Montag, 23. März 2020Der Tag

Heute mit Heidi Ulrich, Anne Grandjean und Uladzimir Zhyhachou
22:32 Uhr

Das war Montag, der 23. März 2020

Fast 30.000 Menschen sind in Deutschland bereits mit dem Coronavirus infiziert. Ist Bundeskanzlerin Merkel eine davon? Offenbar nicht - beim ersten Test ist keine Infektion festgestellt worden.

Was war heute sonst wichtig?

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Und bleiben Sie gesund!

22:17 Uhr

Tote liegen lange Zeit unbemerkt in spanischen Altenheimen

Bei der Desinfektion von Altenheimen im Zuge der Corona-Krise haben Soldaten in Spanien in mehreren Residenzen tote Senioren entdeckt. Die Leichen seien offensichtlich länger unbemerkt geblieben, berichteten mehrere Medien unter Berufung auf die Militärische Nothilfeeinheit UME. Verkehrsminister José Luis Ábalos bestätigte anschließend die Berichte. Man habe noch wenige Informationen.

Verteidigungsministerin Margarita Robles hatte vor den Berichten schon morgens im TV-Sender Tele5 gesagt, Soldaten hätten in Heimen Senioren gesehen, "die völlig verlassen, wenn nicht sogar tot auf ihren Betten" lagen. Man werde gegen die Verantwortlichen für solche Missstände in den Heimen "unerbittlich vorgehen".

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21:55 Uhr
Breaking News

Britische Regierung verhängt dreiwöchige Ausgangsbeschränkungen

Wegen der Corona-Krise verhängt Großbritannien eine mindestens dreiwöchige Ausgangssperre. Die Maßnahme gelte ab Montagabend, erklärte Premierminister Boris Johnson. Wegen des neuartigen Coronavirus gelten weltweit mittlerweile für mehr als eine Milliarde Menschen Ausgangssperren oder Ausgangsbeschränkungen.

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21:31 Uhr

Belgien zerstörte sechs Millionen Schutzmasken

Wenige Monate vor Beginn der Corona-Krise hat die belgische Regierung sechs Millionen derzeit dringend benötigter Schutzmasken zerstören lassen - ohne für Nachschub zu sorgen.

Die Masken waren 2009 für den Kampf gegen die Schweinegrippe angeschafft worden, wie das belgische Nachrichtenmagazin "Le Vif" unter Berufung auf das Protokoll eines Treffens der belgischen Risiko-Management-Gruppe berichtete. Im vergangenen Jahr seien sie dann wegen ihres abgelaufenen Haltbarkeitsdatums entsorgt worden. Aus Kostengründen habe Gesundheitsministerin Maggie De Block keinen Ersatz angeschafft.

Dem Bericht zufolge handelte es sich bei den zerstörten Masken um den Typ FFP2. Dies seien die einzigen Masken, die eine Ansteckung mit dem Coronavirus verhinderten.

20:48 Uhr

Bundeswehr-Spion muss fast sieben Jahre in Haft

Im Prozess wegen Spionage bei der Bundeswehr für einen iranischen Nachrichtendienst hat das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz den Hauptangeklagten zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten verurteilt. Seine Ehefrau bekam eine Bewährungsstrafe von zehn Monaten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der einstige Übersetzer und landeskundliche Berater bei der Bundeswehr in Daun in der Eifel wurde wegen Landesverrats in einem besonders schweren Fall verurteilt. Außerdem hatte der Deutsch-Afghane nach Überzeugung des OLG Dienstgeheimnisse verletzt.

Der frühere Zivilangestellte hatte laut Gericht unter Missbrauch seiner verantwortlichen Stellung für insgesamt mehr als 34.000 Euro Honorar militärische Staatsgeheimnisse an einen iranischen Nachrichtendienst weitergegeben.

20:19 Uhr
Breaking News

Mehr als 29.000 Corona-Infizierte in Deutschland

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In Deutschland steigt die Zahl der Corona-Infizierten weiter. Inzwischen ist bei mehr als 29.000 Menschen das Virus nachgewiesen worden, wie ntv-Berechnungen auf Grundlage der Angaben von Ländern und Kommunen ergeben. 120 Menschen sind bislang an der Infektion gestorben.

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20:01 Uhr

Mann überfährt eigenes Kind mit Radlader

Bei einem tragischen Unfall auf einem Bauernhof im niedersächsischen Haren ist ein zweijähriger Junge ums Leben gekommen. Er wurde von einem Radlader erfasst, der von seinem eigenen Vater gesteuert wurde. Der Junge starb noch an der Unfallstelle.

Der Vater und die übrige Familie stünden "massiv unter Schock", teilte die Polizei mit. Die Polizei nahm Ermittlungen zum genauen Hergang des Geschehens auf.

20:00 Uhr
19:25 Uhr

Dorf Sankt Corona lacht nicht mehr über seinen Namen

Zu Beginn der Coronavirus-Pandemie amüsierten sich die Bewohner der kleinen Gemeinde Sankt Corona in Österreich noch darüber, sich den Namen mit dem neuartigen Virus zu teilen - inzwischen fürchtet das Dorf jedoch um sein Tourismus-Marketing.

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  • Seit klar geworden sei, wie ernst die Pandemie ist, hätten die Witze über den Namen seines Ortes aufgehört, sagte Bürgermeister Michael Gruber der AFP. Er gehe davon aus, dass das Maskottchen des Dorfes - eine Ameise namens "Corona" - wohl ausgetauscht werden müsse.
  • Bislang wird die in traditionelle Tracht gekleidete Ameise in Broschüren eingesetzt, die das eine Autostunde von Wien entfernte Dorf als Ausflugsziel bewerben.
  • Seit 2014 ist in dem knapp 400 Einwohner zählenden Ort am Fuße des Kampstein viel Geld in den Ausbau der touristischen Infrastruktur geflossen. Vor allem im Sommer kommen viele Besucher zum Sommerrodeln, Fahrradfahren oder Wandern in den Ort auf 844 Metern Höhe.
19:09 Uhr

Coronavirus könnte auch für Gorillas gefährlich werden

Die Corona-Pandemie stürzt die ganze Welt in eine schwere Krise. Aber nicht nur Menschen sind von dem Virus betroffen. Forscher warnen jetzt davor, dass sich auch die ohnehin schon stark gefährdeten Berggorillas mit dem Coronavirus infizieren könnten, wie „ABC News“ berichtet. Ein Drittel aller noch lebender Berggorillas lebt im Virunga National Park in der Demokratischen Republik Kongo.

Als Sicherheitsmaßnahme für die seltenen Tiere dürfen den Park nun bis zum 1. Juni keine Besucher mehr betreten. Denn: Das Coronavirus ist laut aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen wohl für alle Primaten gefährlich. Neben den Berggorillas zählen dazu unter anderem auch Schimpansen. Auch im benachbarten Ruanda dürfen drei Nationalparks zeitweise nicht mehr von Touristen oder Wissenschaftlern betreten werden.

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18:26 Uhr

Alle Moskauer über 65 sollen zu Hause bleiben - außer einem

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Moskauer Babuschkas müssen daheim bleiben.

(Foto: imago/photothek)

Sergej Sobjanin, Moskauer Bürgermeister, hat wegen der Coronavirus-Pandemie allen Russen über 65 Jahren verordnet, zu Hause zu bleiben oder in die Datsche aufs Land zu fahren.

Die älteren Moskauer sowie chronisch Kranke müssten ab Donnerstag bis zum 14. April daheim bleiben, erläuterte Sobjanin, der Russlands Maßnahmen gegen die Pandemie koordiniert, in einem Video auf seiner Website.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow beeilte sich klarzustellen, dass dies nicht für Russlands 67 Jahre alten Staatschef Wladimir Putin gilt.

