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Der Tag Tusk warnte Cameron vor Brexit-Referendum

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Alles reden half nichts: David Cameron (links) zog seinen Plan durch. Donald Tusk hatte das Nachsehen.

(Foto: REUTERS)

"Ich bereue es nicht, das Referendum ausgerufen zu haben." Der frühere Premierminister David Cameron steht zu seinen Entscheidungen. Erst vergangene Woche erklärte er der BBC, er habe ein Wahlversprechen eingelöst und dafür auch den Rückhalt des Parlaments gehabt. EU-Ratspräsident Donald Tusk stellt die Dinge allerdings nun etwas anders dar. Seiner Einschätzung nach habe Cameron nie geglaubt, er müsste das Brexit-Referendum tatsächlich abhalten.

Er sei davon ausgegangen, bei der Wahl 2015 nicht die nötige Mehrheit zu bekommen. Er habe mit dem Versprechen nur die Euroskeptiker in seiner eigenen Partei besänftigen wollen. Tusk habe ihn vor dem "Appetit nach Revolution in Europa" gewarnt, sagte er der BBC. Vergeblich. Camerons Tories erreichten bei der Unterhauswahl die absolute Mehrheit. Cameron löste sein Versprechen ein und trat dann nach der knappen Niederlage seines "Remain"-Lagers beim Brexit-Referendum im Juni 2016 als Premierminister zurück.

Quelle: n-tv.de