Montag, 01. Juni 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:39 Uhr

Das war Montag, der 1. Juni 2020

Liebe Leserinnen und Leser, leider muss ich mich mit einer unerfreulichen Nachricht in den Feierabend verabschieden: Auch wenn die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen weiter auf vergleichsweise niedrigem Niveau verharrt, steigt die Reproduktionszahl erneut deutlich. Der sogenannte R-Wert liegt jetzt bei 1,20. Für Berlin beträgt die Reproduktionszahl sogar 1,66 - gestern lag sie noch bei 1,41. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend! Bis morgen!

22:17 Uhr

Tod von George Floyd: Neues Obduktionsergebnis liegt vor

Der Afroamerikaner George Floyd, dessen Tod in den USA Unruhen ausgelöst hat, starb an Erstickung. Das ist das Ergebnis der erneuten Obduktion, die von Floyds Familie angeheuerten medizinischen Prüfer durchgeführt haben, berichtet BBC.  

Demnach starb der 46-Jährige infolge einer Kompression an Nacken und Rücken.

Im Haftbefehl gegen einen beteiligten Polizisten hieß es dagegen, nach vorläufigen Erkenntnissen sei Floyd nicht erstickt. Dem offiziellen Obduktionsbericht zufolge habe der 46-Jährige an Gesundheitsproblemen gelitten, die gemeinsam mit der Festsetzung und möglichen Rauschmitteln im Blut vermutlich zum Tod geführt hätten.

22:12 Uhr

Kronzeuge: Minister zahlte 350.000 Euro für Journalistenmord in Malta

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Die maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia wurde im Oktober 2017 ermordet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Fall der in Malta ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia soll der damalige Wirtschaftsminister Chris Cardona einem Killer nach Angaben eines Zeugen 350.000 Euro gezahlt haben. Eine entsprechende Aussage machte ein Mittelsmann des Mordes bei Gericht.

  • Der Politiker dagegen sagte der Zeitung "Times of Malta", dass die Aussage erlogen sei.
  • Ein Geschäftsmann, dem die Mitschuld an dem Anschlag vorgeworfen wird, soll ebenfalls für den Auftragsmord gezahlt haben.
  • Daphne Caruana Galizia, eine Bloggerin, die über Politik und Korruption schrieb, war im Oktober 2017 mit einer Autobombe in die Luft gesprengt worden. Drei Männer werden beschuldigt, das Attentat durchgeführt zu haben. Der Geschäftsmann Yorgen Fenech, der gute Kontakte in die damalige Regierung hatte, ist seit Dezember als Drahtzieher angeklagt. Die Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück. Dem Zeugen soll für Aussagen Straferlass versprochen worden sein.
21:24 Uhr

New Yorks Bürgermeister ist stolz auf festgenommene Tochter

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Bill de Blasio mit seiner Tochter Chiara im Jahr 2015.

(Foto: REUTERS)

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hat sich demonstrativ hinter seine Tochter gestellt, die bei Massenprotesten nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd festgenommen worden war.

"Ich liebe meine Tochter sehr, ich verehre sie. Sie ist so ein guter Mensch, sie will nur Gutes in der Welt tun, sie will eine bessere und friedlichere Welt sehen", sagte der Bürgermeister. "Sie glaubt, dass wir viele Veränderungen brauchen. Ich bin stolz auf sie, dass ihr das so wichtig ist, dass sie bereit war, rauszugehen und etwas dafür zu unternehmen."

Die 25 Jahre alte Chiara de Blasio, Tochter des weißen de Blasio und dessen afroamerikanischer Frau Chirlane McCray, war bei einem Protest in New York in der Nacht zu Sonntag wegen unrechtmäßiger Versammlung vorübergehend festgenommen worden.

20:37 Uhr

WHO lässt USA trotz Trump-Entscheidung nicht im Stich

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Die WHO wird wohl weiter mit den USA zusammenarbeiten, auch wenn Trump das nicht gefällt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach der Ankündigung des US-Austritts aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) will diese dennoch weiter mit den Vereinigten Staaten zusammenarbeiten.

