers. Die Verteidiger zweifelten deshalb an der Haftfähigkeit Middelhoffs.

Hier erfahren Sie mehr.

16:50 Uhr

Bericht: Trump trat als sein eigener Sprecher auf

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The Donald alias John Miller?

(Foto: AP)

Eine bizarre Geschichte holt derzeit den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump ein: Er soll nach US-Medienberichten vor Jahrzehnten unter falscher Identität als sein eigener Pressesprecher aufgetreten sein - und dabei über seinen Erfolg bei berühmten Frauen geplaudert haben.  

  • Die "Washington Post" veröffentlichte die Tonaufnahme eines vermeintlichen Trump-Sprechers namens "John Miller". Die Stimme sei "selbstbewusst, sogar großspurig" und höre sich eindeutig an wie Trump, konstatiert das Blatt.
  • In dem Telefonat fragt eine Reporterin nach dem Bruch der Beziehung zwischen Trump und seiner Frau Ivana, seiner neue Beziehung zu dem Model Marla Maples und nach den Gerüchten über seine angeblichen Affären mit berühmten Frauen.
  • "John Miller" berichtet mit erstaunlicher Offenheit über das Liebesleben des Geschäftsmanns: "Er ist ein guter Kerl, und er wird niemandem wehtun." Und der vermeintliche Sprecher erzählt auch, dass der Immobilienmogul von berühmten Frauen geradezu aufgesucht werde. "Schauspielerinnen rufen bei ihm an, bloß um zu sehen, ob sie mit ihm ausgehen können, und solche Sachen".
16:41 Uhr

Was macht Gabriel bei Lafontaine?

SPD-Chef Sigmar Gabriel und der frühere Vorsitzende der Partei Oskar Lafontaine treffen sich im Saarland. Warum? Die Partei spielt das Treffen herunter. Doch kaum jemand steht für die Krise der Partei wie Lafontaine.

Was es mit dem Treffen auf sich haben könnte, hat mein Kollege Christian Rothenberg hier aufgeschrieben.

16:31 Uhr

Schüsse auf Flüchtlinge: Berlin erwartet Aufklärung

Die Bundesregierung dringt auf Klärung von Vorwürfen, wonach türkische Sicherheitskräfte im Grenzgebiet zu Syrien auf fliehende Zivilisten geschossen haben sollen.

  • "Wir nehmen die Vorwürfe sehr ernst und erwarten von der Türkei, dass sie die Vorwürfe aufklärt", sagte die Vizesprecherin des Auswärtigen Amts, Sawsan Chebli.
  • Wenn es einen solchen Schusswaffengebrauch gegeben haben sollte, sei dies "natürlich nicht" in Ordnung, sagte Chebli weiter. "Auf unschuldige Menschen zu schießen, ist in keinster Weise hinnehmbar".
  • Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hatte am Vortag türkischen Sicherheitskräften vorgeworfen, in den vergangenen zwei Monaten fünf Menschen getötet und 14 weitere verletzt zu haben, um sie am Grenzübertritt in die Türkei zu hindern. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wies die Vorwürfe zurück.

Hier lesen Sie, worum es im Detail geht.

16:14 Uhr

Vorerst keine Grenzkontrollen am Brenner

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Bahnhof "Brenner" an der Grenze zwischen Österreich und Italien.

(Foto: dpa)

Am Brenner wird es bis auf weiteres keine Grenzkontrollen geben, um Migranten an der Einreise nach Österreich zu hindern. Das haben Innenminister Wolfgang Sobotka und sein italienischer Amtskollege Angelino Alfano bei einem Ortstermin mitgeteilt.

  • Nach den Worten Sobotkas hat sich die Zahl der Flüchtlinge, die an dem Alpenpass ankommen, wegen der italienischen Kontrollmaßnahmen deutlich verringert.
  • Die österreichische Regierung hatte in den vergangenen Wochen erste Vorkehrungen für Kontrollen an dem Grenzübergang getroffen, um "lageabhängig" auf die Entwicklung reagieren zu können. Diese Schritte hatte Rom massiv kritisiert.

Hier lesen Sie eine ausführliche Meldung.

15:52 Uhr

Über 1000 Demonstranten besetzen Tagebau

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(Foto: imago/Markus Heine)

Hunderte Braunkohlegegner haben in Brandenburg den Tagebau Welzow-Süd des Energiekonzerns Vattenfall besetzt. Nach Angaben des Protestbündnisses "Ende Gelände" hatten sich mehr als 1000 Menschen auf den Weg zur Grube gemacht. Auch der Konzern und die Polizei bestätigten die Aktion.

  • Der Protest soll das Wochenende über andauern. Er ist Teil einer weltweiten Aktionsreihe, die sich unter dem Slogan "#breakfree2016" gegen die Nutzung fossiler Rohstoffe wie Kohle und Öl richtet.
  • "Angesichts der Dringlichkeit des Klimaproblems halten wir es für notwendig und angemessen, einen Schritt weiter zu gehen: vom öffentlichen Protest zum Zivilen Ungehorsam", heißt es in einem "Aktionskonsens" der Initiative.
  • Ein Vattenfall-Sprecher sagte, die Arbeiten im Tagebau seien planmäßig beendet worden. Der Werkschutz werde den Tagebau nicht räumen, man verlasse sich auf die Polizei.

Hier lesen Sie mehr dazu.

15:35 Uhr

Anschlag mit Polen-Böllern auf AfD-Büro

Unbekannte haben in der Nacht einen Sprengstoffanschlag auf die Landesgeschäftsstelle der rechtspopulistischen AfD in Kiel verübt.

  • Im Eingangsbereich seien zwei sogenannte Polenböller an zwei Fensterscheiben geklebt und gezündet worden, teilte das Landeskriminalamt mit. Der Sachschaden betrage mindestens 1000 Euro. Verletzt wurde niemand.
  • Zeugen sahen laut LKA zwei Menschen vom Tatort flüchten. Ein möglicher Täter sei zu Fuß verschwunden, der andere mit dem Fahrrad. Da von einem politisch motivierten Gewaltverbrechen ausgegangen wird, übernahm die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes die Ermittlungen.
15:18 Uhr

Nach tödlicher Prügel-Attacke: Erste Hinweise auf Täter

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Die Stelle an der Niklas P. zusammengeschlagen wurde. Der 17-Jährige ist nun tot.

(Foto: dpa)

Nach der tödlichen Prügelattacke auf einen 17-Jährigen in Bonn hat die Polizei erste Hinweise auf die Täter.

Der Jugendliche war am vergangenen Samstag nach einem Konzertbesuch mit Freunden auf dem Weg zum Bahnhof im Stadtteil Bad Godesberg von einer Gruppe junger Männer angegriffen und so schwer verprügelt worden, dass er in der vergangenen Nacht starb. Hier lesen Sie die ganze Geschichte.

15:10 Uhr

Ältester Mensch der Welt ist gestorben

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Susannah Mushatt Jones

(Foto: REUTERS)

Susannah Mushatt Jones, der älteste Mensch der Welt, ist tot. "Miss Susie" starb gestern im Alter von 116 Jahren in New York, wie ein Sprecher des Seniorenheims Vandalia Houses in Brooklyn bestätigte.

  • Dort hatte die alte Dame die letzten drei Jahrzehnte ihres langen Lebens verbracht. Jones war am 6. Juli 1899 in einer Kleinstadt im US-Südstaat Alabama zur Welt gekommen. Sie hatte zehn Geschwister und besuchte eine Schule für junge schwarze Mädchen.
  • Jones war im vergangenen Juni nach dem Tod einer ebenfalls 116-Jährigen im US-Bundesstaat Georgia zur ältesten Erdenbürgerin geworden, heißt es in einer Aufstellung von Altersforschern der Gerontology Research Group in Los Angeles.

Hier lesen Sie mehr dazu.

14:56 Uhr

Spaniens größte Reifendeponie brennt

Ein spektakuläres Feuer in Spaniens größter Autoreifen-Deponie hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Über dem Brandort südlich von Madrid steigt eine riesige, schwarze Qualmwolke in den Himmel, die bis in die Hauptstadt zu sehen ist. Die Bewohner mehrerer Ortschaften in der Umgebung wurden von den Behörden aufgerufen, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und Türen und Fenster geschlossen zu halten.

  • Auf der mehr als elf Hektar großen Deponie, die vor über einem Jahrzehnt aus Umweltgründen von der Justiz für illegal erklärt worden war, sind nach Informationen der Nachrichtenagentur Efe bis zu 100.000 Tonnen Autoreifen gelagert.
  • "Es kann noch mehrere Tage dauern, bis das Feuer gelöscht ist", berichtete der staatliche Rundfunk RNE unter Berufung auf Behördenkreis
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(Foto: REUTERS)

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(Foto: REUTERS)

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(Foto: dpa)

14:41 Uhr

Kambodschas Medien müssen Staatschef "Lord" nennen

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Hun Sen

(Foto: dpa)

Wie soll denn das in eine Überschrift passen? "Lord Premierminister und Oberster Militärführer Hun Sen": So müssen kambodschanische Medien zukünftig Regierungschef Hun Sen bezeichnen, sonst droht Lizenzentzug.

  • Das Informationsministerium habe die Nennung aller Ehrentitel für führende Politiker verlangt, schrieb die "Phnom Penh Post". Radiosender, die sich nicht an die Regel hielten, drohe ein Sendeverbot von ausländischen Programmen, berichtete die Zeitung "Cambodia Daily".
  • Der langjährige Regierungschef erhielt 1993 den Ehrentitel "Samdech" (etwa: "Lord") vom damaligen König Norodom Sihanouk. Die Regierung hatte die Nennung von Ehrentiteln bereits im Dezember gefordert, doch nun wurde mit konkreten Sanktionen gedroht. Hun Sen regiert Kambodscha seit 1985 mit harter Hand.
13:57 Uhr

Zika-Fall nach Sex in Deutschland

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Anti-Zika-Maßnahmen in Rio de Janeiro mit Insektiziden

(Foto: AP)

Erstmals ist eine sexuelle Übertragung des Zika-Virus in Deutschland bekannt geworden.

  • Es sei angesichts der Jahreszeit und der geografischen Lage auszuschließen, dass Mücken das Virus übertragen hätten, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) mit.
  • Betroffen ist ein demnach ein Paar, das ungeschützten Sex hatte. Der Mann hatte sich den Angaben zufolge Anfang April in Puerto Rico aufgehalten und mit Zika angesteckt. Nach seiner Rückkehr übertrug er das Virus auf seine Partnerin, die daraufhin ebenfalls erkrankte.
  • Zum Wohnort des Paares gab es zunächst keine Angaben. Ähnliche Fälle sind auch in anderen europäischen Ländern beobachtet worden.

In erster Linie wird das Zika-Virus durch den Stich infizierter Mücken übertragen. Es wird für Schädelfehlbildungen von Babys verantwortlich gemacht. Aktuell verbreitet ist das Virus vor allem in Mittel- und Südamerika und der Karibik.

Hier erfahren Sie mehr.

13:20 Uhr

Kanzleramt schaltet sich in Glyphosatstreit ein

Das Kanzleramt greift in Streit zwischen Umwelt- und Agrarministerium über die Verlängerung der Zulassung für das  Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in der EU ein.

  • "Es ist offenbar, dass derzeit keine einheitliche Position der Bundesregierung vorliegt", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.
  • Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte angekündigt, die SPD-Ressorts würden eine Wiederzulassung des Herbizids in der EU ablehnen.
  • Agrarminister Christian Schmidt (CSU) erklärte daraufhin, er habe "überhaupt kein Verständnis für die Rolle rückwärts" von Hendricks.

Einer Studie der  Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge ist Glyphosat "wahrscheinlich krebserregend beim Menschen", die zuständige EU-Behörde Efsa ist dagegen der Ansicht, das Herbizid sei "wahrscheinlich nicht krebserregend".

12:49 Uhr

Bundesverkehrsministerium lädt Opel vor

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Opel soll manipuliert haben

(Foto: imago/Waldmüller)

Das Bundesverkehrsministerium hat den Autohersteller Opel wegen Medienberichten über angebliche Abgasmanipulationen vorgeladen.

  • Das Gespräch vor der Untersuchungskommission sei für nächste Woche terminiert, sagte ein Ministeriumssprecher.
  • Bei Opel ist nach einem Bericht des "Spiegel" der Kompaktwagen Astra mit einer Software ausgestattet, die die Abgasreinigung in vielen Fahrsituationen ausschalten solle.
  • Der Ministeriumssprecher sagte, die Berichte seien dem Kraftfahrtbundesamt bereits zur Prüfung vorgelegt worden.

Die Abgase werden dem Bericht zufolge erst ab einer Außentemperatur von 17 Grad gereinigt. Auch bei schnellem Beschleunigen werde die Abgasreinigung abgeschaltet.

12:22 Uhr

Bundesregierung: Inhalte für TTIP-Empfehlung unwichtig

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(Foto: n-tv.de / Bundeswirtschaftsministerium)

Das Freihandelsabkommen TTIP ist sehr umstritten, auch unter Politikern, sogar innerhalb der großen Koalition. Seit Greenpeace einen Verhandlungsstand komplett veröffentlicht hat, sind die Kenntnisse größer geworden. Der Sachverständigenrat hatte in seinem Jahresgutachten zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 2015/16 geschrieben, in Deutschland seien positive wirtschaftliche Effekte von TTIP zu erwarten.

Doch wenn die Inhalte des Abkommens zwischen den USA und der EU geheim und noch gar nicht festgeschrieben waren – wie kam der Rat dann zu dieser Einschätzung? Diese Frage stellte der Bundestagsabgeordnete Roland Claus (Linke) im Februar an die Bundesregierung.

Die Antwort vom März ist gnadenlos: Für die Einschätzung der Folgen von TTIP brauche der Sachverständigenrat nach Ansicht der Bundesregierung gar nicht zu wissen, was TTIP beinhaltet. Er macht es einfach.

11:53 Uhr

Griechenlands Wirtschaft schrumpft wieder

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Für Regierungschef Alexis Tsipras werden die Probleme nicht weniger.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mitten im Reformstreit mit seinen Gläubigern steht Griechenland wieder mit einem Bein in der Rezession.

  • Die Wirtschaft des Euro-Landes schrumpfte zwischen Januar und März um 0,4 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Experten hatten sogar mit minus 0,7 Prozent gerechnet.
  • Ende 2015 hatte es noch ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent gegeben.
  • In sieben der vergangenen acht Jahren war die Wirtschaft des hoch verschuldete Landes geschrumpft, auch für 2016 erwartet die EU-Kommission ein Minus von 0,3 Prozent.

Fachleute sprechen von einer Rezession, wenn das Bruttoinlandsprodukt eines Landes zwei Quartale in Folge sinkt. 

11:25 Uhr

17-Jähriger stirbt nach Prügelangriff

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(Foto: picture alliance / dpa)

Ein 17-Jähriger ist wenige Tage nach einem brutalen Prügel-Angriff auf ihn und seine Begleiter in Bonn gestorben. Er sei in der Nacht zum Freitag seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte die Polizei mit.

  • Drei Unbekannte hatten den Jugendlichen, der mit mehreren Freunden unterwegs war, am vergangenen Samstag in Bad Godesberg angesprochen und ihn dann unvermittelt niedergeschlagen.
  • Der 17-Jährige musste von einem Notarzt reanimiert werden und schwebte seither in Lebensgefahr. Auch ein 18 Jahre alter Begleiter und eine Freundin wurden von den Unbekannten geschlagen.

Von den Tätern fehlt noch jede Spur.

Die ausführliche Meldung finden Sie hier.

10:57 Uhr

Korrupte Ärzte müssen bald in Haft

Korrupten Ärzten oder anderen Vertretern von Heilberufen drohen künftig bis zu drei Jahre Haft - in besonders schweren Fällen können es bis zu fünf Jahre sein. Das sieht ein Gesetz gegen Korruption im Gesundheitswesen vor, das nach dem Bundestag auch der Bundesrat gebilligt hat. Mit den bisherigen Regelungen konnten niedergelassene Ärzte nicht wegen Korruption belangt werden.

Nach dem Gesetz sollen Bestechung und Bestechlichkeit in den Heilberufen bestraft werden können. Nicht nur korrupte Ärzte sind dann von einer solchen Strafe bedroht, sondern auch die Bestechenden wie Pharma-Vertreter.

10:35 Uhr

Höxter Horrorhaus soll abgerissen werden

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Per Mietkauf wäre das Haus (Mitte) in den Besitz der mutmaßlichen Täter übergegangen.

(Foto: dpa)

Die Eigentümer des "Horror-Hauses" von Höxter wollen das Gebäude nach Abschluss der Ermittlungen abreißen lassen. Das habe man gemeinsam beschlossen, sagte eine Vertreterin der Eigentümerfamilie dem "Westfalen-Blatt".

  • Die Familie wünsche sich an der Stelle des Hauses ein Kreuz, das an die getöteten und misshandelten Frauen erinnere. In dem Haus sollen mehrere Frauen misshandelt worden sein, mindestens zwei wurden zu Tode gequält.
  • Das bisherige Mieter-Paar, ein 46 Jahre alter Mann und seine 47-jährige frühere Ehefrau, sitzen in Untersuchungshaft. Vier Geschwister hätten das Haus 2010 als Erbengemeinschaft an das Paar vermietet, sagte die Miteigentümerin. Die beiden hätten jeden Monat 500 Euro Kaltmiete bar bezahlt.
  • Vereinbart gewesen sei ein Mietkauf: Bei regelmäßiger Zahlung wäre das Haus Ende 2017 in den Besitz der Mieter übergegangen. Bei zwei Monaten Rückstand sollte die Vereinbarung hinfällig sein - dies sei jetzt der Fall.

Hier finden Sie unsere Themenseite zum Fall Höxter.

10:13 Uhr

Bericht: Mindestlohn-Ausnahme wirkt nicht

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(Foto: dpa)

Eine Ausnahmeregelung für Langzeitarbeitslose beim Mindestlohn hat einem Zeitungsbericht zufolge nicht den erwünschten Effekt.

  • Von August 2015 bis April 2016 hätten Arbeitsagenturen und Jobcenter nur 1990 entsprechende Bescheinigungen ausgestellt, berichtete die "SZ". Diese ermöglichen es, Langzeitarbeitslose für bis zu sechs Monate vom Mindestlohn auszunehmen.
  • Hochgerechnet auf das ganze Jahr seien das nicht einmal 0,3 Prozent der Zielgruppe, berichtete das Blatt unter Berufung auf die Grünen-Abgeordnete Brigitte Pothmer, die die Anfrage bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gestellt hatte.
  • Im Jahr 2015 waren demnach in Deutschland durchschnittlich 1,04 Millionen Langzeitarbeitslose gemeldet.

Tatsächlich dürften sogar noch weniger über diesen Sonderweg eine neue Arbeit gefunden haben, hieß es dem Bericht zufolge bei der BA. Denn "die Ausstellung einer Bescheinigung ist nicht gleichzusetzen mit dem Zustandekommen eines Arbeitsverhältnisses".

09:47 Uhr

Riesiger Chor singt Prince-Hit - Gänsehaut

Zugegeben, ich bin kein großer Prince-Fan. Aber der US-Amerikaner war ein großartiger Musiker. Und wenn 1999 Menschen in einem Chor einen Song der verstorbenen Pop-Ikone singen, bekomme ich Gänsehaut und muss eine Träne verdrücken.

 

09:22 Uhr

Türkei führt Einsatz gegen Kurden

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Auch türkische F-16 sind an der Offensive beteiligt.

(Foto: REUTERS)

Bei schweren Gefechten in der Südosttürkei sind nach Angaben der Armee mindestens sechs Soldaten und sechs Kämpfer der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK getötet worden. Zusätzlich seien die beiden Piloten eines Kampfhubschraubers ums Leben gekommen, der bei den Gefechten abgestürzt sei.

  • Die Kämpfe seien nahe einer Militärbasis in Cukurca in der Provinz Hakkari ausgebrochen, die an den Nordirak angrenzt, teilte die Armee weiter mit.
  • Der Einsatz gegen die PKK in der Gegend dauere an. Bodentruppen würden von F-16-Kampfjets, Kampfhubschraubern und Drohnen unterstützt. 

Die Armee geht seit Monaten mit großangelegten Operationen gegen die PKK vor. Der Konflikt eskaliert, seit im Sommer vergangenen Jahres eine Waffenruhe zusammenbrach.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

 

08:54 Uhr

EZB will Banken gegen Hacker schützen

Die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) reagieren auf die wachsende Gefahr von Hacker-Angriffen auf Kreditinstitute.

  • "Wir wollen eine Datenbank für Cyber-Störfälle schaffen. Sie soll uns als Frühwarn- und Analysesystem dienen", sagte der stellvertretende Generaldirektor dem "Handelsblatt".
  • Banken sollen die EZB dem Bericht zufolge über schwerwiegende Bedrohungen aus dem Internet informieren.
  • Seit Februar läuft danach ein Pilotprojekt, an dem 18 von der EZB beaufsichtigten Banken teilnehmen. Später sollen einmal alle von der EZB direkt kontrollierten Institute Informationen liefern.
08:39 Uhr

Pro Asyl: Neues Gesetz verfassungswidrig

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Erstaufnahme-Einrichtung in Leipzig

(Foto: dpa)

Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat vor der Einstufung von Marokko, Algerien und Tunesien als sogenannte sichere Herkunftsstaaten gewarnt.

  • "Die Bundesregierung beschönigt die Lage und ignoriert Menschenrechtsverletzungen in diesen Ländern", kritisierte die Organisation vor der Abstimmung im Bundestag.
  • Ziel der Neubewertung ist, die Asylverfahren von Nordafrikanern zu verkürzen und sie schneller in ihre Heimat zurückschicken zu können. Wer aus einem sogenannten sicheren Herkunftsstaat kommt, hat in Deutschland in der Regel kein Recht auf Asyl.
  • Pro Asyl bezeichnet das Gesetz als verfassungswidrig. Staatliche Repression, Folter und die Verfolgung von Minderheiten seien asylrelevante Tatsachen, die nicht aus politischem Opportunismus bagatellisiert werden dürften.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte darauf verwiesen, dass im ersten Quartal dieses Jahres nur 0,7 Prozent der Antragsteller aus den Maghreb-Staaten einen Schutzstatus erhalten hätten.

Hier lesen Sie mehr zum Thema: "Sind Algerien, Marokko und Tunesien sicher?"

08:12 Uhr

Preise in Deutschland gesunken

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im April erstmals seit Januar 2015 wieder gesunken – im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,1 Prozent.

  • Billiger wurden dem Statistischen Bundesamt zufolge binnen Jahresfrist vor allem Energie sowie Pauschalreisen.
  • Im Vergleich zum März sanken die Preise um 0,4 Prozent.

Im Ostermonat März hatten teurere Nahrungsmittel und höhere Preise für Pauschalreisen die Inflation auf niedrigem Niveau noch leicht anziehen lassen. Eine negative Inflationsrate hatte es zuletzt im Januar 2015 gegeben (minus 0,3 Prozent).

07:50 Uhr

Fed-Chefin Yellen: Negativzinsen sind Option

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Janet Yellen

(Foto: dpa)

Fed-Chefin Janet Yellen hat negative Zinsen in den USA zur Ankurbelung der Wirtschaft nicht grundsätzlich ausgeschlossen, zugleich aber betont, dass ein solcher Schritt zuvor sehr genau bedacht werden müsse.

  • In einem Brief an Brad Sherman, einen demokratischen Abgeordneten im Repräsentantenhaus, den ihr Büro veröffentlichte, schrieb sie wörtlich: "Ich will zwar negative Zinsen in einem künftigen sehr ungünstigen Szenario nicht vollkommen ausschließen, doch die Geldpolitiker müssten eine Vielzahl von Aspekten durchdenken, bevor sie dieses Instrument in den USA einsetzen, einschließlich der Möglichkeit unbeabsichtigter Konsequenzen."
  • Yellen betonte in dem Schreiben auch, dass sie von einer Belebung der US-Wirtschaft und einer Rückkehr zum zweiprozentigen Inflationsziel der Fed im Laufe der Zeit ausgehe.
  • Wenn sich die wirtschaftlichen Aussichten in unerwarteter Weise entwickelten, werde die Fed ihre Politik angemessen anpassen, um so Fortschritte auf dem Weg zu ihren langfristigen Zielen einer hohen Beschäftigung und stabiler Preise zu erreichen.
07:22 Uhr

Milchverband: Minister redet nur mit Schulterklopfern

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Ein Milchkarussell in Sachsen

(Foto: dpa)

Zu dem von Agrarminister Christian Schmidt (CSU) geplanten Milch-Krisengipfel sind nach Darstellung des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter nur Teilnehmer auf der politischen Linie des Ministers eingeladen.

  • "Im Grunde sind alle relativ einer Meinung: Wir brauchen wieder ein paar Millionen Euro Hilfsgelder, aber an das eigentliche Problem, die Milchmenge, wollen wir nicht ran", sagte Verbandssprecher Hans Foldenauer. "Das ist eine Zusammenkunft von Schulterklopfern."
  • Sein Verband, der Hilfszahlungen an eine Reduktion der Milchmenge koppeln will, sei dort nicht erwünscht. Angesichts fallender Milch- und Fleischpreise bangen Zehntausende Bauern um ihre Existenz.

Beim "Milchgipfel" sollen Ende Mai Erzeuger, Molkereien und Händler an einen Tisch gebracht werden. Die erneute Einführung einer Milchquote, die vergangenes Jahr abgelaufen war, lehnt Minister Schmidt ab.

07:01 Uhr

Israel tötet Hisbollah-Kommandeur in Syrien

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Dieses Bild verbreitete die Hisbollah mit der Todesmeldung.

(Foto: AP)

In Syrien ist nach Angaben der Hisbollah ein hochrangiger Kommandeur bei einem israelischen Luftangriff getötet worden.

  • Mustafa Badreddine sei am Dienstagabend gestorben, teilte die vom Iran unterstützte Miliz mit. Er habe an den meisten Operationen der Miliz seit 1982 teilgenommen.
  • Badreddine ist einer der Hauptverdächtigen im Mordfall am ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri 2005 und war vor dem von den Vereinten Nationen unterstützten Sondertribunal für den Libanon angeklagt.
  • Er wurde zudem wegen seiner Beteiligung an Bombenattentaten 1983 in Kuwait zum Tode verurteilt, konnte aber nach dem Einmarsch des irakischen Machthabers Saddam Hussein 1990 in Kuwait aus dem Gefängnis entkommen.

Die Hisbollah-Miliz kämpft in Syrien auf der Seite der Regierung von Baschar al-Assad.

06:47 Uhr

Apple investiert eine Mrd US-Dollar in China

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Apple-Chef Tim Cook

(Foto: AP)

Apple investiert eine Milliarde US-Dollar in den chinesischen Uber-Rivalen Didi Chuxing.

  • Die strategische Investition ist ein Coup für den chinesischen Fahrdienst-Vermittler, der sich einen heißen Konkurrenzkampf mit dem US-Anbieter Uber um den schnell wachsenden chinesischen Markt liefert.
  • "Wir sehen eine Menge Möglichkeiten für eine engere Kooperation zwischen beiden Firmen", sagte Konzernchef Tim Cook.
  • Didi hat nach Angaben von Experten einen größeren Marktanteil in China als Uber und bedient mehr als 400 Städte.

Im Februar räumte Uber-Chef Travis Kalanick ein, dass sein Unternehmen "über eine Milliarde Dollar" pro Jahr in China verliere.

06:28 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen. Frohlocket, oh Freytag ist's!

Was vor dem Pfingstwochende wichtig wird:

  • Der Bundestag entscheidet darüber, ob auch die nordafrikanischen Staaten Algerien, Tunesien und Marokko zu sicheren Herkunftstaaten erklärt werden. Mit dem Schritt sollen Asylverfahren für Flüchtlinge von dort verkürzt werden.
  • Derweil spricht sich der Bundesrat womöglich über die Ausweitung des "Public Viewing" bei der Fußball-EM in Frankreich aus. Durch eine Ausnahmeregelung beim Lärmschutz soll die Übertragung der Spiele bei öffentlichen Fernsehübertragungen bis nach 22 Uhr ermöglicht werden.
  • Die Länderkammer wird außerdem über eine Initiative für die Abschaffung des Paragrafen 103 des Strafgesetzbuches zur Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhaupts diskutieren. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte sich bei seiner Klage gegen Moderator Jan Böhmermann darauf berufen.
  • Bei der Eishockey-WM spielt die deutsche Mannschaft am Abend ab 19 Uhr gegen Weißrussland. Um eine gute Chance aufs Viertelfinale zu wahren, muss die DEB-Auswahl gewinnen.

Ich wünsche Ihnen einen ausgeglichenen Wochenausklang.

06:17 Uhr

Das Pfingstwetter mit Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Heute regnet es im Süden von Baden-Württemberg und Bayern immer wieder, örtlich mit Blitz und Donner. Bis zum Samstag können dort binnen 48 Stunden stellenweise mehr als 100 Liter pro Quadratmeter Regen zusammenkommen. Vom Saarland über Franken bis zur Oder ist es wechselhaft mit gelegentlichem Sonnenschein, aber auch Schauern und Gewittern. Von den Küsten bis zum Niederrhein gibt es dagegen viel Sonnenschein.

Die Temperaturen erreichen von der Schwäbischen Alb bis in die Alpen nur 10 bis 14 und an der Nordsee 13 bis 16 Grad. Vom Westen über Südniedersachsen und Sachsen-Anhalt bis nach Berlin und Brandenburg steigen die Werte nochmals auf 20 bis 24 Grad an. Schwacher bis mäßiger, im Nordwesten mäßiger bis frischer Nordwind mit stürmischen Böen an der Nordsee, südlich der Donau teils mäßiger Westwind mit starken Böen in Oberbayern.

Die Aussichten fürs lange Wochenende: morgen südlich der Donau weiterhin nass. Auch ganz im Norden unbeständig. Der Rest mit nur ganz lokalen Schauern und längeren sonnigen Abschnitten dazwischen. Dazu 10 bis 17 Grad und kühler böiger Nordwestwind. Am Pfingstsonntag unterkühltes, windiges Aprilwetter – mit einigen kühlen Duschen zwischen den sonnigen blauen Lücken, in der Nordhälfte auch Graupelgewitter. Auf den Gipfeln der Mittelgebirge und am Alpenrand mit Schnee. Dazu sehr kühle 7 bis 15 Grad.

Pfingstmontag: wenig Änderung – nach kalter Nacht örtlich mit leichtem Frost oder Bodenfrost, tagsüber neue Schauer, weiter windig und kühl. 8 bis 16 Grad. 

An dieser Stelle schon mal ein schönes Wochenende aus der Wetterredaktion, frohe Pfingsten und bis nächste Woche.

06:03 Uhr