Sonntag, 13. September 2020Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:31 Uhr

Das war Sonntag, der 13. September

Liebe Leserinnen und Leser,

der Sommerabend ist lau und sternenklar: Damit drängt sich zum Tagesausklang ein Blick ins Weltall geradezu auf. Von dort aus gesehen gibt es gute, ja fast schon harmonische Nachrichten. Es geht um eine Kollision, die nicht stattfinden wird:

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Doch nicht auf Kollisionskurs: Die ISS kann auf Kurs bleiben.

(Foto: imago images/Science Photo Library)

Die Internationale Raumstation ISS muss nun doch nicht ihren Kurs ändern und einem US-Militärsatelliten ausweichen. Dieser stelle keine Gefahr dar, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Abend auf Twitter mit. Berechnungen hätten ergeben, dass ein Ausweichmanöver nicht notwendig sei. Das war ursprünglich für die Nacht zum Montag geplant. Die Experten hatten befürchtet, dass der Satellit der ISS gefährlich nahekommt. Ein Zusammenstoß war nicht ausgeschlossen worden. Derzeit halten sich drei Raumfahrer auf dem Außenposten der Menschheit in 400 Kilometer über der Erde auf.

Und das sind die irischen wichtigen Geschehnisse des Tages:

Das reicht noch nicht? Hier geht es zu unserem Tennis-Liveticker.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht. Bis morgen an dieser Stelle.

22:02 Uhr

Waldbrände in den USA fordern bereits 33 Tote

Im Westen der USA haben Dutzende Waldbrände noch nie da gewesene Ausmaße angenommen. Zehntausende sind am Wochenende in Angst und Schrecken versetzt worden. Allein in den drei Staaten Kalifornien, Oregon und Washington stieg die Zahl der Toten durch die seit Wochen wütenden Feuer auf mindestens 33, wie die Fernsehsender NBC und CNN berichteten.

  • Laut "New York Times" ist in den vergangenen Wochen eine Fläche von rund 20.200 Quadratkilometern Waldgebiet abgebrannt, was in etwa der Fläche von Bundesländern wie Rheinland-Pfalz oder Sachsen-Anhalt entspricht.
  • Für Kalifornien gab es Berichte über 22 Tote seit Ausbruch der ersten Feuer Mitte August, zehn Opfer wurden zudem aus Oregon gemeldet. Unter den Toten befand sich auch ein 13-Jähriger, der mit einem Hund auf seinem Schoß starb, als die Familie versuchte, im Auto vor den Flammen zu fliehen, wie CNN schrieb.
  • Im Nachbarstaat Washington war bisher ein Opfer bestätigt.

21:30 Uhr

Scherz mit Soft-Air-Pistole löst Großeinsatz aus

Die Kommunalwahl in NRW bildet hier nur den Hintergrund zu einem Großeinsatz der Polizei in Köln: Nachdem in einem Video-Telefonat einer jungen Frau (25) mit ihrer Großmutter (76) ein Mann mit einer Waffe auftauchte, schickte die besorgte Seniorin die Beamten zur Wohnung der Enkelin. Dort kam heraus, dass deren Freund (25) sich einen Scherz mit einer Softair-Pistole erlaubt hatte. Weil für die Zeit des Einsatzes der mutmaßliche Tatort weiträumig abgeriegelt wurde, musste auch ein Wahllokal in einer Schule im Stadtteil Höhenhaus kurzzeitig geschlossen werden. Laut einer Sprecherin der Polizei war das allerdings nur für einige Minuten nötig. Die Großmutter wurde von der Polizei nach dem Einsatz informiert, dass bei ihrer Enkelin alles in Ordnung ist.

21:02 Uhr

Verdächtige Wahlumschläge: Briefwahlzentren in Bochum geräumt

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Briefwahlunterlagen in einem Behältnis: NRW wählt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei den Kommunalwahlen in NRW sind in Bochum nach dem Fund von verdächtigen Gegenständen in Wahlumschlägen zeitweise gleich zwei Briefwahlzentren geräumt worden. Die Polizei stellte die Umschläge sicher. Anschließend konnten die Wahlhelfer ihre Arbeit in den Zentren fortsetzen. Die Auszählung laufe, teilte die Stadt am Abend auf Twitter mit. Die Umschläge würden nun untersucht. Verletzte gab es nach Angaben eines Feuerwehrsprechers nicht.

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21:00 Uhr

Videos des Tages

20:35 Uhr

Berlin-Mitte: Mann auf Parkbank zusammengeschlagen

Ein Mann ist bei einem Streit in Berlin-Mitte von einer Männergruppe geschlagen und schwer verletzt worden. Der 34-Jährige saß in der Nacht zu Sonntag gegen Mitternacht mit zwei Bekannten auf einer Parkbank an der Rosenthaler Straße, wie die Polizei mitteilte. Dort soll es zum Streit mit der Gruppe gekommen sein, in dessen Verlauf er geschlagen worden sein soll. Der Mann erlitt Schnittverletzungen und eine stark blutende Wunde am Bauch. Er wurde im Krankenhaus versorgt. Die Angreifer flohen unerkannt in Richtung Rosenthaler Platz. Der genaue Hergang und der Grund für den Streit waren unklar.

20:05 Uhr

Elf Tote nach Erdrutsch

Ein Erdrutsch hat in Nepal mindestens elf Menschen das Leben gekostet. Nach weiteren 21 Vermissten wurde in dem Ort Bahrabise in Zentralnepal unter den Trümmern gesucht, wie Behörden mitteilten. Sintflutartige Regenfälle hatten einen Berg zum Einsturz gebracht, die Erdmassen erfassten den Ort in dem Bezirk um Mitternacht, wie Bürgermeister Nimphunjo Sherpa mitteilte. Der Erdrutsch zerstörte mehr als 100 Häuser in dem Ort im Bezirk Sindhupalchowk, der an Tibet grenzt. Seit Juni gab es dort bereits drei größere Erdrutsche. "Wir befürchten mehr Erdrutsche, weil der Boden nach einem schweren Erdbeben 2015 brüchiger geworden ist", sagte Sherpa.

19:36 Uhr

Bloomberg hilft Biden, Trump spottet

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Bidens Wahlkampfkasse ist jetzt um 100 Millionen Dollar besser gefüllt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Multimilliardär Michael Bloomberg will den Wahlkampf von US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden in Florida mit mindestens 100 Millionen Dollar unterstützen. Das berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf Berater des früheren New Yorker Bürgermeisters Bloomberg. Der war Ex-Vizepräsident Biden im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten unterlegen. Biden tritt bei der Präsidentschaftswahl am 3. November gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump an.

  • Florida ist ein sogenannter Swing State, der keiner der beiden Parteien eindeutig zuzuordnen ist. Bei der Wahl könnte Florida daher einer der ausschlaggebenden Bundesstaaten sein.
  • Umfragen zufolge liefern sich Biden und Trump dort ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Trump hatte in Florida 2016 knapp gegen die Demokratin Hillary Clinton gewonnen.
  • Trump spottete am Sonntag auf Twitter mit Blick auf Bloombergs Ausscheiden aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur: "Ich dachte, Mini Mike wäre mit der Politik der Demokraten fertig."

 

19:03 Uhr

Bis zu 39.000 Jahre alter Bären-Kadaver gefunden

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Sogar die Nase des Tiers ist erhalten. Bisher fanden Forscher nur Knochen von Höhlenbären.

(Foto: (NEFU))

Forscher aus Sibirien melden einen Sensationsfund: Erstmals sei der gut erhaltene Kadaver eines Höhlenbären gefunden worden, mit inneren Organen und Weichteilen. Sogar die Nase des möglicherweise 39.000 Jahre alten Tieres ist auf den Fotos zu erkennen, die Forscher laut einem Bericht der "Siberian Times" öffentlich machten. "Bisher fand man nur Schädel und Knochen von Höhlenbären. Dieser Fund ist für die ganze Welt von großer Bedeutung", sagte Eiszeitexpertin Lena Grigorieva der Zeitung. Der Bären-Kadaver wurde laut dem Bericht von Rentierhirten auf der Insel Jakutia gefunden und von Wissenschaftlern der Nordöstlichen Bundesuniversität (NEFU) in Jakutsk analysiert. Die Gruppe ist bei der Erforschung ausgestorbener Wollmammuts und Nashörner weltweit führend, schrieb die Zeitung. Der Höhlenbär (Ursus spelaeus) ist eine prähistorische Art oder Unterart, die im mittleren und späten Pleistozän in Eurasien lebte und vor etwa 15.000 Jahren ausgestorben ist. Nach einer groben vorläufigen Schätzung lebte der jetzt entdeckte Bär in einem Zeitraum zwischen zwei Eiszeiten, vor 22.000 bis 39.500 Jahren.

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Der Bär könnte vor bis zu 39.000 Jahren gelebt haben, ergaben erste grobe Schätzungen.

(Foto: (NEFU))

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Rentierhirten fanden den Kadaver: Die Forscher kündigen eine offizielle Studie an.

(Foto: (NEFU))

 

18:35 Uhr

Lady Diana litt unter Scheidung der Eltern

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Diana 1895: Über ihren Kummer als Scheidungskind erzählt nun ihr Bruder Charles Spencer.

(Foto: imago/Photoshot/John Shelley Collection)

Als kleines Mädchen soll Prinzessin Diana (1961-1997) sehr unter der Trennung ihrer Eltern gelitten und vor der Haustür auf die Rückkehr ihrer Mutter gewartet haben. Das verriet nun ihr jüngerer Bruder, Charles Spencer, in einem Interview mit der "Sunday Times". Darin beschrieb er eine "qualvolle und zerrissene" Kindheit. Ende der 60er Jahre verließ Dianas Mutter Frances Spencer (1936-2004) die Familie für einen anderen Mann. Ihrer jüngsten Tochter soll sie versprochen haben, dass sie "zurückkommen werde, um sie zu besuchen". Diana habe vor der Haustür auf sie gewartet, "aber sie kam nie", wird Charles Spencer zitiert.

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18:02 Uhr

Polit-Posse: ICE-Bordrestaurants werden Staatsgeheimnis

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Der gastliche Betrieb ist längst nicht in jedem Fernzug verfügbar.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der FDP-Abgeordnete Torsten Herbst hat unterwegs im Intercityexpress möglicherweise häufiger mal Hunger leiden müssen. Jedenfalls wollte er vom Bundesbeauftragten für Schienenverkehr, Enak Ferlemann, eine statistische Auskunft haben, wie oft die Züge der Deutschen Bahn eigentlich ohne funktionsfähiges Bord-Restaurant unterwegs sind. Laut "Welt am Sonntag" bekam Herbst auch eine Antwort, aber die war grotesk. Unter Abwägung des parlamentarischen Auskunftsanspruchs und dem Schutz der Bahn-Geheimnisse „hat die Bundesregierung die erbetenen Informationen als VS-Vertraulich eingestuft“, zitierte das Blatt aus der Antwort Ferlemanns an den FPD-Politiker. Das bedeutet: Informationen über die Bordrestaurants sind ab sofort eine „vertrauliche Verschlusssache“, deren Kenntnisnahme für die Interessen der Bundesrepublik schädlich sein kann. Oder einfacher ausgedrückt: ein Staatsgeheimnis, spottet das Blatt. Aber ein Trost bleibt: Die genaue Antwort könne der FDP-Abgeordnete in der Geheimschutzstelle des Bundestages einsehen - natürlich ohne, dass er im Anschluss darüber sprechen dürfe, schrieb die Zeitung.

18:00 Uhr

Schlagzeilen zum Abend

17:25 Uhr

Mit der Motorhaube durch die Wand: Auto landet in Berliner Supermarkt

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Wer seinen Samstageinkauf erledigt, rechnet nicht damit, dass gleich eine Motorhaube durch die Wand kracht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Autofahrer hat auf einem Supermarktparkplatz in Berlin-Mariendorf einen Fußgänger angefahren, die Hauswand des Ladens gerammt und durchbrochen. Der 42-Jährige fuhr mit dem Wagen am Samstagnachmittag auf dem Parkplatz an der Großbeerenstraße aus einer Parklücke heraus, wie die Polizei mitteilte. Dabei fuhr er den 44-jährigen Fußgänger an und krachte anschließend gegen die Außenmauer des Geschäfts. Das Auto durchbrach die Wand und kam mit der Motorhaube im Laden zum Stehen. Der Fußgänger wurde schwer verletzt und kam in ein Krankenhaus. Ein 29-Jähriger im Supermarkt, der sich hinter der Wand aufhielt, erlitt einen Schock - der Autofahrer ebenso. Beide wurden in einer Klinik versorgt.

17:10 Uhr

Schweinehalter fühlen sich wegen Schweinepest am Pranger

Die Brandenburger Schweinehalter haben nach dem deutschlandweit ersten ASP-Fall im Spree-Neiße-Kreis nach Einschätzung ihrer Interessenvertretung mit einer öffentlichen Diffamierung zu kämpfen. "Es ist derzeit eine Stigmatisierung der Brandenburger Landwirte im Gange, dass die Schlachthöfe keine Schweine aus Brandenburg mehr schlachten wollen", sagte Hans-Christian Daniels, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Schweinezucht (IGS) Brandenburg.

  • Er forderte die Politik auf, das sofort abzuändern. Es dürften nicht alle Landwirte unter Generalverdacht stehen, sagte Daniels, der selber Landwirt ist.
  • Das Risiko für das Einschleppen der Schweinepest in professionell geführten Betrieben hält Daniels für gering, wenn die Bio-Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Dazu gehörten unter anderem separate Arbeitskleidung, UV-Schleusen und die Einzäunung der Anlagen.
  • Die Veterinärämter sollten sich vor allem "intensiv" um die kleineren Betriebe kümmern, riet Daniels.
16:33 Uhr

Islamistisches Motiv? Autofahrer bei Aachen niedergestochen

In Stolberg bei Aachen ist ein Autofahrer niedergestochen und schwer verletzt worden. Das hat die Polizei in Köln bestätigt. Zu möglichen Hintergründen der Tat wollte sie sich nicht äußern. Medienberichten zufolge wird ein islamistisches Motiv nicht ausgeschlossen. Der flüchtige Angreifer habe "Allahu akbar" gerufen, berichtete die "Bild"-Zeitung. Nach Angaben der "Aachener Zeitung" stoppten schwerbewaffnete Polizisten zudem ein voll besetztes Auto in Aachen.

Update 18:52: Am Abend meldete die Polizei eine Festnahme. Dabei seien drei Menschen verletzt worden. Die Ermittlungen dauern an.

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16:05 Uhr

Riesenschildkröte wütet auf Terrasse

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60 Kilo tragen sich nicht mal einfach so davon. (Archivbild)

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein ungeahnter schwergewichtiger Besuch auf einem Grundstück in Falkensee (Havelland) hat Polizei und Feuerwehr einiges abgefordert. Ein Mann entdeckte auf seiner Terrasse eine Riesenschildkröte und alarmierte umgehend die Polizei. Die etwa einen Meter lange und rund 60 Kilo schwere Schildkröte wütete bei Eintreffen der Beamten bereits auf der Terrasse, wie die Polizei weiter mitteilte. Demnach warf sie Tisch und Stühle um. Hinzugerufene Feuerwehrleute halfen, die Riesenschildkröte einzufangen und ein provisorisches Gehege zu bauen. Ein amtlich bestellter Tierfänger wurde angefordert. Die Bergung des schweren unhandlichen Tieres in Vorbereitung auf den Transport habe sich nicht einfach gestaltet, hieß es. In den Abendstunden meldete sich dann der Besitzer der Schildkröte, der das Tier als vermisst melden wollte. Der Mann zeigte sich laut Polizei dann überglücklich über die Mitteilung, dass seine Schildkröte unverletzt eingefangen wurde. Auch beim Terrasseninventar gab es Entwarnung: Das kolossale Tier hat keine größeren Schäden angerichtet.

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15:35 Uhr

Israel: Model Bar Refaeli zu Sozialdienst verurteilt

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Beim Verlassen des Gerichts in Tel Aviv: Bar Refaeli muss Sozialdienst leisten, die Mutter (l.) muss sogar ins Gefängnis.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das israelische Model Bar Refaeli und seine Mutter sind wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden. Ein Tel Aviver Gericht billigte eine Vereinbarung mit den beiden Frauen. Laut der Entscheidung muss die 35 Jahre alte Refaeli neun Monate Sozialdienste leisten, während ihre Mutter Zipi für 16 Monate ins Gefängnis kommt. Die Haft soll laut Gerichtsentscheidung am 21. September beginnen. Die beiden müssen zudem insgesamt 5 Millionen Schekel (rund 1,2 Millionen Euro) zahlen. Die beiden Frauen hatten die Vereinbarung mit den Behörden im Juni geschlossen, um das langjährige Verfahren beizulegen. Die Steuerbehörde hatte Refaeli vorgeworfen, millionenschwere Verdienste in Israel und im Ausland nicht vollständig angegeben zu haben.

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15:01 Uhr

Steinwurf von Brücke zerschmettert ICE-Scheibe

Unbekannte haben einen ICE auf einer Bahnstrecke im Kreis Göttingen während der Fahrt beworfen und so eine Scheibe zerstört. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Schnellzug von einer Brücke aus vermutlich mit Steinen getroffen. Bei dem Vorfall am Samstagabend zersplitterte die getroffene Scheibe komplett. Verletzt wurde niemand. Die Polizei hat Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Der ICE kam aus Hannover und war zwischen Göttingen und Kassel unterwegs.

14:36 Uhr

Regionalwahl in Russland: Beobachter berichten von Gewalt an den Urnen

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Wahlfälschung, Wahlzwang, Bestechung: 1000 Verstöße aus Russland gemeldet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Überschattet vom Giftanschlag auf den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny und der Corona-Krise sind in Russland Regionalwahlen abgehalten worden. Am letzten und entscheidenden Wahltag gaben Bürger in 41 der 85 Regionen des Landes ihre Stimme ab. Beobachtern zufolge gab es massive Unregelmäßigkeiten.

  • Es seien bereits mehr als 1000 Meldungen über mögliche Verstöße eingegangen, sagte der Co-Vorsitzende der unabhängigen Wahlbeobachtungsgruppe Golos, Grigori Melkonjanz, am Mittag dem Radiosender Echo Moskwy in Moskau. "Darunter sind auch Fälle von absichtlicher Wahlfälschung." Wahlbeobachter hätten über Behinderungen ihrer Arbeit berichtet, sagte Melkonjants. Es sei dabei auch Gewalt angewendet worden. "Es gibt Berichte über Wahlzwang und Bestechung aus vielen Regionen."
  • Einige Wahllokale hatten bereits am Freitag geöffnet. Die Behörden wollten so laut eigenen Angaben das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus verringern. Kritiker befürchteten aber Manipulationen, weil eine Kontrolle der Wahl über drei Tage hinweg schwierig ist.
  • Der dreitägige Urnengang gilt als wichtiger Stimmungstest für Staatschef Wladimir Putin.
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14:07 Uhr

Chris Evans postet aus Versehen Penis-Bild - Netz flippt aus

Ups, da ist dem Marvel-Star Chris Evans wohl ein kleiner Fehler unterlaufen. Wenn man allerdings weiß, dass der Schauspieler erst seit Mai einen Instagram-Account hat, wirkt der peinliche Fauxpas schon glaubwürdiger. Eigentlich wollte Evans nämlich nur ein Video mit seinen fast sechs Millionen Abonnenten teilen, in dem er ein Spiel spielt. Das hat er sich vor dem Hochladen offensichtlich nicht nochmal angeschaut, denn am Ende des Videos sieht man ein Standbild seiner Foto-Galerie auf dem Handy - inklusive eines "Dick Pics" (Penis-Bild). Ob es der Penis des Schauspielers ist, ist nicht klar. Evans löschte das Video umgehend. Das Netz flippte trotzdem aus. Aber einmal im Internet, immer im Internet - und so verbreitete sich das Video umgehend auf Twitter. Dort dominierte er umgehend für einige Stunden die Trends mit lustigen Memes. Sein Marvel-Kollege Mark Ruffalo alias Hulk sprang ihm mit aufbauenden Worten zur Seite. "Bro, solange Trump im Amt ist, gibt es NICHTS, was du tun könntest, um dich in Verlegenheit zu bringen. Siehst du... ein Lichtblick". Da kann ich nur zustimmen.

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14:00 Uhr

Schichtwechsel

Es ist Halbzeit, die Sonne scheint und meine Kollegin Vivian Micks darf ab sofort ihren Feierabend genießen. Mein Name ist Barbara Mauersberg und ich übernehme bis zum späten Abend den Nachrichtentag. Bei Hinweisen schreiben Sie mich gerne direkt an: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:13 Uhr

Russland schickt Fallschirmjäger für Übung nach Belarus

Russland ist der engste Verbündete des autoritär regierenden Alexander Lukaschenko. Inmitten der Massenproteste in Belarus will Russland laut der Nachrichtenagentur RIA Spezialisten aus einer Fallschirmjäger-Division in das Land schicken. Sie sollen dort ab Montag gemeinsame Übungen mit dem belarussischen Militär durchführen, wie RIA unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau berichtete. Die Drills seien bis zum 25. September angesetzt. Danach würden die russischen Soldaten in ihre Heimat zurückkehren. In Belarus kommt es seit der Präsidentenwahl am 9. August zu Massenprotesten. Putin hatte Lukaschenko nach der Wahl zum Sieg gratuliert und stellte ihm für den Ernstfall auch Unterstützung durch Truppen in Aussicht.

12:31 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

12:28 Uhr

Ex-Premierminister rufen zum Boykott Johnsons "schamlosen" Brexit-Plan auf

Für Regierungschef Boris Johnson wird die Luft dünn - gegen seine Brexit-Pläne stellen sich nun die früheren britischen Premierminister Tony Blair und John Major. Sie haben das Parlament zum Widerstand gegen das "schamlose" Regierungsvorhaben aufgerufen, den gültigen Brexit-Deal auszuhebeln. Das geplante Binnenmarktgesetz sei "unverantwortlich, grundsätzlich falsch und in der Praxis gefährlich", schrieben sie in der "Sunday Times". Das Gesetz werde den irischen Friedensprozess und die Handelsgespräche schädigen, warnten beide Politiker. Johnson habe das Land in eine peinliche Lage gebracht, schrieben Major, der den regierenden Konservativen angehört, und Blair von der oppositionellen Labour-Partei. Auch im Parlament regt sich erheblicher Widerstand gegen das geplante Gesetz. Medienberichten zufolge lehnen es etwa 30 konservative Abgeordnete ab - Johnson verfügt allerdings über eine Mehrheit von 80 Stimmen im Unterhaus. Über das Binnenmarktgesetz sollen die Parlamentarier ab Montag im Unterhaus debattieren.

11:51 Uhr

Spaziergänger entdecken im Saarland Leiche im Wald

Spaziergänger haben in einem Wald einen schrecklichen Fund gemacht. Bei Überherrn im Saarland entdecken sie in einem Waldstück eine Leiche, wie das Landespolizeipräsidium in Saarbrücken mitteilt. Die Identität der toten Person sei noch unbekannt. Die Polizei will noch im Laufe des Tages mehr Details zu dem Fund bekannt geben.

11:20 Uhr

Zwei US-Polizisten aus Hinterhalt beschossen: "Kämpfen um Leben"

Zwei Polizisten sind in ihrem Streifenwagen in einem Vorort der US-Metropole Los Angeles von einem Unbekannten aus dem Hinterhalt beschossen und lebensgefährlich verletzt worden. Die beiden, ein Mann und eine Frau, hätten bei dem Vorfall in Compton im Süden der Großstadt am Samstagabend mehrere Schusswunden erlitten und seien in ein Krankenhaus gebracht worden, schrieb die Polizei Los Angeles County auf Twitter. Der Unbekannte war demnach noch auf freiem Fuß. "Die beiden kämpfen noch um ihr Leben - bitte schließt sie in Eure Gedanken und Gebete ein", hieß es in dem Tweet der Polizei weiter. Auf einem Video, das die Polizei ebenfalls veröffentlichte, ist zu sehen, wie sich eine Person dem Streifenwagen nähert, ohne Wortwechsel ins Innere schießt und anschließend wegrennt.

11:09 Uhr
Breaking News

Entwicklungsminister Müller kündigt Rückzug aus Bundespolitik an

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat seinen Rückzug aus der Bundespolitik angekündigt. Der CSU-Politiker werde 2021 nicht mehr für den Bundestag kandidieren, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen. Zuvor hatte der "Münchner Merkur" darüber berichtet.

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10:37 Uhr

16-Jährige stirbt auf Privatparty nach Ecstasy-Konsum

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Laut Europäischem Drogenbericht gehört Ecstasy zu den am häufigsten konsumierten illegalen Drogen nach Cannabis.

(Foto: picture alliance/dpa)

Es ist der Albtraum jeder Eltern: In Hamburg hat sich eine schreckliche Geschichte abgespielt. Eine 16-Jährige ist auf einer Privatfeier mit anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Hamburg gestorben. Demnach soll der Teenager zunächst Alkohol getrunken und dann Ecstasy konsumiert haben, wie die Polizei berichtet. Kurz darauf sei sie kollabiert. Der Notarzt konnte die junge Frau nicht mehr wiederbeleben. Sie starb noch vor Ort auf der Party.

Ecstasy lässt den Körper vermehrt Serotonin und Dopamin ausschütten, auch umgangssprachlich "Glückshormone" genannt. Dieses Hochgefühl kann aber auch schnell umschlagen: Herzrasen, Kreislaufkollaps, Nieren- und Leberversagen, Psychosen und Krämpfe kann die Designerdroge ebenfalls hervorrufen und bleibende Schäden hinterlassen.

09:40 Uhr

Auto überschlägt sich bei Horror-Unfall nahe Berlin - zwei Tote

Auf der Autobahn 11 nordöstlich von Berlin kam es gestern Abend gegen 21 Uhr zu einem tragischen Unfall: Laut Berichten regionaler Medien durchbrach ein Renault bei Joachimsthal im Landkreis Barnim in Brandenburg aus bisher unbekannten Gründen innerhalb eines Baustellenbereichs die Mittelleitplanke und geriet auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte das Fahrzeug mit einem BMW, hob ab - und kam nach mehreren Überschlägen rund 50 Meter weiter auf, berichtet die "B.Z.". Die beiden Insassen des Renaults, ein 37-jähriger Mann und eine 39-jährige Frau, starben bei dem Unfall. Sie sollen aus der Ukraine stammen und auf dem Weg zu ihrem Wohnort in Polen gewesen sein, berichtet die "Bild"-Zeitung. Die Insassen des BMW, eine 54-jährige Frau mit ihrer 24 Jahre alten Tochter, wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

09:13 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:45 Uhr

Schweizer Polizei löst Straßenparty mit Wasserwerfern und Gummigeschossen auf

Ob sie nur Party machen wollten oder auch randalieren, ist nicht ganz klar. Doch die Lage eskalierte schnell: Zunächst sind in Bern mehr als 800 junge Menschen mit Umzugswagen und Musik durch die Stadt gezogen. Da der Umzug nicht genehmigt war, schritt die Polizei ein. Daraufhin kam es zu Tumulten: Die teilweise vermummten Teilnehmer hätten dann Polizisten mit Steinen und Flaschen beworfen, erklärte die Polizei. Sie hätten zudem Straßenbarrikaden errichtet und angezündet sowie Feuerwerkskörper abgefeuert. Dabei richteten sie großen Sachschaden unter anderem an einem Gebäude an. Um die Einsatzkräfte zu schützen und weiteren Sachschaden zu verhindern, hätten die Polizisten nach "mehrmaliger Abmahnung" Wasserwerfer, Gummischrot und Reizstoff eingesetzt, erklärte die Polizei. Dutzende Menschen wurden den Angaben zufolge kontrolliert.

07:43 Uhr

Urlaub: Reisen wird in 2021 "günstig sein"

Viele Urlauber mussten dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie auf das Reisen verzichten. Wer das Geld stattdessen gespart hat, kann sich auf nächstes Jahr freuen: Pauschalurlauber können nach dem Krisenjahr 2020 auf günstige Preise im nächsten Jahr hoffen. "Reisen an sich wird 2021 günstig sein", sagte Ingo Burmester, Zentraleuropa-Chef von DER Touristik. Der Preis für Pauschalreisen werde zu 80 Prozent von den Kosten für Flug und Hotel bestimmt. Vor allem in Destinationen, die nicht so gefragt seien, dürften die Kosten sinken. Auch Branchenprimus Tui spricht von "attraktiven" Preisen. "Da für den Sommer 2021 vor allem viele Flugkapazitäten reaktiviert werden können, wird genug Angebot zur Verfügung stehen, und das zu attraktiven Preisen." Dass es im kommenden Sommer in den klassischen Zielgebieten für Pauschalurlauber eng werden könnte, ist aus Sicht der Branche eher unwahrscheinlich. Ein Grund sei, dass viele Menschen in Deutschland nach wie vor von Kurzarbeit betroffen seien, argumentierte beispielsweise Touristik-Leiter Andreas Rüttgers von Schauinsland-Reisen.

07:23 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

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Mehr als 70 Frauen wurden in Minsk festgenommen.

(Foto: picture alliance/dpa)

nachdem gestern in der belarussischen Stadt Minsk Sicherheitskräfte mit massiver Gewalt gegen die friedliche Frauen-Demo vorgegangen ist und rund 70 von ihnen in Gefangenentransporter gesteckt hatte, wird heute der Höhepunkt der Demonstrationen erwartet. Sie steht diesmal unter dem Motto "Marsch der Helden" und ist neben der Oppositionellen Maria Kolesnikowa vielen anderen Menschen gewidmet. Was sonst heute noch ansteht:

  • Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen: Rund 14 Millionen Wahlberechtigte in 396 Städten und Gemeinden sowie 31 Kreisen entscheiden heute über Bürgermeister, Landräte und Stadtparlamente. Wahllokale haben unter Corona-Hygienevorschriften von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

  • Regionalwahlen in Russland: In 18 Regionen werden Gouverneure gewählt. Zudem stellen sich in elf Regionen Abgeordnete regionaler Parlamente zur Wahl. Die Abstimmung findet vor dem Hintergrund der Vergiftung des Kremlkritikers Alexej Nawalny und der Proteste im Osten Russlands statt.

  • Urteil gegen Bar Rafaeli: In Israel wird heute das Strafmaß gegen Supermodel Bar Rafaeli wegen Steuerhinterziehung bekannt gegeben.

  • DFB-Pokal: Heute Nachmittag um 15.30 Uhr und heute Abend um 18.30 Uhr finden weitere Spiele der ersten Runde des DFB-Pokals statt. Insgesamt elf Spiele finden heute statt, darunter VfB Stuttgart gegen Hansa Rostock und TSG Hoffenheim gegen den Chemnitzer FC.

Mein Name ist Vivian Micks und ich begleite Sie heute bis zum frühen Nachmittag durch "der Tag". Bei Fragen oder Anregungen schicken Sie mir gerne eine Mail an vivian.micks[at]nama.de.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag!

06:50 Uhr

Sterberate in Deutschland hoch: Jede dritte Blutvergiftung endet tödlich

Weltweit sterben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr rund elf Millionen Menschen an Sepsis, darunter fast drei Millionen Kinder. In Deutschland ist die Todesfall-Rate im Vergleich zu anderen Industrieländern doch um einiges höher, räumt die Bundesregierung ein: 10 bis 20 Prozent über der in den USA, Großbritannien oder Australien. Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 95.000 Menschen an einer Blutvergiftung. Bei aktuell knapp über 300.000 Fällen endet damit etwa jede dritte Sepsis tödlich, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf eine Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Linken-Anfrage berichtet. Anlass ist der Welt-Sepsis-Tag an diesem Sonntag. Sepsis kann nicht nur durch eine Blutinfektion ausgelöst werden, sondern häufig auch durch Durchfall, Lungenerkrankungen oder Tropenkrankheiten. Wenn das Immunsystem dann überreagiert, kann das zu multiplem Organversagen und damit zum Tod führen. Auch wer an einer schlimmen Form von Covid-19 leidet, hat laut WHO ein höheres Risiko, eine Sepsis zu bekommen. Selbst wer sie überstehe, müsse mit lebenslangen Folgen rechnen.

06:20 Uhr

Regenwald in Brasilien jahrelang heimlich geschädigt

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Ein abgeholztes Waldstück im Amazonas-Regenwald ist leichter zu erkennen als Umnutzung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Abholzen von Bäumen zerstört seit Jahren große Flächen im brasilianischen Amazonas-Regenwald. Doch Forscher zeigen ein anderes, ebenfalls schädliches, aber oft übersehenes Problem: Von 1992 bis 2014 wurden mehr Flächen umgenutzt als abgeholzt. In dem Zeitraum sei allein durch diese Umnutzung - etwa das Schlagen einzelner Baumarten oder das Abbrennen von Vegetation unter dem Blätterdach - eine Fläche von fast der Größe Deutschlands verloren worden, schreiben Forscher um Eraldo Matricardi von der Universität Brasilia im Magazin "Science".

Während Abholzung die vollständige Umwandlung des Regenwalds in einen anderen Landtyp - vor allem Weideland - meint, passiert Umnutzung innerhalb der Wälder unter dem kompakten Blätterdach und ist charakterisiert durch den Verlust von Biomasse. Generell ist eine Umnutzung schwerer zu erfassen als Abholzung, denn etwa das Abbrennen niedriger Vegetation oder das Abholzen bestimmter Arten sind unter einem Blätterdach kaum zu erkennen. Die Forscher hatten nun gezielt Satellitenbilder des Amazonas-Gebiets in Brasilien ausgewertet. Diese Umnutzung sei eine - im Vergleich zur Abholzung - oft übersehene, dauerhafte Schädigung des Regenwalds, betonen die Autoren. Sie trage ebenfalls unter anderem zum Klimawandel und zum Artensterben bei.

06:01 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht