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Der Tag Montenegro wählt pro-europäischen Präsidenten

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Djukanovic ließ sich im Wahlkampf als "Anführer, Staatsmann und Präsident aller Bürger" feiern.

(Foto: AP)

Nach zweijähriger Abwesenheit von der politischen Bühne ist dem Ex-Präsidenten Montenegros, Milo Djukanovic, ein Comeback gelungen: Der prowestliche Politiker habe bei der Präsidentschaftswahl in der Balkanrepublik gleich im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen gewonnen, teilte seine Partei in Podgorica mit. Damit muss der 56-Jährige nicht in eine Stichwahl gegen seinen stärksten Konkurrenten Mladen Bojanic.

"Sieg für die europäische Zukunft von Montenegro", sagte Djukanovic nach der Wahl. Der 56-Jährige ist seit rund einem Vierteljahrhundert der einflussreichste Politiker des kleinen Balkanstaates, der früher zu Jugoslawien gehörte. Sechs Mal übte er in der Zeit das Amt des Regierungschefs aus, zwischen 1998 und 2002 war er schon einmal Präsident. Gegner werfen ihm dagegen autoritäres Gebaren, Korruption, Vetternwirtschaft und Verbindungen zur organisierten Kriminalität vor.

Quelle: n-tv.de