Montag, 11. September 2017Der Tag

Heute mit Markus Lippold und Nora Schareika
00:16 Uhr

Das war Montag, der 11. September 2017

Das war's für heute, liebe Leser - fast. Denn ein Kollege sitzt gerade noch daran, ausführlich über die Performance der Kanzlerin in der Wahlarena zu schreiben. Vielleicht wollen Sie ja vor dem Schlafen noch reinschauen. Ansonsten war das ein Tag mit vielen Themen, aber ohne das eine Großereignis. Wir blicken also hier noch einmal auf die ganze Vielfalt der Stücke, die Sie besonders interessiert haben:

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend oder gute Nacht - je nachdem!

22:27 Uhr

Inseln vor Florida auf Wochen unbewohnbar

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(Foto: dpa)

Der Hurrikan "Irma" hat die Inselgruppe Florida Keys besonders heftig verwüstet. Das Weiße Haus schätzt die Lage so ein, dass die Bewohner erst in mehreren Wochen dorthin zurückkehren können. Grund sind die Zugbrücken, die die Straßen zwischen den Inseln verbinden. Auf Bildern war zu sehen, dass die zerstörten Häuser sich zum Teil aus ihren Fundamenten gelöst haben. "Ich würde davon ausgehen, dass Einwohner über Wochen nicht auf die Keys gelangen können", sagte der Heimatschutzberater von US-Präsident Trump. Die Inselgruppe wurde am Sonntagmorgen direkt vom Auge des Sturms getroffen. 70.000 Menschen sind dort zuhause.

Viele Menschen fordern bereits, dass Trump sein Luxusdomizil Mar-a-Lago für die kurzzeitig Obdachlosen öffnen soll.

22:07 Uhr

Festgenommenes Paar stammt aus Hessen

Wieder ist ein türkischstämmiges Ehepaar aus Deutschland in der Türkei festgenommen worden. Laut "Spiegel" kommen der Mann und die Frau aus dem hessischen Stadtallendorf. Die Bundesregierung habe von dem Fall nur Kenntnis bekommen, weil der Sohn sich gemeldet habe. Bisher ist nichts zu den Gründen bekannt. Der 45 Jahre alte Mann hat einen deutschen Pass, seine Frau besitzt beide Staatsbürgerschaften.

21:50 Uhr

Gabriel: AfD duldet Nazis in ihren Reihen

Sigmar Gabriel hat sich in dem bereits erwähnten "Handelsblatt"-Interview auch zur AfD ausgelassen. Er wirft der Partei vor, Nazis in ihren Reihen zu dulden.

  • "Da gibt es echte (Nazis) drin, na klar, nicht alle", sagte Gabriel.
  • Und: "Der (AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland) ist bestimmt kein Nazi, aber er duldet Nazis in seiner Partei."
  • In der letzten Sitzungswoche des Bundestages sei er wehmütig und traurig gewesen, "weil ich wusste, dass es eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt, dass, wenn ich wieder in den Bundestag komme, zum ersten Mal nach 1945 im Reichstag am Rednerpult echte Nazis stehen."
  • Er gehöre nicht zu denen, die AfD-Wähler mit der Begründung entschuldigten, man müsse sich mal Luft machen, betonte Gabriel. "Nazis zu wählen, dafür gibt es keine Entschuldigung."
21:23 Uhr

Konservative erreichen Mehrheit in Norwegen

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Erna Solberg ist amtierende Ministerpräsidentin in Norwegen.

(Foto: AP)

In Norwegen war heute Parlamentswahl. Die ersten Hochrechnungen sind eingelaufen. Dabei zeichnet sich eine Mehrheit für eine bürgerliche Regierung ab. Damit hat die konservative Ministerpräsidentin Erna Solberg die Chance auf eine Mehrheit. Die Situation nach der Schließung der Wahllokale ist jedoch nicht so eindeutig wie es scheint: Die Sozialdemokraten sind nämlich stärkste Kraft geworden - mit ihren Partnern reicht es aber nicht für eine Mehrheit.

21:10 Uhr

Gabriel: Rüstungsexporte in die Türkei auf Eis

Zwischen Deutschland und der Türkei gibt es seit Monaten Spannungen. Eine Hauptforderung an die Bundesregierung ist schon lange, dass keine Waffen mehr an die türkische Regierung geliefert werden dürfen. Außenminister Gabriel will nun "geliefert" haben: "Die großen Anträge, die die Türkei derzeit an uns stellt - und das sind wirklich nicht wenige - haben wir alle on Hold gestellt", sagte er dem Handelsblatt. Weil die Türkei Nato-Mitglied ist, wäre Deutschland eigentlich zum Liefern verpflichtet. In wenigen Fällen ist die Bundesregierung aber an internationale Verträge gebunden

20:40 Uhr

Merkel garantiert für "keine Obergrenze"

Kanzlerin Angela Merkel will weiter dafür garantieren, dass sie im Falle eines Wahlsieges keine Obergrenze für Flüchtlinge einführt: "Meine Haltung zu der Obergrenze ist ja bekannt, dass ich sie nicht will. Ich möchte sie nicht. Garantiert. Ich halte sie auch nicht für praktikabel."

CSU-Chef Seehofer hat neulich allerdings genau das Gegenteil gesagt: "Wir sind für die Obergrenze, und die werden wir mit allem Nachdruck vertreten, vor und nach der Wahl." Die CSU hat sich auf die Zahl 200.000 festgelegt.

20:28 Uhr

Ludwigshafener wollen keine Helmut-Kohl-Allee

In Ludwigshafen gibt es eine Straße mit dem einfachen Namen Rheinallee. Die soll umbenannt werden – in Helmut-Kohl-Allee. Doch es gibt Widerstand.

  • "Wir möchten es nicht", sagte Birgit Stärk, deren Unternehmen an der Rheinallee liegt. Sie hat eine Petition gegen die Umbenennung gestartet und bereits mehr als 200 Unterschriften gesammelt.
  • Die Petition habe nichts mit der Würdigung Kohls zu tun, sagt die Gegnerin, "sondern mit der Tatsache, dass wir die Umbenennung nicht wollen".
  • Ihre Kritik hat eher mit etwas anderem zu tun: Die Umbenennung koste Firmen an der erst kürzlich umbenannten Rheinallee viel Geld. Von der Visitenkarte bis zur Autoaufschrift müsse vieles geändert werden.

Übrigens wollten Linke und Grüne im Stadtrat die Umbenennung auch nicht. Sie begründeten das mit mangelnder Bürgerbeteiligung an der Entscheidung.

20:16 Uhr

Zweiter Fall von Suizid in Hamburger U-Haft

Kurz vor seinem Prozess hat sich ein 39-Jähriger in der Hamburger Untersuchungshaftanstalt das Leben genommen. Es ist bereits der zweite Fall innerhalb von zwei Wochen. An diesem Freitag hätte sein Prozess - eine Berufungsverhandlung - beginnen sollen. Erst am 30. August hatte sich ein mutmaßlicher Islamist in der U-Haft erhängt. In beiden Fällen beteuert die Justizbehörde, es habe keine Anzeichen für Selbstmordabsichten gegeben.

19:48 Uhr

15-Jähriger geht Mitschüler mit Messer an

Vieles ist bei dieser Geschichte noch im Unklaren. Die Polizei will erst morgen mehr bekanntgeben. So viel wissen wir:

  • An einer Klosterschule im thüringischen Roßleben soll ein 15-Jähriger einen 14 Jahre alten Mitschüler mit einem Messer verletzt haben.
  • Der Jugendliche wurde noch in der Schule festgenommen.
  • Der andere Junge wurde schwer verletzt mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.
  • Die Tat ereignete sich gegen 15 Uhr.
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Die Klosterschule von Roßleben.

(Foto: picture alliance / dpa)

 

19:23 Uhr

Abschiebeflug nach Afghanistan startet morgen

Von der Bundesregierung gibt es keine offizielle Ankündigung, doch Flüchtlingshelfer sind sich sicher: Morgen soll vom Flughafen Düsseldorf eine Maschine mit 15 Afghanen an Bord in Richtung Kabul starten. Es wäre der erste Abschiebeflug seit dem schweren Anschlag auf die deutsche Botschaft dort. Linke und Grüne werden Innenminister de Maizière vor, die Abschiebung durchzuziehen, um im Wahlkampf bei konservativen Wählern für die CDU zu punkten. Die Organisation Pro Asyl kritisiert die Abschiebung als "Demonstration der Härte" und organisiert Demonstrationen. Es könnte morgen also noch dramatisch werden.

Mein Kollege Issio Ehrich hat neulich bereits darüber geschrieben.

18:56 Uhr

Mann erschießt sieben Menschen bei Football-Party

Ein bewaffneter Mann hat in einem Haus bei Dallas im US-Bundesstaat Texas während einer Football-Party sieben Menschen erschossen und zwei weitere verletzt.

  • Ein Polizist erschoss den mutmaßlichen Täter in dem Haus in Plano.
  • Die Opfer hatten dort ein Footballspiel der Dallas Cowboys im Fernsehen geschaut.
  • Eine Augenzeugin berichtete, es habe am Abend vor dem Haus einen Streit zwischen einem Mann und einer Frau gegeben. Die Frau sei dann in das Haus zurückgegangen, der Mann sei ihr gefolgt. Dann seien mehrere Schüsse gefallen.

Hier lesen Sie mehr.

18:42 Uhr

Papst schimpft auf Klimawandel-Leugner

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(Foto: dpa)

Der Papst ist gerade aus Kolumbien zurück in Europa und wollte noch während des Fluges etwas an die Leugner des Klimawandels loswerden.

  • Die Klimaleugner seien "dumm", sagte Franziskus den mitreisenden Journalisten, und bezog sich auf die Hurrikan-Serie in der Karibik.
  • Wer nicht an den Klimawandel glaube, solle sich an Wissenschaftler wenden, deren Erkenntnisse seien "sehr klar, sehr präzise".
  • "Das sind keine aus der Luft gegriffenen Meinungen", sagte Franziskus.
  • Die Geschichte werde über die Entscheidungen der Verantwortlichen "richten".
18:24 Uhr

Mohrenkopftorte wird Othellotorte

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Die Othellotorte à la Niederegger.

Was ist schon dabei, wenn ein leckerer Kuchen Mohrenkopftorte heißt? Diese Frage haben sich auch die Betreiber des Traditionscafés Niederegger in Lübeck gestellt - und eine Antwort gegeben. 50 Jahre lang hieß so die hauseigene Kreation aus Biskuitteig mit Vanillecremefüllung und Schokoüberzug. Jetzt ist damit Schluss. Wie die Sprecherin des Marzipanunternehmens sagte, will man dem "Vorwurf des Rassismus" entgehen, indem man die Spezialität in "Othellotorte" umbenennt. Immerhin: So hieß sie im Konditorhandwerk "schon immer", wie der dazu befragte Obermeister der Konditor-Innung Schleswig-Holstein bemerkte. Man kann den Vorgang also so sehen, wie man will: als Einknicken vor politischer Korrektheit, aber auch als Rückkehr zu den Wurzeln.

18:01 Uhr

Eltern lassen Kleinkind auf der Hutablage schlafen

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Dieses Bild veröffentlichte die Polizei.

(Foto: dpa)

Wegen eines schlafenden Kindes haben Autofahrer in Bayern die Polizei alarmiert. Klingt erst einmal harmlos und dem Kind ging es auch gut. Es schlief allerdings ungesichert auf der Hutablage des elterlichen Autos, das währenddessen über die A9 bretterte. Nicht auszudenken, was eine Vollbremsung oder ein Unfall für den Zweijährigen bedeutet hätten. Das dachten sich auch die anderen Autofahrer, die die Polizei riefen. Sie zogen den Wagen bei Ingolstadt aus dem Verkehr. Die Eltern werden wohl ein Bußgeld zahlen müssen.

17:37 Uhr

US-Luftwaffe schickt Hauptattraktion für "Nato-Tage"

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Bomber vom Typ B-52 können mehr als 30 Tonnen explosiver Ladung aufnehmen.

(Foto: REUTERS)

Militärfans kommen am kommenden Wochenende in der tschechischen Industriestadt Ostrava auf ihre Kosten. Dort finden die diesjährigen "Nato-Tage" statt. Die Luftwaffe der USA hat dazu zwei ihrer schwersten Langstreckenbomber hingeschickt: ein Flugzeug vom Typ B52 und eins vom Typ B1. Neben Kampfflugzeugen wird es auch Hubschrauber und Panzer aus 17 Ländern zu bestaunen geben. Ach übrigens, wer es nicht bis Ostrava schafft: Das tschechische Fernsehen überträgt live.

Hier erfahren Sie noch mehr zum Auftritt der US-Bomber.

17:18 Uhr

Haftbefehle nach sexuellen Übergriffen auf Volksfest

In Franken sind Haftbefehle gegen drei junge Asylbewerber ergangen. Damit steht die Polizei aber erst am Anfang ihrer Ermittlungen zu sexuellen Übergriffen und einer Schlägerei auf dem Hischaider Volksfest am vergangenen Wochenende.

  • Am Samstagabend drängte eine Gruppe Männer zwei 13 und 16 Jahre alte Mädchen ab und begrapschte sie.
  • Die drei Tatverdächtigen sollen dabei zugesehen haben. Sie sind zwischen 16 und 19 Jahre alt und Asylbewerber aus dem Irak und Syrien.
  • Später betatschten dieselben Männer - es ist noch nicht ganz klar, wie viele - eine 17-Jährige unter einer Brücke.
  • Den Haupttäter konnte ein Sicherheitsdienst zunächst festhalten. Die drei Tatverdächtigen befreiten ihn aber.
  • Die Polizei sucht immer noch diesen Haupttäter und die möglichen weiteren Beteiligten.

Später kam es außerdem zu einer Schlägerei zwischen "zwei größeren Gruppen" Einheimischen und Asylbewerbern. Laut Polizei sind dabei auch Bierkrüge geflogen.

Hier mehr dazu.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:50 Uhr

Schwesig verteidigt Schulwahl für ihren Sohn

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Schwesig mit Mann und Kindern.

(Foto: dpa)

In den vergangenen Tagen hatte die frühere Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig einigen Ärger. Der Grund: Ihr Sohn besucht eine Privatschule, die sich in Mecklenburg-Vorpommern nicht jeder leisten kann. Für die Ministerpräsidentin ist das eine heikle Geschichte, weil sie sonst gerne davon spricht, dass Herkunft in der Schule keine Rolle spielen dürfe. Gegenüber der "Bild"-Zeitung verteidigt sich Schwesig: "Ich finde, dass jede Mutter und jeder Vater das Recht hat, gemeinsam mit den Kindern zu entscheiden, welche Schule das Kind besucht, und mein Sohn besucht einen freien Träger, der zum Schulwesen in Mecklenburg-Vorpommern gehört, wir finanzieren diese freien Träger." Das Schulgeld für Schwesigs Sohn soll rund 200 Euro pro Monat betragen.

16:17 Uhr

IS verübt blutigen Anschlag auf dem Sinai

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Militärpatrouille auf dem Sinai.

(Foto: picture alliance / Foaad Gharnou)

Von der ägyptischen Sinai-Halbinsel wird ein Anschlag auf Polizisten gemeldet.

  • Laut Ärzten und Sicherheitskräften gibt es mindestens 20 Todesopfer.
  • Die Angreifer attackierten einen Konvoi in der Nähe von Al-Arisch, zunächst mit einem improvisierten Sprengsatz.
  • Danach gab es einen Schusswechsel, bei dem die Angreifer auch Sanitäter anschossen.
  • Die ägyptische Regierung geht mit Informationen zur Lage auf dem Sinai sehr spärlich um.
  • In dem früher bei Touristen beliebten Gebiet hat sich seit einigen Jahren die Terrormiliz Islamischer Staat IS eingenistet.

Über die Seite "Amaq" hat der IS den Anschlag bereits für sich reklamiert. Dort ist von 8 Toten und 4 zerstörten Militärfahrzeugen die Rede.

Hier steht noch einmal alles ausführlich.

 

15:59 Uhr

Zehn Menschen sterben durch "Irma" auf Kuba

Der Hurrikan "Irma" hat die Insel Kuba hinter sich gelassen, dort hat der Zivilschutz inzwischen einen ersten Überblick über Schäden und Opfer - und traurige Nachrichten. Sieben Menschen kamen am Samstag in der Provinz Havanna ums Leben, drei weitere in Matanzas, Ciego de Ávila und Camagüey. Die größten Schäden richtete der Tropensturm im Norden Kubas an.

Hier lesen Sie mehr zu den Zerstörungen durch "Irma", hier mehr über die Auswirkungen auf den Tourismus in Kuba.

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(Foto: AP)

15:45 Uhr

Urteil ermöglicht Schmerzensgeld nach Polizeirrtum

Ein sieben Jahre zurückliegender Fall hat den Bundesgerichtshof zu einem wegweisenden Urteil veranlasst. Die Folge: Wer zum Beispiel aufgrund eines Irrtums für einen Tatverdächtigen gehalten und von Polizisten zu Boden geworfen wird und sich dabei zum Beispiel die Schulter ausrenkt, der hat Anspruch auf Schmerzensgeld. Genau dies war nämlich dem Kläger widerfahren, der im Oktober 2010 an einer Tankstelle ins Visier der Fahnder geriet. Die Polizei fahndete da gerade nach einem Mann, der auf ein Dönerlokal bei Wiesbaden geschossen hatte. Die Täterbeschreibung passte zufällig. Der Betroffene gab zu dem Zeitpunkt aber lediglich einen Lottoschein ab.

Hier zu den Details des Urteils.

15:23 Uhr

Lok kracht in stehenden Zug - 27 Verletzte

In einem Zug der Matterhorn-Gotthard-Bahn hat es heute gekracht. 27 Menschen sind verletzt worden, es schwebt aber niemand in Lebensgefahr. Das hat die Polizei des Kantons Uri mitgeteilt. Der Unfall ereignete sich demnach beim Rangieren auf dem Bahnhof von Andermatt - eine Lok sollte von einem zum anderen Ende des Zuges geführt werden. An Bord waren rund 100 Passagiere. Die Bahnstrecke ist bei Touristen beliebt.

Hier lesen Sie mehr dazu.

 

15:04 Uhr

"Reichsbürger" hortet scharfe Waffen und Munition

Ein Anhänger der sogenannten Reichsbürger hat sich durch unbedachte Äußerungen so verdächtig gemacht, dass die Polizei etwas genauer hingesehen hat - und prompt fündig wurde.

  • Eigentlich standen die Beamten vor seiner Wohnungstür in Dresden wegen eines Vollstreckungsbefehls über 35 Euro.
  • Der Mann weigerte sich jedoch, zu bezahlen und stellte direkt mal die ganze Rechtsordnung mitsamt der Polizei infrage.
  • Die Polizisten wussten offenbar aus Erfahrung, dass "Reichsbürger" so argumentieren, nahmen den 64-Jährigen fest und sahen sich in der Wohnung um. Dort lagerten mehr als 50 zum Teil scharfe Waffen und mehrere Hundert Schuss Munition.

Hier lesen Sie mehr dazu.

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(Foto: imago/Eibner)

14:52 Uhr

Auswärtiges Amt: Nordkorea ist vertrackter als Iran

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Mit US-Präsident Trump und Kim Jong-Un treffen in der Nordkorea-Krise zwei Hitzköpfe aufeinander.

(Foto: AP)

Bundeskanzlerin Merkel hat am Wochenende in einem Interview gesagt, Deutschland wolle sich für eine diplomatische Lösung in Nordkorea einsetzen. Ähnlich wie bei dem langwierig verhandelten Atomdeal mit dem Iran. Heute hat ein Sprecher des Auswärtigen Amts sich dazu etwas verhaltener geäußert. "Ich fürchte, das Nordkorea-Dossier ist in so mancherlei Hinsicht noch vertrackter als das Iran-Dossier", sagte er. Die Verhandlungen mit dem Iran haben übrigens zwölf Jahre gedauert und wurden auf mehreren Kontinenten geführt.

14:36 Uhr

Polizei findet Einbrecher unter der Matratze

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Die Ermittler prüfen nun, ob dem Tatverdächtigen noch mehr Einbrüche zugeordnet werden können.

(Foto: dpa)

Wie aus einem Witzfilm, auch ein bisschen idiotisch und verzweifelt mutet diese Polizeimeldung aus dem ostwestfälischen Bielefeld an:

  • Beamte rückten zu einer Hausdurchsuchung bei der Adresse eines gesuchten Einbrechers an.
  • Dessen Ehefrau sagte an der Tür, ihr Mann sei nicht zu Hause.
  • Doch eine "ungewöhnliche Wölbung" im Bett machte die Polizisten misstrauisch - und siehe da: Zwischen Matratze und Lattenrost hatte sich der Mann zu verstecken versucht.
  • In der Wohnung fanden sich außerdem Schmuck, ein Handy und ein Laptop - alles Diebesgut.
  • Inzwischen hat der Tatverdächtige vier Einbrüche gestanden.

Guten Tag übrigens - ich habe inzwischen hier die Regie im "Tag" übernommen und Markus Lippold in den Feierabend geschickt. Bis kurz vor 23 Uhr werde ich für Sie die Nachrichten im Auge behalten. Es grüßt Sie Nora Schareika.

14:23 Uhr

Klimaexperte erwartet mehr starke Hurrikans

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"Irma" war bereits riesig, als sich der Hurrikan noch auf dem Atlantischen Ozean befand.

(Foto: imago/UPI Photo)

"Irma" wurde mittlerweile zu einem Hurrikan der Stufe 1 herabgestuft. Die Gefahr ist freilich nicht gebannt, schließlich dürfte er Florida noch weitere Überschwemmungen bringen. Dass es mehr starke Hurrikans gibt, bringen Forscher mit dem Klimawandel in Verbindung:

  • Klimaexperte Anders Levermann rechnet aufgrund des Klimawandels zukünftig mit immer mehr starken Hurrikans.
  • "Wenn ein Hurrikan entstanden ist, nimmt er die Energie aus dem Wasser - und davon ist mehr da durch die globale Erwärmung", sagt er dem ZDF.
  • "Es ist nicht so, dass jetzt immer Hurrikans entstehen. Aber wenn sie entstehen, dann haben sie mehr Energie zur Verfügung", sagt der Wissenschaftler des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.
  • Die diesjährige Hurrikan-Saison beschreibt er als "wirklich enorm".
13:49 Uhr

Sejm-Gutachten: Polen hat Anspruch auf Reparationen

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Mit dem Überfall auf Polen begann 1939 der Zweite Weltkrieg - das Bild zeigt das zerstörte Warschau 1945.

(Foto: dpa)

In Polen ist die Debatte um Reparationsforderungen an Deutschland in vollem Gange. Nun liegt auch ein Gutachten des Parlaments vor:

  • Nach der Expertise des Sejm (hier als PDF) stehen dem Land Entschädigungen von Deutschland für die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg zu.
  • Im Gutachten heißt es: "Es ist legitim zu sagen, dass die Republik Polen einen Anspruch auf Entschädigungen von der Bundesrepublik Deutschland hat und die Behauptung, dass die Ansprüche abgelaufen oder verjährt seien, ist unbegründet."
  • Die Erklärung der polnischen Regierung aus dem Jahr 1953 über den Verzicht auf Reparationszahlungen sei verfassungswidrig gewesen und nur auf Druck der Sowjetunion erfolgt. Außerdem habe sie nur die DDR betroffen, heißt es in der Begründung.

Die Bundesregierung weist Forderungen aus Polen zurück. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte bereits am Freitag, Polen habe 1953 auf weitere Forderungen verzichtet und dies später mehrfach bestätigt.

Hier lesen Sie mehr dazu.

13:27 Uhr

Volkswagen verkauft mehr VW - nur nicht in Deutschland

Der Abgas-Skandal setzt Volkswagen kräftig zu. Trotzdem verkaufte man im August mehr Autos der Kernmarke. Nur nicht auf dem Heimatmarkt:

  • In Deutschland sanken die VW-Verkäufe im August um über 11 Prozent auf 37.000 Fahrzeuge - laut Volkswagen führte unter anderem die Dieseldebatte zu einer Kaufzurückhaltung der Kunden.
  • Insgesamt erhöhte sich allerdings der Absatz weltweit um 9,3 Prozent auf rund 453.200 Fahrzeuge. Steigerungen gab es in den USA, China und Westeuropa (ohne Deutschland).
  • Schaut man sich die Monate Januar bis August an, erhöhte Volkswagen den Absatz seiner wichtigsten Marke um 1,8 Prozent auf knapp 3,9 Millionen Wagen. Im Vorjahresvergleich gab es in diesem Zeitraum in Deutschland aber ebenfalls ein Minus.
13:00 Uhr

Condor-Passagiere sitzen weiter in Palma fest

162 Kunden der Fluggesellschaft Condor müssen weiter in Mallorcas Hauptstadt Palma ausharren. Der Rückflug nach Köln verschiebt sich weiter - auf Dienstagmorgen um 1.45 Uhr. Der Flug hätte damit eine Verspätung von mehr als 50 Stunden. Er konnte am späten Samstagabend wegen technischer Probleme nicht starten. Die Reparaturarbeiten dauern weiter an. Versuche, eine Ersatzmaschine anzumieten oder die Passagiere umzubuchen waren fehlgeschlagen.

12:35 Uhr

Reizgas - mehrere Verletzte am Frankfurter Flughafen

Am Flughafen von Frankfurt am Main gibt es einen Zwischenfall. Nach Angaben der Bundespolizei gibt es einen Feuerwehreinsatz in Terminal 1. Sechs Menschen werden demnach verletzt. Die Ursache sei unklar, heißt es auf Twitter. Die "Bild"-Zeitung berichtet, dass Reizgas versprüht wurde. Ein Fraport-Sprecher erklärt, mehrere Passagiere hätten über Augen- und Atemwegsreizungen geklagt. Zwei Schalterinseln im Terminal seien gesperrt worden.

12:18 Uhr

Abschiebung nach Afghanistan noch diese Woche

Es gab eine längere Pause, doch nun soll es wieder eine Sammelabschiebung nach Afghanistan geben:

  • Mindestens zwölf Menschen, darunter vier aus Nordrhein-Westfalen und sechs aus Bayern, sollen am Dienstagabend von Düsseldorf aus in die afghanische Hauptstadt Kabul geflogen werden, teilt der Flüchtlingsrat NRW mit.
  • Zwei weitere angemeldete Passagiere stammten aus Hessen und Hamburg.
  • Hilfsorganisationen lehnen die Abschiebungen ab, weil sie die Situation in Afghanistan für lebensgefährlich halten. "Die Sicherheitslage dort lässt befürchten, dass die abgeschobenen Menschen einer enormen Gefahr ausgesetzt werden", sagt eine Sprecherin des Flüchtlingsrates.

Es wäre die erste Sammelabschiebung nach Afghanistan seit dem Anschlag vom 31. Mai in Kabul, bei dem die deutsche Botschaft schwer beschädigt worden war.

12:14 Uhr

Deutsches Ehepaar in Türkei festgenommen

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes wird in der Türkei erneut ein deutsches Ehepaar türkischer Abstammung festgenommen. Es gebe aber noch keine offizielle Bestätigung, sagt ein Ministeriumssprecher. Hier lesen Sie gleich mehr dazu.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:53 Uhr

Abe will japanische Verteidigung ausbauen

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Abe sprach heute vor hochrangigen Militärs.

(Foto: AP)

Nordkorea bedroht nicht nur die USA und Südkorea. Auch Japan steht im Visier Pjöngjangs - mehrere Raketen überflogen bereits die Inseln des Landes. Japans Premier Shinzo Abe fordert nun eine Stärkung der Armee:

  • Japan müsse in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen, sagt Abe in einer Rede vor ranghohen Armeeoffizieren.
  • Angesichts des jüngsten Abschusses einer nordkoreanischen Rakete über Japan hinweg müsse das Land "alle angemessenen Maßnahmen ergreifen".
  • Er habe das Verteidigungsministerium angewiesen, Pläne für eine neue Verteidigungsstrategie auszuarbeiten, sagte der Ministerpräsident. "Wir müssen Nordkoreas wiederholte Provokationen abwehren."
  • Heute wird im UN-Sicherheitsrat über Sanktionen gegen Nordkorea abgestimmt.
11:31 Uhr

Pferde ziehen wegen "Irma" ins Wohnzimmer

"Da steht ein Pferd auf'm Flur". Kennen Sie, oder? Damit beschere ich Ihnen nicht nur einen veritablen Ohrwurm (gern geschehen), sondern auch den passenden Soundtrack zu dieser Meldung:

  • Weil Hurrikan "Irma" droht, nimmt eine Wohngemeinschaft im Okeechobee County in Florida zwei Pferde in ihrer Wohnung auf.
  • Eine Mitbewohnerin veröffentlicht auf Facebook ein Video, in dem die Pferde in ihrem Wohnzimmer zu sehen sind.
  • "Sie lieben es", sagt die Frau einem örtlichen Fernsehsender.

11:07 Uhr

Baby, Bier - und Ärger für Australiens Premier

Das Foto ist harmlos, das kann ich gleich mal vorwegschicken. In Australien muss Premier Malcolm Turnbull wegen eines Bildes trotzdem viel Kritik einstecken:

  • Während des Besuchs eines Football-Spiels in Sydney entsteht das Foto, dass Turnbull mit seiner Enkeltochter auf dem Arm und einem Becher Bier in der Hand zeigt. "Multi-Tasking beim Fußi", schreibt er dazu.
  • Zahlreiche Menschen werfen ihm daraufhin vor, ein schlechtes Beispiel abzugeben. Eine Frau schreibt: "Ein Kind halten mit Alkohol in der Hand - was für eine Schande." Ein Facebook-Nutzer meint: "Kindern so früh beizubringen, wie man beim Football Bier trinkt - tolle Großeltern."
  • Allerdings wird Turnbull auch verteidigt. Oppositionsführer Bill Shorten etwa schreibt: "Lasst ihn ein Opa sein."
  • Turnbull selbst spricht von einem "typischen Internet-Hype". "Man muss sich selbst treu bleiben. Solange du dich in deiner Haut wohlfühlst, sei du selbst, sei natürlich. Sonst wirst du so verrückt wie die Trolle auf Twitter."

Damit ist aber auch alles gesagt zu dem Thema.

10:47 Uhr

Schulz würde Merkel als Vizekanzlerin nehmen

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Merkel oder Schulz - die Umfragen sind derzeit eindeutig.

(Foto: REUTERS)

Martin Schulz gibt gerade eine Pressekonferenz in Berlin. Dabei wird der SPD-Chef und sozialdemokratische Spitzenkandidat auch gefragt, ob er für sich selbst nach der Bundestagswahl einen Einzug in ein neues Kabinett unter Bundeskanzlerin Angela Merkel ausschließe. Darauf antwortet er:

"Ich strebe an, Bundeskanzler zu werden. Und wenn Frau Merkel in mein Kabinett eintreten will, kann sie das gerne als Vizekanzlerin tun."

Nun ja, so amüsant kannte ich Schulz noch gar nicht.

10:33 Uhr

Rohingya: UNO spricht von "ethnischer Säuberung"

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Viele Rohingya fliehen vor der Gewalt ins benachbarte Bangladesch.

(Foto: AP)

Die UNO äußert sich zu den Armeeangriffen auf die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmar:

  • Sie kritisiert sie als mutmaßliche "ethnische Säuberung".
  • Da die Regierung Menschenrechtsbeobachtern den Zugang verweigere, sei kein umfassendes Bild der Lage möglich, sagt UN-Menschenrechtskommissar Zeid Ra'ad Al Hussein vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf.
  • Allen Erkenntnissen nach sei die Situation aber ein "Musterbeispiel für ethnische Säuberung".

Hier lesen Sie mehr dazu.

Übrigens kritisiert auch der Dalai Lama die Gewalt im buddhistischen Myanmar gegen die Rohingya. "Die Menschen, die Muslime schikanieren, sollten an Buddha denken", sagt das geistliche Oberhaupt des tibetischen Buddhismus im indischen Dharamsala. "In einer solchen Situation hätte Buddha definitiv diesen armen Muslimen geholfen."

10:09 Uhr

Regisseur nach Filmfestival Venedig festgenommen

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Ziad Doueiri konnte sich nicht lange über den Erfolg in Venedig freuen.

(Foto: imago/Independent Photo Agency)

Gerade noch wurde er für seinen Beitrag beim Filmfestival von Venedig gefeiert, da klicken am Flughafen die Handschellen:

  • Der französisch-libanesische Regisseur Ziad Doueiri wird bei der Rückkehr am Flughafen von Beirut festgenommen. "Sie haben mich zwei Stunden lang festgehalten und meine französischen und libanesischen Pässe eingezogen", sagt Doueiri.
  • Am Montag sei er vor einem Militärgericht vorgeladen. Er wisse nicht, was ihm vorgeworfen werde.
  • "Ich bin zutiefst verletzt. Ich kehre mit einem Preis der Mostra in den Libanon zurück, zudem hat die libanesische Polizei die Ausstrahlung meines Films zugelassen", sagt der Filmemacher.
  • Ein früherer Film ist dagegen im Libanon verboten: "The Attack" wurde zum Teil in Israel und mit israelischen Schauspielern gedreht. Kritiker fordern seit Langem eine Entschuldigung Doueiris.

Sein Drama "The Insult" war in Venedig von der Kritik gefeiert worden, der Palästinenser Kamel El Basha war als bester Schauspieler ausgezeichnet worden.

09:40 Uhr

Hussein K. entschuldigt sich bei Opferfamilie

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Hussein K. in Handschellen zum Prozessauftakt vergangene Woche.

(Foto: dpa)

Unter großem Interesse hat heute der zweite Prozesstag um den Tod einer 19-jährigen Studentin in Freiburg begonnen. Im Mittelpunkt steht die Aussage des Angeklagten Hussein K.:

  • Dabei entschuldigt sich der Angeklagte bei der Familie des Opfers.
  • "Das, was ich getan, darüber bin ich aus tiefstem Herzen traurig", sagt der junge Flüchtling vor dem Landgericht Freiburg.
  • Ihm wird vorgeworfen, die junge Frau vergewaltigt und am Ufer des Flusses Dreisam abgelegt zu haben. Sie ertrank.

Nachtrag: Im weiteren Verlauf seiner Aussage gesteht der Angeklagte, die junge Frau missbraucht, gewürgt und bewusstlos ins Wasser gelegt zu haben. Sie sei ihm zufällig begegnet, als er betrunken und bekifft am Flussufer der Dreisam entlangging. Hier lesen Sie mehr dazu.

09:24 Uhr

Etliche türkische Diplomaten beantragen Asyl

Im Sommer 2016 scheitert in der Türkei ein Putschversuch gegen Präsident Erdogan. Seitdem wurden 150.000 Staatsbedienstete entlassen, viele von ihnen auch verhaftet. Die Angst vor einer Festnahme treibt aber auch viele ins Ausland:

  • So stellen 250 Menschen mit türkischem Diplomatenpass und 365 sogenannte Dienstpassinhaber einen Asylantrag in Deutschland, sagt Bundesinnenminister Thomas de Maizière der "Rhein-Zeitung".
  • Die Zahlen umfassen auch die Familienangehörigen von Diplomaten und Dienstpassinhabern.
  • Für de Maiziére ist dies "eine beachtliche, aber auch nicht extrem hohe Zahl". Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge behandele jeden dieser Fälle "wie alle anderen auch, nach Recht und Gesetz".
09:04 Uhr

Bannon warnt Republikaner vor Mehrheitsverlust

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Der umstrittene Steve Bannon verließ im August das Weiße Haus.

(Foto: AP)

Er sitzt nicht mehr im Weißen Haus, dürfte aber weiterhin ein politisches Schwergewicht sein: Steve Bannon, ehemals Chefberater von Präsident Donald Trump. Nun gibt er eine Prognose zur Parlamentswahl im kommenden Jahr ab:

  • Laut Bannon droht dabei den Republikanern der Verlust der Mehrheit im Repräsentantenhaus.
  • Grund sei der Streit um die rund 800.000 jungen Erwachsenen, die als Kinder illegal in die USA gekommen sind und künftig nach einer Anweisung von Trump ausgewiesen werden sollen.
  • Anfang kommenden Jahres könne es einen "Bürgerkrieg in der Republikanischen Partei" geben, sagt er. Denn die Partei ist in der Frage gespalten.
  • "Das republikanische Establishment versucht, die Wahl von 2016 zu annullieren", sagt Bannon. Es sei ein offenes Geheimnis, dass viele führende Mitglieder Trumps Agenda nicht unterstützen würden.
08:36 Uhr

Plünderungen in Florida - 17-Jähriger angeschossen

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6,3 Millionen Menschen waren aufgefordert, sich vor "Irma" in Sicherheit zu bringen.

(Foto: imago/UPI Photo)

Manch ein Bewohner von Florida muss nicht nur mit den Folgen von Hurrikan "Irma" kämpfen, sondern auch mit dem Werk von Kriminellen:

  • Aus mehreren Städten von Floridas Ostküste gibt es Berichte von Plünderungen in Geschäften und Wohnungen sowie von Überfällen bewaffneter Täter.
  • Laut dem Fernsehsender NBC wurden bereits am Sonntag mehrere Verdächtige wegen Plünderungen festgenommen.
  • In Weston wird laut lokaler Medien ein 17 Jahre alter Dieb von einem Sicherheitsbeamten angeschossen - er kommt ins Krankenhaus, sein Komplize wird verhaftet.

Man kann nur hoffen, dass die Leute, die das Leid anderer Menschen ausnutzen, schnell geschnappt werden.

Immerhin eine gute Nachricht gibt es aber: Das Nationale Hurrikanzentrum stuft "Irma" inzwischen auf die niedrigste Hurrikan-Kategorie eins zurück. Die Winde hätten sich auf bis zu 135 km/h abgeschwächt.

08:14 Uhr

Seit Januar 102 Waffenlieferungen in die Türkei

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(Foto: dpa)

Zwischen Berlin und Ankara knirscht es derzeit gewaltig. Waffen werden aber weiter in die Türkei exportiert, wenn auch weniger als noch 2016:

  • Seit Jahresbeginn genehmigte die Bundesregierung den Export von Rüstungsgütern mit einem Gesamtwert von mehr als 25 Millionen Euro.
  • Bis Ende August wurden 99 Genehmigungen mit einem Wert von insgesamt 25,36 Millionen Euro erteilt. Das Gesamtvolumen könnte allerdings höher liegen, da die Bundesregierung bei drei weiteren Genehmigungen keine Angaben zu deren Wert macht.
  • Hält der Trend an, wäre das im Gesamtjahr allerdings ein Rückgang der Rüstungsausfuhren in das Nato-Partnerland.
  • Das steht in einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Özcan Mutlu, der einen sofortigen Stopp der Waffenexporte fordert.
07:58 Uhr

"Irma" sorgt für Überschwemmungen in Miami

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Einen Meter hoch stand das Wasser in Miami bereits am Sonntag.

(Foto: AP)

"Irma" hält Florida in Atem. So sorgt der Hurrikan nun für Überflutungen in der Innenstadt von Miami. Wassermassen wälzen sich durch die Straßen der Altastadt sowie durch das Bankenviertel Brickell, berichtet der "Miami Herald". Demnach stand das Wasser bereits am Sonntagabend (Ortszeit) einen Meter hoch.

"Irma" bringt derzeit mittlere Windgeschwindigkeiten von 155 km/h mit einzelnen höheren Böen, berichtet n-tv Meteorologe Björn Alexander. Der Hurrikan befinde sich etwa 70 Kilometer südöstlich von Tampa und bewege sich mit einer Geschwindigkeit von 22 km/h in nördliche Richtung. "Irma" werde weiter an Kraft verlieren und im Laufe des Montags von Florida nach Georgia weiterziehen, so Alexander. "Dabei dürfte er von einem Hurrikan zu einem Tropischen Sturm heruntergestuft werden."

07:36 Uhr

Papst bei Unfall mit Papamobil leicht verletzt

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Papst Franziskus trug später bei einer Messe ein Pflaster am Auge.

(Foto: REUTERS)

Am letzten Tag seines Besuches in Kolumbien gibt es eine Schrecksekunde für Papst Franziskus:

  • Bei einer Fahrt durch Cartagena muss der Fahrer des Papamobils plötzlich bremsen.
  • Der Papst, der in dem Gefährt stand und der Menge zuwinkte, stößt daraufhin an den Rahmen des Fahrzeugs und verletzt sich leicht.
  • Ein Leibwächter hilft dem 80-Jährigen und wischt ihm etwa einen Blutflecken weg.
  • "Ich bin geschlagen worden", scherzt Franziskus später - mit einem deutlich sichtbaren Veilchen.

Hier gibt's die ausführliche Meldung.

07:14 Uhr

Acht Tote bei Schießerei in Texas

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Noch gibt es keine Berichte über die Hintergründe.

(Foto: dpa)

Texas - wer denkt da nicht an Cowboys mit Hüten und Knarren. Leider gibt es deshalb aber auch immer wieder Schießereien mit tödlichem Ausgang.

  • In Plano nahe der Metropole Dallas sterben nun acht Menschen bei einer Schießerei.
  • Die Opfer seien in einer Wohnung getötet worden, heißt es in Medienberichten.
  • Der mutmaßliche Täter wird kurz danach bei einem Feuergefecht mit der Polizei erschossen.

Hier lesen Sie mehr dazu.

06:52 Uhr

Wöhrl legt Angebot für Air Berlin vor

Nun steigt Hans Rudolf Wöhrl auch ganz offiziell in den Bieterkampf um Air Berlin ein:

  • Eine Tochter seiner Vermögensverwaltung Intro habe am Sonntag eine Offerte für die gesamte Air-Berlin-Gruppe unterbreitet, wie diese zum 31. Dezember entsprechend dem Geschäftsbericht bestand, teilt die Intro-Verwaltungs GmbH mit.
  • Wöhrl will damit den Wet-Lease-Deal zwischen Air Berlin und Lufthansa zurückdrehen, der seit Jahresanfang in Kraft ist - Air Berlin vermietet dabei 38 Maschinen und Crews an die Konkurrenz.
  • Wöhrls Angebot ist demnach 500 Millionen Euro schwer. Zahlbar in mehreren Tranchen.

Hier lesen Sie mehr dazu. Zuvor hatte Wöhrl den geplanten Verkauf von Air Berlin an die Lufthansa scharf kritisiert:

06:34 Uhr

Das wird heute wichtig

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Jüngst feierte Nordkorea seinen Nationalfeiertag - und provozierte die Weltgemeinschaft mit einem Atomtest.

(Foto: dpa)

Liebe Leser! Nachdem Hurrikan "Irma" Ende vergangener Woche bereits in der Karibik schwere Schäden angerichtet hatte, traf er am Wochenende die USA. Derzeit bewegt er sich vor der Westküste Floridas gen Norden. Wir halten Sie dazu natürlich weiter auf dem Laufenden.

Was passiert sonst? Einige wichtige Termine sind dabei:

  • Keine zwei Wochen sind es noch bis zur Bundestagswahl. Wir berichten auch in dieser Woche über den Wahlkampf und außergewöhnliche Ereignisse. Kanzlerin Angela Merkel tritt heute etwa in Lübeck auf, ihr größter Konkurrent Martin Schulz äußert sich in Berlin. Und die FDP, die wieder in den Bundestag einziehen will, stellt heute ein Eckpunkte-Papiers zu den Themen Flüchtlinge, Integration und Einwanderung vor.
  • Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen berät heute - auf Initiative der USA hin - über neue Sanktionen gegen Nordkorea.
  • Im britischen Unterhaus ist heute eine Abstimmung über das Aufhebungsgesetz geplant, das EU-Recht in britisches Recht überführen soll.
  • In Freiburg geht der Prozess gegen Hussein K. weiter.
  • In den USA gedenkt man heute natürlich auch der Anschläge vom 11. September 2001.

Damit wünscht Ihnen Markus Lippold einen guten Start in die Woche.

06:18 Uhr

Das Wetter wird freundlich - mit Regen

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Der Spätsommer ist noch nicht ganz vorüber - vor allem im Osten wird es nochmal freundlich.

(Foto: dpa)

Guten Morgen zum Start in die neue Wetterwoche. Und die beginnt zumindest in den östlichen Landesteilen von der Ostsee über das Erzgebirge bis herunter an die Alpen freundlich bis sonnig. Ansonsten sind bereits dichtere Wolken mit etwas Regen unterwegs, die sich später bis in den Osten verlagern. Dafür lockert es dahinter wieder auf.

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander.

Die Temperaturen bleiben recht kühl bei 14 bis 20, im Osten bis 22 Grad Dabei weht besonders in der Westhälfte ein zum Teil kräftiger Wind. Und windig bis stürmisch geht es auch anschließend weiter: hier die Details.

Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag. Ihr Björn Alexander

06:00 Uhr

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