Mittwoch, 23. Oktober 2019Der Tag

mit Kai Stoppel
22:41 Uhr

Das war Mittwoch, der 23. Oktober 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

gleich verabschiede ich mich in den Feierabend, davor möchte ich Ihnen aber natürlich noch ein paar Artikel empfehlen:

  • Nachdem Erdogan eine dauerhafte Waffenruhe in Nordsyrien versprochen hat, heben die USA alle Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei auf. Trump befindet: Die Kurden sind jetzt "sicher". Mehr dazu lesen Sie hier.
  • In Großbritannien machen Ermittler einen grausigen Fund. in einem Lkw entdecken sie 39 Leichen. Noch immer ist unklar, woher sie stammen. Mehr dazu hier.
  • Nach der Wahl in Österreich kehrt bei der FPÖ keine Ruhe ein. Die Frau des früheren Vizekanzlers Strache zieht wieder ins Parlament ein und will auf ihren Sitz nicht verzichten. Jetzt schließt die FPÖ sie aus der Partei aus. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • Im nordthüringischen Bad Frankenhausen bekommt die AfD keinen Fuß auf den Boden. Mein Kollege Julian Vetten hat sich in der Stadt umgehört und aufgeschrieben, woran das liegt. Den Artikel finden Sie hier.
  • Nach einem 2:1 gegen St. Petersburg hat RB Leipzig hat gute Chancen auf den Einzug in die K.o.-Runde der Fußball-Champions League. Für RB war es der zweiten Sieg im dritten Spiel in der Gruppe G. Für Borussia Dortmund schwinden dagegen die Chancen auf ein Weiterkommen. Mehr zur 0:2-Niederlage bei Inter Mailand lesen Sie hier.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und eine erholsame Nacht.

22:15 Uhr

Geschäftsmann entgeht fünf Auftragsmördern

Eine skurrile Geschichte kommt heute aus China: Ein Immobilienunternehmer wollte einen anderen Geschäftsmann ermorden lassen, weil dieser ihn verklagen wollte. Der Immobilienunternehmer heuerte deshalb einen Auftragsmörder an und zahlte ihm zwei Millionen Yuan (255.000 Euro). Der Killer gab den Auftrag aber zum halben Preis an einen Kollegen weiter. Auch der engagierte für weniger Geld einen weiteren Mörder. Dieser schreckte ebenfalls vor der Tat zurück und beauftragte für nun nur noch 100.000 Yuan einen anderen potenziellen Mörder.

Der Letzte schließlich versuchte, den Mord mit Hilfe des Opfers vorzutäuschen. Und der Geschäftsmann erklärte sich tatsächlich bereit, für ein Foto gefesselt und geknebelt zu posieren. Danach ging er aber schnurstracks auf eine Polizeiwache, sämtliche Auftragsmörder wurden festgenommen. Inzwischen wurden sie und der Auftraggeber zu Haftstrafen von bis zu fünf Jahren verurteilt.

22:00 Uhr

Frau bei Alkoholfahrt getötet - Raser erhält Geldstrafe

Nach dem Richterspruch im Raserprozess von Würzburg weint der Vater des Opfers: Obwohl ein junger Mann seine Tochter totgefahren hat, kommt der Fahrer mit einer Geldstrafe von 5000 Euro davon. Weil der Täter volltrunken am Steuer saß, ist er nicht schuldfähig, begründet das Gericht sein mildes Urteil.

Der Richter entschuldigt sich bei der Familie. Wegen der Alkoholisierung des Fahrers und seines damaligen Alters von gerade mal 18 Jahren, habe er rechtlich nicht anders entscheiden können: "Wir hätten gerne eine Jugendstrafe verhängt. Aber der Angeklagte ist schuldunfähig." Deshalb wurde der Fahrer auch nicht wegen fahrlässiger Tötung, sondern wegen fahrlässigen Vollrauschs verurteilt. "Dieses Urteil ergeht im Namen des Volkes. Aber das Volk muss schon ein paar Semester Jura studieren, um das zu verstehen, was ich heute geurteilt habe", sagte der Richter.

 

21:33 Uhr

Hamburg erlaubt Bestattung mit Haustier

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Für viele Menschen ist das Haustier wie ein Familienmitglied.

(Foto: picture alliance/dpa)

Tierfreunde können sich in Hamburg bald gemeinsam mit ihren Haustieren beerdigen lassen. In ein paar Monaten soll es möglich sein, eine Urne mit der Asche seines Haustieres dem Grab beizugeben, wenn sich das der Verstorbene gewünscht hat. Dafür hat die Hamburgische Bürgerschaft ihr 'Okay' gegeben.

"Viele Menschen haben heute sehr enge emotionale Beziehungen zu ihren Haustieren. Die Tiere gehören sozusagen zur Familie", sagte die umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Ulrike Sparr. "Die Bestattung auf einer gemeinsamen Grabfläche zu ermöglichen, ist daher nur konsequent." Ebenso sinnvoll sei es, dafür spezielle Flächen auf den Friedhöfen auszuweisen und so auch diejenigen zu respektieren, die mit solchen Gedanken fremdeln, betonte Sparr.

21:03 Uhr

Vodafone meldet bundesweit Festnetz-Probleme

Kein Anschluss unter dieser Nummer - diese Meldung könnten Personen hören, die gerade einen Vodafone-Anschluss erreichen wollen. Bundesweit soll es derzeit Probleme beim Telefonieren über Kabelanschlüsse geben. Betroffen davon seien etwa 80.000 Haushalte in ganz Deutschland, sagte eine Vodafone-Sprecherin.

Bisher sei nicht klar, warum die Anschlüsse Probleme machen, doch die Techniker arbeiteten "mit Hochdruck" an einer Lösung. Nicht klar ist zudem, ob bestimmte Regionen besonders betroffen sind. Internetverbindungen und das Handynetz sollen nicht gestört sein.

20:44 Uhr

dm ruft Bio-Babynahrung zurück

Wer kürzlich Babybrei bei dm gekauft hat, sollte lieber genau aufs Etikett schauen. Die Drogeriekette ruft nämlich vorsorglich bestimmte Gläser mit Bio-Babynahrung zurück. Es handelt sich um "dmBio Hühnchenfleisch Zubereitung nach dem 4. Monat 125g".

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In die Babynahrung könnten laut dm Folienteilchen gelangt sein.

(Foto: dm-drogerie markt)

Betroffen seien ausschließlich die Gläschen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 21.01.2021 auf dem Deckelrand. Es sei nicht auszuschließen, dass in diese Charge kleine, blaue Folienteilchen gelangt sein könnten. Wer ein Glas davon zu Hause hat, darf es zurück zum dm-Markt bringen und bekommt sein Geld wieder.

20:25 Uhr

Café in China färbt Hunde wie Pandabären

Was einige süß finden, empört andere: In China können Gäste in einem Café schwarz-weiß gefärbte Chow-Chows streicheln, die wie Pandabären aussehen sollen. Das Tiercafé im südlichen Chengdu hat mit den gefärbten Hunden eine hitzige Debatte über Tierschutz im Internet ausgelöst.

In einem von "Hongxing News" veröffentlichten Video erklärte der Cafébesitzer, die "Panda-Hunde" seien bei seinen Gästen so gut angekommen, dass er inzwischen für 1500 Yuan (190 Euro) auch fremde Hunde färbe. Die Farbe stelle keine Gefahr für die Hunde dar, betonte der Besitzer. Ein Tierarzt sagte "Hongxing News" hingegen, das Färben könne dem Fell und der Haut der Tiere schaden.

*Datenschutz

 

20:01 Uhr

Baby ohne Gesicht in Portugal geboren

In Portugal ist ein Baby ohne Gesicht zur Welt gekommen: Der kleine Rodrigo war am 7. Oktober ohne Nase und Augen im Krankenhaus von Setúbal südlich von Lissabon geboren worden. Dem Baby fehlte zudem ein Teil des Schädels, es liegt noch im Krankenhaus.

Wie reagieren die Eltern darauf? Sie stellen Anzeige gegen den Gynäkologen, der die Mutter während der Schwangerschaft betreut und die Fehlbildungen übersehen hatte. Dieser wurde bereits wegen Fahrlässigkeit für ein halbes Jahr von seiner Tätigkeit suspendiert, wie der Chef des südportugiesischen Ärzteverbands, Alexandre Valentim Lourenço, dem Fernsehsender RTP sagte.

Ob das was hilft? Der kleine Rodrigo jedenfalls benötigt nun wohl eher etwas anderes: viel Wärme und Liebe.

19:30 Uhr

Nach Diagnose - Malu Dreyer spricht über ihre "größte Angst"

Der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte Sorge, ihre Nervenkrankheit Multiple Sklerose (MS) öffentlich zu machen. "Das ist die größte Angst, wenn man in der Öffentlichkeit steht, dass einem die Menschen nichts mehr zutrauen", sagte sie im Gespräch mit RTL/n-tv. Ihr sei es mit Blick auf ihr Amt daher wichtig gewesen, Zweifel zu zerstreuen, ob sie der Aufgabe noch gewachsen sei.

Auch über den Moment, den Rollstuhl zu akzeptieren, sprach die 58-jährige SPD-Politikerin mit RTL/n-tv. Wie Dreyers Ehemann ihr dabei half, und wie ihre ersten Erfahrungen mit dem neuen Hilfsmittel waren, erfahren Sie in dem Video:

 

18:55 Uhr

Unfall bei Airbus in Hamburg - Mitarbeiter brechen zusammen

Mehrere Airbus-Mitarbeiter brechen nach einem Unfall im Hamburger Werk zusammen, wie lokale Medien berichten. Das Unglück ereignete sich laut "Mopo" am Nachmittag in einer Halle. Dabei sei unter Druck stehendes Hydrauliköl ausgetreten. Einige Monteure hätten dieses eingeatmet und seien danach zusammengebrochen. Sie wurden alle ins Krankenhaus gebracht.

18:29 Uhr

Merkel nennt drei Probleme der deutschen Wirtschaft

Angela Merkel ist kein Fan von Schulden - auch nicht, wenn es um die Ankurbelung der schwächelnden Konjunktur geht. Das hat sie heute in Berlin erneut betont. Ihrer Ansicht nach sind nicht mangelnden Investitionen in Deutschland das Problem - schließlich gebe es bei diesen einen Höchststand. Vielmehr nennt die CDU-Politikerin drei andere Probleme der heimischen Wirtschaft:

  1. Zu langsame Planungsprozesse,
  2. ausgelastete Planungskapazitäten und
  3. eine "total ausgelastete" Bauindustrie.

"Konjunkturelle Strohfeuer sind jetzt nicht die richtige Antwort", sagte die Kanzlerin. Nötig seien vielmehr Innovationen, Forschung und die Entwicklung neuer Produkte.

 

17:54 Uhr
Breaking News

Trump: USA heben alle Sanktionen gegen die Türkei auf

Die USA heben alle Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei auf. Die Türkei habe eine dauerhafte Waffenruhe in Nordsyrien zugesichert, erklärt US-Präsident Trump im Weißen Haus.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:47 Uhr

US-Gesandter: Mehr als hundert IS-Kämpfer in Syrien entkommen

Besorgniserregende Nachrichten erreichen uns erneut aus Nordsyrien: Dort sollen mehr als hundert Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) aus der Haft entkommen sein, sagte der US-Syriengesandte James Jeffrey während einer Anhörung im Repräsentantenhaus in Washington. Das Ganze habe sich während der türkischen Großoffensive in Syrien zugetragen. US-Präsident Donald Trump hatte kurz zuvor erklärt, die inhaftierten IS-Mitglieder würden weiterhin sicher festgehalten.

16:58 Uhr

Google meldet Durchbruch bei Quantencomputern

Bereits vor einigen Wochen gelangten Bericht an die Öffentlichkeit, dass sich bei Google in Sachen Quantencomputern etwas getan hätte. Jetzt bestätigt der US-Konzern: Bei der Forschung an dieser neuen - und ziemlich kompliziert zu verstehenden - Rechner-Technologie ist ein Durchbruch gelungen.

Mithilfe seines Prozessors Sycamore sei es möglich, eine Kalkulation in 200 Sekunden zu erledigen, für die der aktuell schnellste Supercomputer 10.000 Jahre benötigen würde, schreiben die Forscher in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht in dem Wissenschaftsjournal "Nature".

Wird nun bald unser Alltag dank der neuen Supercomputer auf den Kopf gestellt? Google-Chef Sundar Pichai gibt in einem Blog-Eintrag Entwarnung: "Es wird viele Jahre dauern, bis wir eine breitere Palette von realen Anwendungen implementieren können."

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Sundar Pichai, Vorstandsvorsitzender von Google, im Labor in Santa Barbara neben einem der Quantencomputer von Google.

(Foto: dpa)

 

16:40 Uhr

Kölner Gericht verbietet Ubers wichtigste App

Uber
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Rückschlag für Uber in Deutschland: Der Fahrdienstvermittler darf seine App laut einem Gerichtsbeschluss hierzulande nicht mehr zur Mietwagenvermittlung einsetzen. Die Umsetzung des Dienstes Uber X verstoße gegen das Personenbeförderungsgesetz, heißt es in der einstweiligen Verfügung des Landgerichts Köln.

Geklagt hatte ein Kölner Taxiunternehmer. Knackpunkt in dem Fall ist die Frage, wie Uber-Fahrer an ihre Aufträge kommen. Die Entscheidung fiel bereits im Juli, wurde aber erst jetzt bekannt.

Der Dienst Uber X spielt für das US-Unternehmen eine zentrale Rolle. Für Kunden hat diese Dienstleistung eine ähnliche Funktion wie Taxifahrten. Uber vermittelt über die App zum Teil auch Fahrten mit klassischen Taxis.

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:24 Uhr

Polizei beendet rätselhafte Museums-Besetzung

Hier ein Update zu dem Vorfall in einem Archäologischen Museum (siehe den Eintrag von 10:12 Uhr) in dem Urlaubsort Saint-Raphaël an der Côte d'Azur: Die Polizei konnte nach vier Stunden die Besetzung beenden und einen Mann festnehmen.

Mitglieder der Spezialeinheit Raid umstellten am Morgen den Komplex, gegen 11 Uhr nahmen sie dann den Mann im Museumsgarten fest. Er sei unbewaffnet gewesen und habe keinen Widerstand geleistet, sagte der Unterpräfekt des Départements Var, Eric de Wispelaere. Entgegen ersten Annahmen handele es sich um einen Einzeltäter

Das Museum erlitt keine größeren Schäden. Bürgermeister Frédéric Masquelier zufolge gingen lediglich einige Amphoren aus der Römerzeit zu Bruch. Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar - auf der Außenwand des Museums wurden mutmaßlich bedrohliche Botschaften auf Arabisch entdeckt.

16:09 Uhr

Türkei an Kauf weiterer russischer Raketen interessiert

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Das S-400 Triumf Luftabwehr-System der Russen gilt als eines der effektivsten weltweit.

(Foto: imago images / ITAR-TASS)

Bei dem Treffen zwischen Russlands Staatschef Wladimir Putin und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am gestrigen Dienstag ist es womöglich nicht nur um die Zukunft Syriens gegangen: Wie nun bekannt wird, verhandeln die Regierungen in Moskau und Ankara über einen weiteren Kauf russischer S-400 Luftabwehrraketen durch die Türkei.

Derzeit werde über diese "Option" gesprochen sowie über ein Finanzierungsmodell und mögliche Liefertermine, sagte der Chef des staatlichen russischen Rüstungskonzerns Rosoboronexport, Alexander Michejew, der russischen Nachrichtenagentur Interfax.

Russland hat dem Nato-Mitglied Türkei seit Juli bereits S-400-Luftabwehrsysteme im Wert von 2,5 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro) geliefert. Der Kauf hatte für Spannungen mit den USA gesorgt.

 

15:34 Uhr

Wegen Mieten? Attacken auf CDU-Büros in Berlin

Der Umgang zwischen den politischen Gegner wird offenbar rauer - und manche schrecken vor drastischen Einschüchterungsversuchen nicht zurück. So wurden in Berlin in zwei Nächten in Folge die Wahlkreisbüros dreier CDU-Bundestagsabgeordneter angegriffen.

  • In der Nacht zum Mittwoch wurden die Scheiben des Büros von Jan-Marco Luczak im Bezirk Tempelhof-Schöneberg eingeschlagen, wie der Politiker mitteilte.
  • Bereits in der Nacht zuvor waren die Abgeordnetenbüros von Stephan Lenz im Stadtteil Prenzlauer Berg und von Klaus-Dieter Gröhler in Wilmersdorf beschädigt worden.
  • In allen drei Fällen übernahm der Staatsschutz die Ermittlungen.

Luczak vermutet in seinem Fall "linksextremistische Mietaktivisten" als Täter, wie er sagte. Er habe sich gegen den in Berlin beschlossenen Mietendeckel ausgesprochen. "Wegen meiner Position in Sachen Mietrecht stehe ich seit Längerem im Fokus linksextremistischer Kräfte", erklärte Luczak. Er habe auch bereits entsprechende Drohbriefe erhalten.

Update: In Gröhlers Fall erfolgte der Angriff wenige Stunden nach einer Veranstaltung mit dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein. Dies sei "sicher kein Zufall", erklärte Gröhler.

14:54 Uhr

Kapitänin Rackete findet Seefahrt "ultralangweilig"

Ein eher überraschendes Bekenntnis kommt aus dem Mund der als Flüchtlings-Retterin bekannten Kapitänin Carola Rackete: "Ich mochte die Seefahrt noch nie", sagte die 31-Jährige der Wochenzeitung "Die Zeit". "An Bord ist es ultralangweilig." Schon ihr Nautik-Studium hätte sie deshalb abbrechen wollen.

Rackete war als Kapitänin des Rettungsschiffs "Sea-Watch 3" bekannt geworden. Für die Organisation "Sea Watch" habe sie sich engagiert, da sie Seenotrettung wichtig finde, sagte sie. Ende Juni steuerte sie ihr Schiff mit etwa 50 Migranten in den Hafen von Lampedusa und widersetzte sich damit der Anordnung des damaligen rechten Innenministers Matteo Salvini.

Rackete versteht sich aber auch als Klimaaktivistin: Anfang Oktober etwa beteiligte sie sich an dem Klimaprotest der Gruppe Extinction Rebellion in Berlin.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Wirklich einen gemeinen Scherz hat sich da der Anrufer mit dem armen John Banville (siehe unten) erlaubt. Kein Scherz hingegen ist, dass mein Kollege Sebastian Huld sich nun in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Ich werde für ihn ab sofort den "Tag" weiterführen. Meine Name ist Kai Stoppel.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

 

14:26 Uhr

Irischer Autor erhielt falschen Anruf von Nobelpreisakademie

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Banville gewann schon mehrere Auszeichnungen, darunter den renommierten Booker Prize.

Das nenne ich fies: Der irische Autor John Banville war nach eigenen Angaben kurz vor der Bekanntgabe der Literaturnobelpreise von einem Mann angerufen worden, der sich als Ständiger Sekretär der Schwedischen Akademie ausgab. Die angezeigte Nummer im Display war die der Akademie in Stockholm. In dem Telefonat sei ihm erzählt worden, er habe den Literaturnobelpreis gewonnen.

Später habe der Mann noch einmal zurückgerufen und eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, wonach es in letzter Minute Meinungsverschiedenheiten in der Akademie gegeben habe, weshalb er den Preis doch nicht erhalte. Der Scherzanruf kam aber nicht von der Schwedischen Akademie. Die Akademie habe die Liste mit den ausgehenden Telefongesprächen geprüft, hieß es in einer Mitteilung.

13:52 Uhr

Katzen retten Hausbewohnern in Italien bei Erdrutsch das Leben

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Der Ort Castelletto D'Orba wurde schwer vom Unwetter getroffen.

(Foto: REUTERS)

Ihr Katzenpaar hat italienischen Eheleuten, deren Haus durch einen Erdrutsch einstürzte, wohl das Leben gerettet. Weil sie in der Nacht von ihren Haustieren geweckt wurden, konnten sich Claudio Piana und Sabrina Pellegrini gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, bevor das zweigeschossige Gebäude im norditalienischen Campo Ligure einstürzte, wie italienische Medien berichteten.

"Meine Frau und ich sind aufgestanden, weil Simba und Mose - unsere Katzen - Lärm gemacht und uns aufgeweckt haben", berichtete Piana der Zeitung "Secolo XIX". Sie hätten dann festgestellt, dass die Katzen mit einem Teil des Putzes spielten, der gerade von der Decke gefallen war.

Die Eheleute Piana-Pellegrini hatten nicht bemerkt, dass ein durch das Unwetter verursachter Erdrutsch das Fundament ihres Hauses beschädigt hatte. Nach ihrer Flucht habe er telefonisch erfahren, dass sein Haus eingestürzt sei, erzählte Piana. Sie könnten nie wieder in ihr Haus zurückkehren. "Wenigstens haben Simba und Mose überlebt."

13:24 Uhr

Aufnahmen zeigen den lautesten Vogel der Welt

Gestern feierte der Einlappenkotinga seinen ersten großen Auftritt bei n-tv.de, als wir berichteten, dass Wissenschaftler das ulkige Federvieh als das lauteste ausgemacht haben. Mit 125 Dezibel ist der kurze, schrill-metallische Ruf des Vogels aus nächster Nähe so laut wie ein tieffliegender Düsenjet. Weil das aber ohne Klangbeispiel witzlos ist, liefern wir an dieser Stelle den Videobeweis nach.

 

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:09 Uhr

Lunapharm-Chefin in Skandal um gefälschte Arzneien angeklagt

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Der Lunapharm-Sitz in Brandenburg

(Foto: dpa)

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat gegen die Geschäftsführerin des Pharma-Unternehmens Lunapharm Anklage wegen des gewerbsmäßigen Handels mit gefälschten Arzneimitteln erhoben. Mitangeklagt seien ein deutscher Betreiber einer Apotheke in Griechenland und ein weiterer Beschuldigter wegen Beihilfe, teilte die Staatsanwaltschaft Potsdam mit. Hintergrund seien falsche Angaben zu dem Vertriebsweg von Arzneimitteln, so die Anklage. Laut Gesetz würden diese Medikamente als gefälscht gewertet.

Der Skandal um illegalen Handel mit Krebsmedikamenten war nach einem Bericht des ARD-Magazins "Kontraste" im Juli 2018 hochgekocht. Die damalige Landesgesundheitsministerin Diana Golze (Linke) hatte im August 2018 zurücktreten müssen, weil das Landesgesundheitsamt angeblich trotz frühzeitiger Hinweise auf einen illegalen Handel nicht eingeschritten sein soll.

12:32 Uhr

Syrer aus Deutschland zündet sich in Genf vor UN-Gebäude an

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Das UNHCR residiert nahe dem Westufer des Genfersees.

(Foto: REUTERS)

Vor dem Gebäude des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) in Genf hat sich am Morgen eine grausige Szene abgespielt, offenbar aus Protest gegen die türkische Invasion in Nordsyrien. Ein syrischer Kurde übergoss sich mit Benzin, steckte sich in Brand und verletzte sich dabei schwer, wie die Polizei mitteilte. Er sei mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik für Brandopfer nach Lausanne gebracht worden.

Aus den Dokumenten, die der 31-Jährige bei sich führte, geht hervor, dass der Mann in Deutschland lebt. Das UNHCR wollte sich später näher äußern.

12:01 Uhr

Ein Toter und Vermisste nach sintflutartigem Regen in Spanien

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Die Stadt Montblanc in der Region Tarragona wurde schwer verwüstet.

(Foto: imago images/Agencia EFE)

Nach schweren Überschwemmungen infolge sintflutartiger Regenfälle in Katalonien ist die Leiche eines Mannes gefunden worden. Zwei weitere Menschen würden noch vermisst, berichteten die Behörden. Die Leiche des seit dem Vorabend vermissten Mannes wurde demnach im Morgengrauen am Strand der rund 40 Kilometer von Barcelona entfernten Gemeinde Caldes d'Estrac entdeckt.

Die beiden noch Vermissten wurden mitsamt ihres Bungalows von den Fluten in Vilaverd mitgerissen. In der spanischen Region war in der Nacht zum Mittwoch heftiger Regen niedergegangen. Erdrutsche und Überschwemmungen blockierten rund 40 Straßen sowie mehrere Bahnstrecken; rund 25.000 Haushalte waren ohne Strom.

11:33 Uhr

Lügen-Reporter Relotius wehrt sich gegen Buch

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Relotius 2014 bei der Entgegennahme von einem seiner vielen Reporterpreise.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der seit seinem Auffliegen im Dezember abgetauchte ehemalige "Spiegel"-Reporter Claas Relotius äußert sich erstmals öffentlich. Einem "Zeit"-Bericht zufolge geht Relotius gegen das Buch "Tausend Zeilen Lüge" von Juan Moreno vor, in dem dieser beschreibt, wie er Relotius' langjährige Lügen aufgedeckt hat. Der bekannte Medienrechtler Christian Schertz listet laut einem Vorabbericht 22 Textstellen mit "erheblichen Unwahrheiten und Falschdarstellungen" auf und fordert von Moreno und dessen Verlag Rowohlt Berlin, diese nicht weiter zu behaupten oder zu verbreiten. Die "Zeit" hat in eigenen Recherchen tatsächlich Fehler in dem Buch entdeckt.

Der "Zeit" erklärte Relotius: "Ich bin mir meiner eigenen großen Schuld heute sehr bewusst und will durch die Auseinandersetzung mit diesem Buch nicht davon ablenken. Ich stelle mich allem, wofür ich verantwortlich bin, aber ich muss keine unwahren Interpretationen und Falschbehauptungen von Juan Moreno hinnehmen. Ohne mich persönlich zu kennen oder mit Menschen aus meinem näheren Umfeld gesprochen zu haben, konstruiert Moreno eine Figur."

11:05 Uhr

Verunglückter Autofahrer nach sieben Tagen tot aufgefunden

Sieben Tage lang hat ein Autofahrer nach einem Unfall in Bayern tot in seinem Fahrzeug gelegen. Spaziergänger fanden das Auto in einem Gebüsch bei Fuchstal, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. Den Ermittlungen der Polizei zufolge war der 45-Jährige am 14. Oktober aus noch ungeklärter Ursache in einer langgezogenen Kurve von der Straße abgekommen und rund zehn Meter einen Abhang hinuntergestürzt. Er prallte gegen mehrere Bäume. Da die Unfallstelle auch von einem nahe gelegenen Feldweg nur schwer einsehbar ist, wurde der Mann erst am Montag gefunden.

10:34 Uhr

Umstrittener Joe Weingarten wird Nahles-Nachfolger

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Nahles gab erst den Parteivorsitz auf, dann ihr Mandat.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der SPD-Politiker Joe Weingarten hat sich entschieden, das Bundestagsmandat der früheren SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles zu übernehmen. Als Abgeordneter wolle er dafür eintreten, dass Zuwanderung eine "klare Regulierung" brauche und das Modell einer "sich stets erneuernden und modernisierenden Industriegesellschaft" nicht "aus klimapolitischer Panik" über Bord geworfen werde, erklärte der bisherige Abteilungsleiter im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium.

Der 57-Jährige ist in der SPD Rheinland-Pfalz höchst umstritten. Scharfe Kritik löste er im vergangenen Jahr mit der Einteilung von Geflüchteten in drei Gruppen aus: Asylsuchende, Arbeitssuchende und "Gesindel". Erster Nachfolger auf der SPD-Landesliste wäre eigentlich der ehemalige Finanzminister von Rheinland-Pfalz, Carsten Kühl gewesen, der aber seinen Verzicht erklärt hat. Die nächstfolgende Politikerin auf der Liste, Isabel Mackensen, ist bereits für Katarina Barley in den Bundestag nachgerückt, die jetzt im Europäischen Parlament sitzt.

10:12 Uhr

Mann dringt in französisches Museum ein und droht auf Arabisch

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Französische Spezialkräfte (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa)

Im südfranzösischen Urlaubsort Saint-Raphaël hat sich mindestens ein Mann in einem Museum verschanzt. Die Polizei sprach am Morgen von bedrohlichen Inschriften auf Arabisch an der Außenwand des Gebäudes. Dort stand geschrieben: "Das Museum wird eine Hölle werden." Nähere Einzelheiten sind bislang nicht bekannt. Die Polizei wartet auf den Einsatz einer Spezialeinheit.

Nach Angaben aus Polizeikreisen soll der Mann in der Nacht ins Museum eingedrungen sein. Bisher gelang es der Polizei nicht, mit dem Eindringling oder den Eindringlingen in Kontakt zu treten. Die Hafenstadt Saint-Raphaël liegt an der Côte d'Azur im Département Var zwischen Cannes und Saint-Tropez.

09:37 Uhr

Kinderlüge löst Großfahndung in Bayern aus

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Offenbar hielt auch die Polizei die Geschichte der Kinder zunächst für glaubwürdig. (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine Lügengeschichte über eine zerbrochene Glastür ist für zwei Kinder in Bayern nach hinten losgegangen: Die acht und zehn Jahre alten Geschwister hatten ihrem Vater erzählt, ein schwarz gekleideter Mann mit Sturmhaube habe sie in ihrer Wohnung in Moosthenning überfallen. Als der Einbrecher den Zehnjährigen mit dem Kopf voran gegen die Glastür im Wohnzimmer gestoßen habe, sei die Tür zerbrochen.

Da die Geschwister den Beamten ihre Geschichte bestätigten, begann am Dienstagnachmittag eine Großfahndung. Erst als die Ermittler bei der genaueren Befragung des achtjährigen Mädchens Ungereimtheiten bemerkten, gab der Junge zu, die Geschichte erfunden zu haben. In Wahrheit sei er beim Fangen-Spielen mit seiner Schwester durch die Glastür gestolpert.

09:08 Uhr

Küstenwache kollidiert vor Kos mit Flüchtlingsboot

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Boot der griechischen Küstenwache mit geretteten Migranten an Bord. (Archivbild)

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach einer Kollision eines Patrouillenbootes der griechischen Küstenwache mit einem Boot mit 34 Migranten vor der Touristeninsel Kos werden zwei Menschen vermisst. Dies berichtete der staatliche griechische Rundfunk (ERT) unter Berufung auf die Küstenwache. Bei der Kollision kurz vor dem Morgengrauen seien zudem sechs Migranten verletzt worden. Insgesamt wurden 32 Menschen aus den Fluten gerettet und ins Krankenhaus der Insel gebracht.

Wie es aus Kreisen der Küstenwache in Piräus hieß, konnten die Beamten der Küstenwache das Migrantenboot nicht sehen, weil es ohne Licht aus der Türkei zu der griechischen Insel fuhr. Hunderte Migranten setzen täglich von der türkischen Küste zu den griechischen Inseln und damit in die EU über.

08:45 Uhr

Roland Emmerichs Mann will Kinder und bekommt Hund

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Emmerich und De Soto sind seit 2017 verheiratet.

(Foto: picture alliance / Karl-Josef Hi)

Zugegeben: Ich bin nicht so der Hunde-Typ, aber an Omar De Sotos Stelle wäre ich doch etwas enttäuscht. Der Ehemann von Star-Regisseur Roland Emmerich ("Independence Day") wünscht sich Kinder, was sich der 63-Jährige eigenen Angaben zufolge jedoch nur schwer vorstellen kann. Emmerich kaufte deshalb als Kompromiss vor Kurzem einen zweiten Hund. Der Zeitschrift "Bunte" berichtete Emmerich: "Ich habe gesagt: 'Omar, lass uns doch erst mal schauen, wie das mit den Hunden funktioniert für ein paar Jahre.'"

Von Nachahmungen rate ich ausdrücklich ab.

08:26 Uhr

Schriftstellerin Daniela Krien lehnt Impfpflicht ab

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Krien setzt auf Freiwilligkeit.

(Foto: dpa)

Die Leipziger Schriftstellerin Daniela Krien, deren Tochter seit einer Impfung schwerbehindert ist, hält nichts von einer Impfpflicht. "Es ist eine Übergriffigkeit des Staates, das zu diktieren", sagte die Autorin des Romans "Die Liebe im Ernstfall". Nicht der Staat pflege ihre Tochter, sondern sie als Mutter.

Jeder müsse über die Risiken einer Impfung aufgeklärt werden, findet Krien. Sie ist überzeugt, dass die meisten Eltern ihre Kinder auch freiwillig impfen lassen würden. Die Bundesregierung plant, eine Impfpflicht gegen Masern einzuführen.

07:41 Uhr

Ältester Deutscher mit 114 Jahren gestorben

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Gustav Gerneth

(Foto: picture alliance / Zentralbild/d)

Erst vor acht Tagen haben wir an dieser Stelle Gustav Gerneth gratuliert - zu seinem 114. Geburtstag. Der mutmaßlich älteste Deutsche und vielleicht auch älteste Mann der Welt soll nun verstorben sein. Das zumindest berichtet die Magdeburger "Volksstimme".  Der Mann aus Havelberg in Sachsen-Anhalt sei zu Hause eingeschlafen, so wie er es sich gewünscht habe, berichtet die Zeitung.

Der 1905 in Stettin geborene Rekordmann gab dem Bericht zufolge schon zu seinem 100. Geburtstag sein Geheimnis für ein langes Leben preis: "Auf den Hintern soll man sich nicht setzen, da wird man steif."

*Datenschutz

07:31 Uhr

Als die Schlümpfe ihren blauen Siegeszug antraten

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Wussten Sie, dass … eine zipfelmützige Gemeinschaft kleiner blauer Wesen heute vor 61 Jahren erstmals öffentlich aufgetaucht ist? Am 23. Oktober 1958 erscheinen die Schlümpfe als Nebenfiguren in einem Comic der Reihe "Johan und Pirlouit" ("Johann und Pfiffikus") und starten damit ihren blau-weißen Siegeszug durch die Kinderzimmer dieser Welt.

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Die Schlümpfe von Peyo haben das belgische Rentenalter fast erreicht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Neugierig geworden? Dann lesen Sie hier mehr dazu.

Das passierte außerdem am 23. Oktober:

  • Vor 6 Jahren erfährt die Bundesregierung von Angela Merkel, dass das Handy der Kanzlerin offenbar jahrelang vom US-Geheimdienst NSA bespitzelt worden ist. "Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht", sagt sie einen Tag später, Außenminister Guido Westerwelle bestellt erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik den US-Botschafter John B. Emerson ins Auswärtige Amt ein.
  • Vor 63 Jahren solidarisieren sich Studierende der Technischen Universität Budapest mit dem polnischen Arbeiteraufstand. Aus der Demonstration entwickelt sich eine Massenkundgebung, die im Ungarischen Volksaufstand gipfelt.
  • Vor 67 Jahren verbietet das Bundesverfassungsgericht die Sozialistische Reichspartei (SRP). Es ist das erste Parteiverbot in der damals noch jungen Bundesrepublik, das bislang zweite und letzte trifft 1956 die KPD.

Wir gratulieren …

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    Hat die Rolle ihres Lebens bereits gespielt: "Game of Thrones"-Star Emilia Clarke.

    (Foto: imago images/Starface)

    Emilia Clarke, anmutige Engländerin mit Parallelleben als Drachenmama und Sturmtochter Daenerys Targaryen in "Game of Thrones", zum 33. Geburtstag.
  • Katrin Sass, Schauspielerin mit Vorliebe für DDR-Rollen ("Good Bye, Lenin!", "Weissensee"), zum 63. Geburtstag.
  • Uli Stein, einstiger Top-Torwart (HSV, SGE) mit unrühmlicher DFB-Vergangenheit, zum 65. Geburtstag.
  • Ang Lee, taiwanischer Regisseur mit US-Pass und zwei Oscars ("Brokeback Mountain", "Life of Pi"), zum 65. Geburtstag.
  • Pelé, Maß aller Dinge im brasilianischen Fußball, dreifacher Weltmeister und Viagra-Botschafter, zum 79. Geburtstag.
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Redakteur Christoph Rieke wirft in "Riekes Rückspiegel" täglich einen Blick in die Vergangenheit.

07:15 Uhr

Sieben Anschläge in Deutschland binnen drei Jahren verhindert

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Münch behauptet, so ein Anschlag wie der auf den Breitscheidplatz könne sich nicht wiederholen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Sicherheitsbehörden in Deutschland haben nach Angaben des Chefs des Bundeskriminalamts, Holger Münch, seit dem Anschlag auf den Berliner Breitscheidplatz sieben Anschläge verhindert. Die Zahl islamistischer Gefährder habe sich seit 2013 mehr als verfünffacht - auf heute rund 680, sagte Münch der "Rheinischen Post".

Ebenfalls eine Bedrohung sieht Münch im wachsenden Rechtsextremismus: "Wenn Drohungen von rechts außerdem dazu führen, dass Kommunalpolitiker nicht mehr zu Wahlen antreten und Ehrenamtliche sich aus ihrem Engagement zurückziehen, dann ist das auch demokratiegefährdend."

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06:44 Uhr

Gottschalk will kein "Techno-Freak oder Instagram-Star" sein

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Bleibt auf seine Weise cool: Thomas Gottschalk.

(Foto: dpa)

Manche hadern mit dem Alter, andere nehmen es cool. Thomas Gottschalk zum Beispiel: Der 69-Jährige ist zufrieden damit, Nostalgie-Shows zu moderieren. "Na klar gibt es im Rückspiegel für mich mehr zu sehen als auf der Straße, die noch vor mir liegt", sagte er. "Ich halte nichts davon, so zu tun, als wäre ich ein Techno-Freak oder Instagram-Star", sagte der Entertainer. "Ich gehöre ins Unterhaltungsfernsehen, dort ist auch meine Kundschaft noch unterwegs - und nicht auf Youtube."

06:38 Uhr

Was heute wichtig wird

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Russlands Staatschef Putin und der ägyptische Präsident al-Sisi.

(Foto: dpa)

Guten Morgen,

ich kann Sie beruhigen: Sie sind nicht Bill Murray und und Sie sind auch nicht wegen einer fiesen Laune des Schicksals in einer zeitlichen Dauerschleife gefangen. Die Brexit-Meldungen bei n-tv.de spiegeln eine neue Entwicklung. Die abermalig drohende Verlängerung der Frist für den Briten-Abschied ist eher ein Déjà-vu. Ich mag aber nicht dafür garantieren, dass wir alle eine Rolle in "Die unendliche Geschichte 2" spielen. Dann frage ich mich aber, wo bleibt mein Fuchur?

Was heute noch wichtig wird:

  • Die Regierungskoalition kommt zusammen und berät unter anderem die geplante Grundrente.
  • Russland will wieder eine wichtige Rolle in Afrika spielen und lädt 44 Staats- und Regierungschefs des Kontinents zum Gipfel am Schwarzen Meer.
  • Und in der Wirtschaft? Die Bahn stellt neue Produkte vor und der strauchelnde Flugzeughersteller Boeing präsentiert seine Quartalszahlen.

Ich bin mir sicher, da kommt noch einiges mehr. Ich freue mich, dass Sie wieder dabei sind und nehme Anregungen und Kritik gerne via sebastian.huld@nama.de entgegen.

Auf gehts!

06:38 Uhr

Der frühlingshafte Herbst geht weiter

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Guten Morgen, Deutschland.

(Foto: imago images/Rene Traut)

Bei uns geht es jetzt erst einmal mit ruhigem und sehr mildem bis warmen Hochdruckwetter weiter. Somit beginnt der Tag mit Frühwerten zwischen 4 und 12 Grad und teils noch recht neblig. Stellenweise mit Sichtweiten unter 100 Meter. Später wird es aber immer freundlicher, zum Teil auch sonnig und nur gelegentlich halten sich die Nebelfelder sehr zäh. Dort, das der Fall ist, bleibt es verhältnismäßig kühl bei maximal 12 Grad. Mit Sonne werden es hingegen oft 18 bis 22 Grad; wobei es im Alpenvorland am wärmsten ist. Frischer bleibt es nur im Norden bei 13 bis 15 Grad.

Die weiteren Aussichten: frühestens am Samstag fällt bei den Nordlichtern etwas Regen. Bis dahin bleibt es deutschlandweit aber überwiegend trocken und abseits vom Nebel auch schön. Die Temperaturen: nach wie vor deutlich überm jahreszeitlichen Niveau mit 14 bis 22 Grad am Donnerstag und 13 bis 20 am Freitag. Der Samstag bringt uns dann 13 bis 21 Grad. Ihr Björn Alexander

06:12 Uhr

Chiles Präsident entschuldigt sich und senkt Politikergehälter

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Die Proteste hielten die Hauptstadt mehrere Tage in Atem.

(Foto: REUTERS)

Am Anfang stand eine Erhöhung der Preise für U-Bahn- Tickets in der Hauptstadt Santiago de Chile: Seit vier Tagen kommt das südamerikanische Land nicht zur Ruhe: 15 Mensche starben bei gewalttätigen Protesten. Nun geht Staatschef Sebastián Piñera auf die Demonstranten zu: Der konservative Präsident kündigte eine Anhebung der Mindestrente und des Mindestlohns an sowie niedrigere Medikamentenpreise, höhere Steuern für Spitzenverdiener und eine Senkung der Gehälter von Parlamentariern und hohen Staatsbeamten.

"Die Probleme haben sich über Jahrzehnte angehäuft, wir in den Regierungen waren nicht fähig, sie zu erkennen", sagte Piñera und bat seine Landsleute hierfür um Entschuldigung.

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