  • Die US-Mitgliedschaft sei in den vergangenen Jahrzehnten sehr wichtig gewesen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einer virtuellen Pressekonferenz in Genf. Trotz der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump für den Austritt sei es "der Wunsch der WHO, dass diese Zusammenarbeit fortgesetzt wird".
  • "Die Beiträge und die Großzügigkeit der US-Regierung und des amerikanischen Volkes zu Gunsten der Weltgesundheit während vieler Jahrzehnte waren immens und haben für die öffentliche Gesundheit in der Welt einen großen Unterschied gemacht", hob Tedros hervor.
  • Trump hatte am Freitag den Bruch seines Landes mit der WHO verkündet.
Mehr dazu lesen Sie hier.
20:15 Uhr

Die Videos des Tages

20:12 Uhr

E-Bike-Fahrerin stirbt bei Unfall - Mann verletzt

Bei einem schweren Verkehrsunfall nahe Großenlüder in Hessen ist eine Radfahrerin ums Leben gekommen.

Sie war mit ihrem Ehemann auf E-Bikes auf der Landstraße 3141 unterwegs und wollte auf den linkerhand verlaufenden Radweg wechseln. Das 55 und 53 Jahre alte Radlerpaar wurde in diesem Moment von einem überholenden Wagen erfasst, dessen 39-jähriger Fahrer das Gefahrenzeichen "Radfahrer" nicht beachtet hatte.

Das Ehepaar wurde schwer verletzt, die Frau erlag später im Klinikum ihren Verletzungen. Der Mann ist nicht lebensgefährlich verletzt.

19:31 Uhr

Greta Thunberg will zurück in die Schule

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Greta Thunberg hat ein erlebnisreiches Zwischenjahr hinter sich.

(Foto: picture alliance/dpa)

Klimaaktivistin Greta Thunberg wird wohl ab Ende August nach einem Jahr Pause wieder zur Schule gehen. Wie das Schweizer Portal "Blick" berichtet, wird die 17-Jährige mit der gymnasialen Oberstufe beginnen. Diese dauert laut dem Bericht normalerweise drei Jahre. "Ja, Greta plant, im Herbst wieder zur Schule zu gehen", sagte dem "Blick" ein Sprecher der Aktivistin. 

Weil Thunbergs Engagement nicht mehr mit der Schule vereinbaren ließ, hatte sie im vergangenen Sommer nach dem Abschluss der neunten Klasse ein Jahr Auszeit genommen.

18:43 Uhr

Obama wendet sich an US-Demonstranten

Ex-US-Präsident Barack Obama hat angesichts der Proteste in Amerika dazu aufgerufen, berechtigte Wut über Missstände im Land auf friedliche Weise für echte Veränderungen zu nutzen. Dann könne dieser Moment ein wirklicher Wendepunkt werden, mahnte Obama in einer schriftlichen Erklärung.

  • Die Proteste seien Ausdruck einer echten und legitimen Enttäuschung über ein "jahrzehntelanges Versagen" bei der Reform von Polizei und Strafjustiz in den Vereinigten Staaten.
  • Obama erklärte, Demonstrationen könnten das Bewusstsein für Missstände schärfen. Am Ende müssten Forderungen aber in Gesetze und institutionelles Handeln übertragen werden.
  • Man müsse das Bewusstsein für Probleme schaffen, am Ende aber auch bei Wahlen dafür sorgen, dass die richtigen Kandidaten für Reformen ins Amt kämen.
  • Obama rief zum Gewaltverzicht auf. Wer fordere, dass die Strafjustiz und die amerikanische Gesellschaft insgesamt höheren ethischen Maßstäben folgen solle, der müsse diese Maßstäbe selbst vorleben.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:22 Uhr

Lukaschenko lässt im Wahlkampf Dutzende Aktivisten festnehmen

Bei Wahlkampfveranstaltungen im autoritär regierten Belarus sind am Freitag sowie am Wochenende rund 50 Aktivisten festgenommen worden. Das teilte die Menschenrechtsorganisation Viasna mit.

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Am Sonntag versammelten sich mehrere Tausend Menschen in Minsk, um oppositionelle Kandidaten zu unterstützen.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

  • Wie Videos in sozialen Netzwerken belegen, wurden einige von ihnen von Unbekannten in Zivil in Autos gezerrt und weggefahren.
  • Der Oppositionspolitiker Mikola Statkewitsch wurde zu 15 Tagen Gefängnis wegen der Organisation einer nicht genehmigten Demonstration verurteilt. Er war auf dem Weg zu einer Kundgebung gewesen, als er - ebenfalls von Unbekannten in Zivil - festgenommen wurde.
  • Der Machthaber Alexander Lukaschenko bezeichnete die Aktivisten als "Banden von Kriminellen", die die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen Anfang August stören wollten.
  • In der Stadt Grodno wurde bereits am Freitag der Blogger Sergej Tichanowski festgenommen. Die Wahlkommission belegte ihn zuvor mit einem Kandidaturverbot. Zur Festnahme kam es, als Tichanowski Unterschriften für die Kandidatur seiner Frau, Swetlana Tichanowskaja, sammelte.
  • Lukaschenko schloss in einer Wahlkampfrede die Möglichkeit aus, eine Frau könne Präsidentin werden. Die belarussische Verfassung sei "nicht für eine Frau" ausgelegt. "Und unsere Gesellschaft ist nicht bereit, für eine Frau zu stimmen", fügte er hinzu.
  • Die Präsidentschaftswahlen sollen am 9. August abgehalten werden.
18:00 Uhr

Schlagzeilen am Nachmittag

17:27 Uhr

"Provokation": Russland kritisiert Nato für Militärmanöver

Russland hat den USA und den Nato-Staaten eine deutliche Erhöhung der militärischen Aktivitäten an seinen Grenzen und dadurch eine Gefährdung der Sicherheit in Europa vorgeworfen.

  • Auch in Zeiten der Corona-Pandemie tue die Nato nichts, um die Spannungen abzubauen, sagte General Sergej Rudskoj vom russischen Generalstab.
  • Der General warf dem westlichen Militärbündnis vor, mit dem ersten Manöver seit Ende des Kalten Krieges in der Barentssee auf Konfrontationskurs gegangen zu sein. Das sei am Abend vor dem 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitler abgehalten worden. Für Russland ist das eines der wichtigsten Feiertage. "Wir betrachten das als Provokation", sagte der General mit Blick auf das Manöver am Nordpolarmeer.
  • Allein im Mai hätten sich US-Bomber fünf Mal den Grenzen Russlands angenähert. Der Vertreter des Moskauer Generalstabs schlug der Nato vor, Spannungen abzubauen.
16:50 Uhr

Sofa-Fahrer baut Unfall - und fährt weiter

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Nur ein Fernseher fehlt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ach, der berühmte deutsche Erfindergeist! In Thüringen hat der Fahrer eines motorisierten Sofas einen Unfall gebaut - und ist anschließend geflüchtet.

Motorisiertes Sofa? Für das kuriose Gefährt wurde ein Motorrad zu einem Dreirad mit zweispuriger Vorderachse umgebaut. Vor dem Lenker wurde ein zweisitziges Sofa angebracht.

Nach Angaben der Polizei verfügt das Fahrzeug weder über eine Straßenzulassung noch über ein amtliches Kennzeichen (Ach was). Das "MoSo" sei zwischen Kefferhausen und Küllstedt aus ungeklärter Ursache in einen Graben gefahren. Dabei seien vermutlich drei Mitfahrer verletzt worden, hieß es. An der Unfallstelle hätten die Beamten nur noch einen Beteiligten angetroffen, Zeugen hätten aber von vier Personen an der Unfallstelle berichtet. Die Polizei sucht nun nach dem Fahrzeughalter und dem Fahrer.

16:09 Uhr

Frau von eigenem Auto überrollt

Eine 85 Jahre alte Frau aus Hagen ist von ihrem Auto überrollt und eingeklemmt worden.

Die Frau stand auf einem Parkplatz hinter ihrem Auto, als dieses plötzlich ins Rollen geriet. Die Frau versuchte den Wagen anzuhalten und wurde schließlich unter dem Wagen eingeklemmt.

Ein Rettungswagen brachte die 85-Jährige ins Krankenhaus. Wie schwer sie verletzt ist und warum das Auto überhaupt ins Rollen kam, ist unklar.

15:40 Uhr
Breaking News

Lufthansa-Aufsichtsrat nimmt Auflagen für Staatshilfen an

Der Aufsichtsrat der schwer angeschlagenen Lufthansa akzeptiert die von der EU-Kommission gestellten Auflagen für ein staatliches Rettungspaket. Das teilte die Fluggesellschaft nach einer Sitzung des Gremiums mit. Lufthansa muss Start- und Landerechte in Frankfurt und München abgeben. Die Hauptversammlung muss noch zustimmen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:20 Uhr

Bachelor Sebastian Preuss überlebt Horror-Crash schwer verletzt

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Sebastian Preuss liegt nach einem schweren Unfall im Krankenhaus.

(Foto: imago images/Lindenthaler)

Sebastian Preuss hat offenbar mit Glück einen Motorradunfall überlebt. Der RTL-Bachelor wurde schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Der Unfall ereignete sich bereits am Samstagnachmittag, Preuss brach sich den linken Arm und das rechte Bein.

Zur "Bild"-Zeitung sagte er: "Ich hatte Riesenglück, dass nichts Schlimmeres passiert ist." Preuss fuhr auf der Staatsstraße 2065 offenbar zu schnell in eine Rechtskurve. Dort verlor er die Kontrolle und geriet auf die Gegenfahrbahn. Dort streifte er laut "Bild" ein Auto, wurde dadurch in Richtung einer steilen Böschung gedrängt. Diese wirkte demnach wie eine Sprungschanze - Preuss flog 20 Meter durch die Luft über eine Grünfläche. Preuss wurde laut dem Bericht am Sonntag operiert, sein Zustand ist stabil.

14:39 Uhr

So funktioniert ein coronasicherer Aufzug

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Hauptsache nichts mit den Händen anfassen!

(Foto: picture alliance/dpa)

In einem Shoppingcenter in Bangkok kann man seit Kurzem den Aufzug per Fuß bedienen. Für jede Etage gibt es ein Pedal - ähnlich wie bei einem Schlagzeug. Man kann damit auch die Türen öffnen und schließen.

Vom Center heißt es, man versuche so in Zeiten von Covid-19 Kontakte zu reduzieren.

Auch andere Geschäfte in Thailand haben freiwillige Sicherheitsmaßnahmen eingeführt, während sich das Land mit bisher rund 3000 bekannten Corona-Infektionen weiter öffnet. In einigen Restaurants gibt es Plastiksichtschutz an den Tischen. Auf einigen Stühlen steht, dass man sich dort nicht hinsetzen darf - um genügend Abstand zu halten.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Juliane Kipper verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyahchou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:55 Uhr

Touristen strömen an die Nordseeküste

Am Pfingstwochenende sind viele Touristen an die niedersächsische Nordseeküste gereist. In Cuxhaven habe es eine große Nachfrage nach Ferienwohnungen und Stellplätzen für Wohnmobile gegeben, sagte Wolf-Dieter Schink, Geschäftsführer der Cux-Tourismus GmbH.

Der Andrang sei in diesem Jahr wegen der vorherigen Corona-Reisebeschränkungen besonders hoch gewesen. Darunter seien auch viele Tagesgäste gewesen. Etliche Besitzer von Wohnmobilen hätten Probleme gehabt, noch einen Stellplatz zu finden. Die Menschen hätten sich aber an die Mindestabstände gehalten, sagte Schink. Cuxhaven habe einen elf Kilometer langen Sandstrand, da verlaufe es sich. Auf der Strandpromenade sei es aber schon mal etwas voller geworden. Dort gilt ein "Rechtsgehverbot", um Mindestabstände einzuhalten.

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Zahlreiche Touristen sitzen am Strand des Ortes im Landkreis Friesland.

(Foto: picture alliance/dpa)

13:24 Uhr

Unbekannter reißt Mann Tausend Euro teure Rolex vom Handgelenk

Mitten in der Düsseldorfer Innenstadt soll ein Unbekannter einem 66-Jährigen dessen Edel-Uhr vom Handgelenk gerissen haben. Der Täter sei mit der mehrere Tausend Euro teuren Uhr der Marke Rolex entkommen, teilte die Polizei mit.

Der 66-Jährige aus Gelsenkirchen war bei dem Vorfall am Freitagabend in Begleitung seiner Familie in der Nähe der Einkaufsmeile Königsallee. Der Unbekannte habe ihm von hinten auf die Schulter getippt und gleichzeitig die Uhr vom Handgelenk gerissen, so die Polizei.

12:41 Uhr

Pilot stirbt bei Absturz mit Segelflugzeug

Beim Absturz eines Segelflugzeugs im hessischen Fulda ist der Pilot ums Leben gekommen. Der Flieger sei aus unklarer Ursache am späten Vormittag in einer Kleingartenanlage abgestürzt, teilte die Polizei in Fulda mit. Nähere Angaben lagen zunächst vor. Als die Rettungskräfte eintrafen, habe der Flieger im Flammen gestanden. Auf dem Pilotensitz saß eine Person, die bei dem Crash tödlich verletzt wurde, wie die Polizei weiter mitteilte. Der Unfallort wurde weiträumig abgesperrt.

12:14 Uhr

Wal verirrt sich in Gewässer von Montréal

Hunderte Kilometer von seinem natürlichen Lebensraum entfernt hat sich ein Buckelwal in die Gewässer vor Montréal verirrt. Der riesige Wal, dessen Alter auf zwei bis drei Jahre geschätzt wird, wurde am Wochenende im Sankt-Lorenz-Strom vor der Skyline der kanadischen Metropole gesichtet.

Es handle sich mutmaßlich um denselben Wal, der bereits einige Tage zuvor flussabwärts nahe der Stadt Québec gesichtet worden sei, sagte Marie-Ève Muller, Sprecherin des Meeressäuger-Rettungsnetzwerks der Provinz Québec. Muller zufolge verirrte sich der Wal möglicherweise auf der Suche nach Beute. "Manchmal treffen wir auf junge Wale oder Robben in Gebieten, die nicht ihre üblichen Territorien sind", sagte Muller. "Es ist möglich, dass der Wal seiner Beute gefolgt ist und dann seinen Weg fortgesetzt hat."

Es sei zudem möglich, dass sich der Wal mehrere Monate in Montréals Gewässern aufhalten werde - wegen der dortigen Schleusen und Stromschnellen könne er aber nicht noch weiter flussaufwärts Richtung Westen gelangen.

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"Im Moment ist der Wal gesund, er ernährt sich auf natürliche Art und Weise. Der beste Weg ist, der Natur ihren freien Lauf zu lassen", sagte Muller. Sie hoffe, dass das Tier von sich aus entscheidet, "den Weg zurück zu seinesgleichen" zu schwimmen.

(Foto: AP)

11:49 Uhr

Entführter 13-Jähriger nach 42 Tagen wieder frei

Ein vor 42 Tagen in Belgien entführter 13-jähriger Junge ist in der Nacht freigekommen. Dies bestätigte die belgische Bundespolizei der Nachrichtenagentur Belga. Bei Razzien an verschiedenen Orten seien mehrere Personen festgenommen worden. Der Junge soll nach Berichten Senders RTBF und der Zeitung "Het Laatste Nieuws" aus einer Familie stammen, die der Polizei wegen Drogendelikten bekannt gewesen sei. Das Kind soll laut RTBF von schwer bewaffneten Kriminellen aus einem Haus verschleppt worden sein. Festgehalten wurde er demnach im ostbelgischen Genk. Die Entführer sollen fünf Millionen Euro Lösegeld gefordert haben.

10:58 Uhr

Sohn von George Floyd wendet sich an Demonstranten

Ein Sohn des bei einem Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaners George Floyd hat dazu aufgerufen, bei den anhaltenden Protesten in den USA Gewalt zu vermeiden. In einem TV-Interview mit dem CNN-Tochtersender KBTX appellierte Quincy Mason Floyd an die Demonstranten, friedlich zu bleiben. Zugleich äußerte sich der Mann, der in Bryan (Texas) lebt, bewegt über die große Anteilnahme am Tod seines Vaters. "Jeder kommt und zeigt ihm Liebe. Mein Herz ist sehr berührt von all dem."

10:17 Uhr

Streit um Sicherheitsgesetz: China droht USA mit Gegenmaßnahmen

China droht den USA mit harten Gegenmaßnahmen, sollten sie die Interessen der Volksrepublik verletzen. Beide Länder könnten einen Nutzen aus einer bilateralen Zusammenarbeit ziehen, sagte der Sprecher des Außenministeriums Zhao Lijian. China werde aber seine Sicherheit und die Umsetzung seiner Interessen vehement verteidigen. Zhao kritisierte die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, wegen des geplanten chinesischen Sicherheitsgesetzes der Sonderverwaltungszone Hongkong wirtschaftliche Privilegien abzuerkennen.

Hintergrund ist das bis September geplante sogenannte Sicherheitsgesetz, für das der Volkskongress am Donnerstag grünes Licht gegeben hatte. Trump warf China daraufhin Wortbruch vor und sagte, der Finanzmetropole Hongkong werde die "bevorzugte Behandlung" nicht länger gewährt. Seine Regierung werde den Prozess zur Abschaffung politischer Abkommen einleiten - von Auslieferungsvereinbarungen bis hin zu Exportkontrollen. Außerdem würden die USA Sanktionen gegen Personen verhängen, die dafür verantwortlich seien, dass Hongkongs Autonomie erstickt werde.

09:39 Uhr

Brand in Lagerhalle: Feuerwehr rettet Siebenjährigen

In einem Gewerbegebiet in Wedemark (Region Hannover) musste die Feuerwehr einen Brand in einer Lagerhalle löschen. Das Feuer sei in der Nacht zum Montag in einem neben der Lagerhalle stehenden Wohnmobil ausgebrochen und habe dann auf die Halle übergegriffen, teilte ein Feuerwehrsprecher mit.

Die Einsatzkräfte retteten zunächst einen Siebenjährigen aus einer Einliegerwohnung, die sich in dem Gebäude befindet. Die Eltern konnten sich selbstständig in Sicherheit bringen. Alle drei blieben unverletzt. Anschließend löschte die Feuerwehr die Lagerhalle, auf die sich der Brand in der Zwischenzeit ausgebreitet hatte. Insgesamt waren 70 Einsatzkräfte vor Ort. Die Polizei schätzte den entstandenen Schaden auf rund 500.000 Euro. Die Brandursache ist noch unklar.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:46 Uhr

Alkoholisierte Fahrerin baut Unfall auf A1

Eine 26-Jährige ist bei einem Unfall auf der Autobahn 1 nahe Wildeshausen schwer verletzt worden. Ihr 34 Jahre alter Beifahrer erlitt leichte Verletzungen. Die Frau sei nach einem Überholmanöver zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen-Nord und Wildeshausen-West nach rechts von der Autobahn abgekommen und im Böschungsbereich mit mehreren Bäumen kollidiert, teilte die Polizei mit. Sowohl die Frau als auch der Mann kamen zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Als Ursache für den Unfall am Sonntagnachmittag stellte die Polizei Alkoholeinfluss fest. Ein Test des Atemalkohols ergab bei der 26-Jährigen einen Wert von 2,1 Promille. Es wurde ein Verfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Während der Rettungsarbeiten kam es auf der A1 zu leichten Behinderungen.

07:55 Uhr

Die ersten Spargelbauern sind insolvent

Die Wachstumsjahre beim Spargelanbau sind offenbar vorbei: Auch wegen der Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Krise rechnen Experten mit einer deutlich geringeren Ernte dieses Jahr. Einige Spargelbetriebe stehen auch vor dem Aus. "Wir haben sicherlich keine Reiheninsolvenzen, aber doch Einzelfälle", sagte der Geschäftsführer der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer in Niedersachsen, Fred Eickhorst. "Wir haben mehrere große Betriebe in Deutschland, die insolvent sind." Nach zehn Jahren mit steigender Anbaufläche seien die Grenzen nun wohl erreicht.

07:14 Uhr

Trump musste für eine Stunde in den Bunker

In mehreren US-Metropolen kam es in der sechsten Nacht in Folge zu Protesten, die teils in Gewalt ausarteten. Der Sender CNN berichtete, in New York seien Tausende Menschen auf die Straße gegangen. Auf Fernsehbildern waren brennende Fahrzeuge in Boston und Plünderungen in Philadelphia zu sehen. In der US-Hauptstadt Washington zogen Demonstranten am Sonntagabend erneut vor das Weiße Haus. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Demonstranten skandierten "Kein Frieden ohne Gerechtigkeit".CNN meldete, bereits am Freitag sei US-Präsident Donald Trump wegen der Proteste vor dem Weißen Haus für knapp eine Stunde in einen Bunker gebracht worden.

06:39 Uhr

Tanklastzug fährt in Minneapolis in Menschenmenge

Die Lage in der US-Stadt Minneapolis scheint nach dem gewaltsamen Tod eines Afroamerikaners weiter zu eskalieren. Bei einer friedlichen Demonstrationen auf einer gesperrten Fernstraße sei ein Tanklastzug in die Menschenmenge gefahren, berichtete ein Augenzeuge.

Nach offiziellen Angaben wurde kein Kundgebungsteilnehmer verletzt. "Das ist eine sehr beunruhigende Aktion eines LKW-Fahrers auf der Interstate-35W, die die friedlichen Demonstranten anstachelte", teilte die Abteilung für Öffentliche Sicherheit in Minneapolis auf Twitter mit.

Laut einem Augenzeugenbericht wurde der Fahrer des Lasters von wütenden Demonstranten aus dem Führerhaus gezogen und attackiert, bevor er von der örtlichen Polizei in Gewahrsam genommen werden konnte. Der Lkw-Fahrer sei mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden und stünde unter Arrest.

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06:27 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

eine brennende Polizeiwache, geplünderte Geschäfte, Rufe nach Gerechtigkeit: Minneapolis kommt nicht zur Ruhe, nachdem dort der Afroamerikaner George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes starb. Die Proteste weiten sich auf andere US-Städte aus.

Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Das stark vom Coronavirus betroffene Russland lässt trotz steigender Infektionszahlen erstmals größere Lockerungen zu. Nach mehr als zwei Monaten strenger Ausgangssperren dürfen etwa die Menschen in Moskau erstmals an einzelnen Tagen wieder zu Spaziergängen auf die Straße. Erlaubt ist auch Sport zwischen 5.00 Uhr und 9.00 Uhr morgens. Allerdings gilt eine verschärfte Maskenpflicht: Zum ersten Mal muss der Mund- und Nasenschutz auch im Freien getragen werden.
  • RB Leipzig muss im Kampf um die Qualifikation zur Champions League den zweiten Sieg nach der Corona-Pause der Fußball-Bundesliga einfahren. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann tritt am beim Aufsteiger 1. FC Köln an. Die Kölner haben Abwehrsorgen, hatten zuletzt gegen die TSG Hoffenheim verloren.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag. Haben Sie Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de.

06:06 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht