Montag, 09. Mai 2016Der Tag

Heute mit Benjamin Konietzny und Kira Pieper
22:32 Uhr

Das war Montag, der 9. Mai 2016

Von wegen montägliche Katerstimmung nach einem langen Wochenende. Heute ist allerhand in Deutschland und der Welt passiert: Zunächst ist Österreichs Kanzler Faymann zurückgetreten. Der Grund: Die eigenen Genossen hatten ihrem Chef zu offenkundig die Unterstützung versagt. Wenig Sinn für Humor beweist währenddessen immer noch der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Er hat eine einstweilige Verfügung gegen Mathias Döpfner beantragt. Der Springer-Chef hatte sich beim Thema Schmähgedicht auf die Seite von Jan Böhmermann geschlagen. Außerdem ist der ehemalige CDU-Schatzmeister Walther Leisler Kiep gestorben. Er wurde 90 Jahre alt. Kiep war ein liberaler Außenpolitiker und von 1984 bis 2000 Vorsitzender der sogenannten Atlantik-Brücke. Umstritten war Kiep wegen seiner Rolle in der CDU-Spendenaffäre.

Ansonsten  - wie immer an dieser Stelle – die Meldungen, die Sie heute sonst noch wichtig fanden:

Bleibt mir noch, Ihnen eine angenehme Nacht zu wünschen. Und schauen Sie doch morgen früh ab 6 Uhr mal wieder bei "Der Tag" vorbei. Bis dann!

22:04 Uhr

Mädchen will Mais mithilfe von Akkuschrauber essen

Was Sie in diesem Video sehen, sollten Sie unter keinem Umständen nachmachen! Eine junge Youtuberin wollte einen Maiskolben mithilfe eines Akkuschraubers essen. Was dann passiert…Nun ja…sehen Sie selbst...

21:47 Uhr

Raketentest im Iran sorgt für Verwirrung

Zuerst behauptet ein hochrangiger Armeekommandeur namens Ali Abdullah, der Iran habe eine Mittelstreckenrakete abgefeuert. Nun dementiert Verteidigungsminister Hussein Dehghan diese Meldung mit den Worten: "Solch einen Test haben wir nicht vorgenommen." Abdullah hatte mitgeteilt, dass die vor zwei Wochen getestete Rakete eine Reichweite von 2000 Kilometern habe und noch treffgenauer als die Vorgängermodelle sei. Der moderate Präsident Hassan Ruhani will aber wohl nicht die durch das Atomabkommen verbesserten Beziehungen mit dem Westen aufs Spiel setzen und hat den Test deswegen dementiert. Angaben zu Raketentests können im Iran meistens nicht unabhängig überprüft werden, da sie alle ohne neutrale Beobachter stattfinden.

21:22 Uhr

Olympia-Baustellen in Río de Janeiro gesperrt

60610089.jpg

Auf den Baustellen in Río de Janeiro entdeckten die Behörden Sicherheitsmängel.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mehrere Olympia-Baustellen in Rio de Janeiro sind wegen Sicherheitsmängel vorläufig dicht gemacht worden. Eine Inspektion des Arbeitsministeriums bei 35 Bauunternehmen stellte fest, dass zahlreiche Arbeiter keinen legalen Arbeitsvertrag hatten und mehrfach Sicherheitsvorschriften umgangen wurden. Die Behörden der brasilianischen Bundesregierung sperrten den Bau eines Fernsehturms im Olympiapark und die Aushebung von Baugruben im olympischen Dorf. Nach Angaben der städtischen Baubehörden von Río de Janeiro soll die Arbeit aber am Dienstag schon wieder aufgenommen werden – sofern alle Beanstandungen gehoben sind.

21:03 Uhr

ARD und ZDF warnen vor geringerem Rundfunkbeitrag

Ja, sie haben wichtig gelesen: Die Personalratsvorsitzenden von ARD, ZDF und Deutschlandradio haben die Länder davor gewarnt, den Rundfunkbeitrag ab 2017 um 30 Cent zu reduzieren. "Eine Senkung des Rundfunkbeitrags wird Beitragszahlern keine nennenswerte Entlastung bringen", schrieben sie in einem offenen Brief an die Ministerpräsidenten und übrigen Länderchefs. "Sie wird aber zu einer deutlichen Verschärfung des Kostendrucks in den Sendern führen." Damit sei die geforderte Qualität des Programms in Gefahr.

20:38 Uhr

Rohdiamant für 63 Millionen Dollar verkauft

ad1ff611c9f7c457638e2b4aee7abe72.jpg

Der Stein mit dem Namen "The Constellation" hat ein Gewicht von 813 Karat.

(Foto: dpa)

Die Bergbaugesellschaft Lucara Diamond hat nach eigenen Angaben einen Rohdiamanten für 63 Millionen Dollar (55 Miollionen Euro) verkauft. Der Stein mit dem Namen "The Constellation" habe ein Gewicht von 813 Karat. Der Käufer sei ein professioneller Akteur, der den Stein schleifen wolle, so die Gesellschaft. Der Diamant wurde im November vergangenen Jahres in der Karowe Mine in Botsuana gefunden. Der nun erzielte Preis soll der höchste gewesen sein, der jemals für einen Rohdiamanten bezahlt wurde.

20:12 Uhr

Senior stirbt nach Rangelei auf Gehweg

Ein 72-Jähriger und ist mit einem 23-Jährigen auf einem Gehweg in Freiburg aneinander geraten und dann gestorben. Offenbar wollte ein älteres Paar am Kinderwagen des jüngeren Paars auf dem Bürgersteig vorbeigehen. Das führte zu einer Rangelei unter den Männern. Der jüngere Mann schubste den weit älteren Kontrahenten. Der fiel zu Boden und verlor das Bewusstsein. Rettungskräfte reanimierten den 72-Jährigen und brachten ihn ins Krankenhaus. Jedoch starb er dann kurz darauf. Die konkrete Todesursache ist noch nicht geklärt.    

