Freitag, 17. Juni 2022Der Tag

Heute mit Heidi Ulrich und Alexander Schultze
22:30 Uhr

Das war Freitag, der 17. Juni 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

der heutige Tag hatte wirklich alles im Angebot, vor allem viele Attacken: Putin auf dem Wirtschaftsforum mit Verbalattacken gegen den Westen und zweifelhaften Gästen, Cyberattacken auf Mailadresse der Grünen, Fußballweltmeister Miroslav Klose, der seine erste Cheftrainerstation an Angriff nimmt, der enorme und leider erfolgreiche Druck der USA auf Großbritannien, Julian Assange auszuliefern und leider auch die Omikron-Varianten, die weiterhin unsere Gesundheit angreifen. Mit Jean-Louis Trintignant mussten wir zudem von einer französischen Schauspiellegende Abschied nehmen.

Wie immer versuche ich Sie aber mit positiven Nachrichten in die Nacht und heute sogar ins Wochenende zu entlassen. Denn die gab es auch:

Ich werde mich jetzt auf den Heimweg begeben. Kommen auch Sie gut heim oder machen Sie es sich dort gemütlich und haben Sie vor allem ein erholsames Wochenende. Gute Nacht und bis bald.

22:17 Uhr

Geldwäsche-Paradies Deutschland - Nicht mehr ganz so attraktiv

Deutschland hat bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung noch Verbesserungsbedarf. Dies teilte die internationale Arbeitsgruppe gegen Geldwäsche, die sogenannte Financial Action Task Force (FATF), mit. Zwar habe die Bundesrepublik in den letzten fünf Jahren positive Schritte unternommen, wie etwa die Koordinierung zwischen Bund und Ländern zu verbessern und die Personalausstattung der wichtigsten Einrichtungen zu erhöhen. In bestimmten Bereichen seien jedoch noch erhebliche Verbesserungen erforderlich:

  • Eine wirksame Beaufsichtigung des Privatsektors, insbesondere des Nicht-Finanzsektors
  • Der Zugang zu Informationen über wirtschaftliches Eigentum muss besser werden
  • Geldwäscheermittlungen und -verfolgungen müssen Priorität werden

21:59 Uhr

Ermittlungen laufen: Insider gab illegal Infos von Attila Hildmann an "Anonymous"

Wegen möglicher Datenschutzverletzung ermittelt die Staatsanwaltschaft Berlin gegen einen Ex-Vertrauten des rechtsradikalen Verschwörungserzählers Attila Hildmann. Es bestehe der "Verdacht der Weitergabe von persönlichen Daten an eine im Internet agierende Gruppe", teilte ein Behördensprecher mit. Nach Angaben des Rechercheformats STRG_F, das der NDR für Funk produziert, soll der IT-Entwickler private und geschäftliche Daten von Hildmann an die Hacker-Gruppierung "Anonymous" weitergeleitet haben. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob ein Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz vorliegt. Laut NDR war der Beschuldigte von Sommer 2020 bis Mitte 2021 enger Vertrauter Hildmanns und unterstützte ihn vor allem in technischen Angelegenheiten. Laut Rechercheformat wird nach dem Mann gefahndet, weil er für die Ermittler nicht auffindbar sei. Dieser habe jedoch angegeben, er halte sich in der Türkei auf und nicht vor den Behörden versteckt. Er bezeichnete demnach den Vorwurf des Verstoßes gegen Datenschutzgesetze als "lächerlich".

21:45 Uhr

EMA prüft auch Omikron-Impfstoff von Moderna

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat mit der Prüfung eines an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffes von Moderna begonnen. Der überarbeitete Impfstoff des US-Herstellers "zielt auf zwei Stämme von SARS-CoV-2 ab, in diesem Fall auf den ursprünglichen Stamm und die bedenkliche Omikron-Variante", teilte die EMA in einer Erklärung mit. Es ist bereits der zweite angepasste Impfstoff, dessen Prüfung die Europäische Arzneimittelagentur in dieser Woche ankündigte. Am Mittwoch hatte die Amsterdamer Behörde mit der Prüfung eines Vakzins von Biontech/Pfizer begonnen. Die beiden Unternehmen erklärten, ihr angepasster Impfstoff ziele auf "Omikron und dessen Untervarianten" ab.

21:24 Uhr

Das Eis schmilzt schnell - Basislager am Mount Everest soll umziehen

Angesichts des Klimawandels erwägt die Regierung Nepals eine Verlegung des Mount-Everest-Basislagers aus Sicherheitsgründen. Beim Basislager des welthöchsten Bergs und umliegenden Bergen würde Gletschereis zunehmend schmelzen, was eine Gefahr für Bergsteiger im Basislager sein könnte, erklärte Behördenmitarbeiter Khimlal Gautam, der für Bergsteigerei in der Region zuständig ist. Es könnten sich große Gletscherseen bilden, und diese könnten irgendwann plötzlich wie eine Flut über das Basislager und Dörfer in der Nähe hereinbrechen. Die Regierung suche jetzt nach Alternativorten für das Basislager weiter unten in der Nähe von Dörfern, wo es gewöhnlicherweise kein Eis gebe, sagte Gautam. Er betonte auch, dass es über die Jahre mehr und mehr Expeditionen in der Everest-Region gebe und diese dann auch mehr Energie verbrauchen, also Flüssiggas oder Kerosin verbrennen und so Wärme erzeugen. Das Eis auf dem Mount Everest schmilzt schnell, wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen.

21:01 Uhr

Gepanschter Sprit an griechischen Tankstellen - Schließung droht

Griechischen Tankstellen droht ab sofort eine bis zu dreimonatige Schließung, wenn sie dabei erwischt werden, gepanschten Sprit zu verkaufen. Zudem sollen die betreffenden Tankstellen auf der Website der Steuerbehörde veröffentlicht werden, berichtete die Zeitung "Kathimerini". Außerdem müssen die jeweiligen Betreiber den gepanschten Kraftstoff auf eigene Kosten entsorgen. Zuletzt hatten sich in Griechenland Berichte von Autofahrern gehäuft, die sich über minderwertigen Kraftstoff beschwerten. Selbst die Vorsitzende des Tankstellenverbandes von Athen und Attika, Maria Zagka, gestand Anfang Juni in einer TV-Debatte ein, dass es eine hohe Dunkelziffer gebe und sich die Situation seit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine und der darauffolgenden Verteuerung von Kraftstoff verschlimmert habe.

20:57 Uhr

Entscheidet sich die AfD für die Doppelspitze, will Weidel antreten

Die stellvertretende Bundessprecherin der AfD, Alice Weidel, hat bekannt gegeben, dass sie für den Posten einer zweiten Bundessprecherin antreten werde, sollte sich der AfD-Parteitag am Samstag nicht für einen einzelnen Vorsitzenden entscheiden. "Wenn es dann morgen zu einer Doppelspitze kommt, dann werde ich auch als zweite Bundessprecherin dort antreten", sagte Weidel gegenüber RTL/ntv. Die AfD hat auf ihrem Parteitag in Riesa entschieden, künftig auch nur einen Bundessprecher als Führung der Partei zuzulassen. Als aussichtsreichster Kandidat gilt der bisherige Bundessprecher Tino Chrupalla. Weidel betonte: "Ich bin eine ganz große Freundin und Verfechterin der Einerspitze, das habe ich auch so gesagt, dass ich Tino Chrupalla in der Bewerbung um die Einzelspitze dort unterstütze und als Stellvertreterin reingehe."

20:39 Uhr

Claudia Roth beleidigt - Mann aus Oberbayern muss zahlen

Dieses Internet ist eben kein rechtsfreier Raum. Das musste jetzt auch ein Mann aus Oberbayern lernen. 

Ein besonders abwertender Hasspost im Internet mit einem Foto von Kulturstaatsministerin Claudia Roth hat für einen Mann aus Oberbayern rechtliche Folgen. Er müsse in Zukunft eine konkrete Beleidigung der Staatsministerin unterlassen und obendrein die Kosten des Verfahrens in Höhe von 2500 Euro tragen, befand das Landgericht München II in einer einstweiligen Verfügung, die am Freitag bekannt gegeben wurde. Der Beschluss vom 10. Juni ist noch nicht rechtskräftig. Es handelt sich um einen Kommentar, den der Mann im Februar unter einem rund drei Jahre alten Beitrag auf Facebook hinterlassen hatte. Darin veröffentlichte er nach Angaben des Gerichts ein Foto Roths, das mit Ausdrücken aus der Fäkalsprache und einer sexualisierten Abwertung versehen war.

20:21 Uhr

Querulanten-Duo: Nach Polen auch Ungarn gegen Mindeststeuer in EU

Es gehört mittlerweile beinahe zur europäischen Folklore: Wann immer die EU ein Vorhaben größerer Tragweite umsetzen will, kommt früher oder später ein Sperrfeuer, zumeist aus Ungarn und Polen. Nun ist es wieder so weit.

Nach Polen blockiert auch Ungarn eine EU-Einigung auf eine globale Mindeststeuer von 15 Prozent. Das bestätigte der französischen Wirtschafts- und Finanzministers Bruno Le Maire nach dem Treffen in Luxemburg. Das sei einer der Reize dieser Verhandlungen, die seit fünf Jahren geführt würden, sagte der Spitzenpolitiker mit sarkastischer Wortwahl. Man erziele Fortschritte, dann gebe es auch wieder Rückschläge. Er sei aber weiterhin optimistisch, dass bald eine Lösung gefunden werden könne. Ein Sprecher der ungarischen Regierung hatte Ungarns Haltung am Mittwoch auf Twitter damit begründet, dass die Steuer schlecht für die europäische Wettbewerbsfähigkeit sei. Der Grünen-Abgeordnete Rasmus Andresen forderte, die Steuer notfalls auch ohne Ungarn durchzusetzen. Sein CSU-Amtskollege Markus Ferber warf der Regierung in Budapest vor, die Steuerreform in Geiselhaft zu nehmen. Die Mindeststeuer soll verhindern, dass große Konzerne ihre Gewinne in Regionen mit niedrigeren Steuern verlagern und dass multinationale Unternehmen dort mehr Steuern zahlen, wo sie tätig sind.

20:02 Uhr

Videos des Tages

19:39 Uhr

Bob Geldof lobt deutsche Musik - aus den 70ern

Da bahnt sich Lob aus berufenem Munde an, und dann folgt doch die Enttäuschung. Zunächst sagt der irische Rocksänger Bob Geldof, deutsche Musik sei besser als ihr allgemeiner Ruf in der Welt. Dann jedoch begibt er sich offenbar auf die Pfade seiner eigenen Jugend und sagt: "Deutsche Musik hat den Rock'n'Roll beeinflusst. Und wo wäre zum Beispiel der Hip-Hop ohne Kraftwerk und diese Art Musik?". Das bedeute aber nicht, dass Kraftwerk zum Beispiel den Eurovision Song Contest (ESC) gewinnen würden. "Nein, sie würden Letzter werden. Das sagt aber mehr über den ESC aus als über deutsche Bands und Musik", sagte Geldof am Rande eines SWR-Sommerfestivals in Speyer. Die Vorreiterrolle von Kraftwerk ist unbestritten, aktuelle deutsche Musik hat damit gleichwohl rein gar nichts zu tun. Und die Hochzeit von Kraftwerk waren nun mal die 70er und frühen 80er Jahre.

19:15 Uhr

Weniger warm im Winter? Eigentümer finden's OK

Der Eigentümerverband Haus und Grund hat den Vorschlag der Bundesnetzagentur für eine Absenkung der Heiz-Mindesttemperatur als "wertvollen Anstoß" bezeichnet. "Wir müssen uns jetzt auf alle Eventualitäten vorbereiten. Die privaten Vermieter werden alles in ihrer Macht Stehende tun, um ihren Mietern im Herbst und Winter warme Wohnungen zu ermöglichen", sagte Verbandschef Kai Warnecke laut einer Mitteilung. Damit vor dem Hintergrund des russischen Kriegs in der Ukraine Gas möglichst in großem Umfang gespart werden kann, hatte der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, auch die Absenkung von Vorgaben zum Heizen vorgeschlagen. Der Vorschlag sei sinnvoll, so Warnecke. Ein Grad weniger Raumtemperatur bedeute sieben Prozent weniger Energieverbrauch.

18:49 Uhr

Joey Kelly gratuliert "Bobby-Car" mit schrägem Weltrekord zum Geburtstag

Ich dachte erst, Joey Kelly würden die Auftritte bei "Wok-WM" oder dem "Turmspringen" fehlen, aber der Grund für seine Bobby-Car-Aktion ist doch ein anderer.

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50 Meter zogen Joey Kelly und seine Mitstreiter mit 50 Bobby-Cars den Kelly-Family-Bus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit 50 Bobby-Cars und purer Beinkraft haben Sänger Joey Kelly und seine Mitstreiter den berühmten Doppeldeckerbus der Kelly Family 50 Meter weit gezogen - und damit einen Weltrekord aufgestellt. Das Rekord Institut für Deutschland begleitete die Aktion des 49-Jährigen nach Angaben des Europa-Parks in Rust bei Freiburg auf dem Besucherparkplatz von Deutschlands größtem Freizeitpark. Offizieller Titel: "Das schwerste von 50 Bobby-Cars 50 Meter weit gezogene Gewicht". Der Bus wiegt demnach zwar fast zehn Tonnen, dennoch ist der Superlativ eher für Nachahmer gedacht: Denn bislang haben einer Sprecherin zufolge noch nie 50 Bobby-Cars irgendetwas unter den Augen von Rekord-Beobachtern 50 Meter weit gezogen. Es gibt also noch keinen Rekord, den Kelly und Co. hätten brechen können. Anlass war der 50. Geburtstag der Traditionsmarke Bobby-Car der Big-Spielwarenfabrik.

18:25 Uhr

Merkel will durch Westdeutschland touren - "als Mensch"

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel will nach 16-jähriger Amtszeit in Ruhe den Westen Deutschlands näher kennenlernen. "Ich bin selten zweckfrei in den alten Bundesländern gewesen", sagte Merkel im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Ich bin nie einfach so auf der Loreley gewesen oder an der Moselschleife oder alleine im Trierer Dom oder Speyerer Dom." Nun beginne ein neuer Lebensabschnitt. Sie habe bisher nur wenig gemacht, was viele Menschen gern und selbstverständlich unternähmen. Merkel sagte: "Ich gehe jetzt in den Teil meines Lebens, der mir bisher verwehrt war. Als Mensch."

18:07 Uhr

Katzenhasser auf Kreta droht Geldstrafe von 250.000 Euro

Ein Mann, der auf Kreta fünf Katzenkinder im Müll entsorgt haben soll, könnte dafür mit bis zu 250.000 Euro Geldstrafe belegt werden. Der 59-Jährige muss sich wegen Tiertötung vor Gericht verantworten, berichtete die Zeitung "Kathimerini". Er soll die fünf Kätzchen Anfang Juni an einer Schnellstraße in eine Mülltonne geworfen haben. Kurze Zeit später entdeckte eine Frau die Tiere und nahm sie zu sich. Allerdings waren sie so klein, dass nur eines überlebte. Die Frau meldete den Vorfall der Polizei, die den mutmaßlichen Täter mithilfe der Aufnahmen von Überwachungskameras identifizierte. Dem Mann drohen nun 50.000 Euro Strafe pro Katze, insgesamt 250.000 Euro. Griechenland hatte sein Tierschutzgesetz im Jahr 2021 massiv verschärft.

17:49 Uhr

Filmlegende Jean-Louis Trintignant mit 91 verstorben

Der französische Filmstar Jean-Louis Trintignant ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Das teilte seine Familie mit. Trintignant spielte in etwa 160 Filmen und Theaterstücken, darunter in "Ein Mann und eine Frau" von Claude Lelouch und in Michael Hanekes Drama "Liebe". Bekannt wurde er, als er 1956 in der Rolle des schüchternen Ehemanns an der Seite von Brigitte Bardot in dem Film "Und ewig lockt das Weib" auftrat - und dann eine Liaison mit der Schauspielerin einging. Trintignant verabschiedete sich wegen einer privaten Tragödie für mehrere Jahre von der Kinowelt, nachdem seine Tochter Marie 2003 von ihrem Partner, dem Sänger Bertrand Cantat, zu Tode geprügelt worden war.

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17:16 Uhr

Trockenheit und 40 Grad: Schwere Waldbrände im Norden Spaniens

Mehrere Waldbrände in verschiedenen Teilen Spaniens haben die Feuerwehr und die Bewohner der betroffenen Gebiete weiter in Atem gehalten. Am schlimmsten war die Situation in der Provinz Zamora im Nordwesten des Landes. Dort zerstörten die Flammen am Gebirgszug Sierra de la Culebra unweit der Grenze zu Portugal bis Freitagmittag rund 9000 Hektar, wie der staatliche Fernsehsender RTVE unter Berufung auf Feuerwehrsprecher berichtete. Das entspricht einer Fläche von knapp 13.000 Fußballfeldern. Rund 600 Bewohner von acht Dörfern seien in Sicherheit gebracht worden, hieß es. Mehrere Landstraßen waren laut RTVE seit Donnerstag gesperrt. Die Trockenheit, die schon seit mehreren Tagen anhaltende extreme Hitzewelle mit Temperaturen von teils über 40 Grad in weiten Teilen des Landes und auch die teilweise sehr heftigen Winde begünstigen nach Angaben von Experten die Waldbrände.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:39 Uhr

"Weniger Konflikte" oder "stärker autoritär"? AfD stimmt für mögliche Einzelspitze

Ganz nach Björn Höckes Geschmack: Die AfD kann künftig auch von einer Einzelspitze geführt werden. Die Delegierten des Bundesparteitags im sächsischen Riesa stimmten mit der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit für eine entsprechende Satzungsänderung: Demnach ist künftig eine Einzel- oder eine Doppelspitze möglich; bislang sah die Satzung vor, dass die AfD von zwei oder drei Vorsitzenden geführt wird. Mit dem Votum für die Satzungsänderung folgten die Delegierten einem Vorstoß von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke. "Ich bekenne mich zur Einzelspitze", sagte Höcke vor den Delegierten. "Das bedeutet Führung in Verantwortung auf Zeit." Höcke kritisierte: "Grundsätzlich sind Zweierspitzen konfliktträchtig." Die Entscheidung, ob die AfD für die in Riesa anstehende Vorsitzendenwahl eine Einzel- oder Doppelspitze bekommt, muss nun der Parteitag entscheiden. Höcke sprach sich dafür aus, noch einmal eine Doppelspitze zu installieren, bei der nächsten Wahl dann aber eine einzelne Person an die Spitze zu wählen. Die Satzungsänderung wurde mit 69,2 Prozent vom Parteitag angenommen. Der frühere AfD-Vizechef Albrecht Glaser warnte, in der Partei könnten bei einer Einzelspitze "autoritäre Strukturen" entstehen.

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15:53 Uhr

Letzter Teil von Unglückszug in Garmisch-Partenkirchen geborgen

Zwei Wochen nach dem tödlichen Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen ist als letztes Zugteil die Lokomotive geborgen worden. "Wir haben die Lok am frühen Morgen geholt", sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Am Vortag sei die Bergung mithilfe eines 160-Tonnen-Schienenkrans vorbereitet worden. "Er hat die Lokomotive aufs Gleis gehoben. Eine Rangierlok hat sie abgeholt." Die Lok solle im nächsten Schritt nach München gebracht werden. Bereits am Mittwoch war der letzte Waggon von der Unglücksstelle weggezogen worden. Rund um die Unfallstelle müssen laut dem Bahnsprecher zufolge rund 700 Meter Schienen sowie 500 Schwellen erneuert werden. "Und wir benötigen neue Oberleitungen." Dazu müssen auch drei Oberleitungsmasten neu gesetzt werden, die teils von umstürzenden Waggons umgerissen wurden und die nun neue Betonfundamente brauchen. Wann die Strecke wieder befahrbar sein wird, ist weiter offen. "Da haben wir keine Prognose", sagte der Bahnsprecher.

15:23 Uhr

"Reichsbürgerin" betrügt Staat um 24.700 Euro - nun steht sie vor Gericht

Das hatte sich die selbsternannte "Rechtskonsulentin" wohl auch anders gedacht: Wegen bandenmäßigen Betrugs muss sich eine mutmaßliche "Reichsbürgerin" vor dem Landgericht Essen verantworten. Die 64-Jährige soll laut Anklage mit gesondert verurteilten Tätern in Gelsenkirchen einen Verein gegründet haben mit dem Ziel, öffentliche Institutionen finanziell zu schädigen und eine vermeintlich den Vereinsmitgliedern zustehende "Leibrente" durchzusetzen. Dieser Verein wurde von der Polizei der sogenannten "Reichsbürger"-Szene zugerechnet.

Die Vereinsmitglieder erteilten der Anklage zufolge in den Jahren 2015 und 2016 zunächst 42 Lastschriftaufträge auf Kosten öffentlicher Finanzkassen, ohne dass ihnen entsprechende Mandate vorlagen. Da der Zahlungsverkehr nicht rechtmäßig war, erfolgte eine Rückbuchung der Gelder. Allerdings hatten die Täter bereits knapp 24.700 Euro weiterverfügt. Die Angeklagte nahm außerdem in sieben Fällen telefonisch Kontakt zum Polizeipräsidium Gelsenkirchen auf, wo sie sich als "Rechtskonsulentin von Schwarzach" ausgab und die Gespräche heimlich aufzeichnete. Deshalb lautet die Anklage auf gewerbs- und bandenmäßigen Betrug sowie Verletzung der Vertraulichkeit des Worts.

15:01 Uhr

Kanzler Scholz soll im August erneut vor "Cum Ex"-Ausschuss aussagen

Bundeskanzler Olaf Scholz soll im August ein zweites Mal vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) der Hamburgischen Bürgerschaft zum "Cum-Ex"-Skandal aussagen. Die Vernehmung werde voraussichtlich am 19. August stattfinden, sagte Ausschuss-Schriftführer und CDU-Obmann Richard Seelmaecker. Entsprechende Absprachen würden jetzt zwischen dem PUA-Arbeitsstab und dem Kanzleramt getroffen. Scholz hatte bereits im April vergangenen Jahres ausgesagt. Der Ausschuss soll eine mögliche Einflussnahme führender SPD-Politiker auf Steuerentscheidungen bei der in den "Cum-Ex"-Skandal verstrickten Warburg Bank klären. Hintergrund sind Treffen des damaligen Bürgermeisters Scholz mit den Gesellschaftern der Bank, Christian Olearius und Max Warburg, 2016 und 2017. Gegen Olearius liefen damals schon Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung.

14:37 Uhr

Zoll findet kiloweise Korallen in Koffern

Die Korallen wären besser nicht mit auf die Heimreise gekommen. So wurden sie in den Koffern mehrerer Reisender am Münchner Flughafen entdeckt. Mehr als sieben Kilogramm geschützter Korallen waren es insgesamt, sagt der Zoll. Passagiere hatten sie bereits Anfang des Monats unter anderem aus Thailand als Andenken mitgebracht. Alleine in einem Koffer waren fast fünf Kilogramm Korallenbruchstücke. Der Zoll hat alles beschlagnahmt.

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Die Reisenden konnten die erforderlichen Artenschutzdokumente nicht vorweisen.

(Foto: Hauptzollamt München - Beschlagnahmte Korallen)

14:17 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin, Heidi Ulrich, begibt sich in ihren wohlverdienten Feierabend und die Sommerhitze. Ab sofort übernehme ich den "Tag" und begleite Sie durch den Nachmittag und den Abend. Mein Name ist Alexander Schultze. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@n-tv.de. Auf geht's!

13:54 Uhr

DLRG kann viele Strände nicht überwachen

Bei dem herrlichen Wetter dürften viele Badeseen und Strände dieses Wochenende brechend voll werden. In Schleswig-Holstein kann die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aber nicht an allen Stränden aufpassen. Dafür stehen nicht genügend Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer bereit. Nur rund 50 Prozent der benötigten Freiwilligen seien verfügbar, sagt der Sprecher des DLRG-Landesverbands, Thies Wolfhagen. Wegen der Corona-Pandemie fehle ein kompletter Jahrgang ausgebildeter Rettungsschwimmer. Im Laufe des Sommers werde sich die Situation aber entspannen. Wo eine Bewachung des Badebetriebs aktuell nicht möglich ist, werde mit der roten Flagge darauf hingewiesen, dass keine Rettungsschwimmer anwesend sind.

13:36 Uhr

Münsters Bischof lehnt Rücktritt nach Missbrauchsstudie ab

Anfang der Woche haben Forscher eine Studie über sexuellen Missbrauch im Bistum Münster veröffentlicht. Darin wird Bischof Felix Genn ein zu lascher Umgang mit Priestern vorgeworfen, die nach ihren Taten Reue gezeigt hatten. Genn räumt Fehler ein, einen Rücktritt lehnt er aber ab. Er habe nichts vertuscht, sagt er nun. "Ich möchte daher die mir verbleibende Amtszeit als Bischof von Münster mit höchstem Engagement nutzen, weiterhin und verstärkt auf das zu hören, was Betroffene und unabhängige Gremien mir für den Umgang mit sexuellem Missbrauch im Bistum Münster empfehlen und versuchen, das umzusetzen." Von 1945 bis 2020 gab es nach den Untersuchungen des fünfköpfigen Forscherteams mindestens 196 Kleriker als Täter und 610 minderjährige Opfer von sexuellem Missbrauch.

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13:07 Uhr

Waldbrand im Harz ausgebrochen

Die Feuerwehr bekämpft einen Waldbrand im Trecktal im Oberharz am Brocken. Betroffen sei eine Fläche in etwa so groß wie sieben Fußballfelder, heißt es von der Leitstelle. Auch ein Löschhubschrauber kommt zum Einsatz. Der Brand war letzte Nacht ausgebrochen. Warum, ist bisher unklar. Die Straße zwischen Elbingerode und Heimburg ist gesperrt, der Verkehr wird umgeleitet.

12:56 Uhr

ESC findet nicht beim Sieger Ukraine statt

Der nächste Eurovision Song Contest (ESC) findet wegen des russischen Angriffskriegs nicht beim diesjährigen Sieger Ukraine statt. Das teilt die Europäische Rundfunkunion (EBU) mit. Stattdessen wolle man Gespräche mit der BBC führen, ob der ESC 2023 in Großbritannien ausgerichtet werden könne.

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12:37 Uhr

Zwölfjähriger tot auf Spielplatz gefunden

Auf einem Spielplatz an der Mecklenburgischen Seenplatte ist ein Zwölfjähriger tot aufgefunden worden. Der Polizei zufolge handelt es sich um einen Jungen aus der Ukraine, der in einer benachbarten Flüchtlingsunterkunft gewohnt hat. Der Junge wurde bereits am Dienstag in Altentreptow gefunden. Zur Todesursache wird noch ermittelt. Die Polizei gehe derzeit eher nicht von einem Fremdverschulden aus, hieß es gestern im "Nordkurier".

12:13 Uhr

Hartz-IV-Empfänger in Bawü sollen wegen 9-Euro-Ticket Geld zurückzahlen

Das 9-Euro-Ticket macht vieles unkomplizierter. Nicht so in Baden-Württemberg. Dort sollen Hartz-IV-Empfänger wegen des 9-Euro-Tickets Geld zurückzahlen. Die "Badischen Neuesten Nachrichten" schreiben, die Jobcenter würden nur die tatsächlich anfallenden Ticketkosten übernehmen. Wie der SWR berichtet, übernimmt der Staat bereits die Schülertickets für Kinder von Hartz-IV-Empfängern. Da das 9-Euro-Ticket aber deutlich günstiger ist, sollen die Eltern den Differenzbetrag zurückzahlen, heißt es. "Ein finanzieller Schaden entsteht den Familien nicht", betont eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Stuttgart gegenüber der Zeitung. Doch es gibt Protest: Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dorothea Kliche-Behnke, nennt die Rückforderungen "grotesk und gewissenlos". Aus menschlicher Sicht sollte man auf die Rückforderungen verzichten, appelliert auch der Landesvorsitzende des Sozialverbands VdK, Hans-Josef Hotz. Laut dem Bericht sieht man das beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales ähnlich - auch aus rechtlichen Gründen. An alle Landesministerien soll nun ein entsprechendes Schreiben gehen.

11:35 Uhr

Unbekannter soll zehn Hunde vergiftet haben

In Dortmund soll jemand zehn Hunde vergiftet haben. Die Polizei sagt, zehn der elf Hunde seien am Mittwoch in Tierkliniken gebracht worden, wo vier von ihnen starben. Die Hunde waren vorher auf dem Außengelände eines Privatgrundstücks im Stadtteil Buchholz. Zeugen sprachen von einem Verdächtigen, der sich in mehreren Nächten vor der Tat nahe dem Grundstück aufgehalten habe. Die Polizei sucht weitere Zeugen.

11:31 Uhr
Breaking News

London genehmigt Assange-Auslieferung an die USA

Großbritannien hat die Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange an die USA genehmigt. Das bestätigt das Innenministerium in London. Dem Australier droht in den USA wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan lebenslange Haft.

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11:20 Uhr

Lauterbach kündigt neue Impfkampagne an

Im Herbst ist die nächste Corona-Welle zu erwarten - was bereitet die Bundesregierung vor? Gesundheitsminister Lauterbach sagt, er erwarte ab September von den Herstellern an die Omikron-Variante angepasste Impfstoffe. Man werde dann in der Lage sein, jedem den für ihn besten Impfstoff anzubieten. Das Testkonzept werde überarbeitet und in den nächsten Tagen vorgestellt. Es müsse noch geklärt werden, wer die Bürgertests weiterhin bekommen solle, wie diese finanziert würden und wie verhindert werde, dass es zu Missbrauch komme.

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11:10 Uhr

WHO verzeichnet mehr psychische Erkrankungen seit Corona

Die Corona-Pandemie hat zu einem starken Anstieg beim Auftreten einiger psychischer Krankheiten geführt. Die Fälle von Depressionen und Angststörungen seien weltweit allein im ersten Pandemiejahr um 25 Prozent gestiegen, schreibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem Bericht über Mentale Gesundheit.

  • Die mentale Gesundheit sei Jahrzehnte vernachlässigt worden. Alle Länder müssten mehr tun, um den Betroffenen zu helfen.
  • Einige der wichtigsten Ursachen für Depressionen seien sexueller Missbrauch, Mobbing oder Schikane im Kindesalter. Dem müsse aktiv entgegengewirkt werden: durch soziale Dienste, Unterstützung für Familien mit Problemen und Programme für soziales und emotionales Lernen in Schulen.
  • Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten, Kriege, die Klimakrise und Gesundheitsbedrohungen - wie eine Pandemie - seien Risiken, die zu psychischen Krankheiten beitragen.
11:01 Uhr

Vermummte demonstrieren auf Balkon der SPD-Zentrale

Klima-Aktivisten der Gruppe "Sand im Getriebe" demonstrieren auf dem Balkon der SPD-Zentrale für eine Verkehrswende. "Klimakanzler? Wir sind schwarz gekleidet und machen deinen Job", ist auf einem Plakat zu lesen. Die Polizei ist deshalb am Willy-Brandt-Haus im Einsatz.

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Laut Polizei hatten die Aktivisten Leitern dabei.

(Foto: picture alliance/dpa)

10:46 Uhr

Drei Palästinenser getötet, Israels Armee meldet Beschuss

Bei einem Einsatz der israelischen Armee in der Stadt Dschenin im Westjordanland sind laut palästinensischen Medienberichten drei Palästinenser getötet worden.

  • Israelische Soldaten hätten das Auto, in dem die drei Palästinenser saßen, beschossen, berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA. Acht weitere Menschen seien verletzt worden. Zum Zeitpunkt des Vorfalls habe es in der Umgebung "heftige Zusammenstöße" gegeben.
  • Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP sah die Leichen von drei jungen Männern in der Leichenhalle von Dschenin. Er berichtet zudem von einem weißen Fahrzeug mit Einschusslöchern und zerbrochenen Fenstern.
  • Die israelische Armee teilt mit, ihre Soldaten hätten in Dschenin einen Einsatz zur Sicherstellung von Waffen an zwei verschiedenen Orten ausgeführt. Es habe Schüsse in Richtung der Soldaten gegeben. "Pläne der Terroristen", die israelischen Soldaten ins Visier zu nehmen, seien "vereitelt" worden. Am Ort der Zusammenstöße hätten die Soldaten mehrere Waffen vorgefunden, darunter M-16-Sturmgewehre.
10:22 Uhr

Lemke ermahnt Supermärkte wegen "Schummeltüten"

Einige Supermärkte, Discounter und Drogerien umgehen das Plastiktüten-Verbot offenbar, indem sie dickere Tüten anbieten. Bundesumweltministerin Lemke ruft die Ladenbetreiber nun dazu auf, die "Schummeltüten" schnell aus dem Sortiment zu entfernen. Die Märkte sollten ihren Beitrag zur Eindämmung der Einweg-Plastikflut leisten. "Ich hoffe, dass es nicht schon wieder eine gesetzliche Regelung braucht", sagt die Grünen-Politikerin. Die Deutsche Umwelthilfe hatte die Ministerin aufgefordert, gesetzlich nachzubessern. Die Umweltschutzorganisation wirft Märkten vor, einfach dickere Plastiktüten anzubieten. Verboten sind lediglich Plastiktüten mit einer Wandstärke von 15 bis maximal 49 Mikrometern - so bleiben etwa die dünnen Plastiktüten zum Einpacken von Obst und Gemüse erlaubt.

10:03 Uhr

Gesichtslähmung zwingt Bieber zu Konzert-Pause

Eine Gesichtslähmung hat den Popstar ausgebremst: Der 28-Jährige hat deswegen alle Konzerte seiner Tour im Juni und Juli verschoben. Sein Team schreibt: "Justin erhält weiter die bestmögliche medizinische Versorgung, denkt optimistisch an seine Genesung, und freut sich darauf, später im Sommer wieder auf Tour zu gehen und für seine Fans in Übersee aufzutreten." Ein Konzert in Deutschland steht erst Anfang 2023 an – dann in Hamburg. Bieber hatte letzte Woche gesagt, dass bei ihm das Ramsay-Hunt-Syndrom diagnostiziert wurde. Diese seltene Virus-Erkrankung greift Nerven im Ohr und Gesicht an. Er könne auf der rechten Hälfte seines Gesichts nicht blinzeln, lachen oder seinen Nasenflügel bewegen.

09:36 Uhr

China lässt Flugzeugträger mit Katapult vom Stapel

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Es wird noch Jahre dauern, bis die "Fujian" einsatzbereit ist. Der Termin für die Indienststellung ist bislang nicht bekannt.

(Foto: picture alliance / Xinhua News Agency)

China hat seinen dritten Flugzeugträger in einer feierlichen Zeremonie vom Stapel gelassen. Die "Fujian", die technisch fortschrittlicher als die bisherigen Schiffe ist, wurde in einer Shanghaier Werft zu Wasser gelassen. Der staatliche Sender CCTV meldet, es sei der erste vollständig im Land entwickelte und gebaute Flugzeugträger mit Katapultsystem. Im Unterschied zu den bisherigen beiden Schiffen verfügt die "Fujian" nicht mehr über eine altmodische Startrampe, sondern ein elektromagnetisches Flugzeugkatapult, mit denen die Flugzeuge in die Luft gebracht werden.

In der Region und darüber hinaus wird Chinas derzeitige Aufrüstung mit Sorgen betrachtet. Peking streitet mit seinen Nachbarn um Inseln und Riffe und beansprucht große Seegebiete mit bedeutenden Fischgründen, Rohstoffvorkommen und Schifffahrtsstraßen.


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09:00 Uhr

Ampel diskutiert Maskenpflicht von Oktober bis Ostern

Die Bundesregierung denkt darüber nach, eine generelle Maskenpflicht in Innenräumen von Oktober bis Ostern einzuführen. Dies sei eine von mehreren möglichen Regelungen für die anstehende Novellierung des Infektionsschutzgesetzes, heißt es der "Welt am Sonntag" zufolge aus dem Kanzleramt. Ein Teil der Ampel-Koalition setze sich dafür ein, eine sogenannte "O-bis-O"-Regel einzuführen. Die kennt man bisher als Faustregel für den Reifenwechsel.

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08:36 Uhr

Spürhunde können Long-Covid-Patienten erkennen

Mit ihrem außergewöhnlichen Geruchssinn sind Hunde in der Lage, Virusinfektionen zu erschnüffeln. Das gelingt auch noch, wenn der PCR-Test nach einer Corona-Infektion wieder negativ ist, wie ein Forschungsteam unter der Leitung der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) im Journal "Frontiers in Medicine" berichtet:

  • In verschiedenen Test-Szenarien konfrontierten die Wissenschaftler neun Corona-Spürhunde mit Proben von Sars-CoV-2-Infizierten, mit Long-Covid-Proben sowie mit Negativproben. Wurden den Hunden Proben von Long-Covid-Patienten und zum Vergleich solche von Gesunden präsentiert, so erkannten sie in über 90 Prozent der Versuche die Patientenproben.
  • "Es ist bekannt, dass infektiöse Atemwegserkrankungen spezifische flüchtige organische Verbindungen freisetzen können", sagt Holger Volk, Leiter der TiHo-Klinik für Kleintiere. Die Ergebnisse der Studie unterstützten die Hypothese, dass diese Verbindungen nach der Erstinfektion langfristig bei Long-Covid-Patienten vorhanden seien.
  • Den Forschern zufolge können die Spürhunde selbst Long-Covid-Erkrankungen identifizieren, wenn auch Antikörpertests keine Aussagen mehr über die Ursache einer Erkrankung treffen können. Dies ermögliche eine optimierte Behandlung der Betroffenen.
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08:16 Uhr

Steinmeier erklimmt Tempelanlage

Bei über 30 Grad gerät das Erklimmen der verschiedenen Ebenen des Bauwerks auch für den Bundespräsidenten zur schweißtreibenden Angelegenheit. Zum Abschluss seines Staatsbesuchs in Indonesien hat Steinmeier den berühmten Tempel Borobudur besucht, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Steinmeier ließ sich auch die Erhaltungsarbeiten an dem zwischen 780 bis 840 errichteten Bauwerk erklären, an denen sich Deutschland finanziell beteiligt.

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Der rund 1200 Jahre alte stufenförmige Tempel gilt als bedeutendstes buddhistisches Bauwerk auf Java und größter buddhistischter Tempel der Welt.

(Foto: picture alliance/dpa)

07:53 Uhr

Von russischen Kriminellen gehacktes Botnetz zerlegt

In einer gemeinsamen Aktion haben die USA, Deutschland, die Niederlande und Großbritannien ein von russischen Cyberkriminellen gehacktes Computernetzwerk zerschlagen. "Es wird vermutet, dass die Betreiber groß angelegte Angriffe auf Authentifizierungsdienste durchgeführt haben", erklärt das US-Justizministerium. Kriminelle hätten es für betrügerische Zwecke genutzt. Das als "RSOCKS"-Botnet bekannte Netzwerk umfasse Millionen von gehackten Computern und Geräten weltweit. RSOCKS-Benutzer hätten eine Gebühr zwischen 30 und 200 Dollar pro Tag bezahlt, um schadhafte Internet-Aktivitäten über gehackte Geräte zu leiten. Mehrere große öffentliche und private Einrichtungen seien Opfer von RSOCKS geworden, darunter eine Universität, ein Hotel, ein Fernsehstudio und ein Elektronikhersteller. Namen wurden nicht genannt.

07:42 Uhr

Städte mahnen Update für Corona-Gesetz an

Noch ansteckendere Omikron-Sublinien des Coronavirus breiten sich schnell aus. In genau drei Wochen geht der Bundestag in die Sommerpause - bis Anfang September. Der Deutsche Städtetag macht deshalb jetzt Alarm und ruft dazu auf, vorher das Bundesinfektionsschutzgesetz anzupassen. Wenn sich Corona weiter sprunghaft ausbreite, müssten die Städte handeln können, sagt Verbandspräsident Lewe der Funke Mediengruppe. Der Oberbürgermeister von Münster fordert unter anderem, dass die kostenlosen Bürgertests verlängert werden und die kommunalen Impfzentren einsatzbereit bleiben. Auch plädiere er, wenn nötig, für Maskenpflicht in Innenräumen, etwa im Einzelhandel.

Die jetzigen Regelungen im Infektionsschutzgesetz laufen am 23. September aus. Kostenlose Bürgertests sind vorerst bis einschließlich 29. Juni geregelt. Bis zum 30. Juni wird das Gutachten eines Sachverständigenausschusses erwartet, das die bisherigen Schutzmaßnahmen bewertet.

07:08 Uhr

Inzidenz fällt auf 427,8

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 427,8 gesunken. Gestern lag sie noch bei 480,0 (Vorwoche: 318,7; Vormonat: 437,6). Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet außerdem 28.118 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 77.878) und 19 Todesfälle (Vorwoche: 106) innerhalb eines Tages.

Allerdings liefern die Daten kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

07:03 Uhr

Fast ganz Deutschland brutzelt unter Hitzeglocke

Eine Hitzewelle breitet sich ab Freitag von Südwest in Deutschland aus. Bei reichlich Sonne klettern die Temperaturen auf bis zu 33 Grad. Im teils wolkenverhangenen Norden bleibt es jedoch frischer. Hitzehöhepunkt ist Samstag. Er trifft jedoch nicht alle Landesteile - die Küsten bleiben außen vor.

06:43 Uhr

Teilnehmer einer Kirchengruppe in Alabama erschossen

In Vestavia Hills im US-Bundesstaat Alabama hat ein Schütze auf Teilnehmer eines Kirchenkreises geschossen. Zwei Menschen starben. Eine weitere Person wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei hat den Angreifer festgenommen und sagt, es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung. Der Mann war nach ersten Informationen am frühen Abend allein bei dem Treffen einer kleinen Gruppe in der örtlichen Episkopalkirche aufgetaucht und hatte das Feuer eröffnet. Über das Motiv ist bisher nichts bekannt.

06:24 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Der Sommer meldet sich mit voller Kraft zurück, vor allem am Wochenende wird es richtig heiß. Perfekt, um sich in Richtung See, Meer oder Eisdiele zu begeben. Die Wochenendpläne sind erstmal nur Pläne, heute steht noch viel auf dem Programm:

  • Kremlchef Putin hält beim 25. Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg eine Rede. Erwartet wird, dass er einmal mehr die wegen des Krieges verhängten Sanktionen gegen Russland als illegal kritisiert. Auch der chinesische Präsident Xi soll per Videoschalte sprechen. Nicht dabei sind hingegen Vertreter von aus Sicht der russischen Regierung "unfreundlichen Ländern", wozu auch die EU-Staaten und die USA gehören.
  • Die EU-Kommission gibt eine Empfehlung zum EU-Beitrittsantrag der Ukraine ab. Dass sich Brüssel dafür ausspricht, gilt als sicher.
  • Um 10 Uhr sprechen Bundesgesundheitsminister Lauterbach und der Vizepräsident des Robert Koch-Instituts Schaade über die Corona-Lage.
  • Nach der Vorstellung einer unabhängigen Studie der Uni Münster zu sexuellem Missbrauch durch Kleriker im Bistum Münster äußert sich Bischof Felix Genn gegen 10.30 Uhr erstmals ausführlich bei einer Pressekonferenz.
  • Die Deutsche Fußball Liga gibt um 12 Uhr die Spielpläne für die Bundesliga und 2. Liga für die kommende Saison bekannt.
  • Voraussichtlich am Nachmittag wählt die AfD bei einem Parteitag im sächsischen Riesa ihre Parteispitze neu.
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    Die Tempelanlage von Borobudur ist rund 1200 Jahre alt und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

    (Foto: picture alliance / AA)

    Bundespräsident Steinmeier besucht zum Abschluss seiner Indonesien-Reise die Tempelanlage von Borobudur, den größten buddhistische Tempel der Welt.
  • Das Hurricane-Festival in Scheeßel meldet sich nach zweijähriger Corona-Pause zurück. 78.000 Besucherinnen und Besucher werden erwartet.

Ich bin Heidi Ulrich, zu erreichen über dertag(at)n-tv.de.

06:00 Uhr

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