Montag, 09. Juli 2018Der Tag

Heute mit Friederike Zörner und Volker Petersen
22:36 Uhr

Das war Montag, der 9. Juli 2018

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Abendstimmung vor Cornwall.

(Foto: imago/imagebroker)

 

Was für eine Aufregung bei den Briten heute, man darf gespannt sein, wie es weitergeht. Den Brexit selbst stellt aber die Mehrheit immer noch nicht infrage. Aber mal sehen, wie lange Frau May noch im Amt bleibt! Diese Artikel stießen heute auf großes Leserinteresse:

Ich hoffe, Sie können heute Nacht gut schlafen und verabschiede mich!

22:22 Uhr

Erdogan macht Schwiegersohn zum Finanzminister

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Die Finanzen der Türkei regelt nun ein Verwandter des Präsidenten: Berat Albayrak.

(Foto: imago/Depo Photos)

Erdogan ist nun Präsident mit erweiterten Kompetenzen und hat sein Kabinett vorgestellt. Darunter befindet sich eine Personalie, die in anderen Ländern für Kritik sorgen könnte. Aber der Präsident hat ja dafür gesorgt, dass die in der Türkei kaum zu hören sein dürfte. Sein Schwiergersohn Berat Albayrak wird Finanzminister. Neuer Verteidigungsminister wird Generalstabschef Hulusi Akar. Mevlüt Cavusoglu bleibt Außenminister.

22:10 Uhr

Neuer britischer Außenminister ernannt

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(Foto: picture alliance / Stefan Rousse)

Das Warten hat schon ein Ende, Theresa May hat bereits den künftigen Außenminister benannt. Nachfolger von Boris Johnson soll Jeremy Hunt werden. Der 41-jährige war bislang Gesundheitsminister.

21:51 Uhr

Unfall führt zu Vollsperrung der A1, lange Staus

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Stundelang ging gar nichts auf der A1 bei Wuppertal.

(Foto: picture alliance/dpa)

Stundenlang saßen heute viele Autofahrer auf der A1 fest. Der Grund: Ein Unfall mit einem Gefahrguttrasporter. Der ereignete sich zwischen der Anschlussstelle Gevelsberg und dem Wuppertaler Kreuz in NRW. Die Bahn in beide Richtungen voll gesperrt.

  • Bei dem Auffahrunfall war ein Lastwagen auf einen mit Kohlenstaub beladenen Silozug aufgefahren. Ein Teil der Ladung war laut Polizei ausgetreten. Kohlenstaub kann zusammen mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch bilden.
  • Ein Lkw-Fahrer erlitt laut Polizei eine Vergiftung. Der andere Fahrer blieb unverletzt. Die Beamten schätzten den Schaden auf 100.000 Euro.

Mittlerweile ist die Sperrung wieder aufgehoben.

21:33 Uhr

Trumps Ex-Chauffeur klagt wegen fehlenden Lohns

Jahrelang fuhr Noel Cintron den heutigen US-Präsidenten - nun verklagt er seine Trump Organization. Es geht um angeblich nicht gezahlten Lohn.

  • Trump habe ihn"ausgebeutet" und ihm "erhebliche Lohnzahlungen verwehrt", hieß es in der Klageschrift.
  • Der "angebliche Milliardär" habe Cintron in mehr als zwölf Jahren keine "bedeutende Lohnerhöhung" gewährt, steht in dem mehrseitigen Dokument. Insgesamt war er 25 Jahre Trumps Fahrer. Seit seiner Kandidatur war er vom Secret Service ersetzt worden.
  • Mit der Klage soll der Lohn für mehr als 3000 Überstunden eingetrieben werden. Nach Informationen der Zeitung "New York Daily News" summieren sich die Forderungen inklusive Zinsen und Anwaltsgebühren auf 350.000 Dollar (298.000 Euro).
21:00 Uhr

Tschechische Justizministerin gibt nach 13 Tagen auf

Das war aber ein kurzes Vergnügen: Nach nur 13 Tagen im Amt hat die tschechische Justizministerin Tatana Mala ihren Rücktritt erklärt.

  • Die Politikerin der populistischen ANO-Partei von Ministerpräsident Andrej Babis reagierte damit auf Plagiatsvorwürfe. Die 36-Jährige wies die Anschuldigungen zurück.
  • In Erklärungsnot brachte Mala ihre Diplomarbeit über die "mikroklimatischen Bedingungen bei der Aufzucht von Kaninchen" aus dem Jahr 2005. Die Mendel-Universität in Brünn (Brno) hatte auf 11 von 48 Seiten "merkliche Überschneidungen" mit einer zwei Jahre älteren Abschlussarbeit festgestellt.
  • Die Arbeit entspreche nicht heutigen wissenschaftlichen Standards, sei aber kein Plagiat. Mögliche Unregelmäßigkeiten wurden auch bei Malas Magisterarbeit über Familienrecht an einer slowakischen Privathochschule aus dem Jahr 2011 bekannt.
20:29 Uhr

Russen spotten über Johnsons Rücktritt

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Wer den Schaden hat...

(Foto: picture alliance / Joel Goodman/)

In Russland sorgt der Rücktritt des britischen Außenministers Boris Johnson für Hohn und Spott. Das Regierungsschiff von Premierministerin Theresa May sei so löcherig, dass selbst der "britische König der politischen Exzentrik" von Bord gehe, schrieb die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf Facebook.

  • Die Beziehungen zwischen London und Moskau sind angespannt vor allem wegen des Giftanschlags auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal und dessen Tochter Julia.
  • Johnson hatte in seinem Jahr als Außenminister auch Moskau besucht. Er stritt mit seinem Kollegen Sergej Lawrow, zu einer Entspannung kam es nicht.
  • "Boris, komm zu uns!", schrieb die Chefredakteurin des russischen Staatssenders RT, Margarita Simonjan, am Montag ironisch auf Twitter. "Du kriegst eine eigene Show. Zum Beispiel 'Das Leben der Tiere'."
19:57 Uhr

Macron will "Rahmen und Regeln" für Islam

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Macron.

(Foto: imago/PanoramiC)

Frankreichs Präsident Macron will die Ausübung des Islams in Frankreich strenger regeln. In einer Rede vor beiden Parlamentskammern spricht er über "Rahmen und Regeln".

  • Diese sollten sicherstellen, dass die Religion überall auf eine Weise ausgeübt werde, die mit den Gesetzen konform sei, sagte Macron.
  • "Die Republik hat keinen Grund, Schwierigkeiten mit dem Islam zu haben, nicht mehr als mit irgendeiner anderen Religion", so der Staatschef im Schloss von Versailles.
  • "Aber es gibt eine radikale, agressive Lesart des Islams, die es sich zum Ziel macht, unsere Regeln und unsere Gesetze infrage zu stellen", ergänzt er.
19:26 Uhr

Katze klettert während Interview auf Professor

Eine Katze hat sich in ein Interview über die Verhältnisse in Polen eingemischt. Der Historiker Professor Jerzy Targalski äußerte sich zu den Entlassungen im Obersten Gerichtshof des Landes, als der Stubentiger seine Bergsteigemission begann. Erinnert mich an den Briten, dessen Tochter in sein Arbeitszimmer platzte, als er ein Interview gab.

19:02 Uhr

VW will Seat als E-Auto in China verkaufen

Die VW-Tochter Seat will gemeinsam mit Samsung und SAP die Parkplatz-Suche im vernetzten Auto vereinfachen. Foto: Uli Deck

Die VW-Tochter Seat will gemeinsam mit Samsung und SAP die Parkplatz-Suche im vernetzten Auto vereinfachen. Foto: Uli Deck

(Foto: dpa)

Seat soll in China für Elektromobilität stehen - diese Pläne kündigt nun VW an. Der Markteintritt sei für 2020/21 geplant, hieß es vom Konzern anlässlich der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in Berlin.

  • Die Volkswagen Group China und Seat unterzeichneten mit ihrem chinesischen Elektroauto-Partner Anhui Jianghuai Automobile Group (JAC) eine Absichtserklärung.
  • Demnach soll sich Seat künftig an dem schon bestehenden Gemeinschaftsunternehmen von VW und JAC beteiligen. Bis 2021 werde ein neues Entwicklungszentrum für Elektrofahrzeuge, autonomes und vernetztes Fahren aufgebaut.
18:21 Uhr

Offenbacher Problem-Wels soll überleben

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In so einem Wels-Maul verschwinden die Offenbacher Küken.

(Foto: dpa)

In Offenbach hat ein Wels einen ganzen Weiher leergefressen und anschließend begonnen Entenküken zu verspeisen - mittlerweie ist die Stadt auf der Suche nach einem Berufsfischer, der ihn fangen soll. Sie hat noch immer niemanden gefunden. Vielleicht liegt das daran, dass der Raubfisch die Aktion überleben soll.  "Es wird angestrebt, dass der Fisch lebend mitgenommen wird und in einem privaten Gewässer unterkommt", sagte eine Stadtsprecherin nun. Eine Umsiedlung ist gar nicht so unproblematisch: In hessischen Gewässern gilt der Wels als nichtheimische Art. Ihn in ein anderes Gewässer auszusetzen, widerspreche daher dem Naturschutzrecht, hieß es bei der Stadt Offenbach.

18:10 Uhr

Duterte will mehr Macht

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Duterte.

(Foto: REUTERS)

Er ist einer der bekanntesten Präsidenten in Ostasien: Rodrigo Duterte - seine Bekanntheit verdankt er seinen Aufrufen zur Selbstjustiz, seinen blutigen Feldzug gegen Drogendealer und vielen kontroversen Zitaten. So nannte er einmal Gott einen "Hurensohn". Nun will der starke Mann von Manila noch mächtiger werden. Er plant eine Verfassungsreform. Dazu gehört die Verlängerung der Amtszeit um acht Jahre.

