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Der Tag Migranten ins Meer geworfen: Vorwürfe gegen griechische Küstenwache

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Ein Boot der griechischen Küstenwache vor der Insel Lesbos.

(Foto: picture alliance /)

Ein Mann aus Kamerun beschuldigt die griechische Küstenwache, ihn und zwei andere Migranten vor der griechischen Insel Samos nahe der türkischen Küste ins Meer geworfen zu haben. Die beiden anderen Männer ertranken, wie der "Spiegel", der britische "Guardian", das französische Nachrichtenportal "Mediapart" und das niederländische Recherchenetzwerk "Lighthouse Reports" berichteten. Die griechische Regierung wies die Darstellung als falsch zurück. Der Mann aus Kamerun gibt den Berichten zufolge an, im September vergangenen Jahres zusammen mit zwei anderen Männern aus Kamerun und der Elfenbeinküste von griechischen Grenzschützern von der Insel Samos verschleppt und anschließend ins Meer geworfen worden zu sein. Die beiden anderen Männer wurden später von türkischen Beamten tot aufgefunden.

  • Die türkische Küstenwache hat den Berichten zufolge seit Mai vergangenen Jahres 29 sogenannte Pushbacks registriert, bei denen Menschen ins Wasser geworfen worden sein sollen.
  • Der griechische Migrationsminister Notis Mitarachi sprach von "Falschnachrichten", hinter denen "türkische Propaganda" stecke.
  • "Da die türkischen Behörden nichts unternehmen, rettet die griechische Küstenwache weiterhin jedes Jahr das Leben von tausenden Männern, Frauen und Kindern auf See", erklärte er in einer Stellungnahme.

Quelle: ntv.de

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