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Der Tag Söder bereut Konfrontation mit Merkel im Asylstreit

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Markus Söder, der CSU-Parteivorsitzende und Ministerpräsident von Bayern.

(Foto: Sven Hoppe/dpa)

Seit der Corona-Krise ist Bayerns Ministerpräsident Söder klar an der Seite der Bundeskanzlerin - das war nicht immer so. Erinnern Sie sich an das Jahr 2018? Da ließ der Streit um Asyl und Zurückweisungen an der Grenze fast die Koalition zerbrechen - und die Fraktionsgemeinschaft von CDU und CSU. Doch das bereut Söder nun, wie er den Autoren eines neuen Buches über ihn sagte ("Der Schattenkanzler"), das er übrigens nicht selbst in Auftrag gegeben hat.

  • Durch die erbitterte Auseinandersetzung mit Merkel "entstand der Eindruck, wir stünden mehr auf der 'dunklen Seite der Macht'", sagte Söder. "Das hat sich einfach nicht gut angefühlt." Es sei ein Irrglaube gewesen, man könnte Wähler von der AfD zurückholen: "Das war eine falsche Strategie. Es war eine Fehleinschätzung, die AfD nicht schon früher hart anzugreifen."
  • Den Wahlkampf vor der Landtagswahl 2018 in Bayern habe er als "politische Nahtoderfahrung" wahrgenommen, bekannte der Regierungschef. "Die Wahrscheinlichkeit war nicht gering, dass ich der Ministerpräsident mit der kürzesten Amtszeit werden könnte." Nach seiner ersten Wahl zu dem Posten im März 2018 habe er auch Fehler gemacht.
  • Konkret bedauerte Söder den umstrittenen Kreuzerlass vom April 2018: "Manches würde ich heute anders machen, gerade auch in der Form."

Quelle: ntv.de

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