Freitag, 30. Juni 2017Der Tag

Heute mit Heidi Ulrich und Kira Pieper
22:35 Uhr

Das war Freitag, der 30. Juni 2017

Heute brauche ich beim Thema des Tages nicht lange zu überlegen. Der Bundestag hat die Ehe für alle beschlossen. Dabei ist besonders interessant zu sehen, wer der Abgeordneten wie abgestimmt hat. Frau Merkel stimmte übrigens mit "nein". Ansonsten bestimmte die Hauptstadt heute, einen Tag nach dem Jahrhundertregen, das große Aufräumen. Ein weiteres wichtiges Thema war sicherlich noch, dass Frankreichs Justiz Ermittlungen gegen Marine Le Pen aufgenommen hat. Der Vorwurf lautet: Veruntreuung. Und die deutsche U21-Nationalmannschaft gewinnt die EM. Die Junioren setzten sich gegen Spanien mit 1:0 (1:0) durch.

Außerdem fanden Sie diese Meldungen heute noch – laut Ranking – besonders lesenswert:

Die n-tv Redaktion wünscht Ihnen ein schönes Wochenende! Schauen Sie doch am Montag wieder bei "Der Tag" vorbei.

22:04 Uhr

Toter Berlin-Attentäter wird nach Tunesien überführt

Fahndungsfotos von Anis Amri

Fahndungsfotos von Anis Amri.

(Foto: Bundeskriminalamt/dpa)

Gut ein halbes Jahr nach dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt sind die sterblichen Überreste des Attentäters Anis Amri in dessen Heimatland Tunesien überführt worden. Der Leichnam des 24-Jährigen traf heute am Flughafen von Tunis ein. Amri soll in seiner Heimatstadt Oueslatia im Zentrum des Landes bestattet werden.

21:36 Uhr

Nach Partypolizei – weitere Beamte verlassen Unterkunft

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Das berüchtigte Containerdorf in Bad Segeberg.

(Foto: picture alliance / Bodo Marks/dp)

Das Containerdorf für Polizisten in Bad Segeberg hat es in sich: Zuerst müssen 220 Beamte aus Berlin die Unterkunft wegen einer wilden Partynacht verlassen. Denn eigentlich sollten sie nicht feiern, sondern sich in aller Ruhe auf ihren Einsatz beim G20-Gipfel in Hamburg vorbereiten. Und kaum sind die Berliner nach Hause gefahren, meutern auch schon die Kollegen aus Rheinland-Pfalz. Auch sie ziehen aus dem Containerdorf aus, allerdings freiwillig, wie der NRD berichtet. Denn die Zustände in Bad Segeberg sollen unzumutbar sein. Die Duschen sollen verschlossen sein, es fehlt Toilettenpapier und die Wege sind viel zu lang. Zum Beispiel dauert allein die Anfahrt zur Verpflegungsstelle eineinhalb Stunden. Auch dass die Polizisten im Auto eine Stulle als Vorspeise bekommen haben, konnte sie da nicht besänftigen. Und als dann noch bei kräftigem Regen Wasser in die Behausungen lief, packten die Beamten kurzerhand ihre Sachen. Nun sollen sie in einer Unterkunft in Bispingen (Heidekreis) unterkommen.

21:13 Uhr

VW ruft 385.000 Autos zurück

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Für ein Software-Update bei Bremsregelsystemen ruft Volkswagen zahlreiche Fahrzeuge in die Werkstätten. Alle in Deutschland sind rund 385.000 Autos der Marken VW, Audi und Skoda betroffen. Die Stabilisierungsfunktion des Fahrzeugs über das Bremsregelsystem könne in fahrdynamischen "Grenzsituationen", wie zum Beispiel Übersteuern, Untersteuern oder Vollbremsungen, nicht mehr gegeben sein, heißt es. Ursache des Problems sei eine "thermomechanische Überlastung" im Steuergerät für das ABS (Antiblockiersystem) und ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm). Betroffene können die Software für das Steuergerät in ihrer Werkstatt aktualisiert lassen.

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20:57 Uhr

Schäuble weiß, wann EU-Armee kommt

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Schäuble.

