Montag, 30. Mai 2016Der Tag bei n-tv

Heute mit Sebastian Huld und Judith Görs
22:36 Uhr

Das war Montag, der 30. Mai 2016

Liebe Leser, ein - nicht nur witterungsbedingt - turbulenter Tag geht zu Ende. Neben dem Shitstorm für die Äußerungen von AfD-Vize Alexander Gauland über Fußballnationalspieler Jérôme Boateng haben Sie sich heute auch für folgende Themen besonders interessiert:

  • Bei schweren Unwettern und verheerenden Überschwemmungen sind in Süddeutschland vier Menschen ums Leben gekommen. Am schlimmsten traf es den Nordosten Baden-Württembergs - darunter der kleine Ort Braunsbach. Zwei Bäche verwandelten sich dort in einen reißenden Strom und rissen alles mit. Baumstämme wurden durch die Straßen gespült. Autos werden an Hauswände gedrückt oder von Schlamm und Geröll verschüttet.
  • Ein deutscher Anhänger des sogenannten Islamischen Staates (IS) versucht einem Bericht der "Washington Post" zufolge, Sex-Sklavinnen online zu verkaufen. Bei Facebook postete er Fotos, nannte Preise und stellte sich den Fragen von Interessenten.
  • Die irakische Armee rückt nach eigenen Angaben in Richtung des Stadtzentrums der IS-Hochburg Falludscha vor. Vier wichtige Gebiete rund um die Stadt seien bereits von der Herrschaft der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) befreit worden, sagte ein Sprecher. Zudem seien einige Dörfer von Spezialeinheiten eingenommen worden.
  • Die deutschen Milchbauern sollen angesichts drastisch gesunkener Preise Soforthilfen von mindestens 100 Millionen Euro bekommen. Über die genaue Höhe werde er noch Gespräche führen, sagte Bundesagrarminister Christian Schmidt nach einem "Milchgipfel" mit Vertretern von Bauern, Molkereien und Handel.
  • Während die Gerüchteküche um Johnny Depp seit Tagen heiß kocht, ist der Hollywoodstar auf Rock'n'Roll-Tour: Mit seiner Band Hollywood Vampires spielte er beim Hessentag in Herborn. Wie es war, verrät Autorin Nadine Wenzlick.

Übrigens: Die Unwetterwarnungen für die meisten Regionen in Deutschland sind aufgehoben worden. Hoffen wir also, dass diese Nacht ruhig bleibt. Ich verabschiede mich an dieser Stelle von Ihnen. Gute Nacht.

22:22 Uhr

Justizminister Maas bietet sich als Telefonjoker an

*Datenschutz

Wer sich schon immer mal gefragt hat, was Bundesjustizminister Heiko Maas eigentlich an einem Montagabend so macht: Er guckt "Wer wird Millionär". Als eine Kandidatin die Frage beantworten soll, wer seit 2013 Bundesminister für Verbraucherschutz ist, twitterte Maas: "Also ich wäre hier ein passabler Telefonjoker gewesen...". Die möglichen Antworten: A) Gesundheitsminister Gröhe B) Innenminister de Maizière C) Justizminister Maas D) Verkehrsminister Dobrindt.

Ja, Sie erraten es: Antwort C ist die richtige. Und das weiß einer wohl am besten. Der Justizminister selbst. Der Kandidatin hat der verräterische Tweet allerings nicht geholfen. Sie beendete das Quiz.

Mehr zur Sendung lesen Sie in Kürze.

21:55 Uhr

Mann gibt gestohlenes 30.000-Euro-Gemälde zurück

*Datenschutz

Mehr als zehn Jahre nach einem großen Kunstraub in einem niederländischen Museum hat ein ukrainischer Käufer eines der gestohlenen Gemälde den Niederlanden zurückgegeben. "Ein ukrainischer Bürger" habe das Kunstwerk der niederländischen Botschaft in Kiew übergeben, sagte eine Sprecherin der Stadtverwaltung der niederländischen Kleinstadt Hoorn.

Aus dem Westfries-Museum waren vor gut elf Jahren 24 Gemälde gestohlen worden. Wie die Sprecherin Marieke van Leeuwen sagte, legte der Mann auch ein Echtheitszertifikat für das Gemälde "Nieuwstraat in Hoorn" des Malers Izaak Ouwater vor, das aus dem Jahr 1784 stammt.

Der Wert des Bildes wurde mit rund 30.000 Euro angegeben.

21:27 Uhr

Ins Auto gesperrt - Hunde verenden in Hitze

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Auch für Tiere können überhitzte Autos im Sommer zur Todesfalle werden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Schäferhund und ein Mischling sind am Sonntag im Auto ihrer Besitzerin qualvoll verendet, während die Frau eine Heimtiermesse in Nürnberg besuchte. Obwohl sie die Türen einen Spalt offen gelassen und einen Ventilator ins Fahrzeug gestellt hatte, verendeten die Tiere nach sechs Stunden Gefangenschaft in dem Fahrzeug. Erst als Zeugen die Polizei riefen, wurde überhaupt jemand auf die Hunde aufmerksam.

Wie das Nachrichtenportal "nordbayern.de" berichtete, besteht für die Staatsanwaltschaft aber kein hinreichender Verdacht für das Vorliegen einer Straftat. Gegen die Frau wird womöglich wegen einer Ordnungswidrigkeit ermittelt werden.

21:10 Uhr

Verlag will "Mein Kampf" unkommentiert drucken

Ende des vergangenen Jahres erloschen die Urheberrechte an Adolf Hitlers Hetzschrift "Mein Kampf": Nun will ein Leipziger Verlag das Buch gänzlich unkommentiert neu auflegen und in den Handel bringen. Der Inhaber des Verlags ist kein unbeschriebenes Blatt. Wie der "MDR" berichtet, ist er bereits wegen Volksverhetzung verurteilt worden.

Auf Nachfrage, warum er eine anitsemitische Hetzschrift unkommentiert verlegen wolle, sagte er dem Sender: "Ich richte mich nicht nach solchen Etikettierungen. Die sind für mich irrelevant. Selbst wenn dem so ist, wieso soll man das in einer Demokratie nicht lesen?" Die Staatsanwaltschaft Leipzig prüfe nun, ob der geplante Nachdruck strafbar ist. Eine kommentierte Ausgabe war bereits Anfang des Jahres erschienen.

20:48 Uhr

Bushido ist richtig sauer auf die Telekom

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Sie kennen das vielleicht: Wegen eines Problems mit ihrem Internet- oder Festnetzanschluss stecken sie gefühlt stundenlang in der Warteschleife der Telekom-Hotline fest. Gleiches oder Ähnliches ist offenbar auch Rapper Bushido widerfahren - doch während der Normalbürger in solchen Fällen einen Beschwerdebrief schreibt, wetterte der 37-Jährige auf Twitter: "Eine absolute Schweinerei, was die Telekom mit uns da veranstaltet! Wechselt lieber den Anbieter!" Doch dann passierte etwas Überraschendes. Der Telekom-Kundenservice antwortete ihm. "Gerne helfen wir dir bei der Lösungssuche. Teile mir einfach mit, was genau los ist", schrieb das Service-Team. Doch Bushido wollte offenbar keinen Frieden schließen.

"Seit wann dutzen (sic!) wir uns?", fragte er. Darauf die Telekom: "Entschuldigen Sie, wir dachten, wir wären beim du. Viel wichtiger: wir möchten helfen, dürfen wir?" Nein, durften sie nicht. Ein Sprecher des Unternehmens sagte dem "Tagesspiegel", Bushido habe "ab einem bestimmten Zeitpunkt ausschließlich den Weg der Öffentlichkeit gesucht und die mehrfach ausgesprochenen Einladungen zum Dialog nicht angenommen. Das hat die Lösung des Falls nicht unbedingt vereinfacht."

20:29 Uhr

Frauen zeigen sexuelle Übergriffe nach Festival an

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Fans jubeln vor der Bühne beim Schlossgrabenfest in Darmstadt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach drei mutmaßlichen sexuellen Übergriffen beim Schlossgrabenfest in Darmstadt sind bei der Polizei 15 weitere Anzeigen eingegangen. Die zumeist jungen Frauen gaben an, bei dem Volksfest von Männergruppen umzingelt und unsittlich berührt worden zu sein. Dabei sollen die Männer eindeutig sexuelle Absichten gehabt haben. "Wir werden jetzt jeden einzelnen Fall prüfen", sagte ein Sprecher der Polizei.

Zuerst hatten in der Nacht zum Sonntag drei Frauen Anzeige erstattet. Kurz darauf wurden drei verdächtige Männer festgenommen. Die Asylbewerber im Alter zwischen 28 und 31 Jahren sollen nach ersten Ermittlungen zu einer Gruppe weiterer Männer gehören. Zu dem viertägigen Open-Air-Musikfestival waren am Wochenende mehr als 400.000 Menschen nach Darmstadt gekommen.

19:55 Uhr

Secret Service riegelt das Weiße Haus ab

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In Washington hat der Secret Service das Weiße Haus, den Amtssitz von US-Präsident Barack Obama, abgeriegelt. Grund für die Sicherheitsmaßnahme soll Medienberichten zufolge ein verdächtiger Gegenstand sein. Es werde geprüft, ob es sich um gefährliches Material handle. Der Lokalsender WTOP berichtete unter Berufung auf einen Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden, eine Person befinde sich in Gewahrsam. Augenzeugen berichteten, wie Krankenwagen und Feuerwehren in der Nähe vorfuhren.

In den USA wird am heutigen 30. Mai mit dem Memorial Day der Kriegsopfer gedacht. Obama hatte deshalb am Morgen den Arlington-Friedhof besucht, um gefallenen Soldaten zu gedenken.

Update 20.47 Uhr: Offenbar hatte eine Frau einen Gegenstand über einen Zaun an der Pennsylvania Avenue geworfen. Sie wurde festgenommen.

19:37 Uhr

Türkische Medien berichten von Explosion in Silopi

Türkische Medien berichten von einer Explosion in der 87.000-Einwohner-Stadt Silopi im Südosten der Türkei. Bei einem Anschlag auf ein Polizeiauto seien mindestens vier Menschen getötet worden, wie es hieß. Mehrere Verletzte - laut Medienberichten 19 Menschen - seien in Krankenhäuser eingeliefert worden. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür bisher noch nicht. Silopi gilt als Hochburg der kurdischen Minderheit.

19:00 Uhr

Wetterdienst warnt erneut vor heftigen Unwettern

Liebe Leser, noch hat sich die Wetterlage offenbar nicht beruhigt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat weitere Warnungen vor schweren Gewittern, Starkregen und Sturmböen herausgegeben. Aktuell gebe es vor allem in Niedersachsen und im nördlichen Nordrhein-Westfalen - vor allem im Kreis Minden-Lübbecke - schwere Unwetter. Welche Regionen ebenfalls gefährdert sind, sehen Sie auf der Karte unter diesem Link.

18:45 Uhr

Zigarettenmarke veräppelt BER-Pannenflughafen

Mit einer Sonderedition reagiert die Zigarettenmarke "Nil" derzeit auf die fortlaufenden Pannen auf der Baustelle des neuen Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg (BER). Statt des Logos der Marke steht "BER" auf der Packung - versehen mit dem Zusatz "Under Construction". "Da wollten die Kollegen eben einen kleinen Joke machen", sagte eine Sprecherin des Unternehmens dem "Tagesspiegel". Unter den ersten Kunden der Sonderedition war übrigens auch der BER-Chefaufklärer Martin Delius.

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18:20 Uhr

Gibt es Atombomben im Thüringer Naturschutzgebiet?

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Am 16. Juli 1945 explodierte die erste Atombombe der Geschichte in der Wüste von New Mexico.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Liebe Leser, das ist kein Scherz: Ein Hobby-Forscher aus Chemnitz will in unterirdischen Stollenanlagen in Thüringen fünf deutsche Atombomben gefunden haben. Wie der "MDR" berichtet, sei der pensionierte Ingenieur Peter Lohr bei eigenen Messungen im Naturschutzgebiet "Hamster" bei Arnstadt auf die in zwölf bis 14 Meter Tiefe gelagerten Sprengsätze gestoßen. Der zuständige Mitarbeiter des Arnstädter Ordnungsamtes, Jörg Baumann, bestätigte dem Sender, dass der Kampfmittelräumdienst voraussichtlich im Juni mit weiteren Messungen beginnen wird. Die genauen Koordinaten des mutmaßlichen Bombenfundortes lägen bereits vor.

Seit Jahren suchen Hobby-Forscher in dem Gebiet nach Atombomben, weil sie vermuten, dass es bereits zum Ende der NS-Zeit Atomtests auf dem nahe gelegenen Truppenübungsplatz Ohrdruf gegeben haben soll.

*Datenschutz

 

18:03 Uhr

Unwetter kosten zweistelligen Millionenbetrag

Die heftigen Unwetter in Baden-Württemberg haben auch die Versicherungsbranche hart erwischt: Bei der Sparkassenversicherung (SV) dürften Schäden im mindestens zweistelligen Millionen-Euro-Bereich anfallen, sagte ein Sprecher in Stuttgart. Konkrete Zahlen könne man aber erst am Dienstag nennen. Die Versicherung deckt als ehemaliger Monopolist immer noch etwa 70 Prozent der Gebäude in dem Bundesland ab.

Auch die Württembergische Versicherung rechnet mit deutlich spürbaren finanziellen Folgen. Man erwarte ein "beträchtliches Schadensaufkommen", sagte ein Sprecher. Dabei verwies er auf zahlreiche vollgelaufene Keller, Zerstörungen auf Straßen und defekte Abwassersysteme. Allein am Vormittag habe es 450 Anrufe wegen Schadensmeldungen gegeben.

17:40 Uhr

Flugzeug-Attentäter müssen lebenslang in Haft

Ein Militärgericht in Somalia hat zwei Männer in Verbindung mit dem Selbstmordanschlag auf ein Flugzeug der Daallo Airlines im Februar zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Sieben weiteren Männern und einer Frau erteilte der Richter Hassan Ali Nur Shute Haftstrafen von bis zu vier Jahren.

  • Am 2. Februar war an Bord eines Airbus A321 der Daallo Airlines kurz nach dem Abflug aus Mogadischu eine in einem Laptop versteckte Bombe explodiert. Die Explosion riss ein Loch in die Außenwand der Maschine, durch das der Attentäter nach außen gesogen wurde.
  • Der Pilot konnte notlanden, alle weiteren Menschen an Bord überlebten.

Die somalische Terrormiliz Al-Shabaab hatte sich zu dem Anschlag bekannt. Die sunnitischen Extremisten wollen am Horn von Afrika einen sogenannten Gottesstaat errichten.

17:24 Uhr

Frau schmuggelte Kokain in Brustimplantaten - Gefängnis

Wegen Schmuggels von Kokain in ihren Brustimplantaten ist eine Frau in Frankfurt zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht berücksichtigte in dem Urteil das Geständnis der 24-Jährigen sowie den Umstand, dass die Kolumbianerin am Frankfurter Flughafen von sich aus auf die Drogen in ihren Brüsten hingewiesen hatte. Das Kokain war der Frau im Februar in einem Privathaus einoperiert worden.

17:04 Uhr

Von Storch: Merkel will Fußball-EM abschaffen

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Beatrix von Storch.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber mir kommt es so vor, als gerate die Gauland-Debatte so langsam zur Farce: Nachdem die Kanzlerin die Äußerungen von AfD-Vize Alexander Gauland über Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng als "niederträchtig" bezeichnet hat, empört sich nun Beatrix von Storch auf Facebook. Merkels Kritik sei "der Versuch, vom eigenen Versagen abzulenken", schreibt die AfD-Abgeordnete im Europaparlament. So weit, so erwartbar. Doch dann kommt's: Anders als Merkel, "wollen wir die Fußball-EM auch nicht abschaffen, sondern auch künftig gegen Italien und Spanien spielen", so von Storch.

Die Kanzlerin will die EM abschaffen? Wie bitte? Ja, genauso lautet der Vorwurf. Von Storch unterstellt Merkel, sie plane eine "gemeinsame EU-Mannschaft". Was wohl der Deutsche Fußballbund (DFB) dazu zu sagen hat? Ich jedenfalls fühle mich unweigerlich an den Auftritt der AfD-Politikerin bei "Anne Will" erinnert. Damals hatte sie prophezeit, die Kanzlerin wolle nach Chile fliehen.

In Kürze lesen Sie mehr dazu.

16:43 Uhr

Nordkorea plant offenbar neuen Raketentest

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Tests mit Musudan-Raketen sind bereits drei Mal gescheitert.

(Foto: dpa)

Nordkorea plant offenbar einen neuen Raketentest. Japan versetzte deshalb sein Militär in Alarmbereitschaft, berichtet der staatliche Sender NHK. Zerstörer und Patriot-Abwehrbatterien seien bereit, jedes auf Japan zufliegende Geschoss abzuschießen. Auch Südkorea erklärte, es gebe Anzeichen für Startvorbereitungen. Die Regierung gehe davon aus, dass es sich um eine Mittelstreckenrakete vom Typ Musudan handelt.

Das abgeschottete Nordkorea hat in diesem Jahr mehrmals Raketen und andere Waffensysteme getestet. Im April scheiterten nach amerikanischen und südkoreanischen Informationen drei Tests mit Musudan-Raketen.

16:27 Uhr

Bericht: Türkei baut Selbstschussanlagen an Grenze

Gerüchte gab es schon seit Längerem - nun scheinen sie sich zu bestätigen: Einem Bericht der regierungsnahen Zeitung "Yeni Safak" zufolge baut die Türkei an der Grenze zu Syrien Selbstschussanlagen, um Flüchtlinge daran zu hindern, illegal ins Land zu kommen. Es handele sich um "intelligente Wachtürme", die mit Wärmebildkameras und Maschinengewehren ausgerüstet seien, hieß es unter Berufung aufs Verteidigungsministerium.

Sollten sich "Elemente" auf 300 Meter nähern, werde zunächst ein Warnruf in mehreren Sprachen ausgelöst - erst dann werde das Feuer eröffnet. Eine Anfrage an das Verteidigungsministerium zu möglichen Selbstschussanlagen an der Grenze blieb unbeantwortet.

16:06 Uhr

AfD Sachsen greift Özil für Mekka-Besuch an

Man hätte meinen können, die AfD hätte aus der Empörungswelle nach den rassistischen Äußerungen von AfD-Vize Alexander Gauland gelernt - doch offenbar ist das Gegenteil der Fall. Nun gerät Nationalspieler Mesut Özil in den Fokus der Rechtspopulisten. Mittelsachsens AfD-Kreisvorstand Andrea Kersten bezeichnete dessen "öffentlichkeitswirksame" Pilgerfahrt nach Mekka einem "Welt"-Bericht zufolge als "antipatriotisches Signal".

"Wenn Özil privat nach Mekka pilgert, ein Bild von sich vor der Kaaba postet, das Millionen Likes bekommt, und dafür in vielen Medien gefeiert wird, ist das verkehrte Welt", erklärt Kersten. Dadurch werde "eine Ideologie hofiert, in der Homosexuelle mit dem Tod bedroht werden und in der Ehrenmorde zum guten Ton gehören". Özils Bild aus Mekka war 2,2 Millionen geliket und 51.000 Mal kommentiert worden.

*Datenschutz

15:45 Uhr

Lufthansa-Maschine muss in Frankfurt notlanden

Schreckmoment für fast 200 Passagiere an Bord eines Flugzeugs der Lufthansa: In Frankfurt am Main musste die Maschine wegen eines Problems mit einem Triebwerk notlanden. Die Maschine vom Typ Airbus A321 sei am Vormittag auf dem Weg von Frankfurt nach Berlin umgekehrt und etwa eine halbe Stunde nach dem Start sicher in Frankfurt gelandet, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft. Was genau das Problem an dem Triebwerk war, stehe noch nicht fest. Die Passagiere wurden auf andere Flüge umgebucht.

15:26 Uhr

Rentner fährt seit 26 Jahren ohne Führerschein

Dieser Verkehrssünder hat gleich mehrere Rekorde geknackt: In Braunschweig hat die Polizei einen 86-jährigen Autofahrer erwischt, der 26 Jahre lang ohne Führerschein unterwegs war. Der Mann fiel den Beamten auf, weil er beim Einparken mit aufheulendem Motor zweimal rückwärts gegen eine Straßenlaterne gefahren war.

Als die Polizisten eingriffen und ihn kontrollierten, stellten sie fest, dass der Mann seit 1990 keinen Führerschein mehr besaß. Den Beamten erklärte er, dass er nur alle vierzehn Tage mal Auto fahre. Eingeparkt hat er womöglich auch zum letzten Mal in den Neunzigern.

15:01 Uhr

Drei Millionen Menschen wollen aus Türkei in die EU

In der Türkei hoffen derzeit drei Millionen Menschen auf die Weiterreise nach Europa: Im Gespräch mit dem griechischen Staatspräsidenten Prokopis Pavlopoulos betonte der EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos, die weitere Entwicklung der Flüchtlingskrise hänge sehr stark vom Gelingen des Flüchtlingspakts zwischen der EU und Ankara ab.

  • In Griechenland befinden sich derzeit rund 53.000 Flüchtlinge und Migranten. Von Sonntag auf Montag waren auf den griechischen Inseln rund 100 Menschen von der türkischen Küste aus angekommen.
  • Im Januar und Februar wurden an manchen Tagen noch bis zu 3000 Neuankömmlinge gezählt. In Griechenland wird befürchtet, die Türkei könne den Pakt irgendwann aufkündigen.
14:45 Uhr

Fuchswaise Pixi wächst mit Hunden auf

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Ganz schön frech: Pixi und seine Lebensretterin.

(Foto: dpa)

Eigentlich stand es nicht gut um Pixi, einen kleinen Fuchswelpen aus Ungarn, der vor einigen Wochen krank im Wald gefunden wurde. Dank der Tierschützerin Reka Söter geht es dem jungen Fuchs jetzt aber wieder blendend. Sie nahm ihn mit in ihr Tierheim in Pomaz bei Budapest, päppelte ihn geduldig auf und gab ihm ein neues Zuhause. Nun wächst Pixi gemeinsam mit etlichen herrenlosen Hunden auf.

Dauergast wird er allerdings nicht bleiben. "Füchse sind Wildtiere, keine Miezekatzen", schrieb Söter auf ihrer Facebook-Seite. Der junge Fuchs werde freigelassen, "sobald er für das Leben in freier Natur gerüstet ist, wahrscheinlich im August oder September".

14:33 Uhr

Sechs Menschen sterben bei Unwettern in Texas

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In Magnolia, Texas, steht ein Mann bis zur Brust im Wasser.

(Foto: AP)

Nicht nur in Deutschland sorgt das Wetter derzeit für Chaos: Im US-Bundesstaat Texas sind bei schweren Unwettern mindestens sechs Menschen getötet worden. Besonders betroffen war die Region westlich der Millionenstadt Houston. Flüsse traten über die Ufer, unzählige Häuser wurden überflutet, Autos weggespült.

Bereits seit Freitagabend waren in der Region heftige Regenfälle niedergegangen. In der Stadt Brenham beispielsweise fielen innerhalb von 48 Stunden 48 Zentimeter Regen, auf den Straßen kämpften sich Einwohner durch hüfthoch stehendes Wasser.

14:22 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leser, mein Kollege Sebastian Huld hat sich in den Feierabend verabschiedet - und versucht nun, trockenen Fußes durch Berlin zu kommen. Ein wahrscheinlich aussichtsloses Unterfangen, denn auch in der Hauptstadt kommt aktuell einiges herunter.

Wie sich die Wetterlage in den kommenden Stunden entwickeln wird - und alles andere Wichtige - werde ich Ihnen berichten. Mein Name ist Judith Görs. Wenn Sie Anregungen haben, Kritik oder Wünsche, schreiben Sie mir gern via Twitter.

13:59 Uhr

Iraks Armee rückt auf Zentrum der IS-Hochburg Falludscha vor

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Irakische Truppen am Stadtrand von Falludscha

(Foto: AP)

Die irakische Armee ist bei der Rückeroberung der IS-Hochburg Falludscha offenbar erfolgreich: Nach Beginn der Offensive am Morgen rücken die Soldaten nach eigenen Angaben inzwischen in Richtung des Stadtzentrums vor. Vier wichtige Gebiete rund um die Stadt seien bereits von der Herrschaft der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) befreit worden, sagte ein Sprecher. Zudem seien heute einige Dörfer rund um die Stadt von den Spezialeinheiten eingenommen worden.

Die Truppen kämpften sich offiziellen Angaben zufolge in Richtung des Zentrums vor. Falludscha wird seit Januar 2014 vom IS beherrscht und ist nach Mossul die wichtigste Bastion der sunnitischen Dschihadisten im Irak. In den vergangenen Tagen hatten regierungstreue Einheiten die Stadt westlich von Bagdad zunehmend eingekreist.

Hier lesen Sie mehr dazu.

13:40 Uhr

Jugendlicher will im Polizei-Bus kiffen und erhält Anzeige

Auf einen Joint zur Polizei: Draußen sei es zum Kiffen zu kalt, sagte ein 19-Jähriger zu Polizisten in München und fragte, ob er sich mit ihren Bus setzen dürfe. Er durfte - allerdings nicht zum Rauchen, sondern zur Erstattung einer Anzeige. "Offensichtlich hatte der junge Mann nicht erkannt, dass es sich um ein Polizeifahrzeug handelte", teilte die Polizei mit.

Die Polizisten waren am Partygelände der Münchner Kultfabrik in Zivil unterwegs gewesen. Am frühen Sonntagmorgen hatten sie gerade einen anderen jungen Mann mit zu dem Bus genommen, den sie bei der Vorbereitung eines Joints erwischt hatten. Womöglich glaubte der 19-Jährige deshalb, der Bus sei ein Kiffertreff.

13:25 Uhr

Linksautonome bekennen sich zu Brandstiftungen in Berlin

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"Die Luxusneubauten stehen für eine Stadtentwicklung zu Gunsten der Reichen und zeigen offenkundig die Trennung in Teilhabende und Ausgeschlossene", heißt es in dem Bekennerschreiben.

(Foto: dpa)

Linksautonome haben sich zu Verwüstungen in einer Straße in Berlin-Mitte bekannt. Die "Aktion" habe auf einen Luxusneubau mit Eigentumswohnungen, ein Immobilienbüro, ein Umspannwerk des Energiekonzerns Vattenfall, teure Autos, ein Hotel und einen Supermarkt gezielt, heißt es in einem Bekennerschreiben auf einer linksradikalen Internetseite.

Die schwarz gekleideten Autonomen waren in der Nacht zum Sonntag durch eine Straße nahe der Bezirksgrenze zu Kreuzberg gezogen, hatten Autos und Immobilien angezündet und Brandsätze geworfen. Als die Polizei eintraf, waren die Täter entkommen. Die Feuerwehr löschte die Brände. Der Staatsschutz der Kriminalpolizei ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs. Zu Begründung schrieben die Autonomen: "Während die einen auf die Wertsteigerung anstoßen, müssen sich andere vor Zwangsräumungen fürchten." Gleichzeitig drohten sie mit weiteren Sachbeschädigungen.

12:37 Uhr

Kontroll-Leck löst Alarm am Flughafen Köln/Bonn aus

Wegen einer nicht kontrollierten Person hat die Bundespolizei am Vormittag einen Sicherheitsbereich im Flughafen Köln/Bonn geräumt. Betroffen ist der Sicherheitsbereich auf der Abflugebene im Terminal eins, wie der Flughafen mitteilte. Zuvor war demnach offenbar eine Person unkontrolliert über den Handgepäckausgang im Terminal eins in den Sicherheitsbereich gelangt.

Fünf Flugzeuge mussten den Angaben zufolge auf ihren Parkpositionen verbleiben. Der Flugbetrieb sei aber nicht eingestellt, betonte der Flughafen. Starts am Terminal zwei sowie Landungen finden demnach statt.

+++ Nachtrag: Die verdächtige Person ist inzwischen gefasst worden. Mehr erfahren Sie hier. +++

12:26 Uhr

Erdogan bekämpft Springer-Chef Döpfner weiter

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Döpfner hatte sich per offenem Brief in die Böhmermann-Debatte eingemischt.

(Foto: imago/IPON)

Der Rechtsstreit zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und Springer-Chef Mathias Döpfner wird die Gerichte weiter beschäftigen. Erdogan habe über seinen Anwalt Ralf Höcker beim Kölner Landgericht Beschwerde gegen einen dort zuvor gefällten Beschluss eingelegt, sagte eine Gerichtssprecherin. Das Landgericht Köln hatte am 11. Mai einen Antrag Erdogans auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den Vorstandschef des Medienhauses Axel Springer zurückgewiesen. Döpfners Äußerungen seien durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt.

Das Gericht prüfe nun, ob es "der Beschwerde abhelfe", also seine vorherige Entscheidung gegebenenfalls ändere. Treffe das Landgericht keine solche Abhilfe-Entscheidung, werde es die Beschwerde dem Oberlandesgericht Köln weiterleiten. Höcker hatte bereits am 11. Mai angekündigt, Erdogan werde sofortige Beschwerde beim OLG einlegen.

Döpfner hatte in einem offenen Brief an den in der Kritik stehenden Satiriker Jan Böhmermann erklärt: "Ich möchte mich, Herr Böhmermann, vorsichtshalber allen Ihren Formulierungen und Schmähungen inhaltlich voll und ganz anschließen und sie mir in jeder juristischen Form zu eigen machen." Döpfner betonte Mitte Mai, er nehme nichts zurück.

Hier lesen Sie mehr dazu.

12:02 Uhr

Ultranationalist übernimmt Führung von Israels Armee

Das israelische Kabinett hat die Ernennung des Ultranationalisten Avigdor Lieberman zum Verteidigungsminister gebilligt und damit eine handfeste Koalitionskrise beigelegt. Das teilte die Regierungspressestelle mit. Als Preis für seine Zustimmung konnte der Vorsitzende der Siedlerpartei, Naftali Bennett, die Einsetzung eines Militärattachés durchsetzen, der die Minister im sogenannten Sicherheitskabinett auf dem Laufenden hält.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte Liebermans Partei Israel Beitenu vergangene Woche in die Regierung geholt, um seine hauchdünne Mehrheit im Parlament auszubauen. Damit hat Israel eine so rechte Regierung wie nie zuvor. Die Koalition verfügt mit Israel Beitenu nun über 66 statt bislang 61 der 120 Mandate im Parlament. Verteidigungsminister Mosche Jaalon hatte sein Amt abgegeben, um der Ablösung durch Netanjahu (beide Likud) zuvorzukommen.

11:44 Uhr

Deutscher Wetterdienst nennt Grund für tödliches Unwetter

Das langsame Weiterziehen der Gewitter war laut Experten hauptverantwortlich für die extremen Überschwemmungen am gestrigen Abend in Süddeutschland. Von extremen Wetterlagen sprach Meteorologe Martin Jonas vom Deutschen Wetterdienst (DWD): "Das Ungewöhnliche gestern war, dass wir in einer relativ druckschwachen Situation waren." Die Gewitter seien deshalb nur sehr langsam weitergezogen. "Dementsprechend lagen die intensiven Niederschläge relativ lange über den gleichen Gebieten."

In einigen Gebiete habe es bis zum Morgen mehr als 100 Liter pro Quadratmeter geregnet. "Das ist schon eine außergewöhnliche Situation."  Die Gewitter habe der Wetterdienst schon Stunden zuvor vorhergesagt: "Das ist nicht nur gestern Abend über uns reingebrochen, sondern das hat sich schon ein bisschen abgezeichnet", sagte Jonas. Wegen unterschiedlicher Signale sei es jedoch schwierig gewesen, die präzise Lage und Intensität der Niederschläge vorherzusehen.

11:26 Uhr

Zahl aus Österreich geschleuster Flüchtlinge steigt wieder

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Einen großen Flüchtlingsandrang wie im Sommer 2015 will die Bundesregierung unbedingt vermeiden.

(Foto: dpa)

Einige Monate nach der Schließung der Balkanroute nimmt die Zahl der Schleusungen an der bayerisch-österreichischen Grenze wieder zu. Im April wurden etwa 850 Flüchtlinge aufgegriffen, im Januar waren es nur 90 Migranten, wie die Bundespolizeidirektion München mitteilt. Es werden auch wieder mehr Schleuser erwischt. Wurden in den Monaten Januar bis März jeweils etwa 50 Schleuser festgenommen, waren es im April rund 80.

Gemeinsam mit der Landespolizei werden seit geraumer Zeit neben den Grenzübergängen an den Autobahnen vermehrt auch Land- und Bundesstraßen kontrolliert. "Die Schleuser kennen unsere festen Kontrollstellen, daher ist es wichtig, auch abseits der größeren Fernstraßen zu kontrollieren", sagte Josef Krapf bei einer Schwerpunktkontrolle an der B12 bei Kirchdorf am Inn nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt.

11:06 Uhr

Vermisstes Kind zur Strafe allein im Wald zurückgelassen

In Japan haben Eltern ihren siebenjährigen Jungen zur Strafe für schlechtes Benehmen im Wald zurückgelassen und vermissen ihn nun. Seit zwei Tagen sind in der Präfektur Hokkaidomehr als 150 Polizisten auf der Suche nach dem kleinen Yamato Tanooka, wie CNN berichtet. Demnach wird der Junge in einem bergigen Waldgebiet vermutet, wo die Familie einen Tagesausflug unternommen hatte.

Die Eltern hätten Yamato zunächst bei der Polizei als vermisst gemeldet, heißt es in dem Bericht. Später erst hätten sie zugegeben, den Jungen absichtlich zurückgelassen zu haben. Die Maßnahme sei als Strafe gedacht gewesen, nachdem der Junge Steine auf andere Menschen und Autos geschmissen habe, sagten die Eltern der Polizei. Nach eigenen Angaben haben die Eltern das Kind nur kurz alleine gelassen - aber lange genug, um zu verschwinden.

10:42 Uhr

Unwetter flutet Audi-Werk in Neckarsulm - Betrieb gestoppt

*Datenschutz

Die starken Regenfälle haben in der Nacht auch Teile des Audi-Werks in Neckarsulm in Baden-Württemberg unter Wasser gesetzt. Die gesamte Produktion stehe still, sagte eine Audi-Sprecherin. Seit den frühen Morgenstunden pumpe die Werksfeuerwehr das Wasser ab. Wann die Produktion wieder aufgenommen werden könne, sei bislang noch unklar.

Etwa 2700 Mitarbeiter konnten ihre Schicht am Morgen nicht antreten, sagte die Sprecherin. Bei Audi in Neckarsulm sind mehr als 16.000 Menschen beschäftigt. Das Werksgelände liegt direkt an einem Kanal neben dem Neckar, außerdem fließt das Flüsschen Sulm am Rande des Geländes.

Mehr zur Bilanz des Unwetters lesen Sie hier.

09:55 Uhr

Mexikanischer Fußballprofi aus Entführerhand befreit

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Pulido spielte auch für die Jugendnationalmannschaften seines Landes.

(Foto: dpa)

Mexikanische Sicherheitskräfte haben in der Nacht den entführten Fußball-Profi Alan Pulido befreit. Der 25-Jährige habe den Einsatz "heil und gesund" überstanden, teilten Behörden mit. Der Stürmer, der bei Olympiakos Piräus unter Vertrag steht, war zuvor in seiner Heimstadt Ciudad Victoria in der Region Tamaulipas gekidnappt worden.

Lokale Medien berichteten, dass Pulido und seine Freundin auf dem Heimweg von einer Party von einem Konvoi mehrerer Vans abgefangen und zum Aussteigen gezwungen wurden. Pulido wurde entführt, seine Freundin hingegen freigelassen. Der Regionalstaat im Nordosten Mexikos zählt wegen Drogenhandel und Entführungen zu den gefährlichsten des Landes.

09:45 Uhr

Brasilien tauscht Ermittler zu 33-facher Vergewaltigung aus

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Protest gegen sexuelle Gewalt in Brasilien

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach der schockierenden Gruppenvergewaltigung einer 16-Jährigen in Brasilien ist der zuständige Ermittler gestern von seinen Aufgaben entbunden und ersetzt worden. Die Polizei begründeten die Maßnahme in einer Erklärung mit dem "Opferschutz" und damit, dass künftig Zweifel an der Unparteilichkeit der polizeilichen Ermittlungen vermieden werden sollten.

Die Anwältin der 16-Jährigen hatte die Absetzung des Ermittlungsleiters Alessandro Thiers am Samstag gefordert, nachdem ihre Mandantin dem Kommissar "Frauenfeindlichkeit" vorgeworfen hatte. Der Chefermittler hatte unter anderem die Frage aufgeworfen, ob die Gruppenvergewaltigung möglicherweise "mit Einwilligung" des Opfers erfolgt sein könnte. Er soll in einer Vernehmung das Opfer gefragt haben, ob sie häufiger "aus Gewohnheit an Orgien teilnehme".

Die Ermittlungen werden nun künftig von einer Ermittlerin für minderjährige Gewaltopfer, Cristiana Bento, geleitet. Ein im Internet verbreitetes Video hatte die Vergewaltigung des Mädchens in einem Armenviertel westlich von Rio de Janeiro durch mutmaßlich 33 Männer öffentlich gemacht.

09:28 Uhr

ZDF zeigt versehentlich Horrorfilm im Kinderprogramm

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"Coco - Der neugierige Affe" ist normalerweise unbedenklich für Kinder.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Okay, die Meldung ist von gestern Nachmittag, aber da lag die eine Hälfte Deutschlands in der prallen Sonne, während die andere Hälfte mit dem Unwetter kämpfte. Also: Das ZDF hat sich am Sonntagmorgen im Programm vertan und statt einer Kindersendung einen Horrorfilm gesendet!

Gegen sechs Uhr morgens wurde eine halbe Stunde lang "Halloween - Die Nacht des Grauens" gezeigt, wie eine Sprecherin sagte. Eigentlich hätte die Fernsehserie "Coco - Der neugierige Affe" laufen sollen. Schuld sei ein Umsetzungsfehler der ZDF-Sendeleitung gewesen. Um 6.29 Uhr wurde der Film aus dem Programm genommen. Mehrere Zuschauer hatten sich zuvor bei dem Sender beschwert.

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09:14 Uhr

Tagesschau vor 20 Jahren kündigt BER-Eröffnung für 2011 an

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"Der jahrelange Streit um den künftigen Berliner Großflughafen ist so gut wie entschieden: Den Zuschlag erhielt der ehemalige DDR-Flughafen Schönefeld", heißt es in der Tagesschau von vor 20 Jahren. Gut, tatsächlich stammt die Tagesschau vom 28. Mai 1996, nicht vom 30. Aber da der "Tag" samstags geschlossen ist, wollte ich Ihnen dieses Dokument des Optimismus und der Aufbruchstimmung nicht vorenthalten.

Mein Highlight: Tagesschau-Sprecherin Susan Stahnke kündigt die Eröffnung des BER für 2011 an. Tatsächlich sollte er dann 2012 öffnen, was dann verschoben wurde auf 2017 und seit letzter Woche wackelt auch dieser Termin ... Aber Witze über den BER haben ja inzwischen selbst einen Bart und so richtig lustig ist das Milliardengrab ohnehin nicht.

08:57 Uhr

Bleiche tötete jede dritte Koralle im Great Barrier Reef

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Eines der spektakulärsten Ökosysteme der Welt droht abzusterben.

(Foto: REUTERS)

Die massive Korallenbleiche am Great Barrier Reef in Australien hat verheerende Folgen. In der Nord- und Zentralregion seien mehr als ein Drittel der Korallen schon tot oder dabei, abzusterben, berichtet die James-Cook-Universität. Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriffsystem der Welt. Es erstreckt sich 2300 Kilometer entlang der Ostküste Australiens.

"Wir haben in den nördlichen und zentralen Bereichen 84 Riffe untersucht und festgestellt, dass im Durchschnitt 35 Prozent der Korallen tot sind oder gerade absterben", teilte Meeresforscher Terry Hughes mit. "Es ist die dritte Korallenbleiche in 18 Jahren, und sie ist deutlich extremer als alles, was wir vorher gemessen haben."

 

08:27 Uhr

Dieses sexy Polizei-Foto macht Räuberin zur Netz-Berühmtheit

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Sarah Seawright ist kein Unschuldslamm.

Braune Haare, volle Lippen: Ihr Verbrecherfoto hat eine 24-Jährige in den USA berühmt gemacht. Sarah Seawright aus dem Bundesstaat Arkansas war im April festgenommen worden, nachdem sie nicht vor Gericht erschienen war. Dort sollte sie sich wegen rücksichtslosem Fahrverhalten verantworten. Das Foto, das nach ihrer Festnahme gemacht wurde, verbreitete sich in den vergangenen Tagen rasant im Netz.

Seawright scheint auf dem Bild schüchtern in die Kamera zu lächeln. Aber so unschuldig, wie sie dreinschaut, ist die 24-Jährige offensichtlich keineswegs. Ihre Polizeiakte listet neben dem Verkehrsdelikt noch schweren Raub und Körperverletzung auf. Es ist nicht das erste "sexy Verbrecherfoto", das im Internet die Runde macht. Vor zwei Jahren erregte ein Foto von Jeremy Meeks, einem Kalifornier mit stahlblauen Augen und markanten Gesichtszügen, weltweit Aufsehen.

07:58 Uhr

Fünf Blauhelm-Soldaten aus Hinterhalt attackiert und getötet

In Mali sind mindestens fünf Blauhelmsoldaten bei einem Angriff aus dem Hinterhalt getötet worden. Die Attacke wurde bereits am Samstag nahe der zentralmalischen Stadt Mopti verübt, ein sechster Blauhelmsoldat sei schwer verletzt worden, wie die UN-Truppe für Mali (Minusma) mitteilte. Es sei das erste Mal gewesen, dass die Friedenstruppe im Zentrum des westafrikanischen Landes attackiert worden sei.

Aus malischen Polizeikreisen verlautete, bei den Opfern handele es sich um Soldaten aus Togo. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den Angriff. Wer dahinter steckte, blieb zunächst unbekannt.

Die Bundeswehr ist seit rund drei Jahren in dem Krisenstaat an internationalen Einsätzen beteiligt. Im Rahmen der EU-Trainingsmission EUTM Mali bildet sie einheimische Soldaten aus. Als Teil der Minusma-Unterstützungsmission übernimmt sie vor allem Aufklärungsaufgaben. Der Einsatz gilt als gefährlichster der UNO weltweit.

07:40 Uhr

Verfassungsschutz hat rechtsextreme "Identitäre" im Visier

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Die "Identitäre Bewegung" lehnt die offene Gesellschaft ab.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Verfassungsschutz hat die radikal rechte Identitäre Bewegung (IB) ins Visier genommen, die Einwanderung aus anderen Kulturen strikt ablehnt. "Einige Landesämter schauen sich die Identitären inzwischen genauer an, weil dort die Schwelle für eine Beobachtung erreicht ist", zitiert die "Rheinische Post" den Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen. "Wir haben festgestellt, dass sie in verschiedenen Bundesländern von reinen Internetaktivitäten zu Verabredungen im realen Leben übergegangen sind."

Die Bewegung will Deutschlands Identität gegen Masseneinwanderung bewahren und versteht sich als "metapolitischer und aktivistischer Arm der neuen Rechten". Die IB setzt auch auf "körperliche Ertüchtigung" in sogenannten "Sommerlagern" und sieht sich "am Beginn einer Zeitenwende". Im Internet wirbt sie um "die Mitarbeit von jungen, klugen und opferbereiten Aktivisten", die willens seien, "ihre Heimat zu erhalten und zu verteidigen".

07:25 Uhr

Krokodil reißt Nachtschwimmerin in den Tod

Beim nächtlichen Bad ist eine Australiern offenbar einem Krokodil zum Opfer gefallen. Zwei Freundinnen, beide um die 40 Jahre alt, hatten sich bei einem Strandspaziergang in Thornton Beach offenbar spontan zum Sprung ins seichte Wasser entschieden, berichtete die Polizei. "Wir vermuten, dass ein Krokodil eine der Frauen angegriffen und festgehalten hat", sagte Polizeisprecher Constable Russell dem Sender ABC.

Ihre Freundin habe vergeblich versucht, sie an Land zu ziehen. "Aber es ist ihr nicht gelungen und die andere Frau verschwand", sagte der Sprecher. Auch die alarmierten Rettungskräfte und ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera fand keine Spur der Vermissten. Die überlebende Frau sei "sehr, sehr erschüttert", auch wenn sie äußerlich mit ein paar Kratzern davongekommen sei.

Im tropischen Norden Australiens sind Krokodile keine Seltenheit. Jedes Jahr töten sie im Durchschnitt zwei Menschen.

06:59 Uhr

Warnung vor Hochwasser um Neckar und Donau

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Das Kochertal bei Braunsbach ist bereits überflutet.

(Foto: dpa)

Die Hochwasserzentrale in Karlsruhe warnt vor bedrohlichen Wasserständen an den östlichen Zuflüssen zu Neckar und Donau sowie im Rhein und an der Tauber. Am Neckar habe sich bereits Hochwasser gebildet, hieß es. Wegen teils extremer Gewitter seien die Wasserstände vor allem in kleineren Gewässern sehr schnell und stark angestiegen. So fielen an der Messstation Kirchberg an der Jagst im Laufe der Nacht innerhalb von sechs Stunden 87 Liter Niederschlag pro Quadratmeter.

Besonders vom Hochwasser betroffen sind nach Behördenangaben die südöstlichen Zuflüsse zur Donau und die östlichen Zuflüsse zum Neckar - Fils, Rems, Kocher, Jagst. Teils stieg der Wasserstand um bis zu drei Meter an. Mit Blick auf die Wettervorhersagen erwartet die Hochwasserzentrale, dass die Wasserstände weiter steigen.

Die heftigen Regenfälle in Baden-Württemberg verursachten an einigen Stellen das schlimmste Hochwasser seit rund zwei Jahrzehnten. Rund 7000 Helfer wurden zu mehr als 2200 Einsätzen gerufen. Der erste Landesbeamte des Landkreises Schwäbisch Hall, Michael Knaus, sagte am frühen Morgen, in den vergangenen Stunden sei so viel Regen pro Quadratmeter gefallen wie sonst in mehreren Monaten.

06:42 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leser,

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Die Milchwirtschaft klagt über den Preisverfall.

(Foto: dpa)

erschütternde Nachrichten erreichen uns aus Baden-Württemberg, wo drei Menschen infolge der Unwetter ums Leben gekommen sind. Auch in den kommenden Tagen ist weiter mit heftigem Gewitter sowie Starkregen zu rechnen. Passen Sie heute Morgen auf sich auf!

Der Tag wartet mit interessanten Themen auf: In Berlin versucht die Politik auf dem "Milchgipfel" etwas gegen den Preisverfall bei der Kuhmilch zu unternehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt den neuen Präsidenten des wirtschaftlich weiter kriselnden Portugals, Marcelo Rebelo de Sousa. Am Abend feiert Merkel dann zusammen mit anderen europäischen Christdemokraten das 40-jährige Bestehen der Europäischen Volkspartei.

Auch über den Fußball wird zu reden sein: Was bedeutet die Niederlage der DFB-Elf beim Testspiel gegen die Slowakei? Und was sagt die AfD dazu, deren Vertreter sich seit Neuestem ja auch gerne mal zum Weltmeister äußern?

Auch in der Unterhaltung geht es spannend zu: Ist Johnny Depp ein Frauen-Schläger oder Opfer einer bösartigen Ex-Geliebten? Wir hoffen auf Aufklärung und geben unser Bestes, Sie auch heute über alles Wichtige auf dem Laufenden zu halten.

Mein Name ist Sebastian Huld. Bei Rückfragen oder Kritik wenden Sie sich bitte an sebastian.huld@nachrichtenmanufaktur.de oder via Twitter an @s_huld.

06:15 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

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Es bleibt gefährlich über Deutschland.

(Foto: dpa)

Auch heute bleibt es bei einer zum Teil erheblichen Unwettergefahr. In den westlichen Landesteile durch teils sehr ergiebigen und mitunter gewittrigen Regen, der hier vor allem vormittags noch fällt und nach wie vor zu örtlichen Überschwemmungen sorgen kann. Deutlich schöner ist der Start in die neue Woche zuerst einmal in weiten Teilen Norddeutschlands. Jedoch steigt auch dort später die Schauer- und Gewitterneigung.

Stellenweise drohen dann auch dort heftige Gewitter mit Unwetterpotenzial durch Starkregen, Hagel und Sturmböen. Lediglich im äußersten Norden und Nordosten beziegungsweise im Ostseeumfeld dürfte es noch lange freundlich bleiben. Die Temperaturen: von Niedersachsen bis Brandenburg und weiter Richtung Norden oft sommerlich mit 25 bis 28 Grad. Im übrigen Land werden es 16 bis 23 Grad. Dabei ist die Gewitterluft weiterhin recht schwül.

Seit gestern Nachmittag waren in der Südhälfte Unwetter mit starkem Regen und örtlich Hagel sowie Sturmböen unterwegs. Vor allem der Regen machte zu schaffen und führte zu lokalen Überschwemmungen. Am meisten fiel innerhalb einer Stunde in Hohenthann (in der Nähe von Straubing/Bayern) mit 65 Liter Regen pro Quadratmeter. Gleich daneben in Landshut-Reithof 56 Liter. (Zum Vergleich: In Straubing fallen im gesamten Mai normalerweise 75 Liter). Am Hohenpeißenberg sind 52 Liter pro Quadratmeter zusammengekommen. In Ulm waren es 45.