Montag, 04. April 2016Der Tag

Heute mit Judith Görs und Kai Stoppel
22:30 Uhr

Das war Montag, 4. April 2016

imago70275685h.jpg

(Foto: imago/Science Photo Library)

Dominiert wurden die Nachrichten am ersten Tag der Woche weiter von den Enthüllungen der sogenannten "Panama Papers". Nach dem Umfeld des russischen Präsidenten Putin gerieten heute auch deutsche Banken und Privatpersonen in den Fokus. Aber auch auf der ganzen Welt setzten die Informationen aus dem Daten-Leck Überprüfungen in Gang.

Außerdem sorgte die Flüchtlingskrise wieder für Schlagzeilen: Zum ersten Mal wurden am Morgen Flüchtlinge im Rahmen des EU-Türkei-Pakts von Griechenland in die Türkei abgeschoben. In Deutschland hingegen landeten die ersten Flüchtlinge aus Syrien in Hannover. Sie wurden mit einem Bus in das Erstaufnahmelager Friedland bei Göttingen gebracht.

Was Sie heute außerdem interessierte:

Damit geht ein weiterer Tag zu Ende. Ich hoffe, Sie schauen morgen wieder bei uns rein. Bis dahin wünsche ich eine gute Nacht und verabschiede mich.

21:48 Uhr

Polizei stoppt nackten Autofahrer auf Weg ins Bordell

Die Polizei hat in Völklingen einen nackten Autofahrer auf dem Weg ins Bordell gestoppt. Der 38-Jährige habe unbekleidet hinterm Steuer gesessen, als die Beamten einen Lieferwagen kontrollierten, berichtete die Polizei. Zu allem Überfluss hatte der Mann aus Bous keinen Führerschein. Er musste seinen Weg zu Fuß fortsetzen. Allerdings ließen die Beamten den Mann erst gehen, nachdem er seine Kleider wieder angezogen hatte.

21:28 Uhr

Tausende fliehen vor Kämpfen in Brazzaville

In der Republik Kongo ist es zu schweren Kämpfen zwischen Bewaffneten und Regierungssoldaten gekommen. Tausende Menschen flohen vor den Schusswechseln im Süden der Hauptstadt Brazzaville, wie Reporter berichteten. Wer die Bewaffneten waren, war zunächst unklar. Die Regierung gab Ex-Milizionären die Verantwortung für die Gewalt. Nach Angaben der Regierung griffen die Bewaffneten einen Militärstützpunkt und vier Polizeiwachen an.

20:49 Uhr

Trump-Stern auf Walk of Fame mit Kot beschmiert

Donald Trumps Stern am politischen Himmel geht derzeit auf, sein Stern auf dem berühmten Walk of Fame jedoch kommt derzeit mächtig unter die Räder. Ehrlich gesagt: Ich wusste gar nicht, dass er dort einen hat. Er erhielt ihn für seine Hauptrolle in der Reality-Doku "The Apprentice". Wie dem auch sei: In jüngster Zeit betreiben Trump-Gegner eine Art Wettbewerb, wer den Stern am meisten verunstalten kann. Darunter ein Hakenkreuz, ein Hundhaufen und ein "Lautlos"-Zeichen.

*Datenschutz

*Datenschutz

*Datenschutz

 

20:31 Uhr

Mann ersticht zwei Schwestern auf offener Straße

Zwei Schwestern sind in der Steiermark auf offener Straße mit Messerstichen getötet worden. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem mutmaßliche Täter um den Ehemann einer der beiden Frauen. Die dreifache Mutter soll sich vor kurzem von ihrem Mann getrennt haben. Der 33-Jährige soll nach ersten Ermittlungen seiner 30 Jahre alten Frau und ihrer 29-jährigen Schwester vor einem Einkaufsmarkt aufgelauert haben. Dort habe er mit einem Klapp- oder Jagdmesser auf die beiden eingestochen. Nach einer kurzen Flucht ließ sich der Ehemann widerstandslos festnehmen.

20:04 Uhr

Israelischer Versorger kappt 100.000 Palästinensern Strom

Ein israelisches Energieunternehmen hat rund 100.000 Palästinensern im Westjordanland wegen offener Rechnungen den Strom abstellen lassen. Grund dafür sei unter anderem, dass die Palästinensische Autonomiebehörde über Jahre in Zahlungsrückstand sei, sagte der Generaldirektor des Elektrizitätsunternehmens für den Bezirk Jerusalem. Mehr als die Hälfte aller Haushalte in der Region Bethlehem im südlichen Westjordanland sei betroffen gewesen.

19:27 Uhr

Trump droht vielleicht folgenreiche Niederlage

fe97dedd55bbeeb45c5938752fb71efe.jpg

Donald Trump bei einem Wahlkampf-Auftritt in Wisconsin.

(Foto: REUTERS)

Bei der Vorwahl im US-Bundesstaat Wisconsin am Dienstag droht dem republikanischen Kandidaten Donald Trump eine möglicherweise folgenreiche Niederlage. Sein schärfster Konkurrent Ted Cruz, Senator aus Texas, liegt in Umfragen zum Teil zweistellig vor Trump. Wisconsin ist ein Staat, dessen Wahlbevölkerung mit vielen Arbeitern Trump eigentlich sehr entsprechen sollte. Cruz könnte mit einem Sieg nicht nur Boden auf den insgesamt Führenden gutmachen; auch das Image des Milliardärs als unangreifbar könnte empfindlichen Schaden nehmen.

