Sonntag, 03. Mai 2020Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:44 Uhr

Das war Sonntag, der 3. Mai 2020

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Das Leben in Deutschland kommt wieder in Gang.

(Foto: imago images/Marius Schwarz)

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ein langes Wochenende geht zu Ende und vielleicht steht bei Ihnen morgen der erste Friseurbesuch seit Vor-Coronazeiten auf dem Programm. Unter strikten Regeln bereitet sich die Branche auf den Wiedereinzug des Alltags vor.

Auch sonst kommt das öffentliche Leben in Deutschland nach wochenlangen Corona-Restriktionen allmählich wieder in Gang. Der Schulbetrieb schaltet einen Gang hoch. Vielerorts dürfen Kinder wieder auf Spielplätze, auch Museen und Zoos öffnen wieder. Dennoch wächst die Ungeduld bei vielen Bürgern und vor allem in der Wirtschaft.

Dabei sind einige Bundesländer forscher als andere, was allerings sofort zu Streit führt. Zoff gibt es auch bei den Grünen: Einige wollen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer nach seinen umstrittenen Aussagen zum Umgang mit Corona-Patienten aus der Partei werfen

Die Italiener dürfen ebenfalls wieder raus, doch die Sorgen vor dem rekordverdächtigen Schuldenberg drücken die Politiker in Rom und Brüssel.

Passend zur Lockerungsstimmung präsentiert sich das Wetter: Es bleibt zwar frisch, aber die Sonne kehrt zurück.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Nacht. Morgen früh geht es an dieser Stelle weiter.

22:11 Uhr

90.000 Menschen nach Staudamm-Bruch evakuiert

*Datenschutz

Nach einem Staudammbruch in Usbekistan sind am Wochenende mehr als 90.000 Menschen in der usbekisch-kasachischen Grenzregion in Sicherheit gebracht worden.

  • Nachdem der Sardoba-Staudamm am Freitag gebrochen war, mussten auf usbekischer Seite 70.000 Menschen ihre Wohnorte räumen.
  • Auf kasachischer Seite wurden weitere zehn Dörfer mit rund 22.000 Einwohnern evakuiert, teilte Kasachstans Präsident Kassim-Jomart Tokajew auf Twitter mit.
  • Die Ursachen für den Dammbruch waren zunächst unklar; in dem Gebiet herrschte zu dem Zeitpunkt starker Regen und Wind. Nach Angaben des usbekischen Generalstaatsanwalts wurden strafrechtliche Ermittlungen wegen "Fahrlässigkeit" und Verstöße gegen die Bauvorschriften eingeleitet.
21:41 Uhr

Gerettet aus Seenot: Rehbock treibt in der Ostsee

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Warum ging er nur ins Wasser? Es bleibt ein Rätsel.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Rehbock ist in der Ostsee aus großer Not gerettet worden. Seenotretter entdeckten das Tier nach einem Notruf etwa 300 Meter vom Ufer in Lübeck-Travemünde entfernt und wuchteten es an Bord eines Rettungsboots. Das teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mit. Das zwei bis drei Jahre alte Reh sei sichtbar geschwächt gewesen. In einem Wald wurde es wieder ausgesetzt. Was den Rehbock zu seinem Schwimmausflug bewog, werde wohl ein Rätsel bleiben, hieß es.

21:06 Uhr

Acht Tote: Venezuela meldet "Invasion" von Söldnertruppe

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Sicherheitskräfte inspizieren ein Küstengebiet in La Guaira.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die USA dringen ganz offen in Venezuela auf einen Sturz der Regierung. Doch Zweifel sind angebracht, wenn das Geschehen einem Polit-Thriller zu sehr gleicht. So meldet die venezolanische Regierung nun einen angeblichen Invasionsversuch "terroristischer Söldner" an der Küste von Venezuela. Dabei sollen acht Menschen getötet und zwei festgenommen worden sein. Auch ein großes Arsenal an Waffen sei sichergestellt worden, sagte der Vorsitzende der Verfassungsgebenden Versammlung, Diosdado Cabello, im venezolanischen Fernsehen: "Sie waren bereit, Aktionen gegen Institutionen und Personen auszuführen." Dahinter steckten nach seinen Worten Kolumbien, von wo aus die Schnellboote gestartet seien, und die Vereinigten Staaten von Amerika. Einer der Festgenommenen habe für die US-Antidrogenbehörde DEA gearbeitet. Kritiker werfen der Regierung und dem autoritär regierenden sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro vor, schon öfter Invasionsversuche inszeniert zu haben.

