Montag, 29. Februar 2016Der Tag

Heute mit Kai Stoppel und Roland Peters
22:39 Uhr

Das war heute wichtig

Montage sind toll - wenn sie vorbei sind. Das stand bestimmt in irgendeinem Garfield-Comic, und jetzt ist es mir wieder eingefallen. Freuen Sie sich auf den Rest der Woche, der seltsame Schalttag ist vorbei. Was heute wichtig war.

  • Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat zugegeben, das Problem mit Rechtsextremisten in seinem Bundesland unterschätzt zu haben. Dem dort ansässigen Opferhilfeverein zufolge hat sich die Zahl rechtsmotivierter Straftaten dramatisch erhöht.
  • In der Flüchtlingskrise steht es spitz auf Knopf: Flüchtlinge stürmten die südmazedonische Grenze, Nachbar Griechenland sperrt Journalisten aus den Flüchtlingslagern aus.
  • Die Waffenruhe in Syrien wird offenbar weiterhin größtenteils eingehalten. Es gibt allerdings Berichte über russische Aktivitäten, die nicht der mit den USA getroffenen Vereinbarung entsprechen.
  • Russlands Präsident Wladimir Putin sucht offenbar nach Möglichkeiten, den Ölpreis zu stabilisieren und hat die großen Erdölförderer zum Krisentreffen eingeladen.
  • Hannes Löhr, ehemaliger Fußball-Nationalspieler und Stürmer des 1. FC Köln, ist tot. Unser Autor Ben Redelings hat einen Nachruf auf die legendäre "Nas" geschrieben.
  • Bereits in der Nacht zu Montag feierte "Spotlight" bei der Oscar-Verleihung einen kleinen Überraschungserfolg als Bester Film. Und irgendwie freuten sich alle mit Leonardo DiCaprio für seinen Oscar. Nun, es war auch ein langer Weg seit seiner Titanic-oder-Beach-Boy-Phase.

Haben Sie eine erholsame Nacht.

22:10 Uhr

USA: Wir führen Cyberkrieg gegen IS

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Das US Cyber Command ist auf dem Gelände des US-Geheimdienstes National Security Agency in Fort Meade beheimatet.

(Foto: AP)

Die US-Streitkräfte führen nach eigenen Angaben einen Cyberkrieg gegen die Extremistenmiliz IS in Syrien und im Irak.

  • Damit solle verhindert werden, dass die Islamisten ihren Einheiten Anweisungen geben könnten, sagte Verteidigungsminister Ashton Carter. "Unsere Methoden sind neu. Einige von ihnen werden überraschend sein."
  • Carter und Generalstabschef Joseph Dunford nannten zwar keine Einzelheiten, deuteten aber an, dass die IS-Netzwerke mit den Angriffen überlastet werden sollen.
  • Die Aktionen seien Teil der Vorbereitungen zur Rückeroberung der nordirakischen Stadt Mossul. Sie war im 2014 vom IS überrannt worden.
21:49 Uhr

VW-Chef sieht Zukunft in autonomen Autos

VW-Chef Matthias Müller hat seine Vorbehalte gegen selbstfahrende Autos aufgegeben.

  • "Vor wenigen Tagen haben wir im Konzernvorstand eine Offensive für das autonome Fahren auf den Weg gebracht", sagte Müller vor dem Start des Autosalons in Genf. "Ich persönlich bin inzwischen überzeugt: Das autonome Fahren wird sich durchsetzen."
  • Im Herbst hatte sich Müller, damals noch Porsche-Chef, zur Automesse IAA in Frankfurt kritisch zu selbstfahrenden Autos geäußert. "Das autonome Fahren stellt für mich einen Hype dar, der durch nichts zu rechtfertigen ist", hatte Müller damals der Zeitschrift "Auto Motor und Sport" gesagt.
  • Wenige Wochen später übernahm Müller die Nachfolge des wegen des Abgas-Skandals zurückgetretenen VW-Chefs Martin Winterkorn.
21:27 Uhr

Carter will Guantánamo-Häftlinge auf US-Boden

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US-Verteidigungsminister Ashton Carter wünscht sich eine Neuregelung noch vor der Präsidentschaftswahl.

(Foto: dpa)

US-Verteidigungsminister Ashton Carter hat sich für einen Transfer von Guantánamo-Häftlingen auf US-Boden ausgesprochen.

  • Es gebe in dem Gefangenenlager auf kubanischem Boden Insassen, von denen so große Gefahr ausgehe, dass sie nicht von einem anderen Land beaufsichtigt werden könnten. Ein Transfer in die USA sei aber nach derzeit geltenden Gesetzen nicht möglich. Deshalb hoffe er, dass sich der Kongress zu einer Gesetzesänderung bewegen lasse. "Es wäre gut, dieses Problem nicht an die nächste Administration weiterzugeben", sagte Carter.
  • Derzeit sind in Guantánamo noch 91 Menschen inhaftiert, davon sind 35 als so unbedenklich eingestuft, dass sie in andere Länder überführt werden können.
  • Carter sagte, die USA wollen in jedem Fall die Marinebasis in Guantánamo weiterführen.

Die Republikaner lehnen eine Schließung des Gefangenenlagers ab, US-Präsident Barack Obama will den Schritt seit Jahren erreichen.

21:02 Uhr

HTC startet Vorbestellungen für Vive

Das Virtual Reality Headset von Oculus kann schon seit einigen Wochen vorbestellt werden, nun zieht auf HTC mit dem Vive nach. Der Hauptunterschied ist, dass Vive mehr zusätzliche Hardware enthält und zudem andere Bewegungsmöglichkeiten bietet.

  • In einer Bestellung sind nach Angaben von HTC das Headset, zwei drahtlose Controller, zwei Basistationen, ein Verteiler und Ohrhörer enthalten. Es werden auch drei Software-Titel mitgeliefert: Job Simulator, Fantastic Contraption und Tilt Brush.
  • Der Preis für Lieferort Deutschland wird mit 969,69 Euro (inklusive Versand und Steuern) angegeben.
  • Die Auslieferung soll am 5. April beginnen.

HTC kooperiert mit Valve, dem größten digitalen Spielevertrieb für PC. Hier gibt es eine Liste verfügbarer und angekündigter VR-Titel.

20:33 Uhr

Twitter-Nutzer gegen Pläne von AfD-Chefin Petry

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Frauke Petry bekam auf Twitter wenig Zuspruch.

(Foto: dpa)

Das lief wohl anders als erhofft: In einer Twitter-Umfrage der AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry haben sich die Teilnehmer klar gegen die Schließung der Grenzen in der Flüchtlingskrise ausgesprochen.

  • Knapp 7000 Menschen nahmen an der Befragung teil. Die Umfrage sei als eine Abfrage eines Meinungsbildes zu verstehen, teilte ein AfD-Sprecher mit.
  • "Asyl bedeutet: Wenn jemand verfolgt wird, nehmen wir ihn auf. Sonst nicht", schrieb Petry im Internetdienst Twitter. Die darauffolgende Frage, ob Deutschland die Grenzen nun abriegeln solle, beantworteten 78 Prozent der Umfrageteilnehmer mit "nein, lasst es wie es ist".
  • Nur 22 Prozent wählten die Antwort "ja, wir schaffen es nicht".

Ein Hinweis: Die Befragung war nicht repräsentativ. Aber sie kann einen Hinweis auf das Meinungsbild der Twitter-Nutzer geben.

20:05 Uhr

Bundestag bekommt 50.000 Honigbienen

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Eine solche Honigbiene wird bald zehntausendfach im Regierungsviertel herumschwirren.

(Foto: dpa)

In diesem Jahr soll es erstmals einen Bundestagshonig geben. Im kommenden Mai wird ein kompletter Bienenstock mit etwa 50.000 Tieren aufgestellt. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat die Ansiedlung der Pollensammler bereits genehmigt.

  • Als Heimat des Bienenstocks ist der Innenhof des Paul-Löbe-Hauses vorgesehen, einem Parlamentsgebäude mit Büros und Sitzungssälen, das direkt neben dem Reichstag liegt.
  • In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich der Berliner Tiergarten und der Linden-Boulevard, wo die Bienen ausreichend Nektar finden sollen.
  • Nach Angaben der Initiatoren verlief ein Probebetrieb mit 2000 Tieren im vergangenen Sommer problemlos. Niemand sei gestochen worden und keine Biene habe sich in die umliegenden Büros verirrt.
19:42 Uhr

Türkei schließt regierungskritischen Medienkonzern

Die türkische Staatsanwaltschaft hat die Schließung aller Medien eines regierungskritischen Konzerns angeordnet.

  • Sowohl Fernsehsender als auch Radiosender und Zeitungen der Ipek Media Gruppe seien geschlossen worden, berichtete die Zeitung "Radikal". Dazu zählen unter anderem der Sender Bugün TV und die Zeitung "Milliyet".
  • Die regierungskritische Ipek Mediengruppe war Ende Oktober vergangenen Jahres von staatlichen Treuhändern übernommen und zunächst auf Regierungskurs gebracht worden.
  • Dem Mutterkonzern mit Sitz in Ankara wird Geldwäsche und Unterstützung der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen vorgeworfen, die in der Türkei inzwischen als Terrororganisation gilt.

Die Koza-Ipek-Holding steht der Gülen-Bewegung nahe. Erdogan wirft dem im US-Exil lebenden Prediger vor, Polizei und Justiz unterwandert zu haben und die Macht an sich reißen zu wollen.

Die Türkei geht massiv gegen regierungskritische Medien vor. Zu den bekanntesten Köpfen zählt "Cumhuriyet"-Chefredakteur Can Dündan. Dutzende Journalisten sitzen in der Türkei in Haft.

19:22 Uhr

1200 Koffer bleiben an Düsseldorfer Flughafen liegen

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Hatte eine kleine Datumspanne: Der Düsseldorfer Flughafen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Am Düsseldorfer Flughafen sind etwa 1200 Koffer liegengeblieben. Der Grund: Die Software der Gepäck-Förderanlage hatte sich vom Schalttag aus dem Takt bringen lassen.

  • "Die Anlage hat den 29. Februar nicht als Tag erkannt", sagte ein Flughafensprecher. Es habe immer wieder Störungen gegeben. Gegen Mittag sei das Problem durch ein Software-Update behoben worden.
  • Am Düsseldorfer Flughafen, dem drittgrößten in Deutschland, werden täglich zwischen 25.000 und 50.000 Koffer umgeschlagen. "Wir hoffen, dass wir das in vier Jahren besser machen", sagte der Sprecher.
  • Der Airport riet Reisenden, wichtige Dinge wie Medikamente nicht in den Koffer zu packen, sondern grundsätzlich im Handgepäck mitzunehmen.

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18:51 Uhr

Türkische Artillerie feuert auf syrische Ziele

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Türkische Artillerie feuert in Richtung Syrien (Archivbild)

(Foto: AP)

Die Türkei hat am Montag Dutzende Artilleriegeschosse auf mutmaßliche Stellungen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Norden Syriens abgefeuert.

  • Wie die Nachrichtenagentur Dogan weiter berichtet, waren die Angriffe mit der internationalen Anti-IS-Koalition unter Führung der USA abgesprochen.
  • 50 bis 60 Geschosse erreichten demnach Ziele im Norden der Provinz Aleppo.
  • Es waren die ersten derartigen Angriffe der Türkei auf Ziele in Syrien seit Wochen.

In Syrien gilt seit Freitagabend eine Waffenruhe, die zunächst zwei Wochen dauern soll. Davon ausgenommen sind Dschihadistengruppen wie der IS, die Al-Kaida-nahe Al-Nusra-Front und mit ihr verbündete islamistische Milizen.

Die syrische Opposition beklagt, Russland habe die vereinbarte Waffenruhe gebrochen.

18:25 Uhr

Anzahl rechter Angriffe in Sachsen massiv gestiegen

Die Zahl rechter Gewalttaten in Sachsen ist massiv gestiegen.

  • Der Opferhilfeverein RAA Sachsen verzeichnete im vergangenen Jahr insgesamt 477 rechtsmotivierte und rassistische Angriffe. Das war ein Anstieg der rechten Gewalttaten im Freistaat um 86 Prozent. Binnen dreier Jahre hat sich die Zahl nach Angaben des Vereins sogar mehr als verdoppelt.
  • Am häufigsten handelte es sich demnach bei den Angriffen um Körperverletzungen, gefolgt von Nötigungen und Bedrohungen. 74 Angriffe wurden auf Asylunterkünfte oder in deren Umfeld verübt, darunter 19 Brandstiftungen und 21 gefährliche Körperverletzungen. 72 Angriffe wurden demnach im Zusammenhang mit Demonstrationen begangen und richteten sich überwiegend gegen politische Gegner und Journalisten.
  • Schwerpunkte der Gewalt sind demnach Dresden (116) und Leipzig (77) sowie die Landkreise Leipzig (56) und Sächsische Schweiz/Osterzgebirge (55). Die Angriffe in Dresden und im Landkreis Leipzig haben sich dem Verein zufolge mehr als verdoppelt; in den Landkreisen Sächsische Schweiz/Osterzgebirge und Meißen haben sich die Angriffe sogar verdreifacht.

Die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung und die flächendeckenden Anti-Asyl-Proteste in Sachsen hätten "ein Klima des Hasses erzeugt, der die letzten Dämme brechen ließ", erklärte Andrea Hübler von der Opferberatung.

Sachsen Ministerpräsident Stanislaw Tillich gab zu, das Problem mit Rechtsextremismus in seinem Bundesland unterschätzt zu haben.

17:59 Uhr

Mexiko löst Atomalarm aus

Im Zentrum Mexikos haben Unbekannte radioaktives Material gestohlen.

  • Die Behörden lösten in sechs Bundesstaaten Atomalarm aus.
  • Unbekannte hätten in der Stadt San Juan del Río im Bundesstaat Querétaro ein Messgerät mit Iridium-192 gestohlen, teilte der Zivilschutz mit. Die Stadt liegt etwa 150 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernt.
  • Sollte der Behälter geöffnet werden, könnten Menschen zu Schaden kommen. Das Material kann schwere Gesundheitsschäden verursachen und bei längerem Kontakt tödlich sein.

Iridium-192 wird vor allem in der Werkstoffprüfung eingesetzt, beispielsweise um Risse oder brüchige Schweißnähte zu orten.

17:43 Uhr

Alibaba kauft Aktien für 500 Millionen Dollar

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Konzernchef Jack Ma sorgt vor.

(Foto: REUTERS)

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Die Sorgen um die Abschwächung der chinesischen Wirtschaft und die Auswirkungen auf die Konsumenten belasten den einheimischen E-Commerce-Konzern Alibaba. Die in New York gehandelte Aktie hat im vergangenen Jahr 20 Prozent an Wert verloren. Nun betreibt Alibaba "Kurspflege".

  • Der Konzern, Chairman Jack Ma und sein Stellvertreter Joseph Tsai kaufen für 500 Millionen US-Dollar Aktien an dem Unternehmen zurück.
  • Während des Quartals per Ende September 2015 hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 40,8 Millionen Aktien für 2,74 Milliarden Dollar gekauft und eingezogen.

Alibaba hatte bereits angekündigt, über einen Zeitraum von zwei Jahren eigene Aktien in einem Volumen von bis zu 4 Milliarden Dollar zurückzukaufen.

17:18 Uhr

Flüchtlingsunterkunft brennt zum zweiten Mal

Bereits zum vierten Mal haben Unbekannte eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Kirchhundem im Sauerland beschädigt.

  • Nach einem erneuten Feuer muss der geplante Einzug von drei Familien in das komplett eingerichtete Haus verschoben werden, wie die Gemeinde mitteilte.
  • Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
  • Nachbarn hatten das Feuer in dem ehemaligen Bauernhaus bemerkt und die Feuerwehr gerufen, die den Brand im Treppenhaus schnell gelöscht hatte.

Bereits nach einem Einbruch im Dezember hatten Unbekannte Feuer gelegt, der Schaden blieb gering. Außerdem waren im März 2015 und im Januar 2016 bei Einbrüchen Wasserhähne aufgedreht und so Wasserschäden verursacht worden.

17:12 Uhr
16:49 Uhr

Merkel spricht sich für Gauck aus

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Angela Merkel und Joachim Gauck

(Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wünscht sich einen Verbleib von Joachim Gauck im Amt des Bundespräsidenten über das kommende Jahr hinaus. "Ich würde mich freuen, wenn sich der Bundespräsident für eine zweite Amtszeit entscheidet", sagte Merkel der "Südwest Presse". "Aber diese Entscheidung trifft allein er selbst", fügte sie hinzu.

Vor Merkel hatten sich bereits die Parteispitzen von SPD und Grünen dafür ausgesprochen, Gauck bei der Bundesversammlung am 12. Februar 2017 für weitere fünf Jahre als Staatsoberhaupt wiederzuwählen. Der Bundespräsident selbst ließ bislang offen, ob er seiner ersten fünfjährigen Amtszeit eine zweite hinzufügen will. Bei einer Wiederwahl wäre er 77 Jahre alt.

16:33 Uhr

EU und Kanada einigen sich auf TTIP-Blaupause

Die EU und Kanada sind bei ihrem Handelsabkommen Ceta einen großen Schritt weitergekommen. Die Partner einigten sich auf Details zum lange umstrittenen Investorenschutz, wie EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström mitteilte.

  • Die EU-Kommission wolle im Frühjahr eine förmliche Entscheidung zu dem Handelspakt treffen, sagte die liberale schwedische Politikerin.
  • Im Juni solle der Text dann an die 28 Mitgliedstaaten zur Billigung gehen. Auch das Europaparlament muss noch zustimmen.

Das ausverhandelte Ceta-Abkommen ist eine Blaupause für das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP mit den USA. Der Investorenschutz ist der umstrittenste Teil. Kritiker sagen, das Verfahren könne Unternehmen indirekt Einfluss auf die Gesetzgebung geben.

Hier lesen Sie mehr zum umstrittenen Investorenschutz.

16:01 Uhr

Verbraucherzentrale verklagt Microsoft wegen Windows

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Das aktuelle Betriebssystem von Microsoft

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zieht gegen den IT-Konzern Microsoft vor Gericht. Grund dafür sei eine unzureichende Datenschutzklausel für das aktuelle Betriebssystem Windows 10, erklärten die Verbraucherschützer.

  • Hintergrund der Klage sind zahlreiche Funktionen des neuen Betriebssystems, die insbesondere in den Standardeinstellungen laut Verbraucherzentrale "eine Vielzahl" unterschiedlicher Nutzerdaten an Server des IT-Konzerns weitergeben.
  • Dazu gehören beispielsweise Kalendereinträge, Kontakte oder auch der Browserverlauf.
  • Die Art und Weise, wie Microsoft per Klausel die Zustimmung der Nutzer für die Datenspeicherungen einholt, ist laut der Verbraucherschützer "unzureichend". Solch "brisante Klauseln" bedürften "einer optischen Hervorhebung", erklärte die Verbraucherzentrale, damit die Nutzer transparent erkennen könnten, welchen Bedingungen sie zustimmen sollen.

Die Verbrauchschützer hatten Microsoft bereits aufgefordert, die Datenschutz-Klausel nicht mehr zu verwenden. Da das Unternehmen sich demnach weigerte, die geforderte Unterlassungserklärung abzugeben, verklagte die Verbraucherzentrale den Konzern.

15:40 Uhr

Innenminister: Nur Teheraner Reformer im Parlament

Irans Innenminister Abdul-Resa Rahmani-Fasli hat bestätigt, dass die Reformer sämtliche 30 Parlamentssitze in der Hauptstadt Teheran gewonnen haben.

  • Alle 30 Kandidaten hätten auch die 25-Prozent Hürde geschafft und seien daher direkt gewählt worden.
  • Damit sei in dem strategisch wichtigen Bezirk Teheran keine Stichwahl mehr notwendig, sagte der Minister.
  • Bei der Parlamentswahl schaffte es demnach kein einziger Hardliner in Teheran unter die ersten 30 - somit ist auch keiner von ihnen in diesem wichtigen Bezirk vertreten.

Bereits beim vorläufigen Ergebnis hatte sich der deutliche Erfolg der Reformer deutlich angekündigt.

14:52 Uhr

Car Sharing wird in Deutschland immer beliebter

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In deutschen Großstädten wurden die angebotenen Autos im Jahr 2015 intensiver genutzt als 2014.

(Foto: dpa)

Das Car-Sharing breitet sich in Deutschland weiter aus und gewinnt rasant an Kunden. Die Anbieter verzeichneten 2015 gut ein Fünftel mehr Kunden als im Vorjahr, wie der Bundesverband Car-Sharing (bcs) mitteilte.

  • Insgesamt wurden 1,26 Millionen Nutzer registriert, das sind 220.000 mehr als 2014.
  • Besonders stark war das Wachstum bei den stationsunabhängigen Anbietern ("car2go", "DriveNow"). Das sogenannte Free-Floating, bei dem Fahrer das Auto in den Innenstädten an beliebigen Orten abstellen können, verzeichnete einen Zuwachs um ein Viertel auf rund 830.000 Kunden.
  • Car Sharing mit festen Stationen legte um 13 Prozent auf 430.000 zu.
15:18 Uhr

CDU-Spitze distanziert sich von Steinbachs Foto

Die CDU-Spitze um Kanzlerin Angela Merkel hat sich von einem Foto-Tweet der Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach zur Flüchtlingskrise distanziert.

  • In einer Präsidiumssitzung sei klar gemacht worden, "dass wir das nicht für einen hilfreichen, passenden Beitrag in der aktuellen Zeit halten", sagte Generalsekretär Peter Tauber.
  • Zu Forderungen nach Konsequenzen für Steinbach, die Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der Unionsfraktion ist, äußerte sich Tauber nicht.
  • Unions-Fraktionschef Volker Kauder sagte der "Mitteldeutschen Zeitung" zu Steinbach: "Das ist nicht die Position der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und selbstverständlich auch nicht meine." Er fügte hinzu: "Damit ist zu diesem Vorgang alles gesagt."

Steinbach hatte am Wochenende mit der Weiterleitung eines Fotos bei Twitter Empörung hervorgerufen. Das "Deutschland 2030" überschriebene Bild zeigt ein von einer Gruppe dunkelhäutiger Menschen neugierig betrachtetes weißes Kind mit dem Untertitel: "Woher kommst Du denn?"

Steinbach verteidigte den Beitrag gegen Kritik und Spott.

14:32 Uhr

Zwei junge Touristinnen in Ecuador ermordet

Zwei Argentinierinnen sind in Ecuador ermordet worden. Die Leichen wurden an einem Touristenstrand gefunden, wie das ecuadorianische Innenministerium mitteilte.

  • Eine der Leichen wurde demnach am Samstag etwas abseits eines Strandes in Montañita, 500 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Quito, gefunden.
  • Zwei mutmaßliche Täter seien festgenommen worden, gab Innenminister José Serrano bekannt. Einer der beiden Männer habe den Doppelmord gestanden.
  • Die Männer hätten die 22 und 21 Jahre alten Touristinnen in ihre ärmliche Wohnung in der Nähe des Strandes geführt. Dort seien Kleidungsstücke der Opfer und Blutspuren gefunden worden.

Die Frauen waren seit rund einer Woche vermisst worden.

14:21 Uhr

Frau mit abgetrenntem Kinderkopf in Moskauer Metro

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Blick in die Untergrundbahn der russischen Hauptstadt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Schock in der Metro: Die russische Polizei hat eine Frau mit einem abgeschnittenen Kinderkopf in der Moskauer U-Bahn festgenommen.

  • Die Frau sei ganz in Schwarz gekleidet gewesen und habe den Kopf eines Kleinkindes in die Höhe gehalten, meldete die Agentur Tass.
  • Bei der Festgenommenen handele es sich um eine Usbekin Mitte 30, die in Moskau als Kinderfrau arbeitet.
  • Die Polizei fand in einer Wohnung in der Nähe einer Metrostation im Westen Moskaus eine kopflose Leiche eines drei- bis vierjährigen Kindes.

Berichten zufolge soll die Frau das Kind aus bislang ungeklärten Gründen getötet, die Wohnung in Brand gesetzt haben und mit dem abgetrennten Kopf anschließend zur Metro gegangen sein.

Hier finden Sie mehr Einzelheiten zu dem Vorfall: "Russische Nanny enthauptet Vierjährige

13:59 Uhr

Merkel erhält 130 Blumensträuße für Flüchtlingskurs

Die Kritik an Merkels Flüchtlingspolitik ist unüberhörbar. Aber es scheint in Deutschland noch immer Menschen zu geben, die ihren Kurs für richtig halten:

  • Am 24. Februar wurden an der Pforte des Kanzleramts in Berlin 130 Blumensträuße für die Kanzlerin abgegeben - aus Dank für ihre offene Flüchtlingspolitik.
  • Über Facebook hatte ein Nutzer dazu vorher auf Deutsch und Englisch aufgerufen.
  • "Unterstützt eine offene Flüchtlingspolitik und schickt Angela Merkel Blumen", hieß es in dem Aufruf.

Verschiedenste Bürger hätten der Kanzlerin Blumen geschickt, sagte eine Regierungssprecherin auf Nachfrage.

13:36 Uhr

Angreifer verletzt zehn Kinder in chinesischer Schule

In einer chinesischen Schule hat ein Mann mehrere Kinder mit einem Messer angegriffen und zehn von ihnen verletzt. Die Schüler in Haikou auf der südlichen Insel Hainan hatten sich gerade aufgereiht, um für die Mittagspause nach Hause zu gehen, wie die Nachrichtenagentur China News Service unter Berufung auf eine Augenzeugin meldete. Die örtliche Polizei bestätigte den Vorfall und teilte mit, es sei kein Kind getötet worden. Der Angreifer tötete sich Berichten zufolge nach der Tat selbst. Sein Motiv war zunächst unklar.

13:10 Uhr

Sollte Guttenberg in die Bundespolitik zurückkehren?

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Sollte Karl-Theodor zu Guttenberg in die Bundespolitik zurückkehren?

 

12:56 Uhr

Syrische Opposition sieht Waffenruhe vor dem Aus

War die Hoffnung auf ein Ende des schrecklichen Bürgerkriegs in Syrien verfrüht? Laut einem Medienbericht sieht die Opposition die Waffenruhe kurz vor dem Scheitern:

  • Nach Einschätzung der gemäßigten Opposition steht die Waffenruhe wegen andauernder Angriffe der Regierungstruppen vor dem Aus.
  • Die Feuerpause sei gescheitert, zitierte der TV-Sender Al-Arabija den Vorsitzenden der Oppositions-Verhandlungsdelegation.
  • Die Opposition habe keine andere Alternative, als ihr Volk zu schützen, wenn die internationale Gemeinschaft dies nicht könne.
  • Es gebe bisher auch keine Hinweise darauf, dass der Boden für Friedensgespräche bereitet werde.

Nach dem Willen der UN sollen die vor einigen Wochen unterbrochenen Friedensverhandlungen in Genf am 7. März fortgesetzt werden.

12:33 Uhr

Deutscher Forscher in Höhle stirbt an Herzversagen

Der Tod eines deutschen Höhlenforschers bei einer Expedition in Österreich ist auf plötzliches Herzversagen zurückzuführen. Der 54-jährige Mann aus Walldorf in Baden-Württemberg hatte 17 Stunden durchgehend gearbeitet und kurz vor seinem Zusammenbruch über ein Kältegefühl im Körper geklagt, wie die Polizei mitteilte. Der Forscher war seit Freitag gemeinsam mit Kollegen in der 100 Kilometer langen Hirlatzhöhle in Oberösterreich unterwegs gewesen - einer der längsten Höhlen des Landes.

12:13 Uhr

Deutschland und Marokko: schnellere Abschiebungen

Die Bundesregierung macht Dampf auf den verschiedenen Baustellen der Flüchtlingskrise:

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    Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Marokkos Innenminister Mohamed Hassad (links).

    (Foto: AP)

    Deutschland und Marokko haben sich auf ein Verfahren zur beschleunigten Rückführung marokkanischer Staatsbürger verständigt.
  • Dies soll besonders Marokkaner treffen, die wegen ihrer geringen Aussicht auf Asyl ihre Pässe wegwarfen und sich als syrische Flüchtlinge ausgaben.
  • Die beiden Länder wollen die Identität marokkanischer Staatsbürger anhand von Fingerabdrücken feststellen, die in Marokko für biometrische Pässe gespeichert werden.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Marokkos Innenminister Mohamed Hassad verkündeten die Neuigkeit nach einem Treffen in Rabat.

11:43 Uhr

Bauer sucht vergeblich Frau - und erhält Geld zurück

Erst klappt es mit der Liebe nicht, dann ist ein Landwirt auch noch 1200 Euro ärmer. Zumindest ausgegebenes Geld kann man sich per Gerichtsurteil beschaffen, was der 50-Jährige auch tat:

  • Das Amtsgericht Augsburg verurteilte eine Partneragentur zur Zurückzahlung des Geldes.
  • Der Bauer habe sich von der Augsburger Partnervermittlung "über den Tisch gezogen" gefühlt, teilte eine Gerichtssprecherin mit.
  • Denn: In einer Annonce warb die Agentur mit einer "Daniela", die nach einem "treuen Landwirt" suche.
  • Es stellte sich jedoch heraus, dass es dieses Daniela nie gab.

Genannt worden waren dem Mann drei andere Frauen. Doch der Landwirt wollte genau diese Daniela, die angeblich aus dem niederbayerischen Landau an der Isar stammte.

11:22 Uhr

Discounter verkauft Designermode

Werden künftig Umkleidekabinen zwischen der gestapelten Ware stehen? Diese Frage drängt sich angesichts diese Neuigkeit auf:

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    Bekleidung aus der Designerkollektion von Jette Joop für Aldi Süd.

    (Foto: picture alliance / dpa)

    Ab dem 11. April verkauft der Discounter Aldi Süd in seinen Filialen eine limitierte Modekollektion der Designerin Jette Joop.
  • Der Discounter wolle damit Kundinnen erreichen, die bisher noch nicht bei ihm einkaufen - heißt es in einem Artikel des "Handelsblatts".
  • Die Kollektion umfasst Blusen, Hosen, Jumpsuits, Kleider aber auch Schuhe, Handtaschen und Halstücher.
  • Die Preise sollen zwischen 9,99 und 19,99 Euro liegen.

Aldi gehört Branchenangaben zufolge zu den zehn größten Textilhändlern Deutschlands.

11:02 Uhr

Größtes Rotlichtviertel in Jakarta abgerissen

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Bordell in der indonesischen Stadt Surabaya.

(Foto: REUTERS)

Mit Bulldozern haben indonesische Behörden den größten Rotlichtbezirk in der Hauptstadt Jakarta niedergerissen. Das Gebiet werde geräumt, weil es illegal besetzt gewesen sei, sagte der Gouverneur. Die Stadt will in der Gegend Grün- und Sportanlagen errichten. Vergangene Woche hatte die Regierung angekündigt, binnen drei Jahren 100 noch verbliebene Rotlichtbezirke des Landes zu schließen.

10:42 Uhr

DiCaprio unterlag deutschen Kindern beim Breakdance

Gut, die Meldung ist schon etwas älter. Aber anlässlich seines Triumphs bei den Oscars kann man die Geschichte von Leonardo DiCaprio mal wieder rauskramen - schließlich gibt es dazu endlich mal ein schönes Foto:

  • Der Oscar-Preisträger musste sich 1984 bei einem Breakdance-Turnier von zwei Deutschen geschlagen geben.
  • Im Internet kursiert derzeit ein Foto vom Original-Zeitungsartikel.
  • Demnach musste sich DiCaprio bei dem Wettbewerb in Oer-Erkenschwick mit dem dritten Platz zufriedengeben.
  • Immerhin gewann er zur Medaille noch eine Schallplatte.

 

10:14 Uhr

Salma Hayek trauert um erschossenen Hund

Die mexikanisch-US-amerikanische Schauspielerin Salma Hayek trauert um ihren Hund Mozart:

  • Salma Hayek hat unter Hautproblemen gelitten. Foto: Joerg Carstensen

    Salma Hayek.

    "Er wurde letzten Freitag mit einem Schuss nahe dem Herzen auf meiner Ranch tot aufgefunden", schrieb die 49-Jährige bei Instagram.
  • Mozart habe nie jemanden gebissen oder angegriffen.
  • Sie hoffe, dass die Behörden "diesem wundervollen Hund Gerechtigkeit widerfahren lassen".

US-Medienberichten zufolge hat die Polizei des Bezirks Thurston im Bundesstaat Washington Ermittlungen aufgenommen.

10:02 Uhr

Zahl der Abiturienten in Deutschland wieder gestiegen

Nach drei Jahren des Rückgangs dürfen nun wieder mehr junge Menschen studieren. 2015 erwarben laut Statistischem Bundesamt rund 443.000 Schüler in Deutschland die Hochschul- oder Fachhochschulreife - auch als Abitur bekannt. Das waren 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Statistiker berichteten. Seit 2012 war die Zahl der Studienberechtigten im Bundesdurchschnitt gesunken. Hauptgrund waren die doppelten Abiturjahrgänge durch die Verkürzung der Gymnasialzeit.

09:45 Uhr

Putin lädt russische Öl-Chefs zu Krisentreffen

Die Rohstoffmacht Russland verstärkt ihre Bemühungen um stabilere Ölpreise. Präsident Wladimir Putin habe die Chefs der größten Erdölunternehmen des Landes zu einem Krisentreffen am Dienstag eingeladen, berichtet die Moskauer Wirtschaftszeitung "Wedemosti". Im Kern gehe es darum, ob Russland im Kampf gegen den Ölpreisverfall die Förderung einfriere oder sogar kürze. Ein Beschluss sei bei dem Treffen aber nicht zu erwarten.

Mehr dazu lesen Sie hier.

09:30 Uhr

Forscher: "Eiertanz der Etablierten" stärkt AfD

Die rechtspopulistische AfD ist zwar nicht mal im Bundestag vertreten, bekommt aber sehr viel Aufmerksamkeit - die Umfragen bescheinigen der Partei derzeit Höchststände. Warum, das versucht ein Extremismusforscher zu erklären:

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    AfD-Parteivorsitzende Frauke Petry.

    (Foto: picture alliance / dpa)

    Das Umfragehoch der AfD vor den Landtagswahlen hat aus Sicht des Sozialpsychologen Andreas Zick auch mit dem Verhalten der anderen Parteien zu tun.
  • Sich nicht mit der AfD auseinanderzusetzen, habe zu einem "Eiertanz der Etablierten" geführt, sagte der Bielefelder Professor.
  • Zur Lösung der Asylfrage gebe es nur konservative Vorschläge der Begrenzung und Abschottung. Davon profitiere die AfD.
  • "Es ist auch relativ spät erst passiert, dass man die AfD damit konfrontiert hat, ein Konzept zu zeigen", sagte Zick.

Der Sozialpsychologe forscht seit Jahren zu menschen- und demokratiefeindlichen Einstellungen in Deutschland.

09:15 Uhr

Razzia gegen im "Dunklen Netz" aktive Kriminelle

Das Darknet (englisch für "Dunkles Netz") ist ein anonymer Bereich des Internets, der auch für zahlreiche illegale Aktivitäten genutzt wird. Jetzt ist der Polizei wohl ein Schlag gegen diese geglückt:

  • Bei einer großen Razzia gegen Betreiber und Nutzer illegaler Plattformen im Internet sind neun Verdächtige festgenommen worden.
  • Außerdem wurden 69 Wohnungen und Firmenräume in Deutschland und im Ausland durchsucht.
  • Die Ermittlungen richteten sich gegen den Handel mit Waffen, Drogen, Falschgeld, gefälschten Ausweisen und Datenspionage.

Hauptverdächtiger ist laut Bundeskriminalamt in Wiesbaden und Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) ein 27-jähriger Bosnier, der am vergangenen Mittwoch in Bosnien-Herzegowina festgenommen wurde.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

 

08:51 Uhr

Indien will Millionen Bauern aus der Armut befreien

Die Landwirte in Indien haben es schwer - viele können von ihrer Arbeit kaum leben. Die Regierung will nun gegensteuern:

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    Ausgetrocknetes Feld während einer Dürreperiode in Indien im Jahr 2006.

    (Foto: picture-alliance/ dpa)

    Die indische Regierung will die Einkommen von Millionen Landwirten im Land verdoppeln.
  • Für die Förderung des Agrarsektors sind im neuen Haushalt umgerechnet gut 4,7 Milliarden Euro vorgesehen.
  • Finanzminister Arun Jaitley versicherte, die Landwirte seien "das Rückgrat der Lebensmittelsicherheit" seines Landes.

Bis Mai 2018 sollen nach Jaitleys Angaben zudem sämtliche Dörfer im Land an das Stromnetz angeschlossen werden.

08:39 Uhr

Deutscher Hollywood-Schauspieler hat Preise im Bad

Hierzulande ist er einer breiten Öffentlichkeit kaum bekannt, aber er hat bereits in mehr als 160 Filmen mitgespielt - davon in mehreren berühmten Hollywood-Streifen. Doch der deutsche Schauspieler Udo Kier bleibt bescheiden:

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    Udo Kier.

    (Foto: dpa)

    Der 71-Jährige bewahrt seine Filmpreise nach eigenen Angaben im Badezimmer auf.
  • "Wenn ich Besuch bekomme und die nach ein paar Glas Wein das Bad aufsuchen, kommen sie meist sehr erstaunt zurück, weil sie gar nicht wussten, was ich so alles gemacht habe", sagte er der "Bild"-Zeitung.
  • "Ich finde, das ist eine angemessene Art, mit seinem Ruhm umzugehen."

Dass er es zu diesem Ruhm brachte, hat laut Kier ("Armageddon", "Altes Geld") viel mit Glück zu tun. Er habe einfach immer die richtigen Leute kennengelernt.

08:22 Uhr

Philippinen untersuchen rätselhaften Tod eines Deutschen

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Die Jacht des deutschen Seglers.

(Foto: dpa)

Nach dem Tod eines Deutschen, dessen Leichnam auf einer umhertreibenden Jacht gefunden wurde, hat die philippinische Polizei Ermittlungen eingeleitet. Nach ersten Untersuchungen des Falls sei die Todesursache weiterhin unklar, teilte die Polizei mit. Es gebe bislang aber keine Hinweise auf Fremdverschulden. "Für uns ist es ein Rätsel", sagte der Vizepolizeichef der Stadt Barabo auf der Insel Mindanao, Mark Navales.

Der Mann sei auf der Jacht, die etwa hundert Kilometer vor Barabo umhergetrieben sei, unter Deck entdeckt worden. Er habe an einem Tisch gesessen - abgestützt auf seinen rechten Arm, "als ob er schliefe", sagte Navales. Nach Polizeiangaben war er bereits mehr als vier Tage tot.

08:09 Uhr

Nordkorea: Festgenommener US-Student gesteht

Ein wegen "feindlicher Aktivitäten" in Nordkorea festgenommener US-Student hat sich nach dortigen staatlichen Angaben zum Diebstahl von Propagandamaterial bekannt. Die amtliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete, der 21-jährige Otto Frederick Warmbier habe in einem "Interview" mit in- und ausländischen Journalisten den Plan eingeräumt, eine politische Losung außer Landes zu schaffen. Dies sei auf Geheiß einer methodistischen Gläubigen in den USA geschehen. Demnach hatte ihn die Mutter eines Freundes, eine Methodistin, um "eine Trophäe" gebeten.

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07:49 Uhr

Ölpreise legen zum Wochenstart weiter zu

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 68,28

Ist die Zeit des günstigen Tankens bald wieder vorbei? Zumindest scheint es so, als ob die Ölpreise ihre Tiefststände vom Jahresbeginn hinter sich lassen könnten:

  • Die Ölpreise sind wieder etwas gestiegen.
  • Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete nun 35,44 US-Dollar - 34 Cent mehr als am Freitag.
  • Ende Januar war der Brent-Preis auf unter 30 Dollar und damit den tiefsten Stand seit 12 Jahren gefallen.

Dennoch: Nach wie vor belastet ein viel zu hohes Angebot die Ölpreise.

07:37 Uhr

Atomreaktor in Japan nach Problemen runtergefahren

Wenn ich die Wörter "Japan" und "Atomreaktor" in einem Satz lese, schaudert es mich sofort. Aber diesmal scheint noch mal alles gutgegangen zu sein:

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    Blick auf den Reaktor Nummer 4 in Takaham.

    (Foto: imago/Kyodo News)

    Im Westen Japans ist ein Atomreaktor nach Problemen mit einem Generator automatisch heruntergefahren worden.
  • Der Betreiber untersuche den Vorfall im Atomkraftwerk Takahama, berichtet die Nachrichtenagentur Jiji Press.
  • Der dortige Reaktor Nummer 4 war erst am Freitag wieder eingeschaltet worden.

Als Konsequenz aus der Atomkatastrophe in Fukushima am 11. März 2011 hatten zwischenzeitlich zwei Jahre lang alle 48 kommerziellen Reaktoren in Japan stillgestanden.

07:24 Uhr

Immer mehr Menschen wegen ihrer Psyche in Behandlung

Immer mehr Menschen bekommen wegen psychischer Erkrankungen Reha-Leistungen aus der Rentenkasse. Im vergangenen Jahr bewilligte die Deutsche Rentenversicherung 155.000 Klinikaufenthalte zur Reha, wie aktuelle Zahlen zeigen, die der Deutschen Presse-Agentur vorlagen. Zehn Jahre zuvor waren es nur 89.350 entsprechende Bewilligungen gewesen. Im ambulanten Bereich wurden 9150 Leistungen bewilligt, 2005 waren es 1890.

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07:07 Uhr

Auch Deutschland wacht über Waffenruhe in Syrien

Was ich zu Beginn des Jahres noch kaum zu hoffen wagte, ist eingetreten: In Syrien schweigen die Waffen an den meisten Fronten. Dass es so bleibt, ist zu hoffen - überwacht wird dies laut Regierungskreisen auch unter deutscher Beteiligung:

  • Im Arbeitsstab (Task Force) der internationalen Syrien-Unterstützergruppe in Genf wirken auch Beamte der Bundesregierung mit.
  • Es gibt auch Überlegungen, bei der Kontrolle der Feuerpause mit Aufklärungsflügen zu helfen.
  • Auf jeden Fall ist geplant, dass künftig auch Angehörige der Bundeswehr in der Task Force dabei sind.

Den Vorsitz in der Task Force teilen sich Russland und die USA.

06:56 Uhr

Irakerin bei Brand in Flüchtlingsunterkunft verletzt

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Die beschädigte Unterkunft in Sonneberg in Thüringen.

(Foto: dpa)

Bei einem Brand in einem Haus in der Stadt Sonneberg in Thüringen, in dem auch Flüchtlinge leben, ist eine Frau aus dem Irak verletzt worden. "Sie erlitt eine Rauchvergiftung und wurde vor Ort versorgt", sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Erfurt. Wie es zu dem Feuer kam, konnte er nicht sagen.

Der Brand war am frühen Sonntagabend im Dachgeschoss ausgebrochen und erfasste den Dachstuhl. Zehn Flüchtlinge und andere Bewohner des Hauses verbrachten die Nacht in Notbetten.

06:44 Uhr

Pakistan richtet gefeierten Mörder eines Gouverneurs hin

In Teilen der konservativen und religiösen Gesellschaft wurde er als Held gefeiert - nun jedoch wurde der Mörder eines Gouverneurs hingerichtet, der die strengen Blasphemie-Gesetze des islamischen Landes kritisiert hatte:

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    Mumtaz Qadri.

    (Foto: dpa)

    Mumtaz Qadri sei am Morgen in einem Gefängnis der Stadt Rawalpindi gehängt worden, sagt ein Mitarbeiter des Gefängnisses.
  • Aus Angst vor Unruhen fand die Exekution unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt.
  • Demonstranten blockierten große Zufahrtsstraßen von Rawalpindi in die Hauptstadt Islamabad.

Die Blasphemie-Gesetze verlangen den Tod für jene, die den Islam beleidigen. Sie werden aber oft missbraucht.

06:43 Uhr

Uli Hoeneß aus Haft entlassen

Uli Hoeneß ist nun wieder ein freier Mann. Exakt nach der Hälfte seiner dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe wurde der 64-Jährige heute vorzeitig entlassen, wie das bayerische Justizministerium mitteilte. Einzelheiten zum genauen Zeitpunkt und zum Ort der Entlassung nannte das Ministerium nicht.

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06:38 Uhr

Das wird heute wichtig

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Endlich am Ziel: Leonardo DiCaprio mit seinem Oscar.

(Foto: REUTERS)

Und der Oscar geht an .... Er hat es geschafft: Leonardo DiCaprio hat den Oscar als bester männlicher Hauptdarsteller ergattert. Endlich. Er hat ja ein paar Anläufe dafür gebraucht. Aber das ist nun schon wieder Vergangenheit. Folgendes hingegen wird heute wichtig:

  • Bundesinnenminister de Maizière will in Rabat mit der marokkanischen Regierung über die Rücknahme abgelehnter Asylbewerber sprechen.
  • Ab heute bis zum 24. März wird der UN-Menschenrechtsrat in Genf tagen. Hauptthemen sind die Krisenherde Syrien und Burundi.
  • Deutschland führt bei der OSZE bis zum Jahresende die Geschäfte. Heute stellt Außenminister Steinmeier in New York das Programm dafür vor.
  • Auf einer Jobbörse in Berlin werden mehr als 4000 Flüchtlinge erwartet. Rund 211 Unternehmen und Bildungsträger haben etwa 1000 Stellen im Angebot.
  • Am Landgericht Neubrandenburg beginnt der Prozess gegen einen 95 Jahre alten ehemaligen SS-Sanitäter aus dem KZ Auschwitz.

Eine Enttäuschung - oder Überraschung - war hingegen, dass der Streifen "Spotlight" den Oscar für den besten Film erhielt - und nicht "The Revenant" mit DiCaprio in der Hauptrolle. Mal sehen, was uns heute sonst noch für Überraschungen erwarten. Sie werden sie hier erfahren. Ich wünsche viel Spaß bei "Der Tag", mein Name ist Kai Stoppel.

06:11 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Nach einem oft schönen, aber kalten Wochenende wird es in dieser Woche zunehmend wechselhafter. Heute betrifft das den Süden und den Südosten. Denn hier machen sich die Wolken von Mittelmeertief ZISSI breit und bringen im Tagesverlauf zum Teil kräftige Schneefälle mit. Bis zum Abend sind in den betroffenen Gebieten von Baden-Württemberg und Bayern bis nach Thüringen und Sachsen 5 bis 15 Zentimeter Neuschnee mit entsprechender Glätte drin. Schöner startet die neue Woche im übrigen Land: Nach Frost in der Früh wird’s nämlich sonniger. Die Temperaturen erreichen zwischen 0 und 7 Grad und der Wind weht nach wie vor kalt aus nordöstlichen Richtungen. Und auch danach bleibt’s eher spätwinterlich als frühlingshaft.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

 

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