19:02 Uhr

Iran schickt Elitesoldaten nach Syrien

Der Iran entsendet nach eigenen Angaben Elitesoldaten zur Unterstützung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. "Wir schicken Kommandosoldaten der 65. Brigade und weitere Einheiten als Berater nach Syrien", zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim den Vizechef der Verbindungstruppen Ali Arasteh. Iran ist der regionale Hauptverbündete Assads im auch von Russland unterstützten Krieg gegen Aufständische und die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS).

18:23 Uhr

Rammstein verklagt Bundesrepublik auf Schadenersatz

Deutschlands möglicherweise berühmteste Rockband Rammstein ist nicht nur musikalisch auf Krawall gebürstet:

  • Die Rockband Rammstein verlangt von der Bundesrepublik Deutschland 66.000 Euro Schadenersatz.
  • Grund ist die zeitweise Indizierung ihres Albums "Liebe ist für alle da".
  • Eine entsprechende Klage sei beim Bonner Landgericht eingegangen, sagte ein Gerichtssprecher.

Die Bonner Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hatte 2009 das gesamte Album auf den Index gesetzt. Rammstein musste nach eigener Darstellung knapp 85.000 Tonträger vernichten oder einlagern. Diesen Schaden will die Gruppe laut Gericht ersetzt haben. Das Verwaltungsgericht in Köln hatte die Indizierung nach einem halben Jahr wieder aufgehoben.

Mehr dazu lesen Sie hier.

18:08 Uhr

Boxer Blackwell aus künstlichem Koma erwacht

278a800754bcb40fc7c6081a8b3a46ff.jpg

Übel mitgespielt hatte Blackwell (links) sein Gegner Chris Eubank jr. (rechts).

(Foto: imago/ZUMA Press)

Der englische Boxer Nick Blackwell ist nach seiner schweren Kopfverletzung aus dem künstlichen Koma erwacht. Das gab der Promoter des Mittelgewichtlers bekannt. Der 25-Jährige war nach dem Meisterschafts-Duell mit Chris Eubank jr. am 26. März in London wegen Hirnblutungen ins Krankenhaus gebracht worden. In der zehnten Runde hatte der Ringrichter den einseitigen Kampf abgebrochen, weil Blackwells linkes Auge zugeschwollen war. Kurz darauf brach Blackwell zusammen. Am Samstag sei Blackwell erwacht, so der Promoter. Am Sonntag sprach er bereits mit seiner Familie und Freunden.

17:45 Uhr

Erdogan lehnt "Demokratie-Lektionen" des Westens ab

Er ist mal wieder in seinem Element und lässt an seinen Kritikern kein gutes Haar - der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan:

  • eca5a87f0e700f24679317b1a7e4a697.jpg

    Will sich nicht belehren lassen: der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.

    (Foto: imago/ZUMA Press)

    Mit Vehemenz hat Erdogan jede Art von "Demokratie-Lektionen" aus dem Westen zurückgewiesen.
  • "Diejenigen, die uns Lektionen über Demokratie und Menschenrechte erteilen wollen, sollten erst ihre eigene Schande betrachten", sagte er.

In den vergangenen Wochen gab es heftige Kritik aus der Europäischen Union an Versuchen der Regierung in Ankara, die Medien zu maßregeln. Auf einer Rangliste zum Stand der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen liegt die Türkei auf Platz 149 von 180 Staaten.

17:25 Uhr

n-tv.de-Leser pfiffiger als die des "Guardian"

*Datenschutz

Wir wollen Sie natürlich nicht ohne Auflösung des Rätsels von heute 13.48 Uhr in den Feierabend entlassen. Haben Sie mitgerätselt und sich für Antwort c) ("Lässt sich nicht eindeutig beantworten") entschieden? Dann liegen Sie leider falsch. Die richtige Lösung ist Antwort a): "Ja".

Das kommt ihnen unlogisch vor? Ist es aber nicht. Denn der Beziehungsstatus von Anne - der ja unklar ist, was für Lösung c) sprechen würde - ist für die Lösung der Aufgabe nicht entscheidend. Ist sie verheiratet, schaut eine verheiratete Person eine unverheiratete an, nämlich Anne George. Ist Anne nicht verheiratet, schaut ebenfalls eine verheiratete Person eine unverheiratete an, in diesem Fall Jack Anne.

Die gute Nachricht: n-tv.de-Leser schlagen in Sachen Gewieftheit jene des britischen "Guardian". Denn von Letzteren wussten nur 27 Prozent die richtige Lösung. Unter den n-tv.de-Lesern waren es jedoch rund 35 Prozent.

17:10 Uhr

Autofahrer folgt seinem Navi blind in den Wald

Ein Autofahrer hat sich blindlings auf sein Navigationsgerät verlassen - und ist daraufhin im Wald steckengeblieben. Wie die Polizei mitteilte, war er so weit vom Weg abgekommen, dass sein Auto auf schlammigem Untergrund einen Abhang im Landkreis Heilbronn hinunterrutschte. Der 35-Jährige und eine Passantin, die seine Hilferufe gehört hatte, setzten Notrufe ab. Ein Landwirt war bereits dabei, das Auto mit seinem Traktor wieder auf den Weg zu ziehen.

imago66259027h.jpg

(Foto: imago/blickwinkel)

16:36 Uhr

Flugbegleiterinnen wehren sich gegen Kopftuchpflicht

Nach Protesten von Flugbegleiterinnen gegen eine Kopftuchpflicht bei Landungen in Teheran plant die französische Fluggesellschaft Air France eine Ausnahmeregelung. Stewardessen und Pilotinnen, die aus persönlichen Gründen beim Verlassen der Maschine im Iran kein Kopftuch tragen wollten, sollten für andere Flüge eingeteilt werden, sagte Personalchef Gilles Gateau dem Radiosender Europe 1. Sie sollten nicht zu Flügen nach Teheran gezwungen werden. Air France hatte seine Flüge in den Iran 2008 ausgesetzt und nimmt sie am 17. April wieder auf, nachdem die westlichen Sanktionen gegen das Land aufgehoben wurden.

