Mittwoch, 27. Juli 2016Der Tag

Heute mit Sebastian Huld und Volker Petersen
22:15 Uhr

Zahl der Toten bei IS-Anschlägen in Syrien steigt

Ursprünglich hatten wir berichtet, dass bei einem Anschlag des IS in Syrien 55 Menschen gestorben sind - mittlerweile ist die Zahl der Opfer auf 67 gestiegen. Mindestens 185 sollen verletzt worden sein, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

22:05 Uhr

Türkische Armee entlässt 149 Generäle und Admiräle

In der Türkei rollen Köpfe - 149 Armeegeneräle und -admiräle müssen ihre Posten räumen. Der erwartbare Vorwurf: eine angebliche Beteiligung am Putschversuch. Laut offizieller Verlautbarung gehörten 87 der Geschassten dem Heer, 30 der Luftwaffe und 32 der Marine an. Insgesamt wurden nach dem gescheiterten Militärputsch mehr als 15.000 Armeezugehörige festgenommen, mindestens 8000 sind immer noch in Gewahrsam.

Außerdem wurden Dutzende Zeitungen und TV-Sender geschlossen. Da nicht von einem zivilen Putsch zu sprechen, wird langsam schwierig. Mehr dazu hier.

21:50 Uhr

Ausflugsboot kentert auf der Donau

Zu einem unfreiwilligen Badeausflug wurden 24 Gäste eines Ausflugsschiffs auf der Donau gezwungen. Verletzt wurde bei dem Unfall der "Ulmer Schachtel" aber niemand, so die Polizei. Die Gäste konnten sich demnach - teils schwimmend - ans Ufer retten. Der 73 Jahre alte Kapitän hatte versucht, das Ufer anzufahren, nachdem im Heck des Bootes Wasser entdeckt worden war. Dabei kam das Boot in eine Strömung und kenterte.

21:06 Uhr

Frau löst wegen Mann falschen Bombenalarm am Flughafen aus

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In Genf wurde heute extra streng kontrolliert.

(Foto: REUTERS)

Ob sie es aus Leidenschaft tat, wissen wir nicht, wir wissen nur, dass eine Frau einen Bombenalarm am Genfer Flughafen ausgelöst hat, damit ihr Mann nicht abfliegen konnte.

  • Die Polizei sei mit einem Großaufgebot vor Ort gewesen - bis sich herausstellte, dass es sich um einen Fehlalarm handelte.

  • Die im französischen Annecy lebende Frau rief laut Genfer Staatsanwaltschaft gestern Abend beim Flughafen-Zoll an. Sie sagte, dass eine Person mit einer Bombe am Mittwoch im Flughafen sein werde. Heute Morgen wurden deshalb die Reisenden kontrolliert, bevor sie das Flughafengebäude überhaupt betraten.

  • Die Ermittler konnten über die Telefonnummer relativ schnell den Anschluss im nahen Annecy ausfindig machen. Französische Ermittler fuhren sofort hin und fanden die Frau. Sie sagte aus, sie habe ihren Ehemann am Abflug hindern wollen.

Gegen die Anruferin wurden Ermittlungen sowohl in Frankreich als auch in der Schweiz eingeleitet. Vielleicht kommt dann ja heraus, warum sie ihren Mann unbedingt stoppen wollte.

20:38 Uhr

Polizisten durchsuchen Hildesheimer Moschee

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Zugriff nach monatelanger Vorbereitung.

(Foto: dpa)

Hildesheim ist der Polizei als ein Zentrum des radikalen Islamismus bekannt, nun durchsuchen Beamte die dortige Moschee und die Wohnungen von Vorstandsmitgliedern des "Deutschen Islamkreises" (DIK). "Der DIK in Hildesheim ist ein bundesweiter Hot-Spot der radikalen Salafistenszene", sagte Innenminister Boris Pistorius laut Mitteilung. "Nach Monaten der Vorbereitung sind wir mit den heute durchgeführten Durchsuchungen einen wichtigen Schritt zum Verbot des Vereins gegangen." Den Sicherheitsbehörden lägen Erkenntnisse vor, dass im Verein Muslime radikalisiert und zur Teilnahme am Dschihad in den Kampfgebieten motiviert würden. In Predigten, Seminaren und Vorträgen werde auch zum "Hass gegenüber Ungläubigen" aufgerufen, sagte Pistorius.

20:23 Uhr

Reagan-Attentäter darf Psychiatrie verlassen

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Archivaufnahme Hinckeys von 2003.

(Foto: AP)

Nach mehr als 30 Jahren in der Psychiatrie wird der Mann entlassen, der versucht hat, den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan zu töten. John Hinckley bedeute keine Gefahr mehr für sich selbst oder andere, entschied der zuständige Richter in Washington. Wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht, wird der 61-Jährige vorerst bei seiner Mutter in einer geschützten Wohnanlage wohnen. Hinckley hatte Reagan am 30. März 1981 vor einem Hotel in Washington niedergeschossen. Der Präsident, sein Sprecher James Brady und zwei Sicherheitsbeamte wurden schwer verletzt. Als Motiv gab Hinckley an, er habe die Aufmerksamkeit der Schauspielerin Jodie Foster erregen wollen.

19:57 Uhr

Bericht: Bremer Einkaufszentrum evakuiert

Weil eine verdächtige Person gesichtet wurde, ist in Bremen ein Einkaufszentrum geräumt worden, berichtet die "Bild"-Zeitung. Offiziell sei von einer technischen Störung die Rede gewesen. Anschließend seien schwer bewaffnete Polizisten ins Gebäude gerannt. Laut "Weser Kurier" sagte die Polizei, dass es sich nicht um einen Anti-Terror-Einsatz handele.

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19:29 Uhr

Stars spielen für Michael Schumacher

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Sebastian Vettel muss hoch hinaus zu Dirk Nowitzki schauen.

(Foto: dpa)

 In Mainz haben heute viele Sportstars ein Benefiz-Fußballspiel für jemanden ausgespielt, der eigentlich in ihre Mitte gehört: Michael Schumacher. Wie es dem Rekord-Formel-1-Weltmeister geht, ist nach wie vor unbekannt - bekannt ist aber, dass ihn Fans und Kollegen schmerzlich vermissen. "Ich hoffe, dass wir dem Michael ein bisschen positive Energie schicken. Dass wir ihm zeigen, dass die Leute nicht vergessen, dass er noch ein Idol für viele ist", sagte Basketball-Superstar Dirk Nowitzki bei der Partie seiner All-Star-Mannschaft gegen die Nazionale Piloti. (Ergebnis: 9:6)Die Mannschaft der Formel-1-Piloten wurde von Kapitän Sebastian Vettel angeführt, mit dabei war auch Vizeweltmeister Nico Rosberg und Ex-Champion Mika Häkinnen. Beide treten an diesem Wochenende beim Heimrennen auf dem Hockenheimring an. Erstmals spielte in der Fahrer-Mannschaft auch Schumachers Sohn Mick mit. Vor dem Anpfiff hielten alle beteiligten Spieler unter großem Applaus ein Spruchband mit der Aufschrift #keepfightingmichael. In früheren Jahren hatte "Schumi" die Spiele selbst organisiert.

19:01 Uhr

Trump wendet sich wegen E-Mails direkt an Russland

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(Foto: REUTERS)

Der Trump wieder. Wenn er nicht aussichtsreicher Kandidat auf die US-Präsidentschaft wäre, könnte man auch drüber lachen. So eher nicht.

  • Er sagte bei einer Pressekonferenz, er hoffe, dass Russland Hillary Clintons E-Mails gehackt habe, berichtet die "New York Times".
  • Dann wandte er sich direkt an die Führung des Landes: "Russland, wenn ihr zuhört, ich hoffe, ihr findet die 30.000 verschwundenen E-Mails. Ich denke, ihr werdet reich von unserer Presse belohnt werden."

Er wollte das aber nicht als Aufforderung an Russland verstanden wissen, tatsächlich Clintons E-Mailkonto zu hacken.

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18:22 Uhr

Papst: Polen soll Flüchtlinge aufnehmen

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Papst Franziskus trifft auf Andrzej Duda.

(Foto: dpa)

Papst Franziskus mag klare Worte - das hat er nun auch bei seinem Besuch in Polen bewiesen, wo gestern der Weltjugendtag (in Krakau) begonnen hat.

  • Er forderte die Regierung auf, Flüchtlinge aufzunehmen. Es sei die "die Bereitschaft zur Aufnahme derer notwendig, die vor Kriegen und Hunger fliehen", sagte er bei einem Treffen mit Präsident Andrzej Duda und Regierungschefin Beata Szydlo.
  • Diejenigen, die ihrer Grundrechte beraubt seien oder des Rechtes, in Freiheit und Sicherheit den eigenen Glauben zu bekennen, benötigten Solidarität.

Bislang weigert sich Polen, in nennenswertem Umfang muslimische Flüchtlinge aus Krisengebieten wie Syrien, dem Irak oder Afghanistan aufzunehmen.

Franziskus sieht die Welt übrigens auch im Krieg.

17:51 Uhr

Kunstschätze tauchen nach sieben Jahren wieder auf

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Innerhalb von zwei Minuten raubten vor sieben Jahren bewaffnete Männer zwei Gemälde von zwei Meistern. Sie überfielen das Scheringa-Museum in der niederländischen Stadt Spanbroek und nahmen die Gemälde "Jugend" von Salvador Dalí und "Die Musikerin" von Tamara de Lempicka mit. "Wir haben sie wiederbekommen", teilte der renommierte Kunst-Detektiv Arthur Brand über Twitter mit. Die Brand nun berichtete, dienten die beiden Gemälde später als Bezahlung einer kriminellen Bande - ein zwischen Kriminellen durchaus gängiges Verfahren. Der Bande sei der Besitz jedoch zu heiß geworden, deshalb habe sie sich über einen Mittelsmann an ihn gewandt, sagte der Detektiv der Zeitung "De Telegraaf".

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17:18 Uhr

Jugendlicher wegen Vorbereitung einer Amoktat festgenommen

In diesen Tagen ist die Polizei natürlich besonders wachsam - zu frisch sind die Erinnerungen an den Amoklauf von München oder auch den Axtangriff von Würzburg. Nun ist im Kreis Ludwigsburg ein 15-Jähriger wegen Vorbereitung einer Amoktat festgenommen worden. Der Jugendliche hatte laut Polizei im Internet Fotos und Zeichnungen veröffentlicht, die auf eine mögliche Amoktat hindeuteten. Bei der Durchsuchung der Wohnung seiner Eltern hätten sie unter anderem "eine größere Anzahl Kleinkaliberpatronen, mehrere Messer und Dolche" entdeckt.

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16:59 Uhr

Explosion in Zirndorf?

Nahe der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Zirndorf bei Nürnberg hat es einen Polizeieinsatz gegeben. Das sagte eine Sprecherin der Polizei. Der Bayerische Rundfunk hatte zuvor von einer Explosion berichtet. Das konnte die Sprecherin jedoch weder bestätigen noch dementieren. In der Nähe ist auch eine Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

Update: Falscher Alarm - wie sich später herausstellte, hat lediglich ein Koffer gebrannt.

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16:55 Uhr

Anklagen wegen Todes von Freddie Gray fallengelassen

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Demo gegen Polizeigewalt.

(Foto: dpa)

Da dürfte der ein oder andere Bürgerrechtler in den USA erstmal die Stirn runzeln: Die beiden verbliebenen Anklagen gegen Polizisten im Todesfall Freddie Gray werden fallengelassen.

  • Gray war im April 2015 festgenommen worden. Entgegen der Vorschriften wurde er unangeschnallt in einen Polizeitransporter gelegt. Er erlitt so schwere Rückenverletzungen, dass er ins Koma fiel und eine Woche später starb. Nach Grays Tod hatte es in Baltimore tagelang Proteste und schwere Unruhen gegeben.

  • Insgesamt wurden in dem Fall sechs Polizisten beschuldigt, darunter auch drei Schwarze. Ein erster Prozess gegen einen Beschuldigten endete wegen unklärbarer Verfahrensfragen ergebnislos, drei weitere Polizisten wurden freigesprochen.

16:20 Uhr

Düsseldorf stellt Absperrgitter für Pokémon-Spieler auf

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Massenhaft Pokémon-Spieler auf der Girardet-Brücke.

(Foto: dpa)

Düsseldorf hat nicht nur die Kö, das Alt und den Rhein, sondern neuerdings auch massenweise Pokémon-Go-Spieler. Die tummeln sich in so großen Zahlen auf der Girardet-Brücke an der Königsallee, dass nun für sie Absperrgitter aufgestellt werden. Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdienstes sollen die Lage stündlich überprüfen und gegebenenfalls die Fahrbahn sperren. Damit solle die "Verkehrssicherheit für die Spielenden aber auch für andere Passanten" gewährleistet werden, teilte Bürgermeister Thomas Geisel mit. Das Problem: Fans sitzen auf dem Bordstein und stellen dabei ihre Füße auf die Fahrbahn. Passanten weichen auf die Straße aus, weil der Bürgersteig einfach zu voll ist. Unfälle habe es bislang aber nicht gegeben, hieß es im Rathaus.

16:08 Uhr

Fettleibiger Mann darf Job behalten

Gut, hier verkneifen wir uns einfach mal von einem dicken Problem zu sprechen - denn es ist ja sowieso gelöst. Ein 200 Kilo schwerer Kanal- und Gartenarbeiter darf seinen Job behalten. Vor dem Landgericht Düsseldorf einigte er sich mit seinem Arbeitgeber. Der hatte ihn rausgeworfen, weil er aufgrund seiner Körperfülle seine Aufgaben nicht erfüllen könnte. Nun soll der Mann abnehmen und seinen Chef über die Fortschritte informieren. Ein guter Vorgesetzter geht mit seinen Angestellten eben durch dick und dünn.

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15:51 Uhr

Unwetter über Berlin

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Blick von der n-tv.de-Redaktion auf den Alexanderplatz.

Gerade haben wir über die Namensgebung des Berliner Stadtschlosses diskutiert, da wirft sich das Wetter mit aller Wucht in die Diskussion. Es blitzt und donnert über Berlin, eine amtliche Unwetterwarnung bestätigt die Ernstheit der Lage. Aber eigentlich ist's auch ganz gemütlich, wenn man im Trockenen ist.

Update: Es war dann doch etwas heftiger, die Berliner Feuerwehr rief sogar den Ausnahmezustand aus.

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Im Gleim-Tunnel stapelten sich gar die Autos.

(Foto: dpa)

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15:36 Uhr

Mittermeier: Mario Barth soll "Fresse halten"

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Mittermeier und Barth.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im Hauptberuf ist der Arbeitsplatz eines Comedians unser Zwerchfell, aber es handelt sich natürlich auch um normale Menschen, die nicht immer witzig sind. Manchmal streiten sie sich sogar, so wie jetzt offenbar Michael Mittermeier und Mario Barth. Ersterer rät letzterem (gewissermaßen mit den Worten von Dieter Nuhr) "die Fresse zu halten". Die harten Worte sind die Reaktion auf einen Facebook-Post Barths am Tag des Amoklaufs von München, in dem sich der Komiker besorgt über die Ereignisse in Deutschland und Frankreich zeigte: "Erst Würzburg, jetzt München, vorher Nizza. Was kommt denn als nächstes??" Der Berliner Comedian schrieb außerdem, es sei "immer schwieriger" zu äußern, wie man etwas empfinde, da man dann ein "Hetzer", ein "Angstverbreiter", ein "Natzi", ein "Publizist" oder ein "Idiot" sei. Mittermeier bezeichnete Barths Äußerungen als "Best-Of-Besorgte-Bürger-Floskeln" und warf ihm "billige Stimmungsmache" vor.

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15:22 Uhr

Wie soll das Berliner Schloss heißen?

Falls Sie kürzlich mal in Berlin waren oder Berliner sind, kennen Sie ja diese Baustelle in Mitte. Da wo früher mal der Palast der Republik stand, wird gerade wieder ein Schloss aufgebaut, das zu großen Teilen so aussehen soll, wie das alte Berliner Stadtschloss, das dort stand, bis die Kommunisten es nach dem Krieg sprengten. Das neue Gebäude soll aber nicht Schloss heißen, sondern Humboldtforum. Wobei, genau da fängt ja das Problem an. Es gibt Unstimmigkeiten darüber, ob es Humboldtforum, Humboldt-Forum oder Humboldt Forum heißen soll. Der Stiftungsrat ist für Humboldt Forum, weil es internationaler wirkt, Germanisten beißen in den Tisch, wenn sie das lesen müssen - aber es ist offenbar zu spät. Die Stiftung hat sich sogar schon von "Stiftung Berliner Schloss - Humboldtforum" in "Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss" umbenannt. Alles Humbug, wenn Sie mich fragen. Aber tun Sie nicht, denn ich frage Sie! Welche Schreibung wünsche Sie?

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Wie soll das neue Berliner Schloss heißen?

 

14:53 Uhr

Belgier wollen aus Urin Bier brauen

Sie haben vielleicht auch schon mal gehört, dass Menschen in Extremsituationen überlebt haben, weil sie ihren eigenen Urin getrunken haben - und Katja Ebstein trinkt ihn ebenfalls. Aber würden Sie Bier trinken, das aus Urin gebraut wurde? Genau das haben nun belgische Forscher vor. Sie baten Besucher eines Festivals, in ein spezielles Pissoir zu pinkeln, wie Wasserexperte Arne Verliefde von der Universität Gent erklärt. Die Wissenschaftler testeten dabei ein Verfahren, um Düngerstoffe und Trinkwasser aus Urin zu filtern. Hauptziel des Projektes ist es, billigen Dünger für Entwicklungsländer herzustellen. Auf dem Festival sammelten Verliefde und seine Kollegen rund 1000 Liter Urin und gewannen 950 Liter Trinkwasser. Nach der Prüfung durch staatliche Labore soll das Wasser zum Brauen eines Spezialbieres genutzt werden. Na dann, Prost!

14:44 Uhr

Amokläufer von München soll Rechtsextremist gewesen sein

Das ist dann mal eher ungewohnt - der Deutsch-Iraner, der am Freitag in München um sich geschossen und neun Menschen ermordet hat, soll ein Rechtsextremist gewesen sein. Er sei eindeutig rassistisch gewesen, berichtet die "F.A.Z.". Er habe Türken und Araber gehasst und sei stolz gewesen, wie Hitler am 20. April geboren worden zu sein.

Mehr dazu lesen Sie hier.

14:37 Uhr

Schichtwechsel

Sebastian Huld eilt nach Hause, denn ein heftiges Gewitter zieht über Berlin auf, da warten wir doch mal, was für ein Schauspiel uns die Natur so bietet. Übrigens, falls sie sich fragen, was eigentlich aus den kleinen Falken geworden ist, die an unserer Büroaußenwand nisteten - die Tiere sind seit einer Woche flügge und haben sich zu neuen Ufern aufgemacht. Ich heiße Volker Petersen und bleibe am alten Nachrichtenufer und muss hoffentlich heute mal nicht über neue Attentate berichten. Zu erreichen bin ich unter volker.petersen(at)nama.de oder bei Twitter.

14:23 Uhr

Türkische Armee zählt 8651 Putschisten

Nach Angaben der türkischen Armee haben 8651 Militärangehörige oder 1,5 Prozent der Streitkräfte an dem Putschversuch am 15. Juli teilgenommen. Die "überwältigende Mehrheit" der Soldaten sei gegen den Umsturzversuch gewesen, heißt es in einer von der Nachrichtenagentur Dogan verbreiteten Stellungnahme. Zudem listete die Armee die bei dem Putschversuch genutzte militärische Ausrüstung auf. Dazu gehörten:

  • 35 Flugzeuge (7 Prozent der gesamten Flotte), 24 davon Kriegsflugzeuge
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    Türkische Panzer stehen nahe der südosttürkischen Stadt Suruc.

    (Foto: REUTERS)

  • 37 Hubschrauber (8 Prozent), inklusive acht Kampfhubschrauber
  • sowie 246 gepanzerte Fahrzeuge (2,7 Prozent), inklusive 74 Panzer
  • die Putschisten kontrollierten auch drei Schiffe

Die türkische Armee ist mit 680.000 Angehörigen die zweitgrößte innerhalb der Nato.

14:01 Uhr

AfD stellt in Sachsen erstmals einen Bürgermeister

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Die kleine Gemeinde Reuth schreibt ein wenig Geschichte mit dem ersten AfD-Bürgermeister.

(Foto: picture alliance / dpa)

Erstmals stellt die AfD in Sachsen einen Bürgermeister. Ulrich Lupart, Bürgermeister der knapp 1000-Einwohner-Gemeinde Reuth im Vogtland sei der Partei beigetreten, teilte AfD-Generalsekretär Uwe Wurlitzer in Dresden mit. "Den Parteienwechsel habe ich mir lange und gründlich überlegt", meinte der 64-jährige Lupart. Der frühere Landesvorsitzende der nationalkonservativen Kleinpartei Deutsche Soziale Union (DSU) ist auch zweiter stellvertretender Oberbürgermeister von Oelsnitz.

Er sehe Deutschland durch "die fehlgeleitete Politik der etablierten Parteien akut in Gefahr". Die AfD sei die einzige politische Kraft, "die in der Lage ist, diese Gefahr abzuwenden", sagte Lupart. Der gelernte Heizungs- und Rohrleitungsmonteur ist den Abgaben zufolge seit 1990 Stadtrat und Fraktionsvorsitzender der Großen Kreisstadt Oelsnitz und Kreisrat des Vogtlandkreises.

13:42 Uhr

EU setzt Polen Ultimatum für Justizreformen

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Es kriselt zwischen der Kommission und der Polens Regierung.

(Foto: REUTERS)

Die EU-Kommission verlangt von Polen binnen drei Monaten Änderungen an der umstrittenen Justizreform. Die Behörde treibt damit das zum ersten Mal angewandte Verfahren zum Schutz der Rechtsstaatlichkeit weiter voran. "Die grundlegenden Bedenken sind weiterhin nicht ausgeräumt", sagte der Vizechef der Brüsseler Behörde, Frans Timmermans, in Brüssel.

Die EU-Kommission bemängelt insbesondere Hürden für das Verfassungsgericht. Wenn die Regierung in Warschau nicht einlenkt, könnte die EU-Kommission die Anwendung von Artikel 7 der EU-Verträge vorschlagen. Er sieht vor, dass bei einer "schwerwiegenden und anhaltenden Verletzung" der im EU-Vertrag verankerten Werte einem Mitgliedsland in letzter Konsequenz auch die Stimmrechte entzogen werden können.

13:37 Uhr

Geschichte wiederholt sich manchmal doch

Die Spaßmacher vom "Postillon" überlegen, was eine Rückkehr der Clintons ins Weiße Haus bedeuten würde. Ein Witz zugunsten der Geschlechtergleichheit. Daumen hoch!

*Datenschutz

 

13:26 Uhr

Gesundheitskosten für Übergewichtige nehmen zu

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Wegen der steigenden Fallzahlen hat das Hamburger Uni-Klinikum Eppendorf vor Jahren ein eigenen Adipositaszentrum eingerichtet.

(Foto: picture alliance / dpa)

Immer mehr Menschen in Deutschland sind übergewichtig und werden damit zu einem erheblichen Kostenfaktor für die Krankenkassen. Allein im Jahr 2014 hätten sich gut sieben Millionen Menschen wegen krankhaftem Übergewicht (Adipositas) ärztlich behandeln lassen müssen, sagte der Chef der Barmer GEK, Christoph Straub, in Berlin.

Nach vielen gescheiterten Abnehmversuchen entschieden sich immer mehr Betroffene zu einer Operation, berichtete er aus dem Krankenhausreport seiner Kasse. Die Zahl dieser Eingriffe, die ein deutlich geringeres Gewicht herbeiführen sollen, hätten sich bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf 9225 OPs verfünffacht im Vergleich zu 2006.

Straub mahnte, würden bundesweit alle Übergewichtigen mit einem Body-Mass-Index von 40 und mehr operiert, kämen auf die gesetzlichen Kassen rund 14,4 Milliarden Euro an Extraausgaben zu.

Hier mehr zum Pro und Kontra des operativen Eingriffs der Magenverkleinerung.

13:09 Uhr

Blitzeinschlag in Wittenberge löst Großbrand aus

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Tiefschwarzer Rauch steigt über der Prignitz auf.

(Foto: dpa)

Ein Blitz hat im brandenburgischen Wittenberge ein riesiges Styropor-Lager unter freiem Himmel in Brand gesetzt und einen Millionenschaden angerichtet. "Der Blitz ist in die Platten eingeschlagen. Mehrere Zeugen berichteten, dass es dann sogleich zu qualmen begann", sagte eine Polizeisprecherin. Es gab große, dichte, weithin sichtbare Qualmwolken.

Soweit zunächst bekannt, wurde bei dem Vorfall in der Fabrik der österreichischen Dämmstoffe-Firma Austrotherm niemand verletzt. Auch sei der Rauch nicht giftig gewesen. Es sei jedoch von zwei Millionen Euro Schaden auszugehen, sagte Firmenchef Gerald Prinzhorn.

12:45 Uhr

Mindestens 55 Tote bei schwerem Anschlag auf Kurden

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Auf diesem Bild wird das Ausmaß der Explosionen in Kamischli erkennbar.

(Foto: AP)

Bei einem der schwersten Anschläge in Syrien seit Monaten sind mindestens 55 Menschen gestorben und mehr als 160 verletzt worden. Viele Personen lägen nach den Bombenangriffen auf kurdische Sicherheitskräfte und Behörden in der nordöstlichen Stadt Kamischli aber noch unter Trümmern begraben, sagte der Direktor des Nationalen Krankenhauses in Kamischli, Omar al-Aku. Das IS-Sprachrohr Amak reklamierte die Tat in einer Botschaft im Internet für die Terrormiliz Islamischer Staat.

Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte explodierte eine Autobombe nahe einer Justizbehörde und einem Gebäude der Sicherheitskräfte. Aktivisten aus der Region berichteten von einem mit Sprengstoff gefüllten Lastwagen, der in die Luft geflogen sei. Es seien vor allem Zivilisten ums Leben gekommen. Einzelheiten zur zweiten Explosion gab es zunächst nicht.

12:10 Uhr

Ein Opfer des Würzburg-Attentats noch in Lebensgefahr

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Im Regio von Treuchtlingen nach Würzburg schlug der Angreifer mit einer Axt um sich.

(Foto: dpa)

Nach dem Axt-Anschlag von Würzburg vom 18. Juli schwebt immer noch eines der Opfer in Lebensgefahr. Wie das Universitätsklinikum Würzburg mitteilte, liegt ein Mann weiterhin auf der Intensivstation und im künstlichen Koma. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa handelt es sich dabei um den 30-jährigen Freund der jungen Frau aus Hongkong.

Angehörige sowie deutsche und chinesische Helfer seien bei der betroffenen Hongkonger Touristenfamilie, zudem werde diese von Psychologen betreut, hieß es von der Klinik. Die Ärzte der Uniklinik behandeln inzwischen alle fünf Opfer des Anschlags. Auch das letzte Mitglied der Hongkonger Touristenfamilie, die 58-jährige Mutter, wurde in die Klinik verlegt.

Neben den vier Mitgliedern der Urlauberfamilie liegt dort auch die 51-jährige Passantin, die der Attentäter auf der Flucht angriff.

11:33 Uhr

NPD scheitert in Karlsruhe und schlittert Richtung Pleite

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Die NPD-Parteizentrale im Stadtteil Köpenick

(Foto: dpa)

Das laufende Verbotsverfahren bringt die rechtsextreme NPD in akute Finanznot. Im Streit um Geld aus der staatlichen Parteienfinanzierung scheiterte nun auch ein Eilantrag in Karlsruhe. Das Bundesverfassungsgericht lehnte es ab, eine einstweilige Anordnung gegen die Verwaltung des Bundestags zu erlassen, um eine Rückübertragung der Parteizentrale in Berlin-Köpenick zu erzwingen.

Die NPD hatte die mit 355.500 Euro bewertete Immobilie als Sicherheitsleistung beim Bundestag hinterlegt. Sonst hätte dieser nicht die der NPD aus der Parteienfinanzierung zustehenden Gelder ausgezahlt. Die Sicherheitsleistung ist nötig, weil im Februar kommenden Jahres rückwirkend abgerechnet wird. Sollte die Partei bis dahin verboten sein, droht ihre Zahlungsunfähigkeit zum Nachteil des Bundestages.

11:04 Uhr

Piloten über Wolfsburg mit Laserpointer geblendet

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Ein A320 der Fluggesellschaft Condor.

(Foto: REUTERS)

Ein Unbekannter hat die Piloten eines Passagierflugzeugs über Wolfsburg mit einem Laserpointer geblendet und damit mehr als 150 Menschen an Bord gefährdet. Die Besatzung habe den Jet der Fluggesellschaft Condor zwar wie geplant sicher in Hannover gelandet, teilte die Polizei in Wolfsburg mit. Die Piloten hätten sich allerdings sofort in ärztliche Behandlung begeben müssen, um mögliche Augenverletzungen auszuschließen.

"Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Piloten so schwer verletzt worden wären, dass sie den Flug nicht sicher zur Landung gebracht hätten", erklärten die Beamten. Betroffen war der Flug DE 1693 der Gesellschaft Condor vom griechischen Heraklion nach Hannover. Über Wolfsburg wurden die Piloten des Airbus A320 gegen 23.30 Uhr vom Boden aus mit einem grünen Laserpointer geblendet. Der Vorfall ereignete sich am 17. Juli.

10:45 Uhr

Zwei Geldgeber des IS in Spanien verhaftet

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Wie auf diesem Archivbild vom April musste die spanische Polizei erneut gegen IS-Unterstützer ausrücken.

(Foto: dpa)

In Spanien hat die Polizei zwei mutmaßliche Helfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gefasst. Die beiden Brüder aus Marokko seien im katalanischen Gerona im Nordosten des Landes festgenommen worden, teilte das Innenministerium in Madrid mit. Den beiden 33 und 22 Jahre alten Männern würden Aktivitäten zur Finanzierung des IS zur Last gelegt.

Erstmals habe man in Spanien konkrete Beweise dafür bekommen, dass es Geldsendungen aus Europa zur Finanzierung des IS gebe, hieß es. Demnach haben die beiden Verdächtigen unter Verwendung falscher Identitäten den Verantwortlichen des IS-Finanzapparats in Syrien und im Irak "ständig" Geld überwiesen. Ein dritter Bruder habe für den IS in der Konfliktregion gekämpft und sei dort getötet worden.

10:25 Uhr

Motiv des Berliner Krankenhaus-Schützen bleibt unklar

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Die Leiche des Schützen wird in die Gerichtsmedizin verbracht.

(Foto: imago/Xinhua)

Einen Tag nach den tödlichen Schüssen auf einen Arzt in Berlin ist das Motiv des Täters noch unklar. Die Ermittlungen hätten bisher keine weiteren Erkenntnisse gebracht, teilte die Polizei mit. Die Klinikleitung hatte sich mit Hinweis auf die ärztliche Schweigepflicht nicht zum Motiv des Täters äußern wollen.

"Es war wohl weniger Rache als Verzweiflung", sagte der Ärztliche Direktor Ulrich Frei. Im Charité Campus Benjamin Franklin hatte gestern ein 72-jähriger Patient seinen Arzt erschossen und sich selbst getötet. Der Patient, ein Berliner, war Klinikangaben zufolge schon lange bei dem Arzt in Behandlung.

10:09 Uhr

Türkei lässt weitere 47 Journalisten festnehmen

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"Zaman" gehörte zu den wichtigsten Sprachrohren der Gülen-Bewegung.

(Foto: dpa)

Nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei sind Haftbefehle gegen 47 frühere Mitarbeiter der Zeitung "Zaman" erlassen worden. Wie ein Behördenvertreter mitteilte, sind neben leitenden Angestellten auch einige Kolumnisten der Zeitung betroffen. Zur Begründung sagte er, "Zaman" sei das "Aushängeschild" der Hizmet-Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen gewesen, den die türkische Regierung für den Putschversuch verantwortlich macht.

Die auflagenstarke Zeitung "Zaman" und ihre englischsprachige Ausgabe "Today's Zaman" hatten bis ihrer Übernahme durch die Regierung zur Gülen-Bewegung gehört. Im März wurden sie unter Zwangsverwaltung gestellt. Erdogan macht den im US-Exil lebenden Gülen für den gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli verantwortlich und verlangt seine Auslieferung.

Mehr zu den Verhaftungen lesen Sie hier.

09:48 Uhr

Weltkriegsveteran beendet Dienst bei US-Luftwaffe

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Die US-Luftwaffe verabschiedet ihren ältesten zivilen Angestellten. Mehr als sieben Jahrzehnte stand Anthony Duno im Dienst der US Air Force, so lange wie kein anderer vor ihm. Nun geht der Weltkriegs-Veteran in den Ruhestand. "Die Air Force war mein Leben. Ich werde alle meine Kameraden und Freunde, die ich kennengelernt habe, vermissen", erklärte Duno auf der Webseite der Luftwaffe.

Der gebürtige New Yorker wurde 1944 im Alter von 18 Jahren eingezogen. Er kämpfte im Zweiten Weltkrieg unter dem berühmten US-General George Patton und nahm an der Landung der Alliierten in der Normandie sowie an der Ardennenoffensive teil. Nach dem Krieg arbeitete Duno als ziviler Angestellter der US-Luftwaffe. Bereits am Freitag wurde Duno im Pentagon bei einem Festakt im Beisein von Luftwaffenchefin Deborah Lee James geehrt.

09:21 Uhr

Flugvergleichsportale oft teurer als Kauf bei Airline

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Wer günstig abheben will, sollte nicht nur auf Vergleichsportale vertrauen.

(Foto: dpa)

Flugtickets sind nach Angaben der Stiftung Warentest bei vielen Vergleichsportalen im Internet teurer als bei der Fluggesellschaft selbst. Da die Airlines keine Provisionen zahlten, müssten die Portale mit Versicherungen und Gebühren "anderweitig Geld verdienen", heißt es in der August-Ausgabe der Zeitschrift "test". Zudem biete keines der geprüften Flugportale eine "gängige und zumutbare unentgeltliche Zahlungsmöglichkeit".

Auch die Stornierungsbedingungen seien schlechter, kritisierten die Tester. Die Stiftung Warentest nahm zehn Buchungsportale unter die Lupe. Zudem prüfte sie fünf Internetportale von Fluggesellschaften - von Air Berlin, Lufthansa, Easyjet, Eurowings und Ryanair.

Hier mehr dazu.

08:54 Uhr

Bahn verschärft nach Attentaten Sicherheitsmaßnahmen

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Die Bundespolizei soll an Bahnhöfen Unterstützung durch private Wachdienste bekommen.

(Foto: imago/7aktuell)

Die Deutsche Bahn will nach einem Zeitungsbericht in den nächsten Jahren Hunderte neue Sicherheitskräfte einstellen. Damit reagiere das Unternehmen auf die jüngste Terrorwelle in Deutschland, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise.

Das zusätzliche Personal soll demnach in Zügen und an Bahnhöfen patrouillieren und die Arbeit der Bundespolizei unterstützen. Eine Bahn-Sprecherin wollte sich zunächst nicht zu dem Bericht äußern, allerdings soll heute Bahn-Chef Rüdiger Grube eine Pressekonferenz geben.

08:36 Uhr

US-Promis trommeln gegen Trump

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Julianne Moore bekennt sich zu Hillary Clinton.

(Foto: picture alliance / dpa)

Etwa 100 Hollywood-Stars und Musiker schließen sich dem Protest gegen den republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump an. Viele einflussreiche US-Promis unterzeichneten eine Online-Petition gegen den rechtspopulistischen Immobilienmogul. Darunter sind:

  • die Schauspielerinnen Lena Dunham, Julianne Moore
  • der Schauspieler Woody Harrelson
  • Musiker wie Moby und Ex-R.E.M-Sänger Michael Stipe

"Wir glauben, dass es unsere Verantwortung ist, unsere Bühnen zu nutzen, um auf die Gefahren einer Präsidentschaft Trumps und die echte und gegenwärtige Bedrohung durch seine Kandidatur hinzuweisen", heißt es in dem Aufruf.

08:22 Uhr

Hannes Jaenicke ist wieder zu haben

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Jaenicke hat auch ein Herz für Tiere und engagiert sich für die Umwelt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ladys, aufgepasst! Der Schauspieler Hannes Jaenicke ist wieder solo. "Ja, es stimmt. Meine Freundin und ich haben uns nach über drei Jahren Beziehung getrennt", sagte er dem Magazin "Bunte". Sie seien beide zu viel unterwegs gewesen. Das sei "eine Zeit lang" auch in Ordnung gewesen, "aber dann merkten wird leider irgendwann, dass Fernbeziehungen eben doch schwierig sind".

Wenn Sie sich für Jaenicke interessieren: Der Mann würde sogar noch einmal heiraten und Vater werden wollen, wenn es passt. "Man soll nie nie sagen, aber ich bin inzwischen in einem Alter, wo es langsam kritisch wird."

08:07 Uhr

Tesla-Unfallauto war zu schnell unterwegs

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Die Überreste des Unfallautos bezeugen das Ausmaß des Unfalls.

(Foto: AP)

Beim ersten tödlichen Unfall mit einem vom Computer gesteuerten Auto fuhr der Unglückswagen des Elektroauto-Herstellers Tesla schneller als erlaubt. Der Wagen habe nach Daten aus dem Fahrzeug eine Geschwindigkeit von rund 119 Kilometern pro Stunde gehabt, teilte die Ermittlungsbehörde NTSB in einem ersten vorläufigen Bericht mit. Erlaubt waren auf dem Abschnitt rund 105 Kilometer pro Stunde.

Das Auto war Anfang Mai ungebremst unter einen Lastwagen-Anhänger gefahren, der abbog und die Fahrbahn überquerte. Das Fahrassistenz-System "Autopilot", das Tempo und Spur halten sowie Frontal-Kollisionen vermeiden soll, war eingeschaltet. Nach bisherigen Angaben von Tesla hielt es aber die weiße Seite des Anhängers vermutlich für ein hochhängendes Autobahnschild.

Mehr zu der Unfalluntersuchung lesen Sie hier.

07:52 Uhr

Israelische Soldaten töten mutmaßlichen Attentäter

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Das Archivbild zeigt den Ort des Anschlags auf den Rabbiner Mark.

(Foto: AP)

Fast vier Wochen nach einem tödlichen Angriff auf einen Rabbiner im Westjordanland ist der mutmaßliche Täter von israelischen Soldaten erschossen worden. Der Palästinenser, der für den Anschlag verantwortlich sei, habe sich in der Nacht nördlich von Hebron seiner Festnahme widersetzt und sich einen Schusswechsel mit den Sicherheitskräften geliefert, teilte die Armee mit. Dabei sei er getötet worden.

Der Rabbiner Michael Mark war am 1. Juli getötet worden. Nach Polizeiangaben hatten Palästinenser südlich von Hebron auf das Auto seiner Familie geschossen. Bei dem dadurch verursachten Unfall kam der 48-jährige Rabbiner ums Leben, drei weitere Familienmitglieder wurden zum Teil schwer verletzt.

07:39 Uhr

Airbus steigert Halbjahresgewinn

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Der A400M macht weder dem Hersteller noch Käufern Freude.

(Foto: AP)

Der Flugzeugbauer Airbus hat im ersten Halbjahr trotz milliardenschwerer Sonderlasten durch die Probleme mit dem Militärfrachter A400M mehr verdient. Dank der Verkäufe seiner Anteile an Dassault und der Gründung des Raketen-Joint-Venture Airbus Safran Launchers kletterte der Gewinn des Konzerns nach eigenen Angaben binnen Jahresfrist auf 1,76 Milliarden Euro von 1,52 Milliarden im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz stagnierte in etwa bei 28,8 Milliarden Euro, obwohl die Zahl der ausgelieferten Flieger leicht auf 298 schrumpfte. Ins Kontor schlugen die Probleme mit dem A400M sowie weitere Verzögerungen beim neuen Langstreckenjet A350XWB. Insgesamt muss Airbus dafür fast 1,4 Milliarden Euro zur Seite legen.

Mehr zu den Airbus-Zahlen lesen Sie hier.

07:15 Uhr

Argentinien plant Linienflüge ins ewige Eis

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Marambio ist bislang vor allem Wissenschaftlern vorbehalten.

(Foto: picture alliance / dpa)

Touristen sollen ab 2018 von Argentinien aus in die Antarktis fliegen können. Wie die Zeitung "La Nación" berichtete, soll die Landebahn des argentinischen Stützpunktes Marambio in der Antarktis für Linienflüge mit Turboprop-Maschinen der Gesellschaft LADE ausgebaut werden.

  • Marambio liegt rund 3330 Kilometer südlich der Hauptstadt Buenos Aires.
  • Der Stützpunkt, auf dem rund 100 Wissenschaftler und Techniker arbeiten, soll mit Unterkünften für Touristen erweitert werden.
  • Marambio ist die größte Station Argentiniens in der Antarktis. Sie befindet sich auf der Seymour-Insel an der Nordspitze der Antarktis.
  • Bislang wird sie ausschließlich von Militärflugzeugen angeflogen.

Mehr dazu hier.

06:50 Uhr

Seehund schläft auf Friedhofs-Toilette ein

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Seehunde sind auch an der deutschen Nordsee heimisch.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ausgerechnet auf der Toilette eines Friedhofs hat eine Australierin unerwartet Leben entdeckt: Ein 120 Kilo schwerer Seehund hatte sich das WC als Ruheort ausgesucht und ein Schläfchen gehalten. "Wir dachten erst an einen Witz, als man uns das sagte", sagte Karina Moore von der Stadtverwaltung von Devonport in Tasmanien. "Es ist wirklich ein großes Rätsel. Normalerweise findet man so weit vom Ufer entfernt keine Seehunde."

Von der Friedhofstoilette ist das Meer etwa einen halben Kilometer entfernt. Seehunde wagen sich normalerweise nicht so weit ins Landesinnere vor. Moore vermutet, dass sich das Tier seinen Weg durch einen Bach gebahnt hat; allerdings habe es dann immer noch eine Straße überqueren müssen, um zu der Toilette zu gelangen. Mitarbeiter der örtlichen Parkverwaltung betäubten das Tier und ließen es an einem Strand wieder frei.

Mehr zu dem Vorfall lesen Sie hier.

06:33 Uhr

Mindestens 39 Tote durch Unwetter in Nepal

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Regenwolken über Kathmandu

(Foto: picture alliance / dpa)

Durch Erdrutsche und Überschwemmungen nach schweren Regenfällen sind in Nepal mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden in Kathmandu mitteilten, wurde ein weiterer Anstieg der Opferzahlen in beinahe allen Landesteilen befürchtet. Allein im zentralen Bezirk Pyuthan seien nach einem Erdrutsch bereits 15 Tote geborgen worden.

Im Verlauf der Monsun-Regen, die von Juli bis September dauern, sterben in Nepal jährlich hunderte Menschen. Die Erdrutschgefahr ist zuletzt gestiegen, weil schwere Erdbeben im vergangenen Jahr die Berge des Himalaya-Staates spröde gemacht haben.

06:20 Uhr

Das wird heute wichtig

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Barack Obama ist auf Abschiedstournee.

(Foto: REUTERS)

Guten Morgen,

lassen Sie sich bitte nicht irritieren. Wir haben seit gestern Abend tatsächlich nur eine Breaking News an Ihr Smartphone geschickt und die bezieht sich auf die offizielle Nominierung von Hillary Clinton zur Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten. Es gab seit gestern Abend, soweit wir wissen, keinen Amoklauf, kein Attentat oder sonst eine vergleichbare Tat. Wir hoffen, dass es dabei bleibt und blicken heute unter anderem auf folgende Themen:

Mein Name ist Sebastian Huld und ich freue mich, dass Sie dabei sind. Kritik und Anregungen schicken Sie bitte wie immer an sebastian.huld@nachrichtenmanufaktur.de oder via Twitter.

06:00 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

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Küstenbewohner und Ostsee-Urlauber müssen sich heute auf etwas weniger Sonnenschein einstellen.

(Foto: dpa)

Heute bilden sich vom Bodensee und Bayern bis in den Osten und Nordosten bei wechselnder bis starker Bewölkung teils kräftige, gewittrige Regengüsse. Stellenweise mit Starkregen, örtlich auch mit Hagel und Sturmböen. Vom Oberrhein und dem Saarland bis in die Lüneburger Heide bleibt es meist trocken mit längeren heiteren Abschnitten. Nach Nordwesten hin ziehen später neue Wolken und der eine oder andere Regenschauer auf.

Die Höchstwerte liegen zwischen 20 Grad auf Sylt und bis zu 27 Grad im Breisgau. Dabei bleiben die Luftdruckgegensätze gering, so dass auch der Wind allgemein eine eher schwache bis mäßige Partie ist.