  • Die Verabschiedung einer neuen Verfassung würde einen "Neustart für alle" bedeuten, teilte am Montag die von Duterte mit dem Aufsetzen eines neuen Verfassungstexts beauftragte Kommission mit. Ihr Entwurf sieht unter anderem die Umstellung auf ein föderales System vor, welches den Regionen mehr Eigenständigkeit gewähren würde.
  • Unter der derzeitigen Verfassung müsste Duterte 2022 sein Amt niederlegen. Das nun vorgeschlagene System würde es ihm ermöglichen, für zwei weitere Amtszeiten von je vier Jahren zu kandidieren.
17:43 Uhr

Prinz Louis an Taufkapelle eingetroffen

Ich verliere langsam den Überblick angesichts der Kinderschar im Hause William und Kate. Heute wird der jüngste Spross getauft. Sein Name: Louis. Die BBC meldet soeben, er sei an der Taufkapelle im St.-James-Palast eingetroffen. Dann kann ja nichts mehr schief gehen.

Update: Mittlerweile ist die Taufe vollzogen. Herzlichen Glückwunsch.

17:28 Uhr

Startschuss für Batteriefabrik in Thüringen

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Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) stellt mit Robin Zeng (r), Vorstandsvorsitzender des chinesischen Batterieherstellers Contemporary Amperex Technology Ltd. (CATL), die Pläne für den Bau eines Werks des chinesischen Unternehmens in Thüringen vor.

(Foto: dpa)

Festtag in Thüringen: Das Bundesland darf sich über 600 neue Jobs freuen, die dank einer noch zu bauenden Batteriefabrik ins Land kommen. Der chinesische Herrsteller CATL plant die Anlage, die Arbeitsplätze sollen bis 2022 entstehen.

  • Die Chinesen kommen so deutschen Initiativen zuvor, die die erste Produktion zumindest unter europäischem Dach angepeilt hatten. Kanzlerin Angela Merkel sagte, sie habe zur Kenntnis nehmen müssen, dass dies im Moment nicht möglich sei. "Wenn wir es selber könnten, wäre ich auch nicht traurig gewesen."
  • Allerdings schließe das nicht aus, dass sich noch ein Wettbewerb mit chinesischen Anbietern entwickele. "Ersteinmal zeigt dies, unser Markt ist an dieser Stelle offen", sagte Merkel. Deutsche Autoproduzenten und auch Zulieferer zeigen sich bislang zurückhaltend dabei, eine eigene Produktion aufzubauen und wollen lieber Batteriezellen einkaufen.
17:08 Uhr
16:53 Uhr

Merkel und Li senden Botschaft an Trump

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Li und Merkel am Nachmittag in Berlin.

(Foto: AP)

Bei den deutsch-chinesischen Konsultationen in Berlin spielen eigentlich Kanzlerin Angela Merkel und der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang die Hauptrollen - doch ein dritter spielt ebenfalls einen wichtigen Part, obwohl er gar nicht anwesend ist: US-Präsident Donald Trump. An diesen dürfte sich die Botschaft richten, die Merkel und Li verbreiten.

  • Deutschland sei "interessiert an einem multilateralen Handelssystem mit fairen und freien Zugängen", sagte Merkel.  Deutschland und China hätten sich darauf verständigt, "dass wir uns an das Regelwerk der (Welthandelsorganisation) WTO halten wollen und dass wir auf Multilateralismus setzen auch bei den Handelsfragen", sagte Merkel weiter. "Und dies ist ein gemeinsames Bekenntnis."
  • Li sprach von einer "Bekämpfung" der "wieder aufblühenden handelsprotektionistischen Kräfte" - ein klarer Verweis auf Trump, der eine Reihe von Strafzöllen verhängt hat.
16:44 Uhr

May verteidigt weichen Brexit

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May.

(Foto: AP)

Ihre Regierung befindet sich in der Krise - jetzt spricht Premierministerin Theresa May: Sie verteidigt den Plan, nach dem Brexit eine Freihandelszone mit der EU anzustreben. Nur so könne man vermeiden, eine harte Grenze mit Irland zu haben und Lieferketten nicht zu durchschneiden, zitiert sie der "Guardian". Manche befürchten gar, dass wenn zwischen dem zu Großbritannien gehörenden Nordirland und der Republik Irland wieder die Schlagbäume fallen, der Bürgerkrieg wieder aufflammen könnte.

16:22 Uhr

BBC erleidet Panne mit Höhlenrettung und Davis

Bitte hier jetzt überhaupt keine Häme herauslesen, denn so etwas hätte bei n-tv schließlich auch passieren können. Es ist aber ganz witzig: Der Rücktritt des britischen Brexitministers David Davis hat die BBC gestern offenbar so überrascht, dass in den sogenannten Bauchbinden, also den Einblendungen unter im Fernsehen sprechende Menschen, noch Text von der Höhlenrettung in Thailand stand. Und das hatte dann seine ganz eigene, eigentümliche Aussagekraft. So stand dort: "Brexitminister tritt zurück - Acht Leute bleiben in der Höhle". Oder: "Brexitminister tritt zurück - Weitere Krankenwagen auf dem Weg ins Einsatzgebiet gesichtet". Oder, mein Favorit: "Brexitminister tritt zurück - Mission war wegen sinkendem Sauerstoffgehalt unterbrochen worden".

16:12 Uhr

Taucher retten vier Jungen aus Höhle

Im Höhlendrama von Thailand wächst nach über zwei Wochen Bangen und Zittern die Hoffnung auf ein glückliches Ende für alle Eingeschlossenen. Mit einer neuen Rettungsaktion gelang es Spezialtauchern, vier weitere Kinder aus der Höhle ans Tageslicht zu bringen.

Mehr dazu hier.

16:09 Uhr

Boris Johnson tritt zurück

May solle den EU-Austritt komplett vollziehen und ihr Land nicht durch Zugeständnisse in ein "Niemansland" führen, fordert Außenminister Johnson.

May solle den EU-Austritt komplett vollziehen und ihr Land nicht durch Zugeständnisse in ein "Niemansland" führen, hatte Außenminister Johnson gefordert.

(Foto: picture alliance / dpa)

Überraschung in Großbritannien: Außenminister und Brexit-Glorifizierer Boris Johnson tritt zurück. Die Entscheidung kommt kurz nachdem die Premierministerin May durchsetzte, dass es nach dem Austritt aus der EU ein Freihandelsabkommen mit ebenjener geben solle.

Mehr dazu hier.

16:01 Uhr

Erdogan legt Amtseid ab und ist mächtiger denn je

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(Foto: dpa)

Es ist so weit, der türkische Präsident Erdogan hat den Eid für seine zweite Amtszeit abgelegt. Fünf Jahre dauert diese, darin kann er so unbeschränkt schalten und walten wie nie zuvor. Am Nachmittag zelebriert er das dann mit der offiziellen Einführung des Präsidialsystems.

15:35 Uhr

Millionen Liter spanischen Weins als französisch verkauft

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(Foto: imago/allOver-MEV)

Millionen Liter Wein aus Spanien sind in Frankreich illegalerweise als französisch ausgegeben worden. Es sei Betrug bei vier Großhändlern festgestellt worden, sagte ein Vertreter der Betrugsbehörde. Diese Fälle beträfen mehr als sieben Millionen Liter Wein. Importe aus Spanien, die noch nicht in Flaschen abgefüllt waren, als französische Weine weiterverkauft. Haft- und Geldstrafen drohen. Laut der Zeitung "Le Parisien" lohnt es sich, spanischen Wein als französischen Wein auszugeben, weil dieser deutlich teurer gehandelt werde. Hintergrund ist auch, dass französische Weinerzeuger im unteren Preissegment seit 2015 starke Konkurrenz aus Spanien haben - dies hatte vor allem in Südfrankreich mehrfach zu Protesten geführt.

15:13 Uhr

Starbucks schafft Strohhalme ab

Sie haben sicher schon von den Plastikinseln gehört, die in den Ozeanen treiben. Über Müll, Müll, Müll. Starbucks schafft nun zumindest die Strohhalme ab. Denn die fristen ein besonders kurzfristiges Dasein im Dienste des Getränke-Käufers. Nach kurzer Zeit landen sie im Müll und können nicht wiederverwertet werden. Bis 2020 sollen sie aus den Filialen verschwinden, kündigt der Konzern an. Man wolle auf alternative Materialien umsteigen oder einfach auf sie verzichten. Starbucks hat bereits einen Deckel ohne Strohhalm entworfen und entwickelt, der bereits in mehr als 8.000 Filialen in den USA und Kanada zu haben ist und zum Standard für seine Eiskaffee-, Tee- und Espressogetränke werden soll.

14:45 Uhr

Wespenschwarm ersticht Kleingärtner

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(Foto: picture alliance / dpa)

Einen Wespenstich überlebt man im Normalfall - macht man sich einen ganzen Schwarm zum Feind, besteht höchste Gefahr. Das zeigt ein Fall aus Herne im Ruhrgebiet. Dort hat ein Kleingärtner beim Heckenschneiden ein Wespennest übersehen. Die Insekten stachen ihn mehrfach ins Gesicht, möglicherweise atmete er auch Tiere ein. Ein Notarzt stellte den Tod fest. Ein allergischer Schock wird nicht ausgeschlossen.

Übrigens, Wespen stehen unter Schutz, sie ohne Not totzuschlagen kann teuer werden.

14:22 Uhr

Gericht bestätigt Todesstrafe für Vergewaltiger

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Die grausame Tat trieb Tausende Inder auf die Straße.

(Foto: picture alliance / dpa)

Am 16. Dezember 2012 wird eine junge Frau in einem Bus entführt. Sechs Männer foltern und vergewaltigen sie. Knapp zwei Wochen später stirbt die Studentin an ihren inneren Verletzungen.

  • Dieser unfassbare Fall löste in Indien eine nie da gewesene Protestwelle aus. Einer der Täter nahm sich das Leben, ein weiterer wurde zu einer Jugendstrafe verurteilt.
  • Gegen die verbliebenen Täter wurden Todesstrafen verhängt. Drei von ihnen wollten das Urteil in eine lebenslange Haft umwandeln lassen. Doch Indiens oberster Gerichtshof bestätigte nun die Todesurteile gegen die Vergewaltiger.
  • Nach Ansicht des Gerichts gebe es keine neuen Informationen, die für eine Überprüfung des Urteils sprächen, sagte der Anwalt eines Beschuldigten.
13:55 Uhr

Frau ohne Geld springt aus fahrendem Taxi

Dass Filmstunts im echten Leben nicht nachgemacht werden sollten, dürfte eigentlich landläufig bekannt sein. Eine 18-Jährige hat nichtsdestoweniger eine hollywoodreife Einlage vollführt, die stark an eine Szene aus "Lady Bird" erinnert.