20:25 Uhr

Neuer Schmöker mit pikanten Details über Lady Diana

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Prinzessin Diana: Die Angestellten im Kensington Palast erzählen Details aus ihrem Leben.

(Foto: picture alliance / John Giles/ep)

Wer das Liebesleben des Hochadels verstehen will, muss die Dienstboten fragen. Nach diesem Rezept bereichert der Brite Tom Quinn gerade den Lektürekanon im Königreich. In einem Beitrag in der "Daily Mail" veröffentlicht der 64-jährige Autor vorab jede Menge pikante Details. Von einer nackt sonnenbadenden Prinzessin Diana, die peinlich berührte Bauarbeiter an diesem Schauspiel teilhaben ließ, von einer Prinzessin Margaret, die ihren Ehemann Lord Snowdon mit unverblümten Berichten über ihre Affären verspottet haben soll - all das erzählten ehemalige Bedienstete des Kensington Palastes dem Autor für die Recherche seines Buches "Kensington Palace: An Intimate Memoir From Queen Mary To Meghan Markle". Schon jetzt ist es auf der britischen Webseite von Amazon ein Nummer-eins-Bestseller in der Kategorie royaler Biografien.

20:04 Uhr

Griechenland verlegt Flüchtlinge aus Moria

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Vor allem Kinder und Ältere verlassen nun das überfüllte Lager Moria.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus haben rund 400 Migranten das überfüllte Lager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos verlassen dürfen. Mit Schutzmasken und Handschuhen ausgestattet, wurden die Migranten in Bussen, die aus hygienischen Gründen nur zur Hälfte besetzt waren, nach und nach zum Hafen der Hauptortschaft des Eilands, Mytilini, gebracht. Wie der Staatsrundfunk weiter berichtete, sollen sie an Bord von zwei Fähren zum griechischen Festland gebracht werden. Wie es aus Kreisen des Migrationsministeriums in Athen hieß, werden vor allem ältere und kranke Menschen sowie Familien zum Festland gebracht. Sie sollen in gemieteten Hotels, Wohnungen und Lagern in fast allen Landesteilen untergebracht werden. Bislang sind in den Lagern auf den Inseln keine Coronavirus-Infektionen registriert worden.

19:27 Uhr

Telekom droht Strafpredigt: 4G-Ausbau verschleppt

Unionsfraktionsvize Ulrich Lange wirft der Deutschen Telekom und anderen Mobilfunkanbietern Versagen beim Ausbau des Mobilfunknetzes vor. "Die Verschleppungstaktik der Mobilfunknetzbetreiber ist unverantwortlich. Wer behauptet, er habe alle seine Hausaufgaben richtig gemacht und gleichzeitig eine Fristverlängerung von einem Jahr verlangt, kann auf kein Verständnis hoffen", sagte Lange. Die Mobilfunkkonzerne hätten die Auflagen aus der Auktion der LTE-Frequenzen (4G-Standard) von 2015 bis Ende 2019 erfüllen müssen. Da dies immer noch nicht geschehen ist, hat der politische Beirat der Bundesnetzagentur die Vorstandschefs von Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland (O2) für Montag zum Rapport bestellt.

18:41 Uhr

"Maske auf!": Viel Spott für Klöckners Kaufland-Video

Eine Koch-Show zusammen mit dem Starkoch Johann Lafer hat Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner viel Hohn und Spott auf Twitter eingetragen. Weil das Video von Kaufland gesponsert und bei bild.de angepriesen wurde, warf ihr die Netzgemeinde peinliche Schleichwerbung vor. Bereits im vergangenen Sommer war die CDU-Politikerin mit einem Filmchen des Nestlé-Konzerns unangenehm aufgefallen. Ein gefundenes Fressen für Satiriker wie Jan Böhmermann oder Mickey Beisenherz: Die Ministerin und der Koch trugen beim fröhlichen Corona-Kochen nämlich weder eine Maske noch hielten sie den Abstand ein, auf den der Rest der Bundesregierung bei den Bürgern so unermüdlich dringt. Und Bio-Produkte waren auch keine im Einkaufskorb.

 

Juso-Chef Kevin Kühnert streute noch ein wenig Salz in die Wunde und fragte, ob Klöckner beim Einlösen seiner Kaufland-Treuepunkte helfen könne.

 

Wenn Sie nach all dem Wirbel das Menu trotzdem noch nachkochen wollen: Das Landwirtschaftsministerium hat die drei Gänge getwittert – ganz ohne Kaufland-Logo.

 

18:18 Uhr

Kind stürzt aus sechstem Stock

Ein vierjähriges Kind ist in Hessen aus einem Fenster gestürzt und gestorben. Der kleine Junge fiel aus der sechsten Etage eines Mehrfamilienhauses in Witzenhausen im Werra-Meissner-Kreis, teilte die Polizei mit. Die Rettungskräfte, darunter die Besatzung eines Rettungshubschraubers, kämpften mehr als eine Stunde um das Leben des Kindes. Der Vierjährige erlag jedoch noch am Unglücksort seinen schweren Verletzungen. Die Polizei geht von einem Unglück aus.

17:33 Uhr

Montag geht's los: Verdi mahnt Friseure zur Regeltreue

Vor der ab Montag erlaubten Wiedereröffnung von Friseurgeschäften hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi eine strikte Einhaltung der Corona-Auflagen gefordert. Es gelte, die Kunden und Beschäftigten gleichermaßen vor einer Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen, sagte die stellvertretende Verdi-Bundesvorsitzende, Christine Behle, den Funke Zeitungen. Die Gewerkschafterin nannte das in der Pandemie vorgeschriebene Tragen von Schutzmasken für Kunden und Beschäftigte, die Pflicht zur Haarwäsche vor dem Haarschnitt sowie die Vergabe von Terminen, um Ansammlungen in den Salons zu verhindern. Verbraucherschützer raten Friseurkunden, bei Verstößen mit dem Salon-Betreiber zu sprechen oder sich notfalls ans Ordnungsamt zu wenden.

16:59 Uhr

Polizei: Angriff auf ZDF-Team war geplant

Der Angriff auf das Team der ZDF-Satiresendung "heute show" in Berlin lief nach Einschätzung der Polizei nicht spontan ab, sondern ging von einer etwa 15-köpfigen Gruppe aus, die gemeinsam auf das Team losing. Das gehe aus Schilderungen von Zeugen der Tat hervor, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Berlin. Die Zeugen hätten Beamte der Bundespolizei auf den Vorfall aufmerksam gemacht. Als die Beamten eintrafen, waren die Täter seinen Angaben zufolge bereits geflüchtet. Laut Zeugenaussagen seien sie mit Fahrrädern und einem Auto unterwegs gewesen. Die Bundespolizisten hätten sofort Fahndungsmaßnahmen eingeleitet und die Berliner Polizei informiert. Nach Angaben der Berliner Polizei war das ZDF-Team, zu dem der Satiriker Abdelkarim gehörte, am 1. Mai von einer Gruppe von Menschen zusammengeschlagen worden. Der verwahrte sich auf Twitter gegen Gerüchte, der Angriff sei inszeniert gewesen.

