Samstag, 01. Oktober 2022Der Tag

mit Yuki Schubert
Yuki Schubert
22:30 Uhr

Das war Samstag, der 1. Oktober 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

Moskau hat die Truppen aus dem strategisch wichtigen Ort Lyman in Donezk abgezogen, um einer Einkesselung zu entgehen. Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj halten dort die Kämpfe allerdings an. "Die ukrainische Flagge ist bereits in Lyman in der Donezk-Region. Die Kämpfe gehen dort weiter", sagt Selenskyj in seiner täglichen Videobotschaft. Einen Überblick über den heutigen Kriegstag erhalten Sie hier und für rund um die Uhr Updates empfehle ich Ihnen unseren Ukraine-Krieg-Ticker.

Derweil hat nach den Explosionen an den Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2 in der Ostsee Innenministerin Nancy Faeser Unterstützung bei den Ermittlungen für Dänemark und Schweden angekündigt. Und Verteidigungsministerin Lambrecht musste bei einem Überraschungsbesuch in Odessa in den Luftschutzbunker.

Diese Themen sind sehr empfehlenswert:

Mit diesem Überblick möchte ich mich von Ihnen verabschieden. Ich hoffe, Sie hatten heute einen angenehmen Tag und sind gut in den Oktober gestartet, vielleicht sogar mit dem 29-Euro-Ticket, falls Sie in Berlin unterwegs sind. Machen Sie sich einen schönen Restabend.

Ihre Yuki Schubert

22:03 Uhr

Nach Militärrevolte in Burkina Faso: Frankreich weist Beteiligung zurück

Einen Tag nach dem Militärputsch in Burkina Faso hat die französische Botschaft in dem westafrikanischen Land jegliche Beteiligung an den Geschehnissen zurückgewiesen. Der abgesetzte Präsident, Oberstleutnant Paul-Henri Sandaogo Damiba, befinde sich weder in der diplomatischen Vertretung noch auf einem französischen Militärstützpunkt, erklärte heute die Botschaft - und wies damit einen Vorwurf der neuen Machthaber zurück. Ein Vertreter der Junta hatte im staatlichen Fernsehen RTB gesagt, Damiba habe auf dem Stützpunkt Unterschlupf gefunden. Dieser plane, zurückzuschlagen.

Acht Monate nach dem letzten Staatsstreich hatte ein Teil des Militärs um Hauptmann Ibrahima Traoré am Vortag erneut geputscht. Wo sich Damiba aufhält, blieb unklar. Die neuen Machthaber warfen ihm vor, nicht mit "anderen Partnern" im Kampf gegen den Terrorismus kooperieren zu wollen. Es blieb offen, um wen es sich dabei handelte.

21:40 Uhr

Neunjährige stirbt bei Schießerei in Liverpool - 34-Jähriger angeklagt

Im Fall des zu Hause erschossenen neun Jahre alten Mädchens aus Liverpool ist ein 34-Jähriger wegen Mordes angeklagt worden. Das teilte die Polizei nun mit, nachdem der Verdächtige am Donnerstag festgenommen wurde. Der Vorfall Ende August hatte in ganz Großbritannien für Entsetzen gesorgt. Berichten zufolge wurde das Mädchen zufällig zum Opfer, als seine Mutter die Tür öffnete, um nach der Ursache für den Lärm auf der Straße zu sehen. Ein 35-jähriger Mann drängte sich daraufhin ins Haus, um sich vor seinem bewaffneten Verfolger zu retten. Der feuerte mehrere Schüsse durch die halbgeöffnete Tür in den Hausflur und traf das Mädchen tödlich. Die 46 Jahre alte Mutter wurde am Handgelenk verletzt. Es handelte sich nach ersten Erkenntnissen vermutlich um einen Bandenkrieg in der Liverpooler Unterwelt.

21:15 Uhr

40-Jähriger liefert sich mit Polizei Verfolgungsjagd über mehrere Autobahnen in Hessen

Was eine Fahrt: Ein 40-Jähriger hat sich mit der Polizei eine rund 70 Kilometer langen Verfolgungsjagd über mehrere Autobahnen in Hessen geliefert und wurde auf der A3 bei Limburg festgenommen. Was war passiert? Ein Zeuge ist auf den Mann aufmerksam geworden, weil dieser mit einem Auto ohne Kennzeichen auf der A5 bei Zwingenberg in Richtung Darmstadt unterwegs war. Zudem habe er andere Autos geschnitten und bedrängt. Der Polizei zufolge hat ihm eine Streife Anhaltezeichen gegeben, die er jedoch missachtete. Die Beamten fuhren ihm hinterher, doch der Flüchtige ließ sich nicht stoppen. Kurz darauf schloss sich eine weitere Streife an, zudem wurden weitere Kräfte beordert und auch ein Polizeihubschrauber verständigt.

Die Verfolgung setzte sich den Angaben zufolge mit mehreren riskanten Fahrmanövern und Verkehrsverstößen auf der A67 und auf der A3 Richtung Köln fort. An einem Stau bei einer Baustelle fuhr der 40-Jährige auf den Seitenstreifen und setzte dort seine Flucht fort. Kurz nach der Ausfahrt Limburg sei der Wagen schließlich ins Schleudern geraten und gegen die linke Schutzplanke geprallt. Der Mann fuhr jedoch - nun mit geringem Tempo - weiter, bis er von zwei Streifenwagen gestoppt wurde. Er wurde festgenommen und medizinisch versorgt. Zwei Beamte wurden demnach bei dem Einsatz am Vormittag leicht verletzt, hieß es.

20:44 Uhr

Statt Gewichte heben, macht er Kopfstand: Paul McCartney zeigt Yoga-Praxis

1968 suchten die Beatles in Indien Erleuchtung durch Meditation und Yoga: Da scheint was hängen geblieben zu sein, denn Paul McCartney beherrscht mit seinen 80 Jahren auch noch den Kopfstand ohne Probleme. "Ich mag Yoga und praktiziere, wann immer ich kann", erklärt der Sänger. Dies beweist ein Foto auf seinem Instagram-Account, auf dem er auf einer Matte die perfekt ausgeführte Übung zeigt. Über die Jahre habe er "ein paar Tricks gelernt, zum Beispiel den Kopfstand". Die Übung sei sein "Angeber-Moment" im Fitnessstudio. "Eine Menge Leute stemmen große Gewichte, während ich kleine Gewichte stemme. Ich kann nicht, was sie können, mit ihren großen Muskeln, also beende ich mein Training mit dem Kopfstand. Oft kommen sie dann zu mir und sagen: 'Hey, das ist ziemlich beeindruckend!'", erzählt er.

20:20 Uhr

Die Videos des Tages

20:00 Uhr

Ukrainerin in Berliner Unterkunft getötet - Ehemann unter Mordverdacht

In einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin ist eine 44-jährige Ukrainerin getötet worden - dabei steht ihr Ehemann unter Mordverdacht. Schreckliches Detail: Die beiden Kinder des Paares hätten die Tat mit angesehen, sagte Sascha Langenbach, Sprecher des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten. Die ältere Tochter, die 2005 geboren wurde, habe die Sicherheitsdienste informiert, die sofort versucht hätten, das Leben der Mutter zu retten. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge geriet das Ehepaar gegen Mittag in der Unterkunft in Alt-Hohenschönhausen in Streit. Dabei habe der 50 Jahre alte Mann seine Frau attackiert und tödlich verletzt. Alarmierte Polizeikräfte nahmen den Verdächtigen fest. Die Familie aus der Ukraine sei im Juni 2022 in Berlin registriert worden und lebe seither in der Unterkunft, so Langenbach. Eine Mordkommission ermittelt. Die beiden Kinder des Paares wurden in die Obhut des Jugendamtes gegeben.

Ein Fahrzeug der Kriminaltechnik fährt auf das Gelände der Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Alt-Hohenschönhausen.

Ein Fahrzeug der Kriminaltechnik fährt auf das Gelände der Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Alt-Hohenschönhausen.

(Foto: picture alliance/dpa/TNN)

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19:38 Uhr

Dutzende Festnahmen wegen Wahlbetrugs in Brasilien

Vor der Präsidentenwahl in Brasilien sind 34 Menschen wegen versuchter Wahlmanipulation festgenommen worden. Zudem wurden bei dem seit vergangenen Montag laufenden Einsatz drei Millionen Reais (565.000 Euro) beschlagnahmt, wie das Justizministerium nun mitteilte. Allein heute, dem Tag vor der ersten Wahlrunde, seien elf Verdächtige festgenommen und 90.000 Reais (17.000 Euro) beschlagnahmt worden, hieß es. In sieben Fällen habe es sich um den versuchten Kauf von Stimmen gehandelt.

Bei der Wahl am Sonntag tritt der linke Ex-Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva gegen den rechten Amtsinhaber Jair Bolsonaro an. In den Umfragen liegt Lula deutlich vorn. Allerdings hat Präsident Bolsonaro bereits im Vorfeld Zweifel am Wahlsystem gestreut und angedeutet, das Ergebnis möglicherweise nicht anzuerkennen.

In Brasilien werden für die Wahl diese elektronischen Wahlgeräte genutzt.

In Brasilien werden für die Wahl diese elektronischen Wahlgeräte genutzt.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)


19:06 Uhr

Tausende protestieren in Deutschland gegen System im Iran

"Weg, weg, weg - Mullahs müssen weg" und "Frauen wollen Freiheit" - diese Botschaften riefen Demonstranten in Hamburg: In ganz Deutschland sind mehr als zehntausend Menschen auf die Straßen gegangen, um sich mit den regierungskritischen Protesten im Iran zu solidarisieren. In Berlin sprach die Polizei von insgesamt knapp 5000 Teilnehmern bei verschiedenen Aufzügen, in Hamburg von etwa 4000 und in Frankfurt am Main von rund 2800. Sie protestierten gegen das Herrschaftssystem im Iran und die systematische Diskriminierung von Frauen dort.

  • Auslöser der jüngsten Proteste im Iran ist der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini. Sie war von der Sittenpolizei wegen eines Verstoßes gegen die islamische Kleiderordnung festgenommen worden, war danach ins Koma gefallen und gestorben.
  • Kritiker werfen der Moralpolizei vor, Gewalt angewendet zu haben, die Polizei weist das zurück.
  • Seitdem demonstrieren in dem Land Tausende gegen die Regierung und das islamische System.
  • Am Freitag kamen bei Ausschreitungen im Südosten mindestens 19 Menschen um Leben.
Mit Fahnen und Bildern sind zahlreiche Teilnehmer bei einer Demonstration gegen das politische Regime im Iran in der Hamburger Innenstadt unterwegs.

Mit Fahnen und Bildern sind zahlreiche Teilnehmer bei einer Demonstration gegen das politische Regime im Iran in der Hamburger Innenstadt unterwegs.

(Foto: picture alliance/dpa)

18:30 Uhr

NATO-Erweiterung: Erdogan warnt Schweden und Finnland

Der türkische Präsident äußert wieder Drohgebärden wegen der NATO-Norderweitung. Er werde dem Beitritt von Schweden und Finnland erst dann zustimmen, wenn die beiden nordischen EU-Länder "ihre Versprechen einhalten". Dies sagte Recep Tayyip Erdogan heute vor dem Parlament. Sein Land beobachte die Bemühungen Schwedens und Finnlands, ihre Zusagen zu erfüllen. In der Frage der Terrorismusbekämpfung könne die Türkei keine Zugeständnisse machen, sagte Erdogan weiter. Details nannte er nicht.

  • Die Türkei hatte den Beginn des Beitritts von Schweden und Finnland zunächst blockiert und das mit der angeblichen schwedischen und finnischen Unterstützung von "Terrororganisationen" begründet.
  • Ende Juni unterzeichneten die drei Länder eine Absichtserklärung, die auf die Vorbehalte Ankaras einging. Zu den Forderungen der Türkei gehörte auch die Aufhebung des schwedischen Waffenembargos. Am Freitag hatte Schweden erstmals seit 2019 wieder den Export von Kriegsmaterial an das NATO-Mitglied Türkei bewilligt.
  • Kommende Woche sollen in Ankara Verhandlungen in Anwesenheit eines schwedischen Delegierten stattfinden, meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

17:56 Uhr

Massenkarambolage auf A1: Elf Autos fahren bei Regen ineinander - viele Verletzte

Bei einer Massenkarambolage auf der A1 bei Elsdorf im Landkreis Rotenburg (Wümme) sind elf Autos ineinander gefahren. 24 Menschen wurden nach Polizeiinformationen am Nachmittag verletzt. Nach Starkregen seien die PKW mutmaßlich im Stau aufeinandergeprallt, sagte ein Polizeisprecher. Über die Schwere der Verletzungen konnte er zunächst nichts sagen. Die Autobahn wurde ab der Anschlussstelle Bockel vollständig in Richtung Hamburg gesperrt.

Update: Ein Schwerverletzter und eine leichtverletzte schwangere Frau wurden in Krankenhäuser gebracht, wie die Polizei am Abend ergänzte. "Alle anderen Betroffenen dürften sich leichte Verletzungen zugezogen haben", hieß es.

17:25 Uhr

Tesla bekommt Schmähpreis "Verschlossene Auster"

Sicherlich kein Preis, den sich Elon Musk ins Regal stellt: Der Autohersteller Tesla ist mit dem Negativ-Preis "Verschlossene Auster" der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche bedacht worden. Als Grund nannte die Vereinigung das "intransparente Verhalten von Tesla gegenüber Medien und Öffentlichkeit". Beispiele dafür seien die Verhinderung von Berichterstattung durch selektive Auswahl von Berichterstattern und das Nichtbeantworten von Presseanfragen, hieß es in einer Mitteilung. Auf eine Einladung der Journalistenvereinigung an Tesla, den Preis entgegenzunehmen und eine Dankes- beziehungsweise Gegenrede zu halten, habe es keine Reaktion gegeben, hieß es bei der Verleihung in Hamburg, die im Livestream übertragen wurde.

Tesla hat im März eine Fabrik in Grünheide bei Berlin eröffnet, in der seitdem Elektroautos produziert werden. Seine Presseabteilung in den USA hat Tesla aufgelöst.

16:56 Uhr

Sturm "Ian" sorgt für Überflutungen an US-Ostküste

Nach schweren Schäden auf Kuba und in Florida verliert Wirbelsturm "Ian" allmählich an Kraft. Doch auch abgeschwächt sorgte er noch für Zerstörungen in den Bundesstaaten South und North Carolina. Als Hurrikan der Stufe eins von fünf traf "Ian" auf die Küste von South Carolina und brachte Sturmfluten mit sich. Auf TV-Bildern waren komplett überflutete Straßen und ein teilweise zerstörter Pier zu sehen. Für mehr als 500.000 Haushalte in South und North Carolina sowie Virginia fiel der Strom aus, unter anderem weil umstürzende Bäume die Leitungen durchtrennten.

In den betroffenen Gebieten in Florida gingen Rettungsbemühungen und Räumungsarbeiten weiter. Die Küstenwache rettete unter anderem mit Hubschraubern mehr als 300 Menschen, zum Teil von Dächern und Bäumen, sowie gut 80 Haustiere.

Zwei Männer kämpfen in Charleston gegen die starken Windböen von "Ian".

Zwei Männer kämpfen in Charleston gegen die starken Windböen von "Ian".

(Foto: dpa)

16:29 Uhr

Schwerste Brände im Amazonasgebiet seit über zehn Jahren

Das brasilianische Amazonasgebiet spielt während der polarisierenden Präsidentenwahl eine Rolle, der rechtsgerichtete Bolsonaro sieht darin vor allem wirtschaftliches Potenzial. Klimaschutz ist da kein Thema, allerdings wird jetzt bekannt, dass im brasilianischen Amazonasgebiet derzeit die schwersten Brände seit zwölf Jahren toben. Im September wurden in der Region 41.282 Feuer registriert, wie das für die Satellitenüberwachung zuständige Institut für Weltraumforschung (Inpe) nun mitteilte. Mehr Brände in einem Monat hatte es zum letzten Mal im September 2012 gegeben.

Von Juni bis Oktober ist in Brasilien Waldbrandsaison. Meist werden zunächst die Bäume gefällt und die abgeholzten Flächen dann in Brand gesteckt, um neue Weideflächen und Ackerland für den Soja-Anbau zu schaffen. Weil der Regenwald im Amazonasgebiet immense Mengen des Klimagases CO2 binden kann, hat er auch für das Weltklima große Bedeutung.

Im Amazonasgebiet gab es im September 41.282 Feuer.

Im Amazonasgebiet gab es im September 41.282 Feuer.

(Foto: REUTERS)

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16:17 Uhr
Breaking News

Russland gibt strategisch wichtige Stadt Lyman auf

Russland hat in einer weiteren Niederlage gegen die ukrainische Armee die strategisch wichtige Stadt Lyman im Gebiet Donezk aufgegeben. Die Streitkräfte seien wegen der Gefahr einer Einkesselung abgezogen worden, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Samstag in Moskau. Zuvor hatten ukrainische Behörden von rund 5000 eingekesselten russischen Soldaten gesprochen.

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16:02 Uhr

84-Jähriger fährt in Trecker-Schaufel - Mitfahrerin schwer verletzt

Ein 84-Jähriger ist im Oberbergischen Kreis mit seinem Auto bei einem Überholmanöver mit der Frontschaufel eines Treckers kollidiert. Die 62 Jahre alte Mitfahrerin erlitt dabei laut Polizei schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Der 84-Jährige wurde leicht verletzt. Zu der Kollision bei Lindlar kam es, als der 36 Jahre alte Treckerfahrer mit seinem Gespann von der Straße aus nach links abbiegen wollte. In diesem Moment hatte sich der Senior den Angaben zufolge bereits auf der Gegenspur zum Überholvorgang befunden und stieß in die Frontlader-Schaufel des Treckers. Der Fahrer des Gespanns blieb unverletzt.

15:33 Uhr

Meloni: Italien wird wieder stärker eigene Interessen verteidigen

"Italien muss wieder dahin zurückkehren, zuerst seine nationalen Interessen zu verteidigen", sagte die voraussichtlich nächste Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Mailand. "Das wird sich die nächsten Monate ändern." Diese ganz nach Trump klingende "America first"-Politik äußerte die Parteichefin, knapp eine Woche nachdem ihre rechtsradikale Partei Fratelli d'Italia stärkste Kraft bei den Parlamentswahlen wurde. Sie ergänzte, dass dies keine negative Haltung gegen andere bedeute, sondern eine positive gegenüber sich selbst. Meloni findet, dass sich Italien von europäischen Partnern und Brüssel herumkommandieren lasse und nicht gleichberechtigt sei. Diese Behauptung hatte sie auch im Wahlkampf geäußert.

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15:15 Uhr

Kalifornien: Rap-Texte dürfen vor Gericht nicht mehr gegen Rapper benutzt werden

Als erster US-Bundesstaat hat Kalifornien ein Gesetz verabschiedet, das die Verwendung von Rap-Texten als Beweismittel vor Gericht einschränkt. Der Gouverneur des Westküstenstaates, Gavin Newsom, unterzeichnete die Vorlage, dabei waren per Videoschalte prominente Rapper wie Meek Mill, Ty Dolla $ign, Tyga und YG zugeschaltet. Das Gesetz (Decriminalizing Artistic Expression Act) soll Künstler davor schützen, dass etwa deren Song-Texte in einem Strafverfahren als unrechtmäßige Beweismittel gegen sie verwendet werden können.

Der Rapper Young Thug aus Atlanta bei seiner Festnahme im Mai.

Der Rapper Young Thug aus Atlanta bei seiner Festnahme im Mai.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Die Befürworter des Gesetzes argumentieren, dass das Recht auf kreativen Ausdruck geschützt werden müsse. Zu lange hätten es Ankläger leicht damit gehabt, Rap-Texte in Strafverfahren einzubringen und damit Vorurteile und Verwirrung zu schaffen, sagte die Musiker-Anwältin und Aktivistin Dina LaPolt laut "Variety" in einer Mitteilung. Sie hoffe, dass auch auf Bundesebene ein ähnliches Gesetz verabschiedet werde. Rap-Texte werden in den USA häufiger als Beweismittel in Prozessen eingebracht. Laut "Variety" verwiesen Staatsanwälte zuletzt auf Gewalt in Liedern von Rapper Young Thug, nach dessen Festnahme im vorigen Mai. Dem Musiker wird Beteiligung an Bandenkriminalität in Atlanta (Georgia) vorgeworfen.

14:40 Uhr

18 Verletzte bei Explosion in Spanien - viele Kinder betroffen

Experiment läuft in Katalonien gehörig schief: Bei einem Wissenschaftsfestival im Nordosten Spaniens ist es zu einer Explosion gekommen, bei der 18 Menschen zum Teil schwerer verletzt worden sind - darunter zehn Kinder im Alter zwischen drei und 13 Jahren. Der Unfall ereignete sich am späten Vorabend bei einer Vorführung im Rahmen des von der Universität von Girona (UdG) organisierten Festivals. Dabei sei ein Behälter mit flüssigem Stickstoff vor einem Publikum von 200 bis 300 Menschen explodiert, das vor allem aus Familien bestanden habe, hieß es. Die Betroffenen hätten keine Verbrennungen erlitten. Sie seien aber mehrheitlich von Teilen des explodierten Metallkanisters verletzt worden. Eine Fünfjährige habe dabei die schlimmsten Verletzungen davongetragen. Sie werde nun neben vier weiteren schwerer verletzten Personen - zwei weiteren Kindern im Alter von zehn und zwölf Jahren, einer 47-Jährigen und einem 31 Jahre alten Mann - in Girona im Krankenhaus behandelt. Es sei "unverständlich", warum es diesmal zum Unfall gekommen sei. Die katalanische Polizei werde Ermittlungen aufnehmen, teilte Martí mit.

Rettungsdienste stehen nach einer Explosion vor der Casa de Cultura in Girona (Katalonien).

Rettungsdienste stehen nach einer Explosion vor der Casa de Cultura in Girona (Katalonien).

(Foto: picture alliance/dpa/EUROPA PRESS)

14:21 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

der "Tag" geht in die zweite, etwas sehr graue Hälfte in Berlin. Meine Kollegin Heidi Ulrich kontert bestimmt mit guter Laune diesen Wetteraussichten und sie befindet sich mittlerweile im Feierabend. An ihre Stelle trete ich und werde Sie nun mit News aus aller Welt versorgen. Falls Sie Fragen oder Anregungen zum Format haben, schreiben Sie gerne hier: dertag@n-tv.de.

Da an Vitamin D nicht zu denken ist, hoffe ich, Sie können es sich heute auch mal gemütlich machen.

Ihre

Yuki Schubert

14:10 Uhr

Nestle trennt sich von Palmöl-Lieferant

Nestle will künftig keine Produkte mehr des indonesischen Palmöl-Herstellers Astra Agro Lestari (AAL) verwenden. Der Nahrungsmittelkonzern schreibt, man habe Lieferanten angewiesen, sicherzustellen, dass auch kein Palmöl von AAL-Töchtern in Nestles Lieferkette gelange. Vorher habe es eine unabhängige Bewertung gegeben. Über weitere Details spricht Nestle bisher nicht. Umweltgruppen hatten vorher Alarm geschlagen. Sie werfen der AAL Land- und Menschenrechtsverletzungen vor. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück. Die Umweltgruppe Friends of the Earth ruft Unternehmen wie Procter & Gamble, Hershey's, Kellogg's, Unilever und PepsiCo, auf, Nestle zu folgen.

13:39 Uhr

Neue Gaspipeline in Südosteuropa läuft

Während Russland immer weiter isoliert ist, rücken viele andere europäische Länder näher zusammen: "Heute beginnt eine neue Ära für Bulgarien und Südosteuropa", sagt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Sofia. Dort nimmt eine Gaspipeline zwischen Bulgarien und Griechenland den Betrieb auf. Sie soll dazu beitragen, in der EU unabhängig von russischem Gas zu werden. Begonnen wurde das Projekt 2009. Die EU hatte es mit 250 Millionen Euro unterstützt. Die 182 Kilometer lange Pipeline bindet Bulgarien an die Trans Adria Pipeline (Tap) an. Diese leitet Erdgas von Aserbaidschan über die Türkei nach Griechenland und weiter nach Italien. Der gesamte Gasverbrauch Bulgariens könnte dank der neuen Verbindung gedeckt werden, sagt Von der Leyen. Sie erinnert daran, dass das EU-Land vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine fast völlig vom russischen Erdgas abhängig war. Bis 2027 sollen die Gaslieferungen aus Aserbaidschan für die EU verdoppelt werden.

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Zur Einweihung in Sofia kamen auch die Präsidenten von Aserbaidschan, Nordmazedonien und Serbien, sowie die Regierungschefs von Griechenland und Rumänien.

(Foto: AP)

13:03 Uhr

Pilzsucher irren durch die Dunkelheit

Heutzutage geht ja fast niemand mehr ohne Handy aus dem Haus. Zum Glück war es auch dabei und noch ausreichend aufgeladen, als sich ein Ehepaar im Nationalpark Müritz in Mecklenburg-Vorpommern verlief. Das Handy war offenbar auch die einzige Lichtquelle, die die beiden noch hatten. Die Frau und der Mann hatten Pilze gesammelt und den Weg zurück zum Auto gestern Abend nicht mehr gefunden. Der Mann setzte einen Notruf ab und dank des Handys konnte er der Polizei genaue Standortdaten übermitteln. Zusammen mit einer Rangerin machten sich Polizeikräfte auf den Weg zu ihnen. "Letztendlich konnten beide nach 2,5 Stunden Ausharren in völliger Dunkelheit des Waldes die Scheinwerfer und das Blaulicht der Besatzung wahrnehmen", schreibt die Polizei. Das Ehepaar sei ursprünglich von der Ortschaft Speck aus zum Pilzesammeln aufgebrochen und habe sich zwischen Speck und Kratzeburg verirrt.

12:38 Uhr

Minister sieht neue Sicherheitslage nach Gaslecks

Nach den mutmaßlichen Anschlägen auf die Gaspipelines in der Ostsee geraten auch Energie-Infrastrukturen in Deutschland als mögliche Anschlagsziele stärker in den Fokus. "Wir müssen uns auf Szenarien einstellen, bei denen wir es mit neuen Akteuren, möglicherweise aber auch mit neuen Zielen zu tun bekommen. Es geht nicht nur um Gaspipelines in der Ostsee, sondern auch um Erdgasspeicher oder neue Flüssiggasterminals, die aktuell in Niedersachsen und Schleswig-Holstein realisiert werden", sagt der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius. Die Sicherheitsmaßnahmen würden dort verstärkt. "Wir stellen uns auf alle Sicherheitsszenarien ein, mit allen Sicherheitsbehörden bis hin zu maritimen Kräften." Der SPD-Politiker betont, Hinweise auf eine konkrete Gefahr gebe es aber nicht.

12:01 Uhr

Zahl der Toten steigt nach Anschlag in Kabul

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Eine Familie in Kabul trauert um eine 19-Jährige, die bei dem Anschlag ermordet wurde.

(Foto: AP)

Am Tag nach dem Selbstmordattentat auf ein Bildungszentrum in Kabul erhöht sich die Zahl der Todesopfer und Verletzten. Mindestens 35 Menschen seien getötet und 82 weitere verwundet worden, erklärt die UN-Mission in Afghanistan. Zum Zeitpunkt des Anschlags hätten sich die Studierenden auf eine Prüfung vorbereitet, heißt es von der Polizei. Einem Augenzeugen zufolge ist ein Großteil der Opfer weiblich.

Die Bildungseinrichtung bereitet überwiegend erwachsene Frauen und Männer auf die Aufnahmeprüfungen für Universitäten vor. Seit ihrer Machtübernahme haben die islamistischen Taliban Mädchenschulen ab der siebten Klasse geschlossen - entgegen ihrer Versprechungen. Private Bildungseinrichtungen bieten einigen älteren Mädchen die Möglichkeit, ihre Ausbildung fortzusetzen, um anschließend die Universität zu besuchen. Gegen diese sind die Taliban bisher nicht vorgegangen.

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Foto aus Neu-Delhi: Afghanische Geflüchtete, die der Minderheit der Hasara angehören, verurteilen den Anschlag.

(Foto: IMAGO/ZUMA Wire)

Der Angriff ereignete sich gestern in einem überwiegend von der schiitischen Bevölkerungsgruppe der Hasara bewohnten Viertel. Die Hasara machen 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung aus und sind seit Jahrzehnten der Verfolgung ausgesetzt. Den radikalislamischen Taliban werden Übergriffe auf die Bevölkerungsgruppe vorgeworfen. Auch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zielt mit ihren Attacken oft auf die Hasara. Sowohl Taliban, als auch IS sehen die Gruppe als Ketzer an.

11:23 Uhr

New Yorker Museum feiert Karl Lagerfeld

Ab Mai widmet sich in New York eine Ausstellung dem kreativen Schaffen von Karl Lagerfeld. Das Metropolitan Museum of Art stellt 150 seiner Werke aus. Die Schau heißt "Karl Lagerfeld: A Line of Beauty". Sie soll die "einzigartigen Arbeitsweisen" des 2019 verstorbenen Modedesigners zeigen. "Karl Lagerfeld war eine der fesselndsten, produktivsten und wiedererkennbarsten Kräfte in Mode und Kultur, bekannt sowohl für seine außergewöhnlichen Entwürfe und seine nimmermüde kreative Arbeit als auch für seine legendäre Persönlichkeit", sagt der österreichische Direktor des Metropolitan Museums, Max Hollein. 

11:00 Uhr

Bericht: Gas-Auktionsmodell für Industrie gestartet

Mit einem sogenannten Gas-Auktionsmodell will die Bundesregierung der Industrie Anreize geben, Gas einzusparen und dieses gegen Entgelt etwa zum Heizen zur Verfügung zu stellen. Das Modell sei heute gestartet, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Aus dem Wirtschaftsministerium heißt es demnach, neben dem Befüllen der Speicher und mehr Kohlestrom sei dies ein dritter wichtiger Baustein, um die Vorsorge für den Winter zu verbessern.

  • Ein Engpass im Gasnetz solle künftig zuerst dadurch behoben werden, dass Industriekunden auf Teile der ihnen zustehenden Gasmenge verzichten - und dieses Gas dann von der Trading Hub Europe aufgekauft wird. Das Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Ferngasleitungsnetzbetreiber ist für die deutsche Gasmarkt-Organisation zuständig.
  • So könne das Gas im normalen Netz zur Verfügung stehen und die Gasspeicher müssten nicht zur Stabilisierung angezapft werden, heißt es weiter. Für ihren Verzicht werden die Industriekunden nach Marktpreisen vergütet, die in der Regel höher sein werden als die Preise, die sie selbst für das Gas zahlen.
10:26 Uhr

Otto setzt auf Homeoffice und kühlt Büros runter

Um Energie und Kosten zu sparen, schickt der Otto-Konzern einen Teil seiner Mitarbeitenden bis Ende März ins Homeoffice. Der Konzern schreibt, ab diesem Monat würden nur noch ausgewählte Gebäude auf bis zu 20 Grad beheizt. In den anderen Gebäuden solle die Temperatur auf 6 bis 15 Grad begrenzt werden. "Aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen sind dort dann für ein halbes Jahr keine Arbeitsaktivitäten erlaubt", heißt es bei Otto. Das eigene Blockheizkraftwerk werde über den Winter abgeschaltet. Solange komme die Wärme über das Fernwärmenetz, was mit höheren Kosten verbunden sei. Auch Tochterfirmen wie Hermes Germany sind betroffen. Von vier Bürogebäuden in Hamburg sollen drei heruntergekühlt werden. Gearbeitet werden soll in dem Gebäude mit der besten Energieeffizienz.

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09:51 Uhr

Bella Hadid trägt Kleid aus der Sprühdose

So ein Sprühkleid ist sicher nichts für die Waschmaschine, sieht aber spektakulär aus und ist selbst bei der Fashion Week in Paris ein Hingucker. Model Bella Hadid lässt sich während der Modenschau von Coperni eine Flüssigkeit aufsprühen, die sich schnell zu einem Kleid verfestigt. Die Flüssigkeit enthalte Fasern in einer Kunststofflösung und verdunste bei Kontakt mit der Haut, schreibt die "Vogue Business". Das Sprühkleid könne nach dem Tragen wieder verflüssigt und neu verwendet werden. Ob es dann auch wie frisch gewaschen ist?

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09:06 Uhr

Buckingham-Palast will alle Kondolenzschreiben beantworten

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Hier werden die Briefe und Karten an die Royals zuerst sortiert.

(Foto: dpa)

Die Kommentare im Internet zum Tod der Queen sind wohl unzählbar. Anders sieht es bei klassischen Briefen und Karten aus, in denen Menschen ihre Anteilnahme bekunden. Der Buckingham-Palast schreibt, nach dem Tod von Königin Elizabeth II. seien mehr als 50.000 Kondolenzschreiben eingetroffen. Schon vor dem Tod der Queen hätten den Palast pro Woche etwa 1000 Schreiben mit Fragen oder guten Wünschen erreicht. Anders als im Internet bekommen die Briefschreiber eine Antwort: Aus London heißt es, jeder Brief und jede Karte werde von dem kleinen Korrespondenz-Team aufmerksam gelesen und beantwortet.

08:50 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen!

Wir haben Oktober, hoffentlich ist viel goldener Oktober dabei. In den letzten Tagen ist es vielerorts immerhin etwas wärmer geworden. Schauen wir, was der heutige Tag bringt:

  • Um 10 Uhr starten in Erfurt die zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Das dreitägige Bürgerfest steht unter dem Motto "Zusammen wachsen".
  • Lettland wählt ein neues Parlament: Wahlberechtigt sind gut 1,5 Millionen Menschen in dem EU- und NATO-Land.
  • In Tschechien ist der Tag der Entscheidung bei den Senats-Stichwahlen. Alle zwei Jahre wird ein Drittel der Sitze im Oberhaus des Parlaments neu besetzt.
  • In der Fußball-Bundesliga läuft der 8. Spieltag. Unter anderem will Union Berlin bei Eintracht Frankfurt die Tabellenführung verteidigen.
  • In der Formel 1 beginnt um 15 Uhr das Qualifying zum Großen Preis von Singapur. Max Verstappen hat beim Rennen morgen die Chance, vorzeitig seinen zweiten Weltmeistertitel perfekt machen.

Ich bin Heidi Ulrich und behalte die Nachrichtenlage für Sie im Blick. Sie können mich bis 14 Uhr über dertag(at)n-tv.de erreichen.

08:27 Uhr

Inzidenz steigt auf fast 500

Die Inzidenz bei den Corona-Fällen liegt an diesem Morgen bei 497,0. Gestern lag sie noch bei 466,0 und in der Vorwoche bei 308,9. Die Gesundheitsämter melden dem Robert-Koch-Institut 73.856 Neuinfektionen (Vorwoche: 46.964) und 116 Todesfälle (Vorwoche: 90) innerhalb eines Tages.

Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen und Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

08:00 Uhr

Florida bestätigt mindestens 23 Tote durch Hurrikan

Bisher sind in Florida 23 Todesopfer durch Hurrikan "Ian" bestätigt. Viele der Menschen seien ertrunken, erklärt die zuständige Sicherheitsbehörde des US-Bundesstaates. Die tatsächliche Zahl der Toten dürfte jedoch deutlich höher liegen. CNN berichtet über 45 Menschen, die infolge des Sturms ums Leben kamen. "Ian" hatte am Mittwoch als Hurrikan der zweithöchsten Kategorie 4 die Südwestküste Floridas getroffen und dort verheerende Verwüstungen angerichtet. Am Freitag traf der Hurrikan im US-Bundesstaat South Carolina erneut auf Land, später wurde "Ian" zu einem post-tropischen Wirbelsturm heruntergestuft. Das nationale Hurrikanzentrum NHC warnt dennoch vor heftigen Regenfällen, flutartigen Überschwemmungen und starken Winden. Zur Lage in Florida sagt US-Präsident Joe Biden: "Wir fangen gerade erst an, das Ausmaß der Zerstörung zu sehen."

07:24 Uhr

Gedanke an Nebenkosten belastet alle Schichten

Viele Mieterinnen und Mieter machen sich wegen der nächsten Nebenkostenabrechnung Sorgen. In einer Umfrage des Energiedienstleisters Ista vom September, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sind es rund 80 Prozent der Mieterinnen und Mieter in Deutschland. Sie befürchten, dass sie 2023 eine hohe Nebenkostenabrechnung erwartet. Im Mai waren es noch 68 Prozent.

Die Furcht vor hohen Abschlägen ist bei Menschen aus Haushalten mit niedrigeren Nettoeinkommen bis 1500 Euro nur etwas größer (86 Prozent) als im Schnitt von 80 Prozent. Auch Wohlhabende machen sich Gedanken: In der höchsten Einkommensklasse – 10.000 Euro Nettohaushaltseinkommen und mehr - sorgen sich deshalb 76 Prozent der Menschen. Laut der Umfrage will gut die Hälfte der Mieterinnen und Mieter (56 Prozent) im Voraus höhere Abschläge für Strom und Gas zahlen, um die Abschlussrechnung abzufedern. Nur etwa einem Fünftel (21 Prozent) ist eine gebündelte Nachzahlung lieber.

07:03 Uhr

Papierindustrie hofft auf "Doppelwumms"

So gut wie alles wird teurer, Toilettenpapier ist keine Ausnahme. Die hohen Energiekosten belasten die Papierindustrie zunehmend. Den Großteil ihres Umsatzes macht sie aber mit Papier, Karton und Pappe für Verpackungen. Auch diese Produkte seien teurer geworden, sagt der Präsident des Branchenverbands Die Papierindustrie, Winfried Schaur. "Allerdings wurde in vielen Bereichen mittlerweile eine kritische Grenze überschritten, bei der die gestiegenen Energiekosten nicht mehr am Markt weitergegeben werden können und die Wirtschaftlichkeit der Produktion infrage gestellt wird." Schaur hofft darauf, dass der Abwehrschirm der Bundesregierung, zu dem eine Gaspreisbremse und eine Strompreisbremse gehören sollen, Wirkung zeigen. "Wenn das Entlastungspaket die Erwartungen erfüllt - also wenn der 'Doppelwumms' tatsächlich eintritt - wird es auch für die energieintensiven Grundstoffindustrien eine Entlastung bringen", sagt er. Gleichzeitig spricht sich Schaur dafür aus, zur Überbrückung etwa stillgelegte Stein- und Braunkohlekraftwerk wieder ans Netz zu nehmen.

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06:32 Uhr

Nick Cannon wird zum zehnten Mal Vater

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Und erst Ende Juni wird Cannon zum achten Mal Vater: Der Sohn trägt den klangvollen Namen Legendary Love. Die Mutter ist Model Bre Tiesi.

(Foto: picture alliance / Dennis Van Tine/STAR MAX/IPx)

Erst vor zweieinhalb Wochen kommt sein neuntes Kind zur Welt. Nur eine gute Woche später wird US-Comedian Nick Cannon noch mal Vater. Bei Instagram schreibt der 41-Jährige, wie dankbar er sei und berichtet von Komplikationen bei der Geburt. Mutter Brittany Bell habe "48 Stunden qualvolle Schmerzen und lebensbedrohende Gefahr" über sich ergehen lassen müssen, ehe sie gemeinsam "zehn Pfund Liebe und Freude" Willkommen heißen durften. Für die beiden ist es das dritte gemeinsame Kind. Der Name des jüngsten Familienzuwachses ist relativ außergewöhnlich: Rise Messiah Cannon. Auf der anderen Seite auch wieder nicht, wenn man sich die Namen einiger seiner anderen Kinder wie Powerful Queen oder Golden anschaut. Sein neuntes Kind heißt Onyx Ice Cole – sein erstes gemeinsames Kind mit Mutter Lanisha Cole.

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06:20 Uhr

Munz: So wurde Jubel bei Putins Rede gekauft

Nach der Unterzeichnung der Dokumente zur Annexion von vier ostukrainischen Gebieten lässt sich Russlands Machthaber Putin auf dem Roten Platz feiern. Doch der Jubel, der auf den Aufnahmen des inszenierten Festaktes zu sehen ist, sei "bezahlt" gewesen, berichtet ntv-Reporter Rainer Munz aus Moskau.

06:00 Uhr

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