Die junge Frau befand sich am Freitagabend in einem Kölner Taxi, hatte aber weder Geld noch einen Ausweis bei sich. Als sich der verärgerte Fahrer dazu entschloss, seine Passagierin zur Polizeiwache zu fahren, öffnete die 18-Jährige die Beifahrertür und sprang aus dem Auto. Sie wurde schwer verletzt und kam in eine Klinik.

13:33 Uhr

Chinese isst 50 Chilischoten in gut einer Minute

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Der wahnwitzige Wettbewerb fand in einem Schwimmbecken statt, das mit Wasser und drei Tonnen roten Chilischoten gefüllt war.

(Foto: picture alliance/dpa)

War es das wirklich wert? Für eine 24 Karat schwere Münze als Preis hat ein Chinese 50 scharfe Chilischoten in 68 Sekunden verspeist. Der lebensmüde Mann hört auf den Namen Tang Shuaihui.

Er war Teilnehmer eines Wettessens beim Chili-Festival der zentralchinesischen Stadt Ningxiang. Mit seiner Geschwindigkeit konnte keiner seiner Rivalen mithalten. Wie viele Gläser Milch und Laibe Brot er im Anschluss zu sich nahm, ist nicht überliefert.

13:02 Uhr

Messerstecher in Oberhausen festgenommen

In Oberhausen soll ein 19-Jähriger zwei Männer mit einem Messer verletzt haben. Eines der Opfer schwebte zeitweilig sogar in Lebensgefahr. Wie die Polizei nun mitteilte, konnte ein Afghane, der für den Angriff verantwortlich sein soll, in der Nähe des Tatortes festgenommen werden.

Augenzeugen hatten zuvor am späten Sonntagabend die Beamten alarmiert, weil sie einen Mann mit einem Messer in der Hand in der Innenstadt herumlaufen sahen. Eine Mordkommission wurde eingerichtet.

12:45 Uhr

May ernennt Dominic Raab zum neuen Brexit-Minister

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Dominic Raab soll nun die Geschicke im Brexit-Ministerium leiten.

(Foto: REUTERS)

Der 44-jährige Dominic Raab, bislang Staatssekretär im Bauministerium, soll künftig das für den EU-Austritt Großbritanniens zuständige Ressort führen. Das teilte das Büro von Premierministerin Theresa May mit. Sein Vorgänger David Davis hatte in der Nacht aus Protest gegen Mays Brexit-Kurs seinen Rücktritt erklärt.

Mehr dazu lesen Sie hier.

12:20 Uhr

Queen verpasst Taufe von Urenkel Prinz Louis

Keine Angst, Queen Elizabeth II. geht es gut. Sie hat einfach zu viele hochkarätige Termine und verpasst daher die für heute Nachmittag angesetzte Taufe ihres Urenkels Prinz Louis. Auch ihr Ehemann Prinz Philip wird dem Fest nicht beiwohnen, teilte der Buckinghampalast mit.

Der jüngste Sohn von Prinz William und Herzogin Kate wird in der Kapelle des St.-James's-Palastes in London getauft: auf den Namen Louis Arthur Charles. Er ist das dritte Kind des Paares nach Prinz George und Prinzessin Charlotte. In der Thronfolge steht er auf Rang fünf.

12:01 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:53 Uhr

50 Leute prügeln sich mit Hockeyschlägern und Zaunlatten

So ein Wochenende nutzt der gemeine Bürger ja eigentlich zum Ausspannen. Gerade im Sommer bietet sich dazu ein idyllischer Spaziergang im Park an. Die rund 50 Menschen, die sich am Sonntagabend im Treptower Park in Berlin getroffen haben, hatten aber ganz offensichtlich etwas anderes im Sinn.

Nach Angaben der Polizei gingen sie mit Hockeyschlägern und Zaunlatten aufeinander los. Auch umherliegende Flaschen wurden geworfen. Zahlreiche Augenzeugen der Gruppenschlägerei wählten den Notruf. Als die alarmierten Beamten herbeieilten, flüchteten die Menschen unerkannt. Die Polizei ermittelt nun wegen schwerem Landfriedensbruch gegen Unbekannt.

11:24 Uhr

Zeckenforscher erwartet Ausbreitung des FSME-Virus

Zecken sind Hauptüberträger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), einer viralen Hirnhautentzündung. Neben der FSME kann der gemeine Holzbock auch die Borreliose übertragen. Während es für die FSME eine vorbeugende Impfung gibt (die gar nicht weh tut - kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen), steht für die Borreliose kein Impfstoff zur Verfügung. Infektionen können aber mit Antibiotika behandelt werden.

Die weitaus meisten FSME-Erkrankungsfälle treten in Süddeutschland auf. Doch ein Wissenschaftler warnt nun vor einer Ausbreitung der Tiere, die das Virus in sich tragen - zum Beispiel in den Nordwesten Deutschlands. Immer wieder haben sich auch Menschen in privaten Gärten in Berlin, in Stadtparks in Mecklenburg-Vorpommern und auch an der niedersächsisch-niederländischen Grenze angesteckt, sagt der Zeckenexperte Gerhard Dobler der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Alles zum Thema Zecken, erfahren Sie hier.

10:57 Uhr

Restaurant-Personal füllt Frauen ab und wirft sie raus

Ein koreanisches Restaurant in Sydney serviert zwei Frauen innerhalb von 40 Minuten jeweils acht Soju-Schnäpse. Der Alkoholgehalt des Getränks schwankt je nach Hersteller zwischen 16 und 53 Prozent. Kein Wunder also, dass die beiden Frauen sturzbetrunken zusammenbrechen.

Doch anstatt sich um die bewusstlosen Gäste zu kümmern, trägt sie das Restaurant-Personal auf den Bürgersteig. Eine Polizeistreife sieht das Treiben und ruft einen Krankenwagen. Das Restaurant wird deswegen zu einer Strafe von umgerechnet knapp 1400 Euro verdonnert.

10:33 Uhr

"Game of Thrones"-Star heizt Spekulationen an

"Ich schwöre bei Gott, wenn Arya stirbt, sterbe ich auch." Diese drastische Reaktion eines Instagram-Users hat Schauspielerin Maisie Williams verursacht. Die 21-Jährige spielt den Publikumsliebling Arya Stark in "Game of Thrones". Die letzte Staffel der überaus erfolgreichen Serie mit einem Hang zu Protagonisten-Toden wird 2019 ausgestrahlt.

Die Frage, ob Arya Stark stirbt oder nicht, wühlt die Fans dementsprechend auf. Williams postete auf ihrem Instagram-Account ein Foto von blutverschmierten weißen Turnschuhen und schrieb dazu: "Auf Wiedersehen, Belfast. Auf Wiedersehen, Arya. Auf Wiedersehen, Game of Thrones." Zahlreiche Follower verstanden den Beitrag als versteckten Hinweis auf den bevorstehenden Tod ihrer Figur. Ein besseres Marketing kann es vermutlich nicht geben.

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10:16 Uhr

Zweite Rettungsaktion in thailändischer Höhle läuft

Seit 11 Uhr thailändischer Zeit (6 Uhr in Deutschland) läuft die zweite Rettungsaktion, um die übrigen in der überschwemmten Höhle eingeschlossenen Jugendlichen und ihren Fußballtrainer zu befreien. Nach Angaben des Rettungsteams vor Ort, laufe alles seinen Gang. Der Wasserstand sei gut. Am Sonntag waren die ersten vier Jugendlichen nach 15 Tagen in der Dunkelheit ans Tageslicht gebracht worden.

Die Helfer um den Gouverneur der Provinz Chiang Rai, Narongsak Osottanakorn, berichteten bei einer Pressekonferenz allerdings auch von aufdringlichen Medienvertretern, die unerlaubterweise Drohnen über das gesperrte Gelände steuern würden und Falschmeldungen verbreiteten. Außerdem habe es einen Versuch gegeben, die Kommunikation der Behörden abzuhören.

Mehr dazu lesen Sie hier.

09:56 Uhr

Tausende Lehrer gehen arbeitslos in die Sommerferien

Auch in diesem Schuljahr war der Mangel an Lehrkräften bundesweit zu spüren. Doch nichtsdestotrotz werden auch in diesem Sommer Tausende Lehrer mit befristeten Verträgen zeitweise in die Arbeitslosigkeit entlassen.

  • Eine Umfrage der dpa unter den Kultusministerien der Länder ergab, dass die Praxis vor allem Vertretungslehrer im Angestelltenverhältnis betrifft.
  • In Baden-Württemberg sind es nach Angaben eines Sprechers 3300 Lehrer, deren Arbeitsvertrag spätestens mit dem Beginn der diesjährigen Sommerferien endet. Eine Beschäftigung und Bezahlung dieser Vertretungslehrer auch in den Sommerferien würde das Land nach seinen Worten 12,5 Millionen Euro kosten.
  • Bundesweit meldeten sich nach einem Bericht der Bundesagentur für Arbeit in den Sommerferien 2017 rund 4900 Lehrkräfte arbeitslos.
09:31 Uhr

Baupreise für Wohngebäude steigen weiter kräftig

Die Miete für eine Wohnung in Berlin ist heutzutage schon teuer genug. Da bin ich froh, dass ich in absehbarer Zukunft nicht auch noch meine eigenen vier Wände bauen lassen möchte. Denn das ist gerade so teuer, wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kletterten die Baupreise für Wohngebäude im Mai gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent. Ein höheres Plus hatte es zuletzt im November 2007 mit 5,8 Prozent gegeben. Die Daten beziehen sich auf konventionell gefertigte Wohngebäude. Fertighäuser fallen nicht darunter.

Mehr dazu erfahren Sie hier.

09:09 Uhr

Militärgelände in Brandenburg steht erneut in Flammen

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Im Mai 2017 rettete die Natur sich quasi selbst: Ein Unwetter löschte die Flammen in Lieberose.

(Foto: picture alliance / Patrick Pleul)

Seit Wochen herrscht in Deutschland erhöhte Waldbrandgefahr. Auch der ehemalige Truppenübungsplatz Lieberose stand bereits in Flammen. Nun sind dort erneut 50 Hektar verbrannt. "Es ist eine große Rauchsäule zu sehen", sagte der Waldbrandschutzbeauftragte von Brandenburg, Raimund Engel, am späten Sonntagabend.

  • Viele Brandflächen können Engel zufolge von den Feuerwehrleuten nicht betreten werden, weil auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz noch Munition vermutet wird. Deshalb seien zwei Hubschrauber von Bundespolizei und Bundeswehr vor Ort.
  • Wie sich die Situation auf dem ausgetrockneten Boden entwickelt, wird sich heute zeigen. Im vergangenen Jahr rettete übrigens ein Unwetter den Übungsplatz. Der von einem Gewitter begleitete Regen konnte die Flammen damals löschen.
08:57 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:45 Uhr

Springreiter-Legende Winkler ist tot

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Hans Günter Winkler neben der Bronzestatue seiner "Wunderstute" Halla.

(Foto: picture alliance / dpa)

Er ist mit fünf Goldmedaillen, einer Silber- und einer Bronzemedaille der erfolgreichste Reiter der Olympia-Geschichte. Nun ist Hans Günter Winkler im Alter von 91 Jahren gestorben, teilte die Deutsche Reiterliche Vereinigung mit.

Berühmt wurde "HGW" vor allem durch seine Ritte mit der Stute Halla bei den Olympischen Spielen 1956. Winkler verletzte sich in der ersten Runde der Einzel- und Mannschafts-Entscheidung so schwer, dass er beim Reiten starke Schmerzen hatte. Obwohl er Halla beim zweiten Durchgang kaum helfen konnte, trug ihn die Stute ohne Fehler zum Doppel-Gold.

Mehr zum Tod von Hans Günter Winkler erfahren Sie hier.

08:08 Uhr

Iran will 300 Millionen Euro aus Deutschland ausfliegen

Aufgrund der drohenden US-amerikanischen Sanktionen gegen den iranischen Finanzsektor soll die Regierung in Teheran planen, 300 Millionen Euro Bargeld von Deutschland in den Iran zu fliegen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung und führt eine Bestätigung des Vorgangs aus deutschen Regierungskreisen auf.

Das Bargeld soll von der "Europäisch-Iranischen Handelsbank" in Hamburg kommen. Deren Konten werden von der Bundesbank verwaltet. Die Bundesbank solle dem Bericht zufolge den Barbetrag auszahlen. Die 300 Millionen Euro würden dann an Bord iranischer Flugzeuge aus Deutschland in den Iran gebracht.

07:53 Uhr

Zahl der Toten bei Zugunglück in Türkei steigt auf 24

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Der Zug entgleiste in der Nordwesttürkei.

(Foto: picture alliance/dpa)

Starke Regenfälle unterspülen im Nordwesten der Türkei Bahnschienen. Es kommt zum Unglück. Ein Zug mit 360 Passagieren an Bord auf dem Weg von Kapikule nach Istanbul entgleist. Der Rettungseinsatz dauert die ganze Nacht an.

Nun mussten die Behörden die Zahl der Toten noch oben korrigieren. Demnach starben 24 Menschen bei dem Unfall. 124 Verletzte werden derzeit im Krankenhaus behandelt, berichten türkische Medien unter Verweis auf Gesundheitsminister Ahmet Demircan.

Mehr dazu lesen Sie hier.

07:34 Uhr

Trump wettert gegen Gegner seiner Präsidentschaft

Er hat es mal wieder getan. US-Präsident Donald Trump lenkt gerne einmal von den wichtigen Themen ab (Nordkorea ...), sieht überall nur "Fake News" und Hexen, die gejagt werden (#witchhunt), und beklagt sich darüber auf seinem Lieblingsventil Twitter. Nun hat er das Video eines Youtubers genommen und mit den Worten "Sie haben es damals nicht verstanden, aber jetzt verstehen sie es" geteilt.

In dem dreiminütigen Clip ist unter anderem ein Ausschnitt aus der Zeichentrickserie "Die Simpsons" und diverse Moderatoren zu sehen, die sich über die Präsidentschaftskandidatur Trumps lustig machen und dann angesichts der Entwicklungen in der Wahlnacht verzweifeln. Wie schön, dass Trump die Größe besitzt ... ah doch nicht.

07:14 Uhr

Hubschrauber stürzt in Wohnhaus - ein Mensch stirbt

Eine heftige Explosion ist zu hören, dann steht ein Wohnhaus lichterloh in Flammen. Im US-Bundesstaat Virginia ist Medienberichten zufolge ein Hubschrauber in ein Wohnhaus gestürzt. Ein Mensch sei dabei ums Leben gekommen.

Das Unglück ereignete sich in Williamsburg im Südosten von Virginia. Der Ort liegt unweit von Norfolk entfernt, wo sich ein Marinestützpunkt befindet. Augenzeugen berichteten dem Sender WAVY-TV, dass der Hubschrauber vor dem Vorfall in geringer Höhe geflogen sei.

*Datenschutz

 

06:51 Uhr

Mick Jagger schlägt Bitte von Lech Walesa aus

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Singen kann Mick Jagger, der am 26. Juli 75 wird, noch.

(Foto: imago/CTK Photo)

Er hat ihm den Gefallen doch nicht getan: Bei einem Konzert in Warschau reagierte Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger auf die Bitte des polnischen Ex-Präsidenten Lech Walesa - nun ja - zurückhaltend. Friedensnobelpreisträger Walesa, ein Gegner der nationalkonservativen Regierung, hatte den Rockveteranen zuvor aufgefordert, Stellung zu der umstrittenen Justizreform in Polen zu beziehen.

Doch Jagger gab sich staatsmännisch: "Ich bin zu alt, um ein Richter zu sein, aber ich bin jung genug, um zu singen", sagte der Brite auf Polnisch laut der Zeitung "Gazeta Wyborcza". "Ihr wisst, wir sind vor langer Zeit nach Polen gekommen, 1967", so Jagger dann weiter auf Englisch. Das erste Stones-Konzert in dem Land fand noch zu Zeiten des Kalten Krieges statt. "Ich hoffe, ihr haltet an allem fest, was ihr seitdem gelernt habt, Gott segne euch!"

 

06:37 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

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Hintergrund der tageweisen Kontrollen an der Grenze sind Veranstaltungen in Verbindung mit Österreichs EU-Ratspräsidentschaft.

(Foto: picture alliance/dpa)

was war ich froh, als Sergej Skripal und seine Tochter Julia aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Endlich schwebten über den (diplomatischen) Auseinandersetzungen und Nickligkeiten zwischen Großbritannien und Russland nicht mehr die beiden in Lebensgefahr befindlichen Anschlagsopfer. Doch nun ist eine offensichtlich unbescholtene Bürgerin an einer Vergiftung mit Nowitschok gestorben.

Wir behalten den tragischen Fall natürlich im Auge. Diese Themen werden heute außerdem wichtig:

  • In Berlin finden heute die 5. deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen statt. Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt dabei unter anderem den Ministerpräsidenten Li Keqiang.
  • Die Einreise nach Österreich soll an Grenzübergängen zu Italien und Deutschland fünf Tage lang kontrolliert werden. Das wird sicherlich auch auf die anhaltenden Diskussionen um Europas Asylpolitik Auswirkungen haben.
  • Im Prozess um den Infinus-Skandal wird heute ein Urteil gesprochen. Seit November 2015 mussten sich fünf Ex-Manager der größtenteils insolventen Finanzgruppe wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs im besonders schweren Fall und Kapitalanlagebetrugs verantworten.
  • Das Münchner Landgericht befasst sich derweil mit dem Schadensersatzanspruch von Thilo Sarrazin. Der Verlag Random House will doch tatsächlich ein Buch des "Deutschland schafft sich ab"-Autors nicht veröffentlichen.
  • Keine Überraschung dürfte auch dieser Akt sein. Recep Tayyip Erdogan wird als Staats- und Regierungschef der Türkei vereidigt. Spannend bleibt, ob der Ausnahmezustand in seinem Land endlich endet.

Wenn Sie angesichts dieser Meldungen und der Tatsache, dass Montag ist, etwas Dampf ablassen wollen: Heute haben Sie quasi Segen von überall, denn es ist Tag des Rock'n'Roll. Nach der ersten Tasse Kaffee werde auch ich etwas beschwingter sein und Sie durch die erste Tageshälfte begleiten. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:16 Uhr

Im Norden wird es kühl und windig

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An der Nordsee wird es mancherorts recht stürmisch. Da werden die Wellen wohl auch für Windsurfer zu hoch.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auch die neue Woche beginnt meistens freundlich oder sonnig und trocken. Lediglich in Richtung Erzgebirge und Bayerischer Wald sowie vom Emsland bis nach Schleswig-Holstein sind dichtere Wolken unterwegs und bringen ganz vereinzelt kurze Schauer mit. Zumal sich die Wolken im Norden und Westen später weiter ausbreiten.

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

n-tv Meteorloge Björn Alexander

Das sehen wir auch bei der Sonnenbilanz: im Westen und Norden sind heute maximal 3 bis 7 Sonnenstunden drin. Der Osten Bayerns bekommt ebenfalls um die 7 sonnige Betriebsstunden. Ansonsten werden es aber verbreitet 10 bis 14 Stunden Sonnenschein.

Am meisten Sonne kriegen Sie hierbei am Oberrhein, wo es bei knapp 30 Grad auch am heißesten ist. Im großen Rest klettern die Temperaturen heute verbreitet auf 23 bis 28 Grad. Frischer geht es bei den Nordlichtern durch den Tag. Dort sind höchstens windige, teils auch stürmische 17 bis 20 Grad möglich. An der Nordsee sind sogar Sturmböen nicht auszuschließen.

Die weiteren Aussichten: der Sommer nimmt sich eine kurze Auszeit. Denn morgen und übermorgen wird es wechselhafter und selbst über der bislang staubtrockenen Nordhälfte sind häufiger mal Schauer drin. Hier die Details zum meteorologischen Wochenfahrplan. Einen guten Start in den Tag. Ihr Björn Alexander

05:58 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht