Mittwoch, 24. August 2016Der Tag bei n-tv

Heute mit Roland Peters und Max Borowski
22:42 Uhr

Das war Mittwoch, der 24. August

ich verabschiede mich für heute wie gewohnt mit einem Hinweis auf die meistgelesenen n-tv.de-Artikel des Tages.

Morgen soll auch in Berlin wieder der Hochsommer ausbrechen. Wir würden uns freuen, wenn Sie trotzdem wieder beim "Tag" auf n-tv.de vorbeischauen.

22:22 Uhr

Autofahrer schafft mit Polizeikelle aus dem Internet Platz

Mit einer Polizeikelle hat sich ein Autofahrer den Weg über die volle Berliner Stadtautobahn freigewunken.

Im Autobahntunnel am Innsbrucker Platz fiel der Smart-Fahrer am Mittwoch den Verkehrsfahndern der Polizei auf. Er fuhr dicht auf andere Autos auf und winkte dann mit der Kelle, die er im Internet gekauft hatte, bis man ihm Platz machte.

Die Polizei stoppte den 42-jährigen Mann, der schon früher mit Delikten aufgefallen war.

Neben einer Anzeige muss er mit dem Verlust seines Führerscheins wegen "charakterlicher Ungeeignetheit" rechnen.

22:07 Uhr

Im Londoner Zoo müsse alle auf die Waage

Vom Löwen bis zum Pinguin, vom Affen bis zum Uhu: Im Londoner Zoo ist große Inventur angesagt. Über 17.000 Tiere mussten in der alljährlichen Aktion gemessen und gewogen werden - einfach war das nicht.  Um die Tiere auf die Waage zu locken, ließen sich die Pfleger einiges einfallen:

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(Foto: REUTERS)

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(Foto: REUTERS)

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(Foto: REUTERS)

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(Foto: dpa)

 

21:36 Uhr

Cola-Bundesliga-Flaschen: Welcher Verein fehlt?

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Pünktlich zum Start der Bundesliga bringt Coca Cola für die Fans aller Erstligaklubs Flaschen mit Vereinswappen und Trikot heraus. Für alle Erstligaklubs?

Eine der 18 Mannschaften fehlt hier…

… richtig RB Leipzig, der Verein, der zufällig die Initialen seines Hauptsponsors und Cola-Konkurrenten Red Bull trägt.

Allerdings lag es offenbar nicht an Coca-Cola, dass das RB-Logo in der Flaschenserie fehlt. Laut Welt teilte RB mit: "Es ist die Entscheidung des Vereins – Red Bull ist Hauptsponsor von RB Leipzig und genießt Exklusivität im alkoholfreien Erfrischungsgetränke-Segment".

21:21 Uhr

Polizei stoppt Busfahrer nach vier Tagen Fahrt ohne Pausen

Zwei Busfahrer sind vier Tage ununterbrochen zwischen dem Kosovo und Köln hin- und hergefahren.

  • Die Polizei zog sie in Karlsruhe aus dem Verkehr, wie die Beamten mitteilten. Die 53 und 56 Jahre alten Männer hätten in Karlsruhe nur gehalten, um Passagiere aufzunehmen. Der Bus einer Linienstrecke war aus Köln gekommen und sollte sofort ins Kosovo weiterfahren.
  • Seit vier Tagen seien die beiden die rund 2000 Kilometer lange Strecke ohne Pausen schon im Pendelverkehr gefahren, wie aus den Papieren der Männer hervorging.
  • Der Busunternehmer sei mehrfach mit Verstößen aufgefallen - auf ihn kommt nach Angaben der Beamten eine Strafe von 4000 Euro zu. Eine weitere Geldstrafe sei nach einer Prüfung des Bundesamts für Güterverkehr möglich.
20:59 Uhr

Heiße Spur bei 1000 vermissten JVA-Patronen

Im Skandal um verschwundene Munition aus der Waffenkammer einer Justizvollzugsanstalt in Wuppertal stehen zwei Waffenwarte der JVA unter Verdacht. Das geht aus dem Bericht des nordrhein-westfälischen Justizministers Thomas Kutschaty für eine Sondersitzung am Freitag im Düsseldorfer Landtag hervor.

  • Ende April sei die Anstaltsleitung über das Verschwinden von 1000 Patronen informiert worden. "Im Laufe der Ermittlungen konkretisierte sich ein Anfangsverdacht gegen die beiden Waffenwarte der Justizvollzugsanstalt", heißt es im Bericht weiter.
  • Die Patronen des Kalibers 9 Millimeter - sie passen in Dienstwaffen der Bediensteten von Polizei und Justiz in NRW - blieben allerdings verschwunden.
20:29 Uhr

Rheinschiff wegen Virus-Ausbruch unter Quarantäne

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Die "Prinses Christina" auf einem Archivbild

(Foto: imago stock&people)

Bei einer Rhein-Kreuzfahrt sind auf einem Schiff 37 Menschen an einer Virusinfektion erkrankt.

  • Die niederländische "Prinses Christina" liegt seit dem Morgen in Germersheim unter Quarantäne. Die Symptome sprächen für das Noro-Virus, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung Germersheim. Insgesamt sind 92 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord.
  • Das Gesundheitsamt untersucht nun Lebensmittelproben. Die Ergebnisse werden der Einsatzleitung zufolge für Donnerstagmorgen erwartet.
  • Die gesunden Passagiere sollten mit Bussen nach Hause gefahren werden. Dies geschehe nun doch erst am Donnerstagmorgen, sagte eine Sprecherin der Einsatzleitung. Die Erkrankten sollen noch bis Freitag auf dem Schiff bleiben.
20:10 Uhr

Mann mit Socken im Bett - Frau holt Polizei

Weil ihr Lebensgefährte mit Socken und Hose im Bett lag, hat eine Frau in Nordrhein-Westfalen die Polizei gerufen.

  • Am Telefon erzählte die Anruferin aus Bad Berleburg allerdings, ihr Partner habe die Wohnung verwüstet. Als die Beamten am Mittwochmorgen anrückten, fanden sie den vermeintlichen Wüterich friedlich schlafend im Bett.
  • Von den Polizisten zur Rede gestellt, rückte die Frau mit der Wahrheit heraus: Sie habe die Polizei alarmiert, weil sie nicht damit einverstanden sei, dass ihr Partner in Straßenkleidung im Bett liege. Die Beamten beließen es bei dem eindringlichen Hinweis, bei einem erneuten Missbrauch des Notrufs werde Strafanzeige erstattet, wie die Polizei mitteilte.
19:57 Uhr

Zweimeter-Wels attackiert Schwimmerin

Soooooo selten sind solche Angriffe offenbar gar nicht in deutschen Gewässern:

  • Ein Riesenwels hat eine Schwimmerin in Bayern attackiert. Der große Fisch habe die Frau offenbar angegriffen und verletzt, weil sie seinem Nest mit den Eiern zu Nahe gekommen sei, sagte Johannes Schnell vom Landesfischereiverband Bayern.
  • Der Experte geht anhand eines Fotos, welches das Opfer selbst gemacht hatte, davon aus, dass der Fisch bis zu zwei Meter groß ist.
  • Ein solcher Angriff ist laut Schnell nicht ungewöhnlich. Ernsthafte Verletzungen gebe es dabei aber nicht.
19:34 Uhr

Leben möglich: Erdähnlicher Planet entdeckt

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So könnte ein Aufgang der Roten-Zwergen-Sonne auf Centuri Proxima b aussehen.

(Foto: REUTERS)

Forscher haben eigenen Angaben zufolge den erdnächsten Planeten jenseits unseres Sonnensystems entdeckt.

  • Für eine nähere Charakterisierung des sogenannten Exoplaneten muss sich vor allem die Technik verbessern. Denkbar seien etwa hochauflösende Spektroskopie in den nächsten Jahrzehnten und möglicherweise sogar Roboterexpeditionen in den kommenden Jahrhunderten, schreiben die Autoren einer Studie im Fachblatt "Nature".
  • Der jetzt identifizierte Planet umkreist Proxima Centauri, den nächsten Stern zu unserer Sonne. Seine Masse entspricht nach Schätzungen mindestens dem 1,3-Fachen der Erdmasse.
  • Der Planet soll sich in der sogenannten habitablen Zone befinden, in der die Temperaturen die Existenz von flüssigem Wasser erlauben - was wiederum als Voraussetzung für Leben angesehen wird. Das ist möglich, obwohl er seinen Stern relativ eng umkreist. Denn Proxima Centauri ist ein roter Zwergstern, der deutlich leichter und dunkler ist als unsere Sonne.
19:14 Uhr

In Urlaub gefahren und Hund auf Balkon gelassen

In der prallen Sonne auf dem Balkon hat ein Ehepaar aus Mittelfranken seinen Hund zurückgelassen und ist in den Urlaub gefahren.

  • Das Tier war nach Polizeiangaben vom Mittwoch zwar ausreichend mit Wasser und Futter versorgt, hatte aber keinerlei Schutz vor der Witterung. Dabei sollen in den nächsten Tagen Temperaturen um die 30 Grad Celsius erreicht werden. 
  • Das Paar aus Dietersheim hatte den Hund mit einer etwa drei Meter langen Kette angeleint; Familienangehörige sollten sich um das Tier kümmern. "Der Hund ist angeblich sozial unverträglich und daher haben die Familienangehörigen ihn nicht mit zu sich nach Hause genommen", sagte ein Sprecher.
  • Am Dienstagabend wandten sich dann jedoch Nachbarn an die Polizei und beschwerten sich über den ständig bellenden Hund. Nun prüfen die Ermittler, ob ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz oder eine Ordnungswidrigkeit vorliegt.
18:54 Uhr

EU überwies schon zwei Milliarden an Türkei

Gegenseitig drohen sich europäische und türkische Politiker ständig damit, den umstrittenen Flüchtlingspakt aufzukündigen. Die EU hat allerdings zumindest den finanziellen Teil der Vereinbarung bislang weitgehend umgesetzt.  

  • Mittlerweile hat die EU gut 2,2 Milliarden der zugesagten drei Milliarden Euro Hilfe für Flüchtlinge in der Türkei mobilisiert. Diese Zahl nannte die EU-Kommission.
  • Die Kommission wies dabei erneut Vorwürfe aus Ankara zurück, die EU erfülle ihre Pflichten aus dem Flüchtlingspakt vom März nicht. Das sei "einfach nicht wahr", betonte ein Sprecher in Brüssel.
  • Die Türkei hat rund drei Millionen Menschen aufgenommen, zumeist aus dem benachbarten Bürgerkriegsland Syrien.
18:31 Uhr

Bürgermeisterin wirft Praktikantin wegen Kopftuch raus

SPD-Bürgermeisterin wirft Praktikantin wegen Kopftuch raus. AfD applaudiert. CDU kritisiert...

  • Die Bürgermeisterin der brandenburgischen Stadt Luckenwalde hat einer palästinensischen Praktikantin nach einem Tag gekündigt, weil die 48-Jährige bei der Arbeit ihr Kopftuch nicht abnehmen wollte. Eine Verwaltung habe nach außen hin deutlich erkennbar weltanschaulich neutral aufzutreten, begründete Elisabeth Herzog-von der Heide von der SPD ihre Entscheidung.
  • Die Palästinenserin hatte im Rahmen des Projekts "Perspektiven für Flüchtlinge" ein sechswöchiges Praktikum begonnen.
  • Der CDU-Landtagsabgeordneten Sven Petke kritisierte die SPD-Politikerin. "Es gibt für diese Entscheidung keine rechtliche Grundlage." Das Bundesverfassungsgericht habe geurteilt, dass persönliche Glaubensbekenntnisse etwa mit einer bestimmten Kleidung nicht zu beanstanden seien.
  • Beifall kam von der AfD. "Wenn das Kreuz in den Räumen des Rathauses nicht zulässig ist, dann darf es auch keine Extrawürste für Muslime geben", erklärte der AfD-Landtagsabgeordnete Thomas Jung.
18:12 Uhr

Polizei meldet ersten Todesfall durch Pokémon Go

Gewarnt wurde schon lange, nun fordert Pokémon Go in Japan ein erstes Todesopfer:

  • Ein 39-jährige Bauer habe in der Stadt Tokushima auf der südwestlichen Insel Shikoku zwei Frauen mit seinem Auto überfahren, weil er beim Fahren auf sein Handy schaute, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo News unter Berufung auf die Polizei. ´
  • Eine der Frauen starb, die andere wurde schwer verletzt. Es handle sich um den ersten Todesfall aufgrund des Smartphonespiels seit es im Juli in Japan auf den Markt kam.
  • Die japanische Polizei hatte erst am Dienstag von 79 Fahrrad- und Autounfällen mit Pokémon-Go-Spielern seit Ende Juli berichtet.
17:54 Uhr

Hinz' Mandatsverzicht offenbar ungültig

Hätte Petra Hinz Jura studiert wäre das vielleicht nicht passiert:

  • Wegen eines Formfehlers ist ihr Mandatsverzicht noch nicht gültig. Das berichtet der WDR unter Berufung auf die Bundestagsverwaltung.
  • Hinz hat demzufolge ihren Verzicht auf ihren Sitz im Bundestag bei einem Notar unterschrieben und an den Bundestag gefaxt. Das Dokument müsse aber im Original vorliegen, heißt es von der Verwaltung.
  • Hinz hatte zugegeben, ihren Lebenslauf in wichtigen Punkten gefälscht zu haben.
17:38 Uhr

USA helfen Türkei bei Gülen-Auslieferung

Kürzlich hatte der türkische Präsident noch angedeutet, die USA könnten hinter dem Putschversuch gegen ihn gestanden haben. Nun wollen die Nato-Verbündeten wieder beste Freund sein...

  • US-Vizepräsident Joe Biden hat der Türkei Hilfe bei den formalen Vorarbeiten zu einer möglichen Auslieferung des im US-Exil lebenden Predigers Fethullah Gülen zugesichert.
  • Biden sagte nach einem Treffen mit dem türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim in Ankara: "Wir haben keinerlei Interesse daran, irgendwen zu beschützen, der einem Verbündeten Schaden zugefügt hat, aber wir müssen die üblichen rechtlichen Voraussetzungen einhalten."
  • Der türkische Ministerpräsident Yildirim appellierte an die USA, hinsichtlich der Auslieferung des "Terroristenführers" Gülens "keine Zeit zu verlieren". "Wir dürfen auf keinen Fall zulassen, dass die tiefverwurzelten Beziehungen (zwischen der Türkei und den USA) Schaden nehmen", sagte Yildirim. Er dankte Biden zugleich für die "Sensibilität", die er in dieser Frage gezeigt habe.
17:23 Uhr

Carmack soll Technik für "Oculus Rift" geklaut haben

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Trat eine Welle von neuen Hardware-Entwicklungen los: das VR-Headset des Start-ups Oculus.

(Foto: picture alliance / dpa)

ZeniMax hat seine Klage gegen Star-Programmierer John Carmack ausgeweitet. Carmack arbeitet bei Oculus, dem Entwickler des bahnbrechenden Virtual Reality Headsets "Rift".

  • Sein früherer Arbeitgeber ZeniMax verklagte Carmack im Jahr 2014 und wirft ihm jetzt zusätzlich vor, entscheidende Dokumente entwendet zu haben, ohne die die Entwicklung des Rift nicht möglich gewesen wären.
  • Vorher erstreckte sich die Klage auf den Vorwurf, er habe das mit Oculus-Gründer Palmer Lucky entwickelte Headset mit Technik von ZeniMax umgesetzt, als Carmack noch für das Unternehmen arbeitete.
  • Carmack war bis Sommer 2013 bei ZeniMax beschäftigt, seit August 2013 ist er Chief Technology Officer bei Oculus.

Carmack gründete im Jahr 1991 das Unternehmen id Software, was jahrelang als fortschrittlichster Entwickler im Spielebereich galt ("Wolfenstein 3D", "Doom", "Quake").

Lesen Sie mehr zu Virtueller Realität auf unserer Themenseite.

17:12 Uhr

Besucher dürfen Archaeopteryx bestaunen

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Ab morgen im Museum in Denkendorf zu sehen.

(Foto: dpa)

Rund sechs Jahre nach dem spektakulären Fund eines gut erhaltenen Archaeopteryx-Skeletts in Bayern werden die fossilen Überreste des Urvogels ausgestellt.

  • Morgen öffnet das Dinosaurier-Freiluftmuseum Altmühltal in Denkendorf seine Pforten - dort bekommt der rund 153 Millionen Jahre alte Archaeopteryx einen Platz in einer Hochsicherheitsvitrine.
  • Ein privater Fossiliensammler hatte es im Mai 2010 in einem kleinen Steinbruch am Ostrand des Köschinger Forstes entdeckt.
16:29 Uhr

Größtes Luftschiff der Welt legt Crashlandung hin

Der Airlander 10 ist das derzeit größte Luftschiff der Welt. Erst vergangene Woche absolvierte es seinen Jungfernflug in Cardington in England. Schon bei seinem Flugversuch legte das Luftschiff eine Bruchlandung hin und setzte unsanft mit der Kabine zuerst auf, die dabei teilweise zerdrückt wurde. Glücklicherweise kam die Crew dabei nicht zuschaden.

*Datenschutz

 

16:11 Uhr

Deutsches Anti-Terror-Mikrofilmarchiv wächst

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Sehen aus wie Bierfässer, enthalten aber geballtes Wissen: Die Edelstahlbehälter im Barbarastollen.

(Foto: dpa)

Eines der wichtigsten und sichersten Archive in Deutschland feiert ein kleines Jubiläum: Im Barbarastollen in Oberried bei Freiburg lagern ab Anfang Oktober eine Milliarde Kopien historischer Dokumente.

  • Tief im Granit und Gneis des Schwarzwalds verwahrt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe seit 1975 Aufnahmen wichtiger kultureller und geschichtlicher Dokumente auf Mikrofilm.
  • Rund um die Milliarde sollen Unterlagen zur Entstehung des Grundgesetzes in das Archiv gebracht werden, teilte das Bundesamt im Bonn mit.

Die Filme werden bei konstanten klimatischen Bedingungen in luftdicht verschlossenen Edelstahlbehältern gelagert. Sie dienen als Absicherung gegen unwiederbringliche Verluste, sollten Originale wie Urkunden oder Baupläne durch Unglücke, Krieg oder Terrorismus zerstört werden.

15:29 Uhr

Schweres Erdbeben auch in Asien

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Die Tempelanlagen von Bagan bestehen aus rund 3000 Bauten aus dem 9. bis 14. Jahrhundert. Die Tempelebene 650 Kilometer nördlich der Hafenstadt Rangun ist die bedeutendste Touristenattraktion des Landes.

(Foto: dpa)

Nicht nur in Italien, auch im südasiatischen Land Myanmar hat es heute ein schweres Erdbeeben gegeben.

  • Unter anderem wurden weltberühmten historischen Tempel von Bagan beschädigt.
  • Das Beben um etwa 12.35 Uhr (MESZ) hatte nach Angaben des Geophysischen Instituts Potsdam eine Stärke von 7,0 und lag in 91 Kilometern Tiefe.
  • Lokalen Medienberichten zufolge war das Beben auch in den benachbarten Ländern Indien, Bangladesch und Thailand zu spüren. Informationen zu möglichen Opfern gab es zunächst nicht.

 

15:19 Uhr

Ex-Bundespräsident Walter Scheel ist tot

Nach langer Krankheit und Aufenthalt in einem Pflegeheim ist der ehemalige FDP-Politiker und Bundespräsident Walter Scheel gestorben.

  • Als Außenminister der sozial-liberalen Koalition prägte er unter anderem die Entspannungspolitik gegenüber der DDR und dem Warscher Pakt.
  • Vielen ist er jedoch vor allem wegen einer Gesangseinlage in lebhafter Erinnerung:

 

15:03 Uhr

Hoffnung der Nazigold-Sucher "stirbt zuletzt"

*Datenschutz

Die bisher erfolglosen Grabungsarbeiten nach einem angeblichen Nazi-Goldzug in Polen sind ins Stocken geraten.

  • Das Team rund um die Hobbyschatzgräber Piotr Koper und Andreas Richter warte auf einen Bohrer, um die Sucharbeiten im niederschlesischen Walbrzych (Waldenburg) fortsetzen zu können, sagte eine Sprecherin.
  • Koper und Richter behaupten, mit einem Bodenradar einen unterirdischen Tunnel und einen Zug geortet zu haben. Gerüchten zufolge sollen Nazis in einem solchen Zug ihre Kriegsbeute vor der heranrückenden Sowjetarmee versteckt haben. 
  • Seit knapp einer Woche läuft die Suche nach dem vermeintlichen Goldzug - bislang ohne Durchbruch. Dennoch bleiben die Schatzgräber optimistisch. "Die Hoffnung stirbt zuletzt", sagte die Sprecherin. "Wir werden suchen, bis wir was finden oder wissen, dass da nichts ist."
14:42 Uhr

Lehrer wegen Freiheitsberaubung von Schülern verurteilt

Lehrer haben es nicht leicht. Man mag Verständnis dafür haben, dass einigen von ihnen manchmal die Nerven durchgehen, wenn eine Horde pubertierender Jugendlicher außer Rand und Band sich nicht beruhigen lässt. So weit wie ein Realschullehrer in Neuss dürfen sie dennoch nicht gehen:

  • Der Mann wurde nun wegen Freiheitsberaubung verurteilt, weil er Schüler am Verlassen des Klassenraums gehindert hatte. Der Amtsrichter sprach den Pädagogen schuldig, beließ es aber bei einer "Verwarnung mit Strafvorbehalt".
  • Als Auflage muss sich der Lehrer im Umgang mit undisziplinierten Schülern fortbilden. Andernfalls drohen ihm 1000 Euro Geldstrafe. Vom Vorwurf der Körperverletzung wurde der 50-Jährige freigesprochen.
  • Der Lehrer hatte einer lauten Schulklasse eine schriftliche Arbeit aufgebrummt. Nach dem Unterricht hatte er mehrere Schüler daran gehindert, den Raum zu verlassen. Einer von ihnen hatte per Handy die Polizei gerufen.
00:00 Uhr

Henning Voscherau ist tot

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Elf Jahr lang regierte Henning Voscherau seine Heimatstadt Hamburg.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der ehemalige Hamburger Bürgermeister Henning Voscherau ist tot.

  • Er sei in der vergangenen Nacht im Alter von 75 Jahren zu Hause im Kreis seiner Familie an den Folgen eines Hirntumors gestorben, teilte die Hamburger Senatskanzlei mit.
  • Der Sozialdemokrat hatte die Regierung der Hansestadt zwischen 1988 und 1997 als Erster Bürgermeister geführt.
14:09 Uhr

Wildschwein genießt kraulende Polizistin

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Ach, Ilse!

(Foto: dpa)

Ein handzahmes Wildschwein hat für Abwechslung auf einer nächtlichen Streifenfahrt gesorgt.

  • Das Schwein hatte es sich auf einem Grünstreifen vor einem Fast-Food-Restaurant in Soest gemütlich gemacht, ein Zeuge rief die Polizei. "Das Tier genoss sichtlich die Streicheleinheiten der Polizeibeamten und folgte diesen anschließend auf Schritt und Tritt", heißt es im Polizeibericht.
  • Eine Polizistin taufte das Wildschwein kurzerhand auf den Namen Ilse. Das etwa sechs Monate alte Wildschwein folgte den Beamten zwar, in den Einsatzbus wollte es aber nicht freiwillig einsteigen.
  • Ilse wurde von einem Jäger betäubt und dann in ein Tierheim gebracht. "Wir gehen davon aus, dass der Besitzer sich meldet", sagte ein Polizeisprecher.
13:48 Uhr

Studie: Vorteil von Begabtenklassen ist Illusion

Besonders intelligente Kinder in speziellen Hochbegabtenklassen zu unterrichten, bringt einer neuen Studie zufolge keine Vorteile. Zu diesem Schluss kamen Wissenschaftler um den Würzburger Entwicklungspsychologen Wolfgang Schneider beim Vergleich von Schülern aus 16 Begabtenklassen an bayerischen und baden-württembergischen Gymnasien mit gleichaltrigen Mitschülern aus gewöhnlichen Gymnasialklassen, wie die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet.

Die Kinder aus den Begabtenklassen zeigten dem Bericht zufolge zwar unter anderem in Deutsch und Mathematik bessere Leistungen. Das führten die Forscher demnach aber nicht auf einen besonderen Unterricht, sondern auf die höhere Intelligenz der Schüler zurück. Wird dieser Faktor herausgerechnet, gleicht sich das Leistungsniveau an jenes normaler Klassen an.

13:27 Uhr

Iranische Firmen beraten über Nicaragua-Kanal

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Nicaraguas Außenminister Samuel Santos (l.) und sein iranischer Amtskollege Mohammed Sarif (r.)

(Foto: dpa)

Iranische Firmen wollen sich womöglich am Bau des Nicaragua-Kanals beteiligen. Das kündigte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif an. Es habe entsprechende Beratungen gegeben.

  • Eine chinesische Betreibergesellschaft will mit der neuen Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik dem Panama-Kanal weiter südlich Konkurrenz machen. Für den Bau des Nicaragua-Kanals sind 50 Milliarden Dollar (44 Milliarden Euro) eingeplant.
  • Eigentlich sollte mit dem Bau schon vor zwei Jahren begonnen werden; die chinesische Betreibergesellschaft Hongkong Nicaragua Development rechnet nun mit Ende dieses Jahres.
  • Gegen den Kanal protestieren vor allem Bauern, die durch das Bauprojekt ihre Ländereien verlieren. Umweltschützer befürchten zudem Verschmutzungen durch die Schifffahrt und eine Verunreinigung des Trinkwassers, da die Route auf einer Länge von gut hundert Kilometern durch den Nicaraguasee verläuft, das größte Süßwasserreservoir Zentralamerikas.

Erst im Juni wurde der erweiterte Panamakanal für Megacontainerschiffe eröffnet, bereitet ihnen aber noch Probleme.

13:01 Uhr

Mieterbund: Betriebskosten sinken

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Gasherdbesitzer und -nutzer können sich freuen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Günstige Preise für Öl und Gas lassen die Betriebskosten für Mieter in Deutschland weiter sinken.

  • Im Jahr 2014 lagen sie durchschnittlich bei 2,17 Euro pro Quadratmeter, wie der Deutsche Mieterbund am Mittwoch mitteilte. Das waren zwei Cent weniger als im Vorjahr.
  • Für 2015 erwartet der Mieterbund einen weiteren Rückgang. Grund sind weiter gesunkene Energiepreise, besonders für Heizöl, aber auch für Fernwärme und Gas.

Nebenkosten für Heizen, Wasser und Abwasser, den Hausmeister oder die Müllabfuhr machen in Deutschland im Schnitt etwa ein Viertel der Wohnkosten aus.

12:28 Uhr

Forscher: Mehr Armut wegen Bill Clintons Sozialhilfereform

Als US-Präsident Bill Clinton im Jahr 1996 seine Sozialhilfereform mit vielen Kürzungen durchsetzte, rieben sich viele die Augen: ein Demokrat, der eine republikanische Agenda vertritt?

  • Wissenschaftler sagen nun 20 Jahr später: Die Kürzung der Sozialhilfe verringerte nur die ersten vier Jahre die Armut. "Alleinerziehende Mütter gingen arbeiten, aber es ist unklar, ob die Sozialhilfereform damit viel zu tun hat", wird der Sozialforscher Luke Shaefer von "The Intercept" zitiert.
  • Shaefer stellte zusammen mit Soziologin Kathryn Edin fest, dass heute 1,5 Millionen Haushalte in den USA in oder unter extremer Armut mit 2 US-Dollar oder weniger pro Tag leben. 3 Millionen Kinder leben in diesen Haushalten.
  • Die Armutsrate hat sich damit seit 1996 verdoppelt.

In Deutschland hatte sich Bundeskanzler Gerhard Schröder am Vorbild USA orientiert und Hartz IV mit dem Grundsatz "Fördern und Fordern" durchgesetzt.

11:50 Uhr

Frau lässt Körperteile amputieren wegen Versicherung

Knapp 160.000 Euro - so viel verlangte eine Vietnamesin von ihrer Versicherung wegen eines Bahnunglücks.

  • Die Frau hatte vor einigen Monaten angegeben, sie sei von einem Zug mitgerissen worden, dabei seien ihre linke Hand und der linke Fuß abgerissen worden. Nun stellte sich heraus, dass es sich vermutlich um Versicherungsbetrug handelt.
  • Ein Helfer soll demnach der 30-Jährigen die Körperteile amputiert haben.
  • Die Frau hatte von der Versicherung 4 Milliarden Dong (158.000 Euro) Schmerzensgeld gefordert.

Als mögliches Motiv nannte die Zeitung "Thanh Nien" finanzielle Probleme.

11:21 Uhr

22 Prozent "sehr Rechte" wählen AfD

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Gehört zum rechten Flügel der Partei: Björn Höcke

(Foto: dpa)

Die AfD erhält mit ihrer neuen Programmatik mehr Zuspruch aus dem rechten Spektrum. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor.

  • Danach neigen unter denjenigen, die sich selbst politisch "sehr rechts" verorten, aktuell 22 Prozent der AfD zu. Ein Jahr zuvor waren es erst acht Prozent gewesen. Allerdings haben die Autoren der Studie grundsätzlich nur Menschen betrachtet, die sich einer Partei verbunden fühlen. Nichtwähler und Wechselwähler bleiben dabei außen vor.
  • Was zudem auffällt: die vor allem von AfD-Vize Alexander Gauland propagierte Positionierung der Partei als "Partei des kleinen Mannes" hat funktioniert. Der Studie zufolge stieg die Anziehungskraft der Partei zwischen 2014 und 2015 unter Arbeitern von zwei auf elf Prozent, unter Arbeitslosen sogar von 1 Prozent auf 15 Prozent.
  • Auch die Ost-West-Differenz hat sich verstärkt. Aktuell wird der Anteil der AfD-Anhänger für die neuen Bundesländer mit elf Prozent mehr als dreimal so hoch geschätzt wie für Westdeutschland.

Hier finden Sie die Zahlen des aktuellen Stern-RTL-Wahltrends.

10:48 Uhr

Locken US-Ermittler weiteren NSA-Whistleblower?

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Woher bekamen Hacker die Programme "Epicbanana" und "Buzzdirection"?

(Foto: dpa)

Im Cyberspace versuchen US-Behörden womöglich derzeit, einen weiteren Whistleblower beim US-Geheimdienst NSA ausfindig zu machen.

  • Vergangene Woche hatte eine Gruppe unter dem Namen "Shadow Brokers" eine Auktion von NSA-Cyberwaffen angekündigt. Das US-Magazin "The Intercept" prüfte die angebotene Software und kam zu dem Schluss: Die Werkzeuge stammen tatsächlich von der National Security Agency. Dies konnten die Journalisten aus Dokumenten des Whistleblowers Edward Snowden herleiten.
  • Dies bedeutet: Entweder ist der Anbieter der gestohlenen Software ins System des US-Geheimdienstes eingedrungen, oder sie wurde ihm von einem weiteren Whistleblower bei der NSA zugespielt.
  • Blogger "Krypt3ia" analysierte daraufhin Transfers der digitalen Währung Bitcoin im Zusammenhang mit "Shadow Brokers" und mutmaßt, dass US-Regierungsstellen gezielt Geld an die Hacker überweisen, um nachzuverfolgen, wer es ausgeben wird. Bitcoins sind eindeutig identifizierbar.
10:21 Uhr

EU belohnt Kolumbien mit 400 Mio Euro

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Farc-Guerilleros in der südlichen Provinz Putumayo - auch hier könnte die Entwaffnung ab Oktober beginnen.

(Foto: AP)

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat Kolumbien wirtschaftliche und politische Unterstützung für die Zeit nach dem Friedensschluss zwischen Regierung und Farc-Guerilla zugesagt.

  • Insgesamt stünden mehr als 400 Millionen Euro zur Verfügung, sagte Schulz am bei einem Treffen mit dem kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos in Bogotá.
  • Die Verhandlungen zwischen Regierung und Rebellen stehen kurz vor dem Abschluss. Bereits Ende Juni hatten die beiden Seiten einen Waffenstillstand vereinbart.

Im kolumbianischen Bürgerkrieg zwischen staatlichen Sicherheitskräften, linken Guerillagruppen und rechten Paramilitärs kamen seit den 1960er Jahren über 220.000 Menschen ums Leben, Millionen wurden vertrieben.

09:53 Uhr

In Italien auch Kinder verschüttet

Nach dem schweren Erdbeben in Italien sind auch Kinder noch verschüttet.

  • Ein Junge konnte lebend im Ort Pescara del Tronto gerettet werden.
  • Im Ort Amatrice, der mit am stärksten betroffen ist, halfen Ärzte einem verletzten sechsjährigen Zwilling aus den Trümmern. Der Bruder des Jungen sei noch verschüttet, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Hier lesen Sie mehr über das Erdbeben in Italien.

09:24 Uhr

Duterte beschimpft UN

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Mehr als ein Hardliner: Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte.

(Foto: AP)

Nach seinen Äußerungen über einen möglichen Austritt der Philippinen aus den Vereinten Nationen rudert Präsident Rodrigo Duterte zurück.

  • "Versteht ihr keinen Spaß?", sagte er auf Fragen von Journalisten, ob er die Drohung ernst meine.
  • Zugleich legte er mit seiner Kritik an der UN nach und beschimpfte die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für außergerichtliche Hinrichtungen, Agnes Callamard, als "hirnlos". Er warf ihr fälschlicherweise vor, ihn des Völkermords beschuldigt zu haben.
  • Duterte hatte nach wiederholter Kritik der UN an den von ihm propagierten außergerichtlichen Tötungen mit dem Austritt droht. "Wenn du so respektlos bist, Hurensohn, dann werde ich dich einfach verlassen."

Hier lesen Sie mehr zu Dutertes Feldzug. Seit Ende Juni wurden Polizeistatistiken zufolge bereits fast 2000 Menschen getötet.

09:08 Uhr

Pakistan greift IS-Nachschubroute an

Das pakistanische Militär hat nach Angaben aus Sicherheitskreisen eine große Offensive begonnen, um in den Bergen nahe der afghanischen Grenze eine wichtige regionale Route für Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu blockieren.

  • Bei dem vor zehn Tagen begonnenen Einsatz im Tirah-Tal in der Stammesregion Orakzai soll dem IS demnach "Bewegungsfreiheit und Raum genommen" werden. Bisher seien mindestens 40 Extremisten getötet worden.
  • Das Tal verbindet die afghanische Provinz Nangarhar  mit Pakistan. In Nangarhar sind die meisten der in Afghanistan auf 2500 geschätzten IS-Kämpfer aktiv. Viele sind ehemalige Mitglieder der pakistanischen Taliban-Dachorganisation Tehrik-e Taliban (TTP). Der IS will sowohl auf afghanischem wie pakistanischem Staatsgebiet eine neue Provinz etablieren, die Khorasan-Provinz.

Vor einem Monat hatten der Kommandeur der US- und Nato-Streitkräfte in Afghanistan, John Nicholson, sowie der pakistanische Armeechef Raheel Sharif beschlossen, gemeinsam mehr Druck auf die zwischen beiden Ländern hin- und herwechselnden IS-Kämpfer auszuüben.

08:51 Uhr

Baurecht soll Massentierhaltung begrenzen

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Gemeinden sollen nach Vorstellung von Barbara Hendricks Massentierhaltungsanlagen in Zukunft verhindern können.

(Foto: dpa)

Umwelt- und Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) will mit Hilfe des Baurechts die Massentierhaltung eindämmen. Kommunen sollen künftig leichter Einfluss auf Planung und Bau von sehr großen Ställen und Mastanlagen nehmen können, wie ihr Ministerium ankündigte.

  • In Zukunft soll es daher für alle Anlagen ein Planungsverfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit geben. So soll die Planung transparenter werden und die Gemeinden können den Neubau verhindern, wenn er sich nicht mit ihren Bebauungsplänen in Einklang zu bringen ist.
  • Bisher müssen nur Ställe einen Bebauungsplan vorlegen, die nicht selbst über ausreichend Land verfügen, um theoretisch das für die Tiere benötigte Futter selbst produzieren zu können. Haben die Betriebe Land, sind sie nach geltendem Recht privilegiert und bekommen eine Genehmigung, wenn sie bestimmte Auflagen erfüllen.

Hendricks will den Gesetzentwurf bald mit dem Landwirtschaftsministerium abstimmen, das von Christian Schmidt (CSU) geführt wird.

08:23 Uhr

Deutschland macht Milliardenüberschuss

Der deutsche Staat hat im ersten Halbjahr einen Überschuss von 18,5 Milliarden Euro erzielt.

  • Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, ergibt dies bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt eine Überschussquote von 1,2 Prozent.
  • Knapp die Hälfte des Überschusses mit 9,7 Milliarden Euro entfiel den Statistikern zufolge auf den Bund. Die Länder erzielten einen Überschuss von 0,4 Milliarden Euro, die Gemeinden machten ein Plus von 2,5 Milliarden Euro. Die Sozialversicherung verbuchte einen Einnahmeüberschuss in Höhe von 5,9 Milliarden Euro.
  • Die Einnahmen des Staates erhöhten sich den Angaben zufolge im ersten Halbjahr 2016 auf 692,9 Milliarden Euro - ein Plus von 27,9 Milliarden Euro beziehungsweise 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
07:55 Uhr

Mittelamerika-Staaten schmieden Bündnis

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Das "MS" an der Hauswand steht für das kriminelle Netzwerk "Mara Salvatrucha".

(Foto: REUTERS)

Guatemala, El Salvador und Honduras bilden das Dreieck des Nordens – eine der gefährlichsten Regionen der Welt. Nun wollen die Länder im Kampf gegen die organisierte Kriminalität künftig enger zusammenarbeiten.

  • Dafür stellen die drei mittelamerikanischen Länder gemeinsame Sicherheitskräfte auf, wie die Staatschefs mitteilten. Zudem sollen die Behörden in Zukunft Geheimdienstinformationen miteinander austauschen, gemeinsame Operationen durchführen und Verdächtige untereinander ausliefern.
  • "Wir Mittelamerikaner müssen dafür kämpfen, dass wieder Frieden und Ruhe in diesen Breiten eintritt. Darauf haben wir als Menschen ein Recht", sagte der honduranische Präsident Juan Orlando Hernández.
  • Für den Großteil der Gewalt im Dreieck des Nordens sind Jugendbanden verantwortlich. Die sogenannten Mara Salvatrucha sind in Drogenhandel und Schutzgelderpressung verwickelt und über die Landesgrenzen hinweg miteinander verbunden.
07:24 Uhr

Sensburg: Wehrpflicht wieder einführen

Wer will die Wehrpflicht zurück? Auf jeden Fall der CDU-Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg. Der ist für die schrittweise Wiedereinführung.

  • Die Aussetzung vor fünf Jahren sei ein "fataler Fehler" gewesen, sagte Sensburg der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
  • In einem ersten Schritt sollten wieder die Strukturen geschaffen werden, um Soldaten überhaupt mustern zu können. Die Kreiswehrersatzämter seien bedauerlicherweise aufgelöst worden. Wehrdienstleistende wie auch Reservisten hätten sich unter anderem beim Objektschutz bewährt.
  • In einem zweiten Schritt sollten daher wieder Heimatschutzbataillone gebildet werden, die Kraftwerke oder beispielsweise Flughäfen sichern könnten. "Auch das sind wichtige Fähigkeiten, die wir beim Anti-Terror-Kampf dringend brauchen", sagte der CDU-Abgeordnete.

Die Diskussion flammte wegen des neuen Zivilschutzkonzeptes der Bundesregierung wieder auf. Hier lesen Sie mehr zum Thema: "Koalition streitet über Wehrpflicht"

07:08 Uhr

Kim kandidiert für Weltbank-Spitze

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Jim Yong Kim will die Weltbank weiterhin steuern.

(Foto: picture alliance / dpa)

Weltbank-Präsident Jim Yong Kim bewirbt sich für eine zweite Amtszeit an der Spitze der internationalen Finanzorganisation. Dies teilte die Bank in Washington zum Auftakt des Auswahlprozesses mit.

  • In den kommenden drei Wochen könnten weitere Kandidaturen eingereicht werden, über die dann in einem "offenen, leistungsorientierten und transparenten" Verfahren entschieden werde, hieß es in einer Erklärung des Weltbank-Vorstands.
  • Der seit 2012 amtierende Präsident Kim ist nicht unumstritten. Anfang August hatte die Mitarbeitervereinigung der Weltbank in einem offenen Brief massive Kritik an ihm geübt. In der internationalen Finanzorganisation herrsche eine "Führungskrise", welche die Weltbank auf längere Sicht irrelevant machen könnte, hieß es darin.
  • Die rund 15.000 Mitarbeiter zählende Vereinigung beklagte Intransparenz bei der Postenbesetzung, Führungsschwäche, interne Unzufriedenheit und ein Übergewicht der USA.

Kims Amtszeit läuft noch bis Mitte kommenden Jahres. Kim ist studierter Arzt und war früher Rektor der US-Elitehochschule Dartmouth College. Er ist der erste Weltbank-Präsident, der nicht aus Politik oder Finanzwelt rekrutiert wurde.

06:44 Uhr

EU-Mehrheit kann Türkei-Verhandlungen abbrechen

Entgegen bisheriger Darstellungen der EU-Kommission ist für ein Aussetzen der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei keine einstimmige Entscheidung der Mitgliedstaaten erforderlich.

  • In den Leitlinien zu den Verhandlungen wurde festgelegt, dass für einen Abbruch-Beschluss eine qualifizierte Mehrheit ausreicht, meldet die Deutsche Presse-Agentur, also etwa eine Zwei-Drittel-Mehrheit.
  • Die für eine Fortsetzung der EU-Beitrittsverhandlungen werbende Kommission hatte bislang betont, dass ein Antrag auf Abbruch der Gespräche von allen 28 EU-Staaten befürwortet werden müsste. Entsprechend äußerte sich EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Anfang des Monats.
  • Für einen Stopp der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei setzt sich vor allem Österreich ein. Bundeskanzler Christian Kern will das Thema nach der Sommerpause auf EU-Ebene diskutieren.
06:36 Uhr

Das wird heute wichtig

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Wer bekommt was, wenn ein Verkäufer bei Ebay eine Auktion abbricht?

(Foto: dpa)

Guten Morgen! Stehen Sie ruhig auf - es gibt ein paar Dinge, die heute wichtig werden.

  • Italien wird sich um die Folgen des Erdbebens mit der Stärke 6,4 aus der Nacht kümmern und sich auf eventuelle Nachbeben einstellen.
  • US-Vizepräsident Joe Biden ist zu Gesprächen in Ankara. Dabei wird es wohl auch um die von der Türkei beantragte Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen gehen. Die türkische Regierung vermutet in ihm den Drahtzieher des versuchten Militärputsches.
  • Die Bundesregierung will die neue und umstrittene Zivilschutzstrategie beschließen, die auch Empfehlungen zu Bevorratung von Lebensmitteln enthält.
  • Der Bundesgerichtshof verkündet heute sein Urteil zu sogenannten Abbruchjägern bei Ebay. Es geht um die Frage, ob Anbieter bislang Meistbietenden auch dann Schadenersatz für eine abgebrochene Auktion zahlen muss, wenn das Gebot absichtlich in die Höhe getrieben wurde.
  • Borussia Mönchengladbach spielt heute abend in den Champions League Playoffs im eigenen Stadion gegen Young Boys Bern (20:45 Uhr im n-tv.de Liveticker). Das Hinspiel gewannen die Fohlen 3:1. Geht nicht alles schief, wird Gladbach nach Abpfiff als vierter deutscher Vertreter für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert sein.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag!

06:15 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Der heutige Tag verläuft oft sonnig, in den westlichen Landesteilen sogar wolkenlos. Dort ist die Luft auch am heißesten mit Spitzenwerten zwischen 30 und 35 Grad. Aber auch im übrigen Land wird es sommerlich bei meistens 25 bis 31 Grad. Und auch die nächsten Tage werden hochsommerlich. Verbreitet werden es sonnige 29 bis 36 Grad, stellenweise etwas darüber.

Der Trend zum Wochenende: wenig Änderung, es bleibt sehr sonnig und hochsommerlich mit bis zu 35 Grad. Nur im äußersten Westen und Nordwesten sowie über dem Schwarzwald und den Alpen besteht nachmittags und abends ein kleines Gewitterrisiko.