Mittwoch, 23. November 2016Der Tag

Heute mit Sebastian Huld und Volker Petersen
22:35 Uhr

Das war Mittwoch der 23. November

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(Foto: REUTERS)

Der Tag neigt sich seinem Ende entgegen. Reicht auch, ab morgen zählen wir den Countdown zum Wochenende. Spannend war es dennoch. Hier ein kleiner Auszug:

Heute viel gelesen und diskutiert:

Mit diesen Lese-Tipps verabschiede ich Sie in die Nacht. Schön, dass Sie dabei wieder waren.

22:16 Uhr

Obama rettet letztmalig Truthähne vor dem Ofen

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Traditionen sind manchmal albern und schön zugleich.

(Foto: AP)

US-Präsident Barack Obama hat zum letzten Mal in seiner Amtszeit zwei Truthähne begnadigt und die Tiere "Tot" und "Tater" damit unmittelbar vor dem Thanksgiving-Fest vor dem sicheren Tod bewahrt. Die Zeremonie im Garten des Weißen Hauses ist eine Tradition. Jedes Jahr darf der US-Präsident in einer humorigen Zeremonie zwei Truthähne begnadigen.

Weitere 87 Millionen Truthähne kommen in den Vereinigten Staaten jedes Jahr allein zu Thanksgiving, Weihnachten und Ostern auf den Tisch. Die begnadigten Truthähne leben in der Regel nicht mehr lange. Die Aufzucht ist derart intensiv, dass die Tiere oft beim Erreichen des Schlachtgewichtes unter der Fleischeslast zusammenbrechen.

Obama hatte sich der Tradition, erstmals ausgeführt von John F. Kennedy und unter George Bush zur Regelmäßigkeit geworden, eher widerwillig gebeugt. "Manche glauben, das sei albern", sagte er im letzten Jahr. "Ich widerspreche nicht."

22:00 Uhr

Ureinwohner stürmen brasilianisches Parlament

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Am Dienstag hatten bereits hunderte Ureinwohner und Fischer vorübergehend die Veranda des Präsidentenpalastes besetzt.

(Foto: REUTERS)

Mehrere hundert teils mit Pfeilen und Bogen bewaffnete brasilianische Ureinwohner haben bei Protesten das Kongressgebäude in Brasília gestürmt. Die Polizei drängte die rund 300 Demonstranten unter Einsatz von Tränengas zurück, nachdem sie die Sicherheitsabsperrung in einem Teil des Gebäudes überwunden hatten, wie ein Parlamentssprecher mitteilte.

Die teils in traditionelle Ketten und Federn gekleideten Ureinwohner protestierten gegen Kürzungen und Maßnahmen, die aus ihrer Sicht ihre Landrechte bedrohen. Insbesondere fordern sie die offizielle Festschreibung ihrer Landgrenzen, um Übergriffe von Bauern zu verhindern. Zudem wehren sie sich gegen Gesetze, die ausländischen Investoren Zugriff auf ihr Land geben würden.

21:35 Uhr

Ferrero untersucht Kinderarbeit bei Spielzeug in Ü-Eiern

Der Hersteller von Kinderüberraschungseiern geht nach eigenen Angaben Vorwürfen nach, wonach Spielzeug für die bekannten Süßwaren von Kindern hergestellt werden. Die Ermittlungen seien gründlich und würden mit Hochdruck geführt, teilte der italienische Konzern Ferrero mit. Man sei über die mutmaßlichen Zustände in Rumänien entsetzt.

Hintergrund ist ein Bericht der britischen Boulevardzeitung "The Sun", wonach arme Familien in dem EU-Land das Spielzeug in Heimarbeit herstellen. Das Blatt zitierte eine Familie mit drei Kindern im Alter zwischen sechs und elf Jahren. Demnach werden ihnen für 1000 Eier umgerechnet 4,43 Euro gezahlt.

Dem Bericht zufolge bekommt die Familie die Einzelteile vom Ferrero-Zulieferer Romexa. Ein Manager der Firma kündigte an, die Verträge mit den betroffenen Fabriken zu kündigen, sollten die Vorwürfe stimmen.

21:11 Uhr

Lehrerin wollte 13-Jährige für 10.000 Dollar verkaufen

Eine ukrainische Lehrerin hat sich vor einem Gericht in Charkiw wegen Mädchenhandels verantworten müssen. Der 52-jährigen Sprach- und Literaturlehrerin wird zur Last gelegt, eine 13-jährige Schülerin aus ihrem Internat für mehr als 10.000 Dollar (9500 Euro) verkauft zu haben. Innenminister Arsen Awakow schrieb auf Facebook, die Frau sei am Montag "auf frischer Tat ertappt" worden, als sie die Schülerin zu den Käufern brachte und Geld kassierte.

In einem früheren Facebook-Eintrag des Ministers hieß es, die Käufer hätten sich sogar nach dem Gesundheitszustand des Mädchens erkundigt und dabei eine mögliche Organentnahme durchblicken lassen. Die Frau habe sich daraufhin bereit erklärt, Fotos des Mädchens und ihr Krankenblatt zu schicken - gegen einen Aufpreis von umgerechnet 37 Euro.

20:43 Uhr

Clinton holte 2 Millionen Stimmen mehr als Trump

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Hat mehr Stimmen und doch verloren: Hillary Clinton.

(Foto: REUTERS)

Bei der US-Präsidentenwahl vor zwei Wochen hat die Verliererin Hillary Clinton laut einer aktuellen Zählung über zwei Millionen Stimmen mehr geholt als der Wahlsieger und designierte Präsident Donald Trump. Landesweit liege die Demokratin um 1,5 Prozentpunkte vor dem Republikaner, berichtete der "Cook Political Report". Für ihre Berechnung hatte die Website die offiziellen Auszählungsergebnisse zusammengetragen.

Demnach kam Clinton landesweit auf 64.227.373 Stimmen, während Trump 62.212.752 Stimmen erhielt. Dass Clinton die Wahl am 8. November dennoch verlor, liegt am komplexen US-Wahlsystem. Der Präsident wird nicht direkt von den Wählern bestimmt, sondern von einem Kollegium aus Wahlmännern und -frauen. Für die Zusammensetzung des Electoral College ist aber nicht das landesweite Ergebnis entscheidend, sondern vielmehr die Ergebnisse in den einzelnen Staaten.

20:18 Uhr

Europaparlament beklagt Russlands Anti-EU-Propaganda

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(Foto: dpa)

Das Europaparlament hat eine massive anti-europäische "Propaganda" Russlands in der EU und ihrem Umfeld angeprangert. Der Kreml setze zahlreiche Instrumente ein, um die EU auch in deren Mitgliedstaaten zu verunglimpfen und damit den Einfluss Russlands zu stärken, stellte das Parlament am Mittwoch in einer Entschließung fest. So unterstütze die russische Regierung in der EU aktiv rechtsextreme, populistische und europafeindliche Parteien sowie Bewegungen, welche Grundwerte wie Demokratie und Einhaltung der Menschenrechte verneinten.

Andere Instrumente seien der mehrsprachige Fernsehsender Russia Today (RT), so genannte "Informationsagenten" und soziale Netzwerke im Internet, heißt es in der mit großer Mehrheit angenommenen Entschließung weiter. Besonders stark sei die russische Propaganda in den östlichen Nachbarländern der EU. Dort seien die nationalen Medien oft sehr schwach und nicht in der Lage, sich gegen den Einfluss der russischen Sender durchzusetzen.

19:49 Uhr

Trump holt früheren Rivalen ins Kabinett

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Trump und Carson haben einander im Wahlkampf nichts geschenkt.

(Foto: REUTERS)

Der künftige US-Präsident Donald Trump will zwei frühere Rivalen in sein Kabinett holen. UN-Botschafterin soll die bisherige Gouverneurin von South Carolina, Nikki Haley, werden, wie der Wahlsieger bekanntgab. Sie habe bewiesen, dass sie Menschen unabhängig von Herkunft und Parteizugehörigkeit zusammenbringen könne. Die 44-jährige Tochter indischer Einwanderer nahm das Angebot an.

Zudem soll Ben Carson einen Kabinettsposten erhalten, wie ein Sprecher des früheren Neurochirurgen bekanntgab. Trump habe ihm den Posten des Ministers für Wohnungsbau und Stadtentwicklung angeboten. Der 65-jährige Schwarze hatte sich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner beworben, die Trump allerdings schließlich gewann

19:28 Uhr

Israels Polizei untersucht U-Boot-Deal mit ThyssenKrupp

Israels Polizei soll einen U-Boot-Vertrag mit Deutschland unter die Lupe nehmen. Das israelische Justizministerium teilte mit, dass der Generalstaatsanwalt eine polizeiliche Untersuchung des rund 1,5 Milliarden Euro schweren Kaufs von drei U-Booten von ThyssenKrupp angeordnet habe.

Wegen dieses Geschäfts steht Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seit Tagen in der Kritik. Sein persönlicher Rechtsberater David Schimron soll als Bevollmächtigter auch die ThyssenKrupp-Marinesparte in Israel vertreten haben. Netanjahu und Schimron wiesen jegliches Fehlverhalten zurück. ThyssenKrupp Marine Systems teilte mit, keine vertraglichen Verbindungen zu dem Anwalt zu haben.

19:11 Uhr

Schülerin für Abschiebung aus dem Unterricht geholt

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Vom Unterricht in den Flieger: ein krasser Fall deutscher Abschiebepraxis.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach Ablehnung ihres Asylverfahrens ist eine 16-Jährige im mittelhessischen Karben aus der Klasse ihrer Schule geholt und zusammen mit der Mutter nach Serbien abgeschoben worden. "Das ist vom Umstand her unglücklich gelaufen", sagte ein Sprecher des Regierungspräsidiums Darmstadt. "Die Flüge waren aber schon gebucht."

Die Behörde ist in Hessen für die Abschiebung von Asylbewerbern zuständig. Serbien gilt als sicherer Herkunftsstaat. Die Polizei sei zur Schulleitung gegangen und habe um Mithilfe gebeten. Die Schulsekretärin habe das Mädchen am Dienstag aus der Klasse geholt. Von einer freiwilligen Ausreise hätten Mutter und Tochter keinen Gebrauch gemacht.

18:50 Uhr

Gericht spricht erwerbsfähigen EU-Ausländern Sozialhilfe ab

Erwerbsfähige Bürger aus anderen EU-Ländern haben nach Auffassung des Sozialgerichts Gotha in Deutschland keinen Anspruch auf Sozialhilfe. Das entschied das Gericht nach Angaben im Fall einer Frau aus Polen, die von einer polnischen Zeitarbeitsfirma für knapp ein Jahr in einem Logistikzentrum eingesetzt war.

Das Thüringer Gericht wendete sich damit gegen die jüngste Rechtsprechung des Bundessozialgerichts. Es hatte in diesem Jahr einen Anspruch auf Sozialleistungen von arbeitsfähigen EU-Ausländern unter bestimmten Umständen bejaht.

Die Frau aus Polen hatte nach Gerichtsangaben nach Ende des Arbeitsverhältnisses für einige Monate Arbeitslosengeld bezogen. Einen Folgeantrag auf Arbeitslosengeld II habe das Jobcenter im August 2016 abgelehnt. Die Klägerin reichte Beschwerde beim Landessozialgericht ein.

18:15 Uhr

Berlin will Flüchtlinge zu freiwilliger Heimkehr bewegen

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In der Heimat soll Flüchtlingen der Neustart erleichtert werden.

(Foto: AP)

Entwicklungsminister Gerd Müller hat ein neues Rückkehrer-Programm für Flüchtlinge angekündigt. Die Bundesregierung wolle so die freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen aus Deutschland in die befriedeten Gebiete ihrer Heimatländer fördern, sagte Müller bei den Haushaltsberatungen im Bundestag.

