Dienstag, 07. März 2017Der Tag bei n-tv

Heute mit Juliane Kipper und Heidi Ulrich
22:51 Uhr

Das war Dienstag, der 7. März 2017

Liebe Leser,

88690188.jpg

Schwierige Zeiten für Lady Liberty in New York.

(Foto: picture alliance / Julie Jacobso)

jetzt ist es auch für mich Zeit, nach Hause zu gehen. Ich verabschiede mich bis morgen. Zum Schluss gibt es noch den gewohnten Überblick über die Meldungen des Tages, die besonders viele von ihnen gelesen haben.

Wie Sie sehen, stand der Streit über die Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland heute im Mittelpunkt. Aber es gab ja auch noch Fußball! Die Bayern und Real Madrid haben den Einzug ins Viertelfinale der Champions League geschafft. Und Bayern kam nicht irgendwie weiter - es war ein ganz bitterer Abend für Arsenal, die Bayern jubelten über ein Tor nach dem anderen. Beim Sieg von Real Madrid in Neapel spielte Weltmeister Toni Kroos eine entscheidende Rolle.

22:25 Uhr

Frachter rettet 113 Menschen vor Ertrinken

Vor der griechischen Küste sind 113 Flüchtlinge vor dem Ertrinken gerettet worden. Ihr Boot war vor der Insel Paxi in Seenot geraten. Dort hatten Windgeschwindigkeiten von rund 70 km/h und heftiger Wellengang geherrscht. Die Küstenwache bekam einen Notruf und schickte ein Frachtschiff zu Hilfe, das in der Nähe war. Alle Flüchtlinge überlebten. Sie sollten zum griechischen Hafen Patras gebracht werden.

22:02 Uhr

BKA: Kokain-Lieferungen werden größer

87759155.jpg

Einen größeren Fund von über 700 Kilo Kokain hatte der Zoll vor Kurzem im Hamburger Hafen gemacht.

(Foto: picture alliance / Axel Heimken/)

Die Drogen-Kartelle setzen offenbar immer mehr auf große Kokain-Lieferungen. Weltweit seien im vergangenen Jahr 576 Tonnen Kokain sichergestellt worden, sagte eine Sprecherin des Bundeskriminalamts. Dabei seien nur Lieferungen über 50 Kilogramm gezählt worden. Nach den Zahlen des BKA waren 2015 noch 416 Tonnen Kokain sichergestellt worden. Dreiviertel des Kokains kam demnach aus Kolumbien, große Mengen wurden in Seecontainern geschmuggelt.

21:39 Uhr

Krankenschwester wird für Mordversuch verurteilt

Eine Krankenschwester aus Bayern hat versucht, ihren Ehemann mit einem Blutverdünner zu ermorden. Das Landgericht Landshut hat die 65-Jährige verurteilt: Wegen versuchten Mordes muss sie für elf Jahre ins Gefängnis. Ärzte hatten bei dem Mann eine lebensbedrohliche Konzentration des Blutverdünners festgestellt und den 66-Jährigen gerettet. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass seine Frau ihm über einen längeren Zeitraum das Blutverdünnungsmittel verabreicht hatte, um ihn zu töten. Die Frau bestritt das im Prozess.

21:18 Uhr

Oberhaus ändert Brexit-Gesetz erneut

8d2c95ba1f0fe03be5930f7c47a0b467.jpg

Großbritanniens Premierministerin May braucht die Zustimmung des Parlaments.

(Foto: AP)

Neue Schlappe für die britische Premierministerin May: Das Oberhaus ändert schon zum zweiten Mal den Entwurf für das Brexit-Gesetz. Neu ist ein Zusatz, der dem Parlament das letzte Wort über die Brexit-Verhandlungen mit der EU einräumen würde. Das Parlament soll die ausgehandelte Vereinbarung mit der EU annehmen oder ablehnen können. Das Tauziehen um das Brexit-Gesetz ist noch nicht vorbei: Die Gesetzesvorlage mit dem Zusatz geht jetzt wieder an das Unterhaus zurück. Es könnte den Zusatz wieder streichen. Beide Parlamentskammern müssen dem Gesetz zustimmen, damit May die Scheidung von der EU überhaupt einreichen kann.

Mehr dazu hier.

20:45 Uhr

"Giga-Fabrik" für Batterien in Europa geplant

6ce9f2e09f43f3ac24dc264b2adf966f.jpg

Peter Carlsson - CEO von Northvolt.

(Foto: REUTERS)

Ein ehemaliger Manager des Elektroautobauers Tesla will eine gigantische Batterie-Fabrik in Europa bauen. Peter Carlsson sagte der "Financial Times", er wolle damit verhindern, dass Europa zu abhängig von Batterieherstellern in Asien wird. Die Fabrik soll in Skandinavien entstehen. Vermutlich in Schweden, sagte Carlsson, der das Startup Northvolt leitet. Auch andere Batteriehersteller für Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge planen Fabriken in Europa. LG Chem Ltd aus Südkorea will im zweiten Halbjahr auch in Polen produzieren und Samsung SDI in Ungarn. Tesla hatte bereits eine riesige Batterie-Fabrik in den USA in Betrieb genommen.

19:56 Uhr

Haftstrafe nach Anschlag auf Flüchtlingsheim

Ein 32-Jähriger muss wohl ins Gefängnis, weil er ein Flüchtlingsheim in Zwickau angegriffen hatte. Das Landgericht Zwickau verurteilte ihn zu vier Jahren und drei Monaten Haft. Er wurde unter anderem des versuchten 15-fachen Mordes schuldig gesprochen. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Der Mann hatte gestanden, dass er im vergangenen Mai zwei Molotowcocktails in das Asylbewerberheim geworfen hatte.

19:35 Uhr

Mord in Herne - Polizei prüft Hinweis auf weitere Tat

a7a32181bc11b879f37dd2c25d4a4886.jpg

Nach diesem jungen Mann wird gefahndet.

(Foto: AP)

Nach dem Mord an einem 9-Jährigen aus Herne gibt es einen Hinweis auf einen möglichen zweiten Mord. Die Polizei prüft das gerade. Unter Tatverdacht steht ein 19-jähriger Nachbar des Jungen, der untergetaucht ist. Nun hat sich in einem Internet-Chat eine Person als der 19-Jährige ausgegeben. Laut Polizei war Folgendes in dem Chat zu lesen: "Ich habe mich in die Hand geschnitten, als ich das 120 kg Biest bekämpfte. Sie leistete mehr Widerstand als das Kind. Ich folterte aus ihr die Daten für Bank, PC und Telefon heraus, deshalb kann ich den Namen nicht veröffentlichen." Demnach soll die angebliche zweite Tat in einem Umkreis von 80 Kilometern um Herne passiert sein.

Die Polizei kann noch nicht sagen, ob die Nachricht wirklich von dem 19-Jährigen stammt. Die Gefahrenlage mache es aber nötig, das ernst zu nehmen, hieß es von der Polizei. Sie fragt, ob seit dem frühen Morgen eine Frau vermisst wird.

Mehr dazu lesen Sie hier.

 

19:19 Uhr

Affe aus Tierpark in Greifswald gestohlen

47014731.jpg

Lisztaffen aufgenommen im Berliner Zoo.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im Zoo in Mannheim war ein Pinguin verschwunden, jetzt wird in Greifswald ein Lisztaffe vermisst. Vom Tierpark hieß es, er sei gestohlen worden. Der oder die Täter seien ins Affenhaus eingebrochen und hätten einen Zaun zerschnitten. Ein Tierpfleger entdeckte demnach heute Morgen, dass der 30 Zentimeter große Affe nicht mehr da war. Er gehörte zu einer kleinen Herde von fünf Artgenossen.

18:56 Uhr

Merkel: Halten Streit mit der Türkei aus

Wir bleiben beim Streit über den Wahlkampf türkischer Minister in Deutschland. Kanzlerin Merkel hat dazu aufgerufen, gelassen und souverän zu bleiben. Sie sei dagegen, türkischen Regierungsmitgliedern Auftritte in Deutschland zu verbieten, sagte sie in der Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion laut Teilnehmern. Wichtig sei, dass man in Deutschland die Werte lebe, die in der Türkei missachtet würden. Dass die Absage von Wahlkampfauftritten türkischer Politiker politisch motiviert sei, wies Merkel erneut zurück. Mit Blick auf die Nazi-Vorwürfe von Präsident Erdogan sagte sie: "Das halten wir aus."

Nächsten Monat können auch 1,4 Millionen in Deutschland lebende Türken über die Einführung eines Präsidialsystems in der Türkei abstimmen. Innenminister de Maizière warf Ankara vor, bewusst zu provozieren, um die Wahlbeteiligung nach oben zu treiben.

18:34 Uhr

Proteste begleiten Cavusoglu-Auftritt in Hamburg

5160ab18b3fdee59a417b0acabf93f35.jpg

"Hayir" - das türkische Wort für Nein ist auf Schildern der Demonstranten zu lesen.

(Foto: dpa)

Rund 200 Menschen haben gegen den Wahlkampfauftritt des türkischen Außenministers Cavusoglu in Hamburg protestiert. Die Alevitische Gemeinde Hamburg hatte die Demonstration angemeldet, um "gegen den Missbrauch der Grundwerte wie Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und Pressefreiheit" in der Türkei zu protestieren. Daran wollten sich auch verschiedene kurdische und türkische Organisationen beteiligen. Laut Polizei versammelten sich gleichzeitig gut 100 Anhänger von Cavusoglu im Garten der Residenz des Generalkonsuls, wo der Politiker auftreten soll.

Update: Cavusoglu hat die deutsche Regierung erneut scharf angegriffen. Was er gesagt hat, lesen Sie hier.

18:15 Uhr

Abgeordnete fahren lieber ohne Handy nach Russland

Smartphones, Laptops und Tablets – das alles sollten dänische Abgeordnete bei ihrer Russland-Reise lieber nicht mitnehmen. Warum? Aus Angst vor Hackerangriffen.

  • "Auf Wiedersehen, Smartphone", schrieb Ex-Außenminister Martin Lidegaard am Montag auf Facebook. Seiner Delegation sei geraten worden, keine technischen Geräte mitzunehmen.
  • Sein Kollege Nick Haekkerup erklärte, er müsse eine Woche lang ohne Internet, E-Mails und soziale Medien auskommen. Beide sind mit dem Auswärtigen Ausschuss des Parlaments in Russland unterwegs.
  • Hacker-Vorwürfe gegen Russland gab es zuletzt aus den USA: Moskau soll für die Cyber-Attacke auf die US-Demokraten verantwortlich sein. Dänische Ministerien waren in den letzten beiden Jahren mehrfach von Hackern angegriffen worden. Laut der Regierung in Kopenhagen steckte eine staatlich finanzierte Hackergruppe aus dem Ausland dahinter – woher, wurde aber nicht geklärt.
17:48 Uhr

Kreissägen-Mord: Verlobter war "nicht sonderlich erstaunt"

Der Prozess um den Mord mit einer Kreissäge wirft viele Fragen auf. Zum Beispiel, warum der Verlobte der Angeklagten offenbar einen Mord deckte. Sie hatte im Prozess zugegeben, ihren Ex-Freund mit einer Handkreissäge getötet zu haben. Vor dem Landgericht München beschrieb der Verlobte nun, was ihm durch den Kopf ging, als er die Leiche seines Vorgängers auf dem Dachboden fand:

  • "Jetzt wartest Du mal ab und hörst Dir an, was die Frau Dir zu erzählen hat", habe er sich gedacht und nicht die Polizei gerufen.
  • "Ich kann Ihnen nur sagen, dass ich da eine Frau hatte, in die ich mehr als verschossen war." Und: "Von meiner Verliebtheit abgesehen, war mir klar: Ich muss hier bleiben und ihr helfen."
  • "Ich war schockiert, aber nicht sonderlich erstaunt." Seine Freundin habe schließlich große Angst vor ihrem früheren Lebensgefährten gehabt, der habe sie "behandelt wie ein Stück Scheiße".
  • Der Verlobte sitzt jetzt selbst im Gefängnis. Nach Überzeugung des Gerichts hatte er geholfen, die Leiche zu beseitigen. Gegen das Urteil hat er Rechtsmittel eingelegt.
17:20 Uhr

Manila stimmt für Wiedereinführung der Todesstrafe

de9cdb9d58002d624ec8b7f0a5c62479.jpg

Duterte, der Präsident der Philippinen, hatte öffentlich dazu aufgerufen, Drogensüchtige und Dealer zu töten. Berichten zufolge soll er Killerkommandos geduldet haben, die Tausende Menschen ermordet haben sollen.

(Foto: AP)

Die Philippinen werden wohl nach elf Jahren die Todesstrafe für Drogendelikte wieder einführen. Das Parlament in Manila hat mit großer Mehrheit dafür gestimmt. Demnach sollen Menschen durch den Strang, Erschießen oder eine Giftspritze hingerichtet werden. Die Todesstrafe gelte nicht zwingend für alle Drogendelikte, hieß es. Der Senat muss dem Gesetz noch zustimmen. Gegner der Todesstrafe haben schon gesagt, dass sie vor das oberste Gericht ziehen wollen.

16:44 Uhr

Dobrindt "hofft" auf BER-Eröffnung unter neuem Chef

d2998344f3189506e9738b57bc253e49.jpg

Engelbert Lütke Daldrup war Berliner Staatssekretär für Bauen und Wohnen. Nun könnte er der Mann sein, der den BER an den Start bringt.

(Foto: dpa)

"Ich hoffe für den Flughafen sehr, dass er der BER-Chef ist, der ihn an den Start bringt." So hat Verkehrsminister Dobrindt dem neuen Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup viel Erfolg gewünscht. Wahre Zuversicht klingt anders, wenn sie mich fragen, doch wen wundert's? Dobrindt sagte, es habe sich in der Vergangenheit gezeigt, "dass der BER eine extreme Herausforderung ist für jeden, der da tätig ist". Man könne daher nur jedem wünschen, dass er im möglichen Zeitrahmen Erfolg habe. Gestern musste der bisherige Chef der Berliner Flughafengesellschaft Karsten Mühlenfeld gehen. Die BER-Eröffnung wurde insgesamt fünf Mal verschoben.

16:11 Uhr

Türkischer Außenminister tritt doch in Hamburg auf

Der türkische Außenminister Cavusoglu soll heute Abend doch noch einen Wahlkampfauftritt in Hamburg haben. Eine Polizeisprecherin sagte, er werde in der Residenz des Generalkonsuls seines Landes sprechen. Eigentlich hatte Cavusoglu in einer Hochzeitshalle vor Hunderten Türken auftreten wollen. Die Behörden hatten die Veranstaltung aber wegen Brandschutzmängeln abgesagt.

Der türkische Außenminister will für die Einführung des Präsidialsystems in der Türkei werben. Auch andere geplante Auftritte von türkischen Ministern in Deutschland waren zuvor – etwa wegen Sicherheitsbedenken – abgesagt worden. Cavusoglu und Präsident Erdogan sprachen daraufhin von Nazi-Methoden. Die Bundesregierung hält den Vergleich für absurd. Solche Äußerungen "disqualifizieren sich von selbst", sagte zum Beispiel Kanzlerin Merkel.

15:46 Uhr

Skifahrer bekommen Schnee satt

n-tv Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Skifahrer aufgepasst! Den Nord- und Zentralalpen steht eine schneereiche Zeit bevor. Mit kräftigen nordwestlichen Höhenwinden wird sehr feuchte Luft gegen die Alpen geführt, die in den West- und Nordweststaulagen östlich der Berner Alpen große Niederschlagsmengen bringen wird - oberhalb von 1000 bis 1700 Meter als Schnee.

Schwerpunkte sind Bregenzer Wald und Arlberg mit bis zu 2 Meter Neuschnee. Weiters Wetterstein und Karwendel im bayerischen-österreichischen Grenzgebiet bis rüber ins Berchtesgadner Land mit rund einem Meter Neuschnee. Und schließlich das Dachsteingebiet (Salzkammergut) mit ebenfalls bis zu 2 Meter.

Das alles in einem Zeitraum von heute bis Samstag früh. Wegen der kräftigen Höhenwinde sind auch starke Verwehungen möglich! Damit wird die Lawinengefahr, die jetzt bereits verbreitet in der Schweiz und Österreich mit Stufe 3 von 5 erheblich ist, weiter ansteigen.

15:32 Uhr

Jacke mit 8000 Euro landet im Altkleider-Container

Es heißt ja, wenn man ein Kleidungsstück zwei Jahre nicht getragen hat, sollte man sich davon trennen. Das hat sich womöglich auch eine Frau im baden-württembergischen Wertheim gedacht und die Lederjacke ihres Mannes in die Altkleidersammlung gegeben. Leider waren in der Tasche der Jacke anscheinend 8000 Euro. Der Mann bat jedenfalls deshalb Polizisten um Hilfe. Die ließen den Altkleidercontainer öffnen. Allerdings war er in der Zwischenzeit schon geleert worden und die Jacke war nicht mehr da.

15:03 Uhr

Trump nennt falsche Zahlen zu Guantánamo

US-Präsident Trump kritisiert die Politik seines Vorgängers und fährt dabei mit falschen Zahlen auf. Es geht um das Gefangenenlager Guantánamo. Trump twitterte, "122 böse Gefangene, von der Obama-Regierung aus Guantánamo freigelassen, sind aufs Schlachtfeld zurückgekehrt". In einer Statistik des Büros des Nationalen Geheimdienstdirektors steht zwar, dass 122 von insgesamt 693 aus Guantánamo entlassenen Ex-Häftlingen den terroristischen Kampf aufgenommen haben. Allerdings wurden nur 9 dieser 122 Männer während Obamas Amtszeit entlassen. Alle anderen wurden schon unter Bush in andere Länder überstellt.

14:43 Uhr

George Michael starb eines natürlichen Todes

86785200.jpg

George Michael wurde 53 Jahre alt.

(Foto: picture alliance / Filip Singer/)

George Michael starb an einer Herzmuskelentzündung und einer Fettleber. Rund zehn Wochen nach seinem Tod steht nun die Todesursache fest. Die Untersuchung sei damit abgeschlossen, sagte Darren Salter von der Rechtsmedizin in Oxfordshire. Michael hatte immer wieder mit Drogenproblemen Schlagzeilen gemacht. Am ersten Weihnachtstag wurde er leblos aufgefunden. Sein Manager hatte damals Herzversagen als wahrscheinliche Todesursache genannt.

Zur ausführlichen Meldung geht es hier.

14:25 Uhr

Facebook muss nicht alle Hetz-Beiträge löschen

41a11a5f99fed28082ba23ea190e628d.jpg

Anas M. hatte ein Selfie mit Kanzlerin Angela Merkel gemacht - sein Bild wurde neben Fahndungsfotos von Terroristen montiert.

(Foto: dpa)

Als Terrorist und Attentäter wurde er auf Facebook bezeichnet – der syrische Flüchtling Anas M. ist aber nichts davon. Trotzdem wurden die Beiträge mit verleumderischen Fotomontagen hundertfach geteilt. Weil Facebook auch die geteilten Beiträge nicht alle löschte, klagte der Flüchtling. Das Landgericht Würzburg folgte seinem Antrag auf eine Einstweilige Verfügung aber nicht. Facebook habe sich die Verleumdungen von Dritten nicht zu Eigen gemacht und könne deshalb nicht zu einer Unterlassung gezwungen werden, hieß es vom Gericht. Anas M. muss deshalb weiterhin selbst nach verleumderischen Beiträgen über ihn suchen und sie melden.

Mehr dazu lesen Sie hier.

14:10 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leser,

wieder so ein nasskalter Tag hier in Berlin. Da müssen meine schönen neuen Sneaker wohl noch eine Weile das Regal hüten, die Dinger sind sogar schon fertig imprägniert. Aber wenn der Frühling da ist, bin ich bereit wie Spongebob! Genug Schuh-Gerede. Hier finden Sie die Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammengefasst. Juliane Kipper hat Feierabend und lässt grüßen. Ich bin Heidi Ulrich und übernehme bis zum späten Abend. Wenn Sie mir schreiben möchten, erreichen Sie mich über heidi.ulrich@nama.de.

13:45 Uhr

Japan will Vergewaltigungs-Gesetz reformieren

Die Mindeststrafe für Vergewaltigungen in Japan beträgt derzeit drei Jahre. Das 110 Jahre alte Gesetz soll jetzt reformiert werden.

  • Die Mindeststrafe für Vergewaltigungen soll auf fünf Jahre angehoben werden.
  • Künftig sollen Ermittlungen wegen Vergewaltigung auch dann eingeleitet werden können, wenn das mutmaßliche Opfer keine Anzeige erstattet hat.
  • In dem neuen Gesetz werden erstmals auch Männer als Opfer von Vergewaltigungen anerkannt.

Da es ein großes Interesse der Bevölkerung an dem Gesetz gebe, werde die Regierung ihr "Bestes tun, es schnell zu verabschieden", sagte Justizminister Katsutoshi Kaneda vor Journalisten. Das Parlament soll schon bald über die Reform abstimmen. Das derzeit geltende Gesetz zu Vergewaltigungen war 1907 in Kraft getreten.

12:55 Uhr

Zoll stellt 422 Elefanten-Stoßzähne sicher

88801646.jpg

Der Handel mit Elfenbein ist international seit Ende der 1980er Jahre verboten.

(Foto: picture alliance / Sakchai Lalit)

Auf dem Flughafen von Thailands Hauptstadt Bangkok hat der Zoll insgesamt 422 Elefanten-Stoßzähne aus Afrika im Wert von umgerechnet fast einer halben Million Euro beschlagnahmt. Die 330 Kilogramm Elfenbein wurden Anfang März an Bord von zwei Maschinen der äthiopischen Fluglinie Ethiopian Airlines entdeckt.

  • Ein Mann aus Gambia wurde festgenommen. Vermutet wird, dass das Elfenbein aus dem südostafrikanischen Staat Malawi stammt.
  • Der Gesamtwert der Stoßzähne wurde von den Behörden auf 17 Millionen thailändische Baht (etwa 457.000 Euro) beziffert. Das Elfenbein war im Frachtraum der Flugzeuge zwischen einer Tonne Steinen versteckt.
12:15 Uhr

US-Gesundheitsreform wird zum Internet-Meme

Die Abschaffung von der als "Obamacare" bekannten US-Gesundheitsreform nimmt langsam konkrete Formen an. Die Republikaner haben gestern einen Entwurf vorgelegt, um das Gesetz des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama rückgängig zu machen und durch ein neues System zu ersetzen. Das ist ein zentrales Wahlkampfversprechen von Donald Trump gewesen. Auf Twitter machen die Leute ihrem Unmut jetzt Luft. Aber sehen Sie selbst.

*Datenschutz

*Datenschutz

*Datenschutz

*Datenschutz

*Datenschutz

11:55 Uhr

LKA nimmt rockerähnliche Gruppierung ins Visier

*Datenschutz

Mit einer Großrazzia in fünf Bundesländern sind die Sicherheitsbehörden gegen Mitglieder einer sogenannten rockerähnlichen Gruppierung vorgegangen. Die Durchsuchungen fanden in Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen statt.

  • Sie stünden im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Geldwäsche, Erpressung, Drogenvergehen und anderen Delikten, teilten das hessische Landeskriminalamt (LKA) und die Staatsanwaltschaft Darmstadt mit.
  • Im Fokus der Ermittler stehen demnach zwei Firmen und zehn Verdächtige im Alter von 29 bis 56 Jahren. Mit der Razzia sollten Beweise wie Datenträger und Dokumente gesichert werde. Nähere Angaben machten die Beamten unter Verweis auf die laufende Aktion nicht.

Rockerähnliche Gruppierungen ähneln in Auftreten und Struktur Rockerorganisationen wie den Hells Angels, die ebenfalls im Bereich der organisierten Kriminalität aktiv sind. Motorräder spielen bei ihnen allerdings keine Rolle. Sie firmieren etwa als Boxvereine.

11:33 Uhr

Lawine reißt in Frankreich mehrere Skifahrer mit

Eine Lawine in den französischen Alpen hat nach ersten Informationen mehrere Skifahrer mitgerissen, aber keine Opfer gefordert. Das sagte ein Sprecher der Gendarmerie. Die Suche sei eingestellt worden. Die Lawine war bei schlechten Wetterbedingungen im Wintersportgebiet von Tignes nahe der italienischen Grenze abgegangen. Erst Mitte Februar hatte eine etwa 400 Meter breite Lawine bei Tignes in der Alpen-Region Savoyen vier Menschen abseits der Pisten in den Tod gerissen. Das bis dahin schlimmste Lawinenunglück des Winters in Frankreich hatte drei Touristen und ihren erfahrenen Skilehrer getroffen. Die Gruppe war mit Snowboards unterwegs, die Männer hatten sie zum Zeitpunkt des Unfalls aber nicht angeschnallt. Der Lehrer hatte die ganze Gruppe mit Lawinen-Detektoren ausgestattet, die Hilfe kam aber zu spät.

11:16 Uhr

Die wenigsten Mütter arbeiten Vollzeit

Die klassische Arbeitsteilung gilt nach wie vor in den meisten Familien mit Kleinkindern in Deutschland. Lediglich 10 Prozent der Mütter mit Sprösslingen unter drei Jahren hätten 2015 einen Vollzeitjob, teilt das Statistische Bundesamt mit. Bei den Vätern waren es hingegen 83 Prozent. In Ostdeutschland waren allerdings deutlich mehr Mütter voll erwerbstätig (21 Prozent). Wie die Wiesbadener Behörde weiter mitteilte, hatte bei gut der Hälfte (51 Prozent) der Paare mit Kleinkindern der Mann einen Vollzeitjob, die Frau war nicht erwerbstätig. Der umgekehrte Fall war mit 2 Prozent äußerst selten. Die Kombination Vater mit Vollzeitjob und Mutter in Teilzeitbeschäftigung gab es bei etwa einem Viertel der Paare. Bei 8 Prozent arbeiteten beide Elternteile voll.

10:51 Uhr

Samuel L. Jackson teilt gegen Ben Carson aus

Diesen Vergleich konnte Hollywood-Star Samuel L. Jackson nicht auf sich sitzen lassen. Auf Twitter beschimpft er den republikanischen Wohnungsbauminister Ben Carson von US-Präsident Donald Trump, der kurz zuvor Einwanderer mit Sklaven verglich. Nach dessen Rede in Detroit schreibt der Schauspieler: "OK!! Ben Carson....! Ich kann nicht! Einwanderer? Im Bauch von Sklavenschiffen? Motherf***er, bitte!"

Carson hatte zuvor wörtlich gesagt: "Da waren andere Einwanderer, die im Bauch von Sklavenschiffen hierher kamen, sogar länger arbeiteten, sogar härter und für weniger." Auch sie hätten davon geträumt, dass ihre Nachfahren in den USA zu Wohlstand und Glück finden würden.

*Datenschutz

 

10:28 Uhr

Neuer BER-Chef will im Sommer Fahrplan vorlegen

Der neue Chef des Hauptstadtflughafens, Engelbert Lütke Daldrup, will bis zum Sommer einen Zeitplan für die Fertigstellung der Baumaßnahmen am BER vorlegen. Danach solle ein Fahrplan für die Inbetriebnahme erarbeitet werden. Das sagte er im RBB-Inforadio.

  • "Wir werden dann intensiv diskutieren, wann der richtige Zeitpunkt ist, einen belastbaren, auf Herz und Nieren geprüften Fahrplan für die Inbetriebnahme vorzulegen. Da werde ich mich heute nicht festlegen", sagte Lütke Daldrup.
  • Bei der Terminplanung sei Sicherheit notwendig: "Es geht nicht darum, irgendeinen Termin zu benennen, sondern wir müssen einen Termin haben, den wir auch einhalten können."

Der Berliner Staatssekretär Engelbert Lütke Daldrup soll als neuer Flughafenchef den künftigen Hauptstadtflughafen BER an den Start bringen. Der Aufsichtsrat hatte den Stadtplanungs-Ingenieur am Montag einstimmig zum Nachfolger von Karsten Mühlenfeld ernannt, der nach eigenmächtigen Personalentscheidungen seinen Posten räumen musste.

10:05 Uhr

Justiz ermittelt gegen Ex-Geliebte von Kachelmann

88790858.jpg

Die ehemalige Geliebte von Jörg Kachelmann.

(Foto: picture alliance / Frank Rumpenh)

Gegen die frühere Geliebte von Wettermoderator Jörg Kachelmann hat die Staatsanwaltschaft Mannheim Ermittlungen wegen des Verdachts auf Freiheitsberaubung eingeleitet. Das bestätigte eine Justizsprecherin. Die Staatsanwaltschaft wurde dabei von sich aus tätig - als Konsequenz aus einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt von 2016.

  • Das OLG entschied damals, dass die Frau im Jahr 2010 Kachelmann bewusst falsch wegen Vergewaltigung angezeigt habe.
  • In dem Prozess ging es um Schadenersatz, nicht um Freiheitsberaubung. Der Wettermoderator saß 132 Tage in Untersuchungshaft. Das OLG Frankfurt hatte geurteilt, die Frau sei mit "krimineller Energie" und "direktem Vorsatz" vorgegangen. Dies habe zur Freiheitsberaubung - Kachelmanns U-Haft - geführt.
  • Bei der Prüfung des OLG-Richterspruchs habe sich ein Anfangsverdacht ergeben, sagte nun die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Mannheim.

Mehr Informationen zum Prozess gibt es hier.

09:45 Uhr

EuGH urteilt: Mitgliedstaaten dürfen Einreisevisa nach nationalem Recht vergeben

EU-Staaten müssen in ihren Auslandsbotschaften keine sogenannten humanitären Visa ausstellen, damit Flüchtlinge hier einen Asylantrag stellen können. Dies entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. Demnach steht es den Staaten frei, ihre Einreisevisa nach nationalem Recht zu vergeben.

  • Konkret ging es um eine christlich-orthodoxe Familie aus Aleppo in Syrien. Die Eltern und ihre drei Kinder hatten in der belgischen Botschaft in der libanesischen Hauptstadt Beirut Visa beantragt, um in Belgien einen Asylantrag stellen zu können.
  • Der Familienvater gab dazu an, er sei in Syrien bereits von einer bewaffneten Gruppe entführt und gefoltert worden, bis er gegen Lösegeld frei kam. Wegen ihres Glaubens drohe der Familie weitere Verfolgung.

Das belgische Ausländeramt lehnte die Visaanträge ab. Wie nun der EuGH entschied, ist es Sache der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten, ob sie in solchen Fällen Visa erteilen wollen. EU-Recht regle bislang nur Durchreise- und Touristenvisa für Aufenthalte bis zu 90 Tagen. Bei einer Einreise für einen Asylantrag gehe es aber um einen längeren Aufenthalt. Ohne EU-rechtliche Grundlage sei aber auch die Grundrechtecharta der EU nicht anwendbar.

Mehr zum Thema können Sie hier nachlesen.

09:22 Uhr

Eisbärenbaby Fritz hat es nicht geschafft

*Datenschutz

Er war der ganze Stolz des Berliner Tierparks. Doch bevor die Öffentlichkeit ihn überhaupt zu Gesicht bekommen hat, ist das vier Monate alte Eisbärenbaby Fritz gestorben, teilt der Tierpark mit. In der Tierklinik überwachten Tierarzt Dr. Andreas Pauly und Tierpflegerin Jeane Falkenberg den erkrankten Eisbären. Gegen 19:30 Uhr soll sein Atem unregelmäßig geworden sein. Auch eine Herzdruckmassage und Sauerstoff halfen nicht, sodass der kleine Eisbär gegen 20 Uhr verstarb. "Wir sind fassungslos, sehr traurig und deprimiert. Es ist unglaublich, wie schnell uns dieser kleine Eisbär ans Herz gewachsen ist. Dennoch gilt es jetzt, die Ergebnisse der Obduktion abzuwarten, um Klarheit über die plötzliche Todesursache zu erhalten", sagt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Bereits am Montag hatte er mitgeteilt, das das Tier einen "schweren Leberschaden" habe.

Mehr zum Thema können Sie hier lesen.

09:05 Uhr

Model Chrissy Teigen spricht über ihre Wochenbettdepression

*Datenschutz

Angst-, Schuld- und Versagensgefühle, sexuelle Unlust und Suizidgedanken. Jede siebte Gebärende leidet an einer Wochenbettdepression. Vor allem bleiben betroffene Frauen aber das eigene Kind fremd: Sie können es nicht lieben. In leichteren Fällen handelt es sich um die als "Babyblues" bekannte, hormonell bedingte Verstimmung, die nach ein paar Stunden oder Tagen von allein wieder verschwinde. Nach der Geburt ihrer Tochter äußert sich jetzt US-Model Chrissy Teigen in einem Essay in der US- Ausgabe der Zeitschrift "Glamour" erstmals öffentlich über ihre Wochenbettdepression nach Geburt ihrer Tochter Luna.

  • "Ich hatte alles, was ich brauchte, um glücklich zu sein. Und trotzdem fühlte ich mich im vergangenen Jahr sehr oft unglücklich", schrieb Teigen.
  • Es sei ihr schwer gefallen, die Diagnose zu akzeptieren und sie habe auch gezögert, darüber zu sprechen. "Ich sah meinen Arzt an und meine Augen tränten, weil ich es leid war, Schmerzen zu haben. Auf der Couch zu schlafen. Nachts aufzuwachen. Mich zu übergeben. Mich an den falschen Menschen abzuarbeiten. Mein Leben nicht zu genießen. Meine Freunde nicht zu sehen. Nicht die Energie zu haben, mit meinem Baby einen Spaziergang zu machen."
08:44 Uhr

MH370-Angehörige wollen Suche nach Flugzeug fortsetzen

Die offizielle Suche nach den 239 Passagieren einer Malaysia-Airlines-Passagiermaschine ist offiziell Mitte Januar eingestellt worden. Jetzt verlangen die Angehörigen, die eingestellte Suche nach dem Flugzeug wieder aufzunehmen.

  • "Wir wollen nicht akzeptieren, dass Flug MH370 ohne eine Spur verschwinden kann", sagte die Anwältin Grace Nathan, deren Mutter an Bord der Maschine war. "Flugzeuge können ersetzt werden, 239 Menschenleben nicht."
  • Zum dritten Jahrestag gründeten Angehörige nun einen Fonds, um eine Fortsetzung der Suche privat zu finanzieren. Ziel ist, etwa 15 Millionen US-Dollar (etwa 14,2 Millionen Euro) zusammenzubringen.

Die Boeing 777 war am 8. März 2014 auf einem Linienflug von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur in die chinesische Hauptstadt Peking plötzlich von den Radarschirmen verschwunden, ohne dass man dafür bislang eine offizielle Erklärung hat.

08:23 Uhr

Rapper spendet Rekordsumme an öffentliche Schulen

ba83b40469ebb03331c19bf9c2600454.jpg

Die umgerechnet gut 945.000 Euro stammen laut US-Medien aus Ticket-Verkäufen.

(Foto: AP)

Grammy-Gewinner Chance the Rapper hat den öffentlichen Schulen seiner Heimatstadt Chicago eine Million Dollar gespendet - und damit Michelle Obama erfreut. In einer Grundschule der Stadt überreichte der 23-Jährige Schulkindern den Scheck.

  • "Dieser Scheck ist ein Aufruf zu handeln", sagte der Rapper. "Ich fordere große Firmen und Konzerne in Chicago und im ganzen Land auf, zu spenden und aktiv zu werden." Die umgerechnet gut 945.000 Euro stammen laut US-Medien aus Ticket-Verkäufen und sollen für den Kunstunterricht der Schulen verwendet werden.
  • Für viel mehr dürfte es auch nicht reichen - laut US-Medien fehlen den öffentlichen Schulen in Chicago rund 215 Millionen Dollar (etwa 203 Millionen Euro), um das laufende Schuljahr finanzieren zu können.

Der Rapper hatte sich vorige Woche mit dem zuständigen Gouverneur von Illinois, dem Republikaner Bruce Rauner, getroffen, um über den Schuletat zu verhandeln. Diese Gespräche waren nach Angaben des Künstlers erfolglos, also wurde er selbst aktiv. Die ebenfalls aus Chicago stammende ehemalige First Lady Michelle Obama bedankte sich in einem Tweet bei dem großzügigen Spender. "Danke, dass du der Chicagoer Gesellschaft, die uns so viel gab, so viel zurückgibst", twitterte Obama.

08:05 Uhr

Tausende Afghanen fliehen aus ihren Heimatdörfern

In Afghanistan haben mehr als 22.000 Menschen seit Jahresbeginn wegen der anhaltenden Gewalt ihre Heimatdörfer verlassen müssen. Das geht aus einem in der Nacht veröffentlichten Bericht der Vereinten Nationen hervor. Demnach sind in 20 der 34 Provinzen Menschen vertrieben worden. Mehr als ein Drittel von ihnen (36 Prozent) hätten Zuflucht in Gegenden gefunden, die für Helfer schwer erreichbar sind. Der Bericht beinhaltet auch bereinigte Zahlen der Kriegsvertriebenen im vergangenen Jahr: Demnach hat der sich verschärfende Konflikt mit den radikalislamischen Taliban 2016 mehr als 652.000 Afghanen heimatlos gemacht. Für 2017 erwarten die UN mindestens 450.000 Binnenflüchtlinge.

07:26 Uhr

Bundeswehr probt Kampf gegen Terror im Inland

Von Dienstag bis Donnerstag trainieren Bundeswehr und Polizei erstmals gemeinsam die Reaktion auf einen großflächigen Terrorangriff in Deutschland. Es ist nur eine Übung - doch die Debatte um das seit Jahren strittige Thema Bundeswehreinsatz im Inneren wird dadurch neu befeuert.

  • Derartige Militäreinsätze unterliegen in Deutschland strengen Beschränkungen, über eine mögliche Lockerung wird immer wieder diskutiert.
  • Laut Verfassung sind die Einsatzbereiche von Polizei und Militär strikt getrennt. Die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit ist wegen der historischen Erfahrung des deutschen Militarismus alleinige Aufgabe der Polizei. Die Bundeswehr ist dagegen für die äußere Sicherheit zuständig.
  • Ein militärischer Waffeneinsatz im Inneren ist dem Grundgesetz zufolge nur erlaubt, wenn die Republik durch bürgerkriegsähnliche Zustände am Rande des Zusammenbruchs steht.
  • Ansonsten muss bei Bundeswehr-Aktivitäten im Inneren unterschieden werden zwischen Amtshilfe auf Anforderung der Bundesländer und echten "Einsätzen".
07:14 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leser,

kennen Sie das? Der Wecker klingelt und anstatt gleich aufzustehen, drücken Sie lieber den Snooze-Knopf, drehen sich nochmal fünf Minuten um und ehe Sie sich versehen, sind Sie schon fast zu spät dran. Ich hoffe, Sie kommen etwas entspannter in den Tag als ich. Heute werden uns unter anderem diese Themen beschäftigen:

  • Der Internationale Gerichtshof in Den Haag beschäftigt sich mit dem Konflikt zwischen der Ukraine und Russland. Die Ukraine hat ihren Nachbarn wegen angeblicher Unterstützung prorussischer Rebellen im Osten der Ukraine verklagt.
  • Der Europäische Gerichtshof urteilt über das Recht Verfolgter zur Einreise nach Europa.
  • Die Hauptverhandlung gegen die "Gruppe Freital" beginnt. Den acht Angeklagten wird neben der Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung unter anderem auch versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und Herbeiführung von Sprengstoffexplosionen vorgeworfen.
  • In China wird der Volkskongress fortgesetzt.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute durch die erste Tageshälfte. Wenn Sie Tipps haben, wie ich meinen Morgen etwas entspannter gestalten kann, kontaktieren Sie mich unter juliane.kipper (at) nama.de. Natürlich können Sie sich auch mit Fragen oder Anregungen an mich wenden.

06:31 Uhr

Wolken und Schauer dominieren den Tag

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

n-tv-Meteorologe Bjöern Alexander

Guten Morgen zum Wetter. Und das bringt heute früh zum Teil auch glatte Straßen mit. Das gilt im Bereich der Mittelgebirge und Richtung Alpen sowie in der Nähe zu Dänemark. Einerseits durch gefrierende Nässe, andererseits durch Schnee. Tagsüber dominieren dann häufig Wolken mit Schauern, die gelegentlich auch im Flachland mit Schnee und Graupel durchmischt und örtlich gewittrig sind. Meistens liegt die Schneefallgrenze aber zwischen 300m in der Mitte und 500m im Süden. Alles in allem sind besonders im Bereich von Alpen und Schwarzwald stellenweise um die 20 bis 25 cm Neuschnee möglich. Natürlich mit entsprechender Glätte und der Gefahr lokaler Schneeverwehungen.

Die Temperaturen: maximal 2 Grad im Ostseeumfeld sowie im Bergland und bis 9 Grad am Oberrhein. Dazu weht ein schwacher bis mäßiger, im Küstenbereich sowie im bayrischen Donauraum frischer Nordost- bis Nordwestwind. Dennoch wünsche ich Ihnen einen guten Start in diesen unterkühlten und teils leider mal wieder nassen Tag. Ihr Björn Alexander