Mittwoch, 27. Dezember 2017Der Tag

Heute mit Juliane Kipper und Uladzimir Zhyhachou
22:32 Uhr

Das war Mittwoch, 27. Dezember 2017

Liebe Leser, ich hoffe, Sie haben den ersten Tag der kurzen Arbeitswoche gut überstanden. Zum Ausklang des Tages möchte ich Ihnen ein Interview mit Christian Lindner ans Herz legen, in dem er unter anderem von seinem schwarzen Porsche erzählt.

Und hier sind weitere Meldungen, die Sie heute besonders interessant fanden:

Kommen Sie gut durch die Nacht! Bis morgen!

22:13 Uhr

US-Kongressbibliothek gibt Archivierung sämtlicher Tweets auf

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Die Library of Congress hat kein Platz für alle Tweets der Welt.

(Foto: imago/Eibner)

Die US-Kongressbibliothek hat den Plan aufgegeben, jede jemals verschickte Twitter-Botschaft zu archivieren.

  • Die größte Bibliothek der Welt erklärte, ab 1. Januar würden nur noch ausgewählte Tweets archiviert. Zur Begründung verwies die Bibliothek auf die schiere Masse der Twitter-Botschaften. Dem Archiv fehlten die Kapazitäten, sämtliche Beiträge samt angehängter Fotos oder Videos aufzubewahren.
  • Die Kongressbibliothek hatte ihr Twitter-Archiv 2010 gestartet, nachdem das Unternehmen ihr seine Datenbank aller seit dem ersten Tweet im Jahr 2006 verschickten öffentlichen Twitter-Botschaften übergeben hatte.
  • Nach eigenen Angaben will die Bibliothek ab 2018 "auf einer sehr selektiven Basis" weiter Twitter-Botschaften ankaufen. Die Sammlung werde vermutlich "themen- und ereignisbezogen" sein, mögliche Themen seien beispielsweise Wahlen oder wichtige Gesetze.
21:47 Uhr

Greta Wehner ist tot

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Greta Wehner ist mit 93 Jahren in Dresden gestorben.

Greta Wehner, die Witwe des SPD-Politikers Herbert Wehner, ist tot. Sie sei am 23. Dezember nach einem kurzen Klinikaufenthalt mit 93 Jahren in Dresden gestorben, teilte die Herbert- und Greta-Wehner-Stiftung auf ihrer Internetseite mit.

  • Greta Wehner, die 1947 der SPD beitrat, war Stieftochter von Herbert Wehner (1906-1990) und heiratete ihn später. Nach seinem Tod lebte sie seit 1996 in Dresden. In der Heimatstadt ihres Mannes gründete sie 2003 die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung, die demokratische und politische Bildung in Sachsen unterstützt.
  • "Greta Wehner hat ein langes, mühevolles und erfülltes Leben gehabt. Sie war eine in besonderem Maße verantwortlich denkende und handelnde überzeugte demokratische Staatsbürgerin", teilte der Vorsitzende der Stiftung mit, Prof. Christoph Meyer.
  • Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz schrieb auf Twitter: "Mit ihr verlieren wir eine lebenslang engagierte Sozialdemokratin, eine überzeugte und überzeugende Demokratin und eine Vorkämpferin für die politische Bildung."
21:21 Uhr

Doppelmorde in Niedersachsen nach 28 Jahren wohl geklärt

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Die 45-jährige Ursula R. und ihr 52-jähriger Ehemann wurden im Juni 1989 in einem Waldgebiet bei Göhrde ermordet.

(Foto: picture alliance / dpa)

Zwei mysteriöse Doppelmorde in der Nähe von Lüneburg sind nach fast 30 Jahren offensichtlich aufgeklärt. Mit neuen Methoden der DNA-Analyse habe die Polizei den Verdacht erhärtet, dass ein längst gestorbener Friedhofsgärtner für die Morde verantwortlich ist.

  • Im niedersächsischen Landstrich Göhrde waren 1989 mitten in der Natur zwei Paare an zwei verschiedenen Tagen ermordet entdeckt worden, die Verbrechen im Mai und im Juli blieben trotz intensiver Ermittlungen bis jetzt ungeklärt.
  • Schon immer hatten die Fahnder zwei für das Verfahren relevante Haare, mit denen sie bei voranschreitender Technik dem Täter auf die Spur kommen wollten. Erst jetzt hätten neue Analyse-Methoden den entscheidenden Treffer gebracht.
  • Der verdächtigte Friedhofsgärtner hat sich zwar bereits 1993 das Leben genommen. Nach dem Bericht aber dürfte er einen Komplizen gehabt haben, der noch am Leben ist und für weitere Morde infrage kommt.
20:52 Uhr

Kontrolleure attackieren Fahrgast - Bewährungsstrafen

Nach einer Attacke auf einen Fahrgast sind drei S-Bahnkontrolleure in Berlin zu Bewährungsstrafen verurteilt worden.

  • Das Amtsgericht sprach sie der gemeinschaftlichen, gefährlichen Körperverletzung schuldig. Ein vierter Angeklagter ist freigesprochen worden. Die drei anderen bekamen Haftstrafen von jeweils sechs Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurden.
  • Den Männern im Alter von 31, 30 und 29 Jahren war vorgeworfen worden, im Sommer 2016 einen Fahrgast auf dem S-Bahnhof Friedrichstraße umklammert und geschubst zu haben.
  • Zuvor soll dieser verlangt haben, dass sich einer der Kontrolleure ausweist. Daraufhin seien die anderen hinzugekommen, es sei zum Streit gekommen. Der Fahrgast, der einen gültigen Fahrschein hatte, war laut Staatsanwaltschaft zu Boden gegangen und verletzt worden.
20:09 Uhr

15-jähriger Afghane ersticht Mädchen im Supermarkt

Ein 15 Jahre alter Afghane hat im rheinland-pfälzischen Kandel ein gleichaltriges deutsches Mädchen erstochen. Dem Angriff sei ein Streit zwischen den Teenagern in einem Drogeriemarkt vorausgegangen, teilten die Staatsanwaltschaft Landau und das Polizeipräsidium Rheinpfalz mit. Das Mädchen sei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Passanten überwältigten den Afghanen nach der Tat am Nachmittag, die Polizei nahm ihn fest.

19:26 Uhr

Afroamerikanische Basketballer aus Flugzeug rausgeworfen

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Es war nicht das erste Mal, dass American Airlines wegen diskriminierenden Umgangs mit afroamerikanischen Kunden in die Kritik geriet.

(Foto: imago/Agencia EFE)

Mit dem Rauswurf von zwei afroamerikanischen Basketball-Spielern aus einem Flugzeug im texanischen Dallas hat die Fluggesellschaft American Airlines Empörung ausgelöst.

  • Das Unternehmen entschuldigte sich dafür, dass die Spieler des Vereins Memphis Hustle, Marquis Teague und Trahson Burrell, an Heiligabend fälschlicherweise des Diebstahls bezichtigt und deswegen aus dem Flugzeug des American-Airlines-Regionalpartners Envoy Air geworfen worden waren.
  • Eine afroamerikanische Flugbegleiterin hatte die beiden Sportler beschuldigt, sich verbotenerweise Decken aus der ersten Klasse des Flugzeugs genommen zu haben.
  • Tatsächlich hatten aber Passagiere aus der ersten Klasse den Basketballspielern die Decken gegeben.
18:57 Uhr

Feuerwehrmann macht Heiratsantrag auf der Drehleiter

*Datenschutz

Die Feuerwehr in Friedrichsdorf bei Frankfurt ist zu einem ungewöhnlichen Einsatz ausgerückt: Ein Feuerwehrmann hat seiner Freundin von der Drehleiter aus einen Heiratsantrag gemacht und damit Erfolg gehabt.

  • Im Korb der Leiter fuhr er hinauf zum Dachfenster ihres Hauses und bat um ihr Ja-Wort.
  • Der Feuerwehrmann bewies aber nicht nur Sinn für Romantik, sondern auch für Humor. Er fragte seine Freundin von der Drehleiter aus, ob er sie ein Leben lang mit Mettbrötchen versorgen dürfe.
  • Die Angebetete war sichtlich gerührt und gab mit tränenerstickter Stimme ihr Ja-Wort. Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr, Freunde, Nachbarn und Zaungäste applaudierten freudig. Die Feuerwehrleute waren mit Blaulicht und mehreren Fahrzeugen zur Mission Heiratsantrag ausgerückt.
18:36 Uhr

Explosion in Supermarkt in St. Petersburg: Mehrere Verletze

Bei einer Explosion in einem Supermarkt in St. Petersburg sind mehrere Menschen verletzt worden. Wie die Polizei der zweitgrößten russischen Stadt mitteilte, ereignete sich die Explosion gegen 18.30 Uhr Ortszeit (16.30 Uhr MEZ) in einem Supermarkt nordöstlich des Zentrums. Vier Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden.

18:00 Uhr

Shakira holt ausgefallene Deutschland-Konzerte nach

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Die Fans dürfen sich freuen: Shakira kommt doch nach Deutschland!

(Foto: imago/Agencia EFE)

Nach ihrer Stimmbanderkrankung will die Sängerin Shakira ihre ausgefallenen Konzerte in Köln und München im Juni 2018 nachholen.

  • Das Konzert in der Kölner Lanxess-Arena sei am 5., das in der Münchner Olympiahalle am 17. Juni geplant, teilte der Veranstalter Live Nation mit. Am 22. Juni solle zudem das Konzert in Zürich nachgeholt werden.
  • Shakira hatte im November ihre gesamte El Dorado Welttournee wegen der lädierten Stimmbänder verschoben.
  • Auf ihrer Website dankte die Sängerin ihren Fans für die große Unterstützung in den vergangenen Wochen. Die Ausheilung der Erkrankung dauere länger als gedacht, so dass sie erst wieder im Frühsommer in Europa mit Konzerten auf der Bühne stehen könne.
17:20 Uhr

DHL zwingt Kunden zur Paketabholung

In dem ehemaligen Autohaus werden die Pakete auf dem Boden gelagert.

In dem ehemaligen Autohaus am Stadtrand von Kassel werden die Pakete auf dem Boden gelagert.

Wenn Sie dieses Jahr keine oder nur wenige Weihnachtsgeschenke von ihren Kasseler Freunden bekommen haben, kann es daran liegen, dass die Pakete mit Geschenken immer noch in einem Lager in Kassel-Lohfelden liegen und auf Abholer warten.

  • Denn geliefert werden sie nicht. Wegen vieler unausgelieferter Pakete vor Weihnachten hat die Deutsche Post in Lohfelden im Landkreis Kassel ein Lager in einem Industriegebiet angemietet und fordert Kunden nun auf, ihre Pakete dort selbst abzuholen.
  • Die Abholstation in der Halle eines ehemaligen Autohauses liegt abseits in einem Industriegebiet und ist ohne Auto nur schwer zu erreichen. Teilweise müssen die Kunden 15 Kilometer anreisen, um ihre Pakete abzuholen.
  • Es handele sich nicht um eine Fehlplanung des Unternehmens, sagte ein Sprecher der Post gegenüber der "Hessenschau". Man habe die Zahl der Paketzusteller in der Stadt um 40 auf über 100 erhöht. Doch drei Streiktage im Paketzentrum Staufenberg hätten in Kassel für einen Rückstand gesorgt.

Das Abholzentrum soll noch bis zum 29. Dezember bestehen bleiben.

16:30 Uhr

Bei diesem Einbruch ging es um die Wurst

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Die Diebe müssen nun ihren Senf dazugeben.

(Foto: picture alliance / dpa)

Da waren ganz sicher keine Vegetarier am Werk: Nach den üblichen Plätzchen und Lebkuchen an den Weihnachtsfeiertagen haben unbekannte Diebe in Hessen offensichtlich Lust auf etwas Deftiges verspürt. In einem Kaufhaus in Homberg bei Kassel plünderten sie die Wursttheke. Wie die Polizei mitteilte, schlugen die Täter zwischen dem zweiten Feiertag und Mittwochmorgen die Scheibe der Eingangstür ein und gelangten so in das Geschäft. Sie räumten den Verkaufsstand einer Metzgerei leer und flüchteten mit Wurstwaren im Wert von rund 800 Euro.

16:01 Uhr

Wildschwein bricht in Garten ein und chillt im Pool

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Nicht jedes Wildschwein kann sich einen Pool leisten.

(Foto: imago/blickwinkel)

Eine Frau aus dem hessischen Otzberg hat sich hilfesuchend an die Polizei gewandt, weil ein Wildschwein in ihren Garten eingebrochen und im Schwimmbad gelandet war. Die Beamten alarmierten daraufhin sofort den Jagdpächter. Noch bevor dieser am "Tatort" eintraf, war das Wildschwein jedoch wieder verschwunden. Das Tier habe den Pool "nach etlichen Runden" wieder verlassen und über mehrere benachbarte Gärten das Weite gesucht, berichteten die Ordnungshüter. Die Fahndung nach dem ungewollten Badegast blieb zunächst ohne Erfolg. Das Wildschwein richtete an dem Schwimmbad beträchtlichen Schaden an.

15:25 Uhr

Hitlers Mercedes kommt unter den Hammer

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Hitler ließ sich bei Paraden in seinem Mercedes stehend an den jubelnden Massen vorbeifahren.

(Foto: imago stock&people)

Ein Mercedes-Paradewagen, in dem sich Adolf Hitler bei öffentlichen Aufritten zujubeln ließ, soll in den USA versteigert werden. Die damals auch als "Super-Mercedes" bezeichnete Luxuslimousine, Baujahr 1939, kommt am 17. Januar im Bundesstaat Arizona unter den Hammer.

  • Zehn Prozent des Erlöses sollen nach Angaben des Auktionshauses Worldwide Auctioneers in Projekte fließen, die sich der Aufklärung über den Nationalsozialismus und den Holocaust widmen. US-Medienberichten zufolge könnte die Versteigerung mehrere Millionen Dollar einbringen.
  • Der Mercedes-Benz 770K Grosser war ein wichtiges Propagandasymbol im Dritten Reich. Nur vier Exemplare dieses bis zu 160 Stundenkilometer schnellen Modells mit einem 7,7-Liter-Hubraum wurden überhaupt gebaut.
  • Das Auktionshaus betonte, dass es bei der Versteigerung nicht darum gehe, Hitler zu verherrlichen. Vielmehr solle eines der herausragenden Fahrzeuge des 20. Jahrhunderts gezeigt werden, das "von talentierten Menschen gebaut wurde und das Höchste der Handwerkskunst" zeige.
14:50 Uhr

Passagier im falschen Flieger – Flugzeug kehrt um

*Datenschutz

Wie kann denn so etwas überhaupt passieren? Weil ein Passagier in den falschen Flieger gestiegen war, ist ein japanisches Linienflugzeug mitten auf dem Weg von Los Angeles nach Tokio wieder umgedreht.

  • Die Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) teilte mit, der Flugkapitän habe "gemäß der Sicherheitsbestimmungen" entschieden, zurück zur US-Westküste zu fliegen und den Passagier an seinem Abflugort aussteigen zu lassen.
  • ANA untersuchte, wieso der Passagier überhaupt ins falsche Flugzeug gestiegen war. Laut der Flug-Webseite FlightAware kehrte die Maschine nach vier Stunden über dem Pazifik südlich von Alaska um und flog zurück nach Los Angeles.
  • Mit an Bord waren das US-Model Christine Teigen und ihr Ehemann, der Musiker und Schauspieler John Legend. Auf Twitter drückte Teigen noch während des Flugs ihren Unmut über die geänderte Route aus.
14:21 Uhr

Polizist verurteilt: Verfolgungsjagd ist kein Grund zum Rasen

Auch bei der Fahrt zum Tatort oder der Verfolgung eines Straftäters müssen sich Schweizer Polizisten grundsätzlich an die Verkehrsregeln halten.

  • Das Bundesgericht in Lausanne bestätigte ein Urteil gegen einen Polizeibeamten über ein Jahr Haft auf Bewährung wegen eines Raser-Delikts.
  • Der Beamte war bei einer Verfolgungsjagd mit Blaulicht und Sirene in Genf mit Tempo 132 unterwegs. Erlaubt sind auf der Straße am Genfer See nur 50 Kilometer pro Stunde.
  • Das Gericht hielt in seinem Entscheid zwar fest, dass Polizisten unter bestimmten Umständen Regeln missachten dürften, aber dies noch lange kein Grund sei, selbst eine Lebensgefahr heraufzubeschwören. Sirene und Blaulicht trügen bei hohem Tempo kaum zur Verminderung der Unfallgefahr bei. Autofahrer hätten nur wenig Zeit, zu reagieren.
14:20 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Juliane Kipper hat den ersten Tag der kurzen Arbeitswoche gut überstanden. Sie verabschiedet sich nun in den wohlverdienten Feierabend. Ich versorge Sie bis zum späten Abend mit den aktuellsten Nachrichten aus der ganzen Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou. Ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag.

 

13:43 Uhr

Bayer knackt 19-Millionen-Euro-Jackpot

Erst dem Zufall vertraut und dann noch Glück gehabt hat ein unbekannter Lottospieler aus Oberbayern: Er oder sie gewinnt zu Weihnachten einen 19-Millionen-Euro-Jackpot. Auf dem Schein standen die am Samstag gezogenen Zahlen 4, 11, 31, 32, 38 und 39 sowie die Superzahl 6.

  • Wie Lotto Bayern in München weiter mitteilte, hatte der Gewinner die Variante Quicktipp gespielt, bei der ein Zufallsgenerator die Zahlen auswählt.
  • Für den Gewinn von rund 19 Millionen Euro habe der Spieler inklusive Bearbeitungsgebühr gerade einmal 7 Euro investiert.
  • Jetzt müsse er das Geld nur noch einfordern.
13:01 Uhr

Türkei stockt ab März 2020 seine Raketensysteme auf

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Das Geschäft hat bei der westlichen Allianz für Unruhe gesorgt, denn die russischen Luftabwehr-Raketen können nicht in die Militärstruktur der Nato integriert werden.

(Foto: picture alliance / Andy Wong/Yur)

Russland wird im März 2020 mit der vereinbarten Lieferung des Luftabwehrsystems S-400 an die Türkei beginnen. Das sagte Sergej Tschemesow, Leiter des staatlichen russischen Technologiekonzerns Rostec, in einem Interview der Zeitung "Kommersant".

  • Der Kaufpreis für vier Batterien liege bei 2,5 Milliarden US-Dollar (2,1 Milliarden Euro). "Sie leisten 45 Prozent der Vertragssumme als Anzahlung. 55 Prozent sind ein russischer Kredit", sagte Tschemesow.
  • Die Türkei kauft diese leistungsstarke Waffe als erstes Nato-Land und hat damit Befürchtungen über eine Abkehr vom westlichen Bündnis ausgelöst.

Die Raketen des Systems S-400 können auf 400 Kilometer Reichweite Flugzeuge und ballistische Raketen abfangen. In der russischen Armee gehören zu einer Batterie ein Radar und zwölf Lastwagen mit je vier Raketenabschussrohren.

12:34 Uhr

Hamilton bereut Prinzessinnen-Spruch über Neffen

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Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat mit einem Weihnachtsvideo für jede Menge Entrüstung in den sozialen Netzwerken gesorgt. Der 32-Jährige postete bei Instagram eine Aufnahme seines kleinen Neffen, der als Prinzessin verkleidet war. Hamilton fragte in gespielter Entrüstung: "Warum hast du dir ein Prinzessinnenkostüm zu Weihnachten gewünscht? Jungs tragen keine Prinzessinnenkostüme!"

Inzwischen hat der Rennfahrer seine Kritik am Weihnachtswunsch seines Neffen zurückgenommen. Es sei ihm klar geworden, dass er sich danebenbenommen habe, schrieb Hamilton. "Ich dachte mir nichts dabei und wollte niemanden beleidigen."

Es sei "wirklich nicht akzeptabel", jemanden "an den Rand zu drängen oder in ein Klischee zu zwängen". "Ich liebe es, dass mein Neffe sich frei ausdrückt, wie wir alle es tun sollten", schrieb Hamilton.

12:13 Uhr

Flüchtlingspolitik: Viele Deutsche fordern Sanktionen gegen Polen

Mehrere osteuropäische Länder, darunter Polen, Tschechien und Ungarn, wehren sich gegen die Umverteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU. Sie weigern sich, Flüchtlinge aufzunehmen. Die meisten Deutschen sprechen sich für einen härteren Kurs der EU gegen Mitgliedsländer aus, die in der Flüchtlingsfrage nicht den übrigen EU-Staaten zusammenarbeiten. Das geht aus dem jüngsten RTL/n-tv-Trendbarometer von Forsa hervor.

Die Mehrheit der Bundesbürger ist demnach der Auffassung, die EU solle gegen die Länder mit Sanktionen vorgehen. 31 Prozent der Befragten lehnen solche Sanktionen ab. Ältere sind stärker für ein hartes Vorgehen der EU als Jüngere – 70 Prozent der über 60-Jährigen gegenüber 53 Prozent der 14- bis 29-Jährigen.

11:07 Uhr

BKA beschlagnahmt 2017 so viel Kokain wie nie zuvor

Zoll und Polizei in Deutschland haben in diesem Jahr so viel Kokain sichergestellt wie nie zuvor. Das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden rechnet mit einer Menge von knapp sieben Tonnen und damit mehr als dreimal so viel wie im vergangenen Jahr.

  • Südamerikanische Kokain-Produzenten und internationale Schmugglernetzwerke überschwemmten den europäischen Markt, sagte BKA-Rauschgiftbekämpfer Christian Hoppe dem NDR.
  • "Offensichtlich verfahren die Täter nach dem Motto: Angebot schafft Nachfrage."

Auch weltweit wird 2017 laut BKA bei der Sicherstellung von Kokain den Rekord des vergangenen Jahres wahrscheinlich übertreffen. 2016 waren global insgesamt rund 582 Tonnen beschlagnahmt worden. Zugleich seien 2017 aber die Fallzahlen bei den Sicherstellungen zurückgegangen, teilte das Bundeskriminalamt weiter mit.

10:27 Uhr

Ex-Süßwarenfabrik-Besitzer schießt um sich

Auf dem Gelände einer Süßwarenfabrik in Moskau fallen Schüsse. Der ehemalige Besitzer sei mit einer halb automatischen Jagdwaffe bewaffnet, habe wild um sich geschossen und dabei einen Mann getötet, so die Polizei. Drei weitere Menschen wurden verletzt. Dann verschanzte der Mann sich nach Polizeiangaben.

Berichte, wonach der Schütze Geiseln in seiner Gewalt habe, bestätigte Polizeisprecher Juri Titow nicht. Diesen Angaben nach war der Erschossene ein Wachmann der Firma, der sich seinem Ex-Chef entgegengestellt habe. Der Vorfall habe sich ereignet, als der neue Besitzer und Gerichtsvollzieher in die Fabrik kamen. Die Polizei riegelte das Gelände ab, wie russische Nachrichtenagenturen meldeten.

10:04 Uhr

Serbische Polizei löst Flüchtlingscamp auf

Seit zwei Jahren ist die Balkanroute inzwischen geschlossen. Rund eine Million Flüchtlinge sind über sie nach Westeuropa gekommen. In Serbien warten immer noch Tausende Menschen, um es doch noch über die schwer gesicherte Grenze nach Ungarn oder Kroatien zu schaffen. Jetzt hat die serbische Polizei ein Zeltlager mit etwa 150 Flüchtlingen an der Grenze zu Kroatien aufgelöst.

  • Die aus Syrien und dem Irak stammenden Migranten, unter ihnen auch Kinder und Schwangere, seien am Dienstagabend von der Polizei mit Bussen in Aufnahmezentren gebracht worden, berichteten Medien.
  • Die Migranten hatten am Tag zuvor bei der Stadt Sid auf freiem Feld Zelte aufgebaut, da kroatische Polizisten ihre Einreise in die Europäische Union verhinderten.
  • In der vergangenen Woche hatten sich serbische Flüchtlingshelfer beschwert, die beiden Nachbarländer schöben zwangsweise Migranten ab, die nie in Serbien gewesen waren.  
09:37 Uhr

Aktien statt Pelz - Weihnachten bei den Kardashians

Netflix
Netflix 275,00

Für seine Liebsten lässt man sich an Weihnachten geschenketechnisch ja so einiges einfallen und sprengt auch gerne mal den finanziellen Rahmen. Auch im Hause West gab es ein eher ungewöhnliches und gleichzeitig kostspieliges Geschenk von Rapper Kanye für Gattin Kim Kardashian:

  • In diesem Jahr beglückte er seine Angetraute mit einem Aktienpaket. Kim bekam Firmenanteile im Wert von mehreren hunderttausend Dollar.
  • Demnach lagen Aktien der Walt Disney Company, von Netflix, Amazon, Apple und des deutschen Sportartikelherstellers Adidas unter dem Weihnachtsbaum.
  • Vor zwei Jahren legte Kanye mit 150 Präsenten für Kim einen wahren Geschenkemarathon hin, darunter einen Pelzmantel in Regenbogenfarben und einen Jumpsuit von Prada.

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09:06 Uhr

Deutsche Flughäfen verzeichen Rekordjahr

Die deutschen Flughäfen haben einem Pressebericht zufolge ein Rekordjahr hinter sich. Das schätzt des Branchenverbandes ADV, wie die "Rheinische Post" berichtet.

  • Die Passagierzahl 2017 lag demnach mit 235 Millionen so hoch wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr waren es noch 224 Millionen.
  • In der Luftfracht dürften erstmals mehr als fünf Millionen Tonnen bewegt worden sein. Das wäre ein Wachstum von acht Prozent.

Die ADV-Experten erwarten für das kommende Jahr laut Vorabbericht neue Höchststände. Die Passagiernachfrage soll 4,2 Prozent zulegen und das Luftfrachtaufkommen 5,1 Prozent – und das trotz der Belastung der Geschäfte durch (unter anderem) die Insolvenzen wichtiger Fluggesellschaften. "Die Mehrheit der deutschen Flughäfen befindet sich auf Wachstumskurs", wird ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel zitiert.

08:30 Uhr

Wirtschaft geht mit Schwung ins neue Jahr

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Die deutsche Wirtschaft geht nach einer neuen Umfrage "mit hoher Zuversicht in das Jahr 2018".

(Foto: picture alliance / Christian Cha)

Die deutsche Wirtschaft gibt sich nach einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zum Jahreswechsel optimistisch. Die Wirtschaftsverbände blickten noch zuversichtlicher in die Zukunft als vor einem Jahr, sagte IW-Direktor Michael Hüther.

  • Es herrsche Optimismus trotz des Ausstiegs Großbritanniens aus der EU, des Kurses von US-Präsident Donald Trump und der schwierigen Regierungsbildung in Deutschland.
  • "Die größte Gefahr für den Aufschwung ist aber der Fachkräftemangel. Immer häufiger stoßen Firmen dadurch an Produktionsgrenzen." Wie das arbeitgebernahe Institut in Köln mitteilte, erwarten weit mehr als zwei Drittel der befragten Verbände für ihre Unternehmen im kommenden Jahr eine höhere Produktion. Die Konjunktur gewinne so spürbar an Branchenbreite. Die Investitions- und Beschäftigungsperspektiven fielen merklich besser aus als vor einem Jahr.

Eine derzeit schlechtere Wirtschaftslage sei nur in der Ernährungsindustrie und bei den Volks- und Raiffeisenbanken zu verzeichnen. In der Ernährungsindustrie dämpften der hohe Konkurrenzdruck und steigende Kosten die Stimmung, die Banken litten unter dem Margendruck infolge vor allem der niedrigen Zinsen.

07:58 Uhr

500 Kilogramm schwerer Grabstein erschlägt Steinmetz

Am zweiten Weihnachtsfeiertag wird ein Steinmetz von einem Grabstein erschlagen. Der 40-Jährige hatte im oberbayerischen Ainring rund 50 Grabsteine aufrecht auf Paletten auf seinem abschüssigen Anwesen gelagert, teilte die Polizei mit. Als er am Dienstagmorgen die Hühner füttern wollte, sei ein rund 500 Kilogramm schwerer Grabstein offensichtlich umgekippt und habe den Mann unter sich begraben. Eine Nachbarin habe ihn am Vormittag gefunden, berichtete die Polizei.

07:35 Uhr

Berlin-München: Zwei Drittel aller Züge sind unpünktlich

Fast zwei Drittel aller Züge auf der am 10. Dezember eröffneten Neubaustrecke zwischen München und Berlin kommen nicht pünktlich an. Das geht nach Angaben der "Bild"-Zeitung aus einer Anfrage der Grünen an die Bundesregierung hervor. Zwischen dem 10. und 18. Dezember kamen demnach nur 94 Züge planmäßig am Zielort an, 195 Züge verspäteten sich um mehr als eine Minute, davon 125 um mehr als sechs Minuten.

Es sei "gehörig was faul" im Staatskonzern Bahn, sagte Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer dem Blatt. Es räche sich jetzt, dass die Bahn "in Prestigeprojekte und Weltkonzernambitionen investiert" und dabei ihr Kerngeschäft vernachlässige, "Menschen in Deutschland günstig, komfortabel und verlässlich von A nach B zu transportieren", sagte Krischer.

Mehr zum Thema können Sie hier lesen.

07:09 Uhr

Mehr als drei Millionen Anträge auf Akteneinsicht

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Vergangenes Jahr sind insgesamt 48.600 Anträge eingegangen.

(Foto: picture alliance / Stephanie Pil)

Bei der Stasi-Unterlagenbehörde haben seit ihrem Bestehen mehr als 3,2 Millionen Menschen Anträge zur persönlichen Einsicht in Akten der DDR-Staatssicherheit gestellt. In diesem Jahr seien es bis Ende November etwa 46.300 Anträge gewesen, sagte der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn.

  • Manche Menschen wagten erst jetzt als Rentner den Blick in die Vergangenheit und beantragten Akteneinsicht, sagte Jahn.
  • Es gebe noch die Angst, zu entdecken, von Nachbarn oder Freunden bespitzelt worden zu sein, so der frühere DDR-Oppositionelle. Neu seien auch mehr Nachfragen der "Enkelgeneration", die mehr über das Leben gestorbener Familienangehöriger wissen wollten.

Eine ausführliche Meldung finden Sie hier.

06:44 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

nach Weihnachten ist vor Silvester. Und bevor morgen der offizielle Verkaufsstart von Silvester-Feuerwerk startet und Sie Knallbonbons, Bleigießsets & Co. für Ihre Party besorgen können, lassen Sie uns einen Blick auf das werfen, was heute wichtig wird:

  • In Donezk ist der Austausch von 380 Gefangenen zwischen Regierung und prorussischen Separatisten in der Ukraine geplant.
  • Die BBC strahlt das Interview von Prinz Harry mit Ex-US-Präsident Barack Obama im Sender BBC Radio 4 aus.
  • Der Inspekteur der Deutschen Marine zieht Bilanz des Mittelmeereinsatzes "Sophia".

Mein Name ist Juliane Kipper, falls Sie Fragen oder Anregungen haben, können Sie mich unter juliane.kipper[at]nama.de erreichen. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die kurze Woche.

06:13 Uhr

Wolken, zeitweise Regen, selten Schnee

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Björn Alexander

Der Tag startet im Süden und Osten verbreitet mit leichtem Frost oder Bodenfrost. Ansonsten liegen die Frühwerte bei 3 bis 5 Grad. Wettertechnisch bringt uns der Tag vom Schwarzwald bis herauf noch Schleswig-Holstein viele Wolken und zeitweise etwas Regen oder Nieselregen. Nur auf den Bergen fällt Schnee, der sich am Abend im Allgäu auch bis in tiefere Lagen verirren kann. Freundlicher verläuft der Mittwoch generell in der Osthälfte. Und dort bleibt es auch mehrheitlich trocken. Die Temperaturen erreichen bei einem nachlassenden Wind zwischen 2 und 8 Grad. Einzig in den Alpen bläst der Föhn noch mit Orkanböen und bringt dem Südosten Bayerns bis zu 10 Grad.Morgen und am Freitag wird es dann spürbar kälter, bevor das Wochenende wieder mildere Werte bereit hält. Und das ist auch der Trend zur Silvesternacht. Denn nach jetzigem Stand wird der Jahreswechsel leider häufiger windig, nass und recht mild mit 2 bis 10 Grad. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag. Ihr Björn Alexander