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Der Tag Ungarische Ärzte trennen siamesische Zwillinge

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Eine Hilfsorganisation hatte die Operation möglich gemacht.

(Foto: imago images / Westend61)

Einem ungarischen Ärzte-Team ist es gelungen, siamesische Zwillinge zu trennen. Nach der 30-stündigen Operation in Dhaka teilten die Ärzte mit, den beiden dreijährigen Mädchen Rabeya und Rukaya gehe es gut. Die am Kopf zusammengewachsenen Zwillinge aus Bangladesch seien "nach der letzten Trennung stabil", sagte der leitende Neurochirurg Andras Csokay. "In der postoperativen Phase müssen wir aber sehr vorsichtig sein." An dem riskanten Eingriff war ein Team von 35 Spezialisten aus Ungarn beteiligt, ausgeführt wurde er in einem Militärkrankenhaus. Die Ärzte trennten zunächst die Schädel und Gehirne der beiden Mädchen und verschlossen die Operationswunde dann mit Gewebe.  Bei einer ersten 14-stündigen Operation in Bangladesch waren zunächst die Blutgefäße der Mädchen getrennt worden. Im Januar wurden sie dann für sechs Monate nach Budapest gebracht, wo die Ärzte ihnen ein spezielles Implantatsystem einsetzten, um Haut und Bindegewebe zu dehnen. Ende Juli kehrten die Zwillinge und die ungarischen Ärzte dann für die letzte Operationsphase nach Bangladesch zurück.

Quelle: n-tv.de