Im Gegenzug würden die Betroffenen in ihrer Heimat in spezielle Ausbildungs- und Beschäftigungsprogramme integriert. "Wir wollen aus Menschen ohne Bleibeperspektive in Deutschland Menschen mit Zukunftsperspektive in ihrer Heimat machen", erklärte Müller, der das Projekt nach eigenen Angaben mit Innenminister Thomas de Maizière verabredet hat.

17:54 Uhr

Warentest schlägt Alarm wegen Abzocker-Portalen bei Amazon

Die Stiftung Warentest warnt vor betrügerischen Angeboten auf dem Händlerportal von Amazon. Kunden würden mit vermeintlich günstigen Scheinangeboten auf Amazon Marketplace "angelockt und abgezockt", schreibt die Stiftung Warentest in der Dezember-Ausgabe der "test". Der Betrug über sogenannte Fake-Shops - falsche Onlineshops - habe Hochkonjunktur vor Weihnachten.

Wer auf Fake-Shops reinfalle, habe wenig Chancen, sein Geld zurückzubekommen. Manche von diesen angeblichen Shops gebe es nur wenige Stunden - sie seien von der Polizei dann kaum mehr aufzuspüren.

Die Stiftung Warentest rät deshalb:

  • bei Bestellungen über Amazon Marketplace besonders günstige Preise kritisch zu hinterfragen
  • sich von Händlern nicht zu Bestellungen per E-Mail verleiten zu lassen. Wer über den Amazon-Warenkorb bestelle, bekomme im schlimmsten Fall keine Ware. Das Portal buche dann aber auch kein Geld ab.
  • Auch eine Zahlung per Vorkasse sei verdächtig. "Bietet der Händler keine seriösen Zahlungsmittel wie Lastschrift, Kreditkarte oder Paypal an, heißt es: Finger weg", empfehlen die Tester.

Auch echte Shops sind mitunter gefährlich, weil sie von Hackern gekapert wurden, wie wir vor einer Woche berichtet haben.

17:31 Uhr

Laserpointer verletzt in Leipzig landenden Piloten

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Laserpointer-Attacken auf Flugzeuge kommen immer wieder vor.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Copilot einer Frachtmaschine ist beim Landeanflug auf den Airport Leipzig/Halle mit einem grünen Laserpointer geblendet worden. Der 35-Jährige sei dadurch am Dienstagabend am Auge verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der erste Offizier musste im Krankenhaus behandelt werden. Der Airbus war auf dem Weg von Mailand nach Leipzig. Der Laserstrahl kam aus dem Bad Lausicker Ortsteil Buchheim. Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

16:59 Uhr

Tsipras warnt Erdogan vor Infragestellung der Grenzen

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Tsipras sendet Erdogan ein klares Signal.

(Foto: imago/Wassilis Aswestopoulos)

Neue provokante Äußerungen aus der Türkei über die Grenzziehung in der Ägäis bringen die griechische Regierung auf. "Wir stellen die Grundlage unserer Beziehungen nicht infrage. Aber wir werden auch niemandem anderen erlauben, sie infrage zu stellen", sagte Regierungschef Alexis Tsipras vor seiner Parlamentsfraktion.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte den 1923 geschlossenen Vertrag von Lausanne - Grundstein für die Beziehungen zwischen allen Staaten rund um die Türkei - am Dienstag in Ankara infrage gestellt: "Lausanne ist kein unanfechtbarer Text, keinesfalls ist er ein heiliger Text."

Er respektiere die Errungenschaften von Lausanne, aber man müsse darüber diskutieren, hatte Erdogan hinzugefügt. Erdogan hatte den Vertrag von Lausanne in der Vergangenheit immer wieder kritisiert - vor allem, weil einige Inseln in der Ägäis damals Griechenland zugesprochen wurden.

16:32 Uhr

Gauck bricht Jena-Visite aus gesundheitlichen Gründen ab

Bundespräsident Joachim Gauck hat einen Besuch in Jena aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen. Er fühle sich unwohl, sagte der 76-Jährige am Nachmittag nach einer Diskussionsrunde mit Wissenschaftlern. Vermutlich habe er sich einen Infekt zugezogen. Daher wurden alle weiteren Termine in der Stadt kurzfristig abgesagt. Eigentlich hatte Gauck noch die Stadtkirche besichtigen und das ehrenamtliche Engagement von Bürgern würdigen wollen. Nach Angaben des Bundespräsidialamtes sollte er zurück nach Berlin gefahren werden.

16:13 Uhr

"Reichsbürger"-Schütze war mit Polizisten befreundet

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Der 49-Jährige feuerte auf Beamte eines Sondereinsatzkommandos.

(Foto: dpa)

Der sogenannte Reichsbürger von Georgensgmünd hat vor den tödlichen Schüssen auf ein Sondereinsatzkommando der Polizei per Handy-Chat Kontakt zu zwei Polizisten gepflegt. Die beiden Beamten aus Mittelfranken - ein 49 Jahre alter Oberkommissar und ein 50 Jahre alter Hauptkommissar - wurden mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert. Ihre Wohnungen und Diensträume wurden durchsucht, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Nach derzeitigen Erkenntnissen gebe es keine Anhaltspunkte dafür, dass der "Reichsbürger" vor dem Einsatz des Spezialeinsatzkommandos gewarnt worden ist, sagte Oberstaatsanwalt Alfred Huber. Der 49-jährige Beamte soll im August allerdings nachgesehen haben, ob der "Reichsbürger" im Computersystem der Polizei erfasst ist. Das Ergebnis habe er ihm später mitgeteilt

Der 49 Jahre alte selbsternannte "Reichsbürger" hatte Mitte Oktober in Georgensgmünd bei Nürnberg einen 32-jährigen Beamten tödlich verletzt.

15:56 Uhr

Deutsche Bank prasst trotz Krise bei Aufsichtsrat-Gehalt

Die Aufsichtsratschefs der Dax-Konzerne verdienen einer Untersuchung zufolge in diesem Jahr durchschnittlich 372.100 Euro. Gegenüber dem Vorjahr sei dies ein Zuwachs um 4,4 Prozent, teilte die Unternehmensberatung Willis Towers mit. Demnach wird der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, Paul Achleitner, trotz der schweren Krise des Finanzinstituts mit voraussichtlich 800.000 Euro die höchste Gesamtvergütung erhalten.

Es folgt Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme mit 608.000 Euro vor BMW-Aufsichtsratschef Norbert Reithofer mit 600.500 Euro. Die niedrigsten Vergütungen erhalten die Chef-Aufseher von Merck (97.800 Euro), Adidas (205.300 Euro) und ThyssenKrupp (210.000 Euro). Seit 2005 stieg die Vergütung der Aufsichtsratsvorsitzenden demnach um im Durchschnitt jährlich sieben Prozent an.

15:30 Uhr

EU-Regierungschef nennt Journalisten "dreckige Huren"

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Ein Freund klarer Worte: Robert Fico.

(Foto: dpa)

Der Umgang des künftigen US-Präsidenten Donald Trump mit Journalisten empört seit Wochen. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico legt noch eine Schippe drauf: "Einige von Ihnen sind dreckige anti-slowakische Huren - und ich bestehe auf diesen Ausdruck", sagte der Sozialdemokrat an Journalisten in Bratislava gerichtet.

Zuvor hatten die Medienvertreter ausführlich über Vorwürfe der Korruptionswächter von "Transparency International" berichtet. Die Organisation kritisierte, dass die Aufträge für die Eröffnungsfeierlichkeiten zur EU-Ratspräsidentschaft des Landes überteuert und intransparent gewesen seien. Die Slowakei hat noch bis Jahresende den rotierenden Vorsitz im Rat der Europäischen Union inne.

15:10 Uhr

Silikonbusen ist kein Hindernis für Polizeidienst

Eine Polizeibewerberin aus Nordrhein-Westfalen hat sich vor Gericht erfolgreich gegen den Ausschluss vom Polizeidienst wegen ihrer Brustimplantate zur Wehr gesetzt. Die von der Frau unterhalb der Brustmuskeln getragenen hochwertigen Silikonimplantate stellten ihre Eignung für den Polizeivollzugsdienst nicht in Frage, urteilte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen.

Die Klägerin, die nach Gerichtsangaben aus kosmetischen Gründen Brustimplantate trägt, hatte sich im Oktober 2013 für den Polizeivollzugsdienst von Nordrhein-Westfalen beworben. Ein Polizeiarzt kam zu dem Ergebnis, sie sei für den Polizeidienst untauglich. Insbesondere bei körperlicher Gewalt könne ein Reißen der Implantate nicht ausgeschlossen werden.

Das Verwaltungsgericht folgte dieser Argumentation nicht: Der Expertise eines plastischen Chirurgen zufolge gebe es keine ausreichenden Daten, die eine verlässliche Prognose zum Risiko eines verletzungsbedingten Reißens der Implantate oder für andere gesundheitliche Komplikationen ermöglichten.

14:56 Uhr

Pastor lässt Kinder Begräbnis nachspielen

Aufregung in der norwegischen Gemeinde Gjerdrum: Der örtliche Pastor hat Zehnjährige ein Begräbnis nachspielen lassen und sich damit den Ärger der Behörden zugezogen. Er ließ die Kinder einen Sarg tragen, weshalb die Kommune als Träger der Schule nun die Zusammenarbeit mit der Kirche überdenken will.

Der Pastor verteidigte das Rollenspiel. Der Tod sei mit so vielen Tabus belegt, die Kinder hätten viele Fragen zu diesem Thema, sagte er. Ein Besuch in der Kirche steht auf dem Lehrplan aller Viertklässler. Dabei sollen sie etwas über Tod, Verlust und Trauer lernen.

14:27 Uhr

Peking verbannt halbe Million Autos von Straßen

Das ist mal eine Maßnahme: Um den Smog in den Griff zu kriegen, verbannt die chinesische Hauptstadt fast eine halbe Million Autos von den Straßen.

  • Das Fahrverbot gilt für 456 000 Autos, die nur die Emissionsstandards Euro 1 und 2 erfüllen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Sie dürfen dann nur außerhalb der fünften Ringautobahn fahren, die sich zehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernt um die Hauptstadt zieht.
  • Der Straßenverkehr trägt in der Hauptstadt demnach zu 31 Prozent zur Belastung mit gesundheitsgefährlichem Feinstaub (PM2,5) bei. In Peking fahren 5,7 Millionen Autos.
14:20 Uhr

Schichtwechsel

Der Kollege Petersen hat sich verabschiedet mit den Worten "Mal sehen, was im Fernsehen läuft". Nix interessantes, sage ich und lege ihm und Ihnen stattdessen den Tag bei n-tv.de ans Herz. Mein Name ist Sebastian Huld und ich werde Sie heute Nachmittag und Abend mit den wichtigsten und kuriosesten Nachrichten aus aller Welt auf dem Laufenden halten. Schön, dass Sie dabei sind.

14:01 Uhr

USA genehmigen Iran-Airbus-Deal

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(Foto: picture alliance / dpa)

Seitdem sich die USA und der Iran über die Nutzung von Atomenergie geeinigt haben, ist Teheran auf großer Einkaufstour im Westen - auch bei Airbus. Das Ende der Saktionen macht es möglich.

  • Das Land bestellte beim europäischen Flugzeugbauer 118 Maschinen. Nun geben die USA grünes Licht dafür. Das hat weniger mit dem Iran zu tun, als vielmehr damit, dass mindestens zehn Prozent der Technik aus den USA kommen wird.
  • Airbus und der Iran hatten den Deal Anfang des Jahres grundsätzlich vereinbart. Der Iran will seine überalterte Flotte modernisieren und sowohl bei Airbus als auch beim US-Konkurrenten Boeing einkaufen.
13:28 Uhr

iPhone bringt Apple 90 Prozent aller Smartphone-Gewinne

Es gibt viele Handys - aber nur ein iPhone. Keine Angst, was wie Marketing-Geschwätz klingt hat einen nachrichtlichen Hintergrund. Abgesehen davon, dass es mittlerweile mehrere Modelle des Apfel-Telefons gibt. Folgendes:

  • Von den gesamten Gewinnen der Branche im Smartphone-Geschäft sind zuletzt nach Berechnungen von Marktforschern 91 Prozent in der Kasse von Apple gelandet. Das sei ein Rekordwert, erklärte die Analysefirma Strategy Analytics. "Die Fähigkeit von Apple, den Preis zu maximieren und die Produktionskosten zu minimieren, ist extrem beeindruckend und das iPhone generiert weiterhin Monster-Gewinne", erklärten die Marktforscher.
  • Strategy Analytics geht für das vergangene Quartal von einem branchenweiten operativen Gewinn von 9,4 Milliarden Dollar aus, davon seien 8,5 Milliarden auf Apple entfallen. Jeweils 200 Millionen Dollar hätten die chinesischen Hersteller Huawei, Oppo und Vivo verdient. Zugleich bekamen alle restlichen Smartphone-Anbieter zusammen auch nur 200 Millionen Dollar nach Schätzung von Strategy Analytics ab.
12:46 Uhr

Modernstes US-Kriegsschiff hat Panne im Panama-Kanal

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Die "USS Zuwalt" sieht auch futuristisch aus.

(Foto: dpa)

Ausgerechnet das modernste Kriegsschiff der US-Marine muss eine unfreiwillige Pause einlegen. Die "USS Zumwalt", ein High-Tech-Zerstörer, ist im Panama-Kanal liegengeblieben. Ein Maschinenschaden hat das Schiff außer Gefecht gesetzt. Das erst vor wenigen Wochen in den Dienst genommene, 4,3 Milliarden Dollar (3,76 Milliarden Euro) teure Kriegsschiff habe am Montag auf einem Stützpunkt der US-Marine Halt machen müssen. Die "Zumwalt" befand sich auf dem Weg von Baltimore zu ihrem künftigen Heimathafen im kalifornischen San Diego. Das Schiff ist 180 Meter lang und wiegt 15.000 Tonnen.

12:17 Uhr

Polizeibewerber kommt ohne Führerschein, aber mit Auto

Man kann das eigentlich überall nachlesen: Wenn man sich irgendwo bewirbt, sollte man sich ein wenig über das Unternehmen informieren. Ein Bewerber bei der Polizei hat das vernachlässigt und sieht sich nun selbst einem Ermittlungsverfahren ausgesetzt. Er wollte sich eigentlich in Oldenburg bei der Polizeiakademie bewerben. Der 36-Jährige fuhr nach Angaben der Beamten in einem Auto vor, obwohl er keinen Führerschein hat. Zudem veranlassten hinzugezogene Polizisten aufgrund von "Auffälligkeiten" bei dem Mann einen Drogenschnelltest. Dieser fiel positiv aus. Nun wird gegen den "Bewerber" ermittelt. "Zu einem Bewerbungsgespräch bei der Polizeiakademie kam es nicht mehr", berichteten die Beamten.

11:45 Uhr

Ehrliche Kinder bringen 30.000 Euro zur Polizei

Damit hat der Polizist im badischen Gundelfingen wohl eher nicht gerechnet, als einige Kinder am Morgen bei ihm vorstellig wurden. 30.000 Euro hätten sie dabei, sagten sie, und wollten es gern abgeben. Die ehrlichen Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren hatten das Geld bündelweise auf dem Weg zur Schule gefunden, wie die Polizei in Freiburg mitteilte. Die vier Jungs und zwei Mädchen dachten der Polizei zufolge nicht lange darüber nach, wie sie mit ihrem Fund umgehen sollten. Der fürsorgliche Beamte im Polizeiposten schrieb den Kindern deshalb noch eine Entschuldigung für ihr Zuspätkommen in der Schule und ging davon aus, dass der Lehrer sie wegen ihres vorbildlichen Verhaltens "eher loben als tadeln" werde.

11:40 Uhr

Gysi und Gottschalk laden zum n-tv Jahresrückblick

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Bereits 2012 trafen sich Gysi und Gottschalk in der Gesprächsreihe "Gysi trifft Zeitgenossen" im Deutschen Theater in Berlin.

(Foto: picture alliance / dpa)

Noch gut fünf Wochen, dann ist 2016 auch schon wieder vorbei. Und was für ein Jahr das war! Auf n-tv blicken Gregor Gysi und Thomas Gottschalk auf die zwölf Monate zurück. Das könnte doch unterhaltsam werden - wann? Am 5. Dezember um 17:10 Uhr und 23:10 Uhr auf n-tv.

11:28 Uhr

Erdogan nimmt Trump in Schutz

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Erdogan.

(Foto: AP)

Dass der türkische Präsident Erdogan Donald Trump in Schutz nimmt, ist einerseits überraschend, andererseits auch nicht. Trumps islamfeindliche Äußerungen wischt Erdogan nun einfach beiseite. Das habe keine große Bedeutung, so der praktizierende Moslem.

  • "Wenn man heute so spricht und es falsch ist, kann man das in Ordnung bringen." Und so holte der Mann zum Rundumschlag gegen Europa aus: "Wenn sie jemanden einen Diktator nennen, dann ist dieser meiner Ansicht nach gut", sagte Erdogan bei einer Wirtschaftskonferenz islamischer Staaten in Istanbul. Trump sei unter anderem bei Demonstrationen in Europa als "Diktator" bezeichnet worden, kritisierte Erdogan.
  • Er warf der EU außerdem vor, das Ergebnis der US-Wahl nicht zu respektieren. "Wart ihr nicht Demokraten? Bedeuten Wahlurnen nicht Demokratie?", sagte Erdogan. "Seht, jetzt gab es eben so ein Ergebnis bei den Wahlen. Trump ist es geworden. Respektiert das!"

Dass die europäischen Regierungen das allesamt, wenn auch ohne Begeisterung getan haben, interessiert da eher weniger. Und deswegen ist es auch nicht überraschend, dass Erdogan den künftigen US-Präsidenten verteidigt. Denn ihm selbst werden ähnliche Vorwürfe gemacht. Das verbindet dann wohl eher als die unterschiedlichen Auffassungen zum Islam.

10:56 Uhr

Diebe stehlen Zustelltransporter voller Pakete

Ein ganzes Zustellfahrzeug voller Pakete haben sich Diebe in Sachsen-Anhalt zumindest vorübergehend unter den Nagel gerissen.

  • Wie die Polizei in Magdeburg mitteilt, war der Zusteller gestern gerade zur Auslieferung unterwegs, als ein Unbekannter sich seinem Transporter näherte, einstieg und davon fuhr.
  • Der Versuch, hinter dem Fahrzeug her zu laufen, war demnach nicht erfolgreich. Die Polizei fand den Wagen nach eigenen Angaben kurze Zeit später wieder. "Mehrere Personen waren gerade damit beschäftigt, Pakete in eine Wohnung zu verbringen", erklärten die Beamten.
  • Drei Männer im Alter zwischen 18 und 23 Jahren seien festgenommen worden, einer von ihnen habe aber bei der Vernehmung fliehen können. Nach ihm werde gefahndet.
10:45 Uhr

Konjunktur in Eurozone kommt in Schwung

Zum Jahresende bessert sich die Laune bei Unternehmen der Eurozone - die Konjunktur kommt in Schwung.

  • Die Geschäfte in Industrie und bei den Dienstleistern wuchsen im November so kräftig wie noch nie in diesem Jahr, wie aus einer Markit-Umfrage unter rund 4000 Betrieben hervorgeht.
  • Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft kletterte um 0,8 auf 54,1 Punkte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hier lediglich 53,3 Zähler erwartet. Das Barometer signalisiert ab Werten über 50 Wachstum.
10:30 Uhr

Gewerkschaft: Hunderte Jobs bei Airbus in Gefahr

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(Foto: dpa)

Nicht nur bei VW, auch bei Airbus sind viele Arbeitsplätze in Gefahr, wenn auch in deutlich geringerem Umfang.

  • Durch den angekündigten Konzernumbau bei Airbus fallen nach Gewerkschaftsangaben Hunderte Jobs weg. In mehreren Arbeitnehmervertretungen seien bereits geplante Streichungen angekündigt worden, die sich auf 780 Stellen summierten, berichtete die französische Wirtschaftszeitung "Les Echos" unter Berufung auf die französische Gewerkschaft CFTC.
  • Dem Bericht zufolge fallen durch die Fusion vor allem im Entwicklungsbereich, in der Kommunikation und im IT-Bereich Arbeitsplätze weg. Auch die internationale Strategieabteilung und die Rechtsabteilung seien betroffen.

Die Airbus-Leitung wollte das nicht kommentieren und sagte nur, dass noch keine Entscheidung gefallen sei.

10:07 Uhr

Mann beißt Polizeihund in Schnauze

In vielen Lehrbüchern über Journalismus heißt es: "Hund beißt Mann" ist keine Nachricht, "Mann beißt Hund" aber schon. Nun denn: Ein mutmaßlicher Ladendieb hat im sauerländischen Olsberg einen Polizeihund gebissen.

  • Der Mann hatte offenbar mit zwei Komplizen einen Diebstahl in einem Supermarkt begangen und war später von der Polizeihündin "Pepper" in einem Waldstück aufgestöbert worden, wie die Polizei mitteilte. Bei der anschließenden Festnahme biss der 39-Jährige die Diensthündin in die Schnauze und die Hundeführerin in die Hand.
  • Die Polizeibeamtin und der alkoholisierte Täter mussten mit leichten Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden. "Pepper" überstand den Einsatz ohne Blessuren. Den beiden mutmaßlichen Komplizen des "bissigen" Diebs gelang die Flucht.
09:56 Uhr

Betrunkener bedroht Mann in Hamburg mit Bajonett

Mit einem Bajonett hat ein sturzbetrunkener Mann im Hamburger Hauptbahnhof Passanten bedroht. Wie die Bundespolizeiinspektion in der Hansestadt mitteilt, belästigte der 30-Jährige zunächst mehrere Reisende. Als ein 28-jähriger Zeuge einschritt, entwickelte sich demnach ein heftiger Streit, in dessen Verlauf der Mann das Bajonett aus einer Tasche zog und damit drohte. Anschließend sei der Angreifer zunächst geflüchtet, dann aber wieder ausfindig gemacht worden, so die Beamten. Demnach reagierte er "äußerst aggressiv", bedrohte die Streife und wurde schließlich gefesselt und zum Revier gebracht. Dort sei im Atem ein Alkoholwert von 3,15 Promille festgestellt worden. Der Mann wurde demnach in ein Krankenhaus gebracht, das Bajonett wurde beschlagnahmt.

09:48 Uhr

Handwerksbetriebe bilden 2500 Flüchtlinge aus

Wer als Einwanderer Arbeit hat, integriert sich leichter in die Gesellschaft - darüber herrscht weitgehende Einigkeit. Rund 2500 junge Flüchtlinge verbessern gerade ihre Chancen, einen Job zu finden. So viele Leute aus den acht wichtigsten Herkunftsländern machen zurzeit eine Ausbildung in deutschen Handwerksbetrieben. Laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks absolvieren aktuell zudem rund 2000 junge Flüchtlinge ein Programm zur Berufsorientierung. Hinzu kämen viele Tausend in Praktika und Hilfsjobs. Ziel eines Projekts des Handwerksverbands und der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist es, 10.000 Flüchtlinge in Ausbildung zu bringen.

09:30 Uhr

Feuer an Bord? Notlandung in Sibirien

*Datenschutz

Weil die Piloten kein Risiko eingehen wollten, ist ein Flugzeug der Fluglinie Cathay Pacific außerplanmäßig in Sibirien zwischengelandet. Wie die britische Zeitung "Evening Standard" berichtet, war die Boeing von London-Heathrow auf dem Weg nach Hongkong. Passagiere berichteten von Rauchentwicklung an Bord, die Fluggesellschaft selbst twitterte, es habe möglicherweise ein Feuer im Frachtraum gegeben. Die 214 Passagiere wurden nun in Nowosibirsk untergebracht.

09:22 Uhr

Twitter sperrt eigenen Chef bei Twitter

Jack Dorsey musste sich doch sehr wundern - sein Twitter-Account ist in der vergangenen Nacht gesperrt worden. Dabei hat er selbst Mitgründer und Chef des Unternehmens.

Was da los war, lesen Sie hier.

09:14 Uhr

Generaldebatte im Bundestag beginnt

Heute wird mal zur Abwechslung nicht bei Will oder Maischberger diskutiert, sondern im Bundestag. Die Generaldebatte um den Haushalt hat begonnen. Schauen Sie mal im n-tv-Livestream rein. Den Link finden Sie auf der Startseite.

Was Merkel gesagt hat, lesen Sie hier.

Sarah Wagenknechts Wortbeitrag wird hier gewürdigt.

08:41 Uhr

Großbritannien erhöht wegen Brexit Mindestlohn

Mit dieser Maßnahme gesteht die britische Regierung ein, dass der Brexit die Geringverdiener hart treffen könnte. London plant eine Erhöhung des Mindestlohns.

  • Bei der Vorstellung des Nachtragshaushalts wolle Finanzminister Philip Hammond eine Anhebung des Mindestlohns von 7,20 Pfund (8,45 Euro) auf 7,50 Pfund (8,80 Euro) ab April kommenden Jahres ankündigen, teilte sein Ministerium vorab mit.

  • Zudem wolle der Schatzkanzler ein rund 1,6 Milliarden schweres Programm auflegen, das den Bau von 40.000 erschwinglichen Wohnungen fördern soll. Außerdem sollten Abgaben, die beim Immobilienerwerb fällig werden, gesenkt werden.

08:23 Uhr

Osram-Betriebsrat stemmt sich gegen Übernahme

Eigentlich soll der legendäre Glühbirnen-Hersteller Osram nach China verkauft werden - doch darauf hat die Belegschaft wenig Lust. Zumindest, wenn man dem Betriebsrat glauben darf. Der wehrt sich nun gegen die Übernahme.

  • Die Betriebsratsvorsitzende des größten deutschen Osram-Werks Regensburg, Irene Weininger, rief Großaktionär Siemens zu einer klaren Absage an eine Übernahme auf. Sie wäre nicht im Interesse der Arbeitnehmer.
  • "Wir werden uns daher gegen jeden 'feindlichen' Übernahmeversuch vehement zur Wehr setzen", kündigte Konzern-Betriebsratschef Werner Leyer nach einer Betriebsräte-Konferenz an. Auch die Politik müsste "ein Interesse daran haben, jetzt für Klarheit zu sorgen", sagte Leyer. Siemens hält 17,5 Prozent der Osram-Aktien.

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08:08 Uhr

Neue "DSDS"-Staffel startet mit Shirin David

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Shirin David.

(Foto: imago/Future Image)

Eines muss man "Deutschland sucht den Superstar" lassen - die Reihe hält sich wacker im Quotenhaifischbecken namens "Deutsche TV-Landschaft". Am 4. Januar startet die mittlerweile 14. Staffel bei RTL. In der Jury sitzen neben Dieter Bohlen diesmal neben H. P. Baxxter von Scooter und der Schlagersängerin Michelle auch die Youtuberin Shirin David. 22 Folgen sind geplant, diesmal übernimmt Oliver Geissen die komplette Moderation.

07:52 Uhr

Trump leugnet Klimawandel nicht mehr

Eine der höchst umstrittenen Positionen Donald Trumps vor der US-Wahl war es, den Klimawandel zu leugnen. Damit ist es nun vorbei. In einem Interview sagte er der "New York Times", er sei da sehr offen und wolle das Pariser Klimaabkommen genau prüfen. Er finde saubere Luft und "kristallklares" Wasser lebenswichtig. Im Wahlkampf hatte er versprochen, das Abkommen zu kündigen.

07:38 Uhr

Mann bei Brand in Flüchtlingsunterkunft verletzt

In Hamburg hat es ein Feuer auf dem Gelände einer Flüchtlingsunterkunft gegeben. Ein 35 Jahre alter Bewohner wurde leicht verletzt. Das Feuer brach gestern Abend anscheinend in einem unbewohnten Pavillon auf dem Gelände in Volksdorf aus, in dem Material gelagert wurde, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Mann habe das Feuer bemerkt und versucht, es selbst zu löschen. Dabei zog er sich Verletzungen zu und kam ins Krankenhaus. Die Brandursache ist noch unklar.

07:23 Uhr

Neuer Song von Prince veröffentlicht

Der Tod eines Popstars ist schon lange kein Hindernis mehr dafür, dass neue Songs veröffentlicht werden - man denke an Freddie Mercury, Tupac Shakur, Michael Jackson und viele mehr. Auch von Prince kommt nun pünktlich zum Weihnachtsgeschäft etwas Neues.

  • Sieben Monate nach dem Tod der Pop-Ikone Prince hat der Nachlassverwalter einen bisher unveröffentlichten Song des Sängers vorgestellt. Der Sender ABC News präsentierte den Song "Moonbeam Levels" in dem New Yorker Cutting-Room-Plattenstudio. Das Lied war 1982 aufgenommen worden, als Prince an seinem Album "1999" arbeitete. Danach war der Song aber nicht offiziell erschienen.

  • "Moonbeam Levels" kommt diese Woche mit dem Album "Prince 4ever" auf den Markt - einer Sammlung von 40 Liedern, darunter "Kiss", "When Doves Cry" und "Purple Rain".

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07:02 Uhr

Experten: Clinton sollte Wahlergebnis anfechten

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Clinton bei ihrem ersten Auftritt nach der Wahl.

(Foto: AP)

Informatiker in den USA äußern Zweifel an der Korrektheit des Wahlergebnisses vor zwei Wochen - die Wissenschaftler haben den Verdacht, dass Wahlcomputer manipuliert worden sein könnten, insbesondere in den drei Bundesstaaten Wisconsin, Michigan und Pennsylvania, berichtet das "New York Magazine". Dort habe sich gezeigt, dass Clinton überall dort deutlich schlechter abgeschnitten habe, wo die Stimmabgabe elektronisch erfolgte. Dort, wo dies klassisch mit Papier geschah, habe sie sieben Prozent mehr Stimmen geholt. Die Gruppe der Wissenschaftler um J. Alex Haldermann von der University of Michigan befürchtet, es könnte einen Hackerangriff gegeben haben.

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06:48 Uhr

Lammert: "Wollte schlicht nicht"

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Lammert.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Jungendlicher würde vielleicht sagen: "Weil, isso". Ungefähr mit dieser Argumentation hat Norbert Lammert nun seinen Verzicht auf die Kandidatur als Bundespräsident begründet. "Ich wollte schlicht nicht", sagte der ursprüngliche Favorit Angela Merkels auf das höchste Staatsamt der "Rheinischen Post". Die Wahl Steinmeiers als Kandidaten der Großen Koalition befand der Bundestagspräsident für klug, lobte den SPD-Mann als integren und erfahrenen Politiker.

06:31 Uhr

Banken sollen Maulwurf im Finanzministerium gehabt haben

Dass Banken versuchen, Politiker von ihren Anliegen zu überzeugen, ist legitim - dazu sind alle Bürger und Verbände berechtigt. Doch laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung sind die Geldhäuser in Deutschland weit darüber hinausgegangen. Demnach hatten sie über Jahre einen Maulwurf im Finanzministerium, der sich für sie eingesetzt habe. Es handele sich um den Ex-Finanzrichter Arnold R., der auch an Gesetzestexten mitgeschrieben habe, heißt es unter Berufung auf interne E-Mails.  Er sei auch am Gesetz beteiligt gewesen, das die "Cum-Ex"-Geschäfte ermöglichte, mit denen Banken zehn Milliarden Euro hinterzogen. R. sei vier Jahre im Ministerium gewesen und habe 2008 einen Beratervertrag beim Bundesverband Deutscher Banken bekommen. Jahressalär demnach: 80.000 Euro.

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06:25 Uhr

Trump distanziert sich von rechten Bewegungen

Donald Trump

Donald Trump.

(Foto: dpa)

Beifall von der falschen Seite ist auch in den USA ein bekanntes Phänomen - der künftige Präsident Donald Trump bekam solchen von rechten Bewegungen wie den Neonazis von der sogenannten "Alt-Right"-Bewegung. Gestern machte die Schlagzeilen mit einer Konferenz samt antisemitischen Äußerungen, Hitlergruß, eben dem ganzen Neonazi-Programm. Zwei Wochen nach seinem Wahlsieg hat sich Trump nun dazu entschlossen, sich von diesen Gruppen zu distanzieren. "Ich gebe ihnen keinen Auftrieb und ich will mit ihnen nichts zu tun haben", sagte Trump in einem Interview der "New York Times". Es war das erste Mal, dass er das Thema nach seinem Wahlsieg offen angesprochen hat.

06:18 Uhr

Das wird heute wichtig

Da guckt man mal einmal kein Fußball und gleich gibt es ein Spiel mit zwölf Toren. Ich gratuliere allen Fans, die das gesehen und vorher all die Nullzunulls tapfer durchgestanden haben. Das wird heute wichtig:

  • Ein Höhepunkt des politischen Jahres steht an: Die Generaldebatte zum Haushalt entbrennt im Bundestag.
  • Donald Trump bastelt weiter an seiner Regierung.
  • Die Piloten der Lufthansa streiken. Um die 100.000 Passagiere sind betroffen.
  • Urteil im Prozess um eine Frau mit Silikonbrüsten, die deswegen nicht in den Polizeidienst darf.
  • In der Fußball-Champions-League reisen die Bayern zum FK Rostow (18 Uhr, n-tv.de-Liveticker, Hinspiel: 5:0 für den FCB). Borussia Mönchengladbach empfängt Manchester City (20:45 Uhr, n-tv.de-Liveticker, Hinspiel: 4:0 für City)

Ich heiße Volker Petersen und grüße herüber. Erreichbar bin ich unter volker.petersen (at) nama.de oder bei Twitter. Glückauf!

06:08 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

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Björn Alexander.

Heute lassen auch im Westen die Regenschauer immer mehr nach. Sonst ist es freundlich und trocken, von den Alpen bis nach Sachsen außerhalb von Nebelfeldern auch zeitweise sonnig. Der Wind flaut immer mehr ab, auch in den Alpen schwächt sich der Föhn deutlich ab. Die Höchstwerte erreichen 8 Grad im zäheren Donaunebel und meistens 10 bis 15 Grad im übrigen Land. Etwas wärmer ist es im Alpenvorland bei bis zu 16 Grad. Die weiteren Aussichten: von Donnerstag bis Sonntag gibt es immer seltener sonnige Abschnitte, oft ist es trüb durch Nebel oder Hochnebel; es bleibt aber weitgehend trocken. Die Temperaturen gehen von Tag zu Tag zurück und liegen am Wochenende zwischen 3 und 10 Grad. Kurzum: ruhiges Spätherbstwetter passend zum ersten Adventswochenende.