Montag, 02. Juli 2018Der Tag bei n-tv

Heute mit Martin Morcinek, Juliane Kipper und Friederike Zörner
22:48 Uhr

Das war Montag, der 02. Juli 2018

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Die unermüdliche Suche hat sich gelohnt: Rettungskräfte entdeckten die 12 vermissten Fußballer und ihren Trainer in einer thailändischen Höhle.

(Foto: AP)

Liebe Leserinnen und Leser, die neue Woche startet mit gleich zwei erstaunlichen und für viele Menschen vermutlich auch positiven Meldungen.

So haben sich die zerstrittenen Schwesterparteien CDU und CSU tatsächlich im ewig schwelenden Asylstreit geeinigt und Innenminister Horst Seehofer bleibt trotz angedrohten Rücktritts im Amt.

Und dann gelingt thailändischen Rettungskräften auch noch das schier Unmögliche: Sie finden die seit neun Tagen in einer Höhle eingeschlossenen Fußballspieler und deren Trainer. Allen geht es den Umständen entsprechend gut. Die Bergung ist in vollem Gange.

Das ist heute außerdem passiert:

Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.

22:16 Uhr

Mexikos neuer Präsident macht Trump Angebot

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Mexiko und Donald Trump - das ist bislang keine Erfolgsgeschichte. Doch bald scheint jemand das Präsidentenamt des südlichen US-Nachbarn zu bekleiden, mit dem Trump tatsächlich etwas anfangen kann. Mexikos designierter Staatschef Andrés Manuel López Obrador und der US-Präsident telefonierten nun eine halbe Stunde lang. Trump lobte das "großartige Gespräch" und López Obrador das "respektvolle" Telefonat.

López Obrador sagte Trump eine Verringerung der Migration in die USA im Gegenzug für Hilfe aus Washington zu. "Ich habe eine Abmachung vorgeschlagen, bei der durch Entwicklungsprojekte Arbeitsplätze in Mexiko entstehen - so würde Migration reduziert und Sicherheit erhöht", schrieb er bei Twitter. Die Beziehung zu López Obrador dürfte "sehr gut" werden, sagte wiederrum Trump vor Reportern im Weißen Haus. "Ich denke, er wird versuchen, uns mit der Grenze zu helfen." Fortsetzung folgt.

21:53 Uhr

Schrottsammler setzt versehentlich Baustelle in Brand

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Die Deckenschalung in dem Neubau fiel dem Missverständnis zum Opfer.

(Foto: Feuerwehr Wiesbaden)

Missverständnis mit Folgen: Ein Schrotthändler hat auf einer Baustelle in Wiesbaden aus Versehen eine intakte Gasleitung demontiert und so einen Brand verursacht. Das ausströmende Gas entzündete sich wegen des Funkenflugs und der Hitze umgehend, wie die Feuerwehr mitteilte.

Eine sogenannte Deckenschalung in dem Gebäude, das noch im Bau war, ging in Flammen auf. Mit Hilfe des Hausmeisters konnte der Gashahn abgedreht werden. Einsatzkräfte löschten das Feuer. Verletzt wurde niemand. Eigentlich sollte der Schrotthändler in dem Gebäude eine andere Leitung demontieren. Durch das Missverständnis entstanden rund 6000 Euro Schaden.

21:24 Uhr

Madonnas Bedarf an Parkplätzen bringt Lissabon in Rage

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Madonna, Queen of Parkplätze

(Foto: REUTERS)

Madonna ist offenbar nicht sehr gerne zu Fuß unterwegs. Die Pop-Ikone setzt vielmehr auf einen pompösen Fuhrpark und bringt damit einige Bürger von Portugals Hauptstadt auf die Barrikaden.

  • Die US-Sängerin habe mit Lissabons Stadtverwaltung einen Vertrag über einen Parkplatz nahe ihrer Residenz abgeschlossen, bestätigte das Bürgermeisteramt. Dem Magazin "Expresso" zufolge haben auf dem Gelände bis zu 15 Fahrzeuge Platz.
  • Linke Politiker forderten die Verwaltung dazu auf, bei einem in einer Großstadt schwierigen Thema wie dem Parken "verantwortungsbewusst" zu handeln.
  • Die Stadt veröffentlichte daraufhin den im Januar abgeschlossenen Vertrag: 720 Euro muss die Popsängerin monatlich zahlen, um das Areal zum Parken zu nutzen. Ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel dürfte wesentlich billiger und sozial verträglicher sein…
20:59 Uhr

Drei Frauen prügeln sich nach Streit um Wasserpistole

Es beginnt mit der harmlosen Attacke eines Elfjährigen. Mit seiner Wasserpistole spritzt dieser im Mannheimer Strandbad eine unbescholtene Frau nass. Die 46-Jährige findet den Schabernack ganz und gar nicht lustig und nimmt dem Jungen das Spielzeug ab. Dann trifft sie eine folgenschwere Entscheidung: Als der "Täter" wegrennt, wirft sie ihm die Pistole her.

Die Aktion nehmen die Mutter und große Schwester des Elfjährigen zum Anlass, die 46-Jährige zur Rede zu stellen. Doch bei dem verbalen Schlagabtausch bleibt es nicht. Die Polizei gibt zu Protokoll: Die drei Frauen raufen und kratzen sich. Schließlich zerreißen sie sich die Kleider. Ende des kuriosen Streits: drei Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung.

20:30 Uhr

Vulkan auf Ferieninsel Bali spuckt wieder Lava

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Sieht schön aus, ist für sein Umfeld aber sehr gefährlich: der Feuer speiende Vulkan Agung.

(Foto: REUTERS)

Der Vulkan Agung auf der indonesischen Ferieninsel Bali hat kilometerweit Lava und Asche gespuckt. Die orangefarbenen Lavamassen breiteten sich in einem Umkreis von zwei Kilometern rund um den Vulkan aus, wie die indonesischen Behörden mitteilten. Über dem Krater stiegen die Aschewolken bis zu 2000 Meter in den Himmel.

Die Gefahrenzone rund um Agung beträgt vier Kilometer, die Alarmstufe befand sich auf dem zweithöchsten Level. Der internationale Flughafen von Bali blieb allerdings geöffnet. Der Vulkan Agung ist seit November erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder aktiv. Zehntausende Einheimische mussten ihre Häuser verlassen.

20:06 Uhr

Scholz stimmt höherem Bundeswehr-Etat zu

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Ministerin Ursula von der Leyen will mehr Geld in die Bundeswehr investieren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Dass Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mehr Geld möchte, hat sie des Öfteren öffentlich erwähnt. Nun ist derjenige, der das Geld verteilt - Bundesfinanzminister Olaf Scholz - ihr scheinbar entgegen gekommen. Aus Regierungskreisen heißt es, im Streit um den Wehretat habe der SPD-Politiker der Christdemokratin deutlich mehr Geld für 2019 zugebilligt als bisher geplant.

  • Dem Entwurf für den Bundeshaushalt 2019 zufolge soll der Verteidigungsetat kommendes Jahr auf 42,9 Milliarden Euro steigen. Das wäre ein Plus von vier Milliarden Euro gegenüber 2018 - und rund 675 Millionen Euro mehr als bisher für 2019 vorgesehen.
  • Wegen sich ändernder Herausforderungen und eines Materialmangels bei der Bundeswehr hatte von der Leyen die zunächst veranschlagten Summen mehrmals als unzureichend kritisiert.

Mehr darüber erfahren Sie hier.

19:39 Uhr

Schüler wiederholen Abi wegen gestohlener Klausuren

Den Albtraum, die Abiturprüfung wiederholen zu müssen, dürfte jeder kennen. Für 33 französische Schüler ist er nun wahr geworden. Weil ihre Klausuren im Fach Sozial- und Wirtschaftswissenschaften aus dem Auto ihres Lehrers gestohlen wurden, mussten sie die Prüfung erneut ablegen.

Die Aufgaben für die Schüler aus den Städten Chartres und Luisant, etwa 80 Kilometer Luftlinie südwestlich von Paris, sollen ähnlich schwierig wie zuvor gewesen sein. Von den gestohlenen Klausuren fehlt nach wie vor jede Spur.

19:06 Uhr

Rechtspopulisten müssen 544.400 Euro Spesen zurückzahlen

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Marine Le Pen soll den Chef der fremdenfeindlichen Lega-Partei Matteo Salvini zu einem 401 Euro teuren Menü eingeladen haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mehr als 230 Flaschen Champagner, Schlemmer-Menüs zum Preis von mehr als 400 Euro pro Person sowie teure Weihnachtsgeschenke für Mitarbeiter: "Europa der Nationen und der Freiheit" (ENF) hat es sich ziemlich gut gehen lassen. Zu gut, findet das EU-Parlament und verdonnert die Rechtspopulisten-Fraktion zur Zurückerstattung von rund 544.400 Euro an unrechtmäßig abgerechneten Spesen.

Das Votum im Präsidium der EU-Volksvertretung war einer Sprecherin zufolge einstimmig. Parlamentspräsident Antonio Tajani und seine 14 Stellvertreter folgten damit einem Antrag des Haushaltskontrollausschusses.

Mehr dazu lesen Sie hier.

18:36 Uhr

Unfallopfer erwacht im Leichenschauhaus zum Leben

Den Schreck des Mitarbeiters in einem südafrikanischen Leichenschauhaus möchte ich mir gar nicht vorstellen. Als er eine augenscheinlich tote Frau in einen Kühlschrank schieben wollte, merkte er, dass sie noch atmete.

  • Zuvor hatten Rettungskräfte die Frau, die mit zwei anderen Personen in einen Verkehrsunfall verwickelt war, für tot erklärt.
  • "Alle Tests wurden durchgeführt", die Einsatzkräfte hätten die Vorschriften beachtet, sagte der Einsatzleiter des privaten Rettungsdienstes. "Das Team ist am Boden zerstört", sagte er über die falsche Einschätzung.
  • Die verletzte Frau wurde inzwischen in ein Krankenhaus verlegt und behandelt.
18:15 Uhr

Fußballteam in Thailändischer Höhle lebt

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Tagelang hatten Taucher und Rettungskräfte auf Lebenszeichen der Jungen und ihres Trainers gehofft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gute Nachrichten sind in Zeiten von Koalitionskrisen, WM-Niederlagen und Donald Trump rar. Doch nun verkündet ein Gouverneur in Thailand das schier Unmögliche: Die seit mehr als einer Woche in einer Höhle eingeschlossene Fußball-Mannschaft lebt!

Mehr über den unglaublichen Fall erfahren Sie hier.

17:49 Uhr

Indiens Hauptstadt Delhi führt Glücksunterricht ein

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Hierzulande werden vierblättrige Kleeblätter gesammelt, Schornsteinfeger belästigt oder Hufeisen aufbewahrt. In Indiens Hauptstadt Delhi geht man hingegen beim Streben nach Glück professioneller vor. Der Dalai Lama höchstpersönlich hat nun in der Metropole den Lehrplan für das neue Unterrichtsfach "Glück" vorgestellt.

Ab heute lernen rund eine Million Kinder von der Vorschule bis zur achten Klasse in täglichen, 45-minütigen Einheiten meditieren, spielen und diskutieren. Dabei sollen sie Glück erforschen, erfahren und ausdrücken sowie unter anderem lernen, achtsam zu sein, Stress zu bewältigen und sich "angenehm" zu verhalten. Auch Patriotismus werde eine Rolle spielen, hieß es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.

17:11 Uhr

Archäologen bergen 2000 Jahre alte Weinamphoren

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Die intakten Weinamphoren sind 70 Zentimeter hoch und haben Durchmesser zwischen 50 und 60 Zentimetern.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Wir gehen davon aus, dass wer auch immer sich dort versteckte, vor einem gewaltsamen Ereignis in der Gegend geflüchtet war." Dem Archäologen Danny Sion von der Israelischen Altertumsbehörde ist ein Sensationsfund geglückt. Er und seine Kollegen bargen zwei mehr als 2000 Jahre alte Weinamphoren aus einer Höhle in 30 Metern Höhe im Norden des Landes.

  • "Es ist unfassbar, wie die Gefäße in die Höhle gebracht worden sind, die extrem schwer zu erreichen ist", so Sion weiter. Vielleicht habe es früher noch einen Zugang gegeben, der heute nicht mehr existiere.
  • Bei der Aktion nahe der Grenze zum Libanon fanden die kletterbegabten Archäologen weitere Krüge, eine Schale, ein Kochtopf sowie Tonscherben. Die Funde von Kochzubehör deuteten darauf hin, dass Menschen dort für einige Zeit leben wollten.

Mehr über den Fund erfahren Sie hier.

16:29 Uhr

Experten glauben nicht an Weißen Hai vor Mallorca

Kaum sind Katy Karrenbauer und Ralf Moeller mal nicht zur Stelle, versetzt ein Hai-Alarm Mallorca in helle Aufregung. Doch anscheinend ist noch gar nicht sicher, dass tatsächlich ein fünf Meter langer Weißer Hai im Mittelmeer sein Unwesen treibt.

Neben dem Institut für Meereswissenschaften in Barcelona haben Medienberichten zufolge auch eine Expertin von der Balearen-Universität UIB und der Meeresbiologe Gabriel Morey Zweifel angemeldet. Morey etwa glaubt nach Sichtung des Foto- und Videomaterials, dass es sich um einen Heringshai handeln könnte, wie das "Mallorca Magazin" berichtet. Das sagen auch andere Biologen. Weiße Haie und Heringshaie sehen sich sehr ähnlich. Allerdings ist der Heringshai normalerweise nur drei bis vier Meter lang.

16:01 Uhr

Missbrauchsprozess Staufen: Schweizer muss in Haft

Mehr als zwei Jahre lang wird ein Junge aus Staufen bei Freiburg missbraucht. Seine Mutter und ihr Lebensgefährte bieten ihn für Geld im Darknet an. In dem grauenhaften Fall gibt es acht Tatverdächtige.

  • Einer von ihnen ist ein 37-jähriger Schweizer. Der gelernte Maurer hat zugegeben, den Jungen mehrmals vergewaltigt zu haben.
  • Nun verurteilte ihn das Landgericht Freiburg zu neun Jahren Gefängnis und anschließender Sicherungsverwahrung. Außerdem muss er 14.000 Euro Schmerzensgeld an das Opfer zahlen.

Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Staufener Taten

Bisher wurden drei Täter wegen der Staufener Missbrauchsfälle verurteilt. Die Urteile sind aber noch nicht rechtskräftig. Ein viertes Verfahren läuft noch. Insgesamt wurden acht Täter identifiziert. Die Mutter und der Stiefvater des Opfers gelten als die Haupttäter. Ihnen wird besonders schwere Vergewaltigung, schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, besonders schwere Zwangsprostitution und Verbreitung kinderpornografischer Schriften vorgeworfen. Beide sitzen seit September 2017 in Untersuchungshaft, zehn Verhandlungstage sind angesetzt. Die Urteile könnten Mitte Juli fallen.

 

15:33 Uhr

Belgier verhindern Terroranschlag auf Exil-Iraner

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Tausende nahmen an der Veranstaltung des Nationales Widerstandsrates des Irans teil.

(Foto: REUTERS)

Tausende Menschen demonstrieren am Wochenende im französischen Villepinte gegen das aktuelle Regime im Iran. Offenbar war diese Versammlung der Opposition Ziel von zwei Attentätern. Doch die belgischen Behörden konnten dank der Informationen von Geheimdiensten einen Anschlag vereiteln.

  • Ein belgisches Paar mit iranischen Wurzeln sei festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Brüssel nun mit.
  • Darüber hinaus sei in Deutschland ein iranischer Diplomat befragt worden, der an der Botschaft in Wien tätig sei. Auch in Frankreich sei ein Verdächtiger festgesetzt worden.
  • Das belgische Paar sei in einem Mercedes von Spezialeinheiten der Polizei gestoppt worden. Im Auto hätten sich einem Toilettenbeutel rund 500 Gramm des Sprengstoffs TATP und eine Zündvorrichtung gefunden.

Mehr dazu lesen Sie hier.

15:06 Uhr

Morrissey sagt für Juli geplante Europa-Konzerte ab

Es gibt ja viele gute Gründe, ein Konzert abzusagen. Meistens sind diese gesundheitlicher Natur. Ob der frühere Frontmann der britischen Band "The Smiths", Morrissey, nicht ganz fit ist, weiß ich nicht. Der Sänger sagt trotzdem seine für Juli geplanten Europa-Konzerte ab. Der Grund laut seinem Management - halten Sie sich fest: "logistische Umstände".

Für Menschen mit Tickets, etwa für das Konzert in Berlin am 15. Juli, bedeutet das, sie können ihre Eintrittskarten an den bekannten Vorverkaufstellen zurückgeben. Die Konzerte sollen "so schnell wie möglich" nachgeholt werden. Für alle Fans und Skeptiker der offiziellen Begründung an dieser Stelle ein kleiner musikalischer Trost:

*Datenschutz

 

14:36 Uhr

22-jähriger Betreuer stirbt zwei Tage nach Busunfall

Zwei Tage nach dem schweren Busunglück bei Lübeck ist ein 22 Jahre alter Betreuer an seinen schweren Verletzungen gestorben. Am Samstag war er mit einer Jugendgruppe aus Hessen in einem Reisebus unterwegs, als dieser frontal mit einem Rettungswagen zusammenstieß.

52 Menschen wurden bei dem schweren Unfall verletzt. Die aus dem Schwalm-Eder-Kreis südlich von Kassel stammenden Kinder waren auf dem Rückweg von einer Veranstaltung in ihr Jugendlager in Dahme an der Ostsee.

Mehr zum Thema erfahren Sie hier.

14:17 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag liebe Leserinnen und Leser, meine beiden Kollegen Martin Morcinek und Juliane Kipper lösen sich langsam von ihren Tastaturen und verabschieden sich in den Feierabend. Ab jetzt begleite ich Sie durch die zweite Tageshälfte. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich per Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

14:06 Uhr

Behörde verbietet Ed Sheeran Bau von Kapelle

Der britische Popstar Ed Sheeran darf nicht wie geplant eine Kapelle auf seinem Grundstück in der englischen Grafschaft Suffolk bauen lassen. Das geht aus einem öffentlich einsehbaren Register für Anträge auf Baugenehmigungen hervor.

  • Der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge wollte Sheeran die private Kapelle im mittelalterlichen Stil für seine Hochzeit mit Freundin Cherry Seaborn und andere Familienfeste bauen lassen.
  • "Es ist jedermanns Recht, einen Ort des Rückzugs für die innere Einkehr, Gebete und religiöse Pflichten, Feiern von wichtigen Lebens- und Familienereignissen zu haben", hieß es in Sheerans Antragsschreiben.

Grund für die Ablehnung, die Ende vergangener Woche veröffentlicht wurde, ist vor allem die Höhe des Gebäudes. Die Kirche sollte von einem 14,60 Meter hohen Turm überragt werden, der drohe aber den Eindruck einer zweiten Dorfkirche zu erwecken, moniere die zuständige Behörde.

13:22 Uhr

Studie: Jugendliche kennen sich nicht in der Finanzwelt aus

Jeder vierte junge Erwachsene in Deutschland hat nach eigener Einschätzung Wissenslücken bei den Zusammenhängen der Finanzwelt. In einer Umfrage des Forsa-Instituts gaben 26 Prozent an, sie hätten große Defizite beim Thema Finanzen.

  • Zwei Drittel (66 Prozent) glauben, ein befriedigendes bis ausreichendes Finanzwissen zu haben, 8 Prozent halten ihre Kenntnisse für gut bis sehr gut. Forsa hatte im Auftrag der Kreditauskunftei Schufa im Mai 1059 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahren befragt. Die Schufa veröffentlichte die Ergebnisse in Berlin.
  • Die Studie zeige, dass die Unsicherheit im Umgang mit Finanzen mit zunehmender Komplexität steige. So sähen die meisten Befragten etwa kein Problem bei der Eröffnung eines Girokontos.
  • Gehe es aber zum Beispiel um die Aufnahme eines Kredits, halten sich nur 17 Prozent für gut oder sehr gut informiert. Beim Abschluss eines Vertrages zur Altersvorsorge sind es sogar nur 14 Prozent.
13:05 Uhr

"Cats"-Choreografin Gillian Lynne ist tot

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Die "Cats"-Choreografin Gillian Lynne ist tot. Die Britin starb im Alter von 92 Jahren am Sonntag in einem Londoner Krankenhaus, wie ihr Ehemann mitteilte. Seine Frau hinterlasse ein "riesiges Erbe" und werde "von vielen verehrt", schrieb der Schauspieler Peter Land in einer Abschiedsbotschaft für seine "liebste Frau und Freundin und Liebe über 40 Jahre".

Auch "Cats"-Komponist Andrew Lloyd Webber schrieb: "Lebewohl liebste Gillie, drei Generationen des britischen Musicals verdanken dir so viel." Lynne choreografierte neben "Cats" auch Webbers zweiten Welterfolg "Das Phantom der Oper". Beide Musicals wurden weltweit von Millionen Menschen gesehen, sie stehen auch nach drei Jahrzehnten weiter in London auf dem Programm.

12:40 Uhr

Studie: Deutsche Familien bewegen sich zu wenig

In Deutschland sind weit mehr als die Hälfte der Eltern zu dick. 36 Prozent der Väter und Mütter sind übergewichtig und 22 sogar fettleibig, wie eine in Berlin veröffentlichte Umfrage der AOK zeigt. Bei den Vätern fallen sogar 72 Prozent in eine der beiden Kategorien, bei den Müttern ist es immerhin die Hälfte.

  • Das Iges-Institut befragte im Auftrag der Krankenkasse rund 5000 Erziehungsberechtigte. Den Experten zufolge neigen Befragte generell dazu, ihr Gewicht zu unterschätzen, weshalb der Anteil dicker Eltern sogar noch höher liegen könnte.
  • Die auffälligen Werte könnten auch daran liegen, dass Bewegung in vielen Familien zu kurz kommt. Für jede dritte Familie spielen demnach körperliche Aktivitäten in der Freizeit überhaupt keine Rolle. Nur 28 Prozent der Eltern finden überhaupt Zeit für Sport und Fitness, wie die Umfrage im Rahmen der "Familienstudie 2018" zeigt.
  • AOK-Vizechef Jens Martin Hoyer wertete die Ergebnisse als "ein klares Alarmsignal". Eltern kämen ihrer Vorbildfunktion beim Thema Bewegung nicht ausreichend nach.

Nach Angaben von Jutta Mata von der Universität Mannheim, die die Studie wissenschaftlich begleitete, sind zudem nur zehn Prozent der Kinder körperlich so aktiv wie von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen. Ein Grund dafür sei der zunehmende Medienkonsum. Familien sollten Bewegung häufiger in regelmäßige alltägliche Tätigkeiten einbinden, forderte Mata.

12:23 Uhr

Taifun "Prapiroon" nähert sich japanischer Insel

Der Taifun "Prapiroon" nähert sich der Insel Kyushu im Süden Japans. Staatlichen Meteorologen zufolge soll der Tropensturm die Insel am Dienstag erreichen. Die Meteorologische Behörde warnte vor Erdrutschen, heftigen Regenfällen und starken Winden.

  • Kyushu ist die drittgrößte der japanischen Hauptinseln. Mehr als 13 Millionen Menschen leben in der Region. Im Süden der Insel rechnen die Wetterdienste mit Niederschlägen bis zu 300 Litern pro Quadratmeter.
  • Im Norden Kyushus werden bis zu 200 Liter erwartet, ebenso im Südwesten der kleinsten japanischen Hauptinsel Shikoku.
  • Am Mittag befand sich das Sturmzentrum etwa 230 Kilometer westlich der Insel Amami-Oshima, südwestlich von Kyushu, und bewegte sich mit 20 Kilometern pro Stunde in nördlicher Richtung - bei maximalen andauernden Windgeschwindigkeiten von 126 Stundenkilometern und Böen mit bis zu 180 Stundenkilometern. Über Nacht hatte "Prapiroon" bereits für Starkregen und heftige Windböen im Süden Okinawas gesorgt. Es gab Verletzte.
11:57 Uhr

"Lifeline"-Kapitän: "Ich bin mir keiner Schuld bewusst"

Der deutsche Kapitän des in Malta festliegenden Rettungsschiffes "Lifeline", Claus-Peter Reisch, weist die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen vor Gericht zurück. "Unsere Mission hat 234 Menschen gerettet, und ich bin mir keiner Schuld bewusst", sagte Reisch laut einer Mitteilung seiner Organisation Mission Lifeline. Der EU warf Reisch vor, das Sterben von Flüchtlingen im Mittelmeer aus politischen Gründen in Kauf zu nehmen. Auf Malta beginnt heute eine gerichtliche Anhörung Reischs.

Die "Lifeline" hatte Migranten vor Libyen gerettet und war danach fast eine Woche auf Hoher See blockiert. Malta wirft der Dresdner Organisation Mission Lifeline vor, das Schiff sei nicht ordentlich registriert gewesen. Zudem habe der Kapitän die Anweisungen italienischer Behörden ignoriert, die Rettung der libyschen Küstenwache zu überlassen. "Ich stehe hier vor Gericht, aber warum steht hier nicht die libysche Küstenwache? Die haben mich und meine Crew noch vor kurzem mit dem Tod bedroht, und bei deren "Rettungen" sterben Menschen", sagte Reisch laut Mission Lifeline weiter.

11:15 Uhr

Unbekannter schießt in Wuppertal auf Bus

Unbekannte haben in Nordrhein-Westfalen auf einen Bus und eine Regionalbahn geschossen. In Wuppertal erleidet am Morgen eine 50-jährige Frau einen leichten Schock, als auf einen Linienbus geschossen wurde. Nach Polizeiangaben gab es einen Knall, woraufhin eine Seitenscheibe zersplitterte.

  • In Köln gab am Sonntagnachmittag ein Mann aus einer Luftdruckpistole zwei Schüsse auf eine vorbeifahrende Regionalbahn ab und beschädigte zwei Fenster. Reisende erschreckten sich laut Bundespolizei durch den lauten Knall, verletzt wurde aber niemand.
  • Trotz sofortiger Fahndung unter anderem mit einem Hubschrauber konnte kein Tatverdächtiger gestellt werden. In beiden Fällen ermittelt die Polizei wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßen- beziehungsweise Bahnverkehr.
10:34 Uhr

Kurz stellt sich gegen Asylanträge in Sammelzentren

Die EU-Staaten hatten sich jüngst darauf geeinigt, in der EU zentrale Aufnahmelager für gerettete Bootsflüchtlinge einzurichten. Nach Ansicht des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz sollen Flüchtlinge in den geplanten Aufnahmezentren auf europäischem Boden keinen Asylantrag stellen können.

  • Das erzeuge einen "irrsinnigen Pull-Faktor", locke die Menschen also verstärkt in diese Zentren, sagte Kurz im "Morgenjournal" des ORF-Radiosenders Ö1.
  • Er halte es für "schlauer, die Menschen direkt aus den Krisengebieten zu holen, als zuerst einen Anreiz zu setzen, dass sie die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer antreten."
  • Kurz warf zudem die Frage auf, ob "alle 60 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, wirklich automatisch das Recht haben, dass sie einen Asylantrag in Europa stellen können".

 

10:06 Uhr

Nissan bläst Verkauf des E-Batteriegeschäfts ab

Nissan Motor
Nissan Motor 7,30

Der japanische Autobauer Nissan Motor hat den geplanten Verkauf seiner Batterieproduktion für Elektroautos an die chinesische Beteiligungsgesellschaft GSR Capital abgeblasen. Nach Angaben des Autoherstellers hätten der Investmentfirma letztlich die Mittel für den Kauf gefehlt.

  • Beobachter schätzten, der Deal hätte es auf einen Wert von bis zu rund 100 Milliarden Yen gebracht, umgerechnet 771,6 Millionen Euro. Nissan erklärte weiter, die Transaktion habe nicht bis zum 29. Juni abgeschlossen werden können.
  • Nissan hatte im Sommer vergangenen Jahres mitgeteilt, aus der Batterieproduktion für E-Autos auszusteigen. Das Batteriegeschäft, das neben dem Gemeinschaftsunternehmen Automotive Energy Supply Corp einen Teil der Forschungseinrichtungen in Japan sowie Produktionsstätten in den USA und Großbritannien umfasst, sollte an GSR Capital gehen. Diese wollte die Batterieproduktion ausbauen und neue Werke in China und Europa errichten.

Nissan hatte Automotive Energy Supply vor einigen Jahren gemeinsam mit der NEC Corp ins Leben gerufen, um Batterien für Elektroautos bereitzustellen. Damals waren Hersteller von E-Auto-Batterien noch rar. Mittlerweile sind viele Unternehmen in die Batterieproduktion eingestiegen.

09:47 Uhr

In Kalifornien wüten drei große Feuer

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Kalifornische Behörden leiten wegen Buschbränden Evakuierungen ein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im US-Bundesstaat Kalifornien halten am Wochenende drei große Waldbrände Hunderte Feuerwehrleute in Atem. Insgesamt war eine Fläche von rund 14.000 Hektar betroffen. Jetzt haben die Behörden Evakuierungen eingeleitet.

  • Das neueste Feuer brach im Bezirk Yolo aus, am Sonntagnachmittag waren auch Gebiete im benachbarten Napa County betroffen. Das "County Fire" breitete sich nach Angaben der Feuerwehr auf rund 9000 Hektar Fläche aus.
  • Bislang blieben alle Versuche erfolglos, es einzudämmen. Mehr als hundert Feuerwehrfahrzeuge und rund ein Dutzend Hubschrauber waren im Einsatz.
  • Zwei weitere Brände, das "Pawnee Fire" im Lake County und das "Waverly Fire" im San Joaquin County waren beide jeweils zu Dreivierteln unter Kontrolle.
09:23 Uhr

Plastiktütenverbot in Australien bringt Kunden in Rage

Die Idee ist eigentlich unterstützenswert: Die beiden großen australischen Supermarktketten Woolworths und Coles kündigen vergangenes Jahr an, die kostenlosen Einwegtüten aus Plastik durch wiederverwendbare Tüten zum Preis von je 15 Cent ersetzen zu wollen. Down Under bringt der Entschluss jetzt viele Kunden in Rage.

  • Supermarktangestellte berichteten von schimpfenden und fluchenden Kunden, die sogar handgreiflich wurden - in einem Fall habe ein Mann einer Verkäuferin sogar die Hände um den Hals gelegt.
  • Die Gewerkschaft der Groß- und Einzelhandelsangestellten befragte ihre Mitglieder zur Abschaffung der kostenlosen Plastiktüten. Von 141, die bislang antworteten, berichteten 61, sie seien verbal oder gar körperlich von wütenden Kunden angegriffen worden.
  • Andere Kunden warfen Waren auf den Fußboden, fluchten und stürmten aus dem Supermarkt, wie Gewerkschaftsmitglieder berichteten. Gewerkschaftschef Gerard Dwyer erklärte, die "Frustration" mancher Kunden sei vielleicht verständlich - es gebe aber "keine Entschuldigung für Gewalt gegen das Personal".
09:01 Uhr

Tony Marschall will "nicht als Leiche ankommen"

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Lehnt ab, bevor er offiziell gefragt wurde: Tony Marschall.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wegen Herzproblemen hat Schlagersänger Tony Marshall einer möglichen Teilnahme am RTL-Dschungelcamp "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" in Australien eine Absage erteilt.

  • "Mein Arzt sagt, dass mit meinem Herzleiden so ein langer Flug einfach nicht mehr zu machen ist", sagte der 80-Jährige der "Bild"-Zeitung.
  • "Herzschwäche ist ja die häufigste Todesursache in Deutschland", fügte er hinzu.
  • "Und ich will nicht als Leiche in Australien ankommen."

Offiziell wurde der Schlagerstar bislang nicht als möglicher Kandidat für das Dschungelcamp 2019 gehandelt.

08:50 Uhr

Japan fürchtet um seinen Kaiser

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Erlebte als Kind noch die US-Luftangriffe auf Tokio: Kaiser Akihito (M.).

(Foto: imago/Kyodo News)

Im Fernen Osten, auf der anderen Seite des Erdballs, zeichnet sich das Ende einer Ära ab: Im kommenden Frühjahr will der Tenno - das zeremonielle Oberhaupt des japanischen Staates - seine Ämter abgeben. Die jüngsten Entwicklungen wecken unter Hofberichterstattern allerdings ernste Sorgen, ob der hochbetagte Kaiser gesundheitlich so lange durchhält.

  • Kaiser Akihito hat einen offiziellen Termin zu Wochenbeginn wegen einer Erkrankung kurzfristig abgesagt.
  • Der 84-Jährige habe sich plötzlich krank gefühlt und stark geschwitzt, teilte ein Sprecher der japanischen Regierung mit.
  • Kaiserin Michiko habe daraufhin sofort den Palastarzt gerufen. Der Arzt habe bei Akihito Schwindel und Übelkeit festgestellt, die auf einen Blutmangel im Gehirn zurückzuführen seien. Der Kaiser brauche nun "völlige Ruhe" und weitere Untersuchungen.

Ein Sprecher der Kaiserfamilie wollte keine Einzelheiten zu Akihitos Gesundheitszustand nennen. Bisherigen Planungen zufolge soll der Tenno eigentlich erst am 30. April 2019 zurücktreten. Einen Tag später soll dann sein ältester Sohn, der 58-jährige Naruhito, den Chrysanthementhron besteigen.

08:23 Uhr

Pop-Traumpaar schockt Fans mit Trennung

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"Immer noch so viel Liebe": Cheryl Cole (l.) und Liam Payne (Archivbild).

imago/Future Image International

Es hätte so schön sein können: Die britische Pop-Sängerin Cheryl ("Fight For This Love") hat sich von ihrem Lebensgefährten Liam Payne getrennt.

  • "Wir sind traurig zu verkünden, dass wir getrennte Wege gehen", schrieb die 35-jährige Sängerin bei Twitter.
  • Der 24 Jahre alte Liam Payne veröffentlichte ein nahezu wortgleiches Statement. "Wir empfinden immer noch so viel Liebe füreinander als Familie", hieß es darin.
  • Der Sänger der Boyband "One Direction" und das ehemalige Mitglied der Popgruppe "Girls Aloud" haben einen gemeinsamen Sohn, der im März vorigen Jahres geboren wurde. "Bear ist unsere Welt, und wir bitten darum, seine Privatsphäre zu respektieren, während wir diese schwere Zeit gemeinsam meistern."

Die beiden Popstars waren durch britische Casting-Shows bekannt geworden. Cheryl war zuvor mit dem Fußballspieler Ashley Cole und dem französischen Restaurant-Betreiber Jean-Bernard Fernandez-Versini verheiratet gewesen.

07:46 Uhr

Estland warnt vor "Nord Stream 2"

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Die Arbeiten haben bereits begonnen: Im Greifswalder Bodden hebt ein Bagger den Unterwassergraben für die neue Ostseepipeline aus.

picture alliance / Stefan Sauer/

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Quer durch die Ostsee: Der geplante Verlauf der Pipeline "Nord Stream 2".

(Foto: cri/stepmap)

Estland ruft offen dazu auf, den Bau der deutsch-russischen Gaspipeline "Nord Stream 2" doch noch zu verhindern.

  • "Es ist schlicht und einfach im Interesse der EU, das Projekt zu stoppen", sagte Estlands Außenminister Sven Mikser im Interview mit der "Welt".
  • Die Pipeline sei kein wirtschaftliches, sondern ein geopolitisches Projekt, betont Mikser.
  • "Es ist ein Hebel für Russland, um in die europäische Politik einzugreifen", fügte er hinzu.

Die Pipeline, die parallel zur bestehenden ersten Nord-Stream-Röhre verlaufen soll, soll Russland und Deutschland unter Umgehung der osteuropäischen Staaten verbinden.

07:27 Uhr

Der Juli startet vereinzelt mit Bodenfrost

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Der Juni war deutlich wärmer als üblich: Nachts kann es jedoch in einzelnen Regionen empfindlich kalt werden.

dpa

Ein deutlich zu warmer Juni liegt hinter uns. Und auch der Juli macht jetzt erst einmal warm bis heiß weiter. Allerdings gibt’s auch absolut unsommerliche Aspekte beim aktuellen Wetter. Und das sind die Temperaturen der Nacht. Die brachte nämlich in den Muldenlagen der Mittelgebirge zum Teil leichten Frost oder Bodenfrost mit. Aber nicht nur dort.

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Björn Alexander

Selbst im Flachland kühlte sich die Luft am Boden vereinzelt bis auf Werte um den Gefrierpunkt ab. Beispielsweise in Walsleben und Zehdenick (beides Brandenburg, nördlich von Berlin) oder in Garsebach bei Meissen (Sachsen). Und das liegt unter anderem daran, dass wir einerseits recht trocken-klare Luft über uns haben. Andererseits ist die Luft im Norden und Osten (noch) eher lauwarm.

Das sehen wir ebenfalls beim Blick auf die Spitzentemperaturen des heutigen Tages bei 20 bis 25 Grad, während es im Süden und Westen wieder sommerliche 25 bis 32 Grad werden. Dabei bleibt es freundlich bis sehr sonnig und trocken. Die weiteren Aussichten: auch im Osten macht sich in den kommenden Tagen die richtige Sommerluft breit. Derweil wird’s im Süden schrittweise gewittrig und die Unwettergefahr steigt. Hier die Details aus der Wetterwoche im Schnellcheck. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in die neue Woche. Ihr Björn Alexander

06:46 Uhr

Großfamilie stirbt durch "mystische Praktiken"

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Ein Beamter am Tatort: Das Wohnhaus mit dem Raum voller Leichen liegt inmitten eines dicht besiedelten Stadtviertels von Neu-Delhi.

REUTERS

Ein Raum voller Leichen stellt die Polizei in Indien vor ein grausiges Rätsel: In einem Wohnhaus in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi haben Beamte am Wochenende eine elfköpfige Familie tot aufgefunden. Zehn Familienmitglieder, darunter zwei Brüder, ihre Frauen und fünf Minderjährige, hingen tot unter der Decke. Eine etwa 70 Jahre alte Frau lag tot in einem Nebenraum.

  • Die ersten Erkenntnisse der Ermittler deuten furchtbare Ereignisse an: In dem Haus muss sich eine höchst ungewöhnliche Tragödie abgespielt haben.
  • Die Familie soll nach Polizeiangaben vor ihrem Tod offenbar "spirituelle, mystische Praktiken" vollzogen haben.
  • "Während der Durchsuchung des Hauses wurden handschriftliche Notizen gefunden, die auf bestimmte Praktiken der ganzen Familie hindeuten", teilte die Polizei mit.
  • Die Aufzeichnungen wiesen etwa Ähnlichkeiten mit der Art und Weise auf, wie die Münder und Augen der Toten "verbunden" gewesen seien.
06:33 Uhr

Tesla-Mitarbeiter: "Es war ziemlich hektisch"

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Blick auf das Tesla-Werk am Standort Fremont im US-Bundesstaat Kalifornien.

REUTERS

Der Elektroauto-Pionier Tesla hat nach Informationen aus der Belegschaft sein aktuelles Produktionsziel für den Hoffnungsträger "Model 3" erreicht. Das 5000. Auto innerhalb einer Woche sei am Sonntagmorgen vom Band gelaufen - wenn auch einige Stunden nach der von Konzernchef Elon Musk gesetzten Frist, sagten zwei Beschäftigte der Fabrik der Nachrichtenagentur Reuters. "Ich denke, wir sind jetzt ein echtes Autounternehmen geworden", schrieb Musk in einer E-Mail an Beschäftigte, die Reuters vorliegt. "Es war ziemlich hektisch", meinte ein Tesla-Arbeiter.

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06:09 Uhr

Das wird heute wichtig

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Bleibt er - geht er? Der CSU-Vorsitzende und Bundesminister für Inneres, Heimat und Bau, Horst Seehofer, verlässt nach der Sondersitzung des CSU-Vorstands in München das Gebäude.

picture alliance/dpa

Am Morgen nach dem "Tag der Entscheidung bei der CSU" ist im Asylstreit der Union noch alles offen. Wird Bundesinnenminister und CSU-Chef Horst Seehofer wirklich angekündigt hinschmeißen? Was steht in seinem "Masterplan Migration"?

Seine am Sonntag angekündigte "persönliche Erklärung" verschob Seehofer mehrfach nach hinten. Kommt es zum Bruch der Union?

  • In der Nacht auf Montag bestätigte Seehofer erstmals öffentlich, dass er tatsächlich einen Rücktritt in Erwägung zieht.
  • "Ich habe ja gesagt, dass ich beide Ämter zur Verfügung stelle, dass ich das in den nächsten drei Tagen vollziehe", sagte er am frühen Morgen in München.
  • Als "Zwischenschritt" sei ein weiteres Gespräch mit der CDU geplant, "in der Hoffnung, dass wir uns verständigen". "Alles Weitere" werde anschließend entschieden.

Das Spitzentreffen von CDU und CSU zum Asylstreit soll dem Vernehmen nach am Nachmittag um 17.00 Uhr in Berlin stattfinden. Das Treffen ist die letzte Gelegenheit, im seit Wochen erbittert geführten Asylstreit doch noch eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden.

Was wird - abgesehen von der Aussicht auf eine ausgewachsene Regierungskrise in Deutschland - sonst noch wichtig?

In den übrigen europäischen Hauptstädten warten Beobachter gespannt auf Reaktionen zum Asylstreit und zu den Ergebnissen des zurückliegenden EU-Gipfels zur Migrationspolitik.

In Mexiko werden zur Stunde noch die Stimmen zur Präsidentschaftswahl ausgezählt. Gestützt auf Hochrechnungen wird mit einem klaren Sieg des Linkspolitikers Lopez Obrador gerechnet.

In der Wirtschaft wird das Kobalt für die Batterieproduktion knapp. In Frankfurt dürfte der Dax unter dem Eindruck der Seehofer-Unsicherheit deutlich unter der Marke von 12.300 Punkten starten.

Und in Freiburg wird im Fall Staufen um den jahrelangen sexuellen Missbrauch eines Kindes ein Urteil erwartet.