17:49 Uhr

"Wer wird Millionär" führt neue Joker ein

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Günther Jauch ändert die Spielregeln.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Quiz-Show "Wer wird Millionär?" führt wegen des Coronavirus neue Joker ein. Der Grund: Die neuen Folgen werden ohne Publikum produziert. Damit sind auch die bisherigen Joker, bei denen man einen oder alle Menschen im Publikum befragen konnte, hinfällig. Dafür werden nun ein "Millionärsjoker" und ein "Begleitpersonenjoker" eingeführt:

  • Beim "Millionärsjoker" bilden nach RTL-Angaben drei ehemalige "Wer wird Millionär?"-Millionäre das Publikum. Einer kann vom Kandidaten befragt werden.
  • Beim "Begleitpersonenjoker" darf man - wie es der Name andeutet - die jeweilige Begleitperson ins Boot holen.

Die "WWM"-Ausgaben im März wurden bereits vor den bundesweiten Maßnahmen gegen das Virus aufgezeichnet, daher sieht man dort noch Publikum. Die Shows ohne Zuschauer werden ab April zu sehen sein.

17:16 Uhr

Jäger erschießt Kollegen bei der Jagd

In Niedersachsen hat ein Jäger einen Kollegen während der Jagd mit einem Schuss getroffen und dadurch getötet. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden sagte, der Vorfall habe sich am Sonntag in der Gemeinde Marklohe ereignet. Ein 64 Jahre alter Mann sei der Schütze, ein 44-Jähriger das Opfer gewesen.

Nach Informationen der dpa habe der 64-Jährige gegen 19 Uhr in größerer Entfernung etwas gesehen, was er in der Dämmerung für ein Stück Wild hielt, und daraufhin einen Schuss abgefeuert. Dabei traf er den anderen Jäger. Der 64-Jährige habe selbst die Polizei gerufen, hieß es.

Als die Beamten und Rettungskräfte in dem Waldstück eintrafen, war der 44-Jährige bereits tot. Gegen den 64-Jährigen wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:45 Uhr

Waffenkäufe in Ungarn boomen wegen Coronakrise

In Ungarn befürchtet man Aufstände während der Coronakrise. Um darauf vorbereitet zu sein, decken sich nun viele Ungarn mit Waffen ein. "Wir verkaufen derzeit fünfmal so viele Waffen wie in einem normalen März", sagt Gabor Vass, der drei Geschäfte in der Hauptstadt Budapest betreibt. "Wir könnten 15-mal so viel verkaufen, wenn wir mehr Waffen für Gummigeschosse hätten, aber die sind ausverkauft."

In Ungarn gelten strikte Waffengesetze, allerdings sind Waffen mit kleinerem Kaliber davon ausgenommen. "Die Leute sind verrückt geworden. Sie kaufen alles, wofür sie keine Lizenz benötigen. Gaspistolen, Gummigeschosse, sogar Pfeil und Bogen, was ernsthafte Verletzungen hervorrufen kann."

16:40 Uhr
Breaking News

Erster Corona-Test bei Merkel ist negativ

Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel auf das Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. "Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. "Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt."

Mehr dazu lesen Sie hier.

16:24 Uhr

Altmaier: Bund übernimmt notfalls Firmen

Viele Unternehmen stehen wegen der Corona-Krise vor dem wirtschaftlichen Abgrund. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat nun jedoch erneut deutlich gemacht, dass der Staat notfalls auch Firmen teilweise oder ganz übernehmen wird - wenn die Unternehmen größere Bedeutung für das Land haben. Man lege es nicht darauf an, "aber unser Land muss sich schützen können". Durch diese Pandemie dürften die Wirtschaftsstrukturen in Deutschland nicht nachhaltig beschädigt werden, sagte Altmaier nach einer Kabinettssitzung. Allerdings wolle man so wenig wie möglich eingreifen - aber "im Bedarfsfalle auch handeln".

16:06 Uhr

RTL zeigt Ihre Video-Grüße

Sie können Ihre Familie und Freunde wegen Corona nicht sehen, wollen ihnen aber unbedingt etwas Liebes sagen und zeigen, dass Sie an sie denken? RTL startet eine Aktion, die Ihnen dabei helfen kann.

  • Schicken Sie eine Videobotschaft für Ihre Liebsten per E-Mail an post@rtl.de.
  • Egal, ob die Oma für ihren Enkel, ein Liebespaar oder die besten Freunde: Sagen Sie kurz, wer Sie sind und für wen die Nachricht bestimmt ist, RTL zeigt dann die emotionalsten, lustigsten und schönsten Videobotschaften im Fernsehen und online.
  • Ganz wichtig: Bitte maximal 30 Sekunden lang und geben sie als Betreff "Gruß an die Liebsten" an.
15:46 Uhr

Polizei: Tinder-Dates trotz Kontaktverbot okay

Auf Twitter klärt die Berliner Polizei unter dem Hashtag "#faktencheck" darüber auf, wie sich die Bürger unter dem aktuell geltenden Kontaktverbot verhalten sollen. Berliner dürfen demnach ihre Lebensgefährtinnen und Lebensgefährten weiterhin besuchen. Als ein neugieriger User fragt, ob dazu auch Tinder-Dates zählen würden, bejaht das die Polizei - schließlich ginge es dabei ja meistens nur ums "Reden".

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15:07 Uhr

Angeblich Infizierter leckt Rolltreppe ab

In der Münchner U-Bahn und an einer Haltestelle hat ein Mann einen Fahrkartenautomaten, eine Haltestange und den Handlauf einer Rolltreppe abgeleckt. Er gibt selbst an, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Der 33-Jährige filmte seine Aktion und postete das Video unter dem Hashtag „#Coronachallenge“ in den sozialen Medien. Daraufhin wurde er angezeigt. Die Polizei nahm ihn vorläufig fest. Nun wird gegen den Mann wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Ob er sich tatsächlich ansteckte oder nur einen üblen Scherz machte, ist noch unklar.

15:00 Uhr

Schichtwechsel

Heidi Ulrich verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ab sofort und bis zum späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag", heute zusammen mit meiner Kollegin Anne Grandjean. Wir wünschen Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:32 Uhr

Ganzer Ortsteil in Thüringen steht unter Quarantäne

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Feuerwehrleute sperren eine Straße gut einen Kilometer vor Neustadt am Rennsteig.

(Foto: dpa)

Die gut 900 Einwohner von Neustadt am Rennsteig sind seit gestern isoliert. Der Ortsteil der Landgemeinde Stadt Großbreitenbach steht für zwei Wochen unter Quarantäne. Von der Kreisverwaltung des Ilm-Kreises heißt es, man habe sich zu dem Schritt entschieden, weil sechs der bekannten elf Fälle im Kreis von bestätigten Infektionen aus dem Bereich Neustadt stammten. "Dort hängen viele Kontaktpersonen daran." Allein bis gestern Abend hatte das Gesundheitsamt 69 Kontaktpersonen ausgemacht. Die Bewohner seien via Lautsprecher über die Allgemeinverfügung informiert worden. Ausnahmen von der Quarantäne gelten unter anderem für Pflegedienste und Rettungskräfte. Wie die sonstige Versorgung der Bewohner in der Zeit sichergestellt wird, berät nun ein Krisenstab.

13:52 Uhr

Wegen Quarantäne - Scholz springt für Merkel im Bundestag ein

Weil Kanzlerin Angela Merkel Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatte und nun in häuslicher Quarantäne ist, spricht Vizekanzler Olaf Scholz übermorgen für sie im Bundestag. Merkel habe ihn gebeten einzuspringen, sagte Scholz nach einer Kabinettssitzung. Die Kanzlerin hatte daran telefonisch teilgenommen. Ein Arzt, der Merkel am vergangenen Freitag gegen Pneumokokken geimpft hatte, wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Der Bundestag soll übermorgen zahlreiche Gesetze im Zusammenhang mit der Corona-Krise verabschieden. Merkel wollte die Debatte zur Bewältigung der Pandemie ursprünglich selbst eröffnen. Nun wird ihr das nicht möglich sein.

13:22 Uhr

Kunde rastet wegen geringen Sicherheitsabstands aus

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzuschränken, soll man mindestens 1,5 Meter Sicherheitsabstand zu anderen Menschen halten. In einer Drogerie im nordrhein-westfälischen Kamen ist es wegen des Sicherheitsabstands zu einer Auseinandersetzung gekommen. Ein 41-jähriger Kunde soll mit einem Besenstil auf einen anderen Kunden eingeschlagen haben, weil der angeblich in der Kassenschlange nicht genug Abstand hielt. Den Besen wollte der 41-Jährige gerade kaufen. Der angegriffene 46-Jährige kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus, wie die Polizei berichtete. Gegen den mutmaßlichen Angreifer läuft nun ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

12:52 Uhr

Spaziergänger findet totes Baby

Aus Brandenburg kommt eine traurige Nachricht: An einem Flussufer in der Nähe von Hohenfelde in der Uckermark hat ein Spaziergänger ein totes Baby gefunden. Das teilte die Polizei in Frankfurt an der Oder mit. Es wurden bereits Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts aufgenommen. Im Laufe des Tages soll der Leichnam obduziert werden.

12:40 Uhr
Breaking News

Kabinett beschließt Hilfspaket zur Corona-Krise

Zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen in der Corona-Krise hat das Bundeskabinett ein beispielloses Hilfspaket beschlossen. Dafür will sich der Bund in diesem Jahr mit der Rekordsumme von rund 156 Milliarden Euro neu verschulden. Zudem sollen Mieter entlastet, Hartz-IV-Anträge erleichtert und Kliniken unterstützt werden. Einzelheiten finden Sie gleich in der ausführlichen Meldung.

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12:26 Uhr

Bundesbank: Rezession ist unvermeidbar

Wegen der Corona-Pandemie wissen viele Unternehmerinnen und Unternehmer gerade nicht, wie es mit ihrer Firma weitergeht. Auch für die deutsche Wirtschaft als Ganzes sind die Aussichten im Moment recht düster. Die Bundesbank erwartet "massive wirtschaftliche Auswirkungen". Und das mindestens für die erste Jahreshälfte.

  • "Das Abgleiten in eine ausgeprägte Rezession ist nicht zu verhindern", schreibt sie in ihrem Monatsbericht.
  • Eine wirtschaftliche Erholung werde erst dann einsetzen, wenn die Pandemiegefahr wirksam eingedämmt sei. Die konjunkturelle Entwicklung sei daher "von beispielloser Unsicherheit gekennzeichnet".
  • "So dürften beispielsweise das Gastgewerbe und die Unterhaltungsbranche, aber auch Messebetriebe und Luftfahrtunternehmen stark von sinkender Nachfrage und vorsorglichen Schließungen betroffen sein", erklärte die Bundesbank.
  • Hinzu kämen Ausstrahleffekte aus dem Ausland, unter denen vor allem die Exporteure und damit die Industrie leiden werde. "So dürfte die Nachfrage nach deutschen Exporten in den von der Pandemie besonders betroffenen Ländern erheblich zurückgehen."
12:08 Uhr

Lionel Richie könnte Spenden-Hymne neu aufnehmen

Erst in der vergangenen Woche haben sich Hollywood-Promis wie Gal Gadot aus der Quarantäne gemeldet, um in der Corona-Krise zu mehr Zusammenhalt und Frieden aufzurufen. Jetzt überlegt Lionel Richie seinen Hit "We are The World" neu aufzulegen. Vor zwei Wochen habe er es noch abgelehnt, etwas mit dem Song zu machen, sagte der 70-Jährige im US-Magazin "People". Auch wenn sich die Veröffentlichung zum 35. Mal jährt, sei es nicht die Zeit, Platten zu verkaufen. "Doch die Message ist so klar", sagte Richie. 1985 hatte der in Kooperation mit Michael Jackson und Quincy Jones entstandene Song mehr als 50 Millionen Dollar für einen Afrika-Hilfsfonds eingebracht. 2010 hatten Stars wie Barbra Streisand und Kanye West den Welthit neu aufgenommen - der Gewinn floss in Hilfsmaßnahmen für das vom Erdbeben zerstörte Haiti. Hier das Original:

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12:00 Uhr
11:38 Uhr

Brandenburger LKA beschlagnahmt Kriegswaffen

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(Foto: Polizei Brandenburg)

In Brandenburg haben LKA-Ermittler Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmt. Unter anderem im Landkreis Märkisch-Oderland durchsuchten sie mehrere Wohnungen und Fahrzeuge. Dabei fanden die Ermittler auch Nazidevotionalien, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Frankfurt Oder gemeinsam erklärten. Beschlagnahmt wurden über 30 Lang- und Kurzwaffen sowie Munition. Darunter waren Maschinenpistolen, Granaten und eine Panzerfaust. Die Ermittler sprachen von einem Schlag gegen internationale Waffenhändler. Mehrere Verdächtige wurden vorübergehend festgenommen. Sie haben Geständnisse abgelegt. Auf die Spur kamen die Ermittler den Verdächtigen durch einen Hinweis des österreichischen Verfassungsschutzes.

10:38 Uhr

Wiener Polizei bedankt sich mit Streifenwagen-Korso

Ein Polizeiwagen-Korso ist gestern durch Wien gerollt. Damit wollte sich die Polizei bei allen Menschen bedanken, die sich an die Regeln rund um die Corona-Krise halten. In den sozialen Medien kam die Aktion bei vielen Nutzern gut an. Andere fanden sie zum Fremdschämen oder sahen darin eine Art Machtdemonstration. "Was ist mit euch los?", fragt ein Twitter-Nutzer.

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10:08 Uhr

Spenden für Obdachlose hängen an "Gabenzäunen"

Die Corona-Krise macht erfinderisch. Außerdem zeigen viele Menschen um so mehr, wie hilfsbereit sie sind. In mehreren Städten gibt es jetzt "Gabenzäune" für Obdachlose. In Berlin und Leipzig etwa. Wer etwas spenden will, hängt einfach eine Tüte an den Zaun. Darin sind zum Beispiel Äpfel, Tampons oder Decken. "Lieber Mensch* ohne Zuhause bitte nimm dir was du dringend brauchst vom Gabenzaun", steht auf einem Zettel an einem der "Gabenzäune" in Berlin.

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Ein "Gabenzaun" im Leipziger Stadtteil Connewitz:

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09:35 Uhr

Mutter und Kind durch ausströmendes Gas verletzt

Kohlenmonoxid ist unsichtbar und geruchlos – das kann fatal sein. Immer wieder erleiden Menschen eine Kohlenmonoxidvergiftung, etwa weil Gas durch einen Defekt an der Gastherme ausströmt. Nun sind in Düsseldorf eine Mutter und ihr dreijähriges Kind in eine Klinik gebracht worden, nachdem sie das Gas eingeatmet hatten. Die Feuerwehr wurde alarmiert, weil es dem Kind nicht gut ging. In der Wohnung schlug dann der Kohlenmonoxidmelder der Sanitäter an. Als Ursache wird eine defekte Gastherme vermutet.

09:15 Uhr

Start der Formel 1 dürfte sich weiter verzögern

Der Saison-Start der Formel 1 dürfte sich weiter verschieben. Mehrere Medien berichten, der Große Preis von Aserbaidschan am 7. Juni stehe vor einer Verschiebung. Dafür hätten sich die Verantwortlichen in Baku ausgesprochen. Der Aufbau für das Stadtrennen sei aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht mehr zeitlich einzuhalten. Der früheste Saisonstart wäre somit am 14. Juni mit dem Großen Preis von Kanada in Montréal. Vorher war schon das Rennen in Melbourne abgesagt worden.

Update: Die Organisatoren in Baku haben den Grand Prix nun offiziell verschoben. Ein neuer Termin steht aber noch nicht fest.

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:39 Uhr

Trump lässt Notlazarette errichten

Für New Yorks Bürgermeister de Blasio ist die Millionenmetropole momentan das "Epizentrum" der Corona-Pandemie in den USA.

New York entwickelt sich zu einem neuen Zentrum der Pandemie.

(Foto: REUTERS)

Der Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus war in den USA vergleichsweise langsam angelaufen, unter anderem waren nur wenige Tests gemacht worden. Inzwischen sind alleine im Bundesstaat New York fast 16.000 Menschen infiziert, 117 Menschen sind gestorben. US-Präsident Trump hat nun die Einrichtung von Feldlazaretten in besonders stark betroffenen Regionen des Landes angeordnet. In Kalifornien würden acht Notlazarette mit insgesamt 2000 Betten installiert, sagte er. In New York und Washington solle es insgesamt vier mobile Kliniken mit 2000 Betten geben.

Trump wird vorgeworfen, die Ausbreitung des Virus in den USA anfänglich verharmlost zu haben. Der US-Präsident beschuldigt China, nicht frühzeitig genug über den Ausbruch des Erregers informiert zu haben: "Sie hätten uns davon berichten sollen", sagte er.

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08:22 Uhr

Städtetag findet Kontakt-Einschränkungen verhältnismäßig

Seit heute dürfen wir uns nur noch alleine oder zu zweit oder mit unseren Mitbewohnern zusammen im öffentlichen Raum bewegen. Der Deutsche Städtetag hält diese Einschränkungen für "richtig und verhältnismäßig". Sie seien nötig, damit sich in der Corona-Krise nicht nur die große Mehrheit der Bürger, "sondern alle" angemessen verhielten, sagte Städtetag-Präsident Burkhard Jung der Funke Mediengruppe. Er kündigte an, dass in den Städten die Ordnungsbehörden gemeinsam mit der Polizei sicherstellen würden, dass das Kontaktverbot umgesetzt werde. Hier finden Sie noch mal eine Übersicht der neuen Regeln:

Einigung von Bund und Ländern

  • Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
  • In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den unter I. genannten Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten.
  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.
  • Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben selbstverständlich weiter möglich.
  • Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden.
  • Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagestudios (therapeutische Massagen bleiben möglich), Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.
  • In allen Betrieben und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen.
  • Diese Maßnahmen sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben.

08:02 Uhr

Drei mit Corona infizierte Ärzte auf Philippinen gestorben

Im Kampf gegen das Coronavirus sind auf den Philippinen mindestens drei infizierte Ärzte ums Leben gekommen. Sie hatten sich in drei unterschiedlichen Kliniken von Manila infiziert, wie der Medizinverband der Philippinen und die Krankenhäuser mitteilten. Der südostasiatische Inselstaat hat bisher 380 Patienten mit dem Virus verzeichnet, 25 von ihnen starben.

In den Krankenhäusern mangelt es an Schutzausrüstung. Bei den meisten Stationen sei der Vorrat aufgebraucht, sagte der Manager des philippinischen Lungenzentrums, Antonio Ramos, in einem Radiointerview. In einer Klinik in der Provinz Laguna mussten sich die Ärzte und Schwestern mit Plastiktüten als Schutz behelfen. Landesweit mussten sich Hunderte Klinikmitarbeiter in Quarantäne begeben. "Alle sind müde, aber wir haben keine Wahl, wir haben uns diese Arbeit ausgesucht", sagte Ramos weter. "Wir haben keine Zeit dafür, um unsere Freunde zu trauern."

07:40 Uhr

Bon-Jovi-Mitglied ist mit Coronavirus infiziert

David Bryan, Keyboarder der Band Bon Jovi, wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Er sei bereits seit einer Woche krank, fühle sich aber täglich besser, schrieb er bei Instagram. Er sei seit einer Woche unter Quarantäne und werde dort für eine weitere Woche bleiben. "Und wenn ich mich besser fühle, werde ich erneut getestet, um sicherzustellen, dass ich frei von diesem bösen Virus bin." Seine Fans bittet er, zusammenzustehen und sich gegenseitig zu helfen.

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07:20 Uhr

Kann Herdenimmunität Corona bremsen?

Um diese Frage geht es in der neuen Folge unseres Podcasts "Wieder was gelernt". Der Kollege Johannes Wallat hat darüber mit einem Kinder- und Jugendarzt gesprochen.

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07:04 Uhr

Die Woche startet sonnig und frostig

ntv-Meteorologe Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Hoch "Jürgen" sorgt für einen sehr sonnigen, aber auch kalten Wochenstart. Denn zunächst einmal gibt es verbreitet Frost oder Bodenfrost. Am kältesten beginnt der Tag in geschützten und höheren Lagen im Süden und Südosten: Haidmühle (Bayrischer Wald) vermeldet aktuell minus 17, in Marienberg-Kühnhaide (Erzgebirge) und auf der Zugspitze sind es minus 14 Grad. Dafür wird es tagsüber dann oft strahlend schön. Lediglich im Osten kommen ein paar harmlose Quellwolken mit dazu. Doch auch dort wird es für 10 bis 11 sonnige Betriebsstunden reichen. Ansonsten gibt es oft die Maximalausbeute beim Sonnenschein. Und das sind 12 Sonnenstunden. Aber dabei das Eincremen nicht vergessen. Gerade bei empfindlichen Hauttypen. Der UV-Index bewegt sich meistens bei 3 bis 4, im Bergland darüber. Je nach Höhenlage mit 5 bis 7. Die Temperaturen erreichen maximal 1 bis 11 Grad, fühlen sich aber durch den strammen Ostwind deutlich kühler an. Die weiteren Aussichten: zuerst sonnig und kalt, bevor es milder und wechselhafter wird. Hier die Details, mit denen ich Ihnen einen guten Start in die neue Woche wünsche. Ihr Björn Alexander

06:44 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Die Fußball-Europameisterschaft ist schon auf nächstes Jahr verschoben. Nun deutet sich auch eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele wegen der Corona-Pandemie an. So schön beide Events auch sind, es gibt Wichtigeres, wenn Sie mich fragen. Heute zum Beispiel stehen die Hilfen für Familien, Unternehmen, Arbeitnehmer, Selbstständige und Mieter auf dem Programm. Das Kabinett will ein Hilfspaket auf den Weg bringen. Übermorgen soll der Bundestag abstimmen, Freitag der Bundesrat.

  • Mehr zum Paket geben Wirtschaftsminister Altmaier und Finanzminister Scholz ab 12.30 Uhr bekannt.
  • Ab 15 Uhr beraten auch die EU-Finanzminister über Hilfen für die Wirtschaft. Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, erstmals überhaupt die europäischen Schulden- und Defizitregeln auszusetzen, um den Mitgliedsstaaten freie Hand für Krisenhilfen zu geben.
  • Die EU-Außenminister sprechen ab 11 Uhr über die Rückholaktionen für EU-Bürger, die im Ausland gestrandet sind.

Ich wünsche Ihnen trotz der Corona-Krise einen schönen Tag!

 

06:18 Uhr

Klinische Tests von vier Mitteln für Covid-19 starten

Es läuft nicht nur die Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus, sondern auch die Suche nach Medikamenten, um die Lungenkrankheit Covid-19 besser zu behandeln. In Europa beginnen nun klinische Tests von vier Mitteln.

  • Bei den Tests an rund 3200 Versuchspersonen kämen die Mittel Remdesivir, Lopinavir sowie Ritonavir mit oder ohne die Wirkstoffe Interferon Beta und Hydroxychloroquin zum Einsatz, teilte die französische staatliche Forschungseinrichtung Inserm mit.
  • Getestet werden soll an Patienten in Frankreich, Deutschland, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien, die mit dem Virus infiziert sind und deswegen in einem Krankenhaus behandelt werden.
  • Der Generaldirektor im französischen Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, erläuterte, die Medikamente würden "unter strikter Aufsicht" getestet.
Mehr dazu lesen Sie hier.
06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht