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Der Tag Todesstrafe: Berlin bestellt Botschafterin von Brunei ein

Aus Protest gegen die mögliche Verhängung der Todesstrafe gegen Homosexuelle in Brunei hat die Bundesregierung die Botschafterin des südostasiatischen Landes einbestellt.

  • Bei dem Gespräch habe man an das Sultanat appelliert, "bestehende internationale Menschenrechtsverpflichtungen einzuhalten", hieß es aus dem Auswärtigen Amt. "Dabei haben wir unsere Sorge im Zusammenhang mit der Einführung des Scharia-Strafrechts zum Ausdruck gebracht."
  • In dem Kleinstaat auf der Insel Borneo treten an diesem Mittwoch härtere Gesetze in Kraft. Grundlage dafür ist die Scharia, die im weiten Sinne die religiösen und rechtlichen Normen im Islam regelt.
  • Bei gleichgeschlechtlichem Sex droht künftig im schlimmsten Fall die Todesstrafe durch Steinigung. Bislang standen auf Homosexualität in Brunei zehn Jahre Haft.

Quelle: n-tv.de