Montag, 23. Oktober 2017: Der Tag bei n-tv

Heute mit Sebastian Huld und Markus Lippold

22:35 Uhr

Das war Montag, der 23. Oktober 2017

Morgen werden die Plätze gefüllt: Der neue Bundestag kommt zusammen.
Morgen werden die Plätze gefüllt: Der neue Bundestag kommt zusammen.(Foto: dpa)

Zugegeben: Morgen geht's erst richtig los. Dann kommt erstmals der neue Bundestag zusammen. Und Wolfgang Schäuble soll dessen Präsident werden. Als Finanzminister hatte dieser einfach Glück - die Lobhudelei sei völlig unangebracht, kommentiert mein Kollege Jan Gänger.

Video

Glück hat auch Thomas Oppermann. Er soll Bundestagsvizepräsident für die SPD werden - weil die Gegenkandidatinnen abspringen. Ohnehin versinken die Sozialdemokraten derzeit im Posten-Chaos. Mein Kollege Christian Rothenberg hat das mal aufgeschrieben. Und die AfD wird für eine "neue deutsche Härte" im Parlament sorgen, wie mein Kollege Benjamin Konietzny schreibt.

Außerdem empfehle ich noch diese Texte:

Nun wünsche ich Ihnen eine ruhige und erholsame Nacht. Morgen ist "Der Tag" wieder für Sie da.

Bilderserie

22:19 Uhr

Staatsanwalt ermittelt gegen Weinstein

Nach der Polizei in New York und Los Angeles ermittelt nun auch die New Yorker Staatsanwaltschaft gegen Filmmogul Harvey Weinstein wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe:

  • Staatsanwalt Eric Schneiderman habe zahlreiche Dokumente von der in New York ansässigen Weinstein Company (TWC) angefordert, sagte eine mit den Ermittlungen vertraute Person.
  • Bei den Ermittlungen geht es darum, ob leitende TWC-Mitarbeiter gegen Bürgerrechte im Bundesstaat New York verstoßen haben. Die Abteilung für Bürgerrechte untersucht häufig, ob Berichte über sexuelle Belästigung Teil eines Musters oder einer Regelung am Arbeitsplatz sind.
  • "Kein New Yorker sollte gezwungen sein, einen von sexueller Einschüchterung, Belästigung oder Angst beherrschten Arbeitsplatz zu betreten. Wenn sexuelle Belästigung oder Diskriminierung in einem Unternehmen weit verbreitet sind, wollen wir es wissen", sagt Schneiderman.

Dass Weinstein kein Einzelfall ist, zeigen derzeit immer neue Enthüllungen über sexuelle Übergriffe in Hollywood, aber auch in der Politik.

21:51 Uhr

Französische Aktivisten bieten Puigdemont Unterschlupf

Sollte Katalonien seine Unabhängigkeit erklären, könnte Puigdemont wegen Rebellion verhaftet werden.
Sollte Katalonien seine Unabhängigkeit erklären, könnte Puigdemont wegen Rebellion verhaftet werden.(Foto: AP)

Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont liefert sich eine scharfe Auseinandersetzung mit der Zentralregierung in Madrid. Vehement fordert er die Unabhängigkeit der spanischen Region. Sollte der Konflikt weiter eskalieren, könnte er verhaftet werden. Doch ihm bietet sich ein Zufluchtsort an:

  • Französische Aktivisten wollen ihm im Fall einer Eskalation Unterschlupf geben.
  • Man habe Puigdemont und seiner Regierung Gastfreundschaft in der Region von Perpignan nahe der spanischen Grenze angeboten, sagt Robert Casanovas, der Vorsitzende des "Komitees für die Selbstbestimmung Nordkataloniens", dem Sender France Bleu.
  • Derzeit würden Vorkehrungen getroffen, "um bereit zu sein, bevor die Grenze blockiert wird, falls die Situation sich verschlechtert und es Festnahmen gibt".
  • Casanovas' Gruppe setzt sich für mehr Eigenständigkeit des Verwaltungsbezirks Pyrénées-Orientales innerhalb des französischen Staates ein. Der Landstrich an der Grenze zu Spanien gehörte einst zum historischen Fürstentum Katalonien, fiel aber 1659 an Frankreich.

21:24 Uhr

Diebe klauen Özdemirs Elektrofahrrad

Er selbst spricht von einer "Riesenschweinerei": Cem Özdemir wird das Elektrofahrrad geklaut.

  • Vergangene Woche sei das passiert, sagt der Grünen-Chef im Bundestag. "Aus dem Hausflur entwendet, zweifach abgeschlossen."
  • Das Rad sei für den Wahlkampf und bis zum Abschluss der Sondierungen geliehen gewesen.
  • "WANTED: Mein 'Dienstwagen' wurde gestohlen. Erkennungszeichen: Giftgrün, emissionsfrei, Cabrio. Zuletzt gesehen in Berlin-Kreuzberg", schreibt er auf Twitter.

21:09 Uhr

Bürgermeister von Ankara tritt überraschend zurück

Melih Gökcek
Melih Gökcek(Foto: picture alliance / dpa)

Ende September trat bereits der Bürgermeister von Istanbul zurück, nun folgt überraschend ein weiteres Stadtoberhaupt der regierenden AKP:

  • Nach mehr als 20 Jahren im Amt kündigt der Bürgermeister von Ankara seinen Rücktritt an. Melih Gökcek teilt auf Twitter mit, er wolle sich am Samstag bei einer Sondersitzung des Stadtrates verabschieden und sein Amt niederlegen.
  • Gökcek wurde vor allem durch angriffslustige und teilweise bizarre Twitter-Nachrichten bekannt - dort folgen ihm mehr als vier Millionen Menschen.
  • Erdogan hatte Gökcek und mehrere andere AKP-Bürgermeister in den vergangenen Tagen mit zunehmender Vehemenz zum Rücktritt aufgefordert. Der Präsident hat in seinen Ansprachen in den vergangenen Monaten immer wieder Veränderungen in seiner Partei angekündigt.
  • Beim Verfassungsreferendum im April hatte in Ankara und Istanbul eine Mehrheit der Wahlberechtigten gegen das von Erdogan angestrebte Präsidialsystem gestimmt.
20:44 Uhr

Piraten entführen Seeleute von Hamburger Schiff

Vor der Küste Nigerias geraten sechs Besatzungsmitglieder eines Hamburger Containerschiffs in die Fänge von Piraten:

  • Bereits am Samstagmorgen sei das Schiff "Demeter" kurz vor dem nigerianischen Hafen Onne von mehreren Piraten angegriffen worden, teilt die Hamburger Reederei Peter Döhle Schiffahrts-KG mit.
  • Auf dem Schiff befanden sich nach Angaben der Medienagentur MTI Networks zur Zeit des Angriffs keine Deutschen.
  • Den Angaben zufolge verschleppten die Angreifer sechs Besatzungsmitglieder, als sie das Schiff verließen. Die verbliebenen zwölf Seefahrer blieben unverletzt.
20:02 Uhr

Trump besucht nicht demilitarisierte Zone

Trumps Vorgänger Obama hatte die DMZ besucht - und nach Norden geblickt.
Trumps Vorgänger Obama hatte die DMZ besucht - und nach Norden geblickt.(Foto: picture alliance / dpa)

Anfang November unternimmt US-Präsident Donald Trump eine längere Asien-Reise. Ziele sind unter anderem China, Japan und Südkorea. Dort verzichtet er aber wohl auf einen symbolträchtigen Besuch:

  • Trump wird voraussichtlich nicht zur demilitarisierten Zone (DMZ) zwischen Nord- und Südkorea reisen, heißt es aus dem Weißen Haus.
  • Südkoreas Präsident Moon Jae In habe ihm stattdessen einen Besuch des US-Militärpostens Camp Humphreys vorgeschlagen.
  • Frühere Präsidenten, darunter Barack Obama und George W. Bush, hatten die Pufferzone zwischen den beiden verfeindeten Ländern besucht.
  • Zuletzt hatte sich Trump mit Nordkoreas Diktator Kim Jong Un einen verbalen Schlagabtausch geliefert.

In China will Trump übrigens seinen Kollegen Xi Jinping auffordern, im Atomstreit mit Nordkorea mehr Druck auf die Führung in Pjöngjang auszuüben. Das sagt ein Vertreter des US-Präsidialamts.

20:00 Uhr
19:28 Uhr

Merkel will bis Mitte November sondieren

Die Spitzen der Jamaika-Parteien sondieren noch.
Die Spitzen der Jamaika-Parteien sondieren noch.(Foto: REUTERS)

Die Bundestagswahl ist ziemlich genau einen Monat her. Noch ist in Sachen Regierungsbildung nicht viel passiert. Es dauert auch noch ein bisschen:

  • Kanzlerin Angela Merkel peilt die Entscheidung über die Aufnahme offizieller Koalitionsverhandlungen für ein Jamaika-Bündnis bis Mitte November an.
  • Die Unionsfraktion stellt sie nach Angaben von Teilnehmern darauf ein, dass die Unterhändler von CDU, CSU, FDP und Grünen möglicherweise bis zum 17. oder 18. November ihre Sondierungsphase abgeschlossen haben könnten.
  • Bis dahin sollten in den Verhandlungen "generelle Leitlinien" formuliert werden.
  • Merkel sichert der Fraktion zudem erneut eine intensive Rückkoppelung im Laufe der Verhandlungen zu.
19:06 Uhr

Freie Bahn für Oppermann als Bundestagsvize

Sitzt wohl bald im Bundestagspräsidium: Thomas Oppermann.
Sitzt wohl bald im Bundestagspräsidium: Thomas Oppermann.(Foto: imago/Christian Thiel)

Ohne parteiinterne Gegenwehr kann sich Thomas Oppermann morgen zum Vizepräsidenten des Bundestages küren lassen:

  • Beide Gegenkandidatinnen ziehen sich zurück: Zuerst verkündet das die ehemalige Parlamentarische Geschäftsführerin Christine Lambrecht. Nach Angaben aus Fraktionskreisen gibt nun auch die bisherige Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt auf.
  • Zuvor hatte der Fraktionsvorstand in geheimer Abstimmung mit 23 Ja- und fünf Nein-Stimmen bei einer Enthaltung Oppermann für das Amt vorgeschlagen.
  • Die Fraktion soll noch am Abend über den Posten abstimmen - dort ist Oppermann aber nicht unumstritten.

Bleibt die Frage, warum es plötzlich keine Gegenkandidatinnen mehr gibt. Will die Partei unbedingt eine Kampfkandidatur verhindern? Das spräche nicht gerade für eine demokratische Kultur.

Hier lesen Sie mehr dazu.

18:39 Uhr

Orban: Ost-Mitteleuropa ist "migrantenfreie Zone"

Viktor Orban, Verschwörungstheoretiker.
Viktor Orban, Verschwörungstheoretiker.(Foto: REUTERS)

Verschwörungstheorien sind längst nicht mehr nur etwas für dunkle Ecken im Internet. Auch Regierungschefs machen regen Gebrauch davon. Nun auch Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban:

  • Nicht nur erklärt er Ost-Mitteleuropa zur "migrantenfreien Zone".
  • In Budapest sagt er zudem, die EU und einige ihrer wichtigen Mitgliedsstaaten seien von einem nicht näher bezeichneten "Spekulanten-Imperium" in Geiselhaft genommen worden.
  • Die mysteriöse Finanzmacht habe Europa "die jüngste Völkerwanderung, die Millionen Migranten, die Invasion der neuen Einwanderer beschert".
  • "Man hat diesen Plan geschmiedet, der aus Europa einen Mischkontinent machen will", sagt Orban. "Nur mehr noch wir leisten Widerstand", meint er unter Hinweis auf die Länder Ungarn, Tschechien, die Slowakei und Polen.

Angesichts solcher wirrer Äußerungen kann man eigentlich nur noch den Kopf schütteln.

18:04 Uhr

Erdogan: Europa ist abhängig von Türkei

Recep Tayyip Erdogan
Recep Tayyip Erdogan(Foto: imago/Xinhua)

Unter einem Präsidenten Erdogan wird die Türkei wohl nicht mehr Mitglied der EU. Bei dem Staatschef führt das offenbar zu einer Trotzreaktion:

  • Denn nach seinen Worten ist die EU auf eine Vollmitgliedschaft der Türkei angewiesen.
  • "Ein Europa ohne eine Türkei führt zu Einsamkeit, Ausweglosigkeit und inneren Konflikten", sagt Erdogan bei einer Rede in Ankara.
  • "Die Türkei ist nicht abhängig von Europa, in Wahrheit ist es Europa, das abhängig ist."
  • Das "Rezept" gegen "immer chronischer werdende Probleme" in der EU sei eine Vollmitgliedschaft der Türkei.

Nun ja, da baut sich jemand offenbar sein ganz eigenes Weltbild zusammen.

17:50 Uhr

Abe kündigt harten Nordkorea-Kurs an

Abes neue Regierung könnte genug Abgeordnete zusammenbekommen, um Japans pazifistische Verfassung zu ändern.
Abes neue Regierung könnte genug Abgeordnete zusammenbekommen, um Japans pazifistische Verfassung zu ändern.(Foto: imago/AFLO)

Die Parlamentswahl hat Japans Premier Shinzo Abe deutlich für sich entschieden. Wahlentscheidend war wohl auch die neuerliche Eskalation in der Nordkorea-Krise. Abe kündigt dabei eine härtere Gangart an:

  • Mit "starker, entschlossener Diplomatie" wolle er dem Raketen- und Atomprogramm Nordkoreas entgegentreten, sagt Abe in Tokio.
  • Er sei entschlossen, "das Leben der Menschen und das Leben in Frieden" zu sichern.
  • Um der atomaren Bedrohung aus Nordkorea zu begegnen, wolle er mit den USA, China und Russland zusammenarbeiten, sagt Abe.
  • Beim Besuch von US-Präsident Trump in Japan im November werde er die enge Zusammenarbeit mit den USA bestätigen.
17:23 Uhr

Politiker fordert Komplettumzug der Regierung nach Berlin

Zu den sechs Ministerien, die ihren Hauptsitz noch in Bonn haben, gehört das Verteidigungsministerium.
Zu den sechs Ministerien, die ihren Hauptsitz noch in Bonn haben, gehört das Verteidigungsministerium.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Pleite von Air Berlin könnte auch handfeste politische Auswirkungen haben. Zumindest wenn es nach dem CDU-Bundestagsabgeordneten Kai Wegner geht. Der fordert einen Komplettumzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin. "Nach der Pleite von Air Berlin kostet der doppelte Regierungssitz noch mal mehr Geld, Zeit und Mühe", erklärt er. "Videokonferenzen sind schön und gut, können aber den persönlichen Kontakt nicht ersetzen." Es sei höchste Zeit für den Komplettumzug aller Bundesministerien nach Berlin. "Im Koalitionsvertrag braucht es hierzu ein Bekenntnis und einen klaren Fahrplan", verlangt der CDU-Politiker.

17:00 Uhr
16:54 Uhr

London erhebt Gebühr für Abgas-Sünder

Autofahren und schlechte Luft - das ist auch in Deutschland ein Thema. In Großbritannien, genauer: in London, geht man das Thema allerdings beherzter an:

  • Fahrer von Autos mit besonders schlechten Abgaswerten müssen in der Metropole seit Montag eine zusätzliche Gebühr zahlen.
  • Nach Angaben von Bürgermeister Sadiq Khan soll die Maßnahme dabei helfen, die "tödliche Luft" der britischen Hauptstadt zu säubern.
  • Die Abgabe von zehn Pfund (etwa 11,20 Euro) pro Tag für alle Benzin- und Dieselfahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 4 oder darunter muss zusätzlich zu der bereits fälligen Stau-Gebühr von 11,50 Pfund pro Tag entrichtet werden.
16:25 Uhr

Stammkundin überfällt Bäckerei aus Geldnot

Ende Juni betritt eine Frau maskiert und mit einem kleinen Küchenmesser bewaffnet eine Bäckerei im Berliner Wedding. Sie bedroht die Verkäuferin und verlangt Geld. Nach einem kurzen Handgemenge, bei dem die Verkäuferin verletzt wird, entkommt sie mit 190 Euro. Nun steht die Täterin vor Gericht und gesteht:

  • Vor dem Landgericht Berlin sagt die 48-Jährige, sie habe die Tat aus Geldnot begangen.
  • Sie habe an dem Tag ihren neunjährigen Sohn erwartet, der bei seinem Vater lebe. "Weil Monatsende war, hatte ich kein Geld, um Essen für meinen Jungen zu kaufen."
  • Den Überfall bereue sie sehr.
  • Die zweifache Mutter sitzt seit der Festnahme kurz nach der Tat in Untersuchungshaft.
15:50 Uhr

Nach Havarie: Marine hat kein einsatzfähiges U-Boot

U33 - hier im Jahr 2008 - ist derzeit auch nicht einsatzfähig.
U33 - hier im Jahr 2008 - ist derzeit auch nicht einsatzfähig.(Foto: picture alliance / dpa)

Ach, man könnte mittlerweile Bücher füllen mit Pannen bei der Bundeswehr. Jetzt kommt ein neues Kapitel hinzu:

  • Vor Norwegen wird U35 der deutschen Marine beschädigt. Soweit so gut - kann ja mal passieren.
  • Wie die Westdeutsche Allgemeine berichtet, verfügt die Bundeswehr nun allerdings über kein einziges einsatzfähiges U-Boot mehr.
  • Demnach liegen aktuell vier der sechs deutschen U-Boote in einer Kieler Werft zur Reparatur. Die zwei übrigen warten laut WAZ im Marinestützpunkt Eckernförde auf einen Werfttermin.
  • Der Grund des Engpasses sei der Mangel an Ersatzteilen, heißt es weiter. Im November 2018 sollen wieder vier U-Boote einsatzfähig sein.
15:22 Uhr