Mehr dazu lesen Sie hier.

16:24 Uhr

Rentner hält Hundekot-Beutel für Drogenpakete

imago58890759h.jpg

Am Berliner Grunewald-See hängen Hundekot-Beutel an einem Zaun - auch nicht besser.

(Foto: imago stock&people)

Wegen dringenden Verdachts auf Drogenhandel hat ein Mann im baden-württembergischen Sasbachwalden der Polizei eine unangenehme Überraschung beschert: Der 55-Jährige legte den Beamten mehrere schwarze Plastikbeutel auf den Schreibtisch, die er tags zuvor aus einer Mülltonne in einem Park gefischt hatte, wie die Polizei mitteilte. Sein Verdacht, dass es sich um Drogenpäckchen handeln könnte, bestätigte sich jedoch nicht. "Schon der Geruch ließ bei den Beamten allerdings Zweifel an dem 'Drogenfund' aufkommen", erklärte die Polizei. "Eine nähere Untersuchung bestätigte, dass es sich um gefüllte Entsorgungsbeutel für Hundekot handelte."

15:45 Uhr

Im Schnitt drei Angriffe auf Flüchtlingsheime pro Tag

Die Zahl lässt einen wirklich erschaudern: In den ersten drei Monaten dieses Jahres hat es laut Bundeskriminalamt bereits 268 Angriffe auf Flüchtlingsheime in Deutschland gegeben. Das sind im Schnitt etwa drei pro Tag.

  • 66112173.jpg

    In Bautzen brennt Ende Februar dieses Haus, das als Flüchtlingsunterkunft dienen sollte.

    (Foto: picture alliance / dpa)

    In 244 Fällen seien die Täter dem rechtsmotivierten Spektrum zuzuordnen, so eine BKA-Sprecherin.
  • Bei 24 Delikten könne eine politische Motivation noch nicht sicher ausgeschlossen werden.
  • Überwiegend handelte es sich nach BKA-Angaben um Gewaltdelikte (53 Fälle), Sachbeschädigungen (103 Fälle) und Propagandadelikte (69 Fälle).
  • Im ersten Quartal gab es demnach zudem 29 Brandstiftungen.

Bereits 2015 hatten die Übergriffe auf Asylunterkünfte drastisch zugenommen. Im gesamten vergangenen Jahr wurden bundesweit 1029 Angriffe auf Flüchtlingsheime registriert. In 920 Fällen stammten die Täter aus der rechten Szene.

Mehr dazu lesen Sie hier.

15:27 Uhr

Vermisster US-Student tot in Ostsibirien aufgefunden

Ein seit einer Woche in Ostsibirien vermisster US-Student ist tot aufgefunden worden. Der Leichnam des 25-Jährigen wurde anderthalb Kilometer von dem Dorf entfernt entdeckt, in dem er sich aufgehalten hatte, wie die Ermittler mitteilten. Angaben zur Todesursache wurden nicht gemacht. Es hieß lediglich, es gebe keine äußeren Verletzungen. Auch sei der Mann offenbar nicht bestohlen worden. Allerdings hätten der Mann und drei Freunde - einer aus den USA und zwei aus Russland - Drogen konsumiert.

15:03 Uhr

Hannoveraner sollen Obama nicht aus Fenstern zuwinken

Während des Hannover-Besuchs von US-Präsident Barack Obama am 24. April muss die Bevölkerung sich teils auf erhebliche Sicherheitsvorkehrungen einstellen. Für den Moment, in dem der US-Präsident mit seiner Kolonne und Staatsgästen zum Congress Centrum und zurück fährt, rät die Polizei Anwohnern, sich von den Fenstern fernzuhalten. Dies sei nötig, um Irritationen mit den Sicherheitskräften und eine mögliche Überprüfung der Wohnung zu vermeiden, teilte die Polizei mit.

14:48 Uhr

Spucke-Test verrät aggressiven Straßenbahngast

Bespuckt zu werden, gehört mit Sicherheit zu den demütigsten Erfahrungen, die ein Mensch machen kann. Das weiß nicht nur Rudi Völler, Spuck-Opfer von Frank "das Lama" Rijkaard - auch die Straßenbahnfahrer in Rijkaards Heimat, den Niederlanden, können ein Lied davon singen. Doch nun gelang ihnen in einem Fall die Revanche, teilten die Amsterdamer Verkehrsbetriebe GVB mit:

  • Amsterdamer Straßenbahnfahrer haben erstmals einen aggressiven Passagier mit Hilfe seiner Spucke identifiziert.
  • Als Mittel gegen zunehmende Aggression wurden 50 Fahrer von ihnen zuvor mit einem "Spuck-Kit" ausgestattet, um Speichel-Proben einzusammeln.
  • Der nun aufgespürte Mann hatte einen Straßenbahnfahrer angegriffen, bespuckt und war anschließend geflüchtet.
  • Bei einem DNA-Abgleich mit der kriminaltechnischen Datenbank konnte der Verdächtige ermittelt werden.

Der Test per "Spuck-Kit" soll möglicherweise ausgeweitet werden, sagte ein Sprecher der GVB. "Unsere Mitarbeiter sehen jetzt, dass es Erfolg haben kann."

14:20 Uhr

Pavian stirbt nach Prügelei im Gehege

Stammt der Mensch vom Affen ab? Die Frage wird zwar mehrheitlich von den Forschern verneint, gewisse Gemeinsamkeiten sind jedoch nicht zu leugnen - auch negative. Deutlich wurde das nun im Magdeburger Zoo:

  • a28fffe750bbb049666b744b86d59962.jpg

    Ein Blutbrustpavian sitzt im Zoologischen Garten in Magdeburg im Affengehege.

    (Foto: dpa)

    Dort ist ein Pavian-Männchen nach heftigen Revierkämpfen gestorben.
  • Mehrere Affen seien zunächst miteinander in Streit geraten, sagte eine Zoosprecherin.
  • Ein Pavian drängte anschließend seinen Rivalen in einen Wassergraben des Geheges und soll ihn laut Augenzeugen wieder und wieder unter Wasser gedrückt haben.
  • Am Ende trieb der leblose Körper des Pavians im Wasser.

Revierkämpfe seien in der Natur nicht ungewöhnlich, sagte die Zoosprecherin. In Zooanlagen endeten sie jedoch nur selten so dramatisch.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leser,

meine Kollegin Judith Görs freut sich über die rege Teilnahme an dem Youtube-Rätsel (siehe unten), aber verabschiedet sich nun in ihren wohlverdienten Feierabend. Die Auflösung zu dem Rätsel werde dann ich, Kai Stoppel, Ihnen im Laufe des Nachmittags nachliefern. Bis dahin darf noch mitgeraten werden. Viel Spaß!

13:48 Uhr

An diesem Rätsel verzweifelt das Netz - Lösen Sie es?

rätsel.jpg

James Grime hat sich das Rätsel ausgedacht.

Mit der Logik ist das ja manchmal so eine Sache: Man meint, etwas zu wissen - und dann stellt es sich als völlig unlogisch heraus. Ein Rätsel, das der Mathematiker und Youtuber James Grime seinen Abonnenten gestellt hat, macht gerade im Netz die Runde. Warum? Weil die allermeisten mit der vermeintlich logischen Lösung falsch liegen. Immerhin fast 70 Prozent der "Guardian"-Leser tappten in die Falle. Nur 27 Prozent beantworteten die Frage richtig. Zu welcher Gruppe gehören Sie?

Jack schaut Anne an, aber Anne blickt auf George. Jack ist verheiratet, George nicht. Schaut eine verheiratete Person auf jemanden, der (oder die) unverheiratet ist?

Die Auflösung folgt in Kürze.

13:34 Uhr

Google löscht Taliban-App aus dem Play Store

Immerhin vier Tage lang war die App fürs Android-Smartphone verfügbar - nun hat Google das Angebot aus dem Play Store gelöscht. Die App war von den radikalislamischen Taliban programmiert worden. Laut BBC begründete Google den Schritt damit, dass die App die Politik des Unternehmens verletzte, in dem es Hassreden verbreite. Entdeckt worden war das Angebot durch eine US-Organisation, die die Aktivitäten der Dschihadisten im Netz überwacht. Die Islamisten selbst erklärten das Verschwinden ihrer App mit "technischen Fehlern".

12:40 Uhr

Wegen Erdoğan-Gedicht: Merkel telefonierte mit Ankara

*Datenschutz

Jetzt gibt's auch noch Schelte von der Kanzlerin: Angela Merkel hat ein im ZDF ausgestrahltes und dann wieder gestrichenes Schmähgedicht des Satirikers Jan Böhmermann über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan als "bewusst verletzend" kritisiert. Das habe sie in einem Telefonat mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu deutlich gemacht, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Merkel verwies demnach aber auch auf die Konsequenzen, die das ZDF bereits gezogen hat, und bekräftigte den hohen Wert, den die Bundesregierung der Presse- und Meinungsfreiheit beimesse. Diese sei aber nicht schrankenlos.

Hier lesen Sie mehr zum Thema.

12:27 Uhr

IS-Attentäter ermorden 20 Menschen im Irak

Bei einer Serie von Anschlägen sind im Irak nach Angaben der Sicherheitsbehörden mindestens 20 Menschen getötet worden. Die meisten Angriffe seien von Selbstmord-Attentätern ausgeführt worden, hieß es. Ziele seien schiitische Milizionäre und irakische Soldaten gewesen, über 60 Menschen seien verletzt worden. Die Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich über ihre Nachrichtenagentur Amak zu den meisten Attacken.

Bei einem Angriff der US-geführten Koalition wurde unterdessen das von IS-Kämpfern besetzte türkische Konsulat in Mossul zerstört. Das türkische Außenministerium teilte mit, die türkische Regierung habe den Luftangriff gebilligt. Irakische Truppen haben im vergangenen Monat mit der Rückeroberung der Islamisten-Hochburg begonnen, die 2014 vom IS besetzt wurde.

12:14 Uhr

Snowden leakte "Panama Papers" vor allen anderen

Eigentlich sollten die brisanten Recherche-Ergebnisse von mehr als 100 Medienorganisationen in rund 80 Ländern zu den "Panama Papers" am Sonntagabend zur gleichen Zeit - nämlich um 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit - geleakt werden. Doch Whistleblower Edward Snowden machte da nicht mit: Er veröffentlichte den Scoup bereits 12 Minuten vorher auf seiner Twitter-Seite.

*Datenschutz

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

 

11:53 Uhr

EU-Arbeitslosigkeit sinkt auf niedrigsten Stand seit 2011

56462247.jpg

In Griechenland ist die Arbeitslosenquote nach wie vor am höchsten.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die gute Konjunktur im Euro-Raum lässt die Arbeitslosenzahlen sinken: Wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte, sank die Arbeitslosigkeit im Februar auf den tiefsten Stand seit viereinhalb Jahren.

  • 16,63 Millionen Frauen und Männer waren ohne Job - und damit 39.000 weniger als im Januar und 1,3 Millionen weniger als vor Jahresfrist. Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote sank von 10,4 auf 10,3 Prozent. Dies ist der geringste Wert seit August 2011.
  • Das Wirtschaftswachstum kommt allerdings in einigen Ländern deutlich stärker bei den Verbrauchern an als in anderen. So lag die Arbeitslosenquote in Deutschland nach vergleichbarer EU-Rechnung bei 4,3 Prozent und damit am niedrigsten.
  • In Spanien betrug der Wert 20,4 Prozent, am höchsten war er in Griechenland mit 24,0 Prozent (im Januar).
11:30 Uhr

Entlaufener Bulle flüchtet in bayerischen Supermarkt

In Niederbayern ist ein Bulle am Morgen von einem Viehtransporter in einen Supermarkt geflohen und dort erschossen worden. Das Tier sei nach einem Unfall in Eggenfelden von dem Transporter getürmt. Einsatzkräfte der Polizei waren offenbar nicht in der Lage, das Tier wieder einzufangen. Nachdem der Bulle zwei Polizisten auf der Flucht leicht verletzt hatte, stürmte er in den Supermarkt. Nachdem dieser geräumt worden war, erschoss ein Beamter das wild gewordene Tier.

11:12 Uhr

CDU, SPD und Grüne verhandeln über "Kenia"-Koalition

Gut drei Wochen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben die Koalitionsverhandlungen von CDU, SPD und Grünen begonnen. "Wir haben festgestellt, dass es keine unüberwindbaren Hindernisse gibt", sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff zum Auftakt. Es wäre die erste schwarz-rot-grüne Koalition.

Auf den Parteitagen von SPD und Grünen hatten die Mitglieder die Aufnahme der offiziellen Koalitionsverhandlungen mit großer Mehrheit unterstützt, bei der CDU reichte dazu ein Vorstandsbeschluss. In vielen Politikfeldern zeichnete sich bereits große Übereinstimmung ab. Über Personalfragen soll erst am Ende der Verhandlungen diskutiert werden.

10:57 Uhr

Pop-Diva Mariah Carey verzichtet auf die Hose

*Datenschutz

Sie mögen es mir nachsehen, aber an diesem Anblick kam auch ich nicht vorbei: Pop-Diva Mariah Carey scheint sich aus unvorteilhaften Schnappschüssen nicht viel zu machen. Bei ihrem Besuch in Schweden zeigte die Sängerin ("Hero", "Fantasy") jetzt, was sonst nur ihr Liebster, der milliardenschwere Unternehmer James Packer, zu Gesicht bekommt.

Als sie eines ihrer Crewmitglieder umarmte, rutschte die ohnehin zu kurze Satinbluse über den Hintern - und entblößte eine fleischfarbene Unterhose. Careys Kommentar zu dem Bild, das sie selbst auf Instagram veröffentlichte: "Hey Schweden, ich bin froh, wieder hier zu sein. Freue mich euch zu sehen."

Womöglich hat sich die Pop-Diva ein Beispiel an Kollegin Kim Kardashian genommen, die bekanntlich ebenfalls gern auf Kleidung verzichtet - allerdings eher obenrum.

10:42 Uhr

Berg-Karabach: Kämpfe gehen trotz Feuerpause weiter

Trotz der von Aserbaidschan ausgerufenen Feuerpause im Konfliktgebiet Berg-Karabach dauern die Kämpfe im Südkaukasus weiter an. Bei Gefechten mit armenischen Truppen seien innerhalb von 24 Stunden drei aserbaidschanische Soldaten getötet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Baku mit.

Das armenische Militär berichtete, es habe fünf aserbaidschanische Panzer im südlichen Teil der Demarkationslinie zerstört. Die Kämpfe in dem Jahrzehnte alten Konflikt zwischen den beiden Ex-Sowjetrepubliken waren am Wochenende neu aufgeflammt und forderten bereits mehr als 30 Menschenleben.

Hier lesen Sie mehr dazu.

10:29 Uhr

Letzter großer Indianer-Häuptling stirbt mit 102 Jahren

*Datenschutz

Traurige Nachrichten aus den USA: Der letzte große Indianer-Häuptling, Joe Medicine Crow von den Absarokee, ist tot. Der 102-Jährige, dessen unmittelbare Vorfahren an den Indianerkriegen im 19. Jahrhundert teilnahmen - darunter auch an der berühmten Schlacht am Little Bighorn im Jahr 1876 -, starb am Sonntag. Das gab der Gouverneur des Bundesstaates Montana, Steve Bullock, bekannt. Bullock würdigte den Häuptling als "Inspiration für alle amerikanischen Ureinwohner".

Crow galt als letzter Kriegshäuptling und hatte auch im Zweiten Weltkrieg gekämpft. Erfolgreich war er aber auch als Buchautor, Historiker und promovierter Anthropologe. Im Jahr 2009 wurde er von US-Präsident Barack Obama mit der höchsten Auszeichnung für Zivilisten, der "Medal of Freedom", ausgezeichnet.

Mehr dazu lesen Sie hier.

10:17 Uhr

NRW-Finanzminister fordert Steuer-Strafrecht für Banken

Nach den massenhaft geleakten Daten zu Briefkasten-Firmen von Spitzenpolitikern, Sportlern und Kriminellen hat Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans schärfere Gesetze gegen Steuerhinterziehung gefordert. Der Vorsitzende der Landesfinanzministerkonferenz schlug vor, ein eigenes nationales Strafrecht für Unternehmen zu schaffen. "Dann können Banken und andere Unternehmen wegen Steuerhinterziehung belangt werden und nicht nur einzelne Angestellte wegen Delikten, die ihnen nachzuweisen sind." Der Steuervollzug liegt in Deutschland in den Händen der Bundesländer und damit der Landesfinanzminister.

 

09:59 Uhr

Thüringerin zahlte Rundfunkgebühren nicht - Gefängnis

Die Rundfunkgebühren nicht zu zahlen, ist kein Kavaliersdelikt: Das beweist der Fall einer Frau aus Geisa in Thüringen, die nach einem Bericht der "Welt" seit Februar im Frauengefängnis der JVA Chemnitz sitzt. Sie hatte sich seit 2013 geweigert, die Gebühren für ARD, ZDF und die öffentlich-rechtlichen Radioprogramme zu zahlen. Die 46-Jährige war der Zeitung zufolge an ihrem Arbeitsplatz verhaftet worden. Nun flatterte zudem die Kündigung in ihren Briefkasten. Spätestens in sechs Monaten muss sie entlassen werden.

Der Zeitung sagte sie, sie fühle sich bevormundet. Zudem würden die erzwungenen Einnahmen rausgeworfen ohne Ende. "Mit Fußball kann ich zum Beispiel gar nichts anfangen. Wenn ich dann lese: Eine Minute 'Sportschau' kostet 40.000 Euro, da frage ich mich, warum ich dafür nur einen Cent investieren soll", sagt sie.

09:44 Uhr

Koalition droht neuer Streit über Mindestlohn

38736916.jpg

Christian von Stetten.

(Foto: picture alliance / dpa)

In der Regierungskoalition gibt es neuen Streit um den seit 2015 geltenden Mindestlohn: Einem Bericht der "Rheinischen Post" zufolge fordert der mittelstandspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Christian von Stetten, Nachbesserungen an dem Gesetz und kritisiert Arbeitsministerin Andrea Nahles. "Wichtiger, als neue Belastungen zu schaffen, wäre, dass Frau Nahles endlich ihre Hausaufgaben macht und den Mindestlohn entbürokratisiert", sagte von Stetten.

  • Von Stetten kritisierte zudem, dass es keine Rechtssicherheit für Betriebe bei der Behandlung von ehrenamtlich Tätigen und Vertragsamateuren im Sport sowie beim Lkw-Transitverkehr gebe.
  • "Hinzu kommen weitere Fehlkonstruktionen beim Mindestlohn wie die Auftraggeberhaftung und die praxisferne Geltung des Mindestlohns für Praktika, die mehr als drei Monate dauern", ergänzte der CDU-Politiker.
  • Der gesetzliche Mindestlohn liegt bei 8,50 Euro die Stunde. Eine Kommission aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern soll bis Ende Juni eine Entscheidung über seine künftige Höhe treffen.
09:26 Uhr

Forscher entwickeln Wirkstoff gegen Alzheimer-Symptome

Steht ein Durchbruch in der Alzheimer-Forschung bevor? Nach einem Bericht des Fachjournals "Cell Reports" hat ein Forscherteam von der Universität Zürich in Kooperation mit Kollegen aus Deutschland und Indien eine Substanz entwickelt, die ein bestimmtes Enzym beeinflussen kann, das mit der Alzheimer-Erkrankung in Verbindung gebracht wird. Ziel sei es, die Symptome der Erkrankung zu mildern oder ganz abzustellen. Eine Heilung ist durch den Wirkstoff nicht möglich. Klinische Studien sollen nun prüfen, ob die Substanz auch beim Menschen wirkt.

Den kompletten Bericht lesen Sie hier.

09:10 Uhr

Flüchtlinge auf Lesbos stellen massenhaft Asylanträge

Nachdem die ersten Migranten am Morgen aus Griechenland in die Türkei abgeschoben wurden, stellen die Flüchtlinge auf Lesbos nun offenbar massenhaft Asylanträge. Das sagte die Chefin der für Migration zuständigen Abteilung bei der griechischen Polizei, Zacharoula Tsirigoti. Von nun an gelte es, Asylanträge zu bearbeiten, bevor weitere Migranten in die Türkei zurückgeschickt werden könnten.

  • Aus Kreisen der europäischen Grenzschutzagentur Frontex hieß es, wegen der Antragsflut sei es nun umso wichtiger, dass zügig Asylexperten aus anderen europäischen Ländern nach Griechenland entsandt würden.
  • Auf der Grundlage des Flüchtlingspakts der EU mit der Türkei waren zuvor die ersten 202 Menschen von den griechischen Inseln Lesbos und Chios zurück in die Türkei geschickt worden. Nach griechischen Angaben handelte es sich fast ausschließlich um Migranten aus Pakistan und nordafrikanischen Staaten
  • Lediglich zwei Syrer seien darunter gewesen, hieß es. Sie hätten sich freiwillig gemeldet, weil sie aus familiären Gründen zurück nach Syrien wollten.
08:50 Uhr

Autoknacker räumen Tourbus der "Flippers" aus

30747572 (1).jpg

Die Flippers bei einem ihrer Auftritte.

(Foto: picture alliance / dpa)

Auch als Schlagerstar lebt man bisweilen gefährlich: Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung haben Autoknacker am frühen Samstagmorgen in Leipzig die Scheibe eines Tourbusses der "Flippers" eingeschlagen und hunderte Autogrammkarten von Sänger Olaf Malolepski ("Die rote Sonne von Barbados") mitgehen lassen.

Der 70-Jährige vermisst dem Bericht zufolge auch ein blaues Glitzersakko und rote Lackschuhe. "Ich hatte mir gerade neue italienische Designerschuhe gekauft ... Alles weg", klagte der Musiker.

08:34 Uhr

Japan schickt Patrouillenschiffe in Ostchinesisches Meer

Im Streit zwischen Japan und China um unbewohnte Felseninseln im Ostchinesischen Meer verstärkt Tokio jetzt die Überwachung des Gebietes. Die Küstenwache nahm nach Angaben eines Sprechers zwölf Patrouillenschiffe in Dienst. Die auf Japanisch Senkaku und auf Chinesisch Diaoyu genannten Felseninseln stehen faktisch unter japanischer Verwaltung und werden von Tokio dem eigenen Territorium zugerechnet. China beansprucht das Gebiet und schickt immer wieder Schiffe in die Nähe der Inselgruppe.

*Datenschutz

08:19 Uhr

Polizisten erteilen Eichhörnchen einen Platzverweis

eichhoernchen.jpg

Kam zum Glück nicht unter die Räder: ein Eichhörnchen in Pulheim.

Die folgende Meldung hat in der Pressestelle der Polizei von Pulheim offenbar für seltene Belustigung gesorgt: Zwei Autofahrer hatten im nordrhein-westfälischen Pulheim den Notruf gewählt, weil sich zwei Eichhörnchen unter ihren Wagen verirrt hatten. Damit die Tiere nicht unter die Räder kommen, wollten die Wagenbesitzer nicht weiterfahren, bevor die Eichhörnchen ihr Versteck verlassen haben.

Und an dieser Stelle kam die Polizei ins Spiel. Folgenden Auszug aus dem Polizeibericht möchte ich an dieser Stelle unkommentiert zitieren: "Offenbar von der Uniform beeindruckt, lenkten die Baumbewohner ihre volle Aufmerksamkeit auf die eingesetzten Beamten. Als diese dann noch einen Platzverweis aussprachen, machten sich die beiden 'Oachkatzerl' aus dem Staub. Vorher stellte sich eines der Tiere allerdings noch flott für ein Erinnerungsfoto zur Verfügung."

08:05 Uhr

El Niño stürzt Sudan in neue Hungerkrise

Das Klimaphänomen El Niño könnte den Sudan in eine neue Hungerkatastrophe stürzen: Schon jetzt sind nach Angaben der Vereinten Nationen rund 400.000 Menschen auf Hilfe angewiesen. Besonders betroffen von der Dürre seien der Osten des Sudans und die Regionen Ost-Darfur und Kordofan.

  • Um die Versorgung der Menschen sicherzustellen, seien zusätzlich 10,9 Millionen Euro notwendig. Ohnehin erhalten dieses Jahr bereits 3,8 Millionen Sudanesen in den Konfliktgebieten des Landes Hilfe vom Welternährungsprogramm (WFP).
  • Das Wetterphänomen El Niño tritt alle zwei bis sieben Jahre auf. Dabei sammeln sich warme Wassermassen im zentralen und östlichen Pazifik mit der Folge, dass es weltweit zu Wetterextremen wie Dürren und Überschwemmungen kommt.
  • Die Vereinten Nationen hatten bereits im November gewarnt, der diesjährige El Niño sei der schlimmste seit mehr als 15 Jahren und einer der stärksten seit 1950.
07:45 Uhr

Libanesische Familie flieht vorm Müll - nach Syrien

66194137.jpg

Ein Fluss aus Müll zieht sich im Februar 2016 durch Beirut.

(Foto: picture alliance / dpa)

Diese Meldung ist kein Scherz: Weil sie im Libanon direkt neben einer Mülldeponie leben müssen, wollen Fayyad Ayyash, seine Frau Riham und deren vier Töchter in der kommenden Woche ins Nachbarland Syrien fliehen - wo bekanntlich seit fünf Jahren ein schrecklicher Krieg tobt.

"In Syrien besteht die Möglichkeit, dass wir sterben", sagte der Familienvater. "Hier werden wir definitiv sterben." Seit Monaten leidet die Familie laut Fayyad Ayyash unter Atemwegserkrankungen - ein Mundschutz soll die verpestete Luft filtern. Ein Dauerzustand könne das aber nicht sein.

Seit Monaten leiden die Libanesen unter einer beispiellosen Müllkrise - auch durch die Hauptstadt Beirut zogen sich zeitweise regelrechte Flüsse aus Unrat.

07:31 Uhr

Eltern von Philipp Mißfelder verklagen Klinik

imago_st_0713_12530024_53029465.jpg8610808243308417355.jpg

Phlipp Mißfelder.

(Foto: imago stock&people)

Der Tod des CDU-Politikers Philipp Mißfelder im vergangenen Juli wird wohl ein juristisches Nachspiel haben: Wie die Zeitungen der "Funke Mediengruppe" berichten, haben die Eltern Mißfelders Klage gegen das Universitätsklinikum Münster eingereicht. Sie wollen Einblick in die Krankenakte ihres Sohnes haben, weil sie glauben, dass es Ungereimtheiten über die Todesumstände gibt.

Mißfelder starb im Alter von nur 35 Jahren an einer Lungenembolie, die wohl auf einen Treppensturz zurückzuführen ist. Mißfelders Witwe sperrt sich angeblich gegen die Herausgabe der Akte.

07:16 Uhr

Sozialforscher: "Es droht der kollektive Burn-Out"

Es ist ja eigentlich erst Montag - die Arbeitswoche ist also noch jung: Trotzdem möchte ich Ihnen die aktuellste Hiobsbotschaft aus der Sozialforschung nicht vorenthalten. Der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa warnt vor einem kollektiven Burn-Out der modernen Gesellschaft.

  • Demnach hätten immer mehr Menschen das Gefühl, "einer stummen, gleichgültigen Welt" gegenüberzustehen. Ein Problem sei laut Rosa, dass Menschen die Welt immer öfter nur noch via Computer oder Smartphone wahrnähmen. "Fast alles, was wir tun - arbeiten, spielen, kommunizieren, vielleicht sogar sexuelle Abenteuer suchen - läuft über den Bildschirm."
  • Für ein gutes, gelingendes Leben rät Rosa jedoch, sich weniger auf das Anhäufen von Ressourcen als auf die Qualität von Beziehungen zu konzentrieren. Also: Einfach mal das Smartphone ausschalten!
07:00 Uhr

Altkanzler Kohl will Ungarns Premier Orbán treffen

a920151d47adf3fd2c5041cc1fa78d88.jpg

Diese Zeiten sind vorbei: Helmut Kohl und Angela Merkel 1994.

(Foto: dpa)

Gestern feierte Altkanzler Helmut Kohl seinen 86. Geburstag. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle! Und auch wenn sein Gesundheitszustand nicht der beste ist, bleibt der CDU-Veteran politisch agil: Laut "Bild"-Zeitung plant er, den ungarischen Staatschef Viktor Orbán zu treffen. Den genauen Termin und die Umstände des Treffens nannte Kohl nicht.

Wie die Zeitung schreibt, verteidigte Kohl Orbán ausdrücklich gegen die internationale Kritik an dessen politischem Kurs. Orbán gehört zu den schärfsten Gegnern der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel.

06:49 Uhr

Erste Flüchtlinge müssen zurück in die Türkei

Die Rückführung von Flüchtlingen aus Griechenland in die Türkei hat begonnen. Busse brachten am Morgen Dutzende Migranten zum Hafen der Insel Lesbos. Die Menschen wurden von Dutzenden Sicherheitsleuten begleitet.

  • Das erste Schiff mit 138 Migranten an Bord lief anschließend ins türkische Dikili aus. Kurz darauf legte auch das zweite bereitstehende Schiff ab.
  • Als Erstes wurden Migranten ausgewiesen, die keinen Asylantrag gestellt haben sollen, wie aus Kreisen der Küstenwache verlautete.
  • Bis zuletzt hatte Unklarheit darüber geherrscht, ob die Abschiebung wie geplant anlaufen kann, da auf Lesbos kaum Vorbereitungen dafür zu erkennen waren.

Hier lesen Sie mehr dazu.

06:40 Uhr

Eltern von Germanwings-Pilot wollen danke sagen

Die Eltern des Germanwings-Piloten Andreas L. haben sich in einer Anzeige in der "Westerwälder Zeitung" an Vertraute und Freunde gewandt. "Danke an alle in der Stadt Montabaur für den Zusammenhalt und den geschützten Raum, den ihr für uns geschaffen habt", schreiben sie darin. "Danke für jede geschriebene Zeile, jedes tröstende Wort, jeden Besuch, jede liebevolle oder stumme Umarmung, jede Blume an seinem Grab." Der 27-Jährige, der offenbar an schweren Depressionen litt, hatte vor einem Jahr eine Passagiermaschine mit 149 Menschen in den französischen Alpen zum Absturz gebracht. "Wir haben einen liebenswerten und wertvollen Menschen verloren", heißt es in der Anzeige. An die Angehörigen der Opfer wenden sie sich nicht.

Hier lesen Sie mehr dazu.

06:22 Uhr

Das wird heute wichtig

Ganz ehrlich: Sind Sie morgens schon einmal aufgewacht und dachten: "Wo nur, wo könnte ich künftig meine Millionen parken?" Nein? Dann sind Sie vermutlich weder superreich noch kriminell noch ein Kumpel des russischen Präsidenten. Die geleakten Daten von knapp 215.000 Briefkastenfirmen werden uns heute - und wohl noch für einige Zeit - beschäftigen. Daneben wird aber auch noch Folgendes wichtig:

  • Ab heute soll der umstrittene EU-Türkei-Flüchtlingsdeal umgesetzt werden. Er sieht vor, dass Menschen, die per Schlauchboot nach Griechenland gekommen sind oder noch kommen, wieder in die Türkei zurückgebracht werden.
  • In Sachsen-Anhalt beginnen heute die Verhandlungen über die Bildung der bundesweit ersten schwarz-rot-grünen Landesregierung - auch "Kenia"-Koalition genannt.
  • In Wisconsin steht die nächste Hürde um die Präsidentschaftskandidatur von Demokraten und Republikanern an. Dem umstrittenen Spitzenreiter Donald Trump droht eine Niederlage.
  • Das Kraftfahrt-Bundesamt, der Verband der Automobilindustrie sowie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller veröffentlichen die Monatszahlen der Auto-Neuzulassungen in Deutschland.
  • Am späten Abend sind in den USA zum 51. Mal die Academy of Country Music Awards verliehen worden. Der große Gewinner: Chris Stapleton, ein Country-Star mit Rauschebart und Weltschmerz in der Stimme.

Mein Name ist Judith Görs. Ich begleite Sie heute durch die erste Tageshälfte. Kommen Sie gut in den Tag!

06:10 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Guten Morgen auch von mir zu einer neuen Wetterwoche. Und die bringt heute vor allem in der Osthälfte zum Teil noch viel Sonne. Richtung Westen und Norden ist es wechselhafter mit gelegentlichen Schauern. Dazu erreichen die Temperaturen meistens zwischen 16 und 21 Grad. Wärmer wird es mit mehr Sonne im Osten Bayerns sowie in Richtung Berlin/Brandenburg bei 22 bis 24 Grad. Kühler verläuft der Montag direkt an der See bei 14 Grad. Auch der Dienstag bringt eine ähnliche Temperaturspanne, bevor es ab der der Wochenmitte leider kühler weitergeht.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht