Mittwoch, 05. Oktober 2016Der Tag

Heute mit Benjamin Konietzny und Kira Pieper
22:30 Uhr

Das war Mittwoch, der 5. Oktober 2016

Haben Sie heute auch häufiger auf Ihr Handy geschaut? Das lag dann sicherlich daran, dass Sie viele Breaking-News von n-tv.de bekommen haben. Aber der Reihe nach: Am Vormittag wurde bekannt, wer die diesjährigen Preisträger des Chemie-Nobelpreises sind. Es sind die drei Molekularforscher Jean-Pierre Sauvage, James Fraser Stoddart und Bernard Feringa. Sie haben die kleinsten Maschinen der Welt entwickelt. Am Nachmittag wurden zwei Polizisten bei einer Messerattacke in Brüssel verletzt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angriff einen terroristischen Hintergrund hat. Außerdem wurde bekannt, wer als UN-Generalsekretär nominiert ist: Es ist der frühere Chef des UN-Flüchtlingswerks, António Guterres. Und: Die internationale Geberkonferenz hat Afghanistan Hilfe in Höhe von 15,2 Milliarden Dollar (13,6 Milliarden Euro) zugesagt.

Und diese Themen fanden Sie heute außerdem noch spannend:

Eine geruhsame Nacht wünscht Ihnen Ihr n-tv.de-Team!

22:10 Uhr

Umweltaktivist hüllt sich in Müll

*Datenschutz

Bob Greenfield ist Umweltaktivist. Um darauf aufmerksam zu machen, wie viel Müll ein einzelner Mensch im Monat produziert, hat er eine aufsehenerregende Aktion gestartet. Er sammelt seinen Müll, packt ihn in durchsichtige Tüten und heftet sich diese an den Körper. Damit läuft er jeden Tag sieben Stunden durch New York City. Sein Projekt dauert einen Monat und endet am 19. Oktober.

21:42 Uhr

Arbeiter stürzt in Windrad in den Tod

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Windräder.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Arbeiter ist im Innern eines Windrades etwa 40 bis 50 Meter in die Tiefe gestürzt und ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, kam es zu dem Arbeitsunfall bei Installationsarbeiten in einem Windpark in Borne bei Staßfurt in Sachsen-Anhalt. Die näheren Umstände des Unfalls sind noch unklar. In dem Windrad befinden sich den Angaben zufolge Arbeitsbühnen, die durch Leitern verbunden sind.

21:17 Uhr

Amokläufer übte Schießen im Keller

Der Amokschütze von München hat vor seiner Tat im Keller seines Wohnhauses Schießübungen durchgeführt. Darüber berichtet der BR und beruft sich dabei auf den Sprecher des LKA Bayern. Offenbar wurden bereits kurz nach der Tat im Keller des Mehrfamilienhauses Einschusslöcher in einer Wand festgestellt und Projektile gesichert. Diese stammten aus der späteren Tatwaffe. Nachbarn konnten davon nichts hören, Tests ergaben, dass die Schüsse in den Wohnungen darüber nicht wahrgenommen werden konnten. Darüber hinaus stellten die Ermittler fest, dass die Opfer von David Ali S. vom Aussehen her jenen Personen entsprachen, von denen sich der Täter gemobbt gefühlt hatte.

20:44 Uhr

Busfahrerin von eigenem Bus erdrückt

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Nach dem Unfall sind am Ort des Geschehens noch die Reste des Lichtmastes zu sehen, an dem die Busfahrerin eingeklemmt wurde.

(Foto: dpa)

Eine Fahrerin eines Linienbusses ist in Leipzig von ihrem eigenen Bus erdrückt worden. Die 55-Jährige wurde an einer Straßenlaterne eingeklemmt und erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Die Fahrerin hatte vergessen, die Feststellbremse ihres Busses zu aktivieren, ehe sie ausstieg. Sie hatte an einer Haltestelle gestoppt, um Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen. Anschließend konnte sie den Motor nicht mehr starten und keinen Gang einlegen, wie die Polizei berichtete. Nach einem Telefonat mit dem technischen Leiter ihres Arbeitgebers stieg sie aus, um am Heck des Busses den Hauptschalter des Fahrzeugs zu betätigen, mit dem die Elektronik neu gestartet wird. Plötzlich setzte sich der Bus in Bewegung und erfasste die 55-Jährige. Ein Notarzt, der per Rettungshubschrauber zur Unglücksstelle gebracht worden war, konnte nur noch den Tod der Verunglückten feststellen.

Wenn Sie mehr über den tragischen Unfall in Leipzig erfahren möchten, klicken Sie auf den Link.

20:26 Uhr

Abtreibungsverbot in Polen vor dem Aus

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Der Gesetzentwurf zum Abtreibungsverbot hatte massive Proteste ausgelöst.

(Foto: imago/Christian Mang)

Nach massiven Protesten könnte die Verschärfung der Abtreibungsgesetze in Polen kurz vor dem Aus stehen.

  • In einer kurzfristig einberufenen Sitzung stimmte der zuständige Parlamentsausschuss dafür, den heftig umstrittenen Gesetzentwurf einer Bürgerbewegung zu verwerfen. Das Parlament muss dem noch zustimmen.
  • Die Initiative "Stop Aborcji" ("Stoppt Abtreibungen") sah ein Totalverbot von Schwangerschaftsabbrüchen sowie Haftstrafen für Frauen und Ärzte vor. Sie wurde von Menschenrechtlern und Frauenbewegungen scharf kritisiert.
  • Das Parlament, in dem die PiS die absolute Mehrheit hat, hatte den Entwurf in erster Lesung angenommen und damit massive Proteste ausgelöst. Die Ablehnung des Entwurfs erfolgte nun auf Antrag des PiS-Abgeordneten Witold Czarnecki.
  • Die schnelle Reaktion von Seiten der Regierung werteten Gegner des Abtreibungsverbots als Erfolg ihrer Proteste.

Mehr zu den aktuellen Entwicklungen zum Abtreibungsverbot in Polen lesen Sie, wenn Sie den Link anklicken.

20:02 Uhr

Zockt Rossmann Mitarbeiter ab?

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Eine Mitarbeiterin bei Rossmann räumt ein Regal ein.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Drogerieriese Rossmann setzt auf Basis von Werkverträgen Tausende Mitarbeiter des Subunternehmens Promota.de ein. Diese Be­schäf­tig­ten verrichten aber laut gemeinsamen Recherchen des Magazins "Stern" und der ARD beispielsweise beim Ein­räu­men von Ware die glei­che Ar­beit wie die Ross­mann-Stammbeschäftigten – werden dafür allerdings schlech­te­r bezahlt. Diesen Verdacht legen interne Firmenunterlagen, Filmaufnahmen aus Filialen und Aussagen von Mitarbeiters Nahe. Rossmann und Promota.de wiesen solche Vorwürfe bisher mit Verweis auf bestandene Überprüfungen durch den Tüv Rheinland zurück. Jedoch schreibt der "Stern" auch, dass Arbeitsabläufe gezielt geändert wurden, wenn ein Tüv-Prüfer die Filialen besuchte. Peter Schüren, Professor für Arbeitsrecht an der Universität Münster, sagte angesichts der Recherchen es gebe "ernsthafte Verdachtsmomente, die für eine illegale Arbeitnehmerüberlassung sprechen."

20:00 Uhr

Videos des Tages

 

19:32 Uhr

Unister hat noch 3904,13 Euro auf dem Konto

Der Pleitekonzern Unister hat zwar eine Million Kunden und Tausende Mitarbeiter, aber dermaßen wenig Geld auf dem Konto, dass es selbst der Insolvenzverwalter kaum glauben kann. Genau genommen hat der Konzern laut Gutachten gerade mal 3904,13 Euro auf dem Konto. Darüber berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Der Schuldenstand beträgt heute knapp 58 Millionen Euro, das Vermögen beläuft sich auf 14 Millionen. Macht 44 Millionen Überschuldung. In dem Gutachten werden außerdem Missstände deutlich, die darauf hinweisen, dass das Unternehmen an seiner Pleite selbst schuld ist. In der Buchhaltung herrschte Chaos, Millionenbeträge wurden hin- und hergeschoben. Teile der Unternehmensgruppe waren wohl schon 2015 pleite.

Mehr Details über die Unister-Pleite lesen Sie, wenn Sie den Link anklicken.

19:09 Uhr

Einbrecher stehlen Brief von Rosa Luxemburg

Einbrecher haben in Leipzig beim Diebstahl eines Tresors einen Originalbrief aus dem Jahr 1902 von Rosa Luxemburg erbeutet. Die Täter verschafften sich zwischen Donnerstag und Dienstag Zugang zu den Räumen der Leipziger Rosa-Luxemburg-Stiftung, wie die Polizei mitteilte. Sie stahlen neben dem Tresor eine Kassette mit Bargeld, drei Laptops und einen Beamer. Der Diebstahlschaden wurde mit etwa 5000 Euro angegeben. Zum Wert des Luxemburg-Dokuments wurden keine Angaben gemacht. Die 1871 geborene Rosa Luxemburg war Mitbegründerin der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD); 1919 wurde sie ermordet.

18:27 Uhr

Gesuchter Straftäter klingelt bei der Polizei

Unerwarteter "Fahndungserfolg" für die Polizei in Köln: Ein per Haftbefehl gesuchter Mann hat an der Wache der Bundespolizei im Kölner Hauptbahnhof geklingelt und um Überprüfung seiner Personalien gebeten. Die Beamten kamen dem ungewöhnlichen Wunsch nach und fanden heraus, dass der 33-Jährige wegen gefährlicher Körperverletzung gesucht wurde. Der bereits von einem Gericht verurteilte Täter blieb im Polizeigewahrsam, um nun seine ausstehende Haftstrafe abzuleisten. Einen Grund für sein ungewöhnliches Verhalten nannte der 33-Jährige auf der Polizeiwache nicht.

18:20 Uhr

Geberkonferenz sagt 15,2 Milliarden Dollar für Afghanistan zu

Die internationale Geberkonferenz für Afghanistan hat dem Land für die kommenden vier Jahre weitere 15,2 Milliarden Dollar (13,6 Milliarden Euro) an Hilfe zugesagt. Dies teilte EU-Entwicklungskommissar Neven Mimica zum Abschluss des zweitägigen Treffens in Brüssel mit. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hatte zuvor zurückgewiesen, dass die EU-Hilfe für das Land von einem gerade geschlossenen Abschiebeabkommen mit der Regierung in Kabul abhängig sei.

Mehr über die beschlossene Hilfe für Afghanistan lesen Sie, wenn Sie den Link anklicken.

18:04 Uhr

Gutachter: Polizei begünstigte Silvester-Übergriffe

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Silvester 2015 am Kölner Dom.

(Foto: dpa)

Die massenhaften Übergriffe auf Frauen in der Kölner Silvesternacht sind nach Ansicht eines Gutachters durch das späte Eingreifen der Polizei begünstigt worden. Die Täter hätten den Bereich um den Kölner Dom stundenlang als rechtsfreien Raum erlebt, schreibt der Rechtspsychologe Prof. Rudolf Egg in einem vorgestellten Gutachten an den Untersuchungsausschuss des NRW-Landtags. Die mehreren Hundert Männer mutmaßlich nordafrikanisch-arabischer Herkunft seien wahrscheinlich lose verabredet oder eingeladen gewesen, den Jahreswechsel im Bereich des Kölner Hauptbahnhofs zu verbringen. Die Straftaten seien dann zunächst von einzelnen kleineren Gruppen begangen worden, wie sie aus der Trickdieb-Szene bekannt seien.

Mehr zu dem Gutachten zu den Silvesterübergriffen in Köln lesen Sie, wenn Sie den Link anklicken.

17:59 Uhr

Portugiese Guterres als UN-Generalsekretär nominiert

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António Guterres.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der UN-Sicherheitsrat hat den früheren Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks, António Guterres, für den Posten des UN-Generalsekretärs nominiert. Das sagte Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin zu der Personalie, die von der Vollversammlung noch bestätigt werden muss.

Mehr zu der Nominierung Guterres lesen Sie, wenn Sie den Link anklicken.

17:41 Uhr

64-Jährige rast mit Auto in Nachbarhaus

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Da steht ein Kleinwagen im Flur.

(Foto: dpa)

Das Lied "Da steht ein Pferd auf dem Flur" von Klaus & Klaus dürfte vielen von Ihnen ein Begriff sein. (Falls nicht, klicken Sie auf den Link.) "Da steht ein Kleinwagen auf dem Flur" klingt dagegen etwas holprig, entsprach in Kaiserslautern aber der Realität. Dort gab eine Frau mit ihrem Kleinwagen Gas und landete im Flur des Nachbarhauses. Die 64-Jährige durchquerte mit ihrem Auto zunächst den Vorgarten und fuhr danach direkt durch die Haustür hindurch. Die Frau gab gegenüber der Polizei an, dass der Wagen plötzlich losgerast sei. Sie gehe von einem technischen Defekt aus. Die 64-Jährige und ihre Mitfahrerin blieben bei dem Unfall unverletzt. Auch das im Nachbarhaus wohnende Ehepaar kam mit dem Schrecken davon. Die Polizei geht von einem Schaden in Höhe von mehreren tausend Euro aus.

17:25 Uhr

Böhmermann bezieht Stellung

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(Foto: dpa)

Moderator Jan Böhmermann hat ein Statement zu der Einstellung seines Verfahrens abgeben. Es wurde über seine Social-Media-Kanäle verbreitet. Er zeigte sich darin erleichtert, als "unseriöser Quatschvogel, der beruflich Blödsinn macht" wahrgenommen zu werden. In seinem "Schmähgedicht" auf Recep Tayyip Erdogan sei es "im Kern um einen Witz" gegangen.

Mehr über Böhmermanns Statement lesen Sie, wenn Sie den Link anklicken.

17:14 Uhr

Mutter vergisst Kinder auf Bahnsteig

Kinder können schon nervig sein. Sie quengeln, fragen während einer Reise ständig "wann sind wir da?" und müssen alle halbe Stunde auf die Toilette. Ob das der Beweggrund für eine Mutter war, ihre Kinder auf dem Bahnsteig stehen zu lassen? Dort fand eine Bahnmitarbeiterin jedenfalls ein dreijähriges Mädchen und einen fünfjährigen Jungen inmitten mehrerer Koffer. Die Mutter war kurz zuvor mit einem ICE in Richtung Leipzig abgefahren. Der Zugchef machte die Frau ausfindig, während Bundespolizisten die Kinder und das Gepäck in Obhut nahmen. Wenig später konnten die beiden Kinder ihre Mutter, die inzwischen in Leipzig wieder einen Zug zurück nach Erfurt genommen hatte, in die Arme nehmen. Vermutlich hatte die Mutter Kinder und Gepäck tatsächlich "nur" vergessen. Wir wollen ihr jedenfalls keine böse Absicht unterstellen.

17:00 Uhr
16:42 Uhr

Windböe bringt Airbus zum Wanken

Über den Einzug des Herbstes hatten wir ja schon mehrfach berichtet. Und auch über den Sturm der derzeit über die Ostseeküste fegt. Unsere Nachbarn in Großbritannien haben schon ein paar Tage länger mit starken Windböen zu kämpfen. Wie stark, kann man an diesem Youtube-Video sehen. Bei Anflug auf den Flughafen in Birmingham gerät ein Airbus gefährlich ins Wanken. Der Pilot versucht zwar zu landen, startet dann aber sicherheitshalber doch lieber durch.

16:24 Uhr

Deutsche melden immer mehr Neuwagen an

Zu Herbstbeginn hat der deutsche Automarkt einen kräftigen Schub bekommen. Käufer ließen im September in Deutschland exakt 298.002 Neuwagen zu, das waren 9,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrt-Bundesamt erklärte. Von Januar bis September kamen damit 2,56 Millionen neue Pkw auf die Straße. Das ist ein Plus von 6,1 Prozent verglichen mit gleichen Zeitraum 2015.

16:01 Uhr

Messerangriff auf zwei Polizisten in Belgien

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Der Tatort in Brüssel ist abgesperrt.

(Foto: imago/Belga)

Bei einem Messerangriff in Brüssel sind zwei Polizisten verletzt worden. Ein Mann habe die beiden Beamten angegriffen und einen von ihnen am Hals, den anderen am Bauch verletzt, sagte eine Sprecherin der Brüsseler Staatsanwaltschaft, Jennifer Vanderputten. Die Staatsanwaltschaft geht derzeit von einem terroristischen Hintergrund aus. Der Angreifer wurde nach der Tat angeschossen und festgenommen worden.

Mehr zu dem Messerangriff in Brüssel lesen Sie, wenn Sie den Link anklicken.

15:48 Uhr

Betrunkener sucht Zeugen für seinen Antrag

*Datenschutz

Eigentlich gehört ein Heiratsantrag zu den schönsten Momenten im Leben. Eigentlich. In Münster hat jedoch ein Mann seiner Freundin einen Antrag gemacht und dummerweise war er währenddessen ziemlich betrunken. Darüber berichtet "Focus Online". Jedenfalls kann er sich nicht mehr erinnern, was seine Freundin geantwortet hat. Und die Liebste hüllt in Schweigen. Nun sucht der eventuell Verlobte über eine Anzeige in einer Zeitung nach Zeugen, die den Antrag beobachtet haben und ihm mehr über den Verlauf sagen können. Hoffen wir, dass das Paar noch lange glücklich miteinander ist.

15:18 Uhr

Ex-Journalist will wohl AfD beitreten

Nicolaus Fest, ehemaliger stellvertretender Chefredakteur der "Bild am Sonntag" zieht es offenbar zur AfD. Darüber berichtet der "Tagesspiegel" und bezieht sich auf Parteikreise. Der 1962 geborene Fest hatte im Juli 2014 einen islamkritischen Kommentar in der "Bild am Sonntag" verfasst, der massive Kritik auslöste und der Zeitung damals eine Rüge des deutschen Presserates einbrachte. Fest hatte unter anderem geschrieben, der Islam sei ein "Integrationshindernis". "BamS"-Chefredakteurin Marion Horn und "Bild"-Chefredakteur und "BamS"-Herausgeber Kai Diekmann hatten sich daraufhin von Fests Beitrag distanziert. Fest hatte Ende 2014 dann "auf eigenen Wunsch" die "Bild am Sonntag" verlassen.

Mehr dazu zu dem "prominenten Neuzugang" der AfD lesen Sie, wenn Sie den Link anklicken.

15:01 Uhr

Sturm sorgt für überspülte Strände

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Wellen peitschen über die Seebrücke des Seebades Zinnowitz auf der Insel Usedom

(Foto: dpa)

Der Herbst ist da. Das merken derzeit besonders die Menschen, die an der Ostsee leben oder dort gerade Urlaub machen. Der kräftige Nordost-Wind drückt vor allem auf die Küste von Mecklenburg-Vorpommern und lässt die Strände überspülen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie gab eine Sturmflutwarnung heraus. Nach den Prognosen werden Wasserstände von bis zu 1,10 Meter über dem mittleren Wasserstand erwartet. In Greifswald könnte der Wasserstand bis zu 1,20 Meter über Normal betragen. Dort wurde am Mittwoch erstmals ein neues Sperrwerk geschlossen. Strandkorbvermieter brachten die letzten Körbe der Saison in Sicherheit.

14:32 Uhr

Schauspieler Hans Korte ist tot

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Hans Korte.

(Foto: dpa)

Ich muss meine Schicht leider direkt mit einer traurigen Nachricht beginnen: Der Schauspieler Hans Korte ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Er war insbesondere durch seine Rollen in Fernseherfolgen wie "Der König von St. Pauli", "Der große Bellheim" oder "Kir Royal" bekannt. Korte starb bereits am 25. September, wie aus einer von seiner Frau Barbara Rath-Korte in der "Süddeutschen Zeitung" veröffentlichten Traueranzeige hervorgeht. Seine Beisetzung habe in aller Stille stattgefunden.

Mehr zu dem Tod Hans Kortes lesen Sie, wenn Sie den Link anklicken.

14:22 Uhr

Schichtwechsel

Heute kurz und knapp: Ich habe soeben meinen geschätzten Kollegen Benjamin Konietzny in den Feierabend verabschiedet. Mein Name ist Kira Pieper, wenn Sie Anregungen, Fragen oder Kritik haben, schreiben Sie mir doch gerne eine Mail an kira.pieper (at) nama.de.

14:10 Uhr

ISS saust sensationell schön um die Erde

Wie die Erde aus rund 400 Kilometern Höhe und mit einer Geschwindigkeit von 7,7 Kilometern pro Sekunde aussieht? Das zeigt ein neues Bild, das die Internationale Raumstation ISS zur Erde gefunkt hat. Spektakulär!

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(Foto: Nasa)

 

13:46 Uhr

Poolschlitzer festgenommen - 47 Becken zerstört

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Ein Planschbecken im Sommer ist etwas sehr famoses. Warum sollte man es zerstören?

(Foto: imago/Westend61)

Der Mann konnte Planschbecken offenbar einfach nicht leiden - und macht keinen Hehl daraus. 47 Gartenpools soll der 27-Jährige zerstochen haben. Nun wurde er festgenommen.

  • Nach seiner Festnahme habe der Mann aus dem Landkreis Kissingen ein Geständnis für einen Großteil der Fälle der seit 2009 andauernden Tatserie abgelegt, teilte das Polizeipräsidium Unterfranken mit. Demnach habe er "aus Spaß" im Raum Münnerstadt die Planschbecken zerschlitzt.
  • Gegen den Mann liefen Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und auch Diebstahls, die Polizei wandte sich deshalb wiederholt an die Öffentlichkeit. Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen habe sich der 27-Jährige als Verdächtiger herauskristallisiert. Auch dank Zeugenhinweisen habe sich der Verdacht erhärtet.
13:16 Uhr

15-Jähriger in Bitterfeld angeschossen

Ein 15-Jähriger ist in Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt angeschossen und schwer am Kopf verletzt worden.

  • Zu Hintergründen des Vorfalls und Art des Geschosses machte die Polizei in Dessau-Roßlau keine Angaben.
  • Er war zu Fuß in der Bitterfelder Innenstadt unterwegs, als er plötzlich von einem Geschoss getroffen wurde. Er kam in ein Krankenhaus. Dort wurde ihm der Polizei zufolge ein Projektil aus der Schädeldecke entfernt. Die Polizei sucht nun Zeugen.
12:58 Uhr

Deutlich mehr Pkw-Neuzulassungen in Deutschland

In Deutschland sind im September erneut deutlich mehr Autos neu zugelassen worden. Ihre Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,4 Prozent auf 298.002, wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilt.

  • Von dem Aufschwung im September profitierten vor allem die deutschen Autobauer. Zweistellige Zuwächse gab es bei den Marken BMW Mini (plus 35,3 Prozent), Mercedes (plus 26,0 Prozent), Ford (plus 18,5 Prozent) und Smart (plus 16,8 Prozent). VW verzeichnete zwar nur einen Anstieg um 1,7 Prozent, hatte aber mit 19,5 Prozent den größten Anteil an den Neuzulassungen.
  • Bei den Importeuren stachen Tesla (plus 183,5 Prozent), Alfa Romeo (plus 130,5 Prozent) und Lexus (plus 74,6 Prozent) mit deutlichen Anstiegen heraus.
  • Elektrofahrzeuge legten zwar um 76,6 Prozent zu, kamen aber nur auf einen Anteil von 0,6 Prozent an den Neuzulassungen.
12:47 Uhr

Innenminister holt Plagiats-Affäre ein

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Milan Chovanec

(Foto: imago/Richard Wareham)

Der tschechische Innenminister Milan Chovanec sieht sich mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert. Er soll für seine Bachelorarbeit aus dem Jahr 2009 knapp zwei vollständige Seiten aus der beispielhaften Lösung einer Abituraufgabe im Internet kopiert haben. Das berichtet die Tageszeitung "Pravo".

  • Wegen seines Turbo-Studiums stand der 46-Jährige bereits früher in der Kritik. Chovanec ist seit Januar 2014 Innenminister und hat sich als Hardliner in der Flüchtlingspolitik profiliert.
  • In einer Mitteilung entgegnete der Innenminister, er habe die Internet-Quelle im Literaturverzeichnis auf der vorletzten Seite aufgeführt. "Aus heutiger Sicht ist es sicherlich kein ideales Werk ... Nichtsdestotrotz hat die Arbeit in der damaligen Zeit alle inhaltlichen wie formalen Kriterien erfüllt", teilte Chovanec mit.
12:29 Uhr

Tödlicher U-Bahn-Stoß: 20-Jähriger gesteht

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Der mutmaßliche Täter konnte im Januar noch in der U-Bahn-Station festgenommen werden.

(Foto: dpa)

Im Januar 2016 hat ein Mann eine 20-Jährige im Bahnhof Ernst-Reuter-Platz vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen. Die Frau wurde von dem Zug überrollt und starb. Nun hat ein 29-jähriger Angeklagter gestanden, die Frau geschubst zu haben.

  • Er habe die ihm unbekannte Frau zur Seite schubsen, aber nicht töten wollen, sagte der 29-Jährige vor dem Landgericht. Er habe sich verfolgt gefühlt. Dem wohl psychisch kranken Mann wird Mord vorgeworfen.
  • Der Beschuldigte war den Angaben zufolge kurz zuvor aus einer Psychiatrie in Hamburg entlassen worden.
12:11 Uhr

Jeder achte junge Mensch kaum fürs Berufsleben gerüstet

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Praxisunterricht einer Kosmetik-Klasse in einer Berufsschule in Düsseldorf.

(Foto: imago/Olaf Döring)

Trotz eines als vorbildlich geltenden Systems der Berufsausbildung startet in Deutschland immer noch etwa jeder achte junge Erwachsene mit nur geringen Qualifikationen ins Erwerbsleben.

  • Rund 13 Prozent der 25- bis 34-Jährigen verfügen weder über eine abgeschlossene Lehre oder das Abitur, wie aus einer Untersuchung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervorgeht.
  • Damit sieht es in Deutschland zwar etwas besser aus als im OECD-Schnitt (2015: 15 Prozent). Gleichwohl liege der Anteil gering qualifizierter junger Menschen in vielen OECD-Ländern, darunter auch Österreich und die Schweiz, teils viel niedriger, heißt es in der Studie "Gesellschaft auf einen Blick 2016".
11:53 Uhr

Schleuser weichen auf Grenzfluss Evros aus

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Der Evros teilt Türkei und Griechenland.

(Foto: imago stock&people)

Mehr als 200 Flüchtlinge und Migranten haben in der Nacht den griechisch-türkischen Grenzfluss Evros (türkisch Meric) überquert. Das teilte der griechische Flüchtlingskrisenstab mit. Der starke Anstieg weist darauf hin, dass Schmuggler ihre Routen ändern; auf den griechischen Inseln kamen im selben Zeitraum lediglich 88 Flüchtlinge an, die von der türkischen Küste aus mit Booten übergesetzt hatten.

11:30 Uhr

Stuttgarter haben im Schnitt die größten Wohnungen

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Blick über Stuttgart

(Foto: imago/JuNiArt)

Wie viel Platz die Bürger in ihrem Zuhause haben, hängt in Deutschland auch stark von der Region ab: Beim Vergleich der 15 größten Städte waren die Wohnungen beim Spitzenreiter Stuttgart 13 Quadratmeter größer als beim Schlusslicht Dresden, wie aus einer vom Vergleichsportal Check24 vorgelegten Studie hervorgeht.

  • Im vergleichsweise teuren Stuttgart versicherten Check24-Kunden 2014 und 2015 den Angaben zufolge ihren Hausrat für durchschnittlich 76,4 Quadratmeter große Wohnungen. In Dresden waren es 63,4 Quadratmeter. Ähnliche Werte wie der Spitzenreiter Stuttgart erreichten die Ruhrgebietsstädte Dortmund und Duisburg, vergleichsweise wenig Platz gab es in Hamburg, Köln und Leipzig.
  • Im Vergleich der Bundesländer lagen das Saarland und Rheinland-Pfalz mit 99 und 96 Quadratmetern vorn. In den Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen, aber auch in Sachsen lag die Wohnungsgröße dagegen nur zwischen 68 und 74 Quadratmetern. Im Durchschnitt hat eine Wohnung in Deutschland 82 Quadratmeter.
11:15 Uhr

Steinbrück wird Berater bei ING-Diba

Nach der Politikerlaufbahn einen lukrativen Beraterjob anzunehmen ist nicht unüblich. So macht es nun auch der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und heuert nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag bei der ING-DiBa an.

  • "Ich werde ein Angebot der ING-DiBa annehmen, als Berater des Vorstandes", sagte Steinbrück der "Zeit".
  • Zu seiner häufig geäußerten Kritik an der Praxis vieler Banken passe dies "durchaus". Die Bank habe eine lange sozialdemokratische Tradition und sei als Bank für Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand mit gegründet worden. Außerdem sei sie in keine "der in Rede stehenden Verfehlungen oder Manipulationen verwickelt" gewesen und "risikoscheu".
  • Seine Zeit als Minister sei sieben Jahre her, eine Interessenkollision könne er nicht erkennen, so Steinbrück.

Mehr zu Steinbrücks neuem Job lesen Sie hier.

11:06 Uhr

Türkei und Irak streiten über IS-Hochburg Mossul

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Ein irakischer Soldat beobachtet vom Militärstützpunkt Qayyarah aus Stellungen des IS.

(Foto: AP)

Der Angriff auf die von der Terrormiliz Islamischer Staat kontrollierte Großstadt Mossul im Norden des Irak steht kurz bevor. Dass der IS die Stadt nach dem Angriff nicht mehr kontrollieren wird, daran besteht wenig Zweifel. Doch unklar ist, was in der Zeit danach passiert.

  • Darüber ist nun ein Streit zwischen der Türkei und dem Irak entbrannt. Die Türkei und der Irak haben deswegen gegenseitig den Botschafter des anderen Landes einbestellt. Hintergrund seien Äußerungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, teilte eine Sprecher des Außenministeriums mit.
  • Erdogan hatte am Wochenende in einem Interview erklärt, nach der Befreiung der nordirakischen Stadt Mossul dürften dort nur sunnitische Araber, Turkmenen und sunnitische Kurden leben. Diese Äußerung löste im mehrheitlich von Schiiten bewohnten Irak scharfe Kritik aus.
  • Auch die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, der irakische Botschafter in Ankara sei einbestellt worden.

Über welche weiteren Themen Uneinigkeit besteht, lesen Sie hier.

10:47 Uhr

Gibt es das Interrail-Ticket bald zum 18. geschenkt?

Die Europäische Kommission will den Vorschlag prüfen, jedem EU-Bürger zum 18. Geburtstag ein Interrail-Ticket zu schenken. Sie werde die Kosten und die mögliche Finanzierung einer solchen Initiative prüfen lassen, kündigte die EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc vor dem Europaparlament in Straßburg an. Dazu wolle sie auch Kontakt zu den Bahnunternehmen in der EU aufnehmen.

  • Falls die Aktion nicht für alle 18-Jährigen zu finanzieren sei, gebe es andere Varianten, sagte Bulc weiter. Denkbar seien etwa eine Lotterie, bei der eine bestimmte Anzahl von Tickets verlost werden, oder auch eine begrenzte Pilotphase.
  • Grundsätzlich stehe die Kommission dem Vorschlag positiv gegenüber, versicherte die Kommissarin. "Denn sie stellt die Jugend in den Mittelpunkt und erleichtert die Mobilität mit einem schwachen Ausstoß von Treibhausgasen."
10:28 Uhr

13 Zivilisten sterben bei Luftangriffen in Nordsyrien

Erneut sind bei einem Luftangriff in Syrien viele Zivilisten ums Leben gekommen. Mindestens 13 Unbeteiligte starben bei einem Angriff auf Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in dem Dorf Thalthana, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

  • Es sei unklar, ob Jets der türkischen Luftwaffe oder der US-geführten internationalen Koalition für den Angriff verantwortlich sind.
  • Den Menschenrechtlern zufolge leben in dem Ort mehrheitlich Kurden. Er liegt etwa 40 Kilometer nordöstlich der Großstadt Aleppo. Die Türkei und die US-Koalition gehen in der Region gegen die Extremisten vor.
  • Bei Kämpfen zwischen der türkischen Armee und dem IS in der Nähe des nordsyrischen Ortes Al-Rai wurde zudem ein türkischer Soldat getötet.
10:06 Uhr

Schäfer Heinrich hat Schluss gemacht

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"Tschüss, Sabrina! Dein Braten war einfach nicht wohlschmeckend genug."

(Foto: imago/Lumma Foto)

Wenden wir uns kurz ab von den weltpolitischen Kleinigkeiten und lenken die Konzentration auf die wirklich wichtigen Persönlichkeiten im Nachrichtenkosmos (Ich habe mal gelernt, dass man Ironie nur schwer verschriftlichen kann - ich hoffe, an dieser Stelle funktioniert es): Schäfer Heinrich ist wieder Single, wieder zu haben, wieder solo oder wie die "Bild"-Zeitung schreibt, wieder "allein zu Hofe". Ja, Sie haben richtig gehört, meine Damen - der Heiratsmarkt erzittert.

  • Aber was war denn los, lieber Heinrich? War Krankenschwester Sabrina - 19 Jahre jünger als du - keine gute Partie?
  • Nein, sagte Heinrich der "Bild". "Sabrina war nicht wirklich häuslich. Sie konnte nicht so gut wie Mama Lammbraten zubereiten und hat auch nicht die Teller aus dem Geschirrspüler genommen. Das hat mich genervt."
  • Heinrich, der kann sie einfach alle haben. Da kann die Schlussmach-Toleranzgrenze auch mal etwas niedriger liegen.
09:50 Uhr

Hacker spielt Porno auf Riesenleinwand in Jakarta ab

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Normalerweise soll auf der Riesenleinwand an der belebten Kreuzung in Indonesiens Hauptstadt Jakarta Werbung laufen und Autofahrer zum Konsum anregen. Ein indonesischer Hacker jedoch fand das Programm offenbar zu dröge und streamte ein Alternativprogramm auf die LED-Fläche.

  • Fünf Minuten lang flackerte ein Porno auf der Riesenleinwand - zum Schock einiger Autofahrer. Der Hacker, der den japanischen Film auf die LED-Fläche gebracht hatte, sei nun festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher. Der 24-Jährige soll sich in das Computersystem des Leinwandbetreibers gehackt und das Video aus dem Internet darauf gestreamt haben.
  • So gab es statt Reklame für ein paar Minuten Sexszenen zu sehen, bevor der Bildschirm abgeschaltet wurde. Der Mitarbeiter eines IT-Unternehmens habe "die technischen Fähigkeiten und zu viel Zeit gehabt", erklärte der Polizeisprecher. Sollte er dafür verurteilt werden, die strengen IT-Gesetze des islamischen Landes verletzt zu haben, droht ihm eine Haftstrafe von bis zu sechs Jahren.
09:25 Uhr

EU unterstützt Afghanistan mit 1,2 Milliarden Euro

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Afghanistans Präsident Ashraf Ghani (li.) und die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini während der Geberkonferenz in Brüssel.

(Foto: REUTERS)

Bis zum Jahr 2020 soll Afghanistan jährlich 1,2 Milliarden Euro von der EU erhalten. Das kündigte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am zweiten Tag der internationalen Afghanistan-Geberkonferenz in Brüssel an.

  • Es gebe damit "keine Spendermüdigkeit" mit Blick auf das Land, sagte sie. Eine Verbesserung der Lage in Afghanistan sei für die Europäer Schlüssel für eine positive Entwicklung der Region insgesamt.
  • Mogherini wies gleichzeitig zurück, dass die EU-Finanzzusagen im Zusammenhang mit einem jüngst geschlossenen Abkommen zur Abschiebung afghanischer Flüchtlinge aus Europa stehen. "Es gibt keine Verbindung zwischen beiden", sagte die EU-Chefdiplomatin. Die EU und die Regierung in Kabul hatten am Sonntag vereinbart, die Rückführung afghanischer Flüchtlinge zu beschleunigen, die in Europa kein Asyl bekommen können.
09:16 Uhr

Anteil der Kaiserschnitte sinkt erstmals seit Jahren

Der Anteil von Kaiserschnitt-Geburten an der Gesamtzahl der Entbindungen ist in Deutschland erstmals seit Jahren leicht gesunken.

  • Der Anteil der Frauen, die per Kaiserschnitt entbunden haben, lag im vergangenen Jahr bei 31,1 Prozent, das waren 0,7 Prozentpunkte weniger als im Jahr davor, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.
  • Weil aber gleichzeitig seit Jahren die Zahl der Entbindungen steigt, nehmen auch die Kaiserschnitte in absoluten Zahlen zu. 2015 wurden 222.919 Entbindungen per Kaiserschnitt vorgenommen - nach 220.540 im Vorjahr.
  • Die wenigsten Kaiserschnittentbindungen gab es 2015 in Sachsen - etwa jede vierte Frau (24 Prozent) brachte dort auf diese Weise ihr Kind auf die Welt. Die höchste Kaiserschnittrate gibt es im Saarland mit 38,5 Prozent.
08:34 Uhr

Panasonic stellt biegsamen Akku vor

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So sieht der biegsame Akku aus. Die Kapazität ist noch bescheiden und liegt bei 60 Milli-Ampere-Stunden (mAh). Moderne Smartphones verfügen über 3000 mAh oder mehr.

(Foto: dpa)

Panasonic hat auf der größten japanischen Elektronikmesse Ceatec neuartige Akkus vorgestellt, die flexibel sind und gebogen werden können. Damit könnte künftig die Entwicklung von Elektronikgeräten erheblich erleichtert werden, die am Körper getragen werden, etwa als Fitness-Armband, Smartwatch oder in einer vernetzten Bekleidung. Die Ladekapazität werde nicht darunter leiden, wenn die Batterie immer wieder gebogen oder verdreht werde, erklärte ein Firmensprecher. Die Biegsamkeit eines Akkus würde auch bei Smartcards eine Rolle spielen, die in einer Geldbörse getragen werden.

08:22 Uhr

Sachsens Innenminister will mit Pegida sprechen

Bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit haben Pegida-Anhänger heftig gegen anwesende Politiker gepöbelt. Dennoch sucht Sachsens Innenminister Markus Ulbig weiterhin den Dialog mit der islam- und fremdenfeindlichen Bewegung.

  • "Wir, und damit meine ich auch viele Kommunen und die Kirchen, bieten den Pegida-Anhängern seit Langem immer wieder Gespräche an. Wir sind bereit zu diskutieren, damit es am Ende vielleicht sogar Veränderungen geben kann", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
  • Allerdings wollten die Pegida-Anhänger nicht diskutieren, sondern seien aus Prinzip gegen alles. "Sie säen Hass, der in Gewalt münden kann. Insofern sind diese Menschen abgespalten von der lebhaften Demokratie, die ja auch vom Disput lebt", sagte Ulbig. In dieser respektlosen Form stoße die Demokratie an ihre Grenzen.
07:57 Uhr

CDU-Politiker plädiert für Koalition mit AfD

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Hermann Winkler

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Für die meisten CDU-Politiker ist eine Koalition mit der AfD tabu. Vereinzelt gibt es jedoch auch andere Stimmen. Der CDU-Europaabgeordnete Hermann Winkler hat sich für Koalitionen mit der AfD auf Landes- und Bundesebene ausgesprochen.

  • "Wenn es eine bürgerliche Mehrheit gemeinsam mit der AfD gibt, sollten wir mit ihr koalieren. Sonst steuern wir auf eine linke Republik zu", sagte Winkler der Zeitschrift "Super Illu".
  • Wenn die SPD Bündnisse mit der Linkspartei eingehe, könne dies die CDU künftig auch mit der AfD. "In Sachsen-Anhalt hätte das schon Sinn gemacht", fügte er mit Blick auf die Landtagswahl vom März hinzu.
  • Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter kritisierte das scharf: "Die Unionsdämme brechen weiter. Ekelhaft", schrieb sie im Internet-Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Mehr dazu erfahren Sie hier.

07:31 Uhr

Apple bleibt wertvollste Marke der Welt

Apple bleibt in der jährlichen Studie der Marktforschungsfirma Interbrand trotz der Absatzrückgänge beim iPhone die wertvollste Marke der Welt.

  • In seiner Rangliste errechnete Interbrand für Apple einen Markenwert von gut 178 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von fünf Prozent. Google holt auf Platz zwei mit einem Plus von elf Prozent auf 133,25 Milliarden Dollar etwas auf. Platz 3 behielt der langjährige Spitzenreiter Coca-Cola.
  • Deutsche Marken konnten deutlich zulegen. So kehrte Mercedes-Benz nach einem Sprung von 18 Prozent auf 43,5 Milliarden Dollar auf Platz 9 in die Top 10 zurück. BMW ist nach einem Zuwachs von zwölf Prozent auf 41,5 Milliarden Dollar dicht dran auf Rang 11. Für Volkswagen ging es dagegen nach dem Abgasskandal mit einem erneuten Minus von neun Prozent auf 11,4 Milliarden Dollar abwärts vom 35. auf den 40. Platz.
07:11 Uhr

Eingeschleppte Fischart drängt in Ostsee

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(Foto: dpa)

Explosionsartig verbreitet sich derzeit die Schwarzmundgrundel in der Ostsee. Doch der Fisch mit seinen Glubschaugen und dem breiten Maul hat dort eigentlich nichts zu suchen.

  • Nach Angaben des Thünen-Instituts für Ostseefischerei in Rostock beeinflusst die eingeschleppte Fischart inzwischen auch das Ökosystem des Meeres. 
  • Untersuchungen zeigten, dass die ursprünglich im Kaspischen und Asowschen Meer beheimatete Fischart vor der Küste Polens ein Nahrungskonkurrent der Flunder sei und vermutlich Plattfische aus angestammten Gebieten verdränge, sagte der Fischereibiologe Daniel Oesterwind vom Thünen-Institut. Auch stehe die Schwarzmeergrundel im Verdacht, womöglich Eier und Larven von Heringen zu fressen. 
  • Fischereibiologen aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Polen und Estland haben angesichts des Vormarschs der Grundel eine Arbeitsgruppe gegründet. Sie soll die mehr als 20 Zentimeter großen Tiere genauer unter die Lupe nehmen.

Mehr über den neuen Ostsee-Bewohner erfahren Sie hier.

07:01 Uhr

33 Jahre nach "99 Luftballons": Nena auf US-Tournee

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Nena

(Foto: dpa)

Mehr als 30 Jahre nach dem Erfolg von "99 Luftballons" auch in Amerika hat die Sängerin Nena ihre Fans erstmals mit Konzerten in den USA begeistert. "Danke euch so sehr, dass ich die Chance bekommen habe, in dieser wunderbaren Stadt zu spielen", sagte Nena nach einem rund 90-minütigen Auftritt in New York.

Zuvor war die Sängerin während ihrer Mini-Tournee bereits in San Francisco und Los Angeles aufgetreten, allerdings waren alle drei Konzerte nicht ausverkauft. Es waren Nenas erste US-Auftritte - und das, obwohl es "99 Luftballons" 1983 auf Platz zwei der US-Charts geschafft hatte und bis heute zu den bekanntesten deutschsprachigen Songs in den USA gehört.

06:40 Uhr

Trumps Vize überzeugt in Vize-TV-Duell

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Mike Pence (li.) und Tim Kaine während des TV-Duells

(Foto: REUTERS)

Nicht nur die beiden US-Präsidentschaftskandidaten Clinton und Trump treten in TV-Duellen gegeneinander an, auch ihre Stellvertreter wollen auf diese Weise zeigen, wer der fähigere Politiker ist.

  • Bei dem jetzigen TV-Duell überzeugte der Republikaner Mike Pence mit einem präsidialeren, besonneneren Ton. Zudem übte er überraschend scharfe Kritik an Russland. Der Demokrat Tim Kaine trat deutlich aggressiver auf, wirkte dabei aber zeitweise nervös und ungeduldig. Eine erste Blitzumfrage des Senders CNN sah Pence mit 48 Prozent vorne, Kaine kam auf 42 Prozent.
  • Anders als das Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump war der 90-minütige Auftritt ihrer designierten Stellvertreter wenig spannungsgeladen. Pence und Kaine gelten als erfahrene Politiker. Pence saß lange Jahre im Repräsentantenhaus, bevor er Gouverneur von Indiana wurde. Kaine vertritt Virginia im Senat.
06:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leser! Mein Name ist Benjamin Konietzny, Sie lesen von mir an dieser Stelle bis etwa um 14 Uhr.

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Sie erreichen mich bei Twitter oder per Mail unter

benjamin.konietzny (at) nama.de

Folgende Termine stehen heute auf dem Programm:

  • Am Morgen trifft sich in Berlin das Regierungskabinett und spricht über das europäisch-kanadische Freihandelsabkommen Ceta.
  • Neue Erkenntnisse zur Kölner Silvesternacht will der Untersuchungsausschuss des Landtages NRW heute in Form eines kriminologischen Gutachtens vorstellen.
  • Der Netzbetreiber Amprion informiert heute über die geplante Stromautobahn "Korridor A" zwischen Emden und Philippsburg.
  • Der US-Saatgutriese Monsanto, der bald zur Bayer AG gehören soll, legt heute seine Zahlen für das vergangene Jahr vor.
  • In Brüssel treffen sich heute die Vertreter von rund 70 Ländern zum zweiten und letzten Tag der Afghanistan-Konferenz.
  • ZDF-Satiriker Jan Böhmermann will nach der Einstellung der Ermittlungen gegen ihn eine Stellungnahme veröffentlichen.
  • Heute wird bekanntgegeben, an wen der Nobelpreis für Chemie verliehen wird.
  • In Den Haag entscheidet heute ein UN-Gericht, ob es einen Prozess der Marschallinseln im Pazifik gegen die Atommächte Indien, Pakistan und Großbritannien geben wird. Auf den Inseln fanden 67 Atomtests statt, die Bewohner verlangen Entschädigung.
  • König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia von Schweden treffen heute zu ihrem Staatsbesuch in Berlin-Tegel ein.
  • Heute beginnt außerdem in Bochum der Prozess gegen einen 54-Jährigen in einem schaurigen Mordfall. Der Angeklagte soll seine 21-jährige Stieftochter ermordet haben, um seine angeblich zu dominante Ehefrau zu bestrafen. Auch sie soll der Mann anschließend versucht haben, umzubringen.
06:07 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

n-tv-Meteorologe Björn Alexander

Wenn Sie gleich das Haus verlassen, dann kann auch ein Schal zur Jacke nicht schaden. Denn es ist herbstlich kühl draußen. Oft erwarten Sie Frühtemperaturen von 2 bis 9 Grad, teilweise auch darunter mit Bodenfrost. Nur direkt an den Küsten ist es noch milder. Dafür startet der Tag abseits von Dunst oder Nebel freundlich und trocken. Lediglich im Nordosten sind schon ein paar Schauer unterwegs. Später breiten sich dann von Osten her generell dichtere Wolken aus. Und die bringen zwischen der Ostsee und dem Bayrischen Wald Regen mit, der auf den Bergen in Schnee übergeht. Die Schneefallgrenze liegt bei etwa 800 Metern. Denn es wird im Vergleich zu den vergangenen Tagen nochmals kälter. Die Temperaturen erreichen nämlich nur noch 7 bis 17 Grad. Und auch anschließend geht es kühl und wechselhaft weiter.

05:53 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht