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Der Tag Österreich knüpft Sozialhilfe an Sprachkenntnisse

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Wer nicht ausreichend Deutsch oder Englisch spricht, bekommt in Österreich künftig weniger Sozialhilfe.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Österreich sollen Menschen mit mangelnden Deutsch- oder Englischkenntnissen künftig nicht mehr die volle Höhe der Sozialhilfe erhalten. Das beschloss die rechtskonservative Regierung von Bundeskanzler Sebastian Kurz. In Kraft treten soll das Gesetz im April 2019.

  • Die Mindestsicherung wird demnach künftig landesweit einheitlich bei 863 Euro im Monat liegen. Davon sollen aber 300 Euro monatlich an Bedingungen geknüpft werden. Von der Neuregelung betroffen sind vor allem Asylberechtigte oder Zuwanderer, denen bei mangelnden Deutschkenntnissen (weniger als B1-Niveau) oder aber Englischkenntnissen (weniger als C1-Niveau) die staatliche Hilfe gekürzt werde.
  • Weniger Geld wird es auch für Familien mit mehreren Kindern geben, während Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige oder Alleinerziehende mehr erhalten sollen. Für Drittstaatsangehörige sowie EU-Bürger plant die Regierung eine fünfjährige Wartefrist.
  • Laut Kurz ist die Zahl der Sozialhilfe-Empfänger im Vergleich zu 2012 um fast das Doppelte gestiegen. "Jeder zweite Bezieher von Mindestsicherung in Österreich ist ausländischer Staatsbürger", sagte Kurz.

Quelle: ntv.de

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