19:45 Uhr

Gericht verurteilt Ex-Al-Nusra-Mitglied

Wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main einen 29-jährigen Deutsch-Marokkaner zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der im hessischen Rüsselsheim geborene und aufgewachsene Soufiane K. sei seit dem Jahr 2013 mehrfach nach Syrien gereist, erklärte das Gericht. Dort habe er sich der islamistischen Al-Nusra-Front angeschlossen und unter anderem den Umgang mit Waffen erlernt. K. war nach seiner Rückkehr nach Deutschland festgenommen worden und saß seit Oktober 2014 in Untersuchungshaft. Im April 2015 erhob die Bundesanwaltschaft Anklage gegen ihn.

19:20 Uhr

Drohne stellt zum ersten Mal Post zu

c560b88da3e7cb0e2f9f44581c788a72.jpg

Hat jetzt auch der Briefträger ausgedient? Die Post arbeitet jetzt mit Drohnen.

(Foto: dpa)

Nach Anlaufschwierigkeiten ist es der Deutschen Post DHL nach eigenen Angaben als weltweit erstem Anbieter gelungen, Kunden direkt in die Belieferung von Paketen per Drohne einzubinden. Von Januar bis März hätten Absender und Adressaten mit der Packstation SkyPort im oberbayerischen Reit im Winkl Pakete per Drohne versenden und empfangen können, teilte DHL jetzt mit. Vom Tal bis zur Alm auf 1200 Metern Höhe legte die Paketdrohne laut DHL pro Strecke eine Distanz von acht Kilometern zurück. In den Paketen waren sowohl eilige Medikamente als auch Sportartikel.

18:42 Uhr

Kletterer entdeckt Münzschatz in Sachsen

39a3fdecaab14927c5fbf9457e1c48e5.jpg

Einige der Münzen aus dem Versteck.

(Foto: dpa)

Ein fränkischer Bergsteiger ist bei einer Klettertour in der Sächsischen Schweiz auf ein Versteck mit historischen Silbermünzen gestoßen. Der Schatz umfasst 800 bis 1000 Stücke. Bisher wurden überwiegend Zahlungsmittel aus dem 17. sowie 18. und frühen 19. Jahrhundert identifiziert - vom sächsischen Doppelgroschen von 1693 bis zum preußischen Taler von 1817. Experten vermuten, dass das Geld zwischen 1817 und 1820, kurz nach dem Wiener Kongress, versteckt worden ist. Es soll sich um einen der größten Münzschätze Sachsens aus dieser Epoche handeln.

18:22 Uhr

Lang-Lkw fahren testweise in 13 Bundesländern

49149904.jpg

Ein Gigaliner.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mittlerweile fahren deutschlandweit überlange Lastkraftwagen auf Teststrecken in insgesamt 13 Bundesländern. Das Bundesland Brandenburg sei der erste Neuzugang in diesem Jahr, erklärte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Aktuell sind damit laut des CSU-Politikers 145 Lang-Lkw von 56 Unternehmen unterwegs. Die Gigaliner dürfen bis zu 25,25 Meter lang und bis zu 44 Tonnen schwer sein. Der Feldversuch läuft seit Anfang 2012 noch bis Ende 2016.

17:59 Uhr

Fehler bei tschechischer Briefmarke entdeckt

Ein Buchstabendreher kommt die tschechische Post teuer zu stehen. Auf einer Sonderbriefmarke zum 700. Geburtsjahr des römisch-deutschen Kaisers Karl IV. hat sich ein Lateinfehler eingeschlichen. Statt des richtigen "Karolus Quartus" für Karl der Vierte steht auf der Marke "Karolus Quatrus". Die fehlerhaften Bögen werden aus dem Verkehr gezogen und ersetzt.

17:55 Uhr

Votum für Rousseffs Absetzung annulliert

bb0337fc3d9884ada22eb4513ed3755d.jpg

Dilma Rousseff.

(Foto: REUTERS)

Der Übergangspräsident des brasilianischen Abgeordnetenhauses hat überraschend das Votum der Parlamentskammer für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Staatschefin Dilma Rousseff annulliert. Waldir Maranhao erklärte das Abstimmungsergebnis von Mitte April für ungültig und ordnete eine Wiederholung der Beratungen zu der Angelegenheit an. Maranhao machte geltend, dass die Beratungen des Abgeordnetenhauses vom 15. bis 17. April durch eine "Vorverurteilung" der Präsidentin gekennzeichnet gewesen seien. Rousseffs Recht auf "umfassende Verteidigung" sei verletzt worden. Daher müsse eine neue Debatte angesetzt werden.

Mehr zur Verzögerung des Amtsenthebungsverfahren lesen Sie, wenn sie den Link anklicken.

17:49 Uhr

Erdogan geht wegen Böhmermann gegen Döpfner vor

eb9011d34339186ff1b1fbe6e8644c94.jpg

Jetzt hat auch noch Mathias Döpfner mit Erdogan Ärger.

(Foto: REUTERS)

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat eine einstweilige Verfügung gegen Springer-Chef Mathias Döpfner beantragt.

  • Es gehe dabei um dessen Unterstützung für das Schmähgedicht von Jan Böhmermann, erklärte Erdogans Medienanwalt Ralf Höcker.
  • Das Landgericht Köln habe allerdings schon angedeutet, dass es der einstweiligen Verfügung eher nicht stattgeben werde.
  • Döpfner hatte in der Debatte um das Erdogan-Gedicht von Böhmermann in einem offenen Brief Partei für den Satiriker ergriffen. "Ich finde Ihr Gedicht gelungen. Ich habe laut gelacht", schrieb der Vorstandsvorsitzende des Medienhauses in der "Welt am Sonntag".

Mehr zu dem Fall Erdogan versus Döpfner lesen Sie, wenn Sie auf den Link klicken.

17:31 Uhr

Abgestürzte Kuh beschädigt Wohnhaus

e95f4124f7ba667c9d95b621d5cb612b.jpg

Muh! - Dieser Kuh geht es im Gegensatz zu dem verunglückten Tier gut.

(Foto: dpa)

Und hier noch eine Meldung aus der Rubrik "Kurioses aus der Tierwelt". In der Pfalz hat eine abgestürzte Kuh ein Wohnhaus beschädigt. Das Tier war von einem oberhalb des Hauses gelegenen Felsvorsprung gefallen und dabei an der Regenrinne hängengeblieben. Wie die Kuh auf den Vorsprung kam, ist unklar. Immerhin: Bei ihrem drei Meter tiefen Sturz verletzte sich die Kuh nur leicht. Die Bewohner des Hauses hatten einen lauten Knall gehört und dann die Kuh entdeckt.

17:10 Uhr

Wählerverzeichnis listet etliche Hundertjährige auf

Auffälliger geht's ja wohl nicht: Allein in der serbischen Hauptstadt Belgrad stehen wenigstens 23 Stimmberechtigte im Wählerverzeichnis, die sage und schreibe 116 Jahre oder älter sein sollen. Der älteste Greis zählt stolze 127 Jahre. Dabei haben serbische Medien erst vor kurzem über den Tod des bis dahin ältesten Serben berichtet. Dieser war im April im Alter von 106 Jahren gestorben. Das serbische Wahlverzeichnis steht seit langem in der Kritik. Es soll viele Karteileichen enthalten, mit deren Hilfe Wahlen manipuliert werden können.

17:07 Uhr

Walther Leisler Kiep ist tot

0032e53d7e9b4f0eb24df8b0ec571511.jpg

Walther Leisler Kiep ist im Alter von 90 Jahren gestorben.

(Foto: dpa)

Der langjährige CDU-Schatzmeister Walther Leisler Kiep ist gestorben. Kiep starb am Montagmorgen im Alter von 90 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit, wie sein Sohn Walther Leisler Kiep junior erklräte. Der Politiker sei im Kreise seiner Familie in seinem Haus in Kronberg im Taunus verstorben.

Mehr zu dem Tod des Politikers lesen Sie, wenn Sie den Link anklicken.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

 

16:31 Uhr

Durch die Luft geschleudertes Reh trifft Radfahrer

In Niedersachsen hat sich ein sehr makabrerer Unfall ereignet. In Bissendorf bei Osnabrück erfasste ein Autofahrer ein Reh. Das tote Tier wurde durch die Luft geschleudert und traf dann einen Radfahrer, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite unterwegs war. Der Radler wurde durch die Wucht in einen Straßengraben geschleudert.

16:13 Uhr

Nordkorea macht Kim zum Parteivorsitzenden

472fd6a4f36e97703cffb66dadf08da4.jpg

Jetzt hat er noch ein Amt inne: Kim Jong Un bekleidet nun auch die Position des Parteivorsitzenden.

(Foto: AP)

Ja, nach einer Neuigkeit klingt das nun nicht gerade. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach Medienberichten beim ersten Kongress der herrschenden Arbeiterpartei den neuen Titel eines Parteivorsitzenden erhalten. Der Schritt soll wohl Kims herausragende Stellung symbolisieren. Denn als erster Parteisekretär war er bereits Parteichef. Sein Ende 2011 trägt er schon den Titel eines "ewigen Generalsekretärs".

Unter dem Link lesen Sie mehr zu Kims neuem Posten.

15:51 Uhr

Dobrindt will laute Güterzüge verbieten

58466871.jpg

Wichtig, aber irgendwie auch nervig: Güterzüge.

(Foto: picture alliance / dpa)

Sie sind meist laut und manchmal schier unendlich lang. Da könnte es dem ein oder anderen Bahnstrecken-Anwohner sicherlich gelegen kommen, dass Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt laute Güterzuge in Deutschland bis 2020 verbieten möchte. Und das trotz Widerstände aus der EU. Das Gesetz für Waggons mit sogenannten Flüsterbremsen werde er noch in diesem Jahr vorstellen, sagte der CSU-Politiker.

15:24 Uhr

Weiterer Verdächtiger zu Silvester-Übergriffen gefasst

582596b57e559d150df336f944e38b35.jpg

Die Übergriffe in der Silvesternacht in Köln lösten weltweite Empörung aus.

(Foto: dpa)

Etwa vier Monate nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht haben Polizisten im Kevelaer in Nordrhein-Westfalen einen weiteren Verdächtigen gefasst.

  • Der 24-jährige Marokkaner war eigentlich im Zuge von Ermittlungen wegen Schwarzfahrens ins Visier geraten.
  • Bei der internen Überprüfung stellten die Beamten dann fest, dass der Mann wegen Taten auch aus der Silvesternacht gesucht wurde.
  • Dem 24-Jährigen wird vorgeworfen, für mindestens einen sexuellen Übergriff verantwortlich gewesen zu sein und dabei das Mobiltelefon des Opfers gestohlen zu haben.
  • Ein Richter hat Untersuchungshaft gegen den Mann angeordnet.

Mehr über die Festnahme des Tatverdächtigen lesen Sie beim Klick auf den Link.

15:04 Uhr

Oberstaatsanwalt sitzt selbst auf der Anklagebank

So kann man seine Arbeit natürlich auch erledigen: Ein Oberstaatsanwalt aus Ostfriesland soll die Akten von sieben Verfahren so lange liegen gelassen haben, bis die Taten verjährt waren. Deswegen sitzt der 52-Jährige nun selbst auf der Anklagebank.

  • Der Mann muss sich wegen Rechtsbeugung am Landgericht Aurich verantworten.
  • Bei den nicht verfolgten Delikten handelt es sich laut Anklage vor allem um Steuerhinterziehung.
  • Ursprünglich waren 24 Fälle von Rechtsbeugung angeklagt, das Gericht ließ aber nur 7 zu.
  • Der Angeklagte berichtete zum Prozessauftakt detailliert, wie ihm immer mehr Aufgaben übertragen wurden. An anderer Stelle habe es dafür keine Entlastung gegeben.
  • Der 52-Jährige war neben seiner Funktion als Ankläger auch Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Aurich. Außerdem betreute er als Ausbilder und Prüfer den juristischen Nachwuchs.
  • Sein Verteidiger sagte, der Mann habe einmal seinen Jahresurlaub verfallen lassen, um Fälle abzuarbeiten.
14:49 Uhr

Bei einem Erdrutsch in China sterben 31 Menschen

2eddb76fe18dab64615a40989a36bb17.jpg

Wegen des andauernden Regens gestaltet sich der Bergung von Opfern als schwierig.

(Foto: imago/Xinhua)

Nach einem Erdrutsch im Osten Chinas haben Rettungskräfte die Leichen von 31 Bauarbeitern geborgen. Sieben Menschen würden noch vermisst, meldeten die Behörden. Nach heftigem Regen hatten sich am Wochenende auf einer Baustelle für ein Wasserkraftwerk in der Provinz Fujian 100.000 Kubikmeter Schlamm und Geröll gelöst und eine Behelfsunterkunft für Bauarbeiter unter sich begraben. Rund 400 Helfer suchen immer noch nach Überlebenden. Ein schwieriges Unterfangen, weil es immer noch regnet.

14:28 Uhr

Trauringe im Wert von 120.000 Euro gestohlen

Da werden jetzt wohl ein paar Paare ohne Trauringe vor den Altar treten müssen. Zumindest ohne ihre Wunsch-Ringe: Unbekannte haben bei einem Einbruch in ein Juweliergeschäft in Kassel Trauringe im Wert von mehr als 120.000 Euro mitgenommen. Die Täter waren in der Nacht zu Montag zunächst in ein leerstehendes Nachbargeschäft eingestiegen und hatten dann ein Loch in die Wand zu dem Juwelier geschlagen. Sie nahmen nach ersten Schätzungen rund 180 Ringpaare mit und flüchteten.

14:12 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leser,

während sich Benjamin Konietzny in seinen wohlverdienten Feierabend aufgemacht hat, habe ich, Kira Pieper, auf dem "Der Tag"-Stuhl Platz genommen. Ich werde Sie nun bis in den Abend hinein mit den wichtigsten Nachrichten, aber auch (scheinbar) unnützem Wissen versorgen. Wir starten genau in diesem Moment in die zweite "Tag"-Hälfte. Auf geht's!

14:01 Uhr

21 Monate Haft für Rottweiler-Angriff

Eine Hundehalterin ist nach einem lebensgefährlichen Rottweiler-Angriff auf ein zweijähriges Mädchen zu 21 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Eine Freundin, die den Hund ohne Leine ausgeführt hatte, erhielt eine Bewährungsstrafe von zwölf Monaten.

  • Der Rottweiler hatte das Kind am 6. Juli 2015 angefallen und ihm fast die gesamte Kopfhaut abgerissen. Seitdem ist das Mädchen dauerhaft entstellt, die Haare werden nie wieder nachwachsen.
  • "Wir haben keinen Spaß mehr am Leben", sagte der Vater nach dem Prozess vor dem Duisburger Amtsgericht. Die Richter gaben den Angeklagten als Bewährungsauflage auf, 500 beziehungsweise 300 Stunden soziale Arbeit zu leisten.
13:47 Uhr

Kartoffelchips dürfen nicht "face book" heißen

Sachen gibt's: In China hat ein findiger Unternehmer Kartoffelchips unter dem Markennamen "face book" verkauft. Warum er das getan hat, weiß wahrscheinlich nur er selbst. Auf jeden Fall darf er das nun nicht mehr.

  • Das Unternehmen Zhongshan Pearl River aus der Provinz Guangdong hätte die entsprechenden Markenrechte nicht bekommen dürfen, entschied ein Gericht in Peking, wie staatliche Medien berichteten. Zhongshan hatte "face book" demnach im Jahr 2014 eintragen lassen.
  • Facebook hatte gegen die Markenregistrierung geklagt und bekam bereits in erster Instanz recht. Zhongshan legte jedoch Widerspruch ein und verlor nun erneut.

Mehr dazu lesen Sie hier.

13:27 Uhr

Bericht: Aldi Süd bucht doppelt ab

Bei Aldi Süd ist es in der vergangenen Woche offenbar zu Problemen bei EC-Kartenzahlungen gekommen. Wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" berichtet, seien bei vielen Zahlungen Beträge doppelt abgebucht worden.

  • Dem Bericht zufolge seien nur Kunden der Sparkasse betroffen. Probleme habe es nur bei Aldi-Kunden gegeben, berichtet das Blatt unter Berufung auf eine Auskunft der Bank.
  • Bereits im März war es bei Aldi Süd zu doppelten Abbuchungen gekommen. Damals war offenbar ein Fehler bei dem EC-Dienstleister Telecash die Ursache.
13:05 Uhr

Helmut Schmidts Haus öffnet für Besichtigungen

63451087.jpg

Helmut Schmidt in seinem Arbeitszimmer

(Foto: picture alliance / dpa)

Das frühere Wohnhaus von Helmut und Loki Schmidt in Hamburg-Langenhorn soll eingeschränkt für Besucher geöffnet werden.

  • Zunächst ist ab Sommer ein "virtueller Rundgang" geplant, wie die "Helmut und Loki Schmidt Stiftung" als Eigentümerin des Gebäudes mitteilte.
  • Später soll es zu verabredeten Terminen auch Besichtigungen vor Ort geben. Einer dauernden Öffnung stehen der Stiftung zufolge die räumlichen Verhältnisse, die empfindliche Ausstattung und der private Charakter des Hauses entgegen.
  • In dem rot geklinkerten Doppelhaus lebte Helmut Schmidt Jahrzehnte mit seiner 2010 verstorbenen Frau Loki. 1978 empfing er dort als Kanzler den damaligen KPdSU-Chef Leonid Breschnew. Oft zu Gast waren auch der frühere französische Staatspräsident Valérie Giscard d'Estaing und Ex-US-Außenminister Henry Kissinger.
12:44 Uhr

Al-Nusra-Mitglied in Frankfurt zu Haft verurteilt

Wegen seiner Mitgliedschaft in der syrisch-irakischen Al-Nusra-Front ist ein 29 Jahre alter Mann in Frankfurt zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

  • Das Oberlandesgericht ging in seinem Urteil davon aus, dass sich der Angeklagte im Zeitraum 2013/14 aktiv an der Organisation des syrischen Ablegers der Terrororganisation Al-Kaida betätigt hatte.
  • So habe er eine mehrwöchige Waffenausbildung absolviert und auch mehrere Waffen besessen. Die Aussage des Angeklagten, er habe lediglich humanitäre Hilfe leisten wollen, sah der Staatsschutzsenat durch einen Sachverständigen als widerlegt an.
12:34 Uhr

Entflohene Paviane in Hodenhagen gesichtet

An einer Straße im niedersächsischen Hodenhagen sind vier Paviane gesichtet worden. Die Tiere - drei ausgewachsene Paviane und ein Jungtier - waren am Sonntagabend aus dem Serengeti-Park Hodenhagen getürmt.

  • Am Montagmorgen kamen sie aber freiwillig zurück in ihr Gehege. "Es ist bereits das fünfte oder sechste Mal, dass die Tiere ausgebüxt sind", sagte Parkleiter Fabrizio Sepe. Jedes Mal hätten die Paviane bisher den Rückweg allein angetreten.
  • Die Flucht ermöglicht hatte den Angaben zufolge der Wind: Ein Ast soll von einem Baum gefallen und auf dem Zaun des Geheges liegengeblieben sein. Diesen nutzten die Paviane zum Klettern. Autofahrer hatten die Affen an der Landesstraße gesehen.
12:08 Uhr

Slowakische Polizei schießt auf Flüchtlinge

Bei einem Einsatz gegen illegal eingereiste Migranten hat die slowakische Polizei eine Frau aus Syrien durch Schüsse verletzt.

  • Wie die Nachrichtenagentur TASR berichtete, hätten die Polizisten in der Nacht vier mit Migranten besetzte Autos bei Velky Meder, an der ungarischen Grenze südöstlich von Bratislava, aufgehalten. Eines der Fahrzeuge sei aber erst durch Schüsse zu stoppen gewesen.
  • Ein Sprecher des Krankenhauses der nahegelegenen Bezirksstadt Dunajska Streda bestätigte, dass eine 26-jährige Frau aus Syrien wegen einer Schusswunde operiert worden sei. Man habe ihr ein Projektil aus dem Rücken entfernt.
  • Die Polizei wollte sich zu dem Vorfall zunächst nicht äußern. Die Slowakei nimmt fast keine Flüchtlinge auf.

Mehr erfahren Sie hier.

11:52 Uhr

Münchener Polizei sucht Leichenwagen samt Inhalt

Ein polnischer Leichenwagen mit einer toten Frau an Bord wird in München vermisst. Von einem Diebstahl sei aber keine Rede, sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittler gehen vielmehr davon aus, dass der Fahrer einfach nicht mehr weiß, wo er das Auto "samt Inhalt" abgestellt hat.

  • Der Mann sollte die Leiche von Italien nach Polen bringen. Am Sonntag wollte er in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs eine Pause machen und stellte das Fahrzeug ab, konnte aber später den Parkplatz nicht mehr finden.
  • Die Beamten bitten die Münchner Bürger, bei der Suche nach dem schwarzen Leichenwagen mit den weißen Gardinen zu helfen. Der Fahrer selbst war laut Polizei "eher unkooperativ". "Möglicherweise ist auch Alkohol im Spiel", sagte ein Sprecher.
11:30 Uhr

Behörde 2.0: Das Innenministerium twittert

imago64724039h.jpg

Auf der Datenautobahn in Richtung Zukunft: Thomas De Maiziere mit Smartphone.

(Foto: imago/CommonLens)

Rund zehn Jahre nachdem der Dienst in den Hexenküchen des Silicon Valley kredenzt wurde, wagt das Bundesinnenministerium etwas kühnes: Es verwendet nun Twitter. Nun, wir alle wissen ja, dass eine Dekade in der Zeitrechnung deutscher Behörden einen Wimpernschlag darstellt. Und außerdem, das gesteht das BMI in seinem ersten Tweet ein, habe man noch die Zuständigkeiten prüfen müssen. Voilà:

*Datenschutz

 

11:18 Uhr

Zahl der Flüchtlinge weiter rückläufig

Die Zahl der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge ist weiter rückläufig:

  • Im April wurden nur noch 15.941 Neuzugänge im so genannten Easy-System erfasst, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Dies entsprach einem Rückgang um ein knappes Viertel gegenüber dem Vormonat März als noch 20.608 Neuzugänge registriert worden.
  • Im so genannten Easy-System werden die Flüchtlinge nach ihrer Ankunft zur Verteilung auf die Bundesländer erfasst.
  • Die größte Gruppe stellten im April erneut die Syrer mit 2724, gefolgt von den Afghanen mit 2063 Flüchtlingen. Registriert wurden zudem 1853 Menschen aus dem Irak und 1016 aus dem Iran. Aus Russland kamen 915 Flüchtlinge nach Deutschland.
10:47 Uhr

Tote bei Angriffen auf philippinische Wahlbüros

Bei mehreren bewaffneten Angriffen sind am Wahltag auf den Philippinen landesweit mindestens zehn Menschen getötet worden. Nach Angaben der Behörden griffen Unbekannte im Morgengrauen in Rosario nahe der Hauptstadt Manila einen Fahrzeugkonvoi an und töteten sieben Menschen.

  • In einer verarmten Stadt in der Provinz Maguindanao wurde zudem ein Wähler in einem Wahllokal erschossen. In Cotabato ebenfalls im Süden des Landes starb ein Mensch bei einem Granatenangriff auf einen Markt. Im nahegelegenen Sultan Kudarat stürmten 20 Angreifer ein Wahllokal und stahlen Wahlunterlagen.
  • In der nördlichen Provinz Abra gab es bewaffnete Zusammenstöße zwischen Anhängern rivalisierender Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Dabei wurden ein Mensch getötet.

Auf den Philippinen wurden am Montag ein neuer Präsident sowie mehrere Regionalvertreter gewählt. Mit ersten Prognosen ist Dienstag zu rechnen.

Mehr zu den Übergriffen lesen Sie hier.

10:27 Uhr

Anwalt darf Innenminister "Inzuchtsprodukt" nennen

ae65e3bac8436498e735fe5814bfd39b.jpg

David Schneider-Addae-Mensah darf "Inzuchtsprodukt" zu ihm sagen. Für alle anderen ist noch der Begriff "Rassist" zu haben.

(Foto: dpa)

Was Bayerns Innenminister Joachim Herrmann durch den Kopf gegangen ist, als er Schlagersänger Roberto Blanco in einer ARD-Talkshow einen "wunderbaren Neger" nannte, darüber kann man nur rätseln.

  • Jedenfalls fühlten sich viele dunkelhäutige Menschen durch den Spruch auf den Schlips getreten. Darunter auch der Karlsruher Anwalt David Schneider-Addae-Mensah. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, schrieb er dem Minister einen Brief mit den folgenden Worten:
  • "Hallo, Herr Herrmann, Sie sind ein ganz wunderbares Inzuchtsprodukt! Mit freundlichen Grüßen."
  • Das wiederum fand Herr Herrmans überhaupt nicht lustig und zeigte den Anwalt an. Der Richter jedoch urteilte, in einem solchen Fall dürften Betroffene "scharf und drastisch" antworten. Herrmanns Klage wurde abgewiesen.
10:05 Uhr

Griechische Medien fürchten "Gewitter von Mehrkosten"

67801598.jpg

Alexis Tsipras

(Foto: picture alliance / dpa)

Nachdem das griechische Parlament am späten Sonntagabend ein weiteres Sparprogramm verabschiedet hat, schlagen die Wellen in den Medien des Landes hoch.

  • Auf die Griechen komme nun "ein Gewitter an Mehrkosten" zu, schreibt die Athener Tageszeitung "Kathimerini": Von der Mehrwertsteuer über Treibstoff und Zigaretten bis zum Internet werde alles teurer.
  • Unter dem Titel "Die Geiseln der Sparpolitik von Syriza" zeigt die Tageszeitung "Ta Nea" geschockt blickende Rentner.
  • "Tsipras ist gefangen", heißt es bei der Zeitung "To Vima". Der Regierungschef habe Angst vor Neuwahlen - nun setze er alles daran, die Gläubiger des Landes von seinen Sparvorhaben zu überzeugen.
  • Die Athener Regierungskoalition hatte nach zweitägiger Debatte ein Bündel heftig umstrittener Sparmaßnahmen verabschiedet und damit weitere Rentenkürzungen und Steuererhöhungen gebilligt.

Was das Reformpaket beinhaltet, davon lesen Sie hier.

09:41 Uhr

10.000 Soldaten marschieren in Moskau

2ec7d588492784b1e3ea78bcc9fb5557.jpg

Putin inmitten von Veteranen des Zweiten Weltkrieges.

(Foto: REUTERS)

Ordentlich Tamtam in der russischen Hauptstadt: Auf dem Roten Platz in Moskau hat eine Militärparade zum 71. Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland begonnen.

  • Präsident Wladimir Putin nahm als Oberbefehlshaber der Armee die Waffenschau ab.
  • Der Aufmarsch begann mit einer Schweigeminute für die Kriegsopfer und dem Glockenschlag des Spasski-Turms am Kreml. Während der einstündigen Parade marschieren rund 10.000 Soldaten an Ehrengästen auf einer Tribüne vorbei. Zu sehen ist auch schwere Kriegstechnik mit Panzern und Raketen.
  • Mit etwa 27 Millionen Opfern hatte die Sowjetunion im "Großen Vaterländischen Krieg" von 1941 bis 1945 so schwere Verluste erlitten wie kein anderes Land.
09:24 Uhr

Brexit: EU-Befürworter liegen leicht vorn

Die Befürworter und Gegner eines Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union liefern sich weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

  • Für den Verbleib des Landes in der EU würden derzeit 42 Prozent der Wähler stimmen, zitierte die "Times" aus einer Umfrage des Instituts YouGov für den Fernsehsender ITV.
  • 40 Prozent würden sich demnach für den sogenannten Brexit entscheiden. Sechs Prozent der Befragten waren noch unentschlossen und 13 Prozent konnten nicht angeben, wie sie beim Referendum am 23. Juni letztlich stimmen würden.
09:02 Uhr

Geheimdienste verlieren Zugang zu Twitter-Analyse

Das Zerwürfnis zwischen dem Silicon Valley und der US-Regierung wird immer offensichtlicher. Die US-amerikanischen Geheimdienste haben nun einem Zeitungsbericht zufolge den Zugang zu einem Dienst verloren, der die Flut von Twitter-Nachrichten analysiert.

  • Twitter habe darauf gedrungen, den Zugang der US-Geheimdienste zu Dataminr nach zwei Jahren zu kappen, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Geheimdienstquellen.
  • Twitter erklärte, Auswertern seiner Daten werde grundsätzlich untersagt, an Regierungsstellen für Überwachungszwecke zu beliefern. "Die Daten sind größtenteils öffentlich und die US-Regierung kann offen zugängliche Profile selbst im Blick behalten, so wie jeder Nutzer das kann", zitierte die Zeitung das Unternehmen.
08:29 Uhr

BBC-Reporter in Nordkorea festgenommen

*Datenschutz

Nordkorea weist einen BBC-Journalisten wegen seiner Berichterstattung über das Land aus. Der Korrespondent Rupert Wingfield-Hayes sei in Nordkorea festgesetzt und acht Stunden lang von den Behörden befragt worden, berichtete der britische Sender. Wingfield-Hayes werde nun ausgewiesen. 

  • Auch ein Produzent und ein Kameramann wurden demnach zusammen mit Wingfield-Hayes festgehalten, als sie das Land verlassen wollten. Das Team habe eine Gruppe von Nobelpreisträgern begleitet, die in dem Land waren.
  • Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete, Nordkorea beschuldige Wingfield-Hayes, das System des Landes angegriffen und nicht objektiv berichtet zu haben.

Mehr zu dem Fall erfahren Sie hier.

08:12 Uhr

Industrie erhält unerwartet viele Aufträge

Die deutsche Industrie hat im März dank der starken Nachfrage aus dem Ausland überraschend viele Aufträge an Land gezogen. Sie stiegen um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat, so das Bundeswirtschaftsministerium. Volkswirte hatten lediglich mit einem Plus von 0,7 Prozent gerechnet, nachdem es im Februar noch einen Rückgang um 0,8 Prozent gegeben hatte.

08:03 Uhr

ICE-Strecke Hannover-Kassel wieder freigegeben

625af211938ce74b3244db56844b3bd0.jpg

(Foto: dpa)

Nach einer über zwei Wochen dauernden Sperrung ist der ICE-Verkehr zwischen Hannover und Kassel wieder aufgenommen worden. Durch die Umleitung der Fern- und Nahverkehrszüge kam es zu längeren Fahrtzeiten und geänderten An- und Abfahrtszeiten. Die Bauarbeiten seien wie geplant beendet worden, teilte die DB mit. Die 1991 in Betrieb gegangene und viel befahrene Strecke Hannover-Kassel-Würzburg soll nach Angaben der Bahn ab 2019 grundlegend erneuert werden.

07:41 Uhr

Waldbrände in Kanada breiten sich langsamer aus

9fc15a9a7f254e75ff08a50aea8baead.jpg

(Foto: AP)

Atempause für die Feuerwehrleute in Kanada: Etwas Regen und niedrigere Temperaturen haben die Ausbreitung der Waldbrände verlangsamt.

  • "Die Feuer sind deutlich langsamer vorangekommen", sagte die Regierungschefin der Provinz Alberta, Rachel Notley. Die schlimmen Befürchtungen vom Vortag hätten sich zum Glück nicht bewahrheitet. Die Evakuierung der letzten 25.000 Einwohner der Ölstadt Fort McMurray wurde abgeschlossen.
  • Notley korrigierte zugleich die Angaben über das bisher von den Flammen erfasste Gebiet nach unten. Es seien neuen Erkenntnissen zufolge bisher 161.000 Hektar (in etwa das Doppelte der Fläche Berlins) durch die Flammen zerstört worden, sagte die Regierungschefin. Zuvor waren die Einsatzkräfte davon ausgegangen, dass 200.000 Hektar Land von den Bränden erfasst wurden.

Mehr erfahren Sie hier.

07:20 Uhr

Rutschen die Philippinen in die Diktatur ab?

d2b57ef994ae0217a41db63d38aed66e.jpg

Umstritten: Rodrigo Duterte

(Foto: AP)

Auf den Philippinen haben die Präsidentenwahlen begonnen. Die rund 54 Millionen Wahlberechtigten haben eine wichtige Richtungsentscheidung vor sich: Favorit in den Umfragen ist ein Bürgermeister, der offen mit Auflösung des Parlaments gedroht hat.

  • Analysten warnen, dass der katholische Inselstaat mit mehr als 100 Millionen Einwohnern 30 Jahre nach der Verjagung von Ferdinand Marcos wieder in die Diktatur abrutschen könnte.
  • Rodrigo Duterte will innerhalb von sechs Monaten Drogenhandel, Kriminalität und Korruption beenden und mit Tätern kurzen Prozess machen.
  • In seiner Heimatstadt Davao sind seit 1998 mehr als 1400 Kleinkriminelle umgebracht worden - von Todesschwadronen, die nur mit der Duldung des Bürgermeisters agieren könnten.
  • Er führte mit 33 Prozent in Umfragen. Auf gut 20 Prozent kamen der Kandidat der jetzigen Regierung, Ex-Innenminister Mar Roxas, und Senatorin Grace Poe. Roxas gilt als farblos, Poe als unerfahren.
07:03 Uhr

Zwei Containerschiffe kollidieren vor Chinas Küste

Zwei europäische Containerschiffe sind am Wochenende vor der chinesischen Küste zusammengestoßen.

  • Eines fing Feuer. Die Besatzungen beider Schiffe sind in Sicherheit. Wie die Maersk Line mitteilte, ist ihr 292-Meter-Frachter Safmarine Meru mit der 318 Meter langen Northern Jasper der Norddeutsche Reederei H. Schuldt GmbH & Co 138 Meilen östlich des chinesischen Hafens Ningbo kollidiert.
  • "Die Kollision hat schwere Schäden an der Safmarine Meru verursacht und ein Feuer brach aus. Die 22 Mann starke Crew hat das Schiff verlassen", teilte Maersk mit. Es gebe keine Hinweise, dass Öl infolge der Kollision ausgelaufen sei.
  • Chinesische Feuerwehrschiffe hätten sich um das Feuer gekümmert, die Crew des anderen Schiffes sei evakuiert worden.
06:53 Uhr

Israels "Atomspion" hat wieder Ärger mit Justiz

RTR1P6O5.jpg

Mordechai Vanunu vor Gericht.

(Foto: REUTERS)

Der ehemalige israelische Atomtechniker Mordechai Vanunu ist nach israelischen Medienberichten erneut wegen Verstößen gegen Bewährungsauflagen angeklagt worden.

  • Wie die israelische Zeitung "Times of Israel" berichtet, wird ihm vorgeworfen, im September vergangenen Jahres ein Fernsehinterview gegeben zu haben. Auch habe er seine Wohnung im selben Gebäude gewechselt, ohne die Polizei zu informieren.
  • Vanunu, der als erster das geheime israelische Atomwaffenprogramm öffentlich gemacht hatte, habe gegen die Auflagen verstoßen, die ihm nach der Haftentlassung 2004 gestellt worden seien. 
  • Vanunu, damals Techniker im israelischen Nuklearzentrum Dimona, hatte 1986 einer britischen Zeitung Atomgeheimnisse verraten. Experten konnten daraus schließen, dass Israel schon damals Kernwaffen besaß. Im selben Jahr entführte ihn der israelische Geheimdienst von Rom nach Israel. Er wurde zu einer 18-jährigen Haftstrafe verurteilt.
06:39 Uhr

"Nachtwölfe" in Berlin angekommen

b35585f63d51713439c57a30bb21eedf.jpg

Die "Nachtwölfe" vergangene Woche in Wien.

(Foto: AP)

Die russische Motorradgang "Nachtwölfe" ist in der Nacht in Berlin angekommen. Wo genau die Biker ihr Lager aufgeschlagen haben, verriet die Polizei nicht.

  • Die Motorradgang will an das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Sieg über den Faschismus erinnern. Der 9. Mai ist in Russland der "Tag des Sieges".
  • Die Biker wollen heute um 9.30 Uhr am Treptower Park aufbrechen, am Sowjetischen Ehrenmal nahe dem Brandenburger Tor einen Kranz niederlegen und zum Ehrendenkmal in der Schönholzer Heide fahren.
  • Die "Nachtwölfe" waren am 29. April in Moskau gestartet. Wie im vergangenen Jahr fuhren sie auf ihrer umstrittenen "Siegesfahrt" von Moskau aus nach Berlin.
06:20 Uhr

Lindner fordert Euro-Austritt Griechenlands

In der Griechenland-Krise hat FDP-Chef Christian Lindner einen Euro-Austritt des Landes und einen Schuldenschnitt gefordert. "Griechenland braucht einen finanzpolitischen Neustart ohne Euro. Dann aber mit einem Schuldenschnitt und mit zweckgebundenen EU-Hilfen", sagte Lindner der "Bild"-Zeitung.

Mehr erfahren Sie hier.

06:16 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Nach dem tollen Wochenende geht es auch in dieser Woche erst einmal schön und sehr warm los. Somit dominiert heute vielerorts die Sonne. Nur im Südwesten und Süden werden die Wolken im Tagesverlauf zahlreicher. Am Abend sind von der Eifel bis herunter an den Schwarzwald und die Alpen einzelne Gewitter nicht ganz auszuschließen. Die Temperaturen erreichen verbreitet 22 bis 27 Grad. Direkt an der Küste frischere Werte um die 17 Grad. Dabei weht nach wie vor der teils böige Südost- bis Ostwind. Der Trend danach: wechselhaft, aber zuerst noch warm.

Zu Pfingsten machen wahrscheinlich die Eisheiligen einen Abstecher zu uns und bringen ab Samstag leider deutlich kühlere Temperaturen.

06:11 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leser. Mein Name ist Benjamin Konietzny, Sie lesen an dieser Stelle bis zum frühen Nachmittag von mir. Folgende Themen stehen heute im Redaktionskalender:

  • In Berlin beginnt die SPD mit ihren Vorbereitungen für die Bundestagswahl 2017. Die Partei befindet sich in einem historischen Umfragetief. Wir sind vor Ort.
  • Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zieht heute Mittag Bilanz und informiert über aktuelle Entwicklungen.
  • Die russische Rockertruppe "Nachtwölfe" wird heute in Berlin erwartet.
  • Außenministertreffen zur Syrienkrise: Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault will Staaten versammeln, die die gemäßigte Opposition in Syrien unterstützen.
  • Auf den Philippinen wird heute gewählt. Ein Ergebnis wird allerdings erst nach Tagen erwartet.

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir - bei Twitter oder per Mail an

benjamin.konietzny (at) nama.de.