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Der Tag Ministerium verhindert Zeugenaussage in NSU-Ausschuss

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Unterlagen des NSU-Untersuchungsausschusses im Thüringer Landtag

(Foto: picture alliance/dpa)

Mitglieder des NSU-Untersuchungsausschusses in Thüringen haben dem Bundesverteidigungsministerium vorgeworfen, ihre Aufklärungsarbeit zu behindern. Das Ministerium hatte einem als Zeugen geladenen Soldaten nicht erlaubt, auszusagen. "Es ist tragisch und unverständlich, dass hier das Aufklärungsversprechen der Behörden nicht eingehalten wird", sagte die Ausschussvorsitzende Dorothea Marx von der SPD.

Der Soldat war zwar im Landtag erschienen, dann aber ohne eine Aussage zu machen wieder abgereist. Es besteht im Ausschuss der Verdacht, dass der Soldat als V-Mann "Harm" für den Militärischen Abschirmdienst gearbeitet hat - und dass dieser V-Mann in den ersten Jahren des Untertauchens des NSU nah an den Rechtsterroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt dran war. Die beiden Mitglieder des "Nationalsozialistischen Untergrunds" lebten zu diesem Zeitpunkt schon seit etwa drei Jahren im Untergrund.

Quelle: n-tv.de