(Foto: imago/Metodi Popow)

Wolfgang Schäuble erwartet, dass die Europäer in zwölf Jahren eine gemeinsame Armee haben werden. Der Finanzminister ist sich sicher, dass einzelne Nationalstaaten zukünftig viele Probleme nicht mehr alleine lösen könnten. Dies bezieht er nicht nur auf eine gemeinsame Armee. Schäuble sagte auch, dass auch Themen wie Umweltschutz und Steuerregelungen bald nicht mehr nur national geregelt werden könnten.

20:27 Uhr

Hund stiehlt Wiener Orchester die Show

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Nicht nur Menschen wussten die Musik des Wiener Kammerorchesters unter freiem Himmel in Izmir zu schätzen, sondern auch ein Hund. Dem gefiel die Interpretation von Mendelssohns 4. Sinfonie so gut, dass er direkt auf die Bühne spazierte und sich neben dem Geiger niederließ. Das Publikum applaudierte prompt. Nun avanciert der tierische Musikliebhaber zum Internetstar.

20:04 Uhr

Studie: Autobauer senken Dieselproduktion

Angesichts des sinkenden Diesel-Anteils bei Neuwagen setzen die Hersteller offenbar eher auf Produktionsumstellungen als auf Rabatte. Das zeigt eine allmonatliche Rabattstudie des CAR-Forschungszentrums der Universität Duisburg-Essen. Die Untersuchung zeigt, dass in den ersten vier Monaten des Jahres 70.000 Diesel-Autos weniger als im Vorjahreszeitraum produziert wurden, das entspricht einem Rückgang von sieben Prozent. Kein Wunder: Die Kunden sind seit dem Diesel-Skandal zutiefst verunsichert. Von Januar bis Mai sank der Diesel-Anteil bei Neuwagenverkäufen in Deutschland auf 42 Prozent - im Vorjahreszeitraum waren es noch 47 Prozent gewesen, in den Jahren davor auch darüber.

19:33 Uhr

Trump richtet scharfe Worte an Nordkorea

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Donald Trump.

(Foto: picture alliance / Evan Vucci/AP)

US-Präsident Donald Trump fordert eine entschlossene Reaktion auf das Atom- und Raketenprogramm der Regierung in Pjöngjang. Die Ära der "strategischen Geduld" mit Nordkorea sei am Ende, lauten seine Worte. Der Republikaner hatte bereits im Wahlkampf eine härtere Gangart gegenüber Nordkorea angekündigt, das mit Atom- und Raketentests wiederholt gegen UN-Resolutionen verstößt.

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19:16 Uhr

Polizei regelt Verkehr für Entenfamilie

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Eine Entenfamilie.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

In Augsburg hatte Polizei einen nicht ganz alltäglichen Auftrag: Die Beamten eskortierten eine zwölfköpfige Entenfamilie. Die Familie wollte – laut Polizei – in "semi-suizidaler Absicht" direkt bei einer mobilen Blitzerkontrolle die Straße überqueren. Die Beamten regelten den Verkehr, um den Tieren sicheres Geleit zu geben.

18:50 Uhr

Argentinien entdeckt weitere Nazi-Relikte

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Die argentinische Polizei hat in Buenos Aires schon wieder Objekte aus der Nazi-Zeit entdeckt. Darüber berichtet die "Bild"-Zeitung. Die Beamten entdeckten die Gegenstände in einem militärischen Antiquariat. Dabei handelt es sich um Messer, Medaillen und Helme, alles mit Hakenkreuzen und Reichsadlern versehen. Der Fund soll echt sein, denn: In einer Kappe fanden die Ermittler ein Stück deutsche Zeitung aus dem Jahr 1943. Vor wenigen Tag erst waren mehrere Nazi-Relikte aus einer privaten Sammlung in einem Vorort von Buenos Aires beschlagnahmt worden. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass die beiden Funde zusammenhängen.

18:14 Uhr

Straße verschluckt Auto

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imago/ZUMA Press

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AP

Da staunt selbst der Polizist: In St. Louis, das liegt im US-Staat Missouri, ist eine Straße eingebrochen. Grund war wohl eine kaputte Hauptwasserleitung. Den Besitzer des Autos dürfte dieser Defekt am wenigsten freuen.

17:48 Uhr

Deutscher Wanderer stirbt auf Sumatra

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Helfer transportieren die Leiche des Deutschen ab.

(Foto: AP)

Ein 48-Jähriger ist auf Sumatra ums Leben gekommen. Der Mann aus Oldenburg war auf Klettertour auf dem Vulkan Sibayak. Von dort kehrte er nicht wieder zurück, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Er wurde bereits seit mehreren Tagen vermisst. Nun also die traurige Gewissheit. Studenten fanden die Leiche des Mannes. Die Rettungskräfte brauchten fast sieben Stunden, um den Leichnam in dem unwegsamen Gelände zu bergen.

17:19 Uhr

Unwetter spült 400 Nummernschilder weg

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Diese Nummerschilder suchen ihren Besitzer und können bei der Polizei abgeholt werden.

(Foto: picture alliance / -/Polizeidire)

Sicher, so ein Unwetter mit Starkregen bringt noch ganz anderen Ärger mit sich. Aber ich hatte Ihnen ja Kurioses versprochen: Durch die Fluten in den Straßen sind in Berlin und Brandenburg einige Nummernschilder abhandengekommen. Ein Beispiel: Im brandenburgischen Oranienburg wurden 142 Kennzeichen bei der Polizei abgegeben. Weitere 80 Kennzeichen werden von Autobesitzern vermisst. Insgesamt sollen sogar 400 Kennzeichen weggespült worden sein.

Derzeit laufen in Berlin die Aufräumarbeiten nach dem Jahrhundertregen.

16:48 Uhr

Güterzüge stoßen frontal zusammen

Auf der Bahnstrecke Nienburg-Minden sind zwei Güterzüge kollidiert. Beide Zugführer wurden bei dem Unglück auf der eingleisigen Strecke leicht verletzt. Mehrere Waggons sind bei dem Unfall entgleist, zwei stürzten auf eine unterhalb der Bahnstrecke verlaufene Straße. Das Zugunglück ereignete sich in der Ortschaft Leese, westlich vom Steinhuder Meer.

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16:23 Uhr

Politikerin Simone Veil ist tot

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Ein Foto von Simone Veil aus dem Jahr 2010.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die hoch angesehene französische Politikerin und erste EU-Parlamentspräsidentin Simone Veil ist gestorben. Sie wurde 89 Jahre alt. Veil gilt in Frankreich als Vorkämpferin für das Recht auf Abtreibung. Politiker und EU-Vertreter würdigten die Auschwitz-Überlebende, engagierte Europäerin und Feministin als große Persönlichkeit.

16:10 Uhr

Frankreichs Justiz ermittelt gegen Le Pen

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Marine Le Pen.

(Foto: picture alliance / Charles Plati)

Wegen Scheinbeschäftigungsvorwürfen im EU-Parlament hat die französische Justiz ein Ermittlungsverfahren gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen eingeleitet. EU-Parlamentsabgeordnete der FN sollen Mitarbeiter als parlamentarische Assistenten bezahlt haben, obwohl diese in Wirklichkeit Parteiaufgaben übernahmen.

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16:00 Uhr

G20-Gipfel: König Salman reist mit Thron an

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König Salman.

(Foto: picture alliance / Michael Kappe)

Der G20-Gipfel in Hamburg kostet Nerven. In den vergangenen Wochen haben Medien ja schon viel über den Polizeieinsatz berichtet, der ein echter Kraftakt werden wird, die Hamburger verlassen am besten schon mal die Stadt und Touristen - ach, die kriegen doch erst recht kein Zimmer mehr. Kein Wunder, denn die Politiker, deren Mitarbeiter und Journalisten müssen ja auch irgendwo unterkommen. Der saudische König Salman findet zum Beispiel im Luxushotel Vier Jahreszeiten Unterschlupf. "Spiegel Online" hat mit dem Direktor des Hotels, Ingo C. Peters, gesprochen:

  • König Salman zieht in die große Royal Suite in der vierten Etage, hat aber für seine Mitarbeiter einfach mal das gesamte Hotel gemietet.
  • In der Suite des Königs muss temporär Panzerglas vor den Fenstern montiert werden, einige Wände mussten umgesetzt werden. (Das geht natürlich alles auf Kosten des Gastes!)
  • Peters hat auch erklärt, dass die Royal Suite für den prominenten Gast eigentlich viel zu klein ist, schließlich brauche König Salman große Empfangsräume. Nur die Festsäle haben das Format königlicher Wohnzimmer. Deswegen werden diese für Salman und sein Gefolge zu Lounges und Wohnbereichen umgebaut. Dort wird dann auch der Thron des Königs stehen. Ja, Sie haben richtig gelesen, König Salman bringt seinen Thron mit. Er soll sich ja schließlich wie zu Hause fühlen!

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15:42 Uhr

Halbe Million Syrer kehrt in Heimat zurück

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Syrer kehren in ihre Heimat zurück.

(Foto: picture alliance / Resit Celebio)

In diesem Jahr sind nach Angaben der Vereinten Nationen bislang knapp eine halbe Million syrische Bürgerkriegsflüchtlinge in ihre Heimat zurückgekehrt. Darunter seien auch rund 440.000 Syrer, die innerhalb des Landes auf der Flucht gewesen seien, so das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Die meisten von ihnen kämen jetzt nach Aleppo, Hama, Homs und Damaskus zurück. Außerdem seien mehr als 31.000 Flüchtlinge aus den Nachbarländern nach Syrien zurückgekommen.

15:18 Uhr

Russland setzt Zahlungen an Europarat aus

Wegen eines Streits über die russische Delegation im Europarat setzt Russland seine Zahlungen für 2017 an die Organisation aus. Außenminister Sergej Lawrow habe den Generalsekretär des Europarats, Thorbjörn Jagland, in einem Telefonat darüber informiert, so das russische Außenministerium. Die russische Führung ist verärgert darüber, dass ihren Abgeordneten in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates wegen der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim das Stimmrecht entzogen wurde.

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14:49 Uhr

Orban stellt sich hinter Erdogan

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Erdogan und Orban.

(Foto: picture alliance / dpa)

So ganz überraschend ist diese Nachricht nun nicht, aber deswegen ist sie nicht weniger schockierend: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat seine Loyalität zur Türkei unter Präsident Recep Tayyip Erdogan bekräftigt. "Was auch immer an türkeifeindlichen Äußerungen in bedeutenden EU-Ländern fallen mag, Ungarn wird sich daran nie beteiligen", erklärte der rechts-konservative Politiker. "Selbst wenn das Unannehmlichkeiten bringt", fügte er hinzu. Erdogan wird in der EU wegen seiner Maßnahmen nach dem gescheiterten Militärputsch im vergangenen Juli kritisiert. Am Donnerstag verbot ihm die Bundesregierung einen geplanten Auftritt vor Anhängern in Deutschland. Und auch Orban werfen Kritiker eine autoritäre Regierungsweise vor.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Heidi Ulrich hat sich gerade ins Wochenende verabschiedet, somit werden Sie den Rest des Tages wohl mit mir vorliebnehmen müssen. Das wird aber bestimmt nicht so schlimm, denn auch ich habe vor, Sie mit allerhand Wissenswertem und Kuriosem auf dem Laufenden zu halten. Mein Name ist Kira Pieper, haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik zu "Der Tag", dann schreiben Sie mir doch gerne eine E-Mail an kira.pieper (at) nachrichtenmanufaktur.de.

14:04 Uhr

Touristen in Tunesien mit Messer attackiert

In Tunesien sind zwei Touristen Opfer einer Messerattacke geworden. Mediziner sagten, es handele sich um eine 51-jährige Deutsche und ihre 27-jährige Tochter. Eine von ihnen schwebt demnach in Lebensgefahr. Offiziell bestätigt ist das aber nicht. Die Attacke passierte auf einem Markt in der Mittelmeerstadt Nabeul. Was genau passiert ist und wer der oder die Angreifer waren, ist noch nicht bekannt.

Update 16:56 Uhr: Die Behörden haben mittlerweile erklärt, dass es sich bei der Attacke um keine terroristisch motivierte Tat handelt. Stattdessen soll der Angreifer unter einer "psychischen Störung" leiden. Der Mann wurde festgenommen. Bei den Opfern handelt es sich um eine 51-Jährige Deutsche und ihre 27-jährige Tochter. Die Mutter wurde bei dem Angriff leicht an der Schulter verletzt, die Tochter wird derzeit medizinisch überwacht, ihr Zustand ist jedoch stabil.

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13:43 Uhr

Hotspot-Anbieter haften nicht mehr für andere

Über einen öffentlichen WLAN-Hotspot freuen sich viele Nutzer - zum Beispiel in einem Café oder Hotel. Die Anbieter freuen sich aber gar nicht, dann Strafen zahlen zu müssen, weil ein Nutzer zum Beispiel illegal Musik runtergeladen hat. Diese Sorge sind Anbieter von WLAN-Hotspots jetzt los. Der Bundestag hat ein entsprechendes Gesetz verabschiedet.

Dadurch soll verhindert werden, dass Anbieter aus Angst vor Abmahnungen ihre WLAN-Netze nicht öffnen. Ganz aus dem Schneider sind Hotspot-Anbieter wohl aber doch nicht: So können Rechteinhaber etwa von Musiklizenzen von einem Hotspot-Anbieter verlangen, dass bestimmte Internetseiten für sein Netzwerk gesperrt werden, damit sich etwa das illegale Herunterladen nicht wiederholt.

13:28 Uhr

Stromausfall lässt Hamburg kurz aufflackern

Ein kurzes Flackern ging heute Vormittag durch den Hamburger Norden. Um 10.36 Uhr brach die Stromversorgung für Sekundenbruchteile ab. Betroffen waren unter anderem die Stadtteile Rothenbaum, Eimsbüttel und Fuhlsbüttel. Auch am Flughafen blieb für einen Moment der Strom aus. Die Polizei warnte vor ausgefallenen Ampeln. Was war passiert? Eine Sprecherin der Stromnetze Hamburg sagte, bei Arbeiten am Hochspannungsnetz sei ein Erdungskabel nicht entfernt worden. Daher sei es für eine Millisekunde zu einem Spannungseinbruch im Netz gekommen.

13:07 Uhr

Sechs Mal den Wannsee über Berlin ausgekippt

n-tv Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Gefühlt ist in Berlin und Teilen Brandenburgs eine halbe Sintflut vom Himmel gekommen. Konkreter kann uns das n-tv Meteorologe Björn Alexander sagen. Er schätzt, dass pro Berliner Quadratmeter im Schnitt 100 Liter an Regen gefallen sind. Das wären 90 Milliarden Liter Regen in ganz Berlin. Das ist so viel, als wäre in den vergangenen 24 Stunden sechs Mal der Wannsee über Berlin ausgegossen worden, sagt Alexander. Oder auch: Zehnmal so viel wie der Jahresverbrauch an Bier in ganz Deutschland oder der sechsfache Jahresverbrauch an Mineralwasser. Im brandenburgischen Oranienburg nördlich von Berlin fielen innerhalb von 24 Stunden sogar rund 260 Liter pro Quadratmeter.

Wie geht es nun weiter? Der teils kräftige Dauerregen hält nördlich einer Linie Berlin - Bremen weiter an, sagt Alexander. In Berlin regnet es dagegen kaum noch. "Schwerpunkte für Überflutungen sind heute vor allem Teile Mecklenburgs und das nördliche Niedersachsen bis rauf nach Hamburg und ins westliche Schleswig-Holstein."

12:35 Uhr

Hertha BSC hisst Regenbogenflagge

Die Ehe für alle kommt. Einige Reaktionen - dieses Mal nicht von Politikern:

  • Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) sprach von einem Sieg für "eine offene und freie Gesellschaft". "Das ist ein historischer Tag."
  • Hertha BSC ließ einfach Taten sprechen und hisste die Regenbogenflagge.
  • Deutschlands oberster Protestant Heinrich Bedford-Strohm schrieb: "Ich wünsche mir, dass jetzt weder Triumphgefühle auf der einen Seite noch Bitterkeit auf der anderen Seite den Ton angeben. Sondern ein neues Bewusstsein für das wunderbare Angebot der Ehe, in lebenslanger Treue und Verbindlichkeit miteinander leben zu dürfen. (…)".
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11:42 Uhr

Berliner Polizisten essen nach Party gratis

Dass einige Berliner Polizisten beim Feiern übertrieben haben, soll jetzt belohnt werden. "Curry36" – eine Berliner Imbiss-Institution – gibt Polizisten einen aus. Jeder Polizist in Uniform, der morgen und übermorgen vorbeischaut, bekommt eine Gratisportion Pommes, kündigte "Curry36" an. Er muss dafür nur das Kennwort "Bumsen" nennen. Ich bin gespannt, wer so viel Humor hat, sich Pommes abzuholen.

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11:22 Uhr

Bahn will keine Werbung mit BH-losen Frauen

Die Deutsche Bahn will keine Werbeplakate mit Frauen ohne BH.  Die "Bild"-Zeitung schreibt, ein entsprechendes Werbefoto für die neue RTL2-Sendung "Curvy Supermodel" sei abgelehnt worden. Die Models haben darauf nur Höschen an und halten sich die Hände vor die Brüste.

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Um dieses Bild geht es.

(Foto: RTL2)

"Sexualität soll nicht zu offensiv herausgestellt werden. Im Zweifel also eher mit BH", sagte ein Bahnsprecher der Zeitung. Schließlich seien jeden Tag Millionen von Menschen an den Bahnhöfen und die seien ganz unterschiedlich geprägt. Es habe nichts damit zu tun, dass auf dem Plakat XXL-Models zu sehen sind, betonte der Sprecher. RTL2-Marketingchef Carlos Zamorano sprach hingegen von einem Skandal. Laut "Bild"-Zeitung hat der Sender nun extra noch ein Motiv mit BHs produziert, um in den Bahnhöfen für die Sendung werben zu können.

Mehr dazu hier.

11:03 Uhr

Urteil: Hitlers Geburtshaus ist zu Recht in Staatsbesitz

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Ein Mahnmal steht vor dem Geburtshaus von Adolf Hitler in Braunau.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Rechtsstreit um das Geburtshaus von Hitler ist entschieden. Österreich durfte die Eigentümerin des Hauses enteignen, urteilte das oberste Gericht des Landes. Die Maßnahme sei im öffentlichen Interesse geboten gewesen, sie sei verhältnismäßig und nicht entschädigungslos, hieß es. Der Staat will das Haus in Braunau und das ganze Areal drumherum umgestalten lassen. Es geht darum, dem Ort die Symbolkraft zu nehmen, damit Neonazis nicht dorthin pilgern. Die Eigentümerin hatte argumentiert, die Umgestaltung sei auch ohne Enteignung möglich gewesen, und hatte geklagt.

Mehr dazu hier.

10:31 Uhr

75 Unionsabgeordnete stimmten für Ehe für alle

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CDU-Chefin Merkel lehnt die Gleichstellung der Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern ab.

(Foto: picture alliance / Michael Kappe)

75 Abgeordnete von CDU und CSU haben für die Ehe für alle gestimmt. Das sind mehr als erwartet. Zu den Befürwortern aus der Union gehören Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Kanzleramtsminister Peter Altmaier, Kulturstaatsministerin Monika Grütters und CDU-Generalsekretär Peter Tauber.

Wenn Sie wissen wollen, wie jeder einzelne Abgeordnete gestimmt hat, können Sie sich hier die Abstimmungsliste ansehen. Eine ausführliche Meldung dazu lesen Sie hier.

10:13 Uhr

Delivery Hero startet erfolgreich an der Börse

Der Essens-Lieferdienst Delivery Hero ist erfolgreich an der Börse gestartet. Der erste Kurs lag heute Morgen bei 26,90 Euro und damit über dem Ausgabepreis von 25,50 Euro. Allerdings fiel der erste Kurs der Aktie wieder etwas zurück auf 26,25 Euro. Es war hierzulande der bisher größte Börsengang des Jahres.

Mehr dazu hier.

Delivery Hero
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09:58 Uhr

Arbeitslosenzahl sinkt auf 2,473 Millionen

Die Zahl der Arbeitslosen hier in Deutschland ist im Juni um 25.000 auf 2,473 Millionen gesunken. Damit gab es 142.000 Erwerbslose weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 5,5 Prozent.

Eine ausführliche Meldung finden Sie hier.

09:25 Uhr

Im zweiten Anlauf: Facebook-Drohne landet sicher

Der erste Flug der Facebook-Internet-Drohne endete noch mit einer Bruchlandung – der zweite Versuch ist nun glatt verlaufen. Die Drohne "Aquila" sei nach 106 Minuten in der Luft "weich" in der Wüste von Arizona gelandet, sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Die Drohne ist eines seiner Prestige-Projekte, sie soll Internet-Anbindungen in entlegene Regionen bringen.

*Datenschutz

 

09:12 Uhr

Die Ehe für alle kommt

Die Ehe für alle ist beschlossen. Im Bundestag stimmten 393 Abgeordnete mit Ja, 226 mit Nein und vier enthielten sich. Kanzlerin Angela Merkel stimmte übrigens mit Nein. Sie sei zwar dafür, dass gleichgeschlechtliche Paare das volle Adoptionsrecht bekommen, begründete die CDU-Chefin. Anders sei es aber bei der Ehe: "Für mich ist die Ehe im Grundgesetz, die Ehe von Mann und Frau."

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Die Grünen um Volker Beck feiern feiern mit Konfetti.

(Foto: picture alliance / Wolfgang Kumm)

Neben anderen hatte sich besonders der Grünen-Abgeordnete Volker Beck für die Ehe für alle eingesetzt. "Heute ist ein großer Tag für Schwule und Lesben", sagte er bei seiner letzten Rede im Bundestag kurz vor der Abstimmung. Nach der Phase der Toleranz könne nun die Phase der Akzeptanz beginnen. Mit der Ehe für alle werde niemanden etwas weggenommen, betonte Beck. "Alles andere als Gleichberechtigung ist Diskriminierung."

Mehr dazu hier.

08:38 Uhr

China feiert Hongkong-Jubiläum mit Militärparade

Große Militärparade für Chinas Präsident Xi in Hongkong: Auf einem Militärflughafen fuhr er an den aufmarschierten Truppen vorbei. Panzer, Hubschraube und Raketenwerfer wurden zur Schau gestellt. China feiert den 20. Jahrestag der Rückgabe Hongkongs durch Großbritannien. Vor Xis Besuch hatte es Proteste von Demokratie-Aktivisten gegeben. 25 Personen wurden am Mittwoch festgenommen, darunter der Studentenführer Joshua Wong, der als einer der Anführer der sogenannten Regenschirm-Revolution bekannt geworden war. Heute wurden die Aktivisten wieder entlassen.

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Es ist der erste Besuch von Xi in Hongkong seit seiner Amtsübernahme 2013.

(Foto: dpa)

 

08:15 Uhr

Trumps Einreisebann in Kraft getreten

Seit zwei Uhr unserer Zeit gilt der von US-Präsident Trump verhängte Einreisebann. Das Einreiseverbot in die USA betrifft Bürger aus dem Iran, Syrien, dem Jemen, Libyen, Somalia und dem Sudan. Ausnahmen gibt es für Menschen, die enge Verwandte in den USA haben. Bundesgerichte hatten zwei Einwanderungsdekrete von Trump ausgesetzt. Der Oberste Gerichtshof setzte aber die neuste Version in abgemilderter Form wieder in Kraft.

Mehr dazu hier.

08:07 Uhr

Bundestag stimmt über Ehe für alle ab

Der Bundestag stimmt gleich über die Ehe für alle ab. Eine Mehrheit der Abgeordneten war dafür, die Tagesordnung entsprechend zu erweitern. Die Abstimmung beginnt um 8:40 Uhr. Alles dazu in unserem Liveticker.

07:47 Uhr

Feuerwehr pausenlos im Einsatz, enorme Regenmengen

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Aufgenommen gestern in Oranienburg.

(Foto: dpa)

Ohne die Feuerwehrleute würde in Berlin wohl fast gar nichts mehr gehen. Etliche Keller, Unterführungen und Baugruben sind überschwemmt, U-Bahnlinien sind nach wie vor unterbrochen. Die Feuerwehr ist auch heute früh im Dauereinsatz. Alleine seit Mitternacht seien es schon über 400 wetterbedingte Einsätze gewesen, sagte uns ein Feuerwehrsprecher. Innerhalb von 24 Stunden waren es mehr als 2500 Einsätze. Auch die Regenmengen, die innerhalb von 24 Stunden runterkamen, sind enorm. Wie n-tv Meteorologe Björn Alexander sagte, waren es in Berlin-Kreuzberg 111 Liter pro Quadratmeter. Ungefähr so viel regnet es in Berlin normalerweise im gesamten Juni und Juli zusammen. Im Jahr seien es knapp 500 Liter, sagte Alexander. Noch heftiger war es in Oranienburg - dort waren es 242 Liter pro Quadratmeter.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern gab es vereinzelt Überschwemmungen: In Waren und Schwerin etwa gab es überflutete Keller und Straßen. Insgesamt traf das Unwetter den Norden aber weniger heftig als befürchtet.

Mehr zum Unwetter lesen Sie hier.

07:22 Uhr

Trump und Moon beraten über Nordkorea

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Trump und Moon beim Dinner im Weißen Haus.

(Foto: dpa)

In Washington hat US-Präsident Trump den neuen südkoreanischen Staatschef Moon zu einem Abendessen empfangen. Trump sprach danach von einem "sehr guten" Treffen. Er twitterte, "viele Themen besprochen, inklusive Nordkorea und eine neues Handelsabkommen". Vorher hatte Trump südkoreanischen Medien gesagt, sowohl Südkorea als auch die USA sollten Nordkorea Zugeständnisse für den Fall anbieten, dass das Land sein Atomprogramm einfriere. Konkreter wurde er aber nicht. Nordkorea hatte in den letzten Monaten immer wieder Raketentests vorgenommen.

06:57 Uhr

Venus Williams soll tödlichen Unfall verursacht haben

Tennisstar Venus Williams war Medienberichten zufolge in einen Autounfall verwickelt, bei dem ein Mensch ums Leben gekommen ist. Der Unfall war schon vor drei Wochen in Florida. Der 78-Jährige Beifahrer des anderen Wagens sei vor einer Woche im Krankenhaus gestorben, berichtet nun CNN. Der Sender zitiert den Polizeibericht, demzufolge Williams die Vorfahrtsregeln missachtet hatte. "Das ist ein bedauernswerter Unfall, und Venus spricht der Familie, die einen Angehörigen verloren hat, ihr tiefstes Mitgefühl aus", erklärte ihr Anwalt.

Mehr dazu lesen Sie hier.

06:46 Uhr

Es kühlt weiter ab und bleibt nass

n-tv Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Heute stellt sich wechselhaftes und recht kühles Schauerwetter ein. Im Norden fällt noch teils länger anhaltender und ergiebiger Regen mit örtlicher Überflutungsgefahr. Die Temperaturen: es kühlt weiter ab. Bei einem mitunter kräftigen Westwind erreichen die Werte zwischen 17 Grad im Norden und in der Eifel und bis maximal noch 23 Grad in Ostbayern sowie in der Lausitz.

Am Wochenende geht es wechselhaft, windig und kühl weiter. Die Temperaturen gehen sogar noch etwas zurück und liegen meistens nur noch zwischen 15 und 22 Grad. Die konkreten Aussichten und Wissenswertes zum Siebenschläfer finden Sie hier. Damit wünsche ich Ihnen ein ruhiges Wochenende und bis zum Montag an dieser Stelle. Ihr Björn Alexander

06:29 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leser,

ist das ein Schietwetter hier in Berlin! Seit gestern Mittag hat es durchgeregnet, das muss doch langsam mal aufhören. Im Berufsverkehr gibt es heute früh deshalb Behinderungen, unter anderem fahren mehrere U-Bahnlinien auf einigen Abschnitten nicht. Mehr zur aktuellen Lage können Sie hier lesen. Außerdem wird das heute wichtig:

  • Ab 8 Uhr geht es im Bundestag um die Ehe für alle. Wird abgestimmt? Und wenn ja, wer stimmt dafür? Wir begleiten das in unserem Liveticker.
  • Gegen 10 Uhr kommen die Arbeitslosenzahlen für den zu Ende gehenden Monat.
  • Die Aktien des Essenslieferanten Delivery Hero werden zum ersten Mal an der Frankfurter Börse gehandelt.
  • Helmut Kohls Heimatstadt Ludwigshafen erinnert heute Abend mit einem Gedenkgottesdienst an den Altkanzler. Der Trauerakt und die Beisetzung sind morgen.
  • Im Rechtsstreit um das Geburtshaus von Hitler entscheidet heute das oberste Gericht Österreichs.
  •  Finale bei der U21-Fußball-Europameisterschaft: Die deutsche Nationalmannschaft spielt gegen Spanien.

Ich bin Heidi Ulrich, guten Morgen! Bei Fragen oder Kritik erreichen Sie mich über heidi.ulrich@nama.de.