Montag, 14. November 2016Der Tag bei n-tv

Heute mit Volker Petersen und Markus Lippold
22:41 Uhr

Das war Montag, der 14. November 2016

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"Der Mond ist aufgegangen", schrieb einst Matthias Claudius. Ob er zu seinen Lebzeiten auch einen sogenannten Supermond erlebt hat?

(Foto: imago/Arnulf Hettrich)

Alle reden über den neuen Präsidenten der USA. Alle? Nein, ein Land in Europa leistet Widerstand - und debattiert über das eigene Staatsoberhaupt. Nein, im Ernst: Dass sich Frank-Walter Steinmeier als Kandidat der Großen Koalition um das höchste Staatsamt bewirbt ist aus deutscher Sicht natürlich Tagesthema. Kanzlerin Merkel nennt es eine "Entscheidung aus Vernunft".

Das heißt aber nicht, dass Donald Trump kein Thema mehr wäre. Er will ja auf sein Gehalt verzichten. Aber wen der Republikaner da zu seinem Chefberater macht - einen Rassisten und Antisemiten - hat sich mein Kollege genauer angeschaut. "Wir werden auch Trump überleben", sagt übrigens Dieter Nuhr im Interview mit n-tv.de.

Interessiert hat Sie außerdem:

Ich wünsche Ihnen nun eine ruhige und erholsame Nacht. Morgen servieren wir Ihnen wieder neue Nachrichten über diesen und jenen Präsidenten.

22:29 Uhr

Putin spricht erstmals mit Trump

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Porträts von Trump und Putin in einem Moskauer Pub.

(Foto: AP)

Gratuliert hat er schon, als einer der ersten, nun folgt das erste Telefonat:

  • Kremlchef Wladimir Putin und der künftige US-Präsident Donald Trump sprechen sich dabei für bessere Beziehungen zwischen ihren Ländern aus.
  • Beide seien sich einig gewesen, dass das gegenwärtige Verhältnis äußerst unzufriedenstellend sei, teilt der Kreml mit.
  • Putin erklärt sich demnach bereit, mit der neuen US-Regierung einen partnerschaftlichen Dialog zu führen auf Grundlage "von Gleichberechtigung, gegenseitigem Respekt und Nichteinmischung in innere Angelegenheiten".
22:20 Uhr

Polen baut paramilitärische Einheiten auf

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Polens Verteidigungsminister Antoni Macierewicz.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Bis 2019 will Polen zur Landesverteidigung eine paramilitärische Truppe mit 53.000 Mann aufbauen:

  • Sie soll nach Angaben von Verteidigungsminister Antoni Macierewicz aus Zivilisten bestehen, die eine militärische Ausbildung erhalten.
  • Die neuen Einheiten seien der "preiswerteste Weg, um die Stärke der Streitkräfte und die Verteidigungskapazitäten des Landes zu erhöhen", sagt Macierewicz in Warschau.
  • Sie seien zugleich die "beste Antwort" auf die von Russland ausgehende Gefahr eines "hybriden Krieges", nämlich das Einsickern von Militärangehörigen auf polnisches Territorium so wie in der Ukraine.
21:47 Uhr

Vierjährige schießt sich und Mutter in den Kopf

Wieder einmal gibt es in den USA einen schrecklichen Unfall mit einer Waffe:

  • In Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana schießt eine Vierjährige sich selbst und ihrer Mutter in den Kopf - beide überleben den Unfall.
  • Der Vater des Mädchens sagte laut Polizei, er und seine Verlobte seien von dem Schuss geweckt worden. Das Mädchen habe sich selbst ins Gesicht geschossen.
  • Bisher geht die Polizei davon aus, dass die gleiche Kugel auch den Hinterkopf der Mutter traf.
21:29 Uhr

Katzenberger versteigert ihr Brautkleid

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In diesem Jahr heiratete Daniela Katzenberger - das Kleid kann man nun ersteigern.

(Foto: dpa)

Im Rahmen des RTL-Spendenmarathons versteigert Moderatorin Daniela Katzenberger ihr Brautkleid - für einen guten Zweck:

  • "Am 4. Juni 2016 trat Daniela Katzenberger vor den Traualtar und heiratete Lucas Cordalis. In einem Kleid der Designerin Pnina Tornai übertraf sie sämtliche Erwartungen und entlockte damit sogar dem Pfarrer ein 'Wow'", heißt es auf der Webseite der Charity-Aktion.
  • Der geschätzte Wert des Brautkleids mit etwa 2000 Swarovski-Kristallen, jeder Menge Tüll und Spitze liegt demnach bei 20.000 Euro.
  • Wer will, kann ab 18. November mitbieten. Die Versteigerungen enden live beim RTL-Spendenmarathon am 24./25. November.
20:56 Uhr

Bericht: Obama muss Trump stärker beraten als gedacht

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Werden sich wohl noch öfter sehen: der Präsident (r.) und sein Nachfolger.

(Foto: imago/UPI Photo)

Schon bei ihrem ersten Treffen vergangene Woche kündigte der künftige US-Präsident Donald Trump an, dass ihn Amtsinhaber Barack Obama weiterhin beraten werde. Mehr als gedacht:

  • Das "Wall Street Journal" schreibt unter Berufung auf ungenannte Quellen im Weißen Haus, Obama habe bei dem Treffen erkannt, dass der Republikaner mehr Orientierung brauche als gedacht.
  • Den Angaben zufolge schien der künftige US-Präsident überrascht von der Breite des Aufgabenspektrums. Gleiches habe für sein Team gegolten.
  • So seien sie sich nicht bewusst gewesen, dass der gesamte Stab des Präsidenten im West Wing mit dem Ende der Amtszeit Obamas ausgetaucht werden müsse.

20:33 Uhr

EU ist uneins bei Aufbau einer Verteidigungsunion

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Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen wird von ihrem französischen Kollegen Jean-Yves Le Drian begrüßt.

(Foto: AP)

Deutschland und Frankreich wollen schnell eine europäische Sicherheits- und Verteidigungsunion aufbauen. Länder wie Großbritannien und Polen üben Kritik - und bremsen das Vorhaben:

  • Bei einem Treffen der zuständigen Minister in Brüssel findet der Wunsch nach Schaffung eines eigenen EU-Hauptquartiers keine ausreichende Unterstützung.
  • Stattdessen ist nun vorsichtiger von neuen Strukturen zur Planung und Steuerung militärischer und ziviler EU-Einsätze die Rede.
  • Ebenfalls einen Dämpfer gibt es für das Vorhaben, notfalls in kleineren Staaten-Gruppen zusammenzuarbeiten, um Projekte wie ein EU-Sanitätskommando oder einen gemeinsamen europäischen Logistik-Knotenpunkt schneller voranzubringen.

Hier erfahren Sie mehr.

20:06 Uhr

Mann in Sushi-Laden bei Hannover erstochen

Heute Nachmittag wird in einem Sushi-Laden im A2-Center in Altwarmbüchen bei Hannover ein 36-Jähriger erstochen. Ein 29 Jahre alter Verdächtiger wird nach Polizeiangaben in der Nähe festgenommen. Die beiden Männer waren in Streit geraten. Das Motiv ist bisher unklar.

19:32 Uhr

Präsidentschaftskandidat Juppé blamiert sich

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Juppé war zwischen 1995 und 1997 Premier unter Präsident Chirac.

(Foto: REUTERS)

Den Wahlkampf in den USA haben wir überstanden. Aber die nächste große Wahl macht sich bereits bemerkbar: Im kommenden Jahr wählt Frankreich ein neues Staatsoberhaupt. Auch dort geht es nicht ohne Pannen ab:

  • Ex-Premier Alain Juppé führt in einem Interview ausgerechnet eine "Verkäuferin von Prisunic" als Beispiel an, um ein Argument zu untermauern.
  • Das Problem dabei: Die Supermarktkette Prisunic gibt es seit fast 15 Jahren nicht mehr.
  • Der Spott lässt nicht lange auf sich warten: "Alain Juppé kauft in der Vergangenheit ein", schreibt ein Twitter-Nutzer, ein anderer bezeichnete den Bürgermeister von Bordeaux als "Vintage-Kandidaten".

Übrigens: Im Oktober blamierte sich bereits Kandidat Jean-François Copé - er nannte als Preis eines Pain au chocolat "vielleicht so zehn oder 15 Cent". Tatsächlich ist es etwa ein Euro.

19:19 Uhr

Gottschalk: Leute sehen mich als "Untoten"

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Gottschalk macht demnächst wieder Radio.

(Foto: dpa)

Thomas Gottschalk ist unzufrieden - mit seiner Wahrnehmung in der Öffentlichkeit:

  • "Ich werde natürlich jetzt gesehen als so ein Untoter, der es nicht schafft aufzuhören, und das ärgert mich einerseits", sagt er im Bayerischen Rundfunk.
  • Er gehe davon aus, dass es nach seiner Rückkehr ans Mikrofon des Bayerischen Rundfunks vor allem im Internet auch harsche Kritik geben wird. Aber: "Ich werde mir die Laune nicht verderben lassen."
  • Übrigens: Ein "mittelständischer bayerischer Unternehmer" sponsore die Sendung. "Ich koste den Bayerischen Rundfunk kein Geld und werde es wie Donald Trump machen, dass ich einen Euro im Jahr nehme", sagte er. "Blonde Männer mit Scheiß-Frisuren müssen nicht das Ende bedeuten."
18:49 Uhr

Russischer Flugzeugträger-Jet stürzt ins Mittelmeer

Zur Unterstützung der syrischen Armee hat Russland seinen Flugzeugträger "Admiral Kusnetsow" ins Mittelmeer geschickt. Nun gibt es dort ein Unglück:

  • Wegen technischer Probleme stürzt ein Kampfjet des Flugzeugträgers vor der syrischen Küste ins Mittelmeer.
  • Der Pilot der Maschine vom Typ MiG-29K habe sich mit dem Schleudersitz retten können, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
  • Der Unfall habe sich auf einem Übungsflug ereignet - der Jet sei beim Landeanflug mehrere Kilometer vom Flugzeugträger entfernt ins Meer gestürzt.

Hier gibt's mehr dazu.

18:21 Uhr

Rentnerpaar soll kranker Frau Hilfe verweigert haben

Erst kürzlich gab es einen Fall, bei dem Menschen einem gestürzten Mann in einer Bankfiliale nicht halfen. Nun wird ein ähnlicher Fall bekannt:

  • Die Polizei in Schleswig-Holstein sucht nach einem älteren Ehepaar, das einer jungen Spaziergängerin mit einem epileptischen Anfall nicht geholfen haben soll.
  • Die 25-jährige Frau war Anfang November im Urlaubsort Sankt Peter-Ording gestürzt und konnte nicht mehr aufstehen.
  • Ein Paar um die 70 sei an der Frau vorbeigegangen, obwohl sie diese um Hilfe gebeten habe.

Zur ausführlichen Meldung geht's hier.

18:05 Uhr

Haftstrafen für Krawalle in Heidenau

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Eine Skulptur in Heidenau setzt ein Zeichen für Toleranz.

(Foto: dpa)

Wegen ihrer Beteiligung an ausländerfeindlichen Krawallen im sächsischen Heidenau verurteilt das Amtsgericht Pirna drei Männer zu Haftstrafen. Die Anklage legt den damals 20, 26 und 32 Jahre alten Angeklagten zur Last, im August 2015 Steine, Flaschen, Böller und eine Baustellenabsperrung in Richtung von Polizisten geworfen zu haben. Die Strafen reichen von einer Jugendstrafe von einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung bis zu zwei Jahren und zwei Monaten Gefängnis. Der jüngste erhielt eine. Die Randale vor einem zum Flüchtlingsquartier umgerüsteten Baumarkt hatten Heidenau international in die Schlagzeilen gebracht.

Hier finden Sie die ausführliche Meldung.

17:40 Uhr

Warnung vor gefrierendem Regen und Glatteis

Sind Sie heute noch mit dem Auto unterwegs? Fahren Sie bitte vorsichtig! Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einem Wetterumschwung mit glatten Straßen. Von der Nordsee her in Richtung Südosten ist demnach mit gefrierendem Regen und Glatteis zu rechnen. Dies könne bis in die Uckermark und in die Pfalz sowohl das höhere Bergland als auch tiefere Lagen betreffen. Auch am Dienstag kann Regen zu Glätte im Bergland und in den südöstlichen Landesteilen führen.

17:13 Uhr

Erdogan droht mit Referendum zu EU-Verhandlungen

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Die Verhaftungswelle in der Türkei lässt eine EU-Mitgliedschaft in weite Ferne rücken.

(Foto: AP)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan macht Druck. Nach scharfer Kritik aus der EU an der politischen Entwicklung in dem Land, fordert er Klarheit über die stockenden Beitrittsverhandlungen:

  • Nach den Worten des Präsidenten könnten die Türken 2017 über eine Fortsetzung der EU-Beitrittsverhandlungen abstimmen.
  • Die Bürger sollten sich aber noch bis zum Ende dieses Jahres gedulden, sagt Erdogan in einer Rede in Ankara.
  • Zugleich fordert er die EU erneut auf, sich mit Blick auf die Gespräche zu entscheiden.
  • Der türkische EU-Botschafter hatte zuletzt erklärt, eine Mitgliedschaft bleibe das Ziel seines Landes.

Hier die ausführliche Meldung.

16:58 Uhr

Mann mit KZ-Tattoo legt Revision ein

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Der NPD-Politiker mit seinem Anwalt vor dem Landgericht Neuruppin.

(Foto: dpa)

Bundesweit machte ein NPD-Kommunalpolitiker Schlagzeilen, der sich die Umrisse eines Konzentrationslagers und den Auschwitz-Spruch "Jedem das Seine" auf den Rücken tätowiert hatte und diese in einem Schwimmbad in Oranienburg zeigte. Der Fall ist allerdings weiter ein Thema für die Justiz:

  • Der Verteidiger des 28-Jährigen legt Revision gegen das Urteil von acht Monaten Haft ohne Bewährung wegen Volksverhetzung ein.
  • Nun müsse das Brandenburgische Oberlandesgericht prüfen, ob es in dem Prozess Rechtsfehler gab, teilt das Landgericht Neuruppin mit.
  • Das Amtsgericht Oranienburg hatte den 28-Jährigen in erster Instanz zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. In zweiter Instanz verhängten die Neuruppiner Richter gegen ihn eine Haftstrafe, diesmal ohne Bewährung.

Hier gibt's mehr dazu.

16:22 Uhr

Trumps Ex-Frau wäre gern Botschafterin

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Ivana und Donald Trump im Jahr 1987.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Ein Wechsel im Präsidentenamt bringt das Personalkarussell in Schwung. Zu vergeben sind immer wieder auch Botschafterposten - die schon mal an zahlungskräftige Spender gehen. Oder an die Ex-Frau?

  • Ivana Trump, die Ex-Frau von Donald, bringt sich in einem Interview der "New York Post" selbst für den Posten der Botschafterin ins Gespräch. Das Land? Ihre Heimat Tschechien.
  • "Ich komme von dort, es ist meine Sprache, und jeder kennt mich dort", sagt die 67-Jährige, die aus Zlin stammt.
  • Der tschechische Präsident Milos Zeman kann sich das gut vorstellen. "Das wäre eine hervorragende Wahl", erklärt sein Sprecher.
16:15 Uhr

In Berlin geht die Sonne unter

Klar, ohne dicke Jacke geht's derzeit nicht. Aber dieser Sonnenuntergang entschädigt doch ein bisschen für die Kälte:

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15:57 Uhr

2016 wird das heißeste Jahr

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Wir freuen uns über warme Sommer - in anderen Gegenden sorgen die Temperaturen für Dürre und Naturkatastrophen.

(Foto: dpa)

Jahr für Jahr gibt es mittlerweile diese Meldung:

  • Das aktuelle Jahr wird vermutlich das heißeste aller Zeiten - also seit Beginn der Wetteraufzeichnung.
  • Die globalen Temperaturen lagen 2016 ungefähr 1,2 Grad Celsius über dem Niveau des vorindustriellen Zeitalters, teilt die Weltorganisation für Meteorologie am Rande der Klimakonferenz in Marrakesch mit - und übertreffen damit sogar jene von 2015.
  • Mit Ausnahme des Jahres 1998 wurden damit die siebzehn heißesten Jahre seit der Jahrtausendwende verzeichnet.

Derweil sucht der neue US-Präsident einen Weg aus dem Klimavertrag.

15:35 Uhr

Transport der neuen Tschernobyl-Hülle beginnt

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Bis Ende November soll die Hülle ihren finalen Standpunkt erreicht haben.

(Foto: dpa)

An der Ruine des Atomkraftwerks Tschernobyl beginnen Arbeiter mit dem Transport der neuen Schutzhülle. 36.000 Tonnen ist die Konstruktion schwer. Um sie in Bewegung zu bringen, ist schon einiger Aufwand nötig. Der Überbau wird auf Spezialschienen zum etwa 330 Meter entfernten Reaktor geschoben, teilt die Staatsagentur zur Verwaltung der Evakuierungszone der Ukraine mit. Die Konstruktion gilt als das größte bewegliche Bauwerk der Welt: ein Stahlbogen von 110 Metern Höhe, 165 Metern Länge und 257 Metern Breite.

Hier finden Sie mehr dazu.

15:09 Uhr

Polizei: Vermisste Millionärin vermutlich tot

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Das Auto der Frau wurde in Hamburg entdeckt.

(Foto: dpa)

Seit Ende Oktober wird eine Frau aus dem ostfriesischen Leer vermisst. Die Polizei hat wenig Hoffnung, dass sie noch lebt:

  • "Wir gehen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die 66-Jährige einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist und nicht mehr lebt", sagt Polizeichef Johannes Lind in Leer.
  • Die Ermittler hatten am Freitag einen Verdächtigen festgenommen, gegen den inzwischen Haftbefehl erlassen wurde.
  • Er habe bei seiner Vernehmung gestanden, die Leiche der Frau nahe der Autobahn 1 zwischen Bremen und Hamburg unter Reisig abgelegt zu haben. Er habe jedoch abgestritten, die Frau getötet zu haben.

Die ausführliche Meldung gibt's hier.

14:39 Uhr

CDU-Politiker beansprucht Außenministerium für Union

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Steinmeier bei einem Staatsbesuch in Usbekistan.

(Foto: dpa)

Frank-Walter Steinmeier soll Bundespräsident werden. Zumindest wird er der Kandidat der Großen Koalition. Damit räumt der SPD-Politiker sein Amt im Außenministerium. Wer soll ihm dort nachfolgen? Aus der CDU gibt es die Forderung, dass künftig ein Unions-Politiker das Außenamt führen soll.

  • "Was für den Bundespräsidenten gilt, nämlich, dass der beste Bewerber es werden möge, gilt auch für den Bundesaußenminister", sagt der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, "Zeit Online".
  • Er sehe in den Reihen der SPD aber niemanden, der dieses Amt mit dem gleichen Gewicht ausfüllen könne wie derzeit Steinmeier.
  • Allerdings hat man in der SPD eigen Pläne: Dort wird EU-Parlamentspräsident Martin Schulz als Chefdiplomat gehandelt.

Warum Steinemeier? Das hat die Kanzlerin begründet.

14:37 Uhr

Piloten-Gewerkschaft kündigt neue Streiks an

Grad hat die Schicht begonnen, da flattert schon die erste Eilmeldung herein: Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit ruft zu neuen Streiks bei der Lufthansa auf. Hier gibt es gleich mehr dazu.

14:34 Uhr

Schichtwechsel

In Berlin ist heute Sonnenbrillenwetter. Ohne ist man ziemlich aufgeschmissen, zumindest in den Vierteln, in denen die Trends der Republik geboren werden. Ich hab natürlich keine dabei. Volker Petersen auch nicht, aber er hat jetzt Feierabend und kann das nachholen. Für den Rest des Tages versorgt Sie Markus Lippold mit neuen Nachrichten.

14:23 Uhr

Skelettierte Leiche bei Wohnwagen gefunden

Als er nach einem verschollenen Winterreifen sucht, findet ein Münchner eine teilweise skelettierte Leiche. Bei einem Wohnwagen auf einem verwilderten Betriebsgelände. Die Polizei ermittelt, sie geht davon aus, dass es sich bei dem Toten um einen 83-jährigen Obdachlosen handelt, der in dem Wohnwagen gelebt hatte. Die Ermittlungen ergaben zunächst keine Hinweise auf Fremdverschulden. Der 33-Jährige Finder hatte seine Winterreifen in einer Halle auf dem Gelände gelagert, dort aber nur drei von vier gefunden und war daraufhin auf die Suche gegangen.

13:48 Uhr

China droht Trump mit Vergeltung

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Der Hafen von Schanghai ist ein großer Umschlagplatz für Im- und Exporte.

(Foto: picture alliance / dpa)

In China schaut man - wie wohl überall auf der Welt - mit großer Spannung, ja Anspannung nach Washington. Was hat Donald Trump vor? Da China oft Ziel seiner Tiraden war (gegen Freihandel, gegen die Abwertung der chinesischen Währung), macht man sich dort so seine Gedanken. Wie die britische Zeitung "Guardian" berichtet, werden dem künftigen US-Präsidenten Konsequenzen angedroht, falls er tatsächlich hohe Strafzölle gegen chinesische Waren einführt. Das sei einem Leitartikel einer kommunistischen Parteizeitung zu entnehmen. Die "Global Times" schreibe, dass sofortige Gegenmaßnahmen die Folge seien, frei nach dem Motto: Wie du mir, so ich dir. Statt Boeing werde man Airbus kaufen, auch Auto- und iPhone-Verkäufe würden zurückgehen. Letztlich hätte die US-Industrie den Schaden und Trump würde für seine Rücksichtslosigkeit, Ignoranz und Inkompetenz verurteilt.

Hier finden Sie mehr.

13:27 Uhr

Schwedische Ermittler vernehmen Assange

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Ingrid Isgren leitet die Ermittlungen auf schwedischer Seite.

(Foto: AP)

In den Fall Julian Assange kommt Bewegung. Schwedische Ermittler sind in der ecuadorianischen Botschaft eingetroffen, um den Wikileaks-Gründer zu vernehmen. Es geht aber nicht um die Veröffentlichung geheimer Dokumente - deswegen wird er in den USA gesucht -, sondern um Vergewaltigungsvorwürfe. Die weist er zurück, konnte durch sein Refugium in der Botschaft aber den Ermittlern nichts sagen. Das Verfahren, das dies nun doch ermöglicht, ist kompliziert. Die Ermittler überreichen ihre Fragen einem ecuadorianischen Diplomaten, der sie an Assange übergibt. Schließlich werden die Antworten zurück nach Schweden geschickt.

 

*Datenschutz

12:59 Uhr

Wie hat Ihnen der 1000. "Tatort" gefallen?

Haben Sie gestern den "Tatort" gesehen? Falls Sie den Fernseher überhaupt eingeschaltet haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch. Denn die 1000. Folge der Krimi-Reihe hatte gestern Abend die höchste Einschaltquote. 30,3 Prozent schalteten ein, was 11,46 Millionen Zuschauern entsprach. RTL holte mit der Übertragung des Formel-1-Rennens in Brasilien ebenfalls einen hohen Marktanteil. Im Schnitt schauten 6,83 Millionen Zuschauer (24,2 Prozent) zu.

Wie fanden Sie den Tatort? Stimmen Sie ab!

Entführer Rainald Klapproth (Florian Bartholomäi, r) auf dem Weg nach Leipzig - für die Kommissare Lindholm (Maria Furtwängler) und Borowski (Axel Milberg) eine Fahrt ins Ungewisse -

Wie hat Ihnen der 1000. "Tatort" gefallen?

Unsere Kritik finden Sie übrigens hier.

12:09 Uhr

Rechtsradikale überfallen Filmvorführung

Elf Mann dringen in den Raum ein, sie zerreißen Infomaterial, stoßen Tische und Stühle um, zünden Pyrotechnik und bewerfen Besucher mit Gasflaschen - Rechtsradikale haben in Sachsen-Anhalt eine Filmvorführung überfallen. Die Gruppe tauchte am Samstagabend in der Fachhochschule Köthen auf, wo die Dokumentation "Du weißt schon, wie in Rostock" gezeigt werden sollte. Darin wird aus der Sicht von Betroffenen rechte und rassistische Gewalt im Sachsen-Anhalt der 1990er-Jahre geschildert. Mehrere Randalierer wurden festgenommen. Den Film können Sie sich hier kostenlos ansehen.

11:42 Uhr

Bericht: Erdogan-Gegner werden in NRW diskriminert

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Erdogan.

(Foto: dpa)

Wer in NRW gegen den türkischen Präsidenten Erdogan ist, muss mit einigem Gegenwind rechnen. Nicht etwa von der Landesregierung, sondern von türkischen Behörden. Denn die gehen laut einem Bericht der "WAZ" im Internet gegen Gegner des Staatsschefs vor.

  • "Erdogan-Gegner in NRW werden weiter bedroht und als 'Vaterlandsverräter' beschimpft", sagte die Landtagsabgeordnete Serap Güler (CDU) aus Köln. Türkischstämmige Gewerbetreibende berichteten von Hunderten Boykottlisten, die über soziale Netzwerke verbreitet werden.
  • Der Bochumer Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel (SPD) sprach von einer Bedrohungslage "auf anhaltend hohem Niveau". Türkische Behörden streuten weiter gezielt und systematisch Beleidigungen und politische Kommentierungen in deutsche Internetseiten und Facebook-Auftritte.
  • Der Riss zwischen Gegnern und Anhängern der türkischen Regierung gehe nicht nur durch Nachbarschaften, Vereine und Moscheegemeinden, sondern spalte auch zunehmend die Familien, erklärte Yüksel.
11:17 Uhr

45.000 Lehrer Opfer von Schülergewalt

Gewalt gegen Lehrer

Klassenzimmer.

(Foto: dpa)

"Anne-Kathrin setz dich wieder hin, nein Jakob-Kasimir, wir holen jetzt noch nicht unser Pausenbrot heraus" - für manche Lehrer geht der alltägliche Stress weit über solche Szenen hinaus. Sechs Prozent gaben in einer Umfrage an, schon einmal Opfer von Schülergewalt geworden zu sein. Hochgerechnet seien damit mehr als 45.000 Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen aller Formen bereits Opfer von tätlicher Gewalt geworden, teilte der Lehrerverband Bildung und Erziehung (VBE) mit. Forsa hatte dazu fast 2000 Lehrerinnen und Lehrern bundesweit befragt. Auch psychische Gewalt wie Bedrohungen, Beleidigungen, Beschimpfungen oder Mobbing hat fast ein Viertel (23 Prozent) der Befragten bereits erlitten. Zu den körperlichen Angriffen gehörten etwa Fausthiebe, Tritte, An-den-Haaren-Ziehen oder das Bewerfen mit Gegenständen.

10:52 Uhr

Ryan: Trump will keine Abschiebe-Einheit

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Trump und Ryan.

(Foto: AP)

Schätzungsweise elf Millionen illegale Einwanderer leben in den USA und Donald Trump hat im Wahlkampf angekündigt, sie alle erstmal auszuweisen. Längst wurde ihm vorgehalten, dass das ja gar nicht so einfach ginge und dann eine große Menge an Polizisten oder Ermittlern sich nur mit diesen Leuten befassen müsste. Der einflussreiche Republikaner und Parlamentssprecher Paul Ryan sagte nun gegenüber CNN, dass das aber nicht geplant sei. "Wir planen nicht den Aufbau einer Abschiebe-Einheit. Donald Trump plant das nicht", zitiert ihn der Sender. Der Kandidat hatte das aber angekündigt. "Ich denke, wir sollten die Leute beruhigen. Das ist nicht unsere Priorität. Wir konzentrieren uns darauf, die Grenze zu sichern", sagte er demnach. Trump selbst hatte in seinem ersten TV-Interview auf CBS bekräftigt, eine Mauer bauen zu wollen (wenn auch hier und da ein Zaun reiche), aber nicht wiederholt, alle illegalen Einwanderer ausweisen zu wollen. 

10:32 Uhr

Vogelgrippe erreicht ersten Mastbetrieb - 30.000 Hühner tot

Die Behörden greifen zum drastischsten Mittel, um zu verhindern, dass sich die Vogelgrippe in Norddeutschland weiter ausbreitet. Alle 30.000 Hühner eines Mastbetriebs bei Schleswig seien bis heute Morgen getötet worden, teilt das Landwirtschaftsministeriums in Kiel mit. In dem Bestand war die aggressive H5N8-Variante nachgewiesen worden, die seit einiger Zeit unter Wildvögeln kursiert. Wie man 30.000 Hühner umbringt? Per Stromschlag im Wasserbecken, berichtet der NDR.

10:24 Uhr

Tierschützer: Japan will deutlich mehr Wale töten

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Ein japanisches Fangschiff jagt einen Wal.

(Foto: picture alliance / dpa)

Japan nennt es "Forschung", doch für Tierschützer ist es einfach nur der Horror - die Rede ist vom Walfangprogramm des Staates. Das soll nun ausgeweitet werden, wie Aktivisten von "Pro Wildlife" warnen. Die Fangquoten für Seiwale würden von 90 auf 140 Wale erhöht. Die Quote für Zwergwale sei auf 174 nach bisher 102 Walen gestiegen. Außer im Nordpazifik fängt Japan Wale auch in der Antarktis. Die Nummer Drei der Weltwirtschaft beruft sich dabei auf eine Ausnahmeregelung der Internationalen Walfangkommission (IWC), wonach Wale zu wissenschaftlichen Zwecken getötet werden dürfen. Laut den Tierschützern wollen die Japaner in den kommenden zwölf Jahren 3768 Wale fangen.

09:55 Uhr

Erste Kampfpilotin Chinas stürzt mit J-10-Jet ab

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Die chinesische Luftwaffe trauert um ihre erste Kampfpilotin überhaupt - wie CNN berichtet, stürzte die 30-jährige Yu Xu am Samstag während eines Trainingsflugs mit einem J-10-Kampfjet ab. Der Sender beruft sich auf chinesische Medien, wonach sich das Unglück in der Provinz Hebei ereignete. Sie habe zwar versucht, sich mit einem Schleudersitz zu retten, sei dabei aber vom Flügel eines anderen Flugzeugs erfasst und getötet worden. Ihr Copilot überlebte, das Flugzeug mit dem sie kollidierte, konnte sicher landen. Die Pilotin flog den chinesischen Kampfjet bereits seit 2012, heißt es in dem Bericht.

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Chinesische Kampfjets vom Typ J-10.

(Foto: Bu yu - Imaginechina)

Mehr dazu hier.

09:34 Uhr

Lufthansa macht Piloten Angebot

Bloß keine neuen Streiks, das scheint das Management der Lufthansa zu denken und macht den Piloten nun ein Angebot: eine Schlichtung. Man habe der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) schriftlich zwei konkrete Schlichter vorgeschlagen, sagte ein Unternehmenssprecher. Eine Antwort sei noch nicht eingetroffen. Könnte aber noch heute soweit sein: Die VC hat für den frühen Nachmittag zu einer Pressekonferenz eingeladen, um über das weitere Vorgehen zu informieren.

Mehr dazu hier.

09:21 Uhr

Bundespräsident Steinmeier

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Steinmeier.

(Foto: AP)

Jetzt soll auch die CDU einverstanden sein - Frank-Walter Steinmeier ist jetzt der allerheißeste Kandidat auf die Nachfolge von Bundespräsident Gauck. Mehr dazu hier.

09:12 Uhr

Amerikaner stürmen nach Wahl in die Kinos

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Im Moment wollen ihn besonders viele US-Amerikaner im Kino sehen: Benedict Cumberbatch als "Doctor Strange".

(Foto: dpa)

Viele Kinobetreiber in den USA wussten am Wochenende kaum wie ihnen geschah - sie machten 45 bis 50 Prozent mehr Umsatz als vor genau einem Jahr. Ob das wohl an der Wahl am Dienstag zuvor lag? Das lässt sich mit letzter Sicherheit nicht sagen, die Vermutung liegt aber nahe. Möglicherweise wollten sich viele Clinton-Wähler von deren Niederlage ablenken - schließlich waren sie ja deutlich in der Mehrheit und verloren dennoch. Oder die Trump-Fans gönnten sich zur Feier des Tages einen Ausflug ins cinema. Die Präsidentin der Oscar-Akademie, Cheryl Boone Isaacs, hatte am Vor-Wahl-Wochenende auf die Bedeutung von Filmen hingewiesen: "In unsicheren Zeiten können sie (Filme) uns verbinden, ändern und vereinen." Am meisten gesehen wurde übrigens "Doctor Strange" mit Benedict Cumberbatch.

08:41 Uhr

Erstarkter Dollar drückt Euro auf Zehn-Monats-Tief

Von wegen der US-Dollar rutscht ab, wenn Donald Trump die Wahl gewinnt - das Gegenteil war der Fall. Seit der Wahl hat die Währung im Vergleich zu vielen Währungen deutlich zugelegt. Auch zum Euro: Der fiel daher auf den niedrigesten Stand seit zehn Monaten. Am Morgen lag er bei 1,0773 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,0904 Dollar festgesetzt. Analysten erklären dies mit dem Wahlprogramm des künftigen US-Präsidenten, das Steuersenkungen und höhere Staatsausgaben vorsieht. Es gilt als denkbar, dass dadurch Konjunktur und Inflation zumindest übergangsweise angeschoben werden.

08:22 Uhr

Cristiano Ronaldo posiert als Puppe

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Cristiano Ronaldo hat mal wieder eine Gelegenheit genutzt, seine Bauchmuskeln zu zeigen. Der Super-Duper-Star posierte in einem sehenswerten Video mit seinen Manschaftskollegen aus der Fußball-Nationalmannschaft als eingefrorene Puppe. Das ist ein neuer Trend, so ähnlich wie einst die Ice-Bucket-Challenge. Jetzt heißt das Motto "Mannequin Challege", also die "Puppen-Herausforderung". Ziel ist es, möglichst bewegungslos dazustehen, während man gefilmt wird. Haben übrigens auch Hillary Clinton und ihr Wahlkampfteam kurz vor der Wahl gemacht.

08:07 Uhr

Trump jetzt für enge Zusammenarbeit mit China

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Trump.

(Foto: AP)

Es kristallisiert sich knapp eine Woche nach der US-Wahl heraus: Es gibt durchaus Unterschiede zwischen dem Kandidaten und dem Präsidenten Trump. Das zeigt sich nun auch im Kontakt mit China - mit dem Staatschef Xi Jinping hat der designierte Präsident nun telefoniert. Und? Drohte er ihm mit Strafzöllen und Handelskriegen? Mitnichten. Trump sei bereit, die Zusammenarbeit zwischen den USA und China zu stärken, sagte Xi dem chinesischen Sender CCTV. Beide vereinbarten demnach, eng in Kontakt zu bleiben und sich bald zu treffen.

07:56 Uhr

Wieder schlechte Zahlen bei RWE

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RWE-Braunkohlekraftwerks Niederaußem bei Bergheim.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Talfahrt bei RWE geht auch nach der Neuausrichtung weiter.

  • In den ersten neun Monaten dieses Jahres sackte der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) um 13 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro ab, wie der Energie-Konzern mitteilt. Hauptgrund sei der Verfall der Strompreise im Großhandel.
  • Die Anfang Oktober an die Börse gebrachte Ökostromtochter Innogy hatte am Freitag für die ersten neun Monate einen Ebitda-Rückgang von gut sieben Prozent auf 2,9 Milliarden Euro gemeldet - unter dem Strich steht für RWE nach neun Monaten nur noch ein Mini-Gewinn von elf Millionen Euro.
  • Im Vorjahreszeitraum hatte der Überschuss noch 1,9 Milliarden Euro betragen, was aber vor allem an Einmalgewinnen aus dem Verkauf von Randgeschäften lag. Bereinigt um Sondereffekte sackte der Nettogewinn um knapp 60 Prozent auf 227 Millionen Euro ab.

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07:39 Uhr

Lkw-Bauern droht 100-Mrd.-Euro-Klage

Für Europas große Lkw-Bauer braut sich etwas zusammen. Der Prozessfinanzierer Bentham Europe stellt sich hinter eine Sammelklage gegen die Unternehmen, denen nun die Zahlung von bis zu 100 Milliarden Euro Schadenersatz droht. Hintergrund sind jahrelange Preisabsprachen zwischen den Herstellern, die die EU im Sommer bereits mit einer Strafzahlung von mehr als drei Milliarden Euro ahndete. Betroffen sind Daimler, Volvo, Iveco, DAF und MAN - deren Kartell soll 14 Jahre bestanden und zu einem durchschnittlichen Aufpreis von 10.500 Euro geführt haben.

07:19 Uhr

Trump: Das sagte mir Hillary in der Wahlnacht

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Clinton.

(Foto: AP)

Für Hillary Clinton muss die Wahlnacht am vergangenen Dienstag hammerhart gewesen sein - trotzdem rief sie ihren Rivalen Donald Trump an, um ihm zum Wahlsieg zu gratulieren. Der hat nun erzählt, was sie sagte. Hillary habe ihm in einem "reizenden" Telefonat in der Wahlnacht zu seinem Sieg gratuliert, sagte Trump dem Sender CBS. "Sie hätte nicht netter sein können. Sie sagte schlicht, 'Glückwunsch, Donald, gut gemacht' - und ich antwortete: 'Du warst eine großartige Konkurrentin.' Sie ist sehr stark und sehr klug." Bill habe ihn dann am Donnerstag nach der Wahl angerufen, und auch er "hätte nicht freundlicher sein können. Er sagte, es war ein erstaunliches Rennen - das erstaunlichste, das er jemals gesehen hat. Er war sehr, sehr, wirklich sehr nett."

07:08 Uhr

Armut trotz Job - Gefahr wird größer

Wer Vollzeit arbeitet, sollte auch davon leben können, ohne von Armut bedroht zu sein. Darüber dürfte zumindest in der deutschen Parteienlandschaft weitgehende Einigkeit herrschen. Laut einer neuen Studie klappt das auch meistens - doch es gibt sozusagen einen Riss in der Wand, falls die Metapher hier passt.

  • Laut der Studie zur sozialen Gerechtigkeit namens "Social Justice Index 2016" sind mehr Vollzeitarbeiter von Armut bedroht. Ihr Anteil sei im vergangenen Jahr von 7,2 im Jahr 2013 auf 7,8 Prozent gestiegen.
  • Auch wenn die EU-Staaten sich langsam von den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise erholten, komme der Aufschwung am Arbeitsmarkt nicht bei allen Menschen an, so die Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh.

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06:52 Uhr

Brite will durch den Atlantik schwimmen

Stellen Sie sich vor, Sie gehen ins Schwimmbad und schwimmen 120.000 Bahnen à 25 Meter* um ihre üblichen 3000 Kilometer abzureißen. Unsereiner denkt da natürlich: Moment mal, da kann ich ja gleich durch den Atlantik schwimmen. Vielleicht hat sich der Brite Ben Hooper daher genau das vorgenommen. Der 38-jährige Extremschwimmer ist soeben tatsächlich zu einer sehr langen Reise aufgebrochen. Von der westafrikanischen Küste im Senegal will er nach Brasilien schwimmen und so den dazwischenliegenden Ozean durchqueren. Mit den Worten "Los geht's" warf er sich gestern in die Fluten. Wie das gehen soll? Ein Boot begleitet ihn und versorgt ihn mit Soldatennahrung und Energy Drinks. In knapp fünf Monaten oder 140 Tagen will er da sein.

*falls ich mich da verrechnet habe, bitte sofort nachrechnen und mir schreiben.

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06:41 Uhr

Wirtschaftsdaten aus Japan überraschen

Na bitte, geht doch - das dürfte der eine oder andere japanische Ökonom heute denken. Denn die Zahlen für das zweite Quartal fallen überraschend positiv aus. Das Bruttoinlandsprodukt zog um eine hochgerechnete Jahresrate von 2,2 Prozent an, wie die Regierung mitteilt. Damit beschleunigt sich das Wachstum im Vergleich zum ersten Quartal (0,7 Prozent) kräftig. Zudem übertraf das Wachstum die Erwartungen von Experten, die für das zweite Quartal im Durchschnitt bloß einen Anstieg um 0,8 Prozent auf dem Zettel gehabt hatten.

06:28 Uhr

Das wird heute wichtig

Die Woche, in der wir uns so langsam an die Wendung "Präsident Trump" gewöhnen, beginnt bitterkalt. Ist das ein Zeichen? Nein, wir leben ja nicht in Steinzeit oder Mittelalter und frönen dem Aberglauben, sondern in der von Vernunft dominierten Zivilisation - was auch immer das bedeutet. Das wird heute wichtig:

  • Wir behalten Washington im Auge und berichten über weitere Personalentscheidungen Trumps - und alles andere.
  • Union und SPD versuchen mal wieder, einen gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten zu finden.
  • In London beginnt der Prozess um den Mord an der britischen Abgeordneten Jo Cox im Juni während des Brexit-Wahlkampfes.
  • Feinschmecker freuen sich über die neue Liste mit den besten Restaurants, die der "Guide Michelin" und "Guide Gualt&Millau" in München vorstellen. Befürchtung: Die geniale Currywurstbude an der Ecke ist wieder nicht dabei.
  • Die Fußball-Nationalmannschaft bereitet sich auf das kracherhafte Testspiel morgen gegen Italien vor - auf dem Programm steht heute unter anderem eine Audienz im Vatikan.

Für Polit-Junkies könnte auch die Vorstellung eines neuen Buches über Sigmar Gabriel interessant werden, die der Altkanzler mit seiner Anwesenheit würzt. Bin gespannt, was Schröder so über seinen Nachfolger als SPD-Chef sagt. Mein Kollege Johannes Graf schaut sich das aus der Nähe an. Ich wünsche jedenfalls einen guten Morgen, informiere darüber, Volker Petersen zu heißen und wäre unter volker.petersen (at) nama.de oder bei Twitter erreichbar. Wohlan!

06:08 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

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Björn Alexander.

Guten Morgen zu einer neuen Wetterwoche. Und die bringt uns das vorläufige Ende des Frühwinters. Zur Wochenmitte wird es nämlich von Westen her mild, teils regnerisch und mitunter stürmisch. Und dann sind auch die Nachtfröste passé. Das sieht heute früh aber ganz anders aus. Denn die neue Woche startet frostig. Dafür wird es nachher häufig freundlich oder sonnig und trocken. Einzig im Nordwesten und Norden werden die Wolken dichter und bringen später etwas Regen oder Schneeregen mit. Die Temperaturen: im zähen Donaunebel -1, am Niederrhein bis +6 Grad. Und dann erleben wir ja kommende Nacht den erdnächsten Vollmond des Jahres. Einen sogenannten Super-Vollmond. Quasi ein Super-Mon(d)tag. Die besten Chancen, diesen Vollmond auch zu sehen, haben Sie im Süden und Südosten. Richtung Norden und Westen sind die Wolken hingegen kompakter.