Umweltministerium bleibt bei "Nein" zu Glyphosat

Umweltschützer laufen Sturm gegen den Einsatz von Glyphosat.
Umweltschützer laufen Sturm gegen den Einsatz von Glyphosat.(Foto: dpa)

Frankreich strebt einen Kompromiss an, doch Deutschland lehnt eine Genehmigung für das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat weiterhin ab:

  • Das Umweltministerium beharrt auf seinem Nein zum Einsatz des Mittels, das derzeit übergangsweise von der EU genehmigt wurde.
  • "Ein Nein bleibt ein Nein", sagt ein Sprecher von Umweltministerin Barbara Hendricks von der SPD - die das Amt bis zur Bildung einer neuen Regierung bekleidet.
  • Hendricks stellt sich damit auch gegen das CSU-geführte Bundesagrarministerium, das offen für einen weiteren Einsatz von Glyphosat ist.
  • Ohne eine Einigung zwischen den Ministerien wird sich die Bundesregierung bei der Abstimmung auf EU-Ebene voraussichtlich enthalten.
14:52 Uhr

AfD verweigert Schäuble die Stimme

Auch ohne die Stimmen der AfD dürfte Wolfgang Schäuble morgen Bundestagspräsident werden.
Auch ohne die Stimmen der AfD dürfte Wolfgang Schäuble morgen Bundestagspräsident werden.(Foto: AP)

Wolfgang Schäuble soll morgen zum Präsidenten des neuen Bundestags gewählt werden. Er dürfte die erforderlichen Stimmen erhalten, nicht nur aus der eigenen CDU. Eine Partei jedoch stellt sich gegen ihn:

  • Die Abgeordneten der AfD wollen geschlossen gegen Schäuble stimmen.
  • Sie hätten sich einstimmig für einen entsprechenden Vorschlag ausgesprochen, heißt es.
  • Begründet wird dies unter anderem mit der von Schäuble mitgetragenen Eurorettungspolitik.
14:30 Uhr

Mann sticht Moskauer Journalistin nieder

Die Sicherheitsvorkehrungen bei dem Sender wurden verschärft.
Die Sicherheitsvorkehrungen bei dem Sender wurden verschärft.(Foto: imago/ITAR-TASS)

In Moskau sticht ein Mann einer Moderatorin eines kremlkritischen Radiosenders mit einem Messer in den Hals:

  • Nach Angaben des Senders Echo Moskwy (Moskauer Echo) überwältigen dessen Sicherheitsleute den Angreifer und übergeben ihn der Polizei.
  • Die Moderatorin Tatjana Felgengauer wird ins Krankenhaus gebracht, ist aber außer Lebensgefahr, wie Chefredakteur Alexej Wenediktow mitteilt.
  • Der Sender, bei dem Felgengauer seit Jahren eine morgendliche Nachrichtensendung moderiert, ist bekannt für seine regierungkritische Ausrichtung - Mehrheitsaktionär ist der Energieriese Gazprom.
14:27 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leser! Viel zu sagen hatte Sebastian Huld nicht mehr, außer: "Es ist halt Montag." Und wenn dann draußen auch noch so eine undefinierbare Soße am Himmel hängt, kann man sich den Rest ja denken. Was mich nicht davon abhält, voller Tatendrang den "Tag" zu übernehmen. Mein Name ist Markus Lippold und ich versorge Sie bis in die Nacht mit neuen Nachrichten.

14:12 Uhr

Bundesregierung besiegelt U-Boot-Deal mit Israel

Antriebspropeller von "U36", einem von Thyssen Krupp für die deutsche Marine gebauten U-Boot der Klasse 212A
Antriebspropeller von "U36", einem von Thyssen Krupp für die deutsche Marine gebauten U-Boot der Klasse 212A(Foto: picture alliance / dpa)

Die Bundesregierung gibt den Weg frei für den lange auf Eis liegenden Verkauf von drei deutschen U-Booten an Israel. Noch heute soll ein Regierungsabkommen unterzeichnet werden, das die finanzielle Unterstützung der Bundesregierung für das Rüstungsgeschäft festlege, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die vertrauliche Vereinbarung betreffe den deutschen Beitrag zur Finanzierung. Deutschland unterstützt die angeblich 1,5 Milliarden Euro teuren U-Boot-Lieferungen, weil es sich für die Sicherheit des Staates Israel besonders verantwortlich fühlt.

Bei dem Geschäft geht es um drei U-Boote von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) in Kiel. Das Kanzleramt hatte den Verkauf wegen mutmaßlicher Schmiergeldzahlungen zunächst gestoppt. In der Affäre stand zunächst auch Netanjahu selbst unter Druck. Ihm wurde vorgeworfen, den U-Boot-Deal gegen den Willen von Militär und Verteidigungsministerium durchgesetzt zu haben.

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13:47 Uhr

Rekordzahl toter Kegelrobben in Mecklenburg-Vorpommern

Untersuchung einer toten Kegelrobbe in Stralsund
Untersuchung einer toten Kegelrobbe in Stralsund(Foto: dpa)

Immer mehr tote Kegelrobben werden an Mecklenburg-Vorpommerns Küste gefunden. In diesem Jahr seien es bereits 33, wie das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund mitteilte. Bis September waren 25 tote Robben entdeckt worden. Das sei eine besorgniserregende Häufung. Bei den Totfunden handele es sich zum großen Teil um junge ausgewachsene Tiere sowie um mehr Männchen als Weibchen. Die Todesursache sei noch unklar.

"In den 50 Jahren, in denen das Deutsche Meeresmuseum für die Bergung und Untersuchung der Totfunde von Meeressäugetieren in Mecklenburg-Vorpommern verantwortlich ist, wurden noch nie so viele Kegelrobben in einem Jahr an den Küsten gemeldet", sagte Michael Dähne, Kurator für Meeressäuger am Meeresmuseum.

13:27 Uhr

Frankreich will Glyphosat nur befristet zulassen

Glyphosat ist Hauptbestandteil des Mittels Roundup des US-Agrarkonzerns Monsanto.
Glyphosat ist Hauptbestandteil des Mittels Roundup des US-Agrarkonzerns Monsanto.(Foto: dpa)

Im Streit um die Neuzulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat in der EU strebt Frankreich einen Kompromiss an: Umweltminister Nicolas Hulot warb im Sender RTL für eine befristete Zulassung. Diese könne "zum Beispiel für drei Jahre" erfolgen, sagte er. Eine Markterlaubnis des Herbizids für weitere zehn Jahre, wie sie die EU-Kommission vorschlägt, lehnt die Regierung in Paris ab.

Hulot bekräftigte, Frankreich wolle am Mittwoch bei einer Ausschuss-Sitzung der EU-Staaten in Brüssel gegen den Kommissionsvorschlag stimmen. Von der Regierungspartei La République en Marche (LREM) sprachen sich 54 Abgeordnete in der Zeitung "Le Monde" aus gesundheitlichen Gründen für ein Glyphosat-Verbot aus.

Der Einsatz des Unkrautvernichters ist in Europa hoch umstritten: Das Internationale Krebsforschungszentrum stuft die Chemikalie als "wahrscheinlich" krebserregend ein.

12:45 Uhr

21 Streifenwagen verfolgen 18-Jährigen auf Drogen

Bei einer halsbrecherischen Flucht vor der Polizei hat ein 18-jähriger Autofahrer aus Braunschweig mehr als 20 Streifenwagen beschäftigt. Er sei in der Nacht mit bis zu 150 Stundenkilometern über Landstraßen und durch Ortschaften gefahren, teilten die Beamten in der niedersächsischen Stadt mit. Seine Flucht endete erst nach 70 Kilometern in Sachsen-Anhalt in einem Autobahnstau.

Eine Zivilstreife wollte den Fahrer demnach am Braunschweiger Hauptbahnhof kontrollieren, wo er einen Parkplatz mit quietschenden Reifen verließ. Der 18-Jährige und sein gleichaltriger Mitfahrer hatten nach Angaben der Beamten Drogen konsumiert und sich deshalb der Polizeikontrolle entziehen wollen. Insgesamt waren bis zu 21 Streifenwagen aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt im Einsatz.

12:25 Uhr

Bangladesch muss eine Million Flüchtlinge stemmen

Wartende Rohingya im Flüchtlingslager in Bangladesch
Wartende Rohingya im Flüchtlingslager in Bangladesch(Foto: imago/Rene Traut)

Bangladesch hat nach eigenen Angaben inzwischen fast eine Million Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar aufgenommen. Dies sei ein unhaltbarer Zustand, sagte der Vertreter von Bangladesch bei der UN in Genf, Shameem Ahsan, bei einem Treffen mit Gebern.

Seit dem Aufstand von Rohingya-Extremisten in Myanmar am 25. August gibt es Auseinandersetzungen der muslimischen Minderheit mit dem Militär. Die Vereinten Nationen und mehrere Staaten werfen der Armee des überwiegend buddhistischen Landes im Konflikt mit den Extremisten "ethnische Säuberungen" vor. Die Regierung des früher Birma genannten Landes weist dies zurück.

12:03 Uhr

Frau setzte Ex-Mann nackt im Wald aus

Eingang des Landgerichts in Frankfurt an der Oder
Eingang des Landgerichts in Frankfurt an der Oder(Foto: dpa)

Eine 39-Jährige hat vor Gericht gestanden, mit einer anderen Frau den gemeinsamen Ex-Partner nackt in einem Wald bei Berlin ausgesetzt zu haben. Die geschiedene Frau des Mannes beschrieb das Ganze beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) als spontane und nicht geplante Aktion.

Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass die Frauen im März 2015 mit unbekannten Mittätern ihrem Ex in Zepernick aufgelauert, ihn in einen Transporter gestoßen und in einen Wald gefahren haben. Dort sollte er splitternackt bis 100 zählen, dann ließen ihn die beiden Frauen zurück. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung vor. Laut Anklage fühlten sich die Frauen von dem Mann im Vorfeld belästigt und wollten ihm deshalb eine Abreibung verpassen.

11:51 Uhr

Junge blendet Polizeihubschrauber mit Laserpointer

Laserpointer sorgen immer wieder für Ärger in der Luftfahrt
Laserpointer sorgen immer wieder für Ärger in der Luftfahrt(Foto: picture alliance / Sebastian Wil)

Die Besatzung eines Polizeihubschraubers ist in Fulda bei einem nächtlichen Einsatz mit einem Laserpointer geblendet worden. In der Nacht war der Hubschrauber an einer Suchaktion beteiligt, wie die Polizei mitteilte. Dabei habe ein grüner Laserpointer die drei Besatzungsmitglieder geblendet, der Hubschrauber musste dem Licht ausweichen. Die Besatzung konnte mithilfe von Kameras an Bord den Ursprung des Lasers ermitteln und eine Streife dorthin lotsen.

Vor Ort stellten die Polizisten einen 13-Jährigen als mutmaßlichen Täter. Der Junge setzte den Blendstrahl demnach von der heimischen Wohnung aus ab. "Der Junge meinte sich einen Spaß daraus machen zu können. Aber das ist ein Straftatbestand, der Leib und Leben gefährdet. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Absturz kommen", sagte ein Polizeisprecher. Gegen den noch strafunmündigen Jungen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr eingeleitet.

11:28 Uhr

Erdrutsch auf Baustelle tötet mindestens elf Arbeiter

Bauarbeiter graben in Penang nach ihren verschütteten Kollegen.
Bauarbeiter graben in Penang nach ihren verschütteten Kollegen.(Foto: AP)

Bei einem Erdrutsch auf einer Baustelle sind im Nordwesten von Malaysia elf Menschen ums Leben gekommen. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, stammen die Todesopfern aus Bangladesch, Malaysia, Indonesien, Pakistan und Myanmar.

Die Erdmassen kamen am Samstag an einer Baustelle für ein 49-Etagen-Hochhaus in Penang ins Rutschen. Medienberichten zufolge suchen die Rettungskräfte noch immer nach Überlebenden, es werde mit weiteren Toten unter den Schuttbergen gerechnet.

11:16 Uhr

Lebenslang für Reichsbürger Wolfgang P. wegen Polizistenmord

Wolfgang P.
Wolfgang P.(Foto: dpa)

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat den zur Reichsbügerszene zählenden Wolfgang P. wegen Mordes an einem Polizisten zu lebenslanger Haft verurteilt. Außerdem verurteilte das Gericht den 50-Jährigen wegen der vor einem Jahr im fränkischen Georgensgmünd von ihm abgegebenen Schüsse wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung.

P. hatte bei einer Waffenrazzia in seinem Haus unvermittelt geschossen und dabei einen 32-jährigen Polizisten getötet. Die ausführliche Meldung lesen Sie hier.

10:38 Uhr

In Deutschland ist schon der erste Schnee gefallen

Noch ruhen die Lifte.
Noch ruhen die Lifte.(Foto: dpa)

Knapp zwei Monate vor dem kalendarischen Winterbeginn ist im höchsten Mittelgebirge Deutschlands der erste Schnee liegen geblieben. Der Feldberg im Schwarzwald präsentierte sich heute mit einer dünnen Schneedecke. Der 1493 Meter hohe Gipfel und seine Umgebung waren somit erstmals nach dem Sommer weiß, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte.

Der erste Schnee im Oktober ist den Angaben zufolge auf dem Feldberg nicht ungewöhnlich. Zum Rodeln oder Skifahren reicht er jedoch nicht. Wann die Saison beginnt, ist noch unklar. Der Vorverkauf für die Skiliftkarten hat bereits Anfang Oktober begonnen, sagte ein Sprecher der Liftbetreiber.

10:24 Uhr

Mindestens fünf Japaner sterben wegen Taifun "Lan"

Zerstörte Straße in Kishiwada
Zerstörte Straße in Kishiwada(Foto: REUTERS)

Der Taifun "Lan" hat auf seinem Weg entlang Japans Pazifikküste für Überschwemmungen und Erdrutsche gesorgt. Mindestens fünf Menschen starben, wie örtliche Medien meldeten. Der inzwischen abgeschwächte Taifun traf in der Nacht auf die Provinz Shizuoka auf der Hauptinsel Honshu und bewegte sich entlang der Küste Richtung Norden auf das Meer hinaus. Weite Gebiete des Inselreiches wurden von Sturmböen und peitschendem Regen erfasst.

In der südwestlichen Stadt Fukuoka starb ein Fußgänger, als ein Baugerüst vom starken Wind umgerissen wurde. In der westlichen Provinz Yamaguchi ertrank ein 70 Jahre alter Mann. In Osaka stürzte ein 80-Jähriger und verletzte sich tödlich. Zwei weitere Opfer kamen ums Leben, als ihre Autos von den Überschwemmungen erfasst wurden. Mindestens 130 Menschen erlitten Verletzungen, meldete das Fernsehen.

10:00 Uhr

Kataloniens Behörden sollen Weisungen Madrids ignorieren

Schwer vorstellbar, dass sich die Unabhängigkeitsbefürworter jemals mit Madrid aussöhnen werden.
Schwer vorstellbar, dass sich die Unabhängigkeitsbefürworter jemals mit Madrid aussöhnen werden.(Foto: imago/CordonPress)

Die Regierungen in Barcelona und Madrid sind weiter auf Konfrontationskurs.

  • Die katalanischen Behörden werden nach Angaben der Regionalregierung Anweisungen der spanischen Zentralregierung nicht befolgen.
  • Alle Institutionen, auch die Polizei, müssten stattdessen die Anordnungen der demokratisch gewählten katalanischen Regierung umsetzen, sagte der Sprecher der Regionalregierung für auswärtige Angelegenheiten, Raul Romeva.
  • Die stellvertretende spanische Ministerpräsidentin sagte, Madrid könne einen einzelnen Vertreter bestimmen, der vorübergehend Katalonien regieren solle.

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte nach wochenlangem Streit über das Unabhängigkeitsvotum der Katalanen die angestoßene Entmachtung der Separatisten in der Region auf den Weg gebracht. Der Chef der katalanischen Regionalregierung, Carles Puigdemont, signalisierte in einer ersten Reaktion, dass er sich Madrid nicht beugen werde.

09:27 Uhr

AC/DC trauern um Genie hinter der Rockband

 Der ältere Bruder der AC/DC-Musiker Malcolm und Angus Young ist tot. George Young starb nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP im Alter von 70 Jahren. Auf ihrer Facebookseite schrieb die Band: "Ohne seine Unterstützung und Anleitung hätte es AC/DC nicht gegeben."

George Young war mit einer eigenen Band namens The Easybeats erfolgreich, bevor sich diese Gruppe auflöste. Mit seinem Freund Harry Vanda produzierte er dann die ersten Alben von AC/DC, dem Bandprojekt seiner kleinen Brüder. Die Gruppe wurde mit Songs wie "Highway to Hell", "Back in Black" und "Thunderstruck" eine der kommerziell erfolgreichsten Rockgruppen aller Zeiten. Vor allem Angus Young ist wegen seiner Schuluniform auch einem breiteren Publikum bekannt.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Als großer AC/DC-Fan verneige ich mich in Dankbarkeit und brülle in Gedanken: "For those about to rock, we salute you!"

09:00 Uhr
08:51 Uhr

Mann stürzt wegen Anfall vor einfahrenden ICE

Buchstäblich in letzter Sekunde haben Zeugen und Bundespolizisten im Bremer Hauptbahnhof einen jungen Mann vor einem einfahrenden ICE gerettet. Der 27-Jährige fiel am Nachmittag wegen eines epileptischen Anfalls vom Bahnsteig ins Gleis, während der Zug bereits Kurs auf den Bahnhof nahm, wie die Bundespolizei in der Hansestadt mitteilte.

Zwei Bekannte des Mannes und zwei Beamte seien dem Verunglückten sofort zur Hilfe geeilt. Mit vereinten Kräften sei es den vier Rettern gelungen, den Mann zu bergen und "sich selbst wenige Sekunden vor der Einfahrt des ICE 2038 auf den Bahnsteig zu retten", teilten die Einsatzkräfte mit. Der bereits einfahrende ICE hätte nicht rechtzeitig gestoppt werden können.

Mehr dazu lesen Sie hier.

08:35 Uhr

Sohn von Uschi Glas überfallen und geschlagen

Ben Tewaag erlebte einen unschönen Start ins Wochenende.
Ben Tewaag erlebte einen unschönen Start ins Wochenende.(Foto: dpa)

Der Sohn von Schauspielerin Uschi Glas, Ben Tewaag ("Promi Big Brother 2016"), ist am Berliner Hauptbahnhof überfallen worden. Ein 22-Jähriger habe am Freitagnachmittag versucht, Tewaag sein Gepäck zu entreißen und ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen, berichtet die "Bild"-Zeitung. "Der Kopf ist noch dran, aber die Schmerzen sind schon krass", sagte der 41-Jährige nach dem Angriff. "Die Lippe tut verdammt weh."

Ein Foto in dem "Bild"-Bericht zeigt Tewaags aufgeplatzte Lippe. Immerhin hätten Polizisten den Angreifer gefasst. "Die Polizei war sofort zur Stelle. Sie wussten sehr schnell, wer der Täter war", sagt Tewaag. Die Bundespolizei bestätigte "Bild" die Festnahme des mutmaßlichen Täters. Ins Krankenhaus ging Tewaag trotz blutender Lippe nicht.

Mehr dazu lesen Sie hier.

08:21 Uhr

13 Nigerianer sterben bei Selbstmordanschlägen

Übung der nigerianischen Polizei
Übung der nigerianischen Polizei(Foto: picture alliance / dpa)

Bei mehreren Selbstmordanschlägen sind in Nigeria 13 Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden. Wie aus Militärkreisen verlautete, sprengte sich am Abend zunächst eine Selbstmordattentäterin vor einem Restaurant in der Stadt Maiduguri in die Luft. Wenige Minuten später sprengten sich demnach zwei weitere Selbstmordattentäterinnen in die Luft.

Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand. Den Angaben aus Militärkreisen zufolge erfolgten die Anschläge jedoch kurz "nach Berichten über zahlreiche Boko-Haram-Mitglieder außerhalb der Stadt". Durch den Konflikt mit der Islamistengruppe sind seit 2009 in Nigeria mindestens 20.000 Menschen getötet worden, mehr als 2,6 Millionen Menschen wurden vertrieben.

07:43 Uhr

Türkei fordert 81 Auslieferungen von Deutschland

Erdogan ist auf Deutschland nicht gut zu sprechen.
Erdogan ist auf Deutschland nicht gut zu sprechen.(Foto: imago/Xinhua)

Die Türkei hat seit dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 von Deutschland die Auslieferung 81 mutmaßlicher Straftäter verlangt. Das geht aus einer Antwort des Bundesjustizministeriums auf eine Anfrage aus der Linken-Bundestagsfraktion hervor. Es bleibt aber unklar, wieviele Auslieferungsersuchen wegen Terrorismusverdachts gestellt wurden. Die Türkei wirft Deutschland vor, tausenden Terrorverdächtigen Schutz zu gewähren.

Präsident Recep Tayyip Erdogan beschwerte sich erst in der vergangenen Woche wieder darüber, dass Deutschland zu wenig gegen türkischstämmige Terrorverdächtige tue. "Sehen Sie, ich habe Deutschland 4500 Akten bezüglich der PKK gegeben. Und über keine einzige der 4500 Akten haben wir eine Rückmeldung bekommen", sagte er. Dasselbe gelte für Anhänger der Gülen-Bewegung, die in der Türkei als Terrororganisation gilt. Wievielen Auslieferungsersuchen die Bundesregierung nachgekommen ist, geht aus der Antwort nicht hervor.

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07:27 Uhr

Macrons Hund pinkelt in den Präsidentenpalast

Brigitte Macron führt Nemo aus.
Brigitte Macron führt Nemo aus.(Foto: imago/PanoramiC)

Offenbar findet Nemo, der Hund des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, die Sitzungen seines Herrchens mit Mitgliedern seiner Regierung überaus anregend: Wie auf einem Video des französischen Nachrichtenkanals LCI zu sehen ist, nutzte der zweijährige Rüde die Beratungen, um vor einem der reichverzierten Kamine des Elysée-Palasts sein Bein zu heben. Das ausdauernde, eindeutige Geräusch hinter ihrem Rücken lässt die Gesprächsteilnehmer aufhorchen, dann bringt es sie zum Lachen.

"Passiert das häufiger?", fragt einer der drei Staatssekretäre den Präsidenten. "Nein", antwortet dieser und fügt hinzu: "Sie haben bei meinem Hund ein völlig ungewöhnliches Verhalten ausgelöst". Nemo ist eine Mischung aus Labrador und Griffon, den Macron und seine Frau Ende August aus einem Tierheim holten. Sie folgten damit einer 50-jährigen Tradition, nach der alle französischen Staatschefs einen bellenden Palast-Mitbewohner haben.

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07:04 Uhr

Timberlake kehrt 14 Jahre nach Skandal zum Super Bowl zurück

Der Moment des vollkommen spontanen und rein zufälligen, also ganz und gar unbeabsichtigten Skandals...
Der Moment des vollkommen spontanen und rein zufälligen, also ganz und gar unbeabsichtigten Skandals...(Foto: picture alliance / Wise/EPA/dpa)

Der US-Popstar Justin Timberlake wird in der Halbzeit-Show des Super Bowl im kommenden Jahr auftreten. Der 36-Jährige veröffentlichte ein Video, in dem er sich über seine bevorstehende Show freut. "Ich habe die Halbzeit", schrieb er. Zeitgleich bestätigte die US-amerikanische Football-Liga NFL ihn als Hauptkünstler beim Finale am 4. Februar 2018 in Minnesota.

Der Auftritt findet 14 Jahre nach dem letzten Auftritt Timberlakes beim Super Bowl statt. Damals sorgte er gemeinsam mit der Sängerin Janet Jackson für einen Skandal. Am Ende ihrer Show riss Timberlake einen Teil des Oberteils Jacksons ab - und entblößte ihre Brustwarze.

US-Medien betitelten den Vorfall als "Nipplegate". Seitdem wird der Super Bowl mit einer Verzögerung von fünf Sekunden ausgestrahlt, um bei möglichen Pannen eine Übertragung zu verhindern.

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06:54 Uhr

Alles wird gut!

Ich habe heute Morgen als erstes meinen Kaffee verschüttet und dann den Defekt meines Geschirrspülers festgestellt. Aber hey, das Blatt kann sich immer noch wenden. Bei indonesischen Fußballern klappt das ja auch. Sehen Sie selbst:

 

06:45 Uhr

Weißer Hai attackiert junge Kajakfahrerin

Eine Jugendliche in Australien ist nur knapp einem Weißen Hai entkommen. Wie die australische Tageszeitung "The Advertiser" berichtet, angelte die 15-jährige Sarah Williams allein von ihrem Kajak aus, als der Hai ihr Boot vor der Küste der Stadt Adelaide im Süden Australiens streifte. Durch den Zusammenstoß fiel sie ins Wasser und geriet in Panik. "Als ich ins Wasser fiel und die Haiflosse sah, dachte ich, das ist wie im Film 'Der Weiße Hai'", sagte Williams.

Indem sie sich auf den Körper des Hais stellte, konnte sie wieder zurück in ihr Kajak gelangen. Vater, Bruder und Schwester der 15-Jährigen beobachteten den Vorfall von einem nahegelegenen Motorboot aus. Sie kamen ihr zu Hilfe und halfen ihr zurück in das Kajak. Der Weiße Hai hinterließ in dem Boot des Teenagers Zahnabdrücke. Auch eine Verletzung am Bein des Mädchens soll von dem Tier stammen.

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06:30 Uhr

Was heute wichtig wird

Am Sonntag gab es wieder einmal Proteste in Barcelona.
Am Sonntag gab es wieder einmal Proteste in Barcelona.(Foto: picture alliance / Santi Palacio)

Guten Morgen,

haben Sie sich schon an die Dunkelheit in der Frühe gewöhnt? Mir geht das ja immer noch gehörig auf den Zeiger ... Aber der Mensch ist ja glücklicherweise ein Gewohnheitstier. Auch deshalb präsentieren wir Ihnen heute wieder gewohnt spannende und unterhaltsame Nachrichten. Darunter:

  • die Entwicklungen im spanischen Unabhängigkeitsstreit
  • in Berlin gehen die Verhandlungen über eine Transfergesellschaft für die Air-Berlin-Mitarbeiter weiter
  • in Nürnberg wird ein Urteil erwartet im Prozess um den "Reichsbürger" von Georgensmünd, der einen Polizisten erschoss

Zudem schauen die Kollegen zurück auf ein spannendes Sport-Wochenende. Ihnen erst einmal einen guten Start in den Tag und immer daran denken: Das lange Wochenende naht (und wenn Sie keinen Brückentag nehmen konnten, lockt zumindest die Zeitumstellung mit einer Stunde mehr Schlaf)!

Mein Name ist Sebastian Huld. Anregungen und Kritik senden Sie mir bitte an sebastian.huld[at]nama.de oder via Twitter.

06:20 Uhr

Junger Mann attackiert in St. Gallen Menschen mit Axt

Tatort Tankstelle
Tatort Tankstelle(Foto: picture alliance / Eddy Risch/KE)

Ein mit einer Axt bewaffneter Jugendlicher hat in der Schweiz mehrere Menschen angegriffen, bevor er von der Polizei niedergeschossen und festgenommen wurde. Der 17-jährige Lette griff am Abend zunächst auf dem Platz vor der Post der Gemeinde Flums mehrere Passanten an, bevor er mit einem gestohlenen Fahrzeug flüchtete. Nach einem Unfall rannte er zu einer Tankstelle, wo er weitere Menschen mit seinem Beil verletzte. Schließlich konnte ihn die Polizei überwältigen.

Zur Schwere der Verletzungen, die der 17-Jährige seinen Opfern zufügte, wollte sich ein Polizeisprecher zunächst nicht äußern. Auch weitere Angaben zum Täter und seinem mutmaßlichen Motiv machte er nicht. Die Polizei des Kantons St. Gallen ging in der Nacht nicht von einem terroristischen Hintergrund aus.

06:13 Uhr

Tief "Elmar" bringt Herbstwetter zum Wochenstart

(Foto: picture alliance / Silas Stein/d)

Tief "Elmar" bringt uns heute viele Wolken und immer wieder Schauer. Auf den Bergen oberhalb von etwa 800 bis 1000 Metern fällt Schnee. Denn der lebhafte Wind aus nordwestlichen Richtungen bringt uns kühle Atlantikluft.

Somit sind auch die Temperaturen eher im ungemütlichen Bereich zwischen 8 und 14 Grad. In den kommenden Tagen wird es zwar erst einmal milder, jedoch dürfte das nur ein Intermezzo sein. Hier die Details.

Kommen Sie gut in den Tag. Ihr Björn Alexander

06:00 Uhr