Freitag, 15. Mai 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:39 Uhr

Das war Freitag, der 15. Mai 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

egal, ob Sie den Abend in einer wiedereröffneten Kneipe oder zu Hause verbringen - ich wünsche Ihnen einen guten Start in das Wochenende. Ich verabschiede mich in den Feierabend, aber nicht bevor ich Ihnen die wichtigsten Artikel vorgestellt habe:

22:02 Uhr

Beatles-Fotografin Astrid Kirchherr in Hamburg gestorben

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Beatles-Fotografin Astrid Kirchherr ist tot. Sie starb am Dienstag nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren in Hamburg, sagte der Fotograf Kai-Uwe Franz, ein enger Vertrauter der Künstlerin.

  • Kirchherr wurde bekannt, weil sie die Beatles in den 1960er Jahren fotografierte. Die Band hatte bei ihrer Ankunft aus England 1960 in der Hansestadt noch fünf Mitglieder: John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Pete Best und Stuart Sutcliffe. Der damals 20-jährige Sutcliffe verliebte sich in Kirchherr.
  • Auf die Fotografin soll der markante Pilzkopf-Haarschnitt der Beatles zurückgehen.
  • Während die Musiker einen Plattenvertrag in England ergatterten, ist Sutcliffe lieber bei Kirchherr in Hamburg geblieben. Doch bereits 1962 starb der "fünfte Beatle" im Alter von nur 21 Jahren an einer Hirnblutung.
21:19 Uhr

Trump: USA entwickeln eine "Super-Duper-Rakete"

Da kriegen jetzt Putin und Xi wohl weiche Knie. Denn die US-Streitkräfte entwickeln nach den Worten von US-Präsident Donald Trump eine "Super-Duper-Rakete". Diese soll die die schnellste Hyperschallrakete der Welt werden.

Die Rakete solle 17 mal schneller fliegen als bislang im US-Arsenal vorhandene Raketen, sagte Trump im Weißen Haus bei der Vorstellung der Flagge der neuen amerikanischen Teilstreitkraft "Space Force". Die Rakete solle außerdem drei mal so schnell fliegen wie die schnellsten Raketen anderer Staaten wie Russland oder China. "Ich nenne es die Super-Duper-Rakete."

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:36 Uhr

Neuartige Kinderkrankheit: Erster Todesfall in Frankreich

Die Weltgesundheitsorganisation untersucht einen möglichen Zusammenhang zwischen dem neuartigen Coronavirus und einer seltenen entzündlichen Erkrankung bei Kindern. Erstmals hatten Ärzte in Großbritannien im April auf das multi-entzündliche Syndrom bei Kindern (MIS-C) hingewiesen. Inzwischen wurde es auch bei mehr als hundert Kindern in New York nachgewiesen, drei von ihnen starben.

Heute meldete ein Krankenhaus im französischen Marseille den ersten Todesfall durch das Syndrom in Frankreich. Ein Neunjähriger sei infolge "neurologischer Schäden im Zusammenhang mit einem Herzstillstand" gestorben, sagte der zuständige Arzt. Insgesamt wurden aus Frankreich seit Anfang März 135 Fälle des Syndroms gemeldet. Die Patienten waren zwischen einem und 14 Jahre alt.

Zu den bekannten Symptomen von MIS-C zählen Fieber, Entzündungen an mehreren Organen sowie eine bestätigte Coronavirus-Infektion. Einige Ärzte verglichen das Krankheitsbild mit dem Kawasaki-Syndrom, das Entzündungen der Blutgefäße hervorruft und zu extrem schmerzhaften Schwellungen am ganzen Körper führt.

Warum es immer mehr Covid-19-Symptome gibt, erfahren Sie hier.

20:01 Uhr

Tödlicher Bahn-Unfall bei offener Schranke - Ermittlungen gegen Wärterin

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Das Wärterhäuschen befindet sich unmittelbar neben den Schienen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am Abend des 7. Mai rast ein Zug auf einen Bahnübergang in Frankfurt zu. Da die Schranken aber geöffnet sind, überqueren eine 50-jährige Autofahrerin, ein 52-jähriger Radfahrer und eine 16-jährige Fußgängerin die Gleise. Alle drei werden vom Zug erfasst, die Jugendliche stirbt.     

Die Polizei ermittelt nun gegen die Schrankenwärterin. Der 48-Jährigen wird fahrlässige Tötung und Gefährdung des Bahnbetriebs vorgeworfen. Ein technisches Versagen sei noch nicht ausgeschlossen, sagte ein Polizeisprecher. Deshalb würden parallel die technischen Vorgänge auf mögliche Schwachpunkte untersucht, die eventuell ein Fehlverhalten der Schrankenwärterin begünstigt hätten. Auch die Vernehmung der mehr als 30 Zeugen dauere noch an.

19:36 Uhr

AKK schließt Sonderparteitag zur Wahl von CDU-Vorsitz aus

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Kramp-Karrenbauer bleibt bis Dezember CDU-Vorsitzende.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat einen Sonderparteitag zur Wahl ihres Nachfolgers vor dem langfristig geplanten Parteitag Ende 2020 ausgeschlossen. Das sagte sie in einer Videoschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und rund 150 CDU-Kreisvorsitzenden.

  • Die CDU will nun wie geplant ihren ordentlichen Parteitag im Dezember 2020 abhalten und dann die Parteiführung neu wählen.
  • Bereits im April hätte ein Sonderparteitag eigentlich einen Nachfolger für die scheidende Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer bestimmen sollen. Wegen der Corona-Pandemie wurde er jedoch verschoben.
  • Kramp-Karrenbauer hatte im Februar ihren Rückzug als Parteivorsitzende angekündigt. 
19:06 Uhr

Troisdorf-Verdächtiger beleidigt wieder im Supermarkt

Nach einer Auseinandersetzung in einem Troisdorfer Supermarkt mit zwei verletzten Polizisten ist einer der Verdächtigen heute in das Geschäft zurückgekehrt. Nicht zum Einkaufen, sondern um einen Mitarbeiter zu beleidigen.

Polizei und Staatsanwaltschaft in Bonn ermitteln nun auch in diesem Fall. Demnach soll der 37-Jährige heute wieder in dem Supermarkt aufgetaucht sein und dort einen Angestellten, der bei der Auseinandersetzung am vergangenen Samstag als Zeuge dabei war, beleidigt haben. Dann sei der Mann wieder abgezogen. Die Supermarkt-Mitarbeiter erstatteten daraufhin Anzeige.

Bei dem eskalierten Streit am Samstag hatten die Polizisten einen Nasenbeinbruch und einen Rippenbruch erlitten. Die Auseinandersetzung soll nach Worten des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul bewusst provoziert worden sein.

Mehr dazu lesen Sie hier.

18:20 Uhr

Deutsche Bahn kümmert sich um Verschwörungstheoretiker

Hier erklärt ein Bahn-Mitarbeiter, warum man im Zug eine Maske tragen soll (wenn man ein Verschwörungstheoretiker ist).

18:14 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:38 Uhr

Diese Handykamera sieht durch Kleidung und Plastik

Jetzt sind wir endgültig in der Zukunft angekommen: Die Kamera des neuen chinesischen Smartphones Oneplus 8 Pro kann durch bestimmte Materialien hindurchschauen.

Aktiviert man den Photochrom-Modus in der Kamera-App, werden einige Gegenstände durchsichtig. Denn die Kamera nimmt auch Lichtwellen auf, die sich außerhalb des menschlich sichtbaren Bereiches bewegen - so erklärt das IT-Portal "Golem" diese Besonderheit.

Wenn Sie schon immer wissen wollten, wie eine Fernbedienung von innen aussieht:

…Oder Apple TV …

… Kochplatte …

... Die Kamera kann sogar Kleidung durchsichtig machen!

Und hier mein Lieblingsbeispiel:

17:32 Uhr
Breaking News

Kalbitz ist nicht mehr Mitglied der AfD

Der Brandenburger Landes- und Fraktionschef Andreas Kalbitz ist nicht mehr Mitglied der AfD. Wie es aus Parteikreisen hieß, stimmte eine Mehrheit des Bundesvorstandes dafür, seine Mitgliedschaft für nichtig zu erklären. Hintergrund sind frühere Kontakte im rechtsextremen Milieu.

16:56 Uhr

Mann mit Messer im Rücken läuft durch Hamburg

Ein Mann hat in Hamburg vermutlich nach einem Streit einem Bekannten ein Messer in den Rücken gestochen. Das 23 Jahre alte Opfer setzte seinen Weg nach dem Angriff fort und wurde erst von Passanten auf die lebensgefährliche Verletzung aufmerksam gemacht.

Der Vietnamese soll seinen Landsmann am Morgen im Umfeld einer Bäckerei im Stadtteil Eilbek in der Nähe der U-Bahn-Station Wartenau angegriffen haben. Er sei wenig später in der Nähe des Tatorts vorläufig festgenommen worden.

Die Hintergründe und der Ablauf des Angriffs sind noch unklar. Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.

16:50 Uhr
Breaking News

Galeria Karstadt Kaufhof will bis zu 80 Häuser schließen

Bei der in einem Schutzschirmverfahren steckenden Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof droht Insidern zufolge die Schließung vieler Warenhäuser und ein weiterer Abbau von Stellen. Bei dem Konzern seien nach aktuellem Diskussionsstand des gerichtlich bestellten Sachwalters Frank Kebekus und des Generalbevollmächtigten Arndt Geiwitz bis zu 80 der knapp über 170 Kaufhäuser vom Aus bedroht, sagten mehrere Insider Reuters.

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:05 Uhr

Verschleppt und vergewaltigt: Studentin schildert ihr Martyrium

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Der Angeklagte verbirgt sein Gesicht hinter einem Aktendeckel.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sie wurde verschleppt und vergewaltigt: Eine heute 21 Jahre alte Studentin hat vor Gericht ihr Martyrium geschildert.

Der Angeklagte habe sie geschlagen, vergewaltigt und sie schließlich gefesselt und geknebelt in einem Knick nahe einer Autobahn liegengelassen, sagte die Medizinstudentin am dritten Tag der Hauptverhandlung vor dem Lübecker Landgericht. An den genauen Tatablauf könne sie sich allerdings nur bruchstückhaft erinnern, da sie betrunken gewesen sei. Sie wisse aber noch, dass sie Todesangst gehabt habe, als sie am Morgen in der Feldmark bei Mönkhagen im Kreis Stormarn wieder zu sich gekommen sei.

Der Angeklagte soll die Studentin im Oktober 2019 nach einer Studentenparty in Lübeck verschleppt haben. Der 43 Jahre alte Türke muss sich seit Ende April wegen versuchten Mordes, Vergewaltigung und Freiheitsberaubung vor Gericht verantworten. Ein Urteil wird für Mitte Juni erwartet.

15:27 Uhr

Lawrow: Merkels Vorwürfe zur Cyberattacke haltlos

Eine andere Antwort hat auch wohl keiner erwartet: Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die von Deutschland erhobenen Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Hackerangriff auf den Bundestag 2015 als haltlos zurückgewiesen. "Das ist ein ganz frisches Beispiel aus der Kategorie 'highly likely'", sagte Lawrow in einem Interview der russischen Wirtschaftszeitung "RBK". "Fünf Jahre sind vergangen. Nicht einen einzigen konkreten Beweis hat man geliefert."

Lawrow verglich das Vorgehen mit den Veröffentlichungen des Whistleblowers Edward Snowden im Jahr 2013. Damals wurde bekannt, dass der US-Geheimdienst auch in Deutschland die Bundeskanzlerin abhörte. Damals habe es aber keine größeren Konsequenzen gegeben, sagte der russische Minister. "Auch bei Russland gibt es keine Tatsachen, aber es gibt immer leicht Beweise."

Mehr zum Hackerangriff und zu Merkels Vorwürfen lesen Sie hier.

14:43 Uhr

Zwei Kinderleichen in Wohnung entdeckt - Vater festgenommen

Schreckliches Verbrechen in Bayern: Ein 36-Jähriger hat in Schwarzach im Landkreis Straubing-Bogen offenbar seine beiden Kinder getötet.

Polizisten fanden die Leichen des achtjährigen Sohnes und der sechsjährigen Tochter in der Wohnung des Mannes. Eine Bekannte des 36-Jährigen hatte zuvor nach einem Telefonat mit ihm wegen einer möglichen Suizidabsicht Alarm geschlagen. Der Vater war zunächst auf der Flucht, stellte sich aber am Freitagmorgen selbst und wurde festgenommen.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Heidi Ulrich verabschiedet sich in das Wochenende, ab jetzt begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen und entspannten Nachmittag!

14:20 Uhr

Künstler Juan Genovés ist gestorben

Der Künstler Juan Genovés ist tot. Er starb im Alter von 89 Jahren in Madrid. Das bestätigten die Marlborough-Galerien, die Genovés seit Jahrzehnten vertreten haben.

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"Corriente" by Juan Genoves.

(Foto: REUTERS)

Genovés war einer der Protagonisten der modernen spanischen Malerei. In seinen Werken befasste er sich häufig mit dem Faschismus und der Gewalt während des Franco-Regimes. Oft zeigen seine Bilder gesichtslose Menschenmassen, Festnahmen, Folter und Verfolgungen. Als sein bekanntestes Werk gilt "El abrazo" (Die Umarmung) aus dem Jahr 1976, das bis heute als Sinnbild der sogenannten "Transición" gefeiert wird - jener Zeit, in der Spanien nach dem Ende der Franco-Diktatur verzweifelt nach einer neuen Identität suchte. Das Bild zeigt eine Gruppe von Menschen, die dem Betrachter den Rücken zuwenden. Sie umarmen sich und liegen sich in den Armen, als Zeichen von Neuanfang und Aussöhnung, nachdem das Land im Zuge des spanischen Bürgerkriegs so lange gespalten war.

13:43 Uhr

"Landshut" soll in Berlin ausgestellt werden

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Die "Landshut" steht im Bodensee-Airport in einem Hangar des Dornier Museums.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die historische "Landshut" könnte künftig in einer Ausstellung in Berlin zu sehen sein. Ein Sprecher von Kulturstaatsministerin Grütters sagte dem "Spiegel", das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Berlin-Gatow werde als Standort geprüft. Das Wrack der Maschine war 2017 auf Initiative des damaligen Außenministers Gabriel mit großem Aufwand aus Brasilien nach Deutschland gebracht worden. Der Plan war eigentlich, die Lufthansa-Maschine im Dornier-Museum in Friedrichshafen auszustellen. Medienberichten zufolge konnten sich der Bund und die Dornier-Stiftung aber nicht auf die Kosten einer Ausstellung einigen.

Ein palästinensisches Terrorkommando hatte die Maschine 1977 entführt, um inhaftierte Terroristen der Roten Armee Fraktion (RAF) freizupressen. Nach mehrtägigem Irrflug stürmten deutsche GSG-9-Spezialkräfte die Maschine in der somalischen Hauptstadt Mogadischu und befreiten die Geiseln. Später flog die Maschine noch bis 1985 weiter im Liniendienst der Lufthansa, danach für andere Airlines, zuletzt für eine brasilianische.

13:10 Uhr

Schulen sollen Laptops und Handys zum Ausleihen bekommen

Nicht jede Familie kann es sich leisten oder ist gewillt, ihre Kinder mit eigenen Handys und Laptops auszustatten. Künftig sollen sich Schüler solche Geräte an den Schulen ausleihen können. "Die Geräte bleiben auch im Eigentum der Schule und können dadurch auch im Regelbetrieb von der Schule weiterhin genutzt werden", sagte Bildungsministerin Karliczek. Wer die Geräte für die Schulen beschafft, werde von Land zu Land unterschiedlich geregelt. Die Schüler sollen die Geräte unter anderem für Online-Lernangebote nutzen. In vielen Schulen dürfte es noch einige Zeit einen Wechsel aus Unterricht in der Schule und dem Erledigen von Aufgaben von zu Hause aus geben. Union und SPD hatten wegen der Schulschließungen in der Corona-Krise vereinbart, eine halbe Milliarde Euro zusätzliche Hilfsgelder für bedürftige Schüler und Schulen bereitzustellen.

12:38 Uhr

Chemiefabrik in Venedig brennt nach Explosion

Eine riesige schwarze Rauchsäule steigt von einer Chemiefabrik in Venedig auf, nachdem es dort zu einer Explosion gekommen ist. Das Feuer sei in einer Anlage im Industrieviertel Marghera am Festland ausgebrochen, twitterte die Feuerwehr. Ein Notfallplan für die "mögliche Freisetzung von Chemikalien in die Umwelt" sei in Kraft gesetzt worden. Mindestens zwei Personen wurden verletzt. Die Kommune Venedig erklärte, der Wind wehe in Richtung historische Altstadt. Die Menschen sollten drinnen bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten.

12:27 Uhr

Bundesrat will Motorräder leiser machen

Die einen sind von den Geräuschen vorbeifahrender Motorräder genervt, für andere ist das der Sound, der ihr Fahrerlebnis abrundet. Und dieses könnte künftig leiser ausfallen. Denn der Bundesrat will sich für einen Maximalwert bei der Lautstärke einsetzen, der in etwa der Lautstärke eines vorbeifahrenden Lkws oder eines Rasenmähers entspricht. Außerdem soll Tuning härter bestraft werden, wenn das Motorrad dadurch erheblich lauter wird. Das Sound-Design, über das Fahrer die Geräuschkulisse selbst einstellen können, solle verboten werden. Die Länder wollen zudem beschränkte Motorrad-Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen ermöglichen. Die Entschließung des Bundesrats geht nun an die Bundesregierung. Diese entscheidet, ob und wann sie die Anregung umsetzen will.

11:40 Uhr

Autofahrer flieht mit fast 250 km/h vor Polizei

Ein Autofahrer in Bayern war viel zu schnell auf der Autobahn unterwegs. Und als er erwischt wurde, fuhr er noch schneller, um der Polizei zu entkommen. Der 58-Jährige fuhr letzte Nacht auf der Autobahn 995 bei Oberhaching mit etwa 140 km/h, erlaubt waren 80 km/h. Als die Beamten ihm signalisierten, anzuhalten, drückte er aufs Gas und rauschte mit fast 250 km/h davon. An einer Raststätte wurde er wenig später gestellt. Bei ihm wurden 1,1 Promille Alkohol gemessen.

11:20 Uhr

Regierung soll zu Urhebern von Verschwörungstheorien aufklären

Was weiß man über die Urheber rechter Verschwörungstheorien zur Corona-Krise? Das wollen die Grünen von der Bundesregierung in einer parlamentarischen Anfrage wissen. Darin geht es auch um eine mögliche Unterwanderung der Proteste gegen die Corona-Maßnahmen durch rechtsextreme Gruppierungen und Parteien. Die Grünen fragen zudem nach in- und ausländischen Organisationen, die hinter den "Desinformationskampagnen" stecken könnten. "Prominente Corona-Skeptiker" verbreiteten "lautstark antisemitische Thesen", sagte die innenpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag Mihalic.

Die demokratische Gesellschaft und der Rechtsstaat müssten sich Versuchen entgegenstellen, "aus der derzeitigen Krise Kapital zu schlagen und Antisemitismus, Rassismus und andere Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu verbreiten", sagte Fraktionsvize Von Notz. Die Bundesregierung müsse darlegen, "mit welchen konkreten Maßnahmen sie den hiervon ausgehenden sicherheitsrechtlichen Gefahren begegnen will".

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10:49 Uhr

Größter Blüten-Fund in China seit Jahrzehnten

Die chinesische Polizei hat den größten Falschgeld-Fund in der mehr als 70-jährigen Geschichte der Volksrepublik gemacht. Die beschlagnahmten Blüten hätten einen Pseudo-Wert von umgerechnet 55 Millionen Euro (422 Millionen Yuan) gehabt und zusammen sechs Tonnen gewogen, hieß es vom Ministerium für öffentliche Sicherheit in Peking. Die Blüten seien nicht in Umlauf gewesen. Die Polizei hat 16 Verdächtige in verschiedenen Regionen des Landes festgenommen, die mutmaßlich einem Geldfälscher-Ring angehören. Polizei-Einsätze gab es unter anderem in der südlichen Provinz Guangdong.

10:21 Uhr

Bundestagsmitarbeiter feiern offenbar Party während Hanau-Gedenken

Bei dem rassistischen Anschlag in Hanau ermordete ein Mann am 19. Februar zehn Menschen. Am nächsten Tag gab es vor dem Brandenburger Tor eine Menschenkette gegen Rassismus und Hass. Viele Spitzenpolitiker beteiligten sich daran. Am selben Abend sollen Mitarbeiter des Bundestags eine Karnevalsparty gefeiert haben – in einem Bundestagsgebäude nur wenige Schritte neben dem Brandenburger Tor. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" und beruft sich auf Gäste der Party, auf der demnach unter anderem hochrangige Verwaltungsbeamte waren. Vorher sei die traditionelle Karnevalsparty im Bundestag abgesagt worden. Daraufhin soll eine Ersatzparty organisiert worden sein, berichtet die Zeitung. Ein Augenzeuge sagte ihr: "Im Nachhinein wurde natürlich darüber diskutiert, ob das so gut war, und was das für ein Bild macht, aber direkt auf der Party, da stand dann doch das Feiern im Vordergrund." Es soll sogar die Polizei gekommen sein, weil die Party so laut gewesen sein soll.

Die Pressestelle des Bundestags betonte, es habe keine offizielle Karnevalsfeier gegeben. "Bei der angesprochenen Zusammenkunft in einzelnen Büroräumen der Liegenschaft Unter den Linden 74 handelte es sich nicht um eine Faschingsfeier der Verwaltung, sondern um eine private, nicht öffentliche Zusammenkunft, an der außerhalb der Arbeitszeit nach Dienstschluss Beschäftigte der Bundestagsverwaltung teilgenommen haben."

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10:10 Uhr
Breaking News

Deutsche Wirtschaft erleidet starken Einbruch

Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal wegen der Coronavirus-Krise stark geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt fiel von Januar bis März um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten ein Minus in dieser Höhe erwartet.

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10:02 Uhr
Breaking News

Bundesverfassungsgericht hat neuen Präsidenten

Der frühere CDU-Politiker Stephan Harbarth wird neuer Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Der Bundesrat wählte den 48-Jährigen zum Nachfolger von Andreas Voßkuhle, der nach zwölf Jahren in Karlsruhe turnusmäßig ausscheidet.

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09:46 Uhr

Heil rechnet fest mit Grundrente ab 2021

Der Bundestag berät gleich zum ersten Mal über den Gesetzentwurf für die Grundrente. Arbeitsminister Heil geht davon aus, dass die Grundrente wie geplant zum nächsten Jahr in Kraft tritt. Der SPD-Mann verteidigte den Entwurf bei RTL gegen Kritiker aus Wirtschaft und Teilen der Union: "Wir müssen über die Frage reden: Um wen geht es? Es geht ja um Pflegehelferinnen, es geht um Lagerarbeiter, es geht um diejenigen, die jetzt als 'Helden des Alltags' bezeichnet werden, die oft ein kleines Einkommen haben und für die wir die Grundrente brauchen in Deutschland, damit sie tatsächlich mehr zum Leben haben." In der ARD sagte er außerdem, er finde es "verstörend", wenn Wirtschaftslobbyisten die Grundrente jetzt infrage stellten und gleichzeitig milliardenschwere Hilfen in Anspruch nähmen.

Die Bundesregierung ist sich bei der Grundrente einig, doch in Teilen der Union stößt sie weiterhin auf großen Widerstand. Zum Beispiel beim Bundesvorsitzenden der Mittelstandsvereinigung der Union, Carsten Linnemann. Der CDU-Politiker sagte der Funke Mediengruppe, der vorliegende Gesetzentwurf sei "nicht zustimmungsfähig". Unter anderem sei die Finanzierung der Grundrente weiterhin nicht gesichert. Die SPD müsse nachbessern. Laut Heil soll das Geld aus dem Bundeshaushalt kommen. Profitieren sollen Menschen, die viele Jahre nur geringe Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt haben, weil sei wenig verdient haben.

 

09:18 Uhr

Schlange kriecht in Rohr - Hausbesitzer wissen nicht, wo es endet

Wer denkt schon großartig darüber nach, wo eine Regenrinne oder andere Rohre am Haus hinführen. Das ändert sich meist, wenn etwas kaputt ist oder aber im gar nicht so abwegigen Fall, dass eine Schlange drin herumkriecht. So wie im Haus der australischen Journalistin Saffron Howden. "Wir wissen nicht wo dieses Rohr hinführt …", twitterte sie. Sie sollte umziehen oder das Haus abbrennen, scherzten andere Twitter-Nutzer. "Ich könnte eigenhändig die Grundstückpreise in den Blue Mountains gesenkt haben, dadurch, dass ich das getwittert habe", scherzte auch Howden.

08:38 Uhr

Angelo Kelly verabschiedet sich in Video von Fans

Angelo Kelly ist an seine Grenzen gestoßen und zieht deshalb Konsequenzen. "Noch nie hab' ich so hart gearbeitet wie die letzten dreieinhalb Jahre", sagt er in einem Video zu seinem Ausstieg aus der Kelly Family - nur der Band natürlich. "Ich glaube, wir haben viel, viel mehr erreicht und viel, viel mehr erlebt als wir erwartet hatten. Aber ich muss auch sagen, es war sehr, sehr viel Arbeit, besonders für mich. Ich bin ja jemand, der alles zu extrem macht vielleicht."

Viele Fans waren von dem Video gerührt: "Danke für die unbeschreibliche Zeit, die wir erleben durften", schrieb eine Nutzerin. Eine andere zeigte Verständnis für den Ausstieg: "Schade, aber diese doppelte und dreifache Belastung, die du da hingelegt hast, war knochenhart!" Musik macht Angelo Kelly aber weiterhin.

08:16 Uhr

Weg für Mehrzweckkampfschiff der Marine ist frei

Im Streit um die Vergabe des Milliardenauftrags für das künftige deutsche Kampfschiff "MKS 180" ist der Weg nun frei: Die Kieler Werft German Naval Yards hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer des Bundes zurückgezogen. Ein entsprechendes Schreiben ging auch beim Beschaffungsamt der Bundeswehr ein. Die Kieler Werft hatte zuvor gedroht, notfalls vor Gericht zu ziehen. Sie hatte sich auch um den Auftrag beworben.

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Eine Computersimulation des Mehrzweckkampfschiffes MKS 180.

(Foto: dpa)

Das Schiff soll mit Einbaumodulen für unterschiedliche militärische Missionen ausgerüstet werden können - beispielsweise als U-Boot-Jäger oder als schwimmender Stützpunkt für Anti-Piraterie-Missionen.

Anfang des Jahres war die Entscheidung gefallen, dass die Schiffe unter Federführung der niederländischen Damen-Werft bei Blohm und Voss in Hamburg gebaut werden sollen. Mit dem "MKS 180" will das Verteidigungsministerium ein neuartiges Mehrzweckkampfschiff anschaffen. Für die Beschaffung von vier Schiffen sind insgesamt 5,27 Milliarden Euro veranschlagt. Es ist der größte Marineauftrag dieser Art in der Geschichte der Bundeswehr.

07:53 Uhr

Nach den Eisheiligen wird es wärmer

Mit der Kalten Sophie gehen die Eisheiligen 2020 heute zu Ende. Und das ziemlich standesgemäß. Denn der Start in den Tag war erneut verbreitet frostig. Milder ging es nur an den Küsten im Seewind sowie unter den dichten Wolken im Süden mit 6 bis 10 Grad los.

Björn Alexander

Björn Alexander

Dafür scheint tagsüber oft die Sonne. Nur von den Alpen bis zum Bayerischen Wald fällt teils länger anhaltender Regen. Den Norden streifen im Tagesverlauf ebenfalls kompaktere Wolken, Regen gibt es dort aber nur wenig.

Die Temperaturen liegen weiterhin unter den jahreszeitlichen Möglichkeiten bei 8 Grad im Dauerregen und bis zu 18 Grad am Oberrhein.

Die weiteren Aussichten: Morgen am Alpenrand noch zeitweise Regen. Auch der Norden bleibt wechselhaft mit Schauern und einem teils stürmischen Wind. Im großen Rest startet das Wochenende hingegen schöner bei 12 bis 21 Grad.

Am Sonntag wird es dann allgemein schöner und nur der Norden und der Nordosten sind weiterhin unbeständiger. Die Temperaturen erholen sich weiter und bringen es auf 13 bis 23 Grad. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag sowie ein entspanntes Wochenende. Ihr Björn Alexander

07:26 Uhr

Mann duscht in Videokonferenz - vor Augen Bolsonaros

Während einer Videokonferenz zu duschen, das muss man erst mal schaffen! Und das auch noch vor den Augen des brasilianischen Präsidenten, Unternehmern und Journalisten. Der Mann unter der Dusche hatte vorher an der Videokonferenz teilgenommen und dann offensichtlich vergessen, die Kamera seines Computers auszuschalten.

In einer Audioaufnahme sagt Präsident Bolsonaro zum Präsidenten des Industrieverbandes des Bundesstaates São Paulo Fiesp: "Hey, Paulo, da ist ein Kollege im letzten Feld, der ist rausgegangen." Dann sagt der Wirtschaftsminister: "Da duscht ein Typ. Er ist nackt in Isolation zu Hause, super. Ihm ist wohl heiß gewesen von dem Gespräch, da hat er eine kalte Dusche genommen." In Medienberichten heißt es, der Duschende soll ein Berater des Industrieverbandes sein. "Es war ein ziemlich kurviges Bild", kommentierte Bolsonaro den Vorfall lachend.

06:42 Uhr

Klage gegen Trump wegen Korruptionsvorwürfen doch zugelassen

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Das dürfte Trump nicht so great finden: Der Fall geht wieder zurück an die Bezirksgerichte in Washington und Maryland.

(Foto: AP)

US-Präsident Donald Trump hat in einem Rechtsstreit um Geschäfte seines Hotels in Washington einen Dämpfer kassiert. Letzten Sommer war eine Klage der Generalstaatsanwälte von Washington D.C. und Maryland gegen Trump noch abgewiesen worden. Nun darf die Klage doch weiterverfolgt werden, wie ein Berufungsgericht in Richmond entschieden hat.

  • Die Generalstaatsanwälte werfen dem Präsidenten vor, er habe auf illegale Weise von Besuchen ausländischer Regierungsmitarbeiter oder Vertreter der Bundesstaaten in dem Hotel unweit des Weißen Hauses profitiert.
  • Trump verletze Anti-Korruptionsklauseln der Verfassung, indem er über das Hotel Geld von ausländischen oder inländischen Regierungsvertretern annehme.
  • Letzten Sommer hatte ein Gremium aus drei Richtern die Klage mit der Begründung abgewiesen, die Generalstaatsanwälte hätten nicht die rechtliche Stellung dazu, den Fall voranzutreiben. Das gesamte Kollegium, bestehend aus 15 Richtern, überstimmte diese Entscheidung nun.
  • "Wir glauben, dass sich die Verfassung am Ende gegen Präsident Trump durchsetzen wird", erklärten die Generalstaatsanwälte.
06:22 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen!

Ein superschöner Sonnenaufgang hat mich für das frühe Aufstehen entschädigt. Naja, fast. Der Kaffee macht jetzt den Rest. Dann schauen wir doch auf die wichtigsten Termine des Tages:

  • Wie stark das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal geschrumpft ist, gibt das Statistische Bundesamt um 10 Uhr bekannt. Ökonomen rechnen mit einem Rückgang im Vergleich zum Vorquartal zwischen 1,8 und 2,5 Prozent.
  • Die Corona-Krise macht auch der Deutschen Bahn schwer zu schaffen. Um 10 Uhr will der Bahnvorstand dem Aufsichtsrat einen Überblick über die finanzielle Situation des Konzerns verschaffen.
  • Der Bundestag berät ab 11.10 Uhr zum ersten Mal über das Gesetz für die Grundrente. Es dürfte noch viel darüber gestritten werden: Der Wirtschaftsflügel der Union hat mit Blockade gedroht.
  • Der Bundesrat diskutiert am Vormittag über eine Reihe weiterer Corona-Hilfsmaßnahmen wie ein höheres Kurzarbeitergeld, mehr Corona-Tests und einen Bonus für Pflegekräfte. Der Bundestag hatte das Paket beschlossen, die Zustimmung vom Bundesrat fehlt noch.
  • Wie weit sind die Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien zu ihren künftigen Beziehungen? Um 13 Uhr will EU-Unterhändler Barnier Zwischenbilanz ziehen.
  • Die Außenminister der EU-Staaten beraten ab 14 Uhr über die jüngsten Entwicklungen im Nahost-Konflikt. Thema sollen vor allem die Absichten von Israels Regierungschef Netanjahu sein, Siedlungen und das Jordantal im Westjordanland zu annektieren. Die EU hält die Pläne für völkerrechtswidrig.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht