Der Tag

Der Tag Imker bekommt Schadenersatz wegen Glyphosats in seinem Honig

Der Brandenburger Imker Sebastian Seusing hat Bienenkästen neben einem Feld aufgestellt, das mit Glyphosat behandelt wurde. Die belasteten Pollen trugen seine Bienen in ihren Bienenstock. Der Imker musste sowohl das Wachs als auch den entstandenen Honig vernichten, seinen Betrieb gab er nach eigenen Angaben auf. In einem fast ein Jahr dauernden Prozess spricht das Landgericht in Frankfurt an der Oder Seusing nun Schadenersatz für seinen mit Glyphosat verunreinigten Honig zu.

Eine Zivilkammer des Gerichts gab der Klage des Mannes statt, wie ein Gerichtssprecher sagte. Das beklagte landwirtschaftliche Unternehmen muss Seusing jetzt 14.544 Euro zahlen. Dieser sei mit seiner Klage "vollumfänglich durchgedrungen", sagte der Gerichtssprecher. Die Zivilkammer sah demnach in der Kontamination des Honigs mit Glyphosat eine Eigentumsverletzung. Das Agrarunternehmen, welches das Pflanzenschutzmittel auf der Fläche neben den Bienenkästen versprühte, beging nach der Einschätzung des Gerichts eine rechtswidrige fahrlässige Pflichtverletzung.

Quelle: ntv.de

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