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16:59 Uhr

Schlagzeilen am Nachmittag

16:30 Uhr

Russland arbeitet weiter an Nord Stream 2

Das russische Spezialschiff für die Verlegung der restlichen Gasröhren der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 hat die Ostseebucht bei Kaliningrad (Königsberg) erreicht. Das zeigen Daten des Schiffsradars "Vesselfinder.com". Die "Akademik Tscherski" war im Februar im fernöstlichen Hafen Nachodka gestartet. Es wird erwartet, dass das Schiff des russischen Gasriesen Gazprom nun für die Fertigstellung der Leitung technisch umgerüstet wird. Die Arbeiten ruhen seit Dezember wegen US-Sanktionen. Russlands Energieminister Alexander Nowak hatte zuletzt betont, dass die fehlenden rund fünf Prozent der Pipeline fertig gebaut würden. Einen Termin dafür gibt es aber noch nicht. Kremlchef Wladimir Putin sagte im Januar, dass Russland das Projekt aus eigener Kraft fertigstellen könne - bis Ende dieses Jahres oder Anfang 2021. Experten schlossen angesichts der gesunkenen Nachfrage nach Erdgas auch einen späteren Fertigstellungstermin nicht mehr aus. Die Schweizer Firma Allseas, die mit Spezialschiffen Rohre in der Ostsee verlegt hatte, stellte nach Drohungen der USA Ende vorigen Jahres ihre Arbeiten ein.

15:59 Uhr

No no Norberg: Streit um Wendlers Familiennamen

Wussten Sie, dass der "Wendler" gar nicht "Wendler" heißt? Falls nicht, ist jetzt ein guter Moment, das komplexe Beziehungsgeflecht von Grund auf zu verstehen. Also: Schlagerbarde Michael Wendler und It-Girl Laura Müller wollen im August heiraten. Doch gut drei Monate vorher häufen sich die Verstimmungen mit Wendlers Ex-Frau Claudia Norberg. Denn die fürchtet um ihren Familiennamen und schreibt "offene Briefe" auf Instagram.

  • Kern der Auseinandersetzung ist der Familienname Norberg. Den trägt "der Wendler" nämlich ganz offiziell seit seiner Ehe mit Claudia Norberg bis heute. "Wendler" ist ein Künstlername, sein Geburtsname ist Skowronek.
  • Die Angst der Ex ist also nicht ganz unbegründet: Laura Müller könnte tatsächlich bald Laura Norberg heißen. Aber ob Letztere das möchte? Bis jetzt gibt es vom Ehepaar in spe dazu keine eindeutige Aussage. Müller zeigte sich vielmehr genervt, rollte mit den Augen und sagte: "Muss ich sie auch fragen, welches Brautkleid ich trage? Oder wenn wir ein Kind bekommen, wie es heißt und ob es ein Junge oder Mädchen wird?
  • Und auch Wendler erklärte bei RTL: "Ich glaube, dass meine Ex auch mal lernen muss, was Scheidung bedeutet." Vielleicht hat er Laura schon längst fragend ins Ohr geflüstert, ob sie eine Skowronek werden will.
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15:15 Uhr

Als Junge verprügelte Armin Laschet spätere Ehefrau

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Seit 35 Jahren verheiratet: Susanne und Armin Laschet.

(Foto: imago images / Future Image)

Eine übertrieben harmonische Ehe scheint der Anwärter auf die CDU-Kanzlerkandidatur, Armin Laschet, nicht zu führen - das belegt bereits der Anfang der Beziehung. Als Siebenjährige bezog die heutige NRW-Landesmutter Susanne Laschet Schläge von ihm - lange bevor er 1985 ihr Ehemann wurde. "Er hat mich verprügelt", sagte die Aachener Buchhändlerin in der WDR-Fernsehsendung "Kölner Treff".

  • Das sei im Jugendkirchenchor gewesen, wo sich die beiden kennengelernt hätten. "Er hatte irgendeinen Krach mit einem Mädel, das er damals toll fand. Und dann hat er mich verprügelt. Und dann weiß ich noch ganz genau, da bin ich zu meiner Mutter gegangen und hab' gesagt: Mama, heute hab' ich den ekelhaftesten Jungen meines Lebens kennengelernt."
  • Auf die Frage von Moderatorin Bettina Böttinger, warum sie sich dann später doch in den heutigen NRW-Ministerpräsidenten verliebt habe, antwortete Susanne Laschet: "Ja, warum verliebt man sich?" Ihr Fazit: "Wir haben nichts Besseres gefunden, beide, das ist einfach so."
  • Noch heute würden sie nicht ständig "gemeinsam über die Wiese hüpfen". Nach Berlin würde sie im Fall der Fälle jedenfalls nicht ziehen, sagte sie. "Aachen, da ist mein Lebensmittelpunkt."
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14:44 Uhr

Netze der Nordseefischer immer leerer

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Die Nordsee leidet unter Überfischung.

(Foto: picture alliance / dpa)

Zur Zeit sind die Strände der Nordsee leergefegt, doch auch im Wasser tummelt sich längst nicht mehr das pralle Leben. Wegen Überfischung der Meere haben die belgischen Fischer 2019 so wenig gefangen wie noch nie seit Beginn der Statistik. Sie zogen 13.659 Tonnen Fisch und Krustentiere aus dem Wasser, 7,5 Prozent weniger als 2018, berichtete die Zeitung "La Dernière Heure". Zum Vergleich: 1955 lag die Menge noch bei 69.500 Tonnen. Hauptgrund für den Schwund sei ein geringerer Fischbestand, hieß es weiter. Noch vor 20 Jahren seien in der Nordsee im Durchschnitt pro Quadratkilometer 200.000 Meerestiere zu finden gewesen, heute nur noch 40.000.

14:00 Uhr

Dutzende Grüne fordern Parteiausschluss von Boris Palmer

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Boris Palmer gerät weiter unter Druck.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach umstrittenen Äußerungen zum Umgang mit Corona-Patienten fordern Dutzende Grüne den Parteiausschluss des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer. Palmers parteischädigende Äußerungen zeigten, dass die Grünen "längst nicht mehr seine politische Heimat" seien, heißt es in einem offenen Brief, in dem der baden-württembergische Landesvorstand und der Kreisvorstand Tübingen aufgefordert werden, ein Parteiordnungsverfahren oder Parteiausschlussverfahren gegen Palmer anzustrengen. Palmer hatte zur Corona-Krise gesagt: "Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären."

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13:59 Uhr

Schichtwechsel

Das Wetter ist immer noch durchwachsen und mein Kollege Kai Stoppel hat mir gerade das Staffelholz für den "Tag" übergeben. Mein Name ist Barbara Mauersberg und ich bin bis heute Abend dankbar für Anregungen, Hinweise und - natürlich - Kritik. Schreiben Sie mir gerne:

barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de.

13:32 Uhr

"Zwerg-Tsunami" nach Seebeben vor Mittelmeerinsel Kreta

Ein Seebeben hat die Mittelmeerinsel Kreta erschüttert. Gespürt wurde das Beben am Samstagnachmittag auch in anderen Regionen Griechenland und Nachbarstaaten. Wie das Geodynamische Institut von Athen mitteilte, hatte es eine Stärke von 5,9. Das Zentrum des Bebens lag weit unterhalb des Meeresgrundes etwa 55 Kilometer südlich der größten griechischen Insel Kreta. Schäden oder Verletzte wurden nicht gemeldet, berichtete der Staatsrundfunk. Nach dem Beben wurde eine kleine Flutwelle von Geräten gemessen, die auf Bojen in der Region installiert sind. "Das war ein Zwerg-Tsunami mit einer Höhe von etwa 15 Zentimetern", sagte ein Seismologe im Staatsrundfunk.

13:10 Uhr

Bülent Ceylan fühlt sich im Autokino "ein wenig wie Beethoven"

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Auftritt vor Autos - für Bülent Ceylan eine ungewohnte Situation.

(Foto: dpa)

Komiker Bülent Ceylan fühlt sich bei Auftritten im Autokino ein wenig an den Komponisten Ludwig van Beethoven erinnert. "Er war in seinen letzten Lebensjahren ja taub und hörte die Musik nicht mehr. Genauso muss ich mir das Lachen und den Beifall vorstellen - die Leute sitzen ja im Auto und sind nicht zu hören", sagte der 44-Jährige. Ceylan trat am Samstagabend in einem Autokino mit 225 Stellplätzen im hessischen Viernheim auf, das erste von mehreren Gastspielen dort. Der Ton wurde über eine UKW-Frequenz in die meist mit je zwei bis vier Menschen besetzten Fahrzeuge gesendet.

12:37 Uhr

Aktienmarkt in Saudi-Arabien bricht nach Hiobsbotschaft ein

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Laut dem unabhängigen Institut Saudi Jadwa Investment droht dem sunnitischen Königreich in diesem Jahr ein Rekorddefizit von 112 Milliarden Dollar.

(Foto: REUTERS)

Das vorweg: Ja, am Sonntag hat die Börse in Saudi-Arabien geöffnet. Dort findet der Handel - anders als in westlichen Ländern - von Sonntag bis Donnerstag statt. Und deshalb kann der Aktienmarkt in dem Königreich bereits heute auf die Ankündigung "schmerzhafter" Corona-Maßnahmen der Regierung reagieren. Und das tut er: Bereits wenige Minuten nach Handelsbeginn sind die Kurse um 6,8 Prozent abgestürzt.

Auch in anderen Golfstaaten verzeichneten die Börsen heute Rückgänge. In Dubai stürzten die Aktienmärkte um 3,2 Prozent ab, in Abu Dhabi um 1,6 Prozent. Die Golfstaaten sind stark vom Ölexport abhängig.

12:17 Uhr

36-Jährige in Osthessen erschlagen - Ehemann in Haft

In Osthessen ist ein 35-jähriger Syrer festgenommen worden, der seine Ehefrau erschlagen haben soll. Vor der Tötung der 36-Jährigen, die ebenfalls aus Syrien stammt, soll es einen Familienstreit in der gemeinsamen Wohnung in Alsfeld gegeben haben. Der Mann sei nach der Tat mit den drei gemeinsamen Kindern im Auto geflohen, wurde aber nach einer sofortigen Fahndung an der Autobahn 7 in Bayern festgenommen. Widerstand habe er nicht geleistet, die Kinder seien wohlbehalten gewesen.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:29 Uhr

"Wirklich ungewöhnlich" - Hitzewelle in Spanien viel zu früh

"Schlagartig ist es Sommer", titeln spanische Medien. Denn in Spanien ist es quasi über Nacht heiß geworden. In weiten Landesteilen werden heute Temperaturen von über 30 Grad gemessen, nachdem es vorige Woche vielerorts noch recht kühl war. Die erste Hitzewelle des Jahres sei "wirklich ungewöhnlich", weil sie so früh einsetze, zitierte die Nachrichtenagentur "Europa Press" einen Sprecher des staatlichen Wetterdienstes Aemet. Grund für den frühen Wärmeeinbruch seien ein Hochdruckgebiet und heiße Winde aus Nordafrika.

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Die fast schon hochsommerlichen Temperaturen in Spanien sollen noch bis mindestens Dienstag anhalten.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

 

11:09 Uhr

23-Jähriger mit Machete löst Polizeieinsatz im Saarland aus

Was würden Sie tun, wenn Sie in einem Wald einen Mann mit einer Machete in der Hand entdecken würden? Spaziergänger im Saarland zogen es jedenfalls vor, die Polizei zu verständigen. Als die Beamten eintrafen, stellte sich jedoch heraus, dass der 23-Jährige lediglich einen Spazierweg von herabhängenden Ästen und Gestrüpp befreien wollte, wie die Polizei mitteilte. Der Mann war bei seinen Eltern zu Besuch. Die Machete wurde daraufhin beschlagnahmt und den Mann erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

10:47 Uhr

Schröder: "Unsinnige Sanktionen" gegen Russland müssen weg

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Gerhard Schröder (re.) pflegt auch persönlich Kontakt zu Russlands Präsident Wladimir Putin.

(Foto: picture alliance / dpa)

Altkanzler Gerhard Schröder hat auch vor dem Hintergrund der Corona-Krise ein wieder engeres Verhältnis zu Russland angemahnt. "Gerade jetzt, wo wegen der Corona-Krise wirtschaftlich schwere Zeiten auf uns zukommen, brauchen wir mehr Zusammenarbeit. Deshalb müssen unsinnige Sanktionen weg", sagte der SPD-Politiker dem "Tagesspiegel". Angesprochen darauf, dass dies die Antwort Europas auf die völkerrechtswidrige Annexion der Krim gewesen sei, meinte Schröder: "Wer glaubt, man könnte Russland mit Sanktionen zu irgendetwas zwingen, der irrt. Kein russischer Präsident wird die Krim jemals an die Ukraine zurückgeben."

Schröder setzt sich seit Längerem für einen Wegfall der Strafmaßnahmen ein. Er hatte nach dem Abschied aus dem Kanzleramt unter anderem den Aufsichtsratsvorsitz bei dem vom russischen Konzern Gazprom dominierten Ostsee-Pipeline-Betreiber Nord Stream übernommen.

09:54 Uhr

Schlägerei wegen fehlender Atemmaske in Ludwigshafener Supermarkt

Corona-Zeit, merkwürdige Zeit: Es ist schon etwas unbehaglich, wenn neuerdings alle Menschen im Supermarkt vermummt sind. Aber die meisten halten sich brav an die Vorgabe – nicht so jedoch eine 57-Jähriger in Ludwigshafen. Der Mann wollte ohne Mund-Nase-Schutz in einen Supermarkt gelassen werden. Weil ihm jedoch ein Mitarbeiter des Geschäfts deshalb den Zutritt verwehrte, kam es zum Eklat: Der Unmaskierte schlug dem Angestellten ins Gesicht, wie das Polizeipräsidium Rheinpfalz mitteilte. Auch nach Eintreffen der Polizei verhielt sich der 57-Jährige aggressiv. Den Mann erwartet nun eine Anzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung.

09:17 Uhr

Saudi-Arabien plant "schmerzhafte" Maßnahmen gegen Geldnot

Das Geld im einst im Geld schwimmenden Königreich Saudi-Arabien wir zunehmend knapper: Nun plant das islamisch-konservative Land sogar "strenge und schmerzhafte" Maßnahmen, um Haushaltslöcher in Milliardenhöhe infolge der Coronavirus-Pandemie zu stopfen, kündigte der Finanzminister des weltweit größten Öl-Exporteurs, Mohammed al-Dschadan, an. "Alle Optionen sind offen. Wir müssen die Ausgaben im Etat senken", sagte er. Vor wenigen Tagen hatte sein Ministerium bekannt gegeben, dass wegen gesunkener Ölpreise und der Corona-Krise im Haushalt rund neun Milliarden Dollar fehlen (rund 8,1 Milliarden Euro).

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08:33 Uhr

Flugstaffeln über Washington als Dank für Corona-Helfer

Als Dank an Ärzte und Pflegepersonal in der Corona-Krise sind Kunstflugstaffeln der US-Streitkräfte über Washington und andere Städte geflogen. Die Blue Angels (Blauen Engel) der US-Marine und die Thunderbirds (Donnervögel) der Luftwaffe donnerten in Formation über Washington, Baltimore und Atlanta. Auch First Lady Melania Trump verfolgte das Schauspiel am Weißen Haus, wie auf einem Foto im Onlinedienst Twitter zu sehen war. Die Frau von Präsident Donald Trump winkte den Kunstfliegern zu und bedankte sich für "dieses schöne Zeichen der Solidarität".

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Die Kunstflugstaffeln über dem Washington Monument.

(Foto: imago images/UPI Photo)

 

07:43 Uhr

Kritik an al-Sisi - Junger Filmemacher stirbt im Gefängnis

In Ägypten ist ein junger ägyptischer Filmemacher im Gefängnis gestorben, wo er wegen der Kritik an Staatschef Fattah al-Sisi in einem Musikvideo saß. Der 24-jährige Schady Habasch sei im Tora-Gefängnis in Kairo gestorben, sagte sein Anwalt Ahmed al-Chawaga. Die genaue Todesursache konnte er nicht nennen.

Habasch war im März 2018 festgenommen worden unter dem Vorwurf, Falschinformationen zu verbreiten und einer "illegalen Organisation" anzugehören. Zuvor hatte er bei dem Musikvideo zum Song "Balaha" des Rock-Sängers Ramy Essam Regie geführt. Der Song richtet sich gegen "Balaha", wie al-Sisi von seinen Kritikern wegen einer Figur in einem ägyptischen Film oft genannt wird, bei der es sich um einen notorischen Lügner handelt.

07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Es ist Sonntag, der 3. Mai 2020. Das Wetter ist durchwachsen, Angela Merkel ist noch immer Bundeskanzlerin und ein Virus terrorisiert seit Wochen die Erde. Wer hätte das vor ein paar Monaten noch für möglich gehalten? Also nicht das mit Merkel. Obwohl die Kanzlerin mittlerweile auch wieder überraschend fest im Sattel sitzt. Die Merkel-Nachfolge-Debatte ist spürbar zum Erliegen gekommen - sogar Ex-Feind Horst Seehofer bringt das Thema "fünfte Amtszeit" auf.

Aber nun zu den Dingen, die heute wichtig werden. Hier eine Übersicht:

  • Israels höchstes Gericht berät über Petitionen gegen Netanjahu - dieses fordert, dass Netanjahu  wegen der Korruptionsanklage gegen ihn nicht erneut Regierungschef werden darf.
  • Im Kölner Dom wird heute um 10 Uhr erstmals seit Einführung der Corona-Beschränkungen wieder ein Gottesdienst mit Besuchern gefeiert.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

06:59 Uhr

Union: "Naivität in SPD gefährlich für die Sicherheit Deutschlands"

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Auch SPD-Chef Norbert Walter-Borjans wäre für einen Abzug der Atomwaffen aus Deutschland.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Union verschärft ihre Kritik am Vorstoß der SPD-Spitze für eine Beendigung der Stationierung von US-Atomwaffen in Deutschland. "Die Naivität von Teilen der SPD-Führung ist gefährlich für die Sicherheit Deutschlands", sagte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Henning Otte.

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hatte dem "Tagesspiegel" gesagt: "Es wird Zeit, dass Deutschland die Stationierung zukünftig ausschließt." Unterstützung erhielt er vom SPD-Co-Vorsitzenden Norbert Walter-Borjans, der sich in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ähnlich äußerte.

06:29 Uhr

Bolsonaro beschimpft ehemaligen Justizminister

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Neigt offenbar zu Ausfällen: Jair Bolsonaro.

(Foto: dpa)

Nicht ohne Grund wird Jair Bolsonaro auch als der "Trump Brasiliens" bezeichnet: Der brasilianische Präsident neigt ebenso wie sein US-Kollege dazu, gegen geschasste Weggefährten nachzutreten. So hat Bolsonaro nun hat seinen ehemaligen Justizminister Sergio Moro öffentlich als "Judas" bezeichnet. "Der Judas, der heute aussagen wird, hat eingegriffen, damit nicht ermittelt wird?", schrieb der Rechtspopulist auf Twitter. Er spielte damit auf den Messerangriff gegen seine Person im Wahlkampf 2018 an, für den die Bundespolizei einen Einzeltäter ausgemacht hatte.

Moro sagte vor der Bundespolizei in Curitiba ab Samstagnachmittag acht Stunden lang zu seinen Vorwürfen gegen Bolsonaro aus. Der Minister hatte vor knapp einer Woche seinen Rücktritt erklärt, weil Bolsonaro den Chef der Bundespolizei und Vertrauten Moros, entlassen hatte. Moro warf Bolsonaro vor, illegal Einfluss auf die Bundespolizei nehmen zu wollen.

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06:06 Uhr

Südkorea: Schüsse an der Grenze zu Nordkorea

Alarm an der Grenze zwischen Nordkorea und Südkorea: Nach Angaben der Regierung in Seoul am Sonntagmorgen ein Schusswechsel ereignet. Die Schüsse aus Nordkorea hätten einen südkoreanischen Wachposten in der entmilitarisierten Zone getroffen, erklärte der Generalstab in Seoul. Die südkoreanische Armee habe darauf mit zwei Gewehrsalven und einer formalen Warnung gemäß der beiderseitigen Vereinbarungen reagiert. Opfer gab es den Angaben zufolge auf südkoreanischer Seite nicht.

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06:00 Uhr

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