Der Tag

Der Tag Irans Präsident kritisiert Internet-Zensur im eigenen Land

110988663.jpg

Sieht den Umgang mit dem WWW in seinem Land skeptisch: Hassan Ruhani.

(Foto: picture alliance/dpa)

Er selbst hat rund 812.000 Follower auf Twitter - allein bei seinem englischsprachigen Account. Daher verwundert es wenig, dass der iranische Präsident Hassan Ruhani die vom Klerus befürwortete Internetzensur in seinem Land kritisiert.

  • "Wir können Leuten nicht vorschreiben, was sie auf ihren Handys verfolgen sollen und was nicht", sagte Ruhani. Außerdem würden Verbote nichts bringen. "Wir filtern zwar ständig die Programme, aber Menschen finden immer neue Wege die Verbote zu umgehen."
  • Millionen Iraner nutzen dazu nach Angaben eines staatlichen Medienforschungsinstituts VPN-Clients. Die von religiösen Hardlinern dominierte iranische Justiz sperrt mehrere soziale Medien wie Twitter und Facebook, weil sie sie für unmoralisch hält sowie aus politischen Gründen.
  • Ruhani hatte die staatliche Zensur schon früher erfolglos kritisiert. Nun möchte der iranische Klerus das Internet mit Sicht auf strenge islamische Vorschriften noch weiter einschränken.
  • Ruhani betonte hingegen, dass das Internet und soziale Medien den Weg für mehr Arbeitsplätze im Iran ebnen würden.

Quelle: n-tv.de