Montag, 17. Mai 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:32 Uhr

Das war Montag, der 17. Mai 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

schon bald - ab dem 7. Juni - soll sich wirklich jeder impfen lassen können: Ab dann gilt keine festgelegte Reihenfolge mehr. Die Priorisierung soll entfallen, darauf einigten sich die Gesundheitsminister heute. Wie Sie schnell an einen Impftermin kommen, erfahren Sie hier.

Was war heute sonst alles wichtig:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:17 Uhr

Laschet lehnt Amtszeitbegrenzung für Kanzler ab

Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat die von der FDP in ihr Wahlprogramm gesetzte Forderung nach einer Begrenzung der Amtszeit von Bundeskanzlern abgelehnt. "Die Amtszeit ist begrenzt, weil nach vier Jahren der Wähler sagt, ob er den Kanzler noch haben will oder nicht", sagte der Kanzlerkandidat von CDU und CSU in der Sendung "ProSieben spezial". Eine Begrenzung auf zwei Amtszeiten vorzugeben - das fordert die FDP - sei eine "Beschränkung der Entscheidungsrechte des Bürgers", betonte Laschet. "Wenn der Bürger glaubt, ein Kanzler soll 16 Jahre machen, dann soll er 16 Jahre machen."

21:42 Uhr

Erdogan attestiert Biden "blutige Hände" und "verflucht" Österreich

Vor dem Hintergrund der Eskalation des Nahost-Konfliktes hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan US-Präsident Joe Biden scharf kritisiert. "Mit Ihren blutigen Händen schreiben Sie leider Geschichte. Sie haben uns dazu gezwungen, das zu sagen", sagte Erdogan und bezog sich auf einen angeblich geplanten Waffenverkauf der USA an Israel. Die "Washington Post" hatte zuvor berichtet, die Biden-Regierung habe kürzlich einen potenziellen Waffenverkauf im Umfang von 735 Millionen US-Dollar genehmigt. Offizielle Angaben gab es dazu zunächst nicht.

An Österreich gewandt verurteilte Erdogan auch das Hissen der israelischen Flagge auf Gebäuden der Regierung in Wien. "Ich verfluche den österreichischen Staat", so Erdogan. "Der österreichische Staat versucht wohl die Rechnung für die Juden, die es einem Genozid unterzogen hat, den Muslimen auszustellen."

21:15 Uhr

Prinz Harry veröffentlicht Trailer seiner Serie

Die US-Moderatorin Oprah Winfrey und Prinz Harry haben einen ersten Trailer zu ihrer gemeinsamen Doku-Serie zu Themen psychischer Gesundheit veröffentlicht. Neben den beiden sind darin unter anderem die Sängerin Lady Gaga und die Schauspielerin Glenn Close zu sehen. Die Serie "The Me You Can't See" ("Das Ich, das Du nicht siehst") soll ab dem 21. Mai beim Streamingdienst von Apple zu sehen sein. "Die Entscheidung zu treffen, sich Hilfe zu suchen, ist kein Zeichen von Schwäche, sagt Harry in dem Trailer. "Heutzutage mehr denn je ist es ein Zeichen von Stärke." Auch Harrys Ehefrau Meghan und Sohn Archie sind kurz zu sehen, zudem werden Bilder von der Beerdigung seiner Mutter, Prinzessin Diana, im Jahr 1997 gezeigt.

 

20:40 Uhr

Blitzeinschlag auf Spielplatz - Teenager schwer verletzt

Bei einem Blitzeinschlag auf einem Spielplatz ist in Karlsruhe ein Jugendlicher schwer verletzt worden. Der 17-Jährige habe sich entweder in unmittelbarer Nähe des Einschlagortes befunden oder sei sogar direkt durch den Blitz getroffen worden, teilte die Polizei mit. Der Junge kam ins Krankenhaus. Ersten Erkenntnissen zufolge schlug der Blitz in ein Spielgerüst ein. Drei weitere Jugendliche, die sich wie der 17-Jährige ebenfalls zum Zeitpunkt des Blitzeinschlags auf dem Spielplatz befanden, blieben unverletzt.

20:00 Uhr

19-Jähriger in Berliner Park getötet - Verdächtiger stellt sich

Am frühen Samstagmorgen wurde in einem kleinen Park im Berliner Bezirk Zehlendorf ein 19-Jähriger getötet. Wie die Polizei nun mitteilte, hatte sich bereits am Sonntagmittag ein Tatverdächtiger gestellt. Der 20-Jährige wird nun einem Haftrichter vorgeführt. Er wurde festgenommen. 

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Für den 19-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Im Park soll es zu einem Streit zwischen den beiden gekommen sein. Der junge Mann war schwer verletzt worden. Rettungskräften gelang es nicht, den 19-Jährigen zu reanimieren. Eine Mordkommission übernahm nach dem Tötungsdelikt die Ermittlungen. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

19:20 Uhr

"Juden ins Meer werfen"? Israel kritisiert Bella Hadid

Die Teilnahme des US-Models Bella Hadid an einer Demonstration in den Vereinigten Staaten, bei der sie sich antisemitisch geäußert haben soll, sorgt für Kritik von der israelischen Regierung. Laut eines Tweets auf dem offiziellen Twitter-Account Israels habe Hadid befürwortet, "Juden ins Meer zu werfen". Weiter heißt es: "Dies sollte keine israelisch-palästinensische Angelegenheit sein. Dies sollte eine menschliche Angelegenheit sein. Schäm dich."

Hadid ist die Tochter eines jordanisch-amerikanischen Immobilienhändlers palästinensischer Abstammung. In den vergangenen Tagen äußerte sie sich mehrfach zu dem Nahostkonflikt. Zuletzt veröffentlichte sie mehrere Bilder von der Demonstration und schrieb dazu unter anderem: "Es ist 'Freies Palästina', bis Palästina frei ist."

19:05 Uhr
18:29 Uhr

Gefahrguttransporter entgleist und fängt Feuer

Im US-Bundesstaat Iowa entgleist ein Gefahrguttransporter. Der Zug hat Düngemittel geladen, einige Waggons fangen nach dem Unfall Feuer. Die nahegelegene Stadt Sibley muss teilweise evakuiert werden. Nun wird untersucht, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

 

18:02 Uhr

Lukaschenko gibt Polizei Straffreiheit

In Belarus hat Machthaber Alexander Lukaschenko die Befugnisse der Polizei zur Niederschlagung von Protesten erweitert.

Ein entsprechendes Gesetz unterzeichnete der 66-Jährige in der Hauptstadt Minsk, wie sein Büro mitteilte. Polizisten dürfen demnach "Kampf- und Spezialtechnik" gegen Demonstranten einsetzen. Details nannte er nicht.  Zudem müssten die Sicherheitskräfte nicht mit juristischen Konsequenzen beim "Anwenden physischer Gewalt" rechnen, sofern sie sich im Rahmen des Gesetzes verhalten. Außerdem dürfen Polizisten Film- und Fotoaufnahmen verbieten, was eine unabhängige Berichterstattung über Belarus weiter erschweren dürfte.

Nach der gefälschten Präsidentenwahl am 9. August 2020 hatten zeitweise Hunderttausende Menschen den Rücktritt Lukaschenkos und Neuwahlen gefordert. Bei den Protesten wurden Zehntausende Menschen vorübergehend festgenommen, Hunderte wurden verletzt, mehrere getötet.

17:46 Uhr

Bund und Länder heben Impf-Priorisierung ab 7. Juni auf

Bund und Länder heben die Impf-Priorisierung ab dem 7. Juni auf. Darauf einigten sich die Gesundheitsminister nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn. Damit könnten sich ab dem 7. Juni alle Personen über 16 Jahre für eine Impfung anmelden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:12 Uhr

Mutter und Kleinkind getötet, Elfjährige vermisst

In einem Haus im niedersächsischen Bispingen hat die Polizei am Sonntag die Leichen einer 35-jährigen Frau und ihres 4-jährigen Sohnes gefunden. Beide hätten Spuren von Gewalt aufgezeigt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Noch am Sonntagnachmittag sei ein Verdächtiger festgenommen worden, bei dem es sich um den 34-jährigen Lebensgefährten der Frau handle. Er befinde sich in Untersuchungshaft. Die elfjährige Tochter des Opfers wird vermisst. Suchmaßnahmen blieben bislang erfolglos.

16:37 Uhr

Lkw-Crew bezwingt "gefährlichste Brücke der Welt"

Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal lotsen Arbeiter ihren Lkw über einen Brücken-Alptraum, spaziert Riesenschildkröte Bon-Chan durch Tokio und steckt eine voll besetzte Achterbahn stundenlang fest.

 

16:10 Uhr

Merkel stellt sich an die Seite Israels

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich nach einem Telefonat mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vorbehaltlos an die Seite Israels im Nahost-Konflikt gestellt, zugleich aber auf ein Ende der Kämpfe gedrungen.

  • Die Bundeskanzlerin habe die fortgesetzten Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen auf Israel scharf kritisiert, teilte ein Regierungssprecher mit. "Sie sicherte dem Ministerpräsidenten die Solidarität der Bundesregierung zu. Sie bekräftigte das Recht Israels, sich in Selbstverteidigung gegen die Angriffe zur Wehr zu setzen."
  • Merkel habe auf die Zivilisten unter den Toten auf beiden Seiten hingewiesen und "ihre Hoffnung auf ein möglichst zeitnahes Ende der Kampfhandlungen" zum Ausdruck gebracht.
  • Die Kanzlerin habe zudem betont, dass die Bundesregierung entschieden gegen Proteste in Deutschland vorgehen werde, die Hass und Antisemitismus verbreiteten.
15:26 Uhr

Eric Clapton bereut seine Corona-Impfung

Der Musiker Eric Clapton hatte nach seiner Impfung mit Astrazeneca mit schweren Impfreaktionen bzw. Nebenwirkungen zu kämpfen. Das schrieb der Brite zumindest selbst in einem Brief an den italienischen Architekten Robin Monotti Graziadei, der nun in den Medien auftauchte. Dieser Brief, der zunächst auf Telegram kursierte, wurde mittlerweile vom Magazin "Rolling Stone" als echt verifiziert. Darin berichtet der 76-Jährige zunächst von sofort einsetzenden Nebenwirkungen nach der ersten Spritze, die zunächst zehn Tage anhielten.

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(Foto: picture alliance / Everett Collection)

Sechs Wochen nach der ersten Injektion habe er bereits die zweite Dosis bekommen und auch hier habe er wieder heftig reagiert: "Meine Hände und Füße waren erfroren, taub oder brannten." Sie seien "für zwei Wochen unbrauchbar gewesen" und er habe zwischenzeitlich sogar Angst gehabt, nie wieder Gitarre spielen zu können. Zwar leide er an einer Nervenkrankheit, dennoch habe es geheißen, dass der Impfstoff für jedermann sicher sei.

Seine Astrazeneca-Erfahrungen seien deshalb "desaströs" und es handele sich in seinen Augen um "Propaganda" in Bezug auf die Sicherheit des Impfstoffes. Mittlerweile habe er sich zwar wieder komplett erholt, bereue jedoch seine Impfungen.

14:39 Uhr

Israel: Rund 100 Kilometer Hamas-Tunnelanalagen zerstört

Das israelische Militär schätzt, dass bei seinen Angriffen im Gazastreifen bislang Tunnelanlagen in einer Länge von rund 100 Kilometern der dort herrschenden Hamas zerstört wurden.

Das Militär hatte in der Nacht erneut das Tunnelsystem angegriffen, sagte ein Armeesprecher. 54 Kampfflugzeuge hätten rund 35 Ziele im Laufe der Nacht beschossen. 

Nach Angaben der Armee hatte die Hamas das Tunnelsystem über Jahre aufgebaut. Einem Armeevertreter zufolge hat es eine Länge von Hunderten Kilometern. Es werde unter anderem dafür benutzt, um innerhalb des Gazastreifens Kämpfer, Munition und Lebensmittel zu bewegen, teils auch mit Fahrzeugen.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Janis Peitsch verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ab sofort und bis zum späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, los geht's!

14:03 Uhr

Einbrecher seilen 200-Kilo-Tresor aus Fenster ab

Da waren wohl Meisterdiebe am Werk: Aus dem Rathaus der bayerischen Gemeinde Tittlig haben Einbrecher einen 200 Kilogramm schweren Tresor gestohlen.

Über ein gekipptes Fenster stiegen die Täter nach Polizeiangaben in das Gebäude ein und errichteten einen Seilzug, über den sie den Tresor ins Freie brachten. In dem Tresor befanden sich Bargeld und Datenträger. Der finanzielle Schaden lieg im unteren fünfstelligen Bereich, hieß es. Die Einbrecher hatten zudem mehrere Büros durchwühlt.

13:44 Uhr

Erdogan fordert beim Papst Sanktionen gegen Israel

Erdogan poltert wieder los. Vor dem Hintergrund der aktuellen Eskalation im Nahen Osten hat der türkische Präsident in einem Telefonat mit Papst Franziskus Strafen gegen Israel gefordert.

Israel, das ein "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" begehe, müsse sanktioniert werden, andernfalls würden "Massaker" an den Palästinensern fortgesetzt werden, sagte Erdogan nach Angaben des türkischen Präsidialbüros in dem Gespräch. Es sei wichtig, dass der Papst die nötigen Botschaften in die christliche Welt und an die internationale Gemeinschaft trage, um diese zu mobilisieren.

Papst Franziskus hatte beim Sonntagsgebet gefordert, Israelis und Palästinenser müssten "gemeinsam an den Tisch der Verhandlungen" zurückkehren und die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, Friedensbemühungen zu unterstützen.

13:30 Uhr
Breaking News

Löw holt Müller für die EM zurück in den DFB-Kader

Thomas Müller steht laut einem Medienbericht vor seinem Comeback in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Bundestrainer Joachim Löw werde den Bayern-Profi am Mittwoch bei der offiziellen Verkündung in den Kader zurückholen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:34 Uhr

Deutsche Urlauber wegen Türsteher-Angriff auf Mallorca verurteilt

Ein Gericht auf Mallorca hat zwei Deutsche wegen einer brutalen Attacke auf einen Türsteher aus dem Senegal verurteilt. Auf die beiden Männer kommen nun zwei Jahre Gefängnis auf Bewährung und ein Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt 150.000 Euro zu. Die Bewährungszeit legte der Richter auf fünf Jahre fest. So lange dürfen die Verurteilten aus dem Raum Leipzig auch nicht mehr die Balearen betreten.

Die Anklage warf den beiden, die aus der Neonazi- und Hooliganszene stammen sollen, schwere Körperverletzung vor. Der Angriff im Juni 2019 sei aus rassistischen Motiven erfolgt. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich je 13 Jahre Haft gefordert.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:31 Uhr

Drei Männer bei Streit erstochen

Bei einem Streit in der russischen Stadt Jekaterinburg hat es drei Tote gegeben. Der mit einem Messer bewaffnete Angreifer sei bei seiner Festnahme verletzt worden, teilten die Behörden der Agentur Interfax zufolge mit.

Demnach soll der Auslöser für den Konflikt in einem Park der Konsum von Alkohol gewesen sein. Die genauen Hintergründe waren zunächst unklar. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Bahnhofs von Jekaterinburg etwa 1400 Kilometer östlich von Moskau.

10:41 Uhr

Diese Stadt hat das beste Preis-Leistungsverhältnis bei Eigentumswohnungen

Sind Sie auf der Suche nach einer passenden Immobilie? Dann habe ich einen Tipp für Sie. Die Stadt Dortmund bietet einer Studie zufolge nämlich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Eigentumswohnungen.

Für 217.000 bis 272.000 Euro würden Suchende hier eine Eigentumswohnung finden, die im Schnitt 99 Quadratmeter messe und damit im Städtevergleich die größte Wohnfläche biete, geht aus einer Untersuchung des Portals Immoscout24 hervor. Dicht dahinter folgen Essen mit durchschnittlich 96 und Bochum mit 91 Quadratmetern.

Anders sehe es dagegen in den deutschen Top-Metropolen aus. In München gebe es für das gleiche Budget nur ein Single-Apartment zum Kauf mit 33 Quadratmetern. Auch in Frankfurt am Main, Berlin, Stuttgart und Hamburg könne man sich für 270.000 Euro nur noch maximal 60 Quadratmeter große Eigentumswohnungen leisten.

09:54 Uhr

Brandanschlag auf Goethe-Institut in Griechenland

Auf das Goethe-Institut in der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki ist am frühen Morgen ein Brandanschlag verübt worden. Verletzt wurde niemand, berichtete das Staatsfernsehen (ERT). Allerdings sind erhebliche Schäden an der Fassade und einem Fenster entstanden.

Nach ersten Informationen aus Kreisen der Feuerwehr sollen Unbekannte gegen 5.30 Uhr Haushalts-Gasflaschen zusammengebündelt und sie dann unter einem Fenster des Instituts angezündet haben. Wer hinter dem Anschlag steckt, ist unklar.

09:07 Uhr

Bill Gates hatte wohl jahrelang eine Affäre

Im vergangenen Jahr verließ Bill Gates den Verwaltungsrat von Microsoft - offiziell, weil er mehr Zeit für wohltätige Projekte haben wollte. Doch offenbar gab es noch einen weiteren Grund. Der Gründer des Software-Riesen hatte anscheinend eine Affäre mit einer Mitarbeiterin des Konzerns.

Nachdem eine Microsoft-Ingenieurin in einem Brief behauptete, sie habe über Jahre hinweg eine sexuelle Beziehung zu Gates gehabt, hätten Mitglieder des Verwaltungsrats Ende 2019 eine Anwaltskanzlei damit beauftragt, die Angelegenheit zu untersuchen, sagten informierte Personen.

Im Zuge der Untersuchung hätten einige Verwaltungsratsmitglieder entschieden, dass Gates zurücktreten müsse. Gates sei daraufhin zurückgetreten, bevor die Untersuchung abgeschlossen war, sagte ein Insider laut der Nachrichtenagentur Dow Jones.

Eine Sprecherin des Konzerngründers teilte mit: "Es gab eine Affäre vor fast 20 Jahren, die freundschaftlich endete." Gates' Entscheidung, aus dem Verwaltungsrat auszutreten, habe in keinem Zusammenhang mit dieser Angelegenheit gestanden.

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:28 Uhr

Unschuldig Verurteilte erhalten Millionen-Entschädigung

Drei Jahrzehnte saßen die Halbbrüder Henry Lee McCollum und Leon Brown in den USA in einem Gefängnis. Erst 2014 kam heraus, dass die beiden geistig behinderten Männer den Mord an einem elfjährigen Mädchen nicht begangen haben. In den vergangenen Jahren bemühten sich die beiden unschuldig Verurteilten um eine Entschädigung - mit Erfolg. Eine Jury im US-Bundesstaat North Carolina hat den beiden Ex-Häftlingen nun eine Entschädigung in Höhe von 84 Millionen US-Dollar zugesprochen, wie unter anderem der britische "Guardian" berichtet.

Das elfjährige Mädchen war 1983 tot auf einem Feld aufgefunden worden. Die Polizei verhörte die damals 19- und 15-jährigen Halbbrüder und präsentierte wenig später zwei unterschriebene Geständnisse. Wie diese zustande kamen, ist heute unklar. 2014 entlasteten DNA-Tests McCollum und Brown. Zudem kam heraus, dass die Geständnisse Fakten enthielten, die den beiden Afroamerikanern unmöglich bekannt sein konnten.

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08:02 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

in Berlin wird heute hoher Besuch erwartet. Der ehemalige Präsidentschaftskandidat John Kerry wird als US-Klimaschutzbeauftragte die Bundeshauptstadt besuchen. Geplant ist am Nachmittag ein Treffen mit Umweltministerin Svenja Schulze. Zudem stehen noch folgende Themen auf dem Programm:

  • Rund ein halbes Jahr nach dem Terroranschlag von Wien kommt es zu einem Prozess um Schmerzensgeld und Schadenersatz. Das Landesgericht für Zivilrechtssachen in Wien wird über die Klage einer Hinterbliebenen verhandeln.
  • Die EU will im Rahmen ihres Klimaschutzprogramms auch den Schienenverkehr fördern. Über Wege zu klimafreundlichem Verkehr in Deutschland und Europa beraten Spitzenvertreter aus Politik und Bahnbranche in Berlin.
  • Die Deutsche Bahn AG und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) nehmen einen neuen Anlauf für eine Tarifeinigung. Für diese dritte Tarifrunde hatte die Bahn AG ein Angebot angekündigt, ohne zunächst Details zu nennen.
  • Auf Mallorca beginnt der Strafprozess gegen zwei Deutsche aus Leipzig wegen einer brutalen Attacke auf einen Türsteher aus Senegal. Die Anklage wirft den beiden Beschuldigten, die aus der Neonazi- und Hooliganszene stammen sollen, schwere Körperverletzung vor.

Bis zum Nachmittag versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

Los geht's.

07:32 Uhr

Mexikanerin ist neue "Miss Universe"

Auch wenn ich Schönheitswettbewerbe für nicht mehr zeitgemäß halte, will ich Ihnen diese Nachricht nicht vorenthalten. In Florida wurde die Mexikanerin Andrea Meza zur diesjährigen "Miss Universe" gekürt. Die 26-Jährige verwies bei der Preisverleihung ihre Konkurrentinnen aus Brasilien und Peru auf Platz zwei und drei.

Meza setzte sich gegen insgesamt mehr als 70 Frauen aus aller Welt durch, die bei dem 69. "Miss Universe"-Wettbewerb angetreten waren. Im vergangenen Jahr fand der Wettbewerb wegen der Corona-Pandemie nicht statt.

06:50 Uhr

Palast-Angestellte fordern offenbar Rausschmiss von Prinz Harry

Heißt es bald nur noch schlicht Harry und Meghan? Hochrangige Mitarbeiter des britischen Königshauses fordern angeblich, dass Prinz Harry seinen Titel abgibt, berichtet die "Mail on Sunday". Grund ist ein Interview, in dem der Royal seinem Vater Prinz Charles Vorwürfe gemacht hatte.

Harry hatte in dem Podcast "Armchair Expert" erklärt, er sei in die USA gegangen, um den Kreislauf aus "Schmerz und Leid" in seiner Familie zu durchbrechen. In Bezug auf Erziehung habe er den Schmerz erfahren, den sein Vater wahrscheinlich auch schon erlebt habe. Die Äußerungen sorgen im Palast angeblich für besonders viel Ärger, erklärten Insider laut der Zeitung.

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06:11 Uhr

Wird das Rauchen noch teurer als geplant?

Eins ist so gut wie sicher: Rauchen wird teurer. Das fordern Mediziner und andere Fachleute schon seit Langem. Nun könnte die Berliner Regierungskoalition die Zigarettensteuer stärker anheben als geplant.

"Bisher ist nur eine moderate Erhöhung geplant - im Sinne des Gesundheitsschutzes können wir uns aber vorstellen, die Tabaksteuer auf Verbrennungszigaretten stärker zu erhöhen als bisher vorgesehen", sagte der Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Schrodi, der dpa. Zuvor hatte sich sein Pendant bei der Unionsfraktion, der CSU-Politiker Sebastian Brehm, in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ähnlich geäußert.

Laut einem Gesetzesentwurf des Bundesfinanzministeriums soll die Tabaksteuer auf Verbrennungszigaretten im Zeitraum 2022 bis 2026 um etwa 8 Cent pro Packung und pro Jahr steigen. Sollten die beiden Politiker Ernst machen und ihre Fraktionen mitziehen, könnte dieser Wert steigen. Wie hoch, steht noch nicht fest.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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