Mittwoch, 17. Februar 2016Der Tag

Heute mit Diana Sierpinski und Kai Stoppel
22:35 Uhr

Das war Mittwoch, der 17. Februar

Nein, viele gute Nachrichten gab es heute nicht. Ganz im Gegenteil: Dieser Mittwoch brachte einen schrecklichen Bombenanschlag in Ankara mit bisher 28 Toten und 61 Verletzten. Die Hintergründe sind noch unklar, die Regierung sprach von einem Terroranschlag.

Auch die Flüchtlingskrise dominierte wieder die Schlagzeilen. Bundeskanzlerin Angela Merkel machte in einer Regierungserklärung vor dem mit Spannung erwarteten EU-Gipfel deutlich, wie es aus ihrer Sicht weitergehen sollte. Unterdessen machte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan dem Westen wenig Hoffnung auf ein Abreißen des Flüchtlingsstroms. Und in Deutschland wurde (bisher nur) verbal auf Flüchtlinge geschossen - wie es die Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling tat.

Das fanden Sie heute auch noch wichtig:

Nun geht auch dieser Tag zu Ende. Ich verabschiede mich bei Ihnen und wünsche eine geruhsame Nacht. Mit besten Grüßen, Kai Stoppel.

22:14 Uhr

18-Jähriger eröffnet Arztpraxis in Florida - Festnahme

Es erinnert ein bisschen an den Film "Catch Me If You Can" - kennen Sie den (übrigens auch mit Leonardo DiCaprio)? Folgendes hat sich in den USA zugetragen:

  • Ein 18-Jähriger hat im US-Bundesstaat Florida eine Arztpraxis eröffnet.
  • Das Problem: Er hatte keine Berechtigung, tatsächlich als Mediziner arbeiten zu dürfen.
  • Er wurde festgenommen, wie die Polizei in Palm Beach mitteilte.

Es sei bereits das zweite Mal, dass er vorgegeben habe, Arzt zu sein, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums von Florida auf Anfrage. Die Polizei kommentierte die Festnahme auf Twitter mit den Worten: "Nur weil man eine Staffel "Grey's Anatomy" gesehen hat, heißt das noch lange nicht, dass man als Arzt arbeiten kann."

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21:54 Uhr

USA: Russische und syrische Angriffe halten trotz "Feuerpause" an

Ungeachtet der vereinbarten Feuerpause fliegen die russische und syrische Luftwaffe nach US-Angaben mit unverminderter Härte Angriffe in der Gegend um Aleppo. "Wir haben keine Abnahme der Intensität gesehen. Wenn überhaupt, hat sie zugenommen", sagte Pentagon-Sprecher Steve Warren. Zum Einsatz kämen Kampfflugzeuge, von Hubschraubern abgeworfene Fassbomben sowie Kurzstreckenraketen.

21:31 Uhr

DiCaprios Jagd nach dem Oscar - als Videospiel

Dieses Jahr muss es einfach klappen mit dem Oscar für US-Schauspieler Leonardo DiCaprio. Fünf Mal war er bereits als bester Hauptdarsteller nominiert - und ist immer leer ausgegangen. Zuletzt 2014 für seine Darstellung in "The Wolf of Wall Street". Nun erhält er für den Western-Thriller "The Revenant" noch mal eine Chance - seine letzte?

Aber was ich eigentlich erzählen wollte: Wer mit DiCaprio mitfiebern möchte, kann sich mit dem Browser-Game "Red Carpet Rampage" schon mal in Stimmung bringen. Das Spiel in 80er-Jahre-Optik macht "Leos" verzweifelte Jagd nach der güldenen Statuette am eigenen Leib erfahrbar.

 

21:04 Uhr

Horrorszenario: Gelangte der IS an radioaktives Material?

Die Sorge geht um, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) könnte an einer "schmutzigen Bombe" bauen. Diese besteht aus konventionellem Sprengstoff gemischt mit radioaktivem Material, und verstrahlt nach ihrer Explosion den Ort des Anschlags.

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    Kämpfer der Terrormiliz IS - Abdelhamid Abaaoud, mutmaßlicher Drahtzieher der Terroranschläge von Paris im November 2015.

    (Foto: picture alliance / dpa)

    Wie Medien mit Verweis auf die Agentur Reuters berichten, ist im Irak "hochgefährliches" radioaktives Material gestohlen worden.
  • Der Vorfall soll sich im vergangenen Jahr in einer Lagerstätte in US-Besitz in der südirakischen Stadt Basra ereignet haben.
  • Es soll sich dabei um bis zu 10 Gramm des Stoffes Ir-192 handeln, ein radioaktives Isotop des Elements Iridium.

Das Material wird von der Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) von seiner Gefährlichkeit her in der Kategorie 2 verordnet - das bedeutet, es kann in einem Zeitraum von Tagen oder Stunden tödlich für jeden sein, der sich in der Nähe aufhält. Bekannt wurde der Vorfall durch zugespielte Dokumente des irakischen Umweltministeriums.

Mehr dazu lesen Sie hier.

20:29 Uhr

Visegrad-Gruppe setzt Türkei Frist

Die Lage in der europäischen Flüchtlingskrise spitzt sich zu. Nun wird damit begonnen, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Das kann die Türkei, aber die Visegrad-Gruppe (Tschechien, Ungarn, Polen und die Slowakei) kontert umgehend:

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    Die Ministerpräsidenten (von li.) Robert Fico (Slowakei), Beata Szydlo (Polen), Bohuslav Sobotka (Tschechien) und Viktor Orban (Ungarn).

    (Foto: picture alliance / dpa)

    Die vier Länder geben der Türkei einen Monat Zeit, um wie mit der Europäischen Union vereinbart die Flüchtlingszahlen zu reduzieren.
  • "Wenn der Zustrom von 1500 bis 2000 Menschen am Tag bis Mitte März andauert, wird klar sein, dass die Türkei ihre Versprechen nicht erfüllt hat",  sagte der tschechische Europastaatssekretär Tomas Prouza.
  • Dann bräuchte man "andere Maßnahmen (...), um die europäische Grenze zu schützen".

Die Visegrad-Gruppe hatte angekündigt, Mazedonien und Bulgarien bei der Schließung seiner Grenzen zu Griechenland zu helfen, wenn Athen nicht die Seegrenze zur Türkei abriegelt. Durch einen solchen Schritt wären zahllose Flüchtlinge in Griechenland blockiert und das EU-Land de facto aus der Schengenzone ausgeschlossen.

19:56 Uhr

IS-Miliz schießt irakischen Armeehelikopter ab

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat einen irakischen Militärhelikopter abgeschossen und dabei mindestens einen der Piloten getötet. Ein Offizier der Armee sagte, der Bell-Hubschrauber sei mit einem schweren Maschinengewehr nahe Amrijat al-Falludschah abgeschossen worden. Ein Besatzungsmitglied sei getötet worden, während ein zweites verletzt von einem anderen Helikopter geborgen werden konnte.

19:34 Uhr

Islamisten in Belgien - Video von Atomexperten gefunden

Viel weiß man noch nicht über folgende Geschichte. Aber was man weiß, dürfte bei manchen schon ein wenig Unbehagen auslösen:

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    Das belgische Atomkraftwerk Tihange.

    (Foto: picture alliance / dpa)

    Bei Ermittlungen zu den islamistischen Anschlägen von Paris ist die belgische Polizei auf Überwachungsaufnahmen eines Atomexperten gestoßen.
  • Laut der Tageszeitung "La Dernière Heure" handelt es sich um den Direktor des belgischen Programms für atomare Forschung und Entwicklung.
  • Demnach zeigt das zehnstündige Video, das mit einer versteckten Kamera aufgenommen wurde, die Eingangstür eines Hauses in der Region Flandern.
  • Die Kamera wurde am Ende von zwei Verdächtigen eingesammelt, die in einem Auto mit abgeschalteten Scheinwerfern davonfuhren.

Die islamistischen Anschläge in Paris, bei denen am 13. November 130 Menschen getötet und mehr als 350 weitere verletzt wurden, waren wesentlich in Belgien geplant worden. Nach den Anschlägen gab es zahlreiche Razzien und Festnahmen im islamistischen Milieu im Brüsseler Brennpunktviertel Molenbeek.

19:07 Uhr

S&P senkt wegen Ölpreisverfall Rating für Saudi-Arabien

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Bonitätsnote für Saudi-Arabien wegen der Talfahrt der Ölpreise gesenkt. Das Königreich werde nur noch mit A- bewertet, teilte die Agentur mit. Damit senkte S&P die Note um zwei Stufen. Zuvor lag sie bei A+. Wegen der hohen Abhängigkeit des Landes vom Öl werde der Verfall der Preise für den Rohstoff deutliche und langanhaltende Auswirkungen auf die Wirtschaft Saudi-Arabiens haben, hieß es zur Begründung.

18:41 Uhr

USA: Syrien und Russland für Angriffe verantwortlich

Nun haben sich nach den tödlichen Angriffen auf Krankenhäuser und Schulen im Norden Syriens endgültig alle in Frage kommenden Akteure gegenseitig beschuldigt:

  • Nun machen die USA die syrische Führung und Russland für die Attacken verantwortlich.
  • "Wir wissen, dass Russland und das syrische Regime Angriffe in der Gegend geflogen haben, wo die Krankenhäuser und Schulen getroffen wurden", sagte der Sprecher der US-Armee im Irak, Steve Warren.
  • Ob es russische Angriffe oder die des syrischen Regimes waren, sei jedoch unklar.

Die syrische Führung macht die USA dafür verantwortlich. Die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte beschuldigt Moskau. Russland, neben dem Iran der wichtigste Verbündete des Regimes in Damaskus, weist das zurück.

18:33 Uhr

Mindestens fünf Tote bei Anschlag in Ankara

Bei einem Anschlag in Ankara sind am Abend nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Mindestens zehn weitere Menschen seien bei dem Autobombenanschlag verletzt worden, sagte der Gouverneur der türkischen Hauptstadt, Mehmet Kiliclar, den TV-Sendern CNN-Türk und NTV. Ziel des Anschlags sei ein Konvoi von Militärfahrzeugen im Zentrum Ankaras gewesen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

18:17 Uhr

Russisch-orthodoxer Patriarch reist in die Antarktis

Nach seinem historischen Treffen mit Papst Franziskus ist der russisch-orthodoxe Patriarch Kirill in die Antarktis geflogen. Als Teil seiner mehrtägigen Lateinamerikareise traf er russische Polarforscher in der Forschungsstation Bellingshausen auf der King George Insel, wie die orthodoxe Kirche in Moskau mitteilte. Dort wollte Kirill einen Gottesdienst in der einzigen russisch-orthodoxen Kirche in der Antarktis feiern, wie der Priester Alexander Wolkow der Agentur Tass sagte.

17:51 Uhr

Stillverbot im Café? Berlinerin geht auf die Barrikaden

Wenn der Säugling um Nahrung ersucht - dürfen Mütter im Café generell blank ziehen? Ganz offensichtlich nicht. Und das bringt eine Mutter aus dem Stadtteil Prenzlauer Berg ganz schön auf die Palme:

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    Offenes Stillen, zum Beispiel am Fenster, untersage man, sagte der Betreiber des Cafés - auch wegen Kundenbeschwerden.

    (Foto: imago/BE&W)

    Als sie mit ihrem Baby ein Café besuchte, habe sie das Personal vorsorglich darauf hingewiesen, dass Kinder im Laden nicht gestillt werden dürften.
  • Das will die Mutter nicht auf sich sitzen lassen: Sie fordert mit einer Online-Petition ein Gesetz zum Schutz des öffentlichen Stillens.
  • Die an das Familienministerium gerichtete Petition unterzeichneten bis Mittwochnachmittag mehr als 1000 Menschen.
  • Der Café-Betreiber erklärte, es gebe dort kein Stillverbot. Es könne im hinteren Teil des Geschäfts gestillt werden.

Die "Bild"-Zeitung zitierte den Betreiber mit den Worten: "Ich mach auch die Tür zu, wenn ich auf Toilette gehe und lass nicht die ganze Welt dran teilhaben." Die Kaffeerösterei hatte bereits 2012 für Wirbel gesorgt, weil sie mit einem Poller in der Tür Kinderwagen fernzuhalten versuchte.

17:29 Uhr

AfD-Vorsitzende vergleicht Merkel mit DDR-Führungsspitze

Nein, für sanfte Töne ist die AfD nicht bekannt - ihre Gegner aber auch nicht. Nun ist mal wieder die "Alternative" an der Reihe:

  • Die AfD hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Politikern des untergehenden DDR-Regimes verglichen.
  • Afd-Chefin Petry: "Die Regierungserklärung der Kanzlerin ist Ausdruck grenzenloser Arroganz und Regierungsunfähigkeit."
  • Sie fühle sich fatal an das Verhalten des veralteten ZK der SED im Jahr 1989 erinnert, so Petry.

Die Hoffnung darauf, dass die Türkei die Aufgaben Deutschlands und der EU bei der Grenzsicherung übernehme, sei "einer deutschen Kanzlerin unwürdig", sagte Petry. Merkel hatte in ihrer Regierungserklärung erneut betont: "Abschottung - das kann nicht die europäische Antwort sein".

16:44 Uhr

Jerusalem ist 2000 Jahre älter als gedacht

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"Seit Jahren schon hatten wir das Gefühl, hier muss etwas Älteres gewesen sein. Und jetzt haben wir es gefunden", freute sich Ronit Lupo, Grabungsdirektorin der IAA.

(Foto: picture alliance / dpa)

Was reimt sich auf Methusalem? Richtig: Jerusalem. Und beide haben noch etwas gemeinsam, sie sind nämlich steinalt. Letzteres sogar noch viel älter als bisher gedacht:

  • Altertumsforscher haben in Jerusalem die Reste einer Siedlung entdeckt, die aus der Kupfersteinzeit stammen und 7000 Jahre alt sind.
  • Der Fund wurde bei Straßenbauarbeiten gemacht, teilte die israelische Altertumsbehörde IAA mit.

Bisher war man von einem Alter von 5000 Jahren ausgegangen. Hinweise darauf stammen aus Schriftzeugnissen der jüdischen Frühgeschichte.

16:18 Uhr

Trotz weltweiter Krisen - der Champagner fließt in Strömen

Hab ich was verpasst? Gab es 2015 etwas zu feiern? Ach, ja: Fußball-Weltmeisterschaft für Deutschland. Ach, nee - das war ja 2014. Sonst irgendetwas? Hmm. Mir fällt nichts ein. Dennoch: Die Menschheit ließ im vergangenen Jahr die Champagner-Korken knallen wie selten zuvor. Entweder das, oder sie horteten den Schaumwein für bessere Zeiten:

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    (Foto: imago/Science Photo Library)

    Wie dem auch sei: Die französischen Champagner-Produzenten haben 2015 jedenfalls ein Rekordjahr erlebt.
  • Der Umsatz kletterte auf einen historischen Höchststand von 4,75 Milliarden Euro, wie der Branchenverband CIVC mitteilte.

Allerdings waren im Rekordjahr 2007 noch mehr Champagner-Flaschen verkauft worden - 339 Millionen gegenüber 312,5 Millionen 2015. Der Umsatzanstieg resultiert aus wachsenden Exporten ins außereuropäische Ausland, wo Kunden bereit sind, mehr Geld für das Luxusgetränk auszugeben.

16:01 Uhr

Bollywood-Star holt Uni-Zeugnis nach 28 Jahren unter Jubel ab

Besser spät als nie: Bollywood-Star Shah Rukh Khan (50) hat 28 Jahre nach seinem Uni-Abschluss endlich sein Zeugnis abgeholt. Khan studierte am Hansraj-College der Universität von Delhi Wirtschaftswissenschaften. Dort feierten Tausende Fans, als Khan nach Neu Delhi zurückkehrte. Es sei ein "unvergesslicher emotionaler Moment" gewesen, schrieb der 50-Jährige bei Twitter.

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15:46 Uhr

UN-Flüchtlingskommissar sieht Fortschritte in Syrien

Nach all den Horror-Nachrichten der vergangenen Wochen, Monate und Jahre aus Syrien, mag man der folgenden Meldung kaum trauen. Aber vielleicht ist es eine jener guten Nachrichten, auf die ich heute gehofft hatte?

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    Ein Hilfskonvoi des internationalen Roten Kreuzes ICRC ist auf dem Weg in die belagerte Stadt Madaja in Syrien im vergangenen Oktober.

    (Foto: picture alliance / dpa)

    Trotz der anhaltenden Kämpfe in Syrien sehen die Vereinten Nationen Fortschritte bei der Versorgung der Bevölkerung mit Hilfsgütern.
  • Der neue UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi sprach von einem "kleinen Fenster der Gelegenheiten".
  • "Ich denke, es wird kompliziert bleiben", sagte der italienische UN-Diplomat. "Aber jeder Fortschritt ist ein Fortschritt."

Zuvor hatte zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ein Hilfskonvoi die von syrischen Regierungstruppen belagerte Stadt Muadamija erreicht. 35 Lastwagen mit Hilfsgütern seien in dem Ort eingetroffen, meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana.

15:29 Uhr

Belgier ließ Sohn durch Deutschen missbrauchen - 17 Jahre Haft

Seine gerechte Strafe erhält ein 46-jähriger Belgier, der seinen elfjährigen Sohn durch einen jungen Mann aus Niedersachsen missbrauchen ließ. In Mechelen wurde der Mann zu 17 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht hielt es außerdem für erwiesen, dass der Mann seinen Sohn bereits ab dem Alter von acht Jahren regelmäßig vergewaltigte, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete.

Auf einer Pädophilenplattform im Internet hatte der Postbeschäftigte den Elfjährigen im vergangenen Jahr zum Missbrauch angeboten. Der 22-Jährige aus dem Raum Hameln, der auf das Angebot einging, wurde im Herbst vergangenen Jahres vom Landgericht Hannover zu vier Jahren und elf Monaten Haft wegen schweren sexuellen Missbrauchs verurteilt.

Mehr zu dem aktuellen Urteil lesen Sie hier.

15:26 Uhr

Österreich akzeptiert nur noch 80 Asylanträge pro Tag

Österreich hat sogenannte Tageskontingente für Flüchtlinge festgelegt: Demnach sollen täglich nur noch maximal 80 Asylanträge angenommen werden, wie Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) mitteilte. Maximal 3200 Menschen täglich würden durchgelassen, die Zuflucht in einem Nachbarstaat finden wollten.

Mehr dazu lesen Sie hier.

15:17 Uhr

Geldwäsche-Ermittlungen gegen Erdogan-Sohn

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Bilal Erdogan.

(Foto: picture alliance / dpa)

Gegen den Sohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Bilal Erdogan, wird in Italien wegen des Verdachts auf Geldwäsche ermittelt. Ein türkischer Geschäftsmann habe bei der Polizei zuvor entsprechende Vorwürfe gegen den 34-Jährigen erhoben, bestätigte der Anwalt des Geschäftsmannes. Justizkreise bestätigten die Ermittlungen, betonten aber, sie seien in einer sehr frühen Phase und könnten auch ergebnislos wieder eingestellt werden.

Nach Korruptionsermittlungen in der Türkei Ende 2013 war gegen das familiäre Umfeld des damaligen Ministerpräsidenten Erdogan ein Mitschnitt eines angeblichen Telefonats zwischen Erdogan und seinem Sohn Bilal aufgetaucht, bei dem es darum ging, große Mengen Bargeld in Sicherheit zu bringen. 2015 war Bilal nach Italien gezogen.

14:50 Uhr

Griechischer Comedian sorgt mit Schäuble-Witz für Entsetzen

Übers Ziel hinaus geschossen ist wohl der griechische Comedian Lakis Lazopoulos mit einer hämischen Bemerkung über den deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble. Denn die Reaktionen auf einen seiner "Gags" rangieren von Empörung bis Abscheu:

  • Lazopoulos hatte sich auf die Finanzkrise und den von Schäuble verfochtenen harten Sparkurs gegenüber Athen bezogen.
  • "Wenn ein Mensch auf einem Stuhl festgenagelt ist, dann wird auch sein Hirn langsam von einer Idee besessen, ich nenne dies Paranoia, ich nenne dies Wahnsinn."

Noch während der Sendung kam es zu heftigen Reaktionen. Im Kurznachrichtendienst Twitter wurde Lazopoulos als "Rassist" beschimpft. Den emotionalsten Kommentar schrieb ein körperlich behinderter Mann: "Ich bin mit diesem Problem (Behinderung) geboren worden. Ich habe es nicht gewählt so zu sein".

Mehr dazu lesen Sie hier.

14:29 Uhr

Helfer: 250.000 Flüchtlinge mehr, wenn Aleppo fällt

Wenn die syrischen Truppen mit Hilfe Russlands im Norden des Landes ihren Vormarsch fortsetzen, droht eine neue Flüchtlingswelle:

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    (Foto: picture alliance / dpa)

    Mehrere Hilfsorganisationen in Deutschland warnen vor einem dramatischen Anstieg der Flüchtlingszahlen bei einer Einnahme der syrischen Großstadt Aleppo durch Regierungstruppen.
  • "Wenn die Stadt fällt, ist mit bis zu 250.000 weiteren Flüchtlingen zu rechnen", sagte die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann.
  • In Aleppo sei die Situation für die Bevölkerung bereits dramatisch.

Die von russischen Luftangriffen unterstützten Truppen von Machthaber Baschar al-Assad ziehen seit Wochen den Belagerungsring um das nordsyrische Aleppo enger. Internationale Bemühungen um eine Waffenruhe haben bisher kein Ergebnis gebracht.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

So schnell ist eine Tageshälfte vorbei - nun wird meine geschätzte Kollegin Diana Sierpinski von mir, Kai Stoppel, abgelöst. Ich bin schon sehr gespannt, was nachrichtlich heute noch Überraschendes auf uns wartet. Sie bestimmt auch!? In der heutigen Zeit muss man ja (leider) auf alles gefasst sein. Aber vielleicht gibt es auch mal ein paar gute Nachrichten, das wäre jedenfalls eine schöne Abwechslung. Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen weiterhin viel Spaß bei "Der Tag".

14:04 Uhr

Pegida-Frontfrau will Flüchtlinge erschießen lassen

Wer bislang noch an der Rechtsradikalität Pegidas gezweifelt hat, der sollte diese Worte der Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling besonders gründlich lesen. Die einstige Dresdner Bürgermeisterkandidatin fordert in einem Interview mit der britischen Boulevardzeitung "MailOnline" den Tod für Menschen, die auf der Flucht sind. "If they keep crossing the border and you can’t arrest them, shoot them." ("Wenn sie (die Flüchtlinge) weiter über die Grenze kommen und man sie nicht einsperren kann, erschießt sie!") Auf Anstand sollte man scheißen, sonst wäre Europa verloren, tönt Festerling, die von der britischen Presse als "mächtigste Frau der rechtsextremen Szene Deutschlands" bezeichnet wird.

Nachdem deutschsprachige Medien die Äußerungen Festerlings in ihrer Berichterstattung aufgegriffen hatten, nahm die Pegidistin auf ihrer Facebook-Seite Stellung zu dem umstrittenen Interview.

13:41 Uhr

CJ setzt sich gegen 2751 Konkurrenten durch

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Ein echter Star: CJ (hier rechts im Bild) gewinnt die Königsklasse der Westminster-Hundeshow in New York.

(Foto: dpa)

Seit 140 Jahren treten Tausende Rassehunde bei der Westminster Kennel Club Dog Show in New York an. Dieses Jahr setzte sich dieser braun-weiße Deutsch-Kurzhaar-Rüde namens CJ gegen 2751 Konkurrenten durch. "Er ist dafür geschaffen", schwärmt die Züchterin.  CJ droht jetzt die Totalvermarktung - also genau das, wovon Züchter und Hundehalter weltweit träumen.

12:50 Uhr

Bundeswehr wirbt in Kitas - Linkspartei ist schockiert

Waffeln backende Soldaten in Kindergärten? Soldaten haben offenbar in den vergangenen Jahren Tausende Kitakinder besucht oder in ihren Bundeswehrkasernen empfangen.

  • Das geht aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Links-Fraktion im Bundestag hervor, berichtet die "Taz".
  • Den Angaben zufolge besichtigen die Kinder Kasernen, gehen auf Schatzsuche in der Untertageanlage oder fahren Schlauchboot. Soldaten backen in der Kita Waffeln und reparieren Klettergerüste.
  • Die Linksfraktion im Bundestag reagierte mit Empörung. Die Kontakte zwischen Bundeswehr und Kindergärten müssten sofort beendet werden.
12:28 Uhr

Obama warnt Putin vor "kostspieliger Besatzung"

US-Präsident Barack Obama bezeichnet Russlands Militäreinsatz in Syrien als Fehlschlag, der den Bürgerkrieg nicht stoppen werde. Das gemeinsame Vorgehen mit Assad habe Moskau vielleicht kurzfristige Erfolge gebracht, so Obama. Tatsächlich handele es sich aber um einen strategischen Fehler. Möglicherweise denke Kreml-Chef Putin, er könne sich eine dauerhafte militärische Besatzung Syriens leisten. Dies werde aber "ziemlich kostspielig". Stattdessen solle Putin einen politischen Übergang in Syrien vermitteln.

12:07 Uhr

Star-DJ Paul van Dyk geht gegen AfD vor

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Kennen Sie Paul van Dyk? Der Berliner DJ ist für seine elektronische Tanzmusik international bekannt. Dass die AfD seinen Song "Wir sind wir" bereits mehrfach als Auftrittsmusik bei Kundgebungen benutzt hat, gefällt van Dyk ganz und gar nicht. "Ich distanziere mich aufs Schärfste von der AfD", sagte er der "Zeit". In einer Unterlassungsaufforderung verbietet er der AfD "jedwede unberechtigte Nutzung" des Songs.

11:35 Uhr

Timoschenkos Vaterlandspartei verlässt Regierung

Politisches Beben in der Ukraine: Die Vaterlandspartei von Julia Timoschenko verlässt die proeuropäische Regierungskoalition. Die Ex-Ministerpräsidentin wirft Regierungschef Arseni Jazenjuk vor, "in den Hinterzimmern" zu regieren, und rief die übrigen Parteien auf, ihrem Beispiel zu folgen. Jazenjuks Bündnis verliert mit Timoschenkos Partei 19 von 262 Stimmen im Parlament, hat aber mit 243 Abgeordneten noch immer eine Mehrheit.

Hier lesen sie mehr darüber.

11:22 Uhr

Oettinger ärgert sich maßlos über Petry

Der Schlagabtausch zwischen Günther Oettinger und Frauke Petry geht in die nächste Runde. "Ich bin einfach empört über Frau Petry", zitiert die "Bild"-Zeitung den EU-Kommissar. "Das war ja keine Regierungserklärung von mir, sondern eine persönliche Stellungnahme, da ich finde, dass Frau Petry uns Schaden zufügt." Er werde auch in Brüssel ständig auf die AfD-Politikerin angesprochen. "Ich ärgere mich einfach maßlos über sie und ihre Äußerungen als Parteivorsitzende. Das ist eine Schande für Deutschland."

Was davor passierte? Hier entlang.

11:00 Uhr

Kevin Boateng tritt gegen Michael Ballack nach

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Kevin Boateng foulte Michael Ballack krankenhausreif.

(Foto: imago sportfotodienst)

Schon gehört? Kevin-Prince Boateng haut mal wieder mächtig auf den Putz. Der ehemalige Nationalspieler veröffentlicht ein Enthüllungsbuch mit dem spannenden Titel "Ich Prince Boateng. Mein Leben. Mein Spiel. Meine Abrechnung".

  • Darin tritt der Ex-Schalker gegen den ehemaligen DFB-Kapitän Michael Ballack nach, dem er mit einem üblen Foul die WM-Teilnahme 2010 in Südafrika vermasselte.
  • "Die Ironie dieser Geschichte: Ich habe Nachrichten von deutschen Nationalspielern bekommen mit dem Tenor: 'Gut, dass er nicht dabei ist.' Es soll im deutschen Lager einige gegeben haben, die sich klammheimlich darüber freuten, dass Ballack nicht dabei war. Sein Standing in der Mannschaft war weiß Gott nicht gut. Keinen freute es, dass er sich verletzt hat, mich am wenigsten, aber viele fanden 'ohne Ballack' sogar die bessere Option", schreibt der 28-Jährige laut "Bild"-Zeitung in seinem Buch.

Wollen Sie mehr über Boatengs Enthüllungsbuch wissen? Hier entlang..

10:42 Uhr

Blatter soll russischen Fußball-Chef "belohnt" haben

Die Machenschaften des Joseph S. Blatters sind wohl noch lange nicht aufgedeckt. Wieder tauchen neue Verdachtsmomente gegen den gesperrten Fifa-Boss auf. Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge könnte Blatter schon vor der "Blattini-Affäre" Gefälligkeiten von folgsamen Funktionärskollegen mit der Anweisung hoher Summen für vermeintliche Beratertätigkeiten belohnt haben. So soll Blatter Russlands damaligen Fußball-Chef Wjatscheslaw Koloskow rückwirkend für die Zeit von 1998 bis 2000 mit 100.000 Dollar geschmiert haben.

Die ausführliche Geschichte lesen Sie hier.

10:22 Uhr

Waffen-Tweet von Jeb Bush provoziert

US-Präsidentschaftsbewerber Jeb Bush postet ein Foto seiner Waffe und betitelt es kurz und knapp mit: "America".

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Aber was will uns der Präsidentschaftskandidat der Republikaner eigentlich damit sagen? Will er mit dem amerikanischsten aller amerikanischen Themen die Herzen der Wähler erobern? Oder ist er tatsächlich einfach nur stolz, weil es seine erste Waffe ist? Wir wissen es nicht, aber die Aufmerksamkeit der Twitter-Gemeinde hat Jeb Bush zumindest kurzzeitig auf sich gezogen. Jede Menge Twitter-Nutzer verbreiten ebenfalls vermeintlich typische "America"-Motive.

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Und hier gibt es die ausführliche Meldung.

09:51 Uhr

Limit für Bargeld - gute Idee oder grober Unfug?

In Ländern wie Frankreich, Italien, Spanien oder Griechenland gibt es sie längst - die Rede ist von Bargeldobergrenzen. Den Deutschen ist das Bargeld jüngsten Umfragen zufolge nach wie vor noch äußerst wichtig - auch wenn kaum jemand wirklich jemals 500-Euro-Noten zur Bezahlung nutzt. Dennoch erwägt die Bundesregierung eine Obergrenze von 5000 Euro einzuführen. Was halten Sie von Bargeld-Obergrenzen?

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Was halten Sie vom Bargeld-Limit?

 

09:34 Uhr

1.000.000 Kinder in Afrika schwer unterernährt

Eigentlich wächst auf diesem Planeten genug Nahrung für alle, in westlichen Ländern werden täglich tonnenweise Lebensmittel weggeworfen. Dennoch stirbt alle zehn Sekunden ein Kind an den Folgen von Hunger. Im Osten und im Süden Afrikas leidet nach Angaben der Uno fast eine Million Kinder an akuter schwerer Unterernährung.

  • Gründe dafür sind die nun schon seit zwei Jahren anhaltende Dürre sowie das Wetterphänomen El Niño.
  • Kindern in der Region fehle es an Wasser und Nahrungsmitteln und die stetig steigenden Lebensmittelpreise verschlimmerten die Lage.
  • Familien seien gezwungen, Mahlzeiten auszulassen und ihre Habseligkeiten zu verkaufen, um an Essen zu gelangen, beklagt das Kinderhilfswerk Unicef.
09:04 Uhr

Dutzende Hotelgäste klagen über Brechdurchfall

Es ist kurz vor Mitternacht. In einem Hotel in Balve-Eisborn fühlen sich zahlreiche Gäste plötzlich so schlecht, dass mehrere Rettungswagen alarmiert werden. Im Laufe der Nacht leiden immer mehr Menschen unter Brechdurchfall. Eisborn löst Großalarm aus. Nach jetzigen Erkenntnissen haben sich die 22 Hotelgäste eine Lebensmittelvergiftung zugezogen: das Gesundheitsamt und das Ordnungsamt wollen heute aber noch eine Erklärung zur genauen Ursache abgeben.

08:39 Uhr

Türsteher weisen Paul McCartney ab

Das passiert Paul McCartney sicher nicht oft. Der Ex-Beatle will eine After-Show-Party der Grammys besuchen, doch die Türsteher weisen ihn ab. Eine Promi-Webseite veröffentlichte ein Video, auf dem genau das zu sehen sein soll. Der Vorfall hat sich nach der Grammy-Verleihung bei einer Party von Rapper Tyga im Nachtclub "The Argyle" ereignet.

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Mehr dazu gibt es hier.

08:19 Uhr

USA schicken F-22-Kampfjets nach Südkorea

Das Säbelrasseln auf der koreanischen Halbinsel ist unüberhörbar. Nun lassen die USA ihre Muskeln spielen und schicken vier F-22-"Raptor"-Kampfjets nach Südkorea.

  • Die vier Jets, die nur schwer vom Radar zu erfassen sind, überflogen Südkorea nahe der nordwestlichen Stadt Osan.
  • "Diese Mission demonstriert die Stärke der Allianz der USA mit Südkorea", wird der stellvertretende Befehlshaber Terrence O'Shaughnessy zitiert.
  • Zwei der vier F-22-Jets würden "eine Zeitlang" in Südkorea bleiben, die anderen zu ihrem Stützpunkt in Japan zurückkehren, meldet Südkoreas Nachrichtenagentur.
08:01 Uhr

Plant Dobrindt mehr Tempo-30-Zonen?

In deutschen Wohngebieten sind Tempo-30-Zonen seit langem zuhause. Auf Hauptverkehrsstraßen müssen Autofahrer dagegen bislang nur selten bremsen. Das soll sich nach den Plänen der Bundesregierung bald ändern, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Ein aktueller Entwurf für Änderungen der Straßenverkehrsordnung liege vor. Den Angaben zufolge will die Bundesregierung Tempolimits auf Hauptverkehrsstraßen in "sensiblen Bereichen mit besonders schützenswerten Verkehrsteilnehmern" erleichtern - etwa rund um Schulen, Kindergärten, Alten- und Pflegeheimen oder Krankenhäusern.

07:32 Uhr

Die meisten Deutschen sehen sich in Hufflepuff

Gryffindor, Slytherin, Ravenclaw und Hufflepuff - vier Häuser gibt es an der Zaubererschule Hogwarts in Harry Potters Welt. Jedes für sich ist bedeutend. Einer Umfrage zufolge sehen sich die meisten Deutschen als Schüler in Hufflepuff.

  • Im Haus Hufflepuff, das für gerechte, treue und fleißige Schüler steht, sehen sich 37 Prozent.
  • Danach folgt Ravenclaw, das Haus für Intelligenz, Gelehrsamkeit und Weisheit: Etwas mehr als jeder Fünfte reiht sich dort ein (21 Prozent).
  • In Slytherin würden nach eigener Einschätzung nur elf Prozent landen. Kein Wunder, es ist die Heimat der Ehrgeizigen und Zielstrebigen - und von Harrys Erzfeind Draco Malfoy.
  •  Ins Haus Gryffindor, zu dem Harry Potter selbst gehört, würden sich gerade mal 15 Prozent der Befragten einordnen.

An der Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov nahmen 1477 Menschen teil.

07:14 Uhr

China bringt Raketen nach Woody Island

Während Barack Obama in Kalifornien mit Pekings Nachbarn über eine Lösung der Spannungen spricht, schaffen die Chinesen Fakten:

  • Um Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer zu untermauern, stationiert das Land Boden-Luft-Raketen.
  • Satellitenbilder zeigen zwei Raketenbatterien, die auf Woody Island aufgestellt wurden.
  • Bei den Raketen handelt es sich um ein System zur Verteidigung gegen Luftangriffe, das eine Reichweite von rund 200 Kilometern hat.
07:05 Uhr

Zehn-Zentner-Fliegerbombe in Düsseldorf entschärft

Hektisches Treiben gibt es kurzzeitig am Flughafen Düsseldorf. Dort wurde in der Nacht eine Fliegerbombe entschärft.

  • Hotelgäste sowie Flughafen-Mitarbeiter mussten den Bereich während der Aktion verlassen, die A44 wurde gesperrt.
  • Rund 680 Gäste eines weiteren Hotels sowie 34 Anwohner wurden aufgefordert, sich nicht an Fenstern aufzuhalten.
  • Zunächst hatte es auch einen Verdacht auf eine zweite verborgene Fliegerbombe gegeben, gefunden wurde aber nur ein ungefährliches Metallrohr.
06:48 Uhr

Apple sammelt zwölf Milliarden Dollar ein

Um Steuern zu sparen, nimmt Apple trotz riesiger Geldreserven frische Mittel bei Investoren auf. Das Unternehmen versteigerte eine Anleiheserie mit sieben Laufzeiten von 2018 bis 2046. Die Auktion habe zwölf Milliarden Dollar in die Kasse gespült, will die "Financial Times" erfahren haben. Der Elektronikkonzern besorgt sich immer wieder hohe Summen bei Anlegern, obwohl es zuletzt einen Geldberg von 216 Milliarden Dollar hortete. Hintergrund ist steuerrechtliches Kalkül,da sich die Barreserven größtenteils außerhalb der USA befinden, würde bei Verwendung in der Heimat der Fiskus zuschlagen.

06:30 Uhr

88-Jähriger erschießt Sohn und flüchtet

Ist in Westerheim im Unterallgäu ein Familienstreit eskaliert? Es sieht alles danach aus:

  • Ein 88 Jahre alter Mann hat in Westerheim im Unterallgäu um sich geschossen und dabei seinen Sohn getötet.
  • Ein zweites Opfer wurde wie durch ein Wunder nur leicht verletzt.
  • Die Polizei hat den Täter inzwischen festgenommen. Er ist leicht verletzt und liegt in einem Krankenhaus.
  • Zum Motiv macht die Polizei keine Angaben.
06:19 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen! Mein Name ist Diana Sierpinski und ich werde Sie in der ersten Tageshälfte mit frischen Nachrichten versorgen. Ich hoffe, Ihre Nachtruhe war etwas länger als meine. Aber nun wird es Zeit, einen neuen Tag zu erobern. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag.

Diese Themen und Termine dürften heute unter anderem im Mittelpunkt des Nachrichtengeschehens stehen:

  • Kanzlerin Merkel gibt heute vor dem Bundestag eine Regierungserklärung zum bevorstehenden EU-Gipfel in Brüssel ab. Dieser wird besonders spannend, weil zwei brisante Themen auf der Tagesordnung stehen: Die Briten wollen über Sonderregeln verhandeln, damit sich die Bürger beim Referendum über den Brexit leichter für die EU entscheiden können. Und die Staats- und Regierungschefs wollen mit der Türkei eine gemeinsame Flüchtlingspolitik finden.
  • Das Bundeskabinett berät heute den diesjährigen Bericht von Bundesfinanzminister Schäuble zur Entwicklung der deutschen Staatshaushalte. Wie vorab bereits bekannt wurde, kommt der sogenannte Tragfähigkeitsbericht zu dem Schluss, dass der demografische Wandel auf mittlere Sicht die Stabilität der staatlichen Haushalte gefährdet.
  • Das Kabinett entscheidet zudem über die Beteiligung der Bundeswehr an der EU-Mission zur Ausbildung der Streitkräfte in dem afrikanischen Krisenstaat Somalia für ein weiteres Jahr.
  • Die Bundesliga zittert vor dem Berufungsprozess zwischen Ex-Keeper Heinz Müller und dem FSV Mainz, der heute beginnt. Es könnte sogar zu einer Entscheidung kommen, die das gesamte Transfersystem im Profifußball auf den Kopf stellt.
  • Dass Papst Franziskus den Kontakt zu den Armen und Benachteiligten nicht scheut, ist bekannt. Das wird er auch heute wieder zeigen, beim Besuch eines Drogenknasts in Mexiko. Das Gefängnis in Ciudad Juárez an der Grenze zu den USA galt lange als eines der berüchtigtsten Lateinamerikas.
  • Mutmaßliche Bandenchefs sollen im NSU-Prozess aussagen. Woher hatten die Terroristen der rechtsextremen Gruppierung ihre Waffen? Dazu wird das Oberlandesgericht München heute zwei Brüder befragen, die als Anführer einer kriminellen Bande in Jena gelten.
06:06 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

Heute geht's spätwinterlich weiter. Und das heißt: die Frühwerte bewegen sich häufig zwischen -7 und 0 Grad mit örtlicher Glättegefahr. Noch kälter ist es in der Eifel. In Nettersheim oder Küchelscheid bei um die -10 Grad. Wettertechnisch geht es heute oft freundlich oder sonnig los. Nur zwischen den Alpen und dem Erzgebirge sind die Wolken dichter und bringen etwas Schnee oder Schneeregen mit. Im Tagesverlauf breiten sich diese Wolken dann im Süden und Osten aber immer weiter aus, während es im Westen und Norden schöner bleibt. Die Temperaturen erreichen im Bergland um 0, sonst meist 3 bis 6 Grad. Derweil ist es in einige Regionen Europas übrigens ungewöhnlich warm für die Jahreszeit. Richtung Griechenland und Türkei erlebte man gestern zum Teil sommerliche Temperaturen von 25